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Die
Erfindung betrifft eine neuartige, an anderer Stelle vorgeschlagene
Beilagenzuführungsvorrichtung,
welche insbesondere in Postbearbeitungssystemen eingesetzt werden
kann und welche ein Beilagenmagazingehäuse aufweist, in das ein Stapel zu
handhabender Beilagen einlegbar ist, deren unterste entweder mittels
einer taktweise betätigten
Vakuumsaugervorrichtung im Bereich einer unteren mit Bezug auf eine
Beilagenabzugsrichtung vorderen Bodenöffnung des Beilagenmagazingehäuses nach unten
in den Griffbereich einer im Maschinentakt betätigten Beilagenabzugsvorrichtung
abbiegbar ist, oder mittels einer am Beilagenmagazingehäuse vorgesehenen
taktweise betätigten
Puschervorrichtung über
eine untere, in Abzugsrichtung vordere Öffnung der Vorderwand des Beilagenmagazingehäuses in den
Griffbereich der Beilagenabzugsvorrichtung vorschiebbar ist. Das
Beilagenmagazingehäuse
ist bei dieser Konstruktion auf zwei unterschiedliche Winkelstellungen
mit Bezug auf die Abzugsrichtung für den Betrieb entweder unter
Verwendung der Vakuumsaugervorrichtung oder unter Verwendung der Puschervorrichtung
einstellbar.
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Eine
solche Beilagenzuführungsvorrichtung hat
den Vorteil, daß mit
ein und derselben Vorrichtung wahlweise vergleichsweise dünne Beilagen
unter Verwendung einer taktweise betätigten Vakuumsaugervorrichtung
in den Griffbereich einer im Maschinentakt betätigten Beilagenabzugsvorrichtung gebracht
werden können,
oder aber verhältnismäßig dicke
und wenig biegsame Beilagen mittels einer am Beilagenmagazingehäuse vorgesehenen,
taktweise betätigten
Pushervorrichtung in den Griffbereich der Beilagenabzugsvorrichtung
vorgeschoben werden können.
Soll also in einer Postbearbeitungsaufgabe eine Handhabung dünner Beilagen
erfolgen und in der nächsten
Postbearbeitungsaufgabe eine Handhabung dicker Beilagen durch die
Beilagenzuführungsvorrichtung
erfolgen, so braucht innerhalb einer Postbearbeitungsanlage die
betreffende Beilagenzuführungsvorrichtung
nicht ausgewechselt zu werden, sondern kann verhält nismäßig einfach von dem Betrieb
unter Verwendung der Vakuumsaugervorrichtung auf den Betrieb unter
Verwendung der Pushervorrichtung umgestellt werden.
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Aus
der
DE 43 12 476 A1 ist
eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Bogen eines Bogenstapels aus einem
Stapelmagazin bekannt, bei welchem der jeweils unterste Bogen mittels
eines Saugerelementes im Bereich seiner Vorderkante nach unten abgekippt und
in den Bereich eines Greifermechanismus zur Übernahme des abgekippten Bogens
gebracht wird. Nahe dem Vorderanschlag des Stapelmagazins befindet
sich ein Anschlagteil, das in zeitlicher Abstimmung auf den Arbeitstakt
des Saugerelements den auf den abgekippten Bogen folgenden Bogen
in vorgeschobener Stellung des Anschlagteiles unterstützt und
dann, wenn der zuvor unterstützte
Bogen abgezogen werden soll, diesen durch Rückbewegung freigibt.
