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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern der Einstellung
der Position mindestens einer Sitzkomponente eines Fahrgastsitzes
eines Fahrzeuges, insbesondere eines Fluggastsitzes eines Luftfahrzeuges,
gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 bzw. ein System gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
11.
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Fahrgastsitze,
insbesondere Fluggastsitze, dieser Art sind als Bestuhlung von Fahrzeugen,
insbesondere Luftfahrzeugen der gewerblichen Luftfahrt, in großem Umfang
in Gebrauch. Insbesondere bei Verkehrsflugzeugen für den Mittelstrecken-
und den Langstreckenbetrieb sind bei solchen Sitzen im Interesse
der Erhöhung
des Sitzkomforts mehrere Sitzkomponenten in solcher Weise lageverstellbar angeordnet,
dass der Fluggast für
bestimmte Sitzkomponenten, wie beispielsweise die Rückenlehne, das
Sitzteil und andere, Positionen einstellen kann, durch die ein Höchstmaß an Bequemlichkeit
erreicht wird.
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In
Anbetracht der vielfältigen
Einstellmöglichkeiten
für die
einzelnen Sitzkomponenten ist es erforderlich zu verhindern, dass
es beim Anstoßen beispielsweise
einer Fußstütze auf
den Boden des Fahrzeugs zu einer Blockierung des Sitzes kommt oder
sogar die Antriebe oder die Sitzkomponenten beschädigt werden.
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Die
US 2002/0109389 A1 zeigt eine Sensor-Vorrichtung, mit der ein solches
Blockieren insbesondere der Fußstütze verhindert
werden soll. Hierzu ist am freien Ende der Fußstütze ein elektrisches Schalterelement
angeordnet, das von einer federkraftbelasteten Achse eines Antastrades
dann betätigt
wird, wenn die Fußstütze und
insbesondere das Antastrad auf dem Boden des Fahrzeuges anstößt. Die
zugehörige
Montage ist aufwendig und die Einsatzmöglichkeiten sind begrenzt.
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Die
DE 43 41 500 B4 zeigt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Detektieren eines sich außer Position
befindlichen Insassen eines Fahrzeuges für ein Fahrzeuginsassenrückhaltesystem.
Dabei wird ein Insasse-außer-Position-Zustand
in einem Airbagrückhaltesystem
erfasst und der Airbag wird nur dann ausgelöst, wenn ein berührungslos
arbeitender Sensor der Steuerung meldet, dass sich der Insasse in
einer für
das Auslösen
des Airbags geeigneten Position befindet.
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Die
DE 195 27 354 A1 zeigt
eine Sicherheitsvorrichtung für
einen in seiner Längsstellung und/oder
Lehnenstellung motorisch veränderbaren Fahrzeugsitz.
Der Sitz ist auf seiner Lehnenrückseite mit
einem Sensor versehen, der den Antriebsmotor bei Annäherung der
Lehne an ein Hindernis unterbricht und/oder in seiner Wirkrichtung
reversiert. Der Sensor ist in Form einer Sensormatte ausgeführt, welche
die Existenz eines lokalen Druckes erkennt. Wie in der oben genannten
US-Druckschrift handelt es sich dabei um einen antastenden Sensor,
der erst dann die Schutzmaßnahme
auslöst,
wenn der Sensor in Kontakt mit dem Hindernis gekommen ist.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und
ein zugehöriges
System bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwinden.
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Diese
Aufgabe ist durch die im Patentanspruch 1 bestimmte Vorrichtung
und durch das im nebengeordneten Patentanspruch 11 bestimmte System
gelöst.
Besondere Ausführungsarten
der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.
