DE102004031083B3 - Verfahren zur Beheizung von Lambdasonden in einer einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs nachgeschalteten Abgasanlage - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beheizung von Lambdasonden in einer einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs nachgeschalteten Abgasanlage, mit wenigstens einer in dem Abgasstrang der Abgasanlage angeordneten Katalysatoreinrichtung sowie mit einer Vorkat-Sonde und einer Nachkat-Sonde, wobei die Aufheizung der Sonden auf deren Betriebstemperatur zu einem Aufheizzeitpunkt gestartet wird, zu dem zur Vermeidung einer Wasserschlaggefährdung der Sonden eine für die Kondensatbildung im Bereich des Abgasstrangs vorgegebene kritische Kondensatbildungstemperatur überschritten wird. Erfindungsgemäß wird bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine von den beiden Sonden lediglich die Nachkat-Sonde ab einem vorgegebenen Nachkat-Aufheizzeitpunkt während dieser Kaltstartphase auf eine vorgegebene Nachkatsonden-Temperatur aufgeheizt. Die auf diese Temperatur aufgeheizte Nachkat-Sonde wird im weiteren Verlauf der Kaltstartphase für eine Zeitdauer bis zum Überschreiten einer für die Kondensatbildung in einem stromaufwärts der Katalysatoreinrichtung liegenden Vorkatbereich des Abgasstrangs kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur von einer Regeleinrichtung als Regelsonde betrieben, mit der die Regelung des Lambdawertes auf einen vorgegebenen Lambdawert vorgenommen wird. Bei einer Überschreitung der kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur im Vorkatbereich des Abgasstrangs als Vorkat-Aufheizzeitpunkt wird die Vorkat-Sonde auf eine vorgegebene Vorkatsonden-Temperatur ...
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beheizung von Lambdasonden in einer einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs nachgeschalteten Abgasanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- In der
2 ist ein durch Vorbenutzung allgemein bekannter, herkömmlicher Aufbau einer einer Brennkraftmaschine1 nachgeschalteten Abgasanlage2 gezeigt. Von der Brennkraftmaschine1 kommend werden die Abgase über einen Krümmer3 einem Abgasstrang4 der Abgasanlage2 zugeführt, wobei in den Abgasstrang4 hier beispielhaft ein motornaher 3-Wege-Katalysator5 integriert ist. Stromaufwärts dieses 3-Wege-Katalysators5 ist in einem sogenannten Vorkatbereich6 des Abgasstrangs4 eine als Regelsonde7 ausgebildete Lambdasonde vorgesehen, mit der über eine Regelungseinrichtung die Regelung des Lambdawerts auf einen vorgegebenen Lambdawert, vorzugsweise in etwa 1, vorgenommen wird. Stromabwärts des 3-Wegekatalysators5 ist in einem sogenannten Nachkatbereich8 des Abgasstranges4 eine als Führungssonde9 ausgebildete Lambdasonde angeordnet. Als Regelsonde7 wird hier in üblicher Weise eine Breitband-Lambdasonde eingesetzt, während als Führungssonde eine Zweipunkt-Lambdasonde als Sprungsonde verwendet wird. Wie dies der2 weiter entnommen werden kann, ist in den Vorkatbereich6 des Abgasstranges4 hinter dem Krümmer3 oftmals auch ein Turbolader10 angeordnet. - Bei einer derartigen Abgasanlage