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Die
GB 691065 offenbart eine
Vorrichtung zur Saugerförderung
von zusammengelegten Kartonagenzuchnitten aus einem Stapel, wobei
seitliche Klebelaschen der Kartonagenzuschnitte mittels Abbiegefingern
beim Hochschieben eines jeweils untersten Kartonagenzuschnittes
durch eine Saugervorrichtung durch Abbiegefinger nach unten gebogen und
von entsprechenden Bereichen darüberliegender
Kartonagenzuschnitte des Stapels getrennt werden. Die Abbiegefinger
sind zur Hin- und Herbewegung im Maschinentakt an einem Dreilenkergetriebe gehalten,
das mit einem entsprechenden Antrieb gekoppelt ist.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine derartige Beilagenzuführungsvorrichtung
der an anderer Stelle vorgeschlagenen Art so weiterzubilden, daß bei Handhabung
vergleichsweise dünner, abbiegbarer
Beilagen durch geeignete Vorrichtungen ein Durchhängen des
unteren, vorderen Bereichs des Beilagenstapels während des Abbiegens der jeweils
untersten Beilage und insbesondere eine Mit-nahme der über der
abgebogenen untersten Beilage befindlichen Beilage durch Rei-bungskräfte zur untersten
Beilage während
deren Abzuges aufgrund eines Ausbeulens der nächstoberen Beilage sicher vermieden
werden können,
ohne daß bei
Umstellung der Beilagenzuführungsvor richtung
auf den Betrieb unter Verwendung der Pushervorrichtung die bei Betrieb
unter Verwendung der Vakuumsaugervorrichtung verwendeten Hilfsvorrichtungen
zum Erreichen des zuvor genannten Zweckes demontiert werden müßten.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der dem Anspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche,
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel
anhand der Zeichnungen erläutert.
In den Zeichnungen stellen dar:
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1 eine
schematische, perspektivische Darstellung einer Beilagenzuführungsvorrichtung
der hier angegebenen Art;
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2 eine
schematische, teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht des
vorderen unteren Bereiches der Beilagenzuführungsvorrichtung gemäß 1;
und
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3 eine
schematische, teilweise im Schnitt gezeichnete Darstellung des vorderen,
unteren Bereiches der Beilagenzuführungsvorrichtung nach 1 in
einer gegenüber 2 geänderten
Betriebseinstellung.
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Die
in 1 schematisch und perspektivisch dargestellte
Beilagenzuführungsvorrichtung
enthält ein
Beilagenmagazingehäuse 1 von
in Seitenansicht mit Bezug auf die Beilagenabzugsrichtung im wesentlicher
L-förmiger
Gestalt mit einem mit Bezug auf die Beilagenabzugsrichtung vorderen
Frontteil 2 und einem Bodenteil 3. In das Beilagenmagazingehäuse 1 ist
ein Stapel 4 von Beilagen einsetzbar, wobei der Beilagensta pel 4 durch
sich von dem Frontteil 2 aus nach rückwärts erstreckende, schienenartige,
in Querrichtung einstellbare Führungsteile
in Seitenrichtung gehalten ist, was jedoch in der Zeichnung zur
Vereinfachung der Darstellung nicht im einzelnen gezeigt ist. Die
Führungsteile
sind auf das jeweilige Beilagenformat in Querrichtung einstellbar.
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Das
Frontteil 2 des Beilagenmagazins 1 ist in seinem
unteren Bereich portalartig ausgebildet und ermöglicht so den Zugriff von Klauen
einer in den 2 und 3 allgemein
mit 5 bezeichneten Beilagenabzugsvorrichtung, welche entweder
von einer Greiferarmanordnung gebildet sein kann, die einen im Maschinentakt
hin- und herverschwenkbaren Greiferarm und an dessen unterem Ende
Greiferklauen enthält,
oder von einer Rotationsanlegertrommel gebildet ist, an deren Umfang
beispielsweise kurvenscheibengesteuerte, abhängig vom Trommelumlauf in Öffnungsstellung
oder in Schließstellung
bewegte, mit Gegenhalteteilen der Rotationsanlegertrommel zusammenwirkende
Greiferklauen enthält.
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Die
Abzugsrichtung bei Verwendung einer hin- und herbewegbaren Greiferarmanordnung
ist in der Zeichnung durch strichpunktierte Pfeile P1 angedeutet.
Es sind zwei Pfeile P1 eingezeichnet, da bei Verwendung einer Greiferarmanordnung
deren Klauen hier vorzugsweise so gegabelt ausgeführt sind, daß sie am
Ende ihres Arbeitshubes und zu Beginn ihres Rückhubes Vorrichtungen im Bereich
der Mitte des Beilagenmagazingehäuses,
insbesondere eine noch zu beschreibende Trenn- und Stützfingeranordnung
beidseitig umfassen. Die Abzugsrichtung bei Verwendung einer Rotationsanlegertrommel
ist in der Zeichnung durch einen strichpunktierten Pfeil P2 deutlich
gemacht ist.