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Die
Aufgabe ist bei einer Vorrichtung für ein System zum Steuern der
Einstellung der Position mindestens einer Sitzkomponente, wie beispielsweise
Kopfstütze,
Rückenlehne,
Sitzteil, Beinauflage oder Fußstütze, eines
Fahrgastsitzes eines Fahrzeuges, insbesondere eines Fluggastsitzes
eines Luftfahrzeuges, mittels Aktuatoren, die von einer Steuereinheit
entsprechend der Betätigung
von Bedienelementen durch einen Fahrgast ansteuerbar sind, dadurch
gelöst,
dass die Vorrichtung mindestens ein Sensorelement aufweist zur berührungslosen
Ermittlung des Abstandes zwischen der Sitzkomponente und einem der
Einstellung der Position der Sitzkomponente entgegenstehenden Hindernis,
und dass das Sensorelement mit der Steuereinheit verbunden ist.
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Unter
Ermittlung des Abstandes ist dabei insbesondere zu verstehen, dass
das Sensorelement ein Ausgangssignal abgibt, sobald der Abstand
des Sensorelements zu einem möglichen
Hindernis einen vorgebbaren und vorzugsweise auch in einer Steuersoftware
einstellbaren Betrag unterschreitet. Im einfachsten Fall kann es
sich daher bei dem Sensorelement um einen Näherungsschalter handeln. Je nach
Anwendungsfall kann es vorteilhaft sein, durch das Ausgangssignal
nicht nur zu signalisieren, dass der vorgegebene Mindestabstand
unterschritten ist, sondern einen Messwert des Abstandes an eine
zentrale Steuereinheit zu übertragen.
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Bei
entsprechendem Ausgangssignal des Sensorelements wählt die
Steuereinheit die geeigneten Maßnahmen,
insbesondere um ein Anstoßen
der Sitzkomponente an dem Hindernis zu vermeiden oder jedenfalls
ein Blockieren der Bewegung der Sitzkomponente und/oder eine Beschädigung der Sitzkomponente
oder des Hindernisses zu vermeiden. Hierzu kann die Steuereinheit
beispielsweise die Bewegung der Sitzkomponente durch entsprechendes
Ansteuern der zugehörigen
Aktuatoren stoppen, den Aktuator einer anderen Sitzkomponente starten
oder die Sitzkomponente zurückfahren.
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Vorzugsweise
ist das Sensorelement an einer Sitzkomponente des Fahrgastsitzes
angeordnet. Dadurch ist es möglich,
nicht nur fest installierte potenzielle Hindernisse zu erkennen
und ein Anstoßen daran
zu verhindern, sondern es können
auch tragbare und nur temporär
vorhandene Hindernisse erkannt werden, wie beispielsweise unter
der Sitzfläche abgelegte
Gepäckstücke oder
dergleichen. Alternativ oder ergänzend
ist es möglich,
eine oder mehrere Sitzkomponenten überwachende Sensorelemente
in dem Fahrzeug vorzugsweise fest installiert anzuordnen, beispielsweise
am Fahrzeugboden oder am Dach des Fahrzeuges.
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In
einer besonderen Ausführungsart
der Erfindung sind an mindestens einer Sitzkomponente mindestens
zwei Sensorelemente mit Abstand zueinander angeordnet. Durch die
räumlich
verteilte Anordnung können
alle möglicherweise
auftretenden Behinderungen bei der motorisch angetriebenen Positionierung
der Sitzkomponente detektiert werden. Vorzugsweise sind mehrere,
räumlich
verteilt angeordnete Sensorelemente vorgesehen, welche die gesamte,
für ein
Anstoßen
an einem Hindernis in Frage kommende Oberfläche der jeweilige Sitzkomponente abdecken.
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In
einer besonderen Ausführungsart
der Erfindung sind an mindestens zwei Sitzkomponenten Sensorelemente
angeordnet. Vorzugsweise sind Sensorelemente an allen Sitzkomponenten
angeordnet, bei deren Einstellen sich ein Anstoßen an einem Hindernis ergeben
kann. Hierzu gehört
neben der Fußstütze und
der Beinauflage insbesondere auch das Sitzteil, insbesondere die
Unterseite des Sitzteils, sowie die Rückenseite der Rückenlehne
und die Rückseite
und Oberseite der Kopfstütze.
