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DE102004038766A1 - Bauelement zum Bau von Gebäuden sowie Montageelement - Google Patents

Bauelement zum Bau von Gebäuden sowie Montageelement Download PDF

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DE102004038766A1 DE200410038766 DE102004038766A DE102004038766A1 DE 102004038766 A1 DE102004038766 A1 DE 102004038766A1 DE 200410038766 DE200410038766 DE 200410038766 DE 102004038766 A DE102004038766 A DE 102004038766A DE 102004038766 A1 DE102004038766 A1 DE 102004038766A1
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    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B2/00Walls, e.g. partitions, for buildings; Wall construction with regard to insulation; Connections specially adapted to walls
    • E04B2/02Walls, e.g. partitions, for buildings; Wall construction with regard to insulation; Connections specially adapted to walls built-up from layers of building elements
    • E04B2/04Walls having neither cavities between, nor in, the solid elements
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/10Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products
    • E04C2/12Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of solid wood

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein wärmedämmendes Bauelement zum Bau von Gebäuden. Um eine möglichst hohe Stabilität und eine möglichst kleine Wärmeleitfähigkeit zu erreichen, weist das Bauelement aus Holz hergestellte rechteckige, sich im Wesentlichen über eine gesamte Länge (1) und Höhe (h) des Bauelements erstreckende Platten (1) auf. Die Platten (1) sind parallel angeordnet und voneinander mit Abstandshaltern (2) befestigt. Zwischen den Platten (1) sind schlitzartige Zwischenräume (3) ausgebildet.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein wärmedämmendes Bauelement zum Bau von Gebäuden sowie ein wärmedämmendes Montageelement.
  • Aus der DE 195 47 395 A1 ist ein aus Massivholzbrettern hergestellter Dübelbinder bekannt. Der Dübelbinder weist mehrere übereinander liegende Schichten von Massivholzbrettern auf. Jede Schicht weist mehrere parallel angeordnete und voneinander beabstandete Massivholzbretter auf. Die Massivholzbretter zweier übereinander liegender Schichten sind versetzt zueinander angeordnet. Durch die Beabstandung gebildete Lücken zwischen den Massivholzbrettern der einen Schicht werden von Massivholzbrettern der anderen Schicht überdeckt. Dabei überlappen sich die Massivholzbretter randseitig. Im Überlappungsbereich sind die Massivholzbretter mittels Dübel und/oder Kleber fest miteinander verbunden. Durch die überlappende Anordnung der Massivholzbretter entstehen Hohlräume im Dübelbinder.
  • Ein Nachteil des Dübelbinders ist, dass in einer Schicht liegenden Massivholzbretter voneinander beabstandet angeordnet sind, so dass keine durchgehende Holzschicht ausgebildet wird. Senkrecht zur Längsrichtung der Massivholzbretter wirkende Scherkräfte sowie senkrecht zur Längsrichtung wirkende Druck- und Zugkräfte werden ausschließlich über die Verbindung im Überlappungsbereich übertragen. Die Verbindung wird daher mechanisch besonders stark beansprucht und ist nicht zur Aufnahme großer Druck-, Zug- oder Scherkräfte geeignet.
  • Zur Herstellung der Dübelbinder müssen die Massivholzbretter exakt und genau parallel positioniert werden, so dass zwischen Massivholzbrettern übereinander liegender Schichten eine für die Verbindung ausreichende Überlappung gebildet wird. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass eine gleich bleibende Größe und Form der Massivholzbretter sichergestellt ist, um durchwegs eine konstante und ausreichende Überdeckung bzw. Überlappung zu gewährleisten. Das ist aufwändig und kostenintensiv.
  • Ein weiterer Nachteil ist, dass die Außenflächen nicht glatt sind. Der Dübelbinder weist an den Außenflächen Kanten und Fugen auf, die z. B. besonders anfällig für ein Eindringen von Feuchtigkeit sind. Das ist der Lebensdauer abträglich. Um glatte Flächen herzustellen sind zusätzliche Verkleidungen erforderlich. Auch das ist aufwändig und mit zusätzlichen Kosten verbunden.
