DE102004037268A1 - Verfahren zum Vermessen von langgestreckten Hölzern oder Holzelementen sowie Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens - Google Patents
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Abstract
Bei einem Verfahren zum Vermessen von langgestreckten Hölzern oder Holzelementen, insbesondere verzogenen und/oder beschädigten Hölzern oder Holzelementen, werden die Holzelemente jeweils mit einer Hohlseite gegen einen Anschlag anliegend an einer dem Anschlag abgewandten Seite mit einer den Verlauf dieser Seite erfassenden Messeinrichtung berührungslos im Durchlauf vermessen.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 7.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit der Hölzer bzw. Holzelemente, speziell auch beschädigte Holzelemente, die einer weiteren Verarbeitung zugeführt werden, schnell und zuverlässig vermessen werden können, beispielsweise zur Erzeugung von Messdaten zur Steuerung einer Holzbearbeitungsmaschine oder Anlage, beispielsweise einer Hobelanlage.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ist Gegenstand des Patentanspruches 7.
- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt das Vermessen der Holzelemente im Durchlaufverfahren und dabei insbesondere in einer Zyklus- oder Taktzeit, die der Zykluszeit der üblichen elektronischen Steuerung (SpS) von Holzbearbeitungsmaschinen, beispielsweise Hobelanlagen entspricht.
- Bei der Messung werden die Abmessungen bzw. das Maß des jeweiligen Holzelementes in der Achse senkrecht zum Anschlag ermittelt, und zwar u.a. an dem in Durchlaufrichtung vorderen und rückwärtigen Ende sowie vorzugsweise kontinuierlich auf der dazwischen liegenden Länge, so dass dann mit diesen Messergebnissen zum Beispiel eine Hobelanlage für eine optimale Spanabnahme automatisch gesteuert werden kann.
- Das erfindungsgemässe Messverfahren eignet sich nicht nur für verzogene Holzelemente, sondern auch für beschädigte Holzelemente, d.h. mit der jeweiligen Messeinrichtung werden auch Beschädigungen und deren Tiefe erkannt und entsprechende Messwerte beispielsweise zur Steuerung der weiteren Bearbeitungsmaschine (z.B. Hobelanlage) bereit gestellt.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 und2 in vereinfachter Darstellung in Draufsicht bzw. in Seitenansicht Meßanordnungen gemäss der Erfindung zum Vermessen von Hölzern oder Holzelementen. - Die in der
1 allgemein mit1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Vermessen von langgestreckten verzogenen und beschädigten Hölzern oder Holzelementen2 und dabei insbesondere zur Ermittlung der Krümmung und Beschädigungen sowie deren Tiefe in den Hölzern oder Holzelementen2 . Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Transportstrecke, auf der die bei der dargestellten Ausführungsform balken- oder leistenartigen Holzelemente2 in einer Förderrichtung A bewegt werden, und zwar derart, dass die Holzelemente2 mit ihrer Längserstreckung jeweils in dieser Förderrichtung orientiert sind. - Bei der Darstellung der
1 ist an einer Seite der Förderstrecke ein seitlicher Anschlag3 vorgesehen, gegen den die verzogenen Holzelemente2 mit ihrer konkav gewölbten Längsseite2.1 (Hohlseite) anliegen. Dem Anschlag gegenüberliegend ist eine Messvorrichtung4 vorgesehen, die im Durchlauf ständig den Abstand zum jeweiligen Holzelement2 und damit die den Verlauf der dem Anschlag3 abgewandten Seite des Holzelementes2 misst, und zwar u.a. an den beiden Enden2.2 und2.3 sowie zwischen diesen Enden. - Die Messwerte der Messvorrichtung
4 werden an eine Auswertelektronik5 , beispielsweise an einen Rechner weitergeleitet, der dann aus diesen Messwerten u.a. zum Beispiel die Krümmung des jeweiligen Holzelementes2 ermittelt und/oder Mess- oder Steuerdaten an eine Bearbeitungsmaschine, beispielsweise Hobelanlage bzw. deren Steuerung zur optimalen Einstellung dieser Maschine und zur optimalen Spanabnahme liefert. - Mit
2.4 sind Beschädigungen bezeichnet, die das jeweilige Holzelement2 beispielsweise an der der Hohlseite2.1 abgewandten Seite aufweist. Auch diese Beschädigungen und deren Tiefe werden mit der Messeinrichtung4 im Durchlaufverfahren erfasst und dann beispielsweise als entsprechende Messwerte von der Auswertelektronik5 an die Maschinensteuerung6 für eine optimale Einstellung der Bearbeitungsmaschine, beispielsweise Hobelanlage weiter geleitet. - Die
2 zeigt eine Anordnung oder Vorrichtung1a , bei der die zu vermessenden verzogenen Holzelemente2 mit ihrer konkaven Seite2.1 auf einem eine horizontale plane Fläche bildenden Anschlag3a angeordnet sind und mit der oberhalb dieses Anschlags vorgesehenen Messvorrichtung4a die dem Anschlag3a abgewandte Oberseite der Holzelemente2 im Durchlauf vermessen wird, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform wiederum die jeweilige Höhe an seinen beiden Enden2.2 und2.3 sowie auf der Länge zwischen diesen beiden Enden. - Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, beide Verfahren der
1 und2 in einer Messstrecke zu kombinieren, d.h. das jeweilige Holz2 sowohl seitlich als auch oben im Durchlauf zu vermessen. - Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke verlassen wird.
