-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Strahlungsdetektor zur Detektion
von Strahlung gemäß einer
vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung, die ein Maximum
bei einer vorgegebenen Wellenlänge λ0 aufweist,
umfassend einen Halbleiterkörper
mit einem der Detektorsignalerzeugung dienenden und zum Strahlungsempfang
vorgesehenen aktiven Bereich. Insbesondere betrifft die Erfindung
einen Strahlungsdetektor zur Detektion von Strahlung gemäß der vorgegebenen
spektralen Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen Auges.
-
Zur
Detektion von Strahlung mit einer vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung,
die ein Maximum bei einer vorgegebenen Wellenlänge λ0 aufweist,
werden oftmals Strahlungsdetektoren mit einer speziell angepaßten externen
Filteranordnung, wie beispielsweise Interferenzfiltern oder Monochromatoren
verwendet. Derartige Detektoren zeichnen sich durch eine sehr gute
Anpassung an die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung
aus, sind aber in ihrer Handhabung und Herstellung meist vergleichsweise
aufwendig und kostenintensiv. Weiterhin haben sie oftmals einen
hohen Platzbedarf, so dass sie für
Anwendungen auf kleinem Raum nicht oder nur eingeschränkt benutzt
werden können.
-
Ist
die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung die des menschlichen
Auges, so wird zur Detektion einfallender Strahlung gemäß dieser Empfindlichkeit
häufig
eine Silizium-Photodiode
benutzt.
-
Die
Empfindlichkeit einer Photodiode hängt unter anderem von den Wellenlängen der
einfallenden Strahlung ab. Für
Wellenlängen,
die größer als eine
der Bandlücke
entsprechenden Grenzwellenlänge
sind, ist die Empfindlichkeit sehr gering, da für einfallende Strahlung in
diesem Wellenlängenbereich die
Bandlücke
des Funktionsmaterials im aktiven Bereich der Diode – beispielsweise
Si – größer als
die Energie der einfallenden Strahlung ist und diese somit nicht
für die
Erzeugung von Elektron-Loch-Paaren ausreicht. Andererseits nimmt
die Empfindlichkeit im Bereich kleiner werdender Wellenlängen ab,
da mit sinkender Wellenlänge
die erzeugten Elektron-Loch-Paare beispielsweise wegen der Oberflächenrekombination
vermehrt nicht mehr zum Photostrom beitragen. Im Zwischenbereich
weist die Empfindlichkeit der Diode ein Maximum auf, das bei einer herkömmlichen
Silizium-Photodiode
bei über
800 nm liegen kann.
-
Die
Verwendung einer derartigen Silizium-Photodiode als Detektor mit
der spektralen Empfindlichkeitsverteilung des helladaptierten menschlichen
Auges, das ein Maximum der Empfindlichkeit bei etwa 555 nm aufweist,
erfordert zusätzlichen
Aufwand, da die Wellenlängen
der Empfindlichkeitsmaxima stark voneinander abweichen und die beiden spektralen
Empfindlichkeitsverteilungen deshalb vergleichsweise schlecht aneinander
angepasst sind. Die Anpassung der Detektorempfindlichkeit an die Empfindlichkeitsverteilung
des menschlichen Auges kann durch zusätzliche Filter verbessert werden.
In der Summe resultiert daraus annähernd die Empfindlichkeitsverteilung
des menschlichen Auges.
-
Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Strahlungsdetektor der oben
genannten Art anzugeben, der vereinfacht herstellbar ist. Weiterhin
ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Strahlungsdetektor der
oben genannten Art mit verringertem Platzbedarf anzugeben.
-
Diese
Aufgabe wird durch einen Strahlungsdetektor mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1, des Patentanspruchs 4 bzw. des Patentanspruchs
9 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
-
Ein
erfindungsgemäßer Strahlungsdetektor zur
Detektion von Strahlung gemäß einer
vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung, die ein Maximum
bei einer vorgegebenen Wellenlänge λ0 aufweist,
umfasst in einer ersten Ausführungsform
einen Halbleiterkörper
mit einem der Detektorsignalerzeugung dienenden und zum Strahlungsempfang vorgesehenen
aktiven Bereich, wobei der aktive Bereich eine Mehrzahl von Funktionsschichten
umfasst, die Funktionsschichten unterschiedliche Bandlücken und/oder
Dicken aufweisen und derart ausgebildet sind, dass diese Funktionsschichten
zumindest teilweise Strahlung in einem Wellenlängenbereich absorbieren, der
Wellenlängen
größer als
die Wellenlänge λ0 umfasst.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung die
des menschlichen Auges.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält der Halbleiterkörper, insbesondere
der aktive Bereich oder die Funktionsschichten, mindestens ein III-V-Halbleitermaterial,
beispielsweise aus einem der Materialsysteme InxGayAl1-x-yP, InxGayAl1-x-yN
oder InxGayAl1-x-yAs, jeweils mit 0 ≤ x ≤ 1, 0 ≤ y ≤ 1 und x + y ≤ 1. Weiterhin kann der Halbleiterkörper, insbesondere
der aktive Bereich oder die Funktionsschichten, ein Material aus
dem Materialsystem InyGa1-yAsxP1-x mit 0 ≤ x ≤ 1 und 0 ≤ y ≤ 1 enthalten.
-
Zweckmäßigerweise
wird ein III-V-Halbleitermaterial verwendet, das Bandlücken im
Bereich der Wellenlänge λ0 beziehungsweise
im Bereich der vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung aufweisen
kann.