  • Die DE 202 16 634 U1 offenbart ein mehrschichtiges Kreuzverbund-Holzbauelement. Dabei sind brett- und pfostenartige Hölzer in mehreren Schichten übereinander in Form eines Kreuzverbunds angeordnet. Auf Grund der Kreuzverbundbauweise entsteht im Holzbauelement ein Hohlraum, wobei senkrecht zum Kreuzverbund ein durch alle Schichten verlaufender Holzkern vermieden wird. Die Herstellung eines solchen Kreuzverbunds ist besonders aufwändig und kostenintensiv.
  • Des Weiteren können in Kreuzverbundbauweise im Wesentlichen nur große Holzbauelemente hergestellt werden. Eine einfache und manuelle Verarbeitung des Holzbauelements ist kaum möglich.
  • Ein weiterer Nachteil ist, dass das Holzbauelement nur als Ganzes verarbeitet werden kann. Ein Zuschneiden des fertigen Holzbauelements würde die Stabilität stark beeinträchtigen.
  • Zudem weist das Holzbauelement gegenüber senkrecht zum Kreuzverbund wirkenden Kräften eine geringe Biegefestigkeit auf. Der Kreuzverbund ist des Weiteren nicht besonders stabil gegenüber parallel zum Kreuzverbund wirkenden Druck-, Zug- und Scherkräften.
  • Ein weiterer Nachteil ist die geringe Wärmedämmung des Kreuzverbunds. Zur Erhöhung der Wärmedämmung müssen zusätzliche Dämmmaterialien in den Kreuzverbund eingebracht werden. Das ist mit einem zusätzlichen Herstellungsaufwand und Kosten verbunden.
  • Bei dem mit einem Dämmmaterial versehenen Holzbauelement handelt es sich nachteiligerweise nicht um einen monolithischen Baustoff. Die Entsorgung eines solchen Baustoffs, insbesondere eine Trennung der unterschiedlichen Materialien, ist aufwändig und kostenintensiv.
  • Nach dem Stand der Technik sind des Weiteren, z. B. aus der DE 198 35 241 A1 , der DE 101 53 914 A1 , oder der DE 41 23 682 A1 aus Vollholz hergestellte Bauelemente bekannt. Derartige massive Bauelemente sind schwer. Eine einfache, manuelle Verarbeitung ist nur für kleine Bauelemente möglich. Große Bauelemente erfordern einen hohen, maschinellen Verarbeitungsaufwand.
  • Des Weiteren ist der zur Herstellung erforderliche Bedarf an Holz deutlich größer als für nicht massive Bauelemente. Massive Bauelemente weisen zudem eine deutlich schlechtere Wärmedämmung auf als solche, die Hohlräume oder Isolationsschichten aufweisen.
  • Bei Bauelementen aus Vollholz besteht zudem die Gefahr, dass alterungsbedingt oder durch die einwirkende Witterung Risse im Holz oder Fugen zwischen aneinander gefügten Bauelementen entstehen. Das ist der Dämmwirkung, dem Schutz vor Feuchtigkeit sowie der Lebensdauer abträglich.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere ein möglichst einfach und kostengünstig herstellbares und stabiles Bauelement angegeben werden. Nach einem weiteren Ziel der Erfindung soll das Bauelement eine möglichst hohe Wärmedammfähigkeit aufweisen.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 13 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 12 sowie 14 und 15.
  • Nach Maßgabe der Erfindung ist ein Bauelement zum Bau von Gebäuden vorgesehen, bei dem aus Holz hergestellte, rechteckige sich über im Wesentlichen eine gesamte Länge und Höhe des Bauelements erstreckende Platten in paralleler Anordnung mit einem Abstand voneinander mittels Abstandshalter befestigt sind, so dass zwischen den Platten schlitzartige Zwischenräume gebildet sind. – Auf Grund der sich über im Wesentlichen die gesamte Länge und Höhe des Bauelements erstreckenden Platten ist das Bauelement besonders stabil. Die vorgeschlagene beabstandete Anordnung der Platten mittels Abstandshalter trägt zu einer besonders guten Wärmedämmfähigkeit des vorgeschlagenen Bauelements bei.