Mindestens abschnittsweise kann es vorteilhaft sein, die Sensorelemente
flächig
anzuordnen, beispielsweise auf der von der Beinauflage entfernten
Stirnseite der Fußstütze, auf
der Unterseite des Sitzteils und der Beinauflage oder auf der Rückseite
der Rückenlehne
und der Kopfstütze.
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Vorzugsweise
weist mindestens ein Sensorelement eine anisotrope Richtungscharakteristik
der Sensitivität
auf mit mindestens einer Hauptrichtung der Sensitivität. Dadurch
ist es möglich,
beispielsweise gezielt in der Bewegungsrichtung der jeweiligen Sitzkomponente
das Annähern
an ein Hindernis zu detektieren. Insbesondere bei Schwenkbewegungen der
Sitzkomponente und/oder bei fester, nicht schwenkbarer Anordnung
des Sensorelements an der Sitzkomponente, kann es vorteilhaft sein,
wenn diese Hauptrichtung der Sensitivität einstellbar ist. Hierzu können beispielsweise
bei einer Anordnung aus mindestens zwei Sensorelementen von der Steuereinheit
die Sensorelemente mit einer Phasenverschiebung elektrisch derart
angesteuert werden, dass die Hauptrichtung der Sensitivität der Gesamtanordnung
der Sensorelemente schwenkbar und/oder fokussierbar ist. Dadurch
ist es möglich,
einen Raumwinkelbereich vor der Sitzkomponente abzuscannen, um mögliche Hindernisse
rechtzeitig detektieren, ohne dass hierzu die Anordnung der Sensorelemente
selbst verschwenkt werden muss.
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In
einer besonderen Ausführungsart
der Erfindung ist mindestens ein Teil der Sensorelemente in Dickschichttechnik
oder Dünnschichttechnik
auf einem an der Sitzkomponente festlegbaren flächigen Substrat angeordnet.
Dadurch ist es möglich,
eine Vielzahl von Sensorelementen in hoher Qualität und mit
geringer Toleranz der Sensorcharakteristik kostengünstig herzustellen.
Auch ein Teil der Auswerteelektronik kann auf dem Substrat angeordnet
sein oder in dieses integriert sein. Darüber hinaus können die
Sensorelemente auf einfache Weise hermetisch gekapselt werden und
sind so dauerhaft zuverlässig im
Betrieb. Auf dem flächigen
Substrat werden vorzugsweise auch die Anschluss- und Verbindungsleitungen
in Dickschichttechnik oder Dünnschichttechnik
aufgebracht.
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Bei
dem Substrat handelt es sich vorzugsweise um eine Kunststofffolie,
die vorzugsweise biegsam ist, sodass es sich beim Festlegen an der Sitzkomponente
an deren Kontur anpasst, wodurch die Montage vereinfacht ist und
die Substrate mit den Sensorelementen universell einsetzbar sind.
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In
einer besonderen Ausführungsart
der Erfindung ist das Substrat lösbar
an der Sitzkomponente festlegbar, beispielsweise mittels eines Klettverschlusses
an der Sitzkomponente festlegbar. Vorzugsweise ist das Substrat
im festgelegten Zustand von einem Teil des Klettverschlusses mindestens
abschnittsweise abgedeckt, um eine mechanische Beschädigung oder
ein Verschmutzen zu verhindern.