-
Die
genannten III-V-Halbleitermaterialien sind besonders für Strahlungen
im ultravioletten (z.B. InxGayAl1-x-yN) über
den sichtbaren (Inx Gay Al1-x-yN, InxGayAl1-x-yAs, InxGayAl1-x-yP)
bis in den infraroten (z.B. InxGayAl1-x-yP oder InxGayAl1-x-yAs)
Spektralbereich besonders geeignet. Ist die vorgegebene spektrale
Empfindlichkeitsverteilung die des menschlichen Auges, so eignen
sich als Materialsysteme besonders InxGayAl1-x-yAs oder InxGayAl1-x-yP.
Im Materialsystem InxGayAl1-x-yP können
besonders hohe Quanteneffizienzen erzielt werden.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält der Halbleiterkörper, insbesondere
der aktive Bereich oder die Funktionsschichten, mindestens ein II-VI-Halbleitermaterial,
etwa ein Halbleitermaterial aus dem Materialsystem ZnyMg1-ySxSe1-x mit
0 ≤ x ≤ 1 und 0 ≤ y ≤ 1. Auch II-VI-Halbleitermaterialien
können
für oben
genannte Spektralbereiche geeignet sein. III-V-Halbleitermaterialien
zeichnen sich jedoch gegenüber
II-VI-Halbleitermaterialien oftmals durch vereinfacht verwirklichbare
hohe Quanteneffizienzen aus.
-
In
einer zweiten Ausführungsform
umfasst ein erfindungsgemäßer Strahlungsdetektor
zur Detektion von Strahlung gemäß der vorgegebenen spektralen
Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen Auges, die ein Maximum
bei der Wellenlänge λ0 aufweist,
einen Halbleiterkörper
mit einem der Detektorsignalerzeugung dienenden und zum Strahlungsempfang
vorgesehenen aktiven Bereich, wobei der Halbleiterkörper mindestens
ein III-V-Halbleitermaterial enthält und der aktive Bereich eine
Mehrzahl von Funktionsschichten umfasst.
-
Bevorzugt
sind die Funktionsschichten zumindest teilweise so ausgebildet,
dass sie Strahlung in einem Wellenlängenbereich absorbieren, der
Wellenlängen
größer als
die Wellenlänge λ0 umfasst und/oder
zumindest teilweise unterschiedliche Bandlücken und/oder Dicken aufweisen.
-
Auf
einen der in den obigen Ausführungsformen
beschriebenen Strahlungsdetektoren einfallende Strahlung kann von
den Funktionsschichten absorbiert werden, wobei die Dicke der jeweiligen
Funktionsschicht den Anteil der in ihr absorbierten Strahlungsleistung
und die Bandlücke
die Wellenlänge
der absorbierten Strahlung bestimmt. Über die Ausgestaltung der Funktionsschichten
kann der aktive Bereich so ausgebildet werden, dass sich das vom Strahlungsdetektor
erzeugte Signal (z. B. der Photostrom oder davon abhängige Größen) gemäß der vorgegebenen
spektralen Empfindlichkeitsverteilung verhält. Insbesondere gilt dies
vorzugsweise für
die langwellige Seite der vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung
mit Wellenlängen
größer als λ0.
-
Auf
externe Filter – Filter,
die außerhalb
des Halbleiterkörpers
angeordnet sind – zur
Anpassung der Detektorempfindlichkeit an die vorgegebene spektrale
Empfindlichkeitsverteilung, insbesondere deren langwellige Seite,
kann mit Vorteil verzichtet werden. Eine aufwendige Filterung mit
externen Filtern erfolgt insbesondere häufig bei herkömmlichen Si-Photodioden.
Ein Verzicht auf externe Filter ermöglicht eine platzsparende Ausbildung
des Strahlungsdetektors.
-
Weiterhin
kann die Stärke
des Detektorsignals eines derartigen Strahlungsdetektors verglichen mit
Strahlungsdetektoren mit externen optischen Filtern vorteilhaft
erhöht
sein, da auch langwellige Strahlung bedingt durch einen Verzicht
auf externe optische Filter vermehrt Signale erzeugen kann.
-
Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung der beiden obigen Ausführungsformen
ist dem aktiven Bereich eine Filterschichtstruktur nachgeordnet
ist, die zumindest eine Filterschicht umfasst. Die Filterschichtstruktur
bestimmt mit Vorzug die kurzwellige Seite der Detektorempfindlichkeit
gemäß der vorgegebenen
spektralen Empfindlichkeitsverteilung durch Absorption von Strahlung
in einem Wellenlängenbereich,
der Wellenlängen
kleiner als λ0 umfasst.
-
Über die
Filterschichtstruktur kann mit Vorteil die Empfindlichkeit des Strahlungsdetektors,
insbesondere auf der kurzwelligen Seite für Wellenlängen kleiner als λ0 an
die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung angepasst werden.
-
Ein
erfindungsgemäßer Strahlungsdetektor zur
Detektion von Strahlung gemäß einer
vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung, die ein Maximum
bei einer vorgegebenen Wellenlänge λ0 aufweist,
umfasst gemäß einer
weiteren Ausführungsform
einen Halbleiterkörper
mit einem der Detektorsignalerzeugung dienenden und zum Strahlungsempfang
vorgesehenen aktiven Bereich, wobei dem aktiven Bereich eine Filterschichtstruktur
nachgeordnet ist, die zumindest eine Filterschicht umfasst, und
die Filterschichtstruktur die kurzwellige Seite der Detektorempfindlichkeit
gemäß der vorgegebenen
spektralen Empfindlichkeitsverteilung durch Absorption von Wellenlängen in
einem Wellenlängenbereich
bestimmt, der Wellenlängen
kleiner als λ0 umfasst.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung die
des menschlichen Auges.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung enthält der Halbleiterkörper mindestens
ein III-V- oder II-VI-Halbleitermaterial
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst der aktive Bereich
eine Mehrzahl von Funktionsschichten, absorbieren die Funktionsschichten zumindest
teilweise Strahlung in einem Wellenlängenbereich, der Wellenlängen größer als
die Wellenlänge λ0 umfasst
und/oder weisen die Funktionsschichten unterschiedliche Bandlücken und/oder
Dicken auf.