2 besteht ein Problem darin, dass bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine1 im Bereich des Turboladers10 und auch im Bereich des Krümmers3 Wärmesenken ausgebildet sind, die zu einer verhältnismäßig langen Aufheizzeit des Abgasstranges4 in dem Vorkatbereich6 führen. Eine derartige lange Aufheizzeit hat den Nachteil, dass es an den Innenwandbereichen des Vorkatbereichs6 , insbesondere im Gehäusebereich des Turboladers10 , sowie auch im Bereich des Krümmers3 zu einer sehr starken Kondensatbildung kommen kann, während der es nicht möglich ist, die Regelsonde7 zu beheizen, weil ein evtl. Kontakt des beheizten Keramiks der Regelsonde mit Kondensat zur als Wasserschlagsgefährdung bezeichneten Beschädigung der Sondenkeramik führen kann. Aus diesem Grund werden die Sonden7 ,9 erst dann beheizt, wenn die Innenwandtemperatur des abgasführenden Vorkatbereichs6 auf eine Temperatur aufgeheizt ist, die oberhalb einer für die Kondensatbildung im Vorkatbereich kritischen Kondensatbildungstemperatur liegt. Da die Regelsonde7 ihre Funktion der Regelung des Abgas-Lambdawertes erst dann aufnehmen kann, wenn sie auf ihre Betriebstemperatur aufgeheizt ist, führt diese Verzögerung der Beheizung der Regelsonde dazu, dass während einer relativ langen Zeit nach der für den Kaltstart einer Brennkraftmaschine besonders kritischen Phase bezüglich der Schadstoffemissionen keine exakte Regelung auf den gewünschten Lambdawert von in etwa 1 und damit nur eine sehr schlechte Konvertierung der Schadstoffe im Abgas möglich ist. - Dabei kann sogar der Effekt auftreten, dass der Katalysator bereits seine als Light-off-Temperatur bezeichnete Betriebstemperatur erreicht hat, während die Temperatur an den Rohr- bzw. Innenwandungen des Vorkatbereichs
6 des Abgasstranges4 insbesondere im Bereich des Krümmers3 und des Turboladers10 immer noch unterhalb der für die Kondensatbildung kritischen Temperatur liegen. D.h., dass in einem solchen Fall mit dem Katalysator bereits eine gute Konvertierung der Abgase möglich wäre, aber aufgrund der fehlenden Betriebsbereitschaft der Regelsonde keine Regelung des Abgas-Lambdawer tes auf den erforderlichen Lambdawert von in etwa 1 nicht möglich ist, was der optimalen Konvertierung der Abgase im Katalysator entgegensteht. - Die
DE 41 06 541 A1 offenbart ein Verfahren zur Temperatursteuerung und Regelung von beheizbaren Abgassonden. Konkret wird hier die Temperatur einer Abgassonde in einem Regelkreis geregelt und die Heizeinrichtung der anderen Abgassonde gesteuert, wobei die geregelte Abgassonde die gesteuerte Abgassonde insofern führt, dass der Stellwert aus dem Temperaturregelkreis als Ausgangswert für die Temperatursteuerung der anderen Abgassonde verwendet wird. - Aus der
DE 103 36 486 A1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Steuern bzw. Regeln eines Luft-Kraftstoff-Verhältnisses eines Verbrennungsmotors bekannt mit dem bzw. mit der das Luft-Kraftstoff-Verhältnis so gesteuert bzw. geregelt wird, dass ein gewünschtes Abgasreinigungsvermögen des Katalysators unabhängig von der Temperatur des aktiven Elementes eines Abgassensors beibehalten wird. - Weiter ist aus der
DE 196 29 554 C2 ein Verfahren zur Temperaturregelung einer stromaufwärts eines Katalysators in einem Abgasrohr einer Brennkraftmaschine angeordneten Lambdasonde bekannt, bei der mit Hilfe einer Nachkatalysator-Lambdasonde ermittelt wird, ob die über eine Regelung der Amplitude des Ausgangssignals der Vorkatalysator-Lambdasonde geregelte Temperatur der Vorkatalysator-Lambdasode zur Gemischeinstellung bezüglich bester Konvertierungsraten im Katalysator führt. - Aus der