-
- 1, 1a
- Messvorrichtung
- 2
- Holzelement
- 2.1
- Hohlseite des Holzes
- 2.2, 2.3
- Ende
- 2.4
- Beschädigung
- 3, 3a
- Anschlag
- 4, 4a
- Ultraschall-Messeinrichtung
- 5
- Auswertelektronik
- 6
- Maschinensteuerung (SpS)
Claims (11)
- Verfahren zum Vermessen von langgestreckten Hölzern oder Holzelementen (
2 ), insbesondere verzogenen und/oder beschädigten Hölzern oder Holzelementen (2 ), dadurch gekennzeichnet, dass die Holzelemente (2 ) jeweils mit einer Hohlseite (2.1 ) gegen einen Anschlag (3 ,3a ) anliegend an einer dem Anschlag abgewandten Seite mit einer den Verlauf dieser Seite erfassenden Messeinrichtung (4 ,4a ) berührungslos im Durchlauf vermessen werden, und dass die Holzelemente (2 ) hierfür relativ zur Messeinrichtung (4 ,4a ) entlang des Anschlags (3 ,3a ) bewegt werden. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag eine vertikale Anlagefläche für die Holzelemente (
2 ) bildet. - Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag eine horizontale Anlage für die Holzelemente (
2 ) bildet. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Messung der Abstand des Holzelementes (
2 ) von der Messeinrichtung (4 ,4a ) an dem vorauseilenden Ende (2.2 ), an dem nacheilenden Ende (2.3 ) sowie zwischen diesen beiden Enden gemessen wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Entfernungsmeßgerätes, z.B. eines Ultraschall-Messgerätes (
4 ,4a ). - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messdaten der wenigstens einen Messeinrichtung (
4 ,4a ) zur Steuerung einer die Holzelemente (2 ) bearbeitenden Maschine, beispielsweise Hobelmaschine oder Hobelanlage verwendet werden. - Vorrichtung zum Vermessen von langgestreckten Hölzern oder Holzelementen (
2 ), insbesondere verzogenen und/oder beschädigten Hölzern oder Holzelementen (2 ), gekennzeichnet durch wenigstens einen Anschlag (3 ,3a ) und wenigstens einer Messeinrichtung (4 ,4a ), mit der jeweils mit einer Hohlseite (2.1 ) gegen den Anschlag (3 ,3a ) anliegenden Holzelemente (2 ) an ihrer dem Anschlag abgewandten Seite berührungslos im Durchlauf vermessen werden. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag eine vertikale Anlagefläche für die Holzelemente (
2 ) bildet. - Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag eine horizontale Anlage für die Holzelemente (
2 ) bildet. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (
4 ,4a ) zur Messung der Abstand einer dem Anschlag abgewandten Seite des Holzelementes (2 ) von der Messeinrichtung (4 ,4a ) und/oder von dem Anschlag (3 ,3a ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (
4 ,4a ) ein Entfernungsmeßgerät, z.B. ein Ultraschall-Messgerät bzw. ein Ultraschall-Abstands-Messgerät ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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ID=36001481
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102004037268A1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0440151A2 (de) * | 1990-02-02 | 1991-08-07 | Wurster u. Dietz GmbH u. Co. Maschinenfabrik | Verfahren zum Anflachen von Baumstämmen |
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2004
- 2004-07-31 DE DE200410037268 patent/DE102004037268A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0440151A2 (de) * | 1990-02-02 | 1991-08-07 | Wurster u. Dietz GmbH u. Co. Maschinenfabrik | Verfahren zum Anflachen von Baumstämmen |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Buch "Spaner-Kreissägen-Bandsägen", von K. Fronius, DRW-Verlag Stuttgart 1989, S. 64 * |
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