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Das
Beilagenmagazingehäuse 1 ist
gegenüber
einem Rahmengestell der Beilagenzuführungsvorrichtung, welches
zur Vereinfachung der Darstellung und aus Übersichtlichkeitsgründen nur
bereichsweise in Ausschnitten bei R angedeutet ist, an drei Punkten
abgestützt,
nämlich
zum einen im Bereich nahe dem hinteren Ende 6 des Bodenteiles 3 des Beilagenmagazingehäuses 1 mit
Bezug auf die Beilagenabzugsrichtung zur rechten und zur linken
einer vertikalen Mittellängsebene
des Beilagenmagazingehäu ses 1 an
den Punkten A und B, und ferner beispielsweise in der Mitte, mit
Bezug auf die Querrichtung, des Frontteiles 2 des Beilagenmagazingehäuses 1 an
dem Punkt C.
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Im
einzelnen enthält
das Beilagenmagazingehäuse 1 nahe
dem hinteren Ende 6 des Bodenteiles 3 in seitlichen
Stegen des Bodenteiles 3 zwei mit Bezug auf die Abzugsrichtung
der Beilagen hintereinanderliegende Lagerstellen 7 und 8 in
Gestalt von U-förmigen Ausschnitten
der Seitenwandstege des Bodenteiles 3, wobei in 1 nur
die dem Betrachter nächstliegenden
Lagerstellen 7 und 8 sichtbar sind, während ganz
entsprechende U-förmige
Ausschnitte als Lagerstellen 7 und 8 auf der vom
Betrachter abliegenden Seite in dem auf der gegenüberliegenden Seite
der vertikalen Mittellängsebene
des Beilagenmagazingehäuses 1 befindlichen
Seitenwandsteg des Bodenteiles 3 ausgebildet sind. Die
U-förmigen Ausschnitte 7 und 8 wirken
mit einer parallel zur Vorderkante der zu handhabenden Beilagen
verlaufenden Achse 9 zusammen, welche an dem Rahmengestell
R der Beilagenzuführungsvorrichtung
verankert ist und die mit den U-förmigen Ausschnitten 7 und 8 des
Beilagenmagazingehäuses 1 zusammenwirkenden
Gegenlagerstellen zur Ausbildung der Abstützungspunkte A und B bietet.
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Am
Vorderende, insbesondere an dem Frontteil 2, ist eine Stützgabel 10 befestigt
an welcher eine Mutter 11 schwenkbar gelagert ist. Durch
die Mutter 11 ist eine Gewindespindel 12 einer
Abstützvorrichtung 13 geschraubt,
welche sich gegen einem von dem Beilagenmagazingehäuse 1 getrennten,
am Rahmengestell der Beilagenzuführungsvorrichtung verankerten
Stützorgan
etwa in Gestalt eines mit dem Rahmengestell R verbundenen Querträgers oder
Querarmes 14 abstützt,
wobei die Anordnung so getroffen ist, daß, wie aus der schematischen
Darstellung von 1 ersichtlich, die Abstützvorrichtung 13 eine
Verschiebung des gesamten Beilagenmagazingehäuses 1 mit Bezug auf
die Abzugsrichtung der Beilagen nach rückwärts oder nach vorwärts zuläßt, ohne
daß an
der Abstützvorrichtung 13 Montageeingriffe
vorgenommen werden müssen.
Die Abstützvorrichtung 13 ist
demgemäß für eine vertikale
Höhenverstellung
des Frontteiles 2 des Beilagenmagazingehäuses 1 sowohl
dann, wenn das Beilagenmagazingehäuse 1 über seine
U-förmig
ausgebildeten Ausschnitte 7 gegenüber dem Rahmengestell R beziehungsweise
an der Achse 9 abgestützt
ist, als auch dann wirksam, wenn das Beila genmagazingehäuse 1 um
eine Länge
L nach rückwärts versetzt und über seine
U-förmigen
Ausschnitte 8 an dem Rahmengestell R beziehungsweise an
der Achse 9 abgestützt
ist.