DE 198 59 580 C2 ist ein Verfahren zum Betreiben eines Abgas-Messaufnehmers im Abgassystem einer Brennkraftmaschine bekannt, wobei der Abgas-Messabnehmer eine elektrische Heizeinrichtung zum Heizen des Sensorelementes auf ein Temperatursollwert aufweist, die mit einer Steuerungseinrichtung verbunden ist. An den Abgas-Messaufnehmer wird eine Pumpspannung angelegt, um einen Sauerstoff-Ionen-Pumpstrom zu treiben. Hierzu wird die Pumpspannung mit einem vorgegebenen Schwellenwert verglichen und bei Überschreiten des Schwellenwertes der Wert für die Solltemperatur des Sensorelementes des Abgas-Messaufnehmers über der Lebensdauer des Sensorelementes mittels der elektrischen Heizeinrichtung stufenweise um einen bestimmten Wert erhöht wird, wodurch der elektrische Widerstand, gebildet aus dem Verhältnis Pumpspannung und Sauerstoff-Ionen-Pumpstrom erniedrigt wird. Dadurch sollen aufgrund einer Alterung auftretende Messfehler vermieden werden. - Weiter ist aus der
DE 196 80 104 C2 ein Verfahren zum Steuern von Verbrennungsmotoren durch Bestimmen des momentanen Luft-Kraftstoff-Verhältnisses in den Brennräumen des Verbrennungsmotors bekannt, wobei ein Ionisationssensor im Brennraum angeordnet ist. Bei diesem Verfahren wird zudem das Luft-Kraftstoff-Verhältnis zumindest teilweise anhand einer Auswertung des Ausgangssignals des im Brennraum angeordneten Ionisationssensors bestimmt, wobei aus dem Ausgangssignal des Ionisationssensors ein für die Grundfrequenz während mindestens eines Teils der Flammen-Ionisationsphase charakteristischer Parameter erfasst wird. Weiter wird ein fetteres als das stöchiometrische Luft-Kraftstoff-Verhältnis bestimmt, wenn der erfasste Parameter eine Tendenz entsprechend einer Zunahme der Grundfrequenz aufweist, und umgekehrt, ein magereres als das stöchiometrische Luft-Kraftstoff-Verhältnis bestimmt, wenn die Grundfrequenz abnimmt. Die auf Basis des Ausgangssignals des Ionisationssensors ermittelte Tendenz des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses wird zur Steuerung des Verbrennungsmotors verwendet. Dadurch soll eine vereinfachte und zuverlässigere Erfassung des momentanen Luft-Kraftstoff-Verhältnisses im Brennraum erfolgen. - Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Beheizung von Lambdasonden in einer einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeuges, insbesondere eines Kraftfahrzeuges, nachgeschalteten Abgasanlage zur Verfügung zu stel len, mit der eine gute Konvertierung der Schadstoffe im Abgas bereits frühzeitig nach einem Kaltstart der Brennkraftmaschine möglich ist.
- Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
- Gemäß Anspruch 1 wird bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine von den beiden Sonden lediglich die Nachkatsonde ab einem vorgegebenen Nachkat-Aufheizzeitpunkt während dieser Kaltstartphase auf eine vorgegeben Nachkatsonden-Temperatur aufgeheizt, wobei die auf die vorgegebene Nachkatsonden-Temperatur aufgeheizte Nachkat-Sonde im weiteren Verlauf der Kaltstartphase für eine Zeitdauer bis zum Überschreiten einer für die Kondensatbildung in einem stromaufwärts der Katalysatoreinrichtung liegenden Vorkatbereich des Abgasstrangs kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur als Regelsonde betrieben wird, mit der die Regelung des Lambdawertes auf einen vorgegebenen Lambdawert vorgegeben wird. Erst bei einer Überschreitung der kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur im Vorkatbereich des Abgasstrangs, die den Vorkat-Aufheizzeitpunkt charakterisiert, wird die Vorkat-Sonde auf eine vorgegebene Vorkatsonden-Temperatur aufgeheizt, bei deren Erreichen die Vorkat-Sonde dann anstelle der Nachkat-Sonde als Regelsonde betrieben wird, während die Nachkat-Sonde in diesem Fall dann als Führungssonde betrieben wird.
