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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbau einer VDSL-Verbindung über eine Telefonschleife
zwischen einer Vermittlungsstelleneinrichtung und einem Teilnehmermodem
mittels einem Einzelträgermodulationsschema.
Das erfindungsgemäße Verfahren
erlaubt in Abhängigkeit
von der Länge
und der Qualität
der benutzten Telefonleitung die Geschwindigkeit der Verbindung
anzupassen.
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Aus
der
EP 0 397 535 A2 ist
z.B. ein Verfahren zum Aufbau einer Datenverbindung über eine Zweidraht-Telefonleitung
zwischen einer Vermittlungsstelle und einem Teilnehmermodem auf
der Basis einer Einzelträgermodulation
offenbart. Dabei wird zunächst
ein periodisches Signal über
den gesamten Frequenzbereich des Übertragungskanals auf der Teilnehmermodem-Seite
und auf der Vermittlungsstellen-Seite erzeugt, um auf diese Weise
Empfangssignalspektren zu gewinnen.
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Der
Hochgeschwindigkeitsteilnehmeranschluss (VDSL = very high speed
digital subscriber line) erlaubt die Übertragung von asymmetrischen und
symmetrischen Datenraten in einer Größenordnung von 60 Mbps auf
verdrillten Doppelleitungen. VDSL nutzt das höchste über Standardkupferleitungen
verfügbare
Frequenzspektrum oberhalb der Frequenzen, welche für konventionelle
alte Telefondienste (POTS = plain old telephone service) und das integrierte
digitale Dienstenetzwerk (ISDN = integrated services digital network)
genutzt werden. Somit erlaubt die VDSL-Technologie die Nutzung der
existierenden Kupferinfrastruktur für die Bereitstellung von Breitbanddiensten über dieselbe
physikalische Grundausstattung.
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Das
VDSL-Spektrum ist grob auf den Bereich zwischen 138 KHz und 12 MHz
festgelegt. In der 1 ist
schematisch die entsprechende Frequenzbandbreite gezeigt. Konventionelle
alte Telefondienste POTS erreichen üblicherweise bis zu 4 KHz und
Dienste des integrierten digitalen Netzwerks ISDN bis zu 80 KHz.
Der VDSL-Frequenzbereich gemäß dem ITU-Standard
G 993.1 ist zwischen 138 KHz und 12 MHz vorgesehen. Die tatsächliche
Spektrumszuordnung variiert in Abhängigkeit von Verbindungsraten
und ob asymmetrische oder symmetrische Raten verwendet werden sollen.
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2 zeigt ein typisches VDSL-Netzwerk. An
dem Kundenstandort ist ein Netzwerkabschluss oder Splitter NT vorgesehen,
der POTS-Signale von VDSL-Signalen trennt und die entsprechenden
Signale an übliche
POTS-/ISDN-Einrichtungen und an das Teilnehmer-VDSL-Modem CPE (Customer
Premises Equipment) weiterleitet. Das Teilnehmermodem arbeitet als
Transceiver zum Empfangen, Senden und Kodieren von VDSL-Signalen,
welche über die
existierende Telefonleitung oder das verdrillte Leitungspaar TP übertragen
wird. Der VDSL-Dienstleistungsanbieter
hat ähnliche
Transceiver als VDSL-Zugangsmultiplexer
in der Vermittlungsstelle zum Abwickeln der Kundenverbindungen und
zum Bereitstellen von Datenverkehr zu breitbandigen Netzwerk-Hauptleitungen
bzw. Backbones – zum
Beispiel Faseroptiknetzwerke FO.
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Aus
der WO 02/063917 A2 ist ein Verfahren zum Aushandeln von Übertragungsparametern
beim Aufbau von VDSL-Verbindungen bekannt. Dabei ist vorgesehen,
beim Verbindungsaufbau abwechselnd von Teilnehmer- und Vermittlungsstellen-Seite
Sätze von
gewünschten Übertragungsparametern
auszutauschen, um dann eine VDSL-Verbindung mit bestmöglichen Übertragungseigenschaften
festzulegen. Die
DE
101 07 438 A1 schlägt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Qualifizieren von Übertragungsstrekken
zur Datenübertragung
bei xDSL-Anwendungen vor, wobei eine Qualifizierung der Übertragungsstrecke
durch Übertragen
von breitbandigen Signalen über
den gesamten Frequenzbereich erfolgt.