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In
den vorderen Portalausschnitt des Beilagenmagazingehäuses 1 ragt
das untere Ende einer Einstellwand 15 hinein, welche verschieblich
in oder an der Rückseite
des Frontteiles 2 des Beilagenmagazingehäuses 1 geführt und
mittels einer Einstellvorrichtung 16 in Vertikalrichtung
derart verschiebbar ist, daß die
Unterkante der Einstellwand 15 auf ein ganz bestimmtes
Niveau relativ zur Oberseite des Bodenteils 3 des Beilagenmagazingehäuses 1 einstellbar
ist, wie im einzelnen aus den 2 und 3 ersichtlich
ist. Hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen.
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An
der Frontwand oder Vorderseite des Frontteiles 2 ist über Lagerböcke 17 und 18 eine Schwenkwelle 19 gelagert,
an welcher ein Längslenkerpaar 20 und 21 befestigt
ist. Ein Lagerbock 22, welcher von der Frontwand des Frontteiles 2 vorsteht,
dient als Anlenkpunkt für
einen weiteren, gegenüber
der Länge
der Längslenker 20 und 21 kürzeren Längslenker 23.
Das Längslenkerpaar 20 und 21 und
der Längslenker 23 sind
Teil eines Dreilenkergetriebes, das als Querlenker eine Querlenkerplatte 24 aufweist,
die auf ihrer von der Anlenkstelle des kürzeren Längslenkers 23 abbiegenden
Seite mit Bezug auf die Anlenkstelle an den Längslenkern 20 und 21 zur
Ausbildung von Trenn- und Stützfingern
verlängert
ist, wie dies im einzelnen aus der Darstellung nach den 2 und 3 erkennbar
ist.
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Es
versteht sich, daß dann
wenn die Beilagenabzugsvorrichtung, insbesondere in Gestalt einer hin-
und herverschwenkbaren Greiferanordnung, so ausgebildet ist, daß sie im
Mittenbereich der Vorderkante einer abzuziehenden Beilage angreift,
die Trenn- und Stützfingeranordnung
abweichend von der Darstellung nach 1 auch zwei
insbesondere symmetrisch zur vertikalen Mittellängsebene des Beilagenmagazingehäuses angeordnete
Dreilenkergetriebe aufweisen kann, deren Querlenkerplatten dann
beispielsweise einen einzigen Trenn- und Stützfinger tragen, wobei die
Längslenker
dieser bei den Dreilenkergetriebe sämtlich auf der Schwenkwelle 19 sitzen
und von dieser betätigt
werden.
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Die
Schwenkwelle 19 ist mit Bezug auf die in 1 gezeigte
Lage der Bauteile im Gegenuhrzeigersinn durch einen auf der Schwenkwelle 19 sitzenden
Lenker 25 und von diesem zu einem Gegenlager am Beilagenmagazingehäuse 1 gespannte
Federmittel 26 im Gegenuhrzeigersinn vorgespannt und durch einen
mit einer Tastrolle 27 versehenen, auf der Schwenkwelle 19 befestigten,
annähernd
nach abwärts
orientierten, Lenker 28 mittels eines doppelarmigen Übertragungshebels 29 im
Maschinentakt verschwenkbar, wobei der Übertragungshebel 29 an
einer am Rahmengestell R der Beilagenzuführungsvorrichtung verankerten
Lagerstelle verschwenkbar gelagert ist und mittels eines Antriebs 30 im
Maschinentakt hin- und herverschwenkbar ist, derart, daß eine am
oberen Ende des doppelarmigen Übertragungshebels 29 vorgesehene,
stiftförmige
Betätigungsfläche 31,
die wiederum annährend
vertikal orientiert ist, auf die Tastrolle 27 einwirkt,
und den Betätigungslenker 28 verschwenkt,
derart, daß sich
eine entsprechende Drehbewegung der Schwenkwelle 19 einstellt,
durch welche das Dreilenkergetriebe mit dem Längslenkerpaar 20 und 21 und
dem Längslenker 23 sowie
der Querlenkerplatte 24 im Maschinentakt in eine Ausgangsstelle
und eine Stützstellung und
umgekehrt verschwenkt werden kann.