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Das
Sensorelement kann auf einer Wechselwirkung mit elektromagnetischen
Wellen beruhen, insbesondere ein optischer oder magnetischer Näherungsschalter
sein. Das Sensorelement kann dabei sowohl als Sender als auch als
Empfänger
dienen und beispielsweise die Reflexion optischer Strahlung oder
die Dämpfung
magnetischer Felder aufgrund des Annäherns an ein potentielles Hindernis
detektieren. Als optische Sensorelemente kommen je nach Anwendungsfall
auch nach dem Triangulationsprinzip arbeitende Abstandssensoren
infrage. Auch kapazitiv arbeitende Näherungsschalter können für bestimmte
Anwendungsfälle
vorteilhaft sein. Letztlich wird die Wahl des Sensorprinzips neben
den damit verbundenen Kosten und der zu erreichenden Betriebssicherheit
auch davon abhängen,
welcher Abstandsbereich abzudecken ist und vor allem welche Konturen
und Werkstoffe von möglichen
Hindernissen zu detektieren sind.
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Besonders
vorteilhaft ist die Verwendung von akustischen Näherungsschaltern, insbesondere mit
Ultraschall arbeitenden Näherungsschaltern.
Damit lassen sich große
Abstandsbereiche zwischen wenigen mm und bis zu mehreren Metern
abdecken und die Richtungscharakteristik kann insbesondere durch
in Dünnschicht-,
Dickschicht- oder Hybridtechnik realisierte Anordnungen von Sensorelementen durch
elektrische Ansteuerung eingestellt werden. Besonders geeignet sind
dabei Sensorelemente aus piezoelektrischen Polymeren wie beispielsweise
Polyvinylidenfluorid (PVDF), die auch unmittelbar auf Halbleiterbauelemente
aufgebracht oder auf flexible Folien aufgebracht, insbesondere aufgeklebt
oder auflaminiert werden können.
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Die
Erfindung betrifft auch ein System zum Steuern der Einstellung der
Position der Sitzkomponente mit einer erfindungsgemäßen Sensor-Vorrichtung, wie
sie vorstehend beschrieben ist. Ein solches System, das vorzugsweise
frei programmierbar ist, verarbeitet die Eingangssignale der Sensorelemente ebenso
wie die Steuersignale der vom Fahrgast betätigten Bedienelemente und steuert
dementsprechend die Aktuatoren der Sitzkomponenten an.
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Mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist es auch möglich,
bei einem Fahrgastsitz unmittelbar nach seinem Einbau in das Fahrzeug,
insbesondere einen Fluggastsitz unmittelbar nach Einbau in dem Luftfahrzeug,
mittels eines vorgegebenen Lernprogramms insbesondere alle Extrempositionen
der Sitzkomponenten anzufahren und dabei durch die Sensorelemente
jene Positionen zu ermitteln und zu lernen, in denen die Sitzkomponenten
an ein Hindernis anstoßen,
beispielsweise an den Boden oder das Dach des Fahrzeuges oder an
Sitzkomponenten weiterer Fahrzeugsitze, die vor, neben oder hinter
dem jeweiligen Fahrzeugsitz angeordnet sind. Auf diese Weise kann
das Steuersystem lernen, welche Positionen problemlos sind; ein
Anfahren jener Positionen, die zu einem Signal eines der Sensorelemente
und demnach zu einem Unterschreiten des vorgegebenen Abstandes zu
einem Hindernis führen,
können im
späteren
Betrieb von dem Steuersystem durch rechtzeitiges Gegensteuern oder
Abschalten von Aktuatoren verhindert werden. Auf diese Weise ist
ein selbstlernendes System möglich,
ohne dass es einer aufwendigen Programmierung des Steuersystems bedarf.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele
im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und
in der Beschreibung erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für
sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
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1 zeigt
eine vereinfachte Darstellung einer perspektivischen Ansicht eines
Fahrgastsitzes,
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2 zeigt
eine schematisierte Seitenansicht des Fahrgastsitzes mit insgesamt
acht Sensorelementen,
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3 zeigt
einen vergrößerten Ausschnitt des
Sitzes im Bereich der Beinauflage und der Fußstütze,
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4 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel eines
Sensorelements,
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5 zeigt
den überstreichbaren
Raumwinkelbereich der Empfindlichkeit für eine Anordnung von insgesamt
drei Sensorelementen, und
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6 zeigt
die Anordnung des Sensorelements an der von der Beinauflage entfernten
Stirnseite der Fußstütze.