- Mit einer derartigen Verfahrensführung wird erreicht, dass mit der Nachkat-Sonde der Abgas-Lambdawert bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt auf den gewünschten Lambdawert geregelt werden kann, um eine möglichst frühzei tige Konvertierung der Katalysatoreinrichtung zu ermöglichen, und zwar insbesondere auch dann zu ermöglichen, wenn die für die Kondensatbildung kritische Kondensatbildungstemperatur im Vorkatbereich noch nicht erreicht ist, der Katalysator aber bereits zumindest bereichsweise seine Betriebstemperatur, d. h. seine Light-off-Temperatur erreicht hat. Durch die erfindungsgemäße Verfahrensführung wird somit die Problematik der Wasserschlagsgefährdung der Vorkat-Sonde dadurch vermieden, dass diese so lang nicht aufgeheizt wird, bis der Vorkatbereich die für die Kondensatbildung kritische Vorkat-Kondensatbildungstemperatur überschritten hat. Erst wenn dies der Fall ist, wird die übliche und zuvor in Verbindung mit der
2 beschriebene Verwendung der Vorkat-Sonde als Regelsonde und der Nachkat-Sonde als Führungssonde wieder hergestellt. Eine derartige Verfahrensführung ist insbesondere dadurch möglich, dass der Katalysator einer Katalysatoreinrichtung die Eigenschaft hat, Wasser bzw. Kondensat zu binden. D.h., dass das während des Kaltstarts der Brennkraftmaschine insbesondere in einem Krümmerbereich und/oder einem Turboladerbereich gebildete Kondenswasser im Katalysator gebunden wird, was die Wasserschlagsgefährdung im Bereich der Nachkat-Sonde erheblich reduziert. Das im Katalysator gebundene Wasser wird zwar nach der Erhitzung des Katalysators in Form von Dampf abgegeben und kann sich auch wieder an den kalten Innenwandbereichen des Abgasstranges im Nachkatbereich niederschlagen, wobei dieses evtl. Kondensataufkommen mengenmäßig so gering ist, dass dies für die Wasserschlagempfindlichkeit der Nachkat-Sonde nicht von Bedeutung ist. Um jedoch die Sicherheit bezüglich der Wasserschlagempfindlichkeit im Bereich der Nachkat-Sonde noch zusätzlich zu erhöhen, können z.B. auch die mit Anspruch 5 bis 7 beanspruchten Maßnahmen ergriffen werden, um eine Wasserschlagbeschädigung der Nachkat-Sonde durch Kondensatbildung vollständig auszuschließen. - Durch diese erfindungsgemäße Verfahrensführung kann somit die für eine bestimmte Zeitdauer als Regelsonde verwendete Nachkat-Sonde schon beheizt werden, bevor die Temperatur im Vorkatbereich auf eine Temperatur aufgeheizt wurde, die oberhalb der für die Kondensatbildung kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur liegt. Ab dem Zeitpunkt, ab dem die kritische Kondensatbildungstemperatur im Vorkatbereich überschritten wurde, kann dann wieder auf herkömmliche Weise die Lambda-Regelfunktion an die Vorkat-Sonde als Regelsonde übertragen werden. Mit einer derartigen Verfahrensführung lässt sich somit eine sehr gute und optimierte Konvertierung der Schadstoffe bei einem Kaltstart einer Brennkraftmaschine erzielen, mit der insbesondere im Vergleich zur bekannten Verfahrensführung gemäß dem Stand der Technik eine erhebliche Schadstoffreduzierung verbunden ist.
- Nach Anspruch 2 ist vorgesehen, dass der Nachkat-Aufheizzeitpunkt so vorgegeben ist, dass die Aufheizung der Nachkat-Sonde entweder mit dem oder aber auch unmittelbar nach dem Start der Brennkraftmaschine beginnt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Regelung des Abgas-Lambdawertes so früh als möglich erfolgen kann.
- Weiter kann nach Anspruch 3 vorgesehen sein, dass die Nachkat-Sonde beim Kaltstart der Brennkraftmaschine auf eine Nachkatsonden-Zwischentemperatur aufgeheizt wird, die unterhalb einer vorgegebenen Nachkatsonden-Betriebstemperatur liegt und mit der bereits eine eingeschränkte Messung möglich ist. Die Nachkat-Sonde wird dann ebenso wie die Vorkat-Sonde nach Überschreitung der kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur auf einen vorgegebene Nachkatsonden-Betriebstemperatur bzw. Vorkatsonden-Betriebstemperatur aufgeheizt. Als Nachkat-Sonde wird vorzugsweise eine Zweipunkt-Lambdasonde verwendet, während die Vorkat-Sonde bevorzugt durch eine Breitband-Lambdasonde gebildet wird. Mit einer derartigen Verfahrensführung wird erreicht, dass die Nachkat-Sonde für einen bestimmten Zeitpunkt auf eine sogenannte Zwischentemperatur aufgeheizt wird, die zwar unterhalb der normalen Betriebstemperatur der Nachkat-Sonde liegt, mit der jedoch schon ein eingeschränkter Messbetrieb möglich ist. Dies ist bauartbedingt insbesondere durch die Verwendung einer Zweipunkt-Lambdasonde sehr gut möglich, da bei diesen im Gegensatz zu den Breitband-Lambdasonden eine eingeschränkte Messung bereits auf einem wesentlich tieferem Temperaturniveau möglich ist. Diese gegenüber der normalen Betriebstemperatur der Nachkat-Sonde tiefere Nachkatsonden-Zwischentemperatur bewirkt somit zudem vorteilhaft eine weitere erhebliche Reduzierung der Gefahr einer Wasserschlaggefährdung der Nachkat-Sonde.