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Der
Lenker 28, die Tastrolle 27, die Betätigungsfläche 31 und
der doppelarmige Übertragungshebel 29 bilden
also zwischen der Schwenkwelle 19 und dem Antrieb 30 eine
Kopplungseinrichtung, welche unter Mitwirkung der Vorspannmittel 26 und
des Lenkers 25 einen geschlossenen Antriebsweg für eine durch
das erwähnte
Dreilenkergetriebe gebildete Trenn- und Stützfingeranordnung bilden, solange sich
das Beilagenmagazingehäuse 1 in
der in den 1 und 2 dargestellten
Betriebsstellung befindet, das Beilagenmagazingehäuse 1 also über die Lagerstellen
in Gestalt der U-förmigen
Ausschnitte 7 und die Gegenlagerstellen in Gestalt der
Achse 9 am Rahmengehäuse
R abgestützt
ist. In dieser Betriebsstellung ist aufgrund der erwähnten vertikalen
Orientierung des Betätigungslenkers 28 und
der Betätigungsfläche 31 die
gebildete Kopplungseinrichtung gegenüber Höhen-Feineinstellungen des Beilagenmagazingehäuses mittels der
Einstellvorrichtung 13 unempfindlich. Wird aber das Beilagenmagazingehäuse für eine andere
Betriebsweise um die Länge
L zurückversetzt
und über
die U-förmigen
Ausschnitte 8 als Lagerstellen und die Achse 9 abgestützt, so
gerät die
Tastrolle am Ende des Lenkers 28, der an der am Beilagenmagazingehäuse 1 gelagerten Schwenkwelle 19 befestigt
ist, vollständig
außer
Eingriff mit der stiftförmigen
Betätigungsfläche 31 des am
Rahmengestell R gelagerten Übertragungshebels 29,
derart, daß die
Vorspannmittel 26 in Zusammenwirkung mit dem an der Schwenkwelle 19 befestigten
Lenker 25 die von dem Dreilenkergetriebe gebildete Trenn-
und Stützfingeranordnung
in eine unwirksame Stellung oder Ausschaltstellung klappt, ohne
daß hierzu
besondere Montagevorgänge
vorgenommen werden müssen.
Auf den Zweck dieser Maßnahme
sei weiter unten unter Bezugnahme auf die 2 und 3 näher eingegangen.
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Schließlich ist
in dem Beilagenmagazingehäuse 1 eine
weitere Schwenkwelle 32 gelagert, welche mit einem entsprechend
steuerbaren Antrieb 33 gekuppelt ist, welcher durch entsprechende
Steuerung die Schwenkwelle 32 im Maschinentakt zu beschränkten Drehbewegungen
veranlaßt.
Auf der Schwenkwelle 32 sitzt im Bereich der vertikalen
Mittellängsebene
des Beilagenmagazingehäuses 1 ein Vakuumsaugerträger 34,
der an seinem Außenende mit
einem Vakuumsauger 35 versehen ist, der in einer dem Fachmann
geläufigen
Weise gesteuert und im Maschinentakt betätigt mit Vakuum beaufschlagbar
ist und die Aufgabe hat, im Bereich einer unteren mit Bezug auf
die Beilagenabzugsrichtung vorderen Bodenöffnung 36 einer Bodenwand 37 des
Beilagenmagazingehäuses
eine vergleichsweise dünne
Beilage des Beilagenstapels 4 nach unten abzubiegen und
in den Griffbereich der Beilagenabzugsvorrichtung 5 zu
bringen.
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Es
sei hier erwähnt,
daß der
Antrieb 33 für die
Vakuumsaugervorrichtung mit der Schwenkwelle 32, dem Vakuumsaugerträger 34 und
dem Vakuumsauger 35 auch durch Abtastung einer Kurvenscheibe
verwirklicht werden kann, insbesondere einer mit der Rotationsanlegertrommel
eines Rotationsanleger umlaufenden Kurvenscheibe, die von einer
Tastrolle am Ende eines auf der Schwenkwelle 32 sitzenden Lenkers
abgetastet wird.
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Bedeutsam
ist im vorliegenden Falle, daß die Schwenkwelle 32 nicht
an dem Rahmengestell der Beilagenzuführungsvorrichtung sondern an
dem Beilagenmagazingehäuse 1 gelagert
ist und folglich Längsverschiebungen über die
Länge L
des Beilagenmagazingehäuses
mitmacht. Ähnlich
den Verhältnissen
wie sie im Zusammenhang mit dem Antrieb der Schwenkwelle 19 für die Trenn-
und Stützfingeranordnung
beschrieben wurden, kann auch bezüglich des Antriebs für die Schwenkwelle 32 der
Vakuumsaugervorrichtung dafür
Sorge getragen werden, daß bei
Rückversetzung
des Beilagenmagazingehäuses 1 um
die Länge
L der Antrieb für
die Schwenkwelle 32 automatisch entkoppelt wird und die
Vakuumsaugervorrichtung, etwa wie in 3 gezeigt,
in eine Ausschaltstellung gelangt.