-
Die
Filterschichtstruktur bestimmt demnach die kurzwellige Seite der
Detektorempfindlichkeit und erleichtert gegebenenfalls in Kombination
mit geeigneten Funktionsschichten die Ausbildung eines kleinen und
kompakten Strahlungsdetektors mit einer Detektorempfindlichkeit
gemäß der vorgegebenen spektralen
Empfindlichkeitsverteilung.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung bestimmen
die Funktionsschichten über
ihre Ausgestaltung die Detektorempfindlichkeit für Wellenlängen größer als λ0 gemäß der vorgegebenen
spektralen Empfindlichkeitsverteilung.
-
In
einer wiederum weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
ist der Wellenlängenbereich,
in dem die Funktionsschichten absorbieren im wesentlichen zusammenhängend und/oder
umfasst im wesentlichen Wellenlängen
größer als λ0.
-
Für verschiedene
Wellenlängenbereiche
der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung werden bevorzugt verschieden
ausgebildete Funktionsschichten im aktiven Bereich vorgesehen. Besonders bevorzugt
weisen die Funktionsschichten – alle
oder wenigstens eine – eine
Bandlücke
auf, der eine Wellenlänge
größer als λ0 entspricht.
-
Für Wellenlängenbereiche,
in denen die vorgegebene Empfindlichkeitsverteilung vergleichsweise
hohe Werte annimmt, sind die Funktionsschichten vorzugsweise entsprechend
dick ausgebildet, so dass eine entsprechend hohe Strahlungsleistung
in diesem Wellenlängenbereich
absorbiert wird und folglich ein vergleichsweise hoher Photostrom erzeugt
wird. Für
Wellenlängenbereiche
mit geringeren Werten der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung sind
die Funktionsschichten vorzugsweise entsprechend dünn ausgebildet. Über die
Dicke der jeweiligen Funktionsschicht kann die Responsivität des Strahlungsdetektors
(die erzeugte Signalstärke
bezogen auf die auf den Detektor einfallende Strahlungsleistung)
im der jeweiligen Funktionsschicht entsprechenden Wellenlängenbereich
gezielt beeinflusst werden und über
das Verhältnis
der Dicken der Funktionsschichten zueinander die Anpassung der Detektorempfindlichkeit
an die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung, insbesondere
auf der langwelligen Seite für
Wellenlängen
größer λ0,
erfolgen. Besonders bevorzugt weist zumindest eine Funktionsschicht
eine Bandlücke
im Bereich um die Wellenlänge λ0 auf,
so dass in diesem Bereich ein vergleichsweise hohes Signal erzeugt
wird.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nimmt die Bandlücke von
im Halbleiterkörper
nachgeordneten Funktionsschichten zumindest teilweise in Richtung
der einfallenden Strahlung (Strahlungseintrittsseite) zu oder ab.
Hierdurch wird die Ausbildung eines Strahlungsdetektors mit einer Detektorempfindlichkeit
gemäß der vorgegebenen Empfindlichkeit
vorteilhaft erleichtert, da die Herstellung des Halbleiterkörpers mit
in Richtung der Strahlungseintrittsseite zu- oder abnehmenden Bandlücken der
Funktionsschichten gegenüber
einer willkürlichen
Anordnung der Funktionsschichten vorteilhaft vereinfacht wird.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung nimmt die
Bandlücke
von im Halbleiterkörper
nachgeordneten Funktionsschichten zumindest teilweise in Richtung
der einfallenden Strahlung zu.
-
Die
Funktionsschichten sind gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung so angeordnet, dass die Bandlücken der
Funktionsschichten von einem Zentralbereich des aktiven Bereichs
ausgehend in vertikaler Richtung zur. Strahlungseintrittsseite des
Halbleiterkörpers
hin und in die entgegengesetzte Richtung zunehmen. Vom Zentralbereich ausgehend
nehmen die Bandlücken
der Funktionsschichten vorzugsweise stufenartig zu, so dass sich in
Richtung der einfallenden Strahlung und. der dieser entgegengesetzten
Richtung ein vom Zentralbereich aus stufenartig abfallendes Profil
der Bandlücken
ergibt. Im Zentralbereich erzeugte Elektron-Loch-Paare können somit
aufgrund der verringerten Potentialbarrieren den Zentralbereich
vergleichsweise unbehindert verlassen, wodurch die Effizienz des
Strahlungsdetektors vorteilhaft erhöht werden kann.
-
Die
Funktionsschichten sind zur Signalerzeugung vorzugsweise in einer
Raumladungszone des Halbleiterkörpers
angeordnet. Diese Raumladungszone kann mittels und/oder zwischen
einer p-leitenden,
vorzugsweise hochdotierten, Schicht und einer n-leitenden, vorzugsweise hochdotierten, Schicht
gebildet werden.
-
Zum
Detektorsignal tragen bei der Erfindung besonders bevorzugt im wesentlichen
nur die in der Raumladungszone des Halbleiterkörpers erzeugten Elektron-Loch-Paare
bei.
-
Weiterhin
ist zumindest ein Teil der Funktionsschichten vorzugsweise im wesentlichen
undotiert oder intrinsisch ausgebildet. Der Halbleiterkörper kann
somit im wesentlichen einer pin-Diodenstruktur entsprechen. Derartige
Strukturen zeichnen sich durch vorteilhaft geringe Ansprechzeiten
aus.