- Mit Anspruch 4 wird vorgeschlagen, dass die kritische Vorkat-Kondensatbildungstemperatur bevorzugt in Abhängigkeit von einer Innenwandtemperatur des Vorkatbereichs, vorzugsweise im Bereich eines Turboladers bzw. eines Turbolader-Gehäuses des Abgasstrangs ermittelt wird. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Nachkat-Sonde der Katalysatoreinrichtung nachzuschalten, wobei jedoch insbesondere in Verbindung mit den Speichermaßnahmen entsprechend den Ansprüchen 5 bis 7 gemäß Anspruch 8 vorgesehen ist, die Nachkat-Sonde in die Katalysatoreinrichtung zu integrieren. Dadurch kann ein besonders kompakter Aufbau erreicht werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 ein Flussdiagramm entsprechend einer erfindungsgemäßen Verfahrensführung, und -
2 ein schematischen Aufbau einer einer Brennkraftmaschine nachgeschalteten Abgasanlage gemäß dem Stand der Technik. - Wie dies dem Flussdiagramm der
1 entnommen werden kann, wird bei einem als Motorstart bezeichneten Kaltstart der Brennkraftmaschine zuerst eine Beheizung der Nachkat-Sonde auf eine Nachkatsonden-Zwischentempe ratur, die unterhalb einer vorgegebenen Nachkatsonden-Betriebstemperatur liegt vorgenommen. Diese Nachkatsonden-Zwischentemperatur ist so gewählt, dass mit der Nachkat-Sonde bereits eine Messung möglich ist, so dass dann während des weiteren Verlaufs der Kaltstartphase die eigentlich als Führungssonde zu verwendende Nachkat-Sonde die Funktion einer Regelsonde übernimmt, die gemäß der Verfahrensführung nach dem Stand der Technik ausschließlich der in diesem Verfahrensstadium nicht betriebenen Vorkat-Sonde zugedacht ist. Diese Verwendung der Nachkat-Sonde als Regelsonde wird so lange durchgeführt, bis mittels einer Erfassungseinrichtung, die z.B. mittels dem Motorsteuergerät zusammenwirkt, erfasst worden ist, ob z.B. eine kritische Wandtemperatur als kritische Vorkat-Kondensatbildungstemperatur im Vorkatbereich des Turboladers überschritten worden ist oder nicht. Sobald diese kritische Wandtemperatur bzw. Vorkat-Kondensatbildungstemperatur überschritten worden ist, wird die Vorkat-Sonde auf Ihre Vorkatsonden-Betriebstemperatur aufgeheizt und gleichzeitig auch die Nachkat-Sonde von der Nachkatsonden-Zwischentemperatur auf die Nachkatsonden-Betriebstemperatur aufgeheizt, wie dies dem Flussdiagramm der1 zu entnehmen ist, bei dem die Betriebstemperaturen jeweils als Normaltemperaturen bezeichnet worden sind. - Sobald die Vorkatsonden-Betriebstemperatur erreicht worden ist, ist die Vorkat-Sonde betriebsbereit, so dass dann, wie dies dem Flussdiagramm der
1 weiter entnommen werden kann, die Vorkat-Sonde in Verbindung mit der Regeleinrichtung von der Nachkat-Sonde die Funktion der Regelsonde übernimmt, während die Nachkat-Sonde die Funktion als Führungssonde übernimmt.