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Dabei
beeinflussen die Länge
der Telefonleitung TP zwischen dem Teilnehmermodem CPE und der Vermittlungsstelle
CO, überbrückte Abzweige und
Rauschquellen wie Radiosender welche Da tenraten unterstützt werden
können.
Beispielsweise unterstützen
lange Schleifen nur niedrigere Datenraten. Da sich die Leitungszustände zeitlich
und räumlich ändern können, müssen VDSL-Einrichtungen
mit einem Ratenanpassungsalgorithmus ausgestattet sein, der die
maximal erreichbare Rate für
eine vorgegebene Telefonschleife in einer vorgegebenen Qualität bestimmt.
Als ein Ergebnis des Ratenanpassungsalgorithmus wird das Konfigurationsprofil
einer VDSL-Verbindung zwischen der Vermittlungsstelle und dem Teilnehmermodem
entschieden und eine entsprechende VDSL-Verbindung aufgebaut.
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Bei
einem Leitungscode für
VDSL-Dienste wird eine Mehrträgermodulation
(MCM = Multi Carrier Modulation) auf diskreten Multitönen (DMT)
basierend verwendet. DMT ordnet Signale in dem VDSL-Frequenzband
in viele einzelne Kanäle,
z.B. 247 Kanäle.
Jeder Kanal wird überwacht,
und falls die Qualität
zu sehr verschlechtert ist, werden Signale auf einen anderen Kanal
verschoben. Somit muss das VDSL-System ständig Signale verschieben und nach
den besten Kanälen
für die Übertragung
und den Empfang suchen. Das Überwachen
und Sortieren der Informationen auf die Kanäle sowie die Aufrechterhaltung
der Qualität
aller Kanäle
führt dazu, dass
DMT sehr komplex auszuführen
ist, jedoch zumindest eine inhärente
ratenadaptive Funktionalität liefert.
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Ein
anderer vorteilhafter einfach implementierbarer Leitungskode nutzt
Quadraturamplitudenmodulation (QAM) und trägerlose Amplitudenphase (CAP
= carrierless amplitude phase). Bei diesem Ansatz ist der VDSL-Frequenzbereich
in einzelne Bereiche für
Upstream-Verkehr (von dem Teilnehmermodem zur Vermittlungsstelle)
und Downstream-Verkehr (von der Vermittlungsstelle zu dem Teilnehmermodem)
aufgeteilt. Durch die Nutzung von QAM als Modulationstechnik werden
hohe Datenraten durch Modulieren und Phasenverschieben der Trägerwellen
erreicht. Ein nicht moduliertes Signal stellt lediglich zwei Zustände 1 oder
0 bereit, was bedeutet, dass ein Träger pro Zyklus ein einzelnes
Bit von Information senden kann. Durch das Senden einer zweiten
Welle, welche um z.B. 90 Grad bzgl. der ersten phasenverschoben
ist, und dann Modulieren jeder Welle, so dass zwei Amplituden, welche
zwei Punkten pro Welle entsprechen, entstehen, können acht Zustände identifiziert
werden. Dadurch wird erlaubt, drei Bits pro Zyklus zu senden. Die
Anzahl der möglichen
Zustände,
welche über
ein QAM-Signal übertragen
werden, wird üblicherweise
Konstellation genannt. Allerdings können Rauschen und Verzerrung
die Datenrate einer QAM-Verbindung begrenzen und Bitfehler erzeugen.
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Der
G 993.1 VDSL-Standard sieht zwei Upstream-Bänder und zwei Downstream-Bänder in dem
VDSL-Frequenzbereich vor. 3A zeigt
schematisch die Anordnung der Upstream- und Downstream-Bandbreite gemäß dem VDSL-Standard.
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VDSL
sind Frequenzen zwischen f1 und f5 zugewiesen. Ein erster Frequenzbereich
zwischen f1 und f2 ist
einem ersten Downstream-Träger
DS1 zugewiesen, und ein zweiter Frequenzbereich zwischen f2 und f3 ist einem
ersten Upstream-Trägerfrequenzbereich
US1 zugewiesen. Ein zweiter Frequenzbereich ist zwischen f3 und einer vierten Frequenz f4 für einen
zweiten Downstream-Träger
DS2 vorgesehen. Schließlich
sind zwischen f4 und f5 Frequenzen
für den
zweiten Upstream-Träger
US2 vorgesehen.