-
Der
aktive Bereich ist bevorzugt entsprechend einer Heterostruktur,
wie einer Einfach- oder Mehrfach-Heterostruktur,
ausgebildet. Heterostrukturen können
sich durch eine vorteilhaft hohe interne Quanteneffizienz auszeichnen.
-
In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die
Detektorempfindlichkeit und/oder die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung
in einem zusammenhängenden
Wellenlängenbereich
von null verschieden.
-
In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die
Filterschichtstruktur dem aktiven Bereich auf der Strahlungseintrittsseite
nachgeordnet. Die Filterschichtstruktur ist vorzugsweise Teil des Halbleiterkörpers und
monolithisch im Halbleiterkörper
integriert. Der in der Filterschichtstruktur absorbierte Strahlungsanteil
trifft nicht auf den aktiven Bereich und in dem Wellenlängenbereich,
in dem die Filterschichtstruktur absorbiert, wird nur ein entsprechend
verringertes Signal erzeugt.
-
Die
Filterschichtstruktur enthält
bevorzugt ein III-V- oder II-VI-Halbleitermaterial, beispielsweise aus
einem der oben genannten Materialsysteme.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Wellenlängenbereich,
in dem die Filterschichtstruktur absorbiert, im wesentlichen zusammenhängend und/oder
umfasst im wesentlichen Wellenlängen
kleiner als λ0. Besonders bevorzugt ist die Bandlücke einer
Filterschicht der Filterschichtstruktur größer als die einer der Filterschichtstruktur
seitens des Halbleiterkörpers
nachgeordneten Funktionsschicht.
-
In
einer ersten vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die
Filterschichtstruktur im wesentlichen eine einzelne Filterschicht,
die eine direkte Bandlücke
und/oder eine indirekte Bandlücke
aufweist. Bevorzugt ist direkte Bandlücke größer als die Bandlücke einer
der Filterschicht seitens des aktiven Bereichs nachgeordneten Funktionsschicht.
-
Die
Filterschicht bestimmt weiterhin mit Vorzug durch Absorption von
Strahlung über
die indirekte Bandlücke
in einem Wellenlängenbereich
der Wellenlängen
kleiner als λ0 umfasst, die kurzwellige Seite der Detektorempfindlichkeit. Über die
Dicke der Filterschicht kann der Anteil der über die indirekte Bandlücke in der
Filterschicht absorbierten Strahlung bestimmt werden. Zweckmäßigerweise
beträgt
die Dicke der Filterschicht hierzu mehr als 1 μm, insbesondere 10 μm oder mehr.
-
Die
direkte Bandlücke
der Filterschicht bestimmt mit Vorzug die kurzwellige Grenze der
Detektorempfindlichkeit. Auf den Strahlungsdetektor einfallende
Strahlung mit Wellenlängen
kleiner der kurzwelligen Grenzwellenlänge wird im wesentlichen vollständig in
der Filterschicht absorbiert und im Wellenlängenbereich kleiner der Grenzwellenlänge wird
im wesentlichen kein Detektorsignal erzeugt.
-
GaP-
oder AlGaAs-haltige Halbleitermaterialien sind für eine Filterschicht in einem
Detektor gemäß der Augenempfindlichkeit
besonders geeignet, da sie sowohl eine direkte als auch eine indirekte Bandlücke aufweisen
können,
die für
die Augenempfindlichkeit geeigneten Wellenlängenbereichen entsprechen.
-
In
einer zweiten vorteilhaften Weiterbildung weist die Filterschichtstruktur
eine Mehrzahl von Filterschichten, bevorzugt unterschiedlicher Bandlücke und/oder
Dicke auf. Besonders bevorzugt bestimmt die Filterschichtstruktur über Absorption
von Strahlung über
eine direkte Bandlücke
der jeweiligen Filterschicht in einem Wellenlängenbereich, der Wellenlängen kleiner
als λ0 umfasst, die kurzwellige Seite der Detektorempfindlichkeit.
-
Verglichen
mit einer einzelnen Filterschicht, die über die indirekte Bandlücke die
kurzwellige Seite der Detektorempfindlichkeit bestimmt, kann mittels einer
Mehrzahl von Filterschichten und einer Absorption in der jeweiligen
Filterschicht im wesentlichen über
deren direkte Bandlücke
die Gesamtdicke der Filterschichtstruktur vorteilhaft gering gehalten
werden.
-
Mittels
einer Filterschichtstruktur mit einer Mehrzahl von Filterschichten,
die eine Dicke von 1 μm
oder weniger aufweist, kann bereits eine sehr gute Anpassung der
Detektorempfindlichkeit an die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung erzielt
werden.
-
Weiterhin
kann aufgrund der vergleichsweise geringen Schichtdicken der Filterschichten
eine abrupte Abnahme der Detektorempfindlichkeit für Wellenlängen kleiner
einer kurzwelligen Grenzwellenlänge
vermieden werden. Auch für
Wellenlängen kleiner
der größten direkten
Bandlücke
der Filterschichten der Filterschichtstruktur kann so noch ein signifikantes
Signal erzeugt werden.
-
Der
Halbleiterkörper
mit den Funktionsschichten ist gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung monolithisch integriert, beispielsweise durch epitaktisches
Aufwachsen auf einem Aufwachssubstrat, hergestellt. Dies erleichtert
die Herstellung eines erfindungsgemäßen Strahlungsdetektors.