  • Unter "Platten" im Sinne der vorliegenden Erfindung werden Elemente mit im Wesentlichen eben ausgebildeten Oberflächen verstanden. Derartige Platten können auch aus Einzelelementen zusammengesetzt sein. Beispielsweise kann eine Platte aus mehreren Einzelelementen mit gleicher Länge und Höhe zusammengesetzt sein. Sie können mit oder ohne Versatz angeordnet sein. Im Allgemeinen ist es möglich, Platten mit beliebigen Kombinationen aus Größe und Anordnung der Einzelelemente herzustellen.
  • Die Bauelemente können in Richtung der Länge und Höhe große Zug- und Druckkräfte aufnehmen und übertragen. Sie sind insbesondere stabil gegenüber Scherkräften. Durch die parallele Anordnung der Platten kann des Weiteren eine hohe Biegefestigkeit erreicht werden. Das Bauelement kann somit sowohl als nicht tragender Baustoff als auch als tragender Baustoff, z. B. für den Bau von Stützen, Pfeilern oder Decken verwendet werden.
  • Es ist möglich, die Stabilität des Bauelements durch Verändern der Abmessungen und Anzahl der Platten in einem weiten Bereich zu variieren. Vorzugsweise sind bei dem Bauelement die Platten deckungsgleich. Sie können im Wesentlichen deckungsgleich hintereinander angeordnet werden. Das Bauelement kann insbesondere in Form eines Quaders ausgebildet sein.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Bauelement kann eine anisotrope Wärmeleitfähigkeit realisiert werden, die für den Bau von wärmegedämmten Gebäuden besonders vorteilhaft ist. Dabei ist die bevorzugte Hauptdämmrichtung diejenige mit möglichst kleiner Wärmeleitfähigkeit. Eine möglichst kleine Wärmeleitfähigkeit kann bei dem Bauelement z. B. durch mehrere hintereinander angeordnete Zwischenräume erreicht werden. Dabei verläuft die Hauptdämmrichtung senkrecht zur Länge und Höhe des Bauelements. Vorzugsweise wird das Bauelement so verarbeitet, dass die Hauptdämmrichtung und die Orientierung des betragsmäßig größten Temperaturgradienten eines Gebäudes, z. B. von innen nach außen, kollinear sind. In Längs- und/oder Höhenrichtung des Bauelements kann die Wärmeleitfähigkeit größer sein. Bei der oben beschriebenen vorzugsweisen Verarbeitung liegen die Längs- und/oder Höhenrichtung z. B. in Wandrichtung eines Raumes oder Gebäudes. Eine erhöhte Wärmeleitung längs einer Wand kann zu einer gleichmäßigen Wärmeverteilung innerhalb eines Raumes oder Gebäudes und zu einer Verbesserung des Raumklimas beitragen. Gleichermaßen können die Abstandshalter eine anisotrope Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Vorzugsweise weisen die Abstandshalter parallel zur Orientierung des betragsmäßig größten Temperaturgradienten eine möglichst kleine Wärmeleitfähigkeit auf.
  • Die Abstandshalter können parallel, gekreuzt, gitterförmig oder aufeinander zulaufend angeordnete Leisten sein. Die Leisten können hintereinander fluchtend oder gegeneinander ver setzt angeordnet werden. Durch eine geeignete Anordnung der Leisten kann z. B. die Wärmedämmung weiter erhöht werden. Beispielsweise können mit parallelen und versetzt angeordneten Leisten in Hauptdämmrichtung Kältebrücken in Form von durchgehenden Holzkernen vermieden werden. Eine günstige Anordnung der Leisten kann zur Stabilität des Bauelements beitragen. Beispielsweise ist es mit parallelen und versetzt angeordneten Leisten möglich die Biegefestigkeit des Bauelements zu erhöhen.