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Ein
Vorteil des Einzelträgermodulationsschemas
besteht darin, dass Upstream- und Downstream-Träger deutlich voneinander getrennt sind,
was die Möglichkeit
von Interferenzen zwischen den Trägern auf einer Telefonleitung
vermindert. Dennoch können
Bedingungen wie Leitungslänge, Leitungsrauschen
und externe Faktoren, die Nutzung einiger Frequenzbereiche in dem
VDSL-Frequenzband behindern. Es ist daher wichtig, ein Verfahren für das Bestimmen
der genauen Konfiguration einer VDSL-Verbindung beim Aufbau der
VDSL-Verbindung zwischen einer Vermittlungsstelle und dem Kunden
zu schaffen. Üblicherweise
tendieren höhere Frequenzen
dazu, anfälliger
gegenüber
Verschlechterung durch die Leitungslänge und Rauschquellen zu sein.
Deshalb stellt der VDSL-Standard nach G 993.1 einen Kaltstartlink
bzw. Coldstart-Link bereit, der bei allen Schleifenbedingungen als
minimaler Dienst arbeitet. Der Downstream-Teil DS des Coldstart-Links
ist in einem relativ engen Frequenzbereich zwischen f1 und
f1' in
dem ersten Downstream-Band
vorgesehen. Der Upstream-Träger
US des Coldstart-Links (CSL) ist in einem relativ engen Frequenzbereich
des ersten Upstream-Bandes USl zwischen der Frequenz f2 und
f2' vorgesehen.
Dies ist in 3B dargestellt.
Ein Coldstart-Link kann als Link mit niedriger Rate und niedriger
Frequenz bei einfacher Konstellation genutzt werden.
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Üblicherweise
wird ein Coldstart-Link als erstes aufgebaut, wenn das Teilnehmermodem
hochgefahren wird. Um eine VDSL-Verbindung
mit hoher Bitrate aufzubauen, fordert der ITU-Standard 993.1, dass iterativ VDSL-Verbindungen
mit niedriger Performance aufgebaut werden, wobei die Datenrate
bei jedem neuen Versuch erhöht
wird. Falls Modem und Vermittlungsstelleneinrichtung erfolgreich
eine stabile VDSL-Verbindung aufgebaut haben, kann das Signalrauschverhältnis (SNR
= Signal to Noise Ratio) gemessen werden und ein entsprechender
bester Dienst aufgebaut werden.
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Dieses
Versuchen und Fehlererzeugen, bzw. Trial and Error, kann jedoch
mehrere Minuten dauern, bis eine stabile ratenangepasste VDSL-Verbindung
aufgebaut ist. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Verfahren zum Aufbau einer ratenangepassten VDSL-Verbindung
zu schaffen, wobei die Verbindung zügig einen Datenaustausch zwischen
einer Vermittlungsstelle und einem Teilnehmermodem ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Zu
jedem Zeitpunkt während
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird ein Link mit niedriger Rate und niedriger Frequenz zum Datentransfer
zwischen den beiden Parteien verwendet. Dies hat den Vorteil, dass
bereits nach dem Aufbauen dieses Niedrigqualitätslinks Daten übertragen
werden können
und keine Leerlaufzeit während
der Aufbauprozedur verursacht wird. Die Grundidee dieses erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, eines der bereitstehenden Upstream- und Downstream-Bänder aufzuspalten
und zweite Probelinks aufzubauen, welche jeweils ein Frequenzprofil
und eine Konstellation zum Messen der entsprechenden Signalrauschverhältnisse
und Bitfehlerraten aufweisen. Diese Informationen ermöglichen
einfach die optimale Konfiguration für die endgültige VDSL-Verbindung zu wählen.
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Vorzugsweise
ist der Link mit niedriger Rate und niedriger Frequenz ein Standard-Coldstart-Link und
der Schritt (a) des Aufbauens eines Links mit niedriger Rate und
niedriger Frequenz weist die Schritte auf:
- (i)
Aufbauen eines Standard-Coldstart-Links zwischen der Vermittlungsstelleneinrichtung
und dem Teilnehmermodem;
- (ii) Senden eines Probe-Befehls von der Vermittlungsstelleneinrichtung
an das Teilnehmermodem; und
- (iii) Bestätigen
des Probe-Befehls durch das Teilnehmermodem.