-
In
einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Halbleiterkörper mit
dem aktiven Bereich, den Funktionsschichten und der Filterschichtstruktur
monolithisch integriert hergestellt. Ein derartiger monolithisch
integrierter Halbleiterchip kann demnach so ausgebildet sein, dass
die Empfindlichkeit des Halbleiterchips gemäß der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung
ausgebildet ist. Aufgrund eines derart monolithisch integriert ausgebildeten
Halbleiterkörpers
kann bei dem Strahlungsdetektor auf extern angeordnete Filter, wie
Interferenzfilter oder Monochromatoren, mit Vorteil verzichtet werden,
was die Ausbildung eines Strahlungsdetektors mit einem geringen Platzbedarf
erleichtert.
-
Die
Erfindung kann insbesondere als Umgebungslichtsensor entsprechend
der vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung verwendet werden.
-
Weitere
Verwendungen des Strahlungsdetektors können die Steuerung der Helligkeiten
von Beleuchtungseinrichtung oder Anzeigen, sowie des Ein- und/oder
Ausschaltzeitpunkts von Beleuchtungseinrichtungen umfassen. Solche
Beleuchtungseinrichtungen können
als Innen- und Außenraumbeleuchtungen
für Wohnungen,
Straßen
oder Autos sowie die Hinterleuchtungseinrichtungen von Displays, wie
etwa Displays von Mobiltelephonen oder sonstigen Telekommunikationsgeräten, Autodisplays,
-armaturenbrettern oder LCD-Bildschirmen realisiert sein. Für die letztgenannten
Anwendungen ist ein geringer Platzbedarf des Strahlungsdetektors
von besonderem Interesse.
-
Bei
den genannten Verwendungen der Erfindung ist die vorgegebene Empfindlichkeit
bevorzugt durch die des menschlichen Auges gegeben. Somit können etwa
die Helligkeiten der genannten Beleuchtungseinrichtungen – durch
Erhöhung
oder Erniedrigung der Helligkeit – vorteilhaft entsprechend der
Wahrnehmung durch das menschliche Auge gesteuert werden.
-
Weitere
Vorteile, Merkmale und Zweckmäßigkeiten
der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung des folgenden Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit den Figuren.
-
Es
zeigen
-
1 ein
erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Strahlungsdetektors
anhand einer schematischen Schnittansicht,
-
2 eine qualitative Darstellung des spektralen
Verlaufs der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen
Auges und der Detektorempfindlichkeit für zwei Varianten des ersten
Ausführungsbeispiels
in den 2a und 2b,
-
3 ein
zweites Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Strahlungsdetektors
anhand einer schematischen Schnittansicht,
-
4 eine qualitative Darstellung des spektralen
Verlaufs der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen
Auges und der Detektorempfindlichkeit für zwei Varianten des zweiten
Ausführungsbeispiels
in den 4a und 4b und
-
5 eine
qualitative Darstellung eines Vergleichs der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung des
menschlichen Auges und der Detektorempfindlichkeiten für einen
Detektor gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
und einen Detektor gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel.
-
Gleichartige
und gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
-
In
der 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strahlungsdetektors anhand
einer schematischen Schnittansicht dargestellt.
-
Ein
Halbleiterkörper 1 ist
auf einem Träger 2 angeordnet.
Seitens des Trägers 2 ist
im Halbleiterkörper
eine n-leitende Schicht 3 angeordnet, welcher Funktionsschichten 4a, 4b, 4c und 4d nachgeordnet sind,
die im wesentlichen den aktiven Bereich 5 des Halbleiterkörpers bilden
und der Detektorsignalerzeugung dienen. Den Funktionsschichten nachgeordnet
ist eine p-leitende Schicht 6 gefolgt von einer Filterschichtstruktur,
die eine Filterschicht 7 umfasst. Der Halbleiterkörper mit
der Filterschicht der n- und der p-leitenden Schicht und den Funktionsschichten ist
bevorzugt monolithisch integriert ausgebildet. Besonders bevorzugt
ist der Träger
durch das Aufwachssubstrat des Halbleiterkörpers gegeben. Der Halbleiterkörper ist
vorzugsweise durch Epitaxie (z.B. MOVPE) auf einem geeigneten Aufwachssubstrat
hergestellt.
-
Der
Träger 2 kann
jedoch auch vom Aufwachssubstrat des Halbleiterkörpers verschieden sein. Beispielsweise
kann der Träger
durch eine Schicht gegeben sein, auf der der Halbleiterkörper nach
der Herstellung auf dem Aufwachssubstrat auf seiner dem Aufwachssubstrat
gegenüberliegenden Seite
angeordnet wird. Das Aufwachssubstrat wird vorzugsweise nach der
Anordnung des Halbleiterkörpers
auf der Trägerschicht
abgelöst.
Zwischen der Trägerschicht
und dem Halbleiterkörper
ist vorzugsweise eine Spiegelschicht angeordnet. Diese Spiegelschicht
kann ein Metall, beispielsweise Ag, Au, Al, Pt oder eine Legierung
mit mindestens einem dieser Materialien enthalten oder daraus bestehen.
Die Effizienz des Strahlungsdetektors kann so vorteilhaft erhöht werden.
Derartige unter Ablösen
des Aufwachssubstrats hergestellte Halbleiterchips werden auch als
Dünnfilm-Chips
bezeichnet. Die relative Anordnung der n-leitenden und p-leitenden Schichten
zu den Funktionsschichten und der Filterschicht ist dann entsprechend
der Anordnung des Halbleiterkörpers auf
der derartigen Trägerschicht
gegebenenfalls in anderer Abfolge als in 1 dargestellt
ausgeführt. Die
Filterschicht ist gegebenenfalls nach der Anordnung auf dem Träger auf
die Struktur mit den Funktionsschichten und der n- und p-leitenden
Schicht aufgebracht.