Claims (8)
- Verfahren zur Beheizung von Lambdasonden in einer einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs nachgeschalteten Abgasanlage, mit wenigstens einer in einem Abgasstrang der Abgasanlage angeordneten Katalysatoreinrichtung sowie mit einer Vorkat-Sonde und einer Nachkat-Sonde, wobei die Aufheizung der Sonden auf deren Betriebstemperatur zu einem Aufheizzeitpunkt gestartet wird, zu dem zur Vermeidung einer Wasserschlaggefährdung der Sonden eine für die Kondensatbildung im Bereich des Abgasstrangs vorgegebene kritische Kondensatbildungstemperatur überschritten wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine von den beiden Sonden lediglich die Nachkat-Sonde ab einem vorgegeben Nachkat-Aufheizzeitpunkt während dieser Kaltstartphase auf eine vorgegebene Nachkatsonden-Temperatur aufgeheizt wird, dass die auf die vorgegebene Nachkatsonden-Temperatur aufgeheizte Nachkat-Sonde im weiteren Verlauf der Kaltstartphase für eine Zeitdauer bis zum Überschreiten einer für die Kondensatbildung in einem stromaufwärts der Katalysatoreinrichtung liegenden Vorkatbereich des Abgasstrangs kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur von einer Regeleinrichtung als Regelsonde betrieben wird, mit der die Regelung des Lambdawertes auf einen vorgegebenen Lambdawert vorgenommen wird, und dass die Vorkat-Sonde bei einer Überschreitung der kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur im Vorkatbereich des Abgasstrangs als Vorkat-Aufheizzeitpunkt auf eine vorgegebene Vorkatsonden-Temperatur aufgeheizt wird, bei deren Erreichen die Vorkat-Sonde von der Regeleinrichtung als Regelsonde und die Nachkat-Sonde als Führungssonde betrieben wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nachkat-Aufheizzeitpunkt so vorgegeben ist, dass die Aufheizung der Nachkat-Sonde mit dem oder unmittelbar nach dem Start der Brennkraftmaschine beginnt.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachkat-Sonde, vorzugsweise eine Zweipunkt-Lambdasonde, beim Kaltstart der Brennkraftmaschine auf eine Nachkatsonden-Zwischentemperatur aufgeheizt wird, die unterhalb einer vorgegebenen Nachkatsonden-Betriebstemperatur liegt und mit der bereits eine eingeschränkte Messung möglich ist, und dass die Nachkat-Sonde ebenso wie die Vorkat-Sonde, vorzugsweise eine Breitband-Lambdasonde, nach Überschreiten der kritischen Vorkat-Kondensatbildungstemperatur auf eine vorgegebene Nachkatsonden-Betriebstemperatur bzw. Vorkatsonden-Betriebstemperatur als vorgegebener Vorkat-Temperatur aufgeheizt werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die kritische Vorkat-Kondensatbildungstemperatur in Abhängigkeit von einer Innenwandtemperatur, vorzugsweise im Bereich eines Turboladers, des Abgasstrangs ermittelt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im stromabwärts und/oder im Bereich der Katalysatoreinrichtung liegenden Nachkatbereich des Abgasstrangs wenigstens ein Mittel vorgesehen ist, das als Speichermittel ausgebildet ist, mittels dem dort vorhandene bzw. gebildete Flüssigkeiten, insbesondere durch Kondensation von Wasserdampf gebildetes Kondenswasser, an der Nachkat-Sonde und/oder wenigstens im sondennahen Bereich der Gehäusewand speicherbar ist, so dass diese nicht mit dem Sensorelement der Nachkat-Sonde in Kontakt gelangen, und/oder das durch wenigstens ein im Nachkatbereich angeordnetes, zusätzliches Anströmelement gebildet ist, das so dimensioniert und/oder beschaffen ist, dass es vom kalten Abgasanlagenzustand ausgehend schneller als die den Nachkatbereich bildenden Gehäusewandbereiche auf eine solche Betriebstemperatur erhitzt wird, ab welcher eine Kondensatbildung bei einer Anströmung mittels dem Abgasstrom nicht auftritt.
- Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichermittel durch eine Speicherschicht, insbesondere eine hydrophile Speicherschicht gebildet ist, mittels der eine Gehäusewand auf ihrer Innenseite und/oder das Sensorelement der Nachkat-Sonde wenigstens bereichsweise beschichtet ist.
- Verfahren nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gehäusewand zur Ausbildung des Speichermittels wenigstens bereichsweise und wenigstens in einem dem Gehäuseinnenraum zugewandten Randschichtbereich aus einem flüssigkeitsspeicherfähigen, insbesondere einem hydrophilen Material, vorzugsweise aus einem Sinterwerkstoff, hergestellt ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachkat-Sonde in die Katalysatoreinrichtung integriert ist.
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