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Gemäß dem G
993.1 Standard ist der Frequenzbereich für die Coldstart-Links in die
niedrigsten Frequenzen der ersten Downstream- und Upstream-VDSL-Bänder gelegt.
Die übrigen
Frequenzen in den entsprechenden Bändern werden dann für die Probelinks
verwendet.
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Das
Verfahren gemäß der Erfindung
vermeidet iterative Prozeduren, um die Bedingungen für eine VDSL-Verbindung
durch wiederholte Übertragung
in Upstream und Downstream, wie es nach dem G 993.1 Standard vorgesehen
ist, auszuhandeln. Anstelle dessen wird kein echter Träger in dem VDSL-Bereich
ausgewählt,
sondern es wird ein Signal mit voller Bandbreite zu nächst von
der Vermittlungsstelleneinrichtung gesendet und dann von dem Teilnehmermodem
während
jeweils der andere entsprechende Partner den VDSL-Frequenzbereich zum
Erhalten eines Spektrums abtastet bzw. scannt. Dann erlaubt eine
Spektralanalyse die Auswahl eines Spektrumprofils und einer Konstellation
für die VDSL-Verbindung
in dem Testmodus. Während
eine iterative Prozedur zum Aufbau einer VDSL-Verbindung gemäß dem Standard
bis zu mehreren Minuten benötigt,
ist das erfindungsgemäße Verfahren
zum Aufbau einer ratenangepassten VDSL-Verbindung sehr schnell und
erfordert deutlich weniger Zeit.
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Die
vorliegende Erfindung gemäß des o.g. Verfahrens
hat deutliche Vorteile gegenüber
Standardprozeduren oder Prozeduren nach dem Stand der Technik zum
Aufbauen einer ratenadaptiven VDSL-Verbindung. Das Scannen bzw.
Abtasten über den
gesamten Frequenzbereich und Messen des Signalrauschverhältnisses
ist schneller als Versuchs-VDSL-Links aufzubauen und zu prüfen, ob
die zugrundeliegende Telefonschleife einen Zustand aufweist, der
solche Versuchsverbindungen unterstützt. Ferner wird durch das
Aufteilen der Standard-Upstream- und Downstream-Bänder der
Datenaustausch über
einen Link mit niedriger Rate und niedriger Frequenz ermöglicht,
während
die erfindungsgemäßen Maßnahmen
zum Anpassen der Datenrate an ein Optimum getroffen werden.
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Im
Folgenden ist die Erfindung unter Bezugnahme auf die schematischen
und beigefügten
Figuren erläutert.
Es zeigt:
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1 eine
schematische Frequenzaufteilung von üblichen Telefondiensten und
Breitbanddatendiensten;
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2 ein
typisches VDSL-Netzwerk;
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3 die Anordnung von Upstream- und Downstream-Bändern in
VDSL;
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4 den
Steuerungsfluss gemäß einem Scanningverfahren;
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5 eine
schematische Abfolge von Ereignissen gemäß dem Scanningverfahren;
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6 die
Frequenzanordnung gemäß dem erfindungsgemäßen Probeverfahren;
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7 eine
schematische Abfolge von Ereignissen gemäß dem Probeverfahren; und
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8 ein
Blockschaltbild einer VDSL-Vorrichtung.
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In
den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben
Bezugszeichen versehen worden, falls dies nicht anders angegeben
ist.
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Die 1 bis 3 sind bereits in der Beschreibungseinleitung
dieser Anmeldung erläutert.
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4 zeigt
den schematischen Steuerungsfluss gemäß einem Scanningverfahren.
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Die
linke Seite stellt eine Einrichtung in der Vermittlungsstelle CO
und die rechte Seite ein Teilnehmer-VDSL-Modem als die kundenseitige
Ausrüstung
CPE (Customers Premises Equipment) dar.
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Wenn
das Teilnehmermodem an die Telefonschleife verbunden und eingeschaltet
wird, wird zunächst
ein Coldstart-Link CSL zwischen der Vermittlungsstelle und dem Modem
entsprechend dem VDSL-Standard aufgebaut.