-
Die
n- bzw. p-leitende Schicht ist bevorzugt derart hoch dotiert, dass
sich eine ausgedehnte Raumladungszone ausbildet, die von der p-leitenden bis
zur n-leitenden Schicht reicht. Die Funktionsschichten sind bevorzugt
innerhalb dieser Raumladungszone angeordnet. Eine derartige Raumladungszone
kann beispielsweise eine vertikale Ausdehnung von 1100 nm, vorzugsweise
1200 nm oder mehr haben, je nach Konzentration der Dotierstoffe.
-
Je
nach ihrer genauen Ausbildung – insbesondere
hinsichtlich Dicke und Bandlücke – können die
Funktionsschichten bestimmte Wellenlängen aus einer auf den Halbleiterkörper einfallenden
Strahlung 8 absorbieren. Mit der Absorption werden Elektron-Loch-Paare erzeugt,
die, sofern sie in der Raumladungszone erzeugt werden, zum Photostrom
beitragen. Die Stärke
des Photostroms in Abhängigkeit von
der Wellenlänge
bestimmt hierbei die Empfindlichkeit eines Detektors mit einem derartigen
Halbleiterkörper
bzw. Halbleiterchip (Halbleiterkörper
auf dem Träger)
als strahlungsdetektierendem Element.
-
Über die
Filterschicht 7 und die Anordnung und Ausbildung der Funktionsschichten 4a, 4b, 4c und 4d kann
die Empfindlichkeit des Halbleiterkörpers auf eine vorgegebene
spektrale Empfindlichkeitsverteilung, die ein Maximum bei einer
Wellenlänge λ0 aufweist,
abgestimmt werden.
-
Vorzugsweise
bewirkt die Filterschicht 7 hierbei die Anpassung der Detektorempfindlichkeit
an die vorgegebene Empfindlichkeit durch Absorption von Wellenlängen der
einfallenden Strahlung, die kleiner sind als die Wellenlänge λ0.
Strahlung mit Wellenlängen
in diesem Bereich trifft somit nur noch in verminderter Intensität auf den
aktiven Bereich und das in diesem Wellenlängenbereich erzeugte Signal
wird durch die Absorption an die vorgegebene Empfindlichkeitsverteilung
angepasst.
-
Die
durch Absorption von Strahlung in der Filterschicht erzeugten Elektron-Loch-Paare
tragen vorzugsweise im wesentlichen nicht zum Photostrom bei. Hierzu
ist die Filterschicht außerhalb
der Raumladungszone angeordnet. Durch eine derartige Anordnung der
Filterschicht außerhalb
der Raumladungszone wird die Abstimmung der Detektorempfindlichkeit
auf die vorgegebene Empfindlichkeitsverteilung vorteilhaft erleichtert,
da die Filterschicht von den Funktionsschichten entkoppelt ist und
somit die Gefahr eines störenden
Einflusses von in der Filterschicht erzeugten Elektron-Loch-Paaren
auf den Photostrom, der im Bereich der Funktionsschichten gemäß der vorgegebenen
Empfindlichkeitsverteilung erzeugt wird, verringert wird. Der für die Detektorempfindlichkeit
maßgebliche
Photostrom wird vorzugsweise im wesentlichen im aktiven Bereich
erzeugt.
-
Die
Filterschicht 7 bestimmt den Verlauf der kurzwelligen Seite
der Detektorempfindlichkeit bevorzugt durch Absorption über eine
indirekte Bandlücke.
Hierzu ist die Filterschicht zweckmäßigerweise entsprechend dick
ausgeführt.
-
Eine
direkte Bandlücke
der Filterschicht bestimmt vorzugsweise die kurzwellige Grenze der
Detektorempfindlichkeit. Für
Wellenlängen
kleiner der kurzwelligen Grenze verschwindet die Detektorempfindlichkeit
oder ist vernachlässigbar.
-
Der
Photostrom, der in den Funktionsschichten erzeugt wird, bestimmt
bevorzugt zumindest die langwellige Seite der Detektorempfindlichkeit
gemäß der vorgegebenen
Empfindlichkeitsverteilung für Wellenlängen größer als λ0.
Besonders bevorzugt entsprechen die Bandlücken der Funktionsschichten zumindest
teilweise Wellenlängen
größer als λ0.
Dadurch kann die Abstimmung der Detektorempfindlichkeit auf die
vorgegebene Empfindlichkeit auf der kurzwelligen Seite erleichtert
werden, da diese dann im wesentlichen nur durch die Filterschicht
bestimmt wird und so der Aufwand einer Abstimmung von Funktionsschichten
und Filterschicht aufeinander verringert werden kann.
-
Die
Funktionsschichten sind bevorzugt so ausgebildet, dass die für die Absorption
maßgebliche Bandlücke der
Funktionsschichten mit steigender Entfernung vom Träger zunimmt.
Die am weitesten von der Haupteinfallsebene der einfallenden Strahlung 8 auf
den Halbleiterkörper
beabstandete Funktionsschicht 4a weist demnach vorzugsweise
die kleinste Bandlücke
unter den Funktionsschichten und die der einfallenden Strahlung 8 zugewandte Funktionsschicht 4d die
größte Bandlücke unter
den Funktionsschichten auf.
-
Über die
Bandlücke
der Funktionsschichten kann die zu absorbierende Wellenlänge bzw.
der zu absorbierende Wellenlängenbereich
der jeweiligen Funktionsschicht eingestellt werden und die Dicke der
Funktionsschicht bestimmt den Anteil an absorbierter Strahlungsleistung
und somit den in der jeweiligen Funktionsschicht erzeugten Photostrom.