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Die 1 zeigt
eine vereinfachte Darstellung einer perspektivischen Ansicht eines
Fahrgastsitzes 2 eines Fahrzeuges, im Anwendungsbeispiel eines
Fluggastsitzes eines Luftfahrzeuges, mit verschiedenen Sitzkomponenten,
einschließlich
Kopfstütze 4,
Rückenlehne 6,
Sitzteil 8, Beinauflage 10 oder Fußstütze 12.
Mittels nicht dargestellter Aktuatoren, beispielsweise mit einem
elektromotorischen Antrieb, sind die Sitzkomponenten entsprechend
den Wünschen
des Fahrgastes oder den Anforderungen des Fahrbetriebes einstellbar.
Der Fahrgast betätigt hierzu
in der Regel Bedientasten, die mit einer Steuereinheit verbunden
sind, welche die Aktuatoren dementsprechend ansteuert. Hierzu sind
die Sitzkomponenten in Bezug zueinander oder zu einem festen Rahmen
des Fahrzeugsitzes 2 drehbar, beispielsweise die Kopfstütze 4 gegenüber der
Rückenlehne 6 um
die erste Achse 14, die Rückenlehne 6 gegenüber dem
Sitzteil 8 um die zweite Achse 16, und die Beinauflage 10 gegenüber dem
Sitzteil 8 um die dritte Achse 18, oder verschiebbar,
beispielsweise die Fußstütze 12 gegenüber der
Beinauflage 10 entsprechend dem Doppelpfeil 20.
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Die 2 zeigt
eine schematisierte Seitenansicht des Fahrgastsitzes 2 mit
insgesamt acht Sensorelementen 22 bis 29, die
jeweils paarweise auf einem flächigen
Substrat 32 bis 38 angeordnet sind. Jeweils ein
Substrat 32, 34, 36, 38 ist
mit jeweils zwei Sensorelementen 22, 23; 24, 25; 26, 27; 28, 29 mittels
eines handelsüblichen
Klettverschlusses an der Fußstütze 12,
dem Sitzteil 8, der Rückenlehne 6 und der
Kopfstütze 4 lösbar festgelegt.
Die Sensorelemente 24, 25 sind auf der Unterseite
des Sitzteil 8 angeordnet und die Sensorelemente 26, 27 auf
der Rückseite
der Rückenlehne 6,
jeweils mit ihrer Detektionsfläche
von der Sitzkomponente wegweisend, um beispielsweise ein Anstoßen an ein
in diesem Bereich abgelegtes Gepäckstück zu detektieren.
Entsprechendes gilt für
das Sensorelement 23 der Fußstütze 12 und das Sensorelement 28 der
Kopfstütze 4.
Dagegen ist das Sensorelement 22 der Fußstütze 12 und das Sensorelement 29 der
Kopfstütze 4 an
einer Kante der jeweiligen Stirnseite angeordnet, um ein Anstoßen am Boden
bzw. am Dach des Fahrzeugs zu detektieren.
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Die 3 zeigt
einen vergrößerten Ausschnitt
des Sitzes 2 im Bereich der Beinauflage 10 und
der Fußstütze 12.
Lediglich zum Zweck der vereinfachten Darstellung sind in der 3 keine
flächigen
Substrate 32, 34 dargestellt, sondern die Sensorelemente 22, 23, 24 und 30 sind
unmittelbar an der Fußstütze 12,
der Beinauflage 10 bzw. dem Sitzteil 8 angeordnet.
Das Sensorelement 22 ist ein Ultraschall-Abstandssensor,
der Schallwellen 42 abstrahlt, die von der Bodenfläche 44 des
Fahrzeuges reflektiert werden, wobei die reflektierten Schallwellen 46 von
dem Sensorelement 22 empfangen und ausgewertet werden.