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Dann
gibt die Vermittlungsstelleneinrichtung CO einen Scan- bzw. Abtast-Befehl
an das Teilnehmermodem aus.
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Nach
Empfang dieses Scan-Befehls sendet das Teilnehmermodem einen Bestätigungsbefehl ACK
zurück
an die Vermittlungsstelle.
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Durch
Ausgeben und Bestätigen
des Scan-Befehls werden beide Seiten miteinander synchronisiert
und in Bereitschaft versetzt, das erfindungsgemäßen Scannen abzuarbeiten.
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Somit
messen beide Seiten den Zeitverlauf. Das erfindungsgemäße Scannen
erfordert, dass die Vermittlungsstelleneinrichtung CO ein Signal
mit voller Bandbreite FBS in dem gesamten Frequenzbereich in die
Telefonleitung überträgt. Gleichzeitig zeichnet
das Teilnehmermodem CPE und die Vermittlungsstelleneinrichtung CO
den Signalpegel mittels Durchlaufen eines eng gefilterten Empfängers über das
gesamte Spektrum auf. Somit scannen das Teilnehmermodem CPE und
die Vermittlungsstelleneinrichtung CO empfangene Signale und bestimmen Signalspektren.
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Nach
dem ersten Zeitintervall T1 wechseln die beiden Parteien, Vermittlungsstelle
und Teilnehmermodem die Rollen, und das Teilnehmermodem CPE übermittelt
ein Signal mit voller Bandbreite FBS in dem gesamten Frequenzbereich über ein
zweites Zeitintervall T2 in die Telefonschleife. Gleichzeitig scannen
die Vermittlungsstelleneinrichtung und das Teilnehmermodem die empfangenen
Signale und erhalten so zweite Signalspektren. Beispielsweise kann
das Signal voller Bandbreite Zufallsdaten aufweisen.
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Nach
dem Zeitintervall T1 + T2 treffen sich die beiden Seiten wieder
mittels eines Coldstart-Links CSL.
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Nach
dem Auswerten der entsprechenden Signalspektren in der Vermittlungsstelle
CO und auf der Teilnehmerseite CPE werden die Ergebnisse der Spektralauswertung
TR, welche empfohlene Frequenzbereiche für die Anordnung von VDSL-Trägern aufweisen
können,
von dem Teilnehmermodem CPE an die Vermittlungsstel leneinrichtung über den
Coldstart-Link CSL übermittelt.
Auf Basis dieser Auswertung leitet die Vermittlungsstelleneinrichtung
CO den Aufbau einer VDSL-Verbindung zwischen beiden Seiten in einem
Testmodus ETM ein. Dieser Testmodus TM ist üblicherweise derart konfiguriert,
dass Träger
in dem ausgewählten
Spektrum liegen, wo ein Signalrauschverhältnis, wie es durch die Spektralanalyse
bestimmt ist, hoch ist, und das Signal ist mit einer niedrigen Konstellation,
beispielsweise einer 2-Bit-Konstellation gewählt. Diese Testmodus-VDSL-Verbindung TM erlaubt
die genaue Messung des Signalrauschverhältnisses. Das Signalrauschverhältnis für die Testverbindung
wird von dem Teilnehmermodem CPE an die Vermittlungsstelleneinrichtung
gesendet, und schließlich
legt die Vermittlungsstelle die Konfiguration EFM für eine optimale
VDSL-Verbindung
FM fest, welche die höchstmögliche Konstellation
für das
gemessene Signalrauschverhältnis
in den gewählten
Frequenzbändern aufweist.
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5 fasst
die Abfolge von Ereignissen gemäß dem Verfahren
zusammen.
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Die
ersten Schritte S1 führen
zu einem Coldstart-link zwischen der kundenseitigen Ausrüstung und
der Vermittlungsstelle. Nach Synchronisieren wird das Spektrum auf
jeder Seite durch das erfindungsgemäße Scannen S2 bestimmt. Zum Übertragen
der Scanergebnisse von der kundenseitigen Ausrüstung an die Vermittlungsstelle
wird ein zweiter Coldstart-Link aufgebaut, und die Vermittlungsstelle wertet
die Ergebnisse des Scans S3 aus. Als nächstes legt die Vermittlungsstelle
ein Testprofil für
eine VDSL-Verbindung auf Grundlage der Eigenschaften der gemessenen
Spektren fest S4. Dann misst die Vermittlungsstelle das Signalrauschverhältnis genau mittels
der aufgebauten VDSL-Verbindung in dem Testmodus S6. Schließlich entscheidet
die Vermittlungsstelle über
ein endgültiges
Profil und baut eine entsprechende VDSL-Verbindung auf, die so ratenangepasst
ist, um die höchstmögliche Datenrate
für die
gegebenen Leitungsbedingungen zu erreichen S7.