Bevorzugt ist der Halbleiterkörper
so ausgerichtet, dass die einfallende Strahlung 8 auf dem
Halbleiterkörper größtenteils
seitens der als Fensterschicht zum signalerzeugenden Bereich des
Halbleiterkörpers
dienenden Filterschicht 7 auftrifft.
-
Ein
Strahlungsdetektor mit einem derartigen Halbleiterkörper erlaubt
es, die Charakteristik des Strahlungsdetektors über die Anordnung und Ausgestaltung
der Filterschicht und der Funktionsschichten gemäß der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung zu
formen. Hinsichtlich der Funktionsschichten gilt dies bevorzugt
für die
langwellige Seite der Detektorempfindlichkeit, während die Filterschicht 7 bevorzugt
die kurzwellige Seite der Detektorempfindlichkeit gemäß der vorgegebenen
spektralen Empfindlichkeitsverteilung bestimmt.
-
Ein
derartiger Detektor kann sehr platzsparend und einfach hergestellt
werden. Auf zusätzliche externe
Filter zur Anpassung an die vorgegebene Empfindlichkeit kann verzichtet
werden.
-
Die
Anzahl der Funktionsschichten richtet sich bevorzugt nach der spektralen
Breite der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung. Je breiter die Verteilung,
desto höher
die Anzahl der Funktionsschichten. Es hat sich gezeigt, dass eine
Anordnung von vier unterschiedlichen Funktionsschichten in einer
Heterostruktur für
die Abstimmung des erzeugten Photostromes auf eine vorgegebene spektrale
Empfindlichkeitsverteilung, insbesondere die des menschlichen Auges,
oftmals gut geeignet ist.
-
Der
in 1 dargestellte Halbleiterkörper 1 kann mit elektrischen
Anschlüssen – beispielsweise auf
dem Halbleiterkörper
angeordneten Metallisierungen – versehen
werden, um das im Halbleiterkörper
erzeugte Signal weiter verarbeiten zu können. Die Anschlüsse können dabei
auf verschiedenen Seiten des Trägers
oder auf der Seite des Trägers
mit dem Halbleiterkörper
angeordnet sein. Sind die Anschlüsse
auf verschiedenen Seiten des Trägers
angeordnet, so ist der Träger
zur Erhöhung
seiner Leitfähigkeit
vorzugsweise entsprechend dotiert.
-
Weiterhin
kann der Halbleiterkörper
in einem Gehäuse
des Strahlungsdetektors angeordnet sein, das den Halbleiterkörper vor
schädlichen äußeren Einflüssen schützt. Auch
kann der Halbleiterkörper zumindest
teilweise von einer Umhüllung
umgeben oder umformt sein, die beispielsweise in einer Ausnehmung
des Gehäusekörpers angeordnet
sein kann. Vorzugsweise enthält
eine derartige Umhüllung
ein Reaktionsharz, zum Beispiel ein Acryl-, Epoxid- oder Silikonharz
oder ein Silikon. Eine Wand der Ausnehmung des Gehäusekörpers kann
mit einem reflexionssteigerndem, beispielsweise im wesentlichen
metallischem, Material versehen sein, wodurch mit Vorteil die auf
den Halbleiterkörper
einfallende Strahlungsleistung erhöht wird.
-
Besonders
bevorzugt ist der Strahlungsdetektor als oberflächenmontierbares Bauelement (SMD:
Surface Mountable Device) ausgeführt.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltung des Strahlungsdetektors ist dieser
zur Detektion von Strahlung gemäß der Empfindlichkeit
des menschlichen Auges ausgebildet, das ein Empfindlichkeitsmaximum
bei ungefähr λ0 =
555 nm (helladaptiert, Tagsehen) oder bei ungefähr λ0 =
500 nm (dunkeladaptiert, Nachtsehen) besitzt.
-
Für einen
Strahlungsdetektor gemäß der Augenempfindlichkeit,
insbesondere des helladaptierten menschlichen Auges, basiert der
Halbleiterkörper 1 bevorzugt
auf den III-V-Halbleitermaterialsystemen InxGayAl1-x-yP
oder InxGayAl1-x-yAs. Die Funktionsschichten 4a, 4b, 4c und 4d sind
bevorzugt aus diesen Materialsystemen ausgebildet. Die Bandlücken können hierbei über Variation
des Al-Gehalts eingestellt werden, wobei ein höherer Al-Gehalt größeren Bandlücken entsprechen
kann. Dies gilt zumindest für
Al-Gehalte, für
die die genannten Halbleitermaterialsysteme direkte Halbleiter bilden,
welche für
die Ausbildung der Funktionsschichten bevorzugt sind. Besonders
bevorzugt basiert der Halbleiterkörper auf In0,5(Ga1-xAlx)0,5P
oder InxGayAl1-x-yAs, wodurch die Herstellung von Funktionsschichten
mit definierter Bandlücke,
beispielsweise über
Variation des Al-Gehalts,
erleichtert werden kann.
-
Die
Filterschicht 7 ist in einem Strahlungsdetektor gemäß der Augenempfindlichkeit
vorzugsweise aus AlxGa1-xAs
(0 ≤ x ≤ 1) oder GaP
gebildet. Mit Vorteil können
Halbleiterkörper
mit den genannten Funktions- bzw. Filterschichtmaterialien monolithisch integriert
hergestellt sein. Beispielsweise ist der Träger durch das Aufwachssubstrat
gegeben, welches für
die oben genannten Materialsysteme beispielsweise GaAs enthalten
oder aus GaAs bestehen kann.
-
Die
für die
Filterschicht genannten Materialien können eine direkte und eine
indirekte Bandlücke aufweisen,
wobei die direkte Bandlücke
vorzugsweise einer Wellenlänge
kleiner als λ0 entspricht, die besonders bevorzugt die
kurzwellige Grenze der Detektorempfindlichkeit bestimmt.