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Werden
mit der Beilagenzuführungsvorrichtung
vergleichsweise dünne
Beilagen innerhalb des Beilagenstapels 4 verarbeitet, so
befindet sich das Beilagenmagazingehäuse 1 in der 1 gezeigten Betriebsstellung,
bei der die Achse 9, welche am Rahmengestell R verankert
ist, die U-förmigen
Ausschnitte 7 am hinteren Ende 6 des Bodenteiles 3 des Beilagenmagazingehäuses abstützt und
die höhenverstellbare
Abstützvorrichtung 13 das
Frontteil 2 des Beilagenmagazingehäuses 1 in größerer Höhe gegenüber dem
Abstützorgan 14 des
Rahmengestells abstützt.
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Sobald
in dieser Betriebsstellung die Vakuumsaugervorrichtung eine jeweils
unterste Beilage 40 des Beilagenstapels 4 in den
Griffbereich der Beilagenabzugsvorrichtung 5 abgebogen
hat, wird der Antrieb 30 so betätigt, daß er den Übertragungshebel 29 mit
Bezug auf die Stellung von 1 im Gegenuhrzeiger
verschwenkt, so daß der
Lenker 28 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird und die Schwenkwelle 19 das
Dreilenkergetriebe der Trenn- und Stützfingeranordnung, welche in
den 2 und 3 mit 41 bezeichnet
ist, von der Ausgangsstellung 41, die in 2 durch
strichpunktierte Linien angedeutet ist, in die durch ausgezogene
Linien wiedergegebene Betriebsstellung bewegt. Das Vorderende der
Trenn- und Stützfinger
(in 2 mit 42 bezeichnet) wird dabei zunächst von
einem etwas tiefer gelegenen Niveau unterhalb der Oberfläche der
Bodenwand 37 des Beilagenmagazingehäuses angehoben und dann im
wesentlichen parallel weit in den durch die Vakuumsaugervorrichtung
geöffneten
Spalt zwischen der Unterseite des Beilagenstapels 4 und
der abgebogenen Beilage 40 hineinbewegt. Die Trenn- und
Stützfinger
der Trenn- und Stützfingeranordnung 41 bewirken,
daß nach
Abbiegen der untersten Beilage des Beilagenstapels der darüber verbleibende
Teil des Beilagenstapels im vorderen Bereich nicht nach unten absinkt
und insbesondere vermieden wird, daß die über der abgebogenen Beilage 40 befindliche Beilage
des Beilagenstapels beim Abzug der abgebogenen Beilage aufgrund
von Reibungskräften
in der Abzugsrichtung zu folgen sucht und gegen die untere Kante
der Einstellwand 15 so gestaucht wird, daß sich diese über der
abgebogenen Beilage befindliche Beilage nach unten ausbeult, so
daß es
zu Betriebsstörungen
kommen kann. Die Trenn- und Stützfingeranordnung 41 vermeidet
durch das Vorschieben der Trenn- und Stützfingerspitzen 42 weit unter
den Beilagenstapel ein solches Ausbeulen des gegen die Unterkante
der Einstellwand 15 gestauchten vorderen Beilagenrandes
der über
der abgezogenen Beilage befindlichen Beilage.
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Man
erkennt, daß mittels
der Einstellvorrichtung 16 die Lage der unteren Kante der
Einstellwand 15 präzise
auf die Stärke
der jeweils zu handhabenden Beilagen abgestimmt werden kann. Die
Höheneinstellung
und damit die Winkelfeineinstellung des Beilagenmagazins 1 relativ
zu dem Griffbereich der Beilagenabzugsvorrichtung 5 erfolgt
mittels der höhenverstellbaren
Abstützvorrichtung 13 ohne
irgendeine Beeinflussung der Justierung der Trenn- und Stützfingeranordnung 41,
da diese an der Frontwand des Frontteiles 2 des Beilagenmagazingehäuses 1 gelagert
ist und folglich Höheneinstellbewegungen
des Beilagenmagazingehäuses
aufgrund einer Betätigung
der Abstützvorrichtung 13 mitmacht.