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6 zeigt
einen beispielhaften Frequenzplan für ein erfindungsgemäßes Verfahren
zum Aufbau einer VDSL Verbindung.
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6 zeigt
den üblichen
VDSL-Frequenzbereich von f1 bis f5. Für
den Standard-Coldstart-Link sind die niedrigen Frequenzen zwischen
f1 und f2 reserviert.
Der Frequenzteilbereich PD1 zwischen f1' und f2 wird
nicht für
einen Coldstart-Link
benutzt. Der Upstream-Anteil eines Coldstart-Links ist in den niedrigen
Frequenzen zwischen f2 und f2' des ersten Upstream-Bandes
vorgesehen, welches von f2 bis f3 reicht; das zweite Downstream-Band zwischen
f3 und f4 und das
zweite Upstream-Band zwischen f4 und f5 verbleiben ebenfalls ungenutzt für den Coldstart-Link.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zum Aufbau einer VDSL-Verbindung
unter Verwendung eines Einzelträgermodulationsschemas,
wo mindestens zwei Upstream- und zwei Downstream-Frequenzbänder vorgesehen sind, baut
zunächst
einen Coldstart-Link zwischen der Vermittlungsstelleneinrichtung
und dem Teilnehmermodem auf, wobei der Coldstart-Link einen ersten
Frequenzteilbereich DS des ersten Downstream-Bandes und einen ersten Frequenzteilbereich
US des ersten Upstream-Bandes
für Datenaustausch
verwendet.
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Parallel
dazu wird ein erster Probe-VDSL-Link aufgebaut, welcher die übrigen Frequenzen
PD1 des ersten Downstream-Bandes zwischen f1' und f2 verwendet
und den restlichen Frequenzbereich des ersten Upstream-Bandes PU1
zwischen den Frequenzen f2' und f3 nutzt.
Gleichzeitig wird ein zweiter Probe-VDSL-Link aufgebaut, welcher die Frequenzen
des zweiten Downstream-Bandes PD2 zwischen der Frequenz f3 und f4 nutzt und das
zweite Upstream-Band PU2 zwischen den Frequenzen f4 und
f5 nutzt. Die entsprechenden Träger für die Probe-VDSL-Links
sind daher in den Bändern PD1,
PU1, PD2 und PU2 vorgesehen.
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Die
Träger
für die
Probelinks werden nun für genaue
Signalrauschmessungen und Bitfehlerratenmessungen verwendet. Während der
größte Teil
des Frequenzbandes für
das Probing verwendet wird, wird der Coldstart-Link in seinen zugewiesenen Downstream-
und Upstream-Bändern
DS, US für
den Datentransfer genutzt. Dies bedeutet, dass beinahe unmittelbar
nach dem Einschalten des Teilnehmermodems oder der Vermittlungsstelleneinrichtung eine
Datenverbindung aufgebaut wird.
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Vorzugsweise
sieht die Vermittlungsstelle ein wiederholtes Wechseln der Modi
für die
Probelinks vor, um eine optimale VDSL-Verbindung aufzufinden. Die
Leistungsfähigkeit
des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann weiter durch ein kombiniertes Verfahren, welches den Scanning-Ansatz
und das Probing-Verfahren
verwendet, verbessert werden.
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7 zeigt
eine schematische Abfolge von Ereignissen, wenn Scanning und Probing
miteinander kombiniert werden, um ein schnelles und zuverlässiges Verfahren
zum Aufbau einer VDSL-Verbindung
zu erreichen.
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Es
ist von besonderem Vorteil zunächst
den gesamten Frequenzbereich des VDSLs unter Verwendung eines relativ
groben Rasters abzutasten, beispielsweise in 100 KHz-Schritten,
und eine vorläufige
Auswertung des Leitungszustandes durchzuführen. In einem zweiten Teil
des Verfahrens können dann
die Probelinks effizienter konfiguriert werden.