-
GaP
beispielsweise weist eine direkte Bandlücke (EG ≈ 2,73 eV)
auf, die einer Wellenlänge
von ungefähr
455 nm entspricht, während
die direkte Bandlücke
(EG ≈ 2,53
eV) von Al0,8Ga0,2As
ungefähr 490
nm entspricht. Die Absorption von einfallender Strahlung über die
indirekte Bandlücke
bestimmt vorzugsweise die kurzwellige Seite der Detektorempfindlichkeit
für Wellenlängen kleiner λ0.
Der Anteil der über
die indirekte Bandlücke
absorbierten Strahlungsleistung kann über die Dicke der Filterschicht beeinflusst
werden.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Strahlungsdetektors
oder des Halbleiterkörpers weist
dessen Empfindlichkeit ein Maximum bei einer Wellenlänge λ0 auf,
die bevorzugt um 20 nm, besonders bevorzugt 10 nm, oder weniger
von der Wellenlänge λ0 des
Maximums der vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung
abweicht.
-
Die
vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung, insbesondere die
des menschlichen Auges, wird häufig
so angegeben, dass sie bei der Wellenlänge λ0 den
Wert 1 beziehungsweise 100% annimmt. Die Empfindlichkeit des Detektors,
die von der Signalstärke
abhängt,
wird häufig
in Ampere pro Watt der einfallenden Strahlungsleistung angegeben.
-
Zum
Vergleich der Detektorempfindlichkeit mit der vorgegebenen spektralen
Empfindlichkeitsverteilung ist es deshalb zweckmäßig, die beiden Empfindlichkeiten
so aneinander anzupassen, dass die vorgegebene Empfindlichkeitsverteilung
bei λ0 und die Detektorempfindlichkeit bei λD den
Wert 100% annehmen (relative Empfindlichkeiten). Die vorliegende
Beschreibung bezieht sich auf relative Empfindlichkeiten, sofern
nichts anderes angegeben ist.
-
In 2 ist der Verlauf der vorgegebenen Augenempfindlichkeit
und der relativen Detektorempfindlichkeit (Srel) für zwei Varianten
des ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Strahlungsdetektors
in Abhängigkeit
von der Wellenlänge
der einfallenden Strahlung in den 2a bzw. 2b qualitativ
dargestellt. Die Augenempfindlichkeit ist in 2 durch
die V(λ)-Kurve
entsprechend der CIE (Commission Internationale l'Eclairage) dargestellt.
-
In
den beiden Varianten entsprechend den 2a und 2b umfasst
der Strahlungsdetektor einen Halbleiterkörper gemäß 1, der monolithisch
integriert hergestellt ist und auf InxGayAl1-x-yP basiert.
Auf einem Aufwachssubstrat 2 aus GaAs wird der Halbleiterkörper epitaktisch,
beispielsweise mittels eines MOVPE-Verfahrens, gewachsen. Zunächst wird
auf dem GaAs-haltigen Substrat 2 eine ungefähr 100 nm
dicke hochdotierte (n+) n-leitende Schicht 3 aus
In0,5As0,5P gewachsen.
Nachfolgend wird der aktive Bereich 5 hergestellt, der
die im wesentlichen undotierten Funktionsschichten 4a (In0,5(Ga0,9Al0,1)0,5P, Dicke ≈20 nm, EG ≈ 1,97
eV, λG ≈ 630
nm), 4b (In0,5Ga0,7Al0,3)0,5P, Dicke ≈ 200 nm, EG ≈ 2,07
eV, λG ≈ 600
nm), 4c (In0,5(Ga0,6Al0,4)0,5P, Dicke ≈ 500 nm, EG ≈ 2,14
eV, λG 580 nm) und 4d (In0,5(Ga0,5Al0,5)0,5P, Dicke ≈ 400 nm, EG ≈ 2,20 eV, λG ≈ 565 nm) umfasst.
EG bezeichnet hierbei die maßgebliche
Bandlücke
des jeweiligen Materials und λG die dieser Bandlücke entsprechende Wellenlänge. Nachfolgend
wird eine ungefähr
100 nm dicke p-leitende hochdotierte (p+)
In0,5Al0,5P Schicht 6 gefolgt von
einer Filterschicht 7 hergestellt. Die von der n-leitenden 3 und
der p-leitenden Schicht 6 hervorgerufene Raumladungszone
erstreckt sich durch die Funktionsschichten. Die Filterschicht 7 ist
außerhalb
der Raumladungszone angeordnet.
-
Es
sei angemerkt, dass der Al-Gehalt der Funktionsschichten von dem
hier angeführten
Gehalt abweichen kann. So kann beispielsweise auch mit Funktionsschichten,
deren Al-Gehalt um 10% oder weniger, vorzugsweise um 5% oder weniger,
von dem oben angeführten
Al-Gehalt abweicht, gegebenenfalls ein Strahlungsdetektor gemäß der Augenempfindlichkeit
realisiert werden.
-
In
der ersten Variante gemäß 2a ist
die Filterschicht aus GaP und ungefähr 15 μm dick ausgebildet und die Detektorempfindlichkeit 10 bezogen auf
die Augenempfindlichkeit 9 dargestellt.
-
Das
Maximum der Augenempfindlichkeit und der Detektorempfindlichkeit
fallen dabei nahezu zusammen, wobei λD größer ist
als λ0. Die Abweichung der Wellenlänge beträgt bevorzugt
10 nm, besonders bevorzugt 5 nm, oder weniger. Die kurzwellige Seite 101 der
Detektorempfindlichkeit 10 wird dabei durch die Filterschicht 