  • Das erfindungsgemäße Bauelement ist ein monolithischer Baustoff. Auch ohne zusätzliche Isolationsmaterialien kann eine sehr kleine Wärmeleitfähigkeit erreicht werden. Dadurch kann das Bauelement in einfacher Weise hergestellt, verarbeitet und entsorgt werden. Das Bauelement weist des Weiteren eine im Vergleich zu Stein oder Ziegel hohe Wärmekapazität auf. Die hohe Wärmekapazität in Kombination mit der kleinen Wärmeleitfähigkeit des Bauelements ist für den Bau von wärmegedämmten Gebäuden von besonderem Vorteil.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Bauelement an einer Außenseite Nuten, Ausnehmungen und/oder Vorsprünge auf. Die Nuten, Ausnehmungen und/oder Vorsprünge sind vorzugsweise so ausgebildet, dass gegenüberliegende Seiten des Bauelements komplementäre Flächen bilden. Damit ist es möglich, die Bauelemente in einfacher Weise, passgenau und ohne Versatz aneinander oder aufeinander zu setzen. Zudem kann durch ineinander greifende, komplementäre Flächen zwischen aneinander gefügten Bauelementen die Festigkeit und Stabilität eines aus einzelnen Bauelementen hergestellten Montageelements oder einer Wand erhöht werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass zwischen den Bauelementen ausgebildete Fugen nicht durchgehend sind, womit eine zusätzliche abdichtende und/oder isolierende Wirkung erreicht wird.
  • Zueinander komplementäre Außenflächen der Bauelemente können durch gegeneinander versetzt angeordnete Platten eines Bau elements erzeugt werden. Die außen liegenden Platten können am Bauelement überstehen, so dass Vorsprünge und an den Vorsprüngen gegenüber liegenden Seiten Ausnehmungen gebildet werden. Die Bauelemente können passgenau aufeinander gesetzt und, z. B. mittels eines Klebers, Schrauben, Nägeln, Metallklammern, -stiften, Dübeln oder sonstigen Befestigungsmitteln fest miteinander verbunden werden. Des Weiteren ist es möglich, am Bauelement zusätzliche Holzelemente anzubringen, so dass Nuten, Ausnehmungen und/oder Vorsprünge gebildet werden.
  • Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist das Bauelement eine die Stirnseite überdeckende weitere Platte auf. Damit ist es möglich, schlitzartige Zwischenräume an der Stirnseite zu verschließen. Werden die Zwischenräume beidseitig abgedeckt, so werden im Bauelement Hohlräume gebildet, welche eine besonders kleine Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Die Wärmeleitung parallel zu den Platten und in Längsrichtung der schlitzartigen Zwischenräume kann deutlich verringert werden. Eine kleine Wärmeleitung in Längsrichtung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Stirnseite z. B. an einer Außenseite eines Gebäudes liegt oder wenn das Bauelement als waagrecht oder senkrecht angeordneter Träger mit waagrecht oder senkrecht verlaufenden Zwischenräumen verwendet wird.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung weist das Bauelement zumindest an einer Seite eine Schutzschicht auf. Die Schutzschicht kann z. B. durch Behandeln des Bauelements mit einem imprägnierenden Mittel, einer Lasur, Farbe oder einem Mittel gegen Schädlingsbefall erzeugt werden. Es ist auch möglich, eine witterungsbeständige Schicht oder eine Beschichtung mit z. B. einem Edelholz, Hartholz, einem hitzebeständigen oder feuerhemmenden Mittel usw. anzubringen oder eine Verputzschicht aufzubringen. Die Schutzschicht kann in einfacher Weise, z. B. an eine innen- und/oder eine außen liegende Platte des Bauelements, angebracht werden. Ein mit der vorgeschlagenen Schutzschicht versehenes Bauelements ist besonders universell einsetzbar. Insbesondere ist es möglich, das Bauelement ef fektiv gegen äußere Einflüsse, wie z. B. Witterungseinflüsse, Schädlinge oder Feuer zu schützen.
  • Die Platten können aus Vollholz, verleimtem Vollholz, Brettschichtholz, Leimholz, Sperrholz oder Holzspänen hergestellt sein. Diese Materialien sind auch zur Herstellung der Abstandshalter geeignet. Vorzugsweise weisen die Platten und/oder die Abstandshalter einen Holzanteil von größer als 80% auf.
  • Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung verläuft bei aus Vollholz, verleimtem Vollholz, Brettschichtholz, Leimholz oder Sperrholz hergestellten Platten eine Faserrichtung einer Faser des Holzes im Wesentlichen parallel zur Höhe und/oder Länge des Bauelements. In Faserrichtung weist das Holz eine sehr hohe Druck- und Zugfestigkeit auf. Das Bauelement kann so ausgeführt sein, dass die Druck- bzw. Zugfestigkeit parallel zur Höhe oder parallel zur Länge besonders groß ist. Dazu können die Platten so angeordnet sein, dass die Faserrichtung parallel zur Höhe oder zur Länge des Bauelements verläuft. Die Faserrichtung hintereinander angeordneter Platten kann auch abwechselnd parallel zur Länge und parallel zur Höhe des Bauelements verlaufen. Ein derartiges Bauelement weist sowohl parallel zur Länge als auch parallel zur Höhe eine hohe Zug- und Druckfestigkeit auf.
  • Vorzugsweise sind die Abstandshalter mit den Platten mit einem Kleber und/oder Befestigungselementen verbunden. Mit einem Kleber ist es in besonders einfacher Weise möglich das Bauelement mit kleiner Wärmeleitfähigkeit herzustellen. Es können auch beliebige zum Verbinden von Holz geeignete Befestigungsmittel, wie z. B. Schrauben, Nägel, Metallklammern, -stifte, Dübel usw. sowie Kombinationen daraus verwendet werden.
  • Nach weiterer Maßgabe der Erfindung ist ein aus mehreren Bauelementen hergestelltes Montageelement vorgesehen. Das Monta geelement weist die für das Bauelement beschriebenen Vorteile auf. Ein Montageelement kann in einfacher Weise hergestellt werden. Dazu können z. B. einzelne Bauelemente mit einem Kleber und/oder Befestigungselementen miteinander verbunden werden. Als Befestigungselemente können z. B. Dübel, Klammern, Nägel, Schrauben und dgl. verwendet werden. Das Montageelement kann auch durch Verwenden von größeren Platten als ein einheitliches Bauelement hergestellt werden. Form und Größe der Montageelemente können in einem weiten Rahmen variiert werden. Montageelemente in Form von Fertigteilen ermöglichen eine möglichst einfache und schnelle Herstellung eines Gebäudes. Die zur Herstellung eines Gebäudes erforderliche Form der Montageelemente kann auch nach ihrer Fertigstellung durch Nachbearbeiten angepasst werden. Das Montageelement kann z. B. als Innen- oder als Außenwand verwendet werden. Es kann als Boden-, Decken- oder Dachelement verwendet werden. Die schlitzartigen Zwischenräume können im Montageelement in einer vertikalen und/oder horizontalen Richtung verlaufen. Damit ist es möglich, sowohl die Richtung der größten Zug- und/oder Druckfestigkeit als auch die Richtung der kleinsten Wärmeleitfähigkeit zu verändern. Beispielsweise verlaufen die Zwischenräume in einem als Träger ausgebildeten Montageelement vorzugsweise horizontal, in einem als Stütze ausgebildeten Montageelement vorzugsweise vertikal. Es ist auch möglich, dass einzelne Bauelemente so zu zusammengesetzt werden, dass die Zwischenräume abwechselnd vertikal und horizontal verlaufen. Damit kann ein in zwei Richtungen besonders stabiles Montageelement hergestellt werden. Durch die Hohlräume im Montageelement werden Hohlräume erzeugt, die eine besonders kleine Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Das Montageelement sowie das Bauelement sind besonders gut geeignet zum Bau von Gebäuden, insbesondere zum Bau von Passiv- bzw. Niedrigenergiehäusern.
  • Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines ersten Bauelements,
  • 2 die Ansicht einer Stirnseite des ersten Bauelements,
  • 3 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Bauelements und
  • 4 eine Ansicht einer Stirnseite eines dritten Bauelements.
  • Die 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen wärmedämmenden ersten Bauelements. Das erste Bauelement besteht aus parallel angeordneten Brettern 1. Die Bretter 1 erstrecken sich mit ihrer Fläche A im Wesentlichen über eine gesamte Länge l und Höhe h des ersten Bauelements. Zwischen den Brettern 1 sind leistenförmige Abstandshalter 2 angebracht, so dass sich schlitzartige Zwischenräume 3 ausbilden. Mit dem Bezugszeichen 4 sind die Fasern der Bretter 1 bezeichnet. Das Bezugszeichen G bezeichnet einen von einer Innenseite IS zu einer Außenseite AS gerichteten Temperaturgradienten.