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Sollen
von der Beilagenzuführungsvorrichtung
der hier angegebenen Art vergleichsweise dicke Beilagen gehandhabt
werden, die sich nicht dazu eignen, von der Vakuumsaugervorrichtung
nach unten abgebogen zu werden und mit ihrem vorderen Rand in solcher
Weise in den Griffbereich der Beilagenabzugsvorrichtung 5 gebracht
zu werden, so wird die Beilagenzuführungsvorrichtung auf einen
Betrieb unter Verwendung einer taktweise betätigten Pushervorrichtung 44 umgestellt,
welche an dem Bo denteil 3 des Beilagenmagazingehäuses 1 montiert
ist, wie dies schematisch in 1 angegeben
ist. Die Pushervorrichtung 44 wird im Maschinentakt betrieben und
schiebt mittels einer Pusherleiste oder Pusherfingern 45 eine
jeweils unterste, dicke Beilage 46 mit Bezug auf die Beilagenabzugsrichtung
nach vorne über
eine untere, in Abzugsrichtung vordere Öffnung des Beilagenmagazingehäuses unmittelbar
in den Griffbereich der Beilagenabzugsvorrichtung 5, wie dies
in 3 angedeutet ist.
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Damit
dies geschehen kann, muß das
Beilagenmagazingehäuse 1 in
seinem vorderen Teil gegenüber
dem Griffbereich bzw. gegenüber
der Lage der Greiferklauen der Beilagenabzugsrichtung unmittelbar
vor dem Abzug abgesenkt werden, wie in 1 durch
das Höhenmaß H angedeutet
ist. Außerdem
wird das Beilagenmagazingehäuse 1,
wie zuvor schon erwähnt,
um die Länge
L zurückversetzt,
so daß nun
die U-Ausschnitte 8 mit der am Rahmengestell R verankerten
Achse 9 als Abstützpunkte
zusammenwirken. Diese Rückversetzung
bewirkt, wie zuvor schon erwähnt,
ein Außereingriffkommen
der Koppeleinrichtung in Gestalt der stiftförmigen Betätigungsfläche 31 und der Tastrolle 27 am
freien Ende des auf der Schwenkwelle 19 sitzenden Lenkers 28, so
daß die
Vorspannmittel 26 in Zusammenwirkung mit dem Lenker 25 die
Schwenkwelle 19 so weit verschwenken, daß das Dreilenkergetriebe 41,
wie in 3 gezeigt, in eine Ausschaltstellung 41" geschwenkt
wird, in welcher die Trenn- und Stützfingeranordnung vollständig aus
dem Weg der Beilagenabzugsvorrichtung 5 gebracht ist, ohne
daß für diese Umstellung
irgendwelche Montagehandgriffe an der hier vorgeschlagenen Beilagenzuführungsvorrichtung
vorgenommen werden müßten.
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Es
sei noch angemerkt, daß anstelle
des Antriebs 30 für
den Übertragungshebel 29 dieser
an seinem unteren Ende auch mit einer Kurvenscheibentastrolle versehen
werden kann, die mit einer synchron zum Maschinentakt angetriebenen
Kurvenscheibe zusammenwirkt, etwa mit einer auf der Welle einer Rotationsanlegertrommel
sitzenden Kurvenscheibe, wenn die Beilagenabzugsvorrichtung gemäß einer möglichen
Ausführungsform
von einer Rotationsanlegertrommel gebildet ist.
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Weiterhin
sei darauf hingewiesen, daß die Trenn-
und Stützfingeranordnung
nicht notwendigerweise ein Dreilenkergetriebe aufweisen muß, sondern
auch von einer Hebelanordnung mit daran befestigten Trenn- und Stützfingern
gebildet sein kann. Die hier vorgeschlagene Ausführungsform mit einem Dreilenkergetriebe
hat jedoch den Vorteil, daß bei vergleichsweise
geringem Raumbedarf im Bereich vor dem Frontteil 2 des
Beilagenmagazingehäuses 1 eine
große
Stützlänge von
der Unterkante der Einstellwand 15 aus unter dem Beilagenstapel
entgegen der Beilagenabzugsrichtung erreicht wird.