Das Ausgangssignal des Sensorelements 22 wird einer Steuereinheit
zugeführt. Bei
Unterschreiten eines vorgebbaren, gegebenenfalls sogar frei programmierbaren
Mindestabstandes wird entweder von dem Sensorelement 22 der
Steuereinheit ein entsprechendes Signal gegeben, damit die Steuereinheit
die Aktuatoren für
die Bewegung der Fußstütze 12 und/oder
der Beinauflage 10 stoppt oder sogar zurückstellt,
oder die Steuereinheit wertet die Signale des Sensorelements 22 dahingehend aus.
In jedem Fall soll ein Anstoßen
beispielsweise der Fußstütze 12 auf
dem Boden 44 des Fahrzeuges verhindert werden.
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Entsprechendes
gilt für
das Sensorelement 23, das ebenfalls als Ultraschall-Abstandssensor ausgebildet
ist und bei einem Schwenken der Anordnung aus Beinauflage 10 und
Fußstütze 12 um
die dritte Achse 18 sich dem Gepäckstück 48 annähert und
bei Unterschreiten eines vorgegebenen Mindestabstandes von beispielsweise
einigen Millimetern oder Zentimetern die Steuereinheit den Schwenkantrieb
stoppt und gegebenenfalls sogar mindestens ein Stück weit
zurückstellt.
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Weiterhin
ist in entsprechender Weise auf der Unterseite der Beinauflage 10 ebenfalls
ein Sensorelement 30 angeordnet, das im dargestellten Ausführungsbeispiel
ebenfalls ein Ultraschall-Abstandssensor ist, der aber im dargestellten
Betriebszustand von der Steuereinheit deaktiviert ist, weil der
Abtastbereich von dem an der Fußstütze 12 angeordneten Sensorelement 23 abgedeckt
ist.
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Ultraschall-Abstandssensoren
haben den Vorteil, dass eine materialunabhängige Abtastung und Abstandsmessung
mit hoher Empfindlichkeit auch bei sehr kleinen und nur schlecht
reflektierenden Objekten bzw. potentiellen Hindernissen möglich ist.
Die erreichbare Auflösung
liegt beispielsweise im Bereich weniger Millimeter und es können Mess-
und Schaltausgänge
von den Sensorelementen bereitgestellt werden. Bauartbedingt kann
bei solchen Ultraschallsensoren im Bereich sehr kleiner Abstände zu der
Sensoroberfläche
eine stark reduzierte Empfindlichkeit vorliegen. Aus diesen und/oder
anderen Gründen
können
erfindungsgemäße Sensorelemente
auch mit antastenden Sensorelementen kombiniert werden, die insbesondere
den Abstandsbereich weniger Millimeter bis hin zum Anstoßen abdecken können. Vorzugsweise
sind solche antastenden Sensorelemente auf einem flächigen Substrat
angeordnet und beispielsweise in Dickschichttechnik oder Dünnschichttechnik
hergestellt, etwa als Folienschalter, wie sie beispielsweise für den Einsatz
in Taschenrechnern bekannt sind.
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Ein
weiteres mögliches
Wirkungsprinzip wird durch das auf der Unterseite des Sitzteils 8 angeordneten
Sensorelements 24 realisiert. Dabei handelt es sich um
ein Sensorprinzip, bei dem elektromagnetische Wellen ausgesandt
werden und an dem potentiellen Hindernis reflektiert werden, wobei
die reflektierte elektromagnetische Welle von dem Sensorelement 24 detektiert
wird. Dabei kann es sich beispielsweise um elektromagnetische Wellen
in oder nahe dem sichtbaren Wellenlängenbereich handeln, d. h. um
Licht in sichtbaren oder insbesondere im infraroten Wellenlängenbereich.
In entsprechender Weise kann es sich auch um induktive Näherungsschalter handeln.