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In
einem ersten Schritt S21 wird ein Coldstart-Link aufgebaut, und
eine Vermittlungsstelle gibt einen Scan-Befehl aus, welcher durch
das Teilnehmermodem bestätigt
wird, so dass in einem zweiten Schritt S22 das oben beschriebene
Scan-Verfahren durchgeführt wird.
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In
den folgenden Schritten S23 wertet die Vermittlungsstelle die Ergebnisse
aus und definiert mögliche
Konfigurationen für
die Probe-VDSL-Links.
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Dann
setzt die Vermittlungsstelle das System in den Probemodus S24 und
beginnt die Signalrauschverhältnisse
in den Frequenzteilbereichen zu messen, wie sie in der obigen Beschreibung
des Probeverfahrens definiert sind, in Schritt S25. Da durch die
Scanning-Schritte S22 ein grobes Bild der Telefonleitungszustände über den
gesamten Frequenzbereich vorliegt, wählt die Vermittlungsstelle
nur geeignete alternative Konfigurationen für die Probe-VDSL-Links aus.
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Schließlich legt
die Vermittlungsstelle ein optimales Profil für die VDSL-Verbindung bei den
gegebenen Leitungsverhältnissen
fest S26.
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8 zeigt
ein Blockschaltbild einer VDSL-Einrichtung für Einzelträgermodulations-VDSL zum Ausführen der
erfindungsgemäßen Verfahren.
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Die
VDSL-Einrichtung 1 weist ein Treibermittel 2 zum
Senden und Empfangen von Signalen in und von der Telefonschleife
TP auf, welche an ein Anschlusspaar 3, 4 verbunden
ist. Ein Filtermittel 5 zum Bandpassfiltern empfangener
Signale ist an das Treibermittel 2 verbunden. Die VDSL-Einrichtung 1 weist
einen QAM-Modulator 6 zum Modulieren von zu sendenden VDSL-Signalen auf und
einen QAM-Demodulator 7 zum Demodulieren empfangener Signale.
Ferner ist ein Steuerungsmittel 8 an die Filtermittel 5 verbunden,
welches zum Aufbauen von VDSL-Verbindungen
entsprechend dem Testmodus, dem optimalen Modus und dem Probemodus,
zum Festlegen der entsprechenden Konfigurationen, zum Auswerten
empfangener Signale und zum Steuern der Filtern, Treiber, Modulator-
und Demodulatormittel vorgesehen ist. Das Steuerungsmittel ist an
ein Speichermittel 10 verbunden, in dem empfangene Signale
abgespeichert werden.
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Das
Steuerungsmittel liefert entsprechende digitale Signale an eine
Schnittstelle 9, von der aus digitale Signale an einen
Breitband-Backbone oder den PC des Kunden gekoppelt wer den. Das
Steuerungsmittel 8 steuert insbesondere die Filtermittel 5 zum
Ausführen
des Abtastens bzw. Scannings. Während
des Probing-Verfahrens spaltet das Demodulatormittel 7 den
Empfangspfad in die o.g. Frequenzteilbereiche des Upstream- und Downstream-Bandes.
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Zusammenfassend
schafft die vorliegende Erfindung ein zuverlässiges und sehr schnelles Verfahren
zum Aufbau einer VDSL-Verbindung über eine
Telefonschleife zwischen einer Vermittlungsstelle und einem Teilnehmermodem.
Die Datenrate ist entsprechend der tatsächlichen Telefonleitungsbedingungen
angepasst und optimiert. Durch Verwenden des erfindungsgemäßen Scanning-
und Probing-Ansatzes wird innerhalb einer kurzen Verzögerungszeit
eine Datenverbindung aufgebaut. Die erfindungsgemäßen Verfahren
sind deutlich schneller als Verfahren nach dem Stand der Technik
oder dem zugrundeliegenden G 993.1 VDSL-Standard.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung anhand von speziellen Ausführungsbeispielen
der erfindungsgemäßen Verfahren
erläutert
wurde, ist der Gegenstand der Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt, sondern
durch die beigelegten Patentansprüchen definiert. Insbesondere
sind die erfindungsgemäßen Verfahren
nicht auf irgendwelche angegebene absoluten Frequenzbereiche oder
Zeitskalen beschränkt.