  • Die Bretter 1 sind mit den Abstandshaltern 2 verleimt. Die Bretter 1 können z. B. 2000 mm lang, 200 mm hoch und 10 mm dick sein. Die Abstandshalter 2 können z. B. 4,5 mm dick sein. Ein derartiges Bauelement kann z. B. 21 hintereinander angeordnete Bretter 1 aufweisen. Dadurch ergibt sich eine Wandstärke von etwa 300 mm. Durch die Zwischenräume 3 ist senkrecht zur Fläche A der Bretter 1 die Wärmeleitfähigkeit des ersten Bauelements deutlich kleiner als die Wärmeleitfähigkeit von 0,13 W/mK eines Bauelements aus Vollholz, so dass keine zusätzlichen Dämmmaterialien benötigt werden. In Richtung der Fläche A der Bretter 1 ist die Wärmeleitfähigkeit des ersten Bauelements durch die des Holzes gegeben. Letztere ist in Richtung der Fasern 4 des Holzes, also in Richtung der Länge l der Bretter 1, größer als in Richtung der Höhe h. Die Wärmeleitfähigkeit des ersten Bauelements ist anisotrop. Vorzugsweise wird das erste Bauelement so verbaut, dass die Richtung der kleinsten Wärmeleitfähigkeit mit der Orientierung des betragsmäßig größten Temperaturgradienten G übereinstimmt. Der größte Temperaturgradient G verläuft normalerweise von der Innenseite IS zur Außenseite AS eines Gebäudes oder Raumes. Somit kann eine möglichst hohe Wärmedämmung erreicht werden. Die Fläche A ist bei der oben beschriebenen Verarbeitung beispielsweise ein Teil einer Wandfläche eines Raumes.
  • 2 zeigt die Ansicht einer Stirnseite des Bauelements gemäß 1. Dabei verlaufen die Fasern 4 im Wesentlichen senkrecht zur Zeichenebene. Die Abstandshalter 2 sind ebenfalls senkrecht zur Zeichenebene, parallel zueinander am unteren Rand U, oberen Rand O sowie in der Mitte M der Bretter 1 angebracht. Zwischen jeweils zwei Brettern 1 befinden sich zwei übereinander liegende schlitzartige Zwischenräume 3. 2 verdeutlicht, dass auf Grund der schlitzartigen Zwischenräume 3 die Wärmeleitung in Richtung des Temperaturgradienten G besonders klein ist. Es ist jedoch auch möglich, weitere hier nicht dargestellte Abstandshalter anzubringen, die z. B. quer bzw. senkrecht zu den in 2 dargestellten Abstandshaltern 2 verlaufen. Damit ist es möglich, im Inneren des ersten Bauelements Hohlräume zu erzeugen. Mit den Hohlräumen kann die Wärmeleitfähigkeit in Richtung der Länge l des ersten Bauelements weiter verringert werden.
  • Die Bedeutung der Bezugszeichen in 3 und 4 ist soweit nicht anders beschrieben analog zu 1 und 2.
  • 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Bauelements. Im Unterschied zum ersten Bauelement sind die Abstandshalter 2 nicht hintereinander fluchtend, sondern versetzt zueinander angeordnet. Zwischen zwei Brettern 1 befinden sich an äußeren Rändern R jeweils zwei Abstandshalter 2.
  • Ein weiterer ist mittig bzw. zwei weitere sind äquidistant über die Höhe h verteilt angeordnet. Damit kann die Wärmeleitfähigkeit in Richtung des Temperaturgradienten G weiter verringert werden, da keine von der Innenseite IS zur Außenseite AS verlaufende durchgehende Holzkerne gebildet werden. Zudem kann die Stabilität gegenüber Biege- und Druckkräften erhöht werden.
  • In 4 ist eine Ansicht einer Stirnseite eines dritten Bauelements gezeigt. Das dritte Bauelement weist an einer linken LI und rechten Seitenfläche RE Vorsprünge auf. Die Vorsprünge werden durch zusätzlich angebrachte Leisten 5 gebildet, wobei die linke Seite LI und die rechte Seite RE zueinander komplementäre Flächen ausbilden. Damit ist ein einfaches und passgenaues An- und Aufeinandersetzen von dritten Bauelementen möglich. Die Anordnung der Leisten 5 ist nicht auf die Darstellung der 4 beschränkt. Sie können an weiteren Seitenflächen, z. B. an den Stirnseiten angebracht sein. Insbesondere ist es auch möglich, komplementäre Seitenflächen durch einen Versatz einzelner Bretter 1 zu erzeugen.
  • Die in den 1 bis 4 gezeigten Bauelemente können in einfacher Weise zu größeren Montageelementen zusammengefügt werden. Solche Montageelemente weist eine ebene Oberfläche auf. Es ist nicht unbedingt notwendig, eine zusätzliche Beschichtung oder weitere Schichten aus Holz oder anderen Materialien aufzubringen. Jedoch ist es in einfacher Weise möglich, z. B. durch Kleben, Schrauben usw., an einer Außenseite AS und/oder Innenseite IS weitere zusätzliche Schichten anzubringen. Die Schichten können beispielsweise witterungsbeständige Materialien oder Holzverkleidungen für Innen- und/oder Außenwände sein.
  • 1
    Brett
    2
    Abstandshalter
    3
    Zwischenraum
    4
    Faser
    5
    Leiste
    A
    Fläche
    l
    Länge
    h
    Höhe
    G
    Temperaturgradient
    IS
    Innenseite
    AS
    Außenseite
    U
    unterer Rand
    0
    oberer Rand
    M
    Mitte
    R
    äußerer Rand
    LI
    linke Seitenfläche
    RE
    rechte Seitenfläche

Claims (15)

  1. Bauelement zum Bau von Gebäuden, bei dem aus Holz hergestellte, rechteckige sich über im Wesentlichen eine gesamte Länge (l) und Höhe (h) des Bauelements erstreckende Platten (1) in paralleler Anordnung mit einem Abstand voneinander mittels Abstandshalter (2) befestigt sind, so dass zwischen den Platten (1) schlitzartige Zwischenräume (3) gebildet sind.
  2. Bauelement nach Anspruch 1, wobei die Platten (1) deckungsgleich sind.
  3. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei es in Form eines Quaders ausgebildet ist.
  4. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abstandshalter (2) parallel, gekreuzt, gitterförmig oder aufeinander zulaufend angeordnete Leisten sind.
  5. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Bauelement an einer Außenseite Nuten, Ausnehmungen und/oder Vorsprünge (5) aufweist.
  6. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Platten (1) gegeneinander versetzt angeordnet sind.
  7. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Bauelement eine die Stirnseite überdeckende weitere Platte aufweist.
  8. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Bauelement zumindest an einer Seite eine Schutzschicht aufweist.
  9. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Platten (1) und/oder Abstandshalter (2) aus Vollholz, verleimtem Vollholz, Brettschichtholz, Leimholz, Sperrholz oder Holzspänen hergestellt sind.
  10. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Platten (1) und/oder die Abstandshalter (2) einen Holzanteil von größer als 80% aufweisen.
  11. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei bei aus Vollholz, verleimtem Vollholz, Brettschichtholz, Leimholz, Sperrholz oder Holzspänen hergestellten Platten (1) eine Faserrichtung einer Faser (4) des Holzes im Wesentlichen parallel zur Höhe (h) und/oder Länge (l) des Bauelements verläuft.
  12. Bauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Abstandshalter (2) mit der Platte (1) mit einem Kleber und/oder Befestigungselementen verbunden ist.
  13. Montageelement, hergestellt aus mehreren Bauelementen nach Ansprüchen 1 bis 12.
  14. Montageelement nach Anspruch 13, wobei die Bauelemente mit einem Kleber und/oder Befestigungselementen verbunden sind.
  15. Montageelement nach einem der Ansprüche 13 und 14, wobei die Zwischenräume (3) in einer vertikalen und/oder horizontalen Richtung verlaufen.
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