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Ausgehend
von einem Sendeelement 24a wird eine elektromagnetische
Welle 52 ausgesandt, die an einer Oberfläche 54 des
Gepäckstücks 48 reflektiert
wird und als reflektierte elektromagnetische Welle 56 in
Richtung des Sitzteils 8 zurückstrahlt. Ist der Abstand
zwischen Sitzteil 8 und Gepäckstück 48 ausreichend
groß,
trifft die reflektierte Welle 56 in einem Bereich außerhalb
des Sensorelements 24 auf dem Sitzteil 8 auf.
Bei einer Annäherung
des Sitzteils 8 in Richtung auf das Gepäckstück 48 oder bei einem Gepäckstück 48 mit
einer größeren Ausdehnung,
wie dies beispielsweise durch die gestrichelte Kontur 58 angedeutet
ist, trifft die reflektierte Welle 56a im Bereich des Empfangselements 24b des
Sensorelements 24 auf und signalisiert einen kritischen
Abstand. Bei dem Empfangselement 24b kann es sich um eine
linienförmige
oder matrixförmige
Anordnung von fotoempfindlichen Elementen handeln, beispielsweise
auch um eine CCD (Charged Coupled Device).
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Die 4 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel
eines Sensorelements 123, insbesondere eines Ultraschall-Abstandssensors
mit durch die elektrische Ansteuerung einstellbarer Richtungscharakteristik
der Empfindlichkeit. Dabei sind auf einem flächigen Substrat 132,
bei dem es sich beispielsweise um eine Trägerfolie oder auch um einen
Halbleiterkristallchip handeln kann, zunächst drei streifenförmige metallische
Elektroden 162, 164, 166 aufgebracht. Diese
sind abgedeckt durch eine piezoelektrische Folie, beispielsweise
aus Polyvinylidenfluorid (PVDF) 160, die das eigentliche
Sensormaterial bildet. Im Bereich der Elektroden 162, 164, 166 kann
die piezoelektrische Folie 160 zu mechanischen Schwingungen angeregt
werden, und sendet daraufhin Schallwellen 142 aus.
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Beispielsweise
an einem Hindernis reflektierte Schallwellen können von der piezoelektrischen
Folie 160 oder von einem neben dem Sendeelement angeordneten
Empfangselement empfangen und ausgewertet werden. Ein so gebildeter
Sensor besitzt im Grundzustand entweder eine im Wesentlichen kugelförmige Richtungscharakteristik,
wie sie durch die Kontur 168 angedeutet ist, oder eine
keulenförmige Richtungscharakteristik
mit einer Hauptachse 172 der Empfindlichkeit, wie dies
durch die Kontur 170 angedeutet ist.
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Bei
der Anordnung von mehreren Sensorelementen und einer gleichzeitigen
Ansteuerung der Sendeelemente mit phasenverschobenen Ansteuersignalen
ist es möglich,
die Richtungscharakteristik gesteuert zu beeinflussen, insbesondere
die Empfangskeule zu fokussieren und/oder die Hauptachse 172 der
Empfindlichkeit zu schwenken, beispielsweise gemäß dem Doppelpfeil 174.
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Dies
gilt nicht nur für
Sensorelemente in Dickschichttechnik oder Dünnschichttechnik, sondern grundsätzlich auch
für nebeneinander
oder übereinander
angeordnete diskrete Sensorelemente. Die 5 zeigt
den überstreichbaren
Raumwinkelbereich 176 der Empfindlichkeit für eine Anordnung von
insgesamt drei Sensorelementen 22a, 22b, 22c und
die 6 zeigt die Anordnung des Sensorelements 22 an
der von der Beinauflage 10 entfernten Stirnseite der Fußstütze 12.
Durch die elektrische Ansteuerung der Sensorelemente 22a, 22b, 22c ist
es damit möglich,
einen Winkelbereich von annähernd 180° zu überstreichen
bzw. auf Hindernisse abzuscannen, ohne dass das Sensorelement 22 verschwenkt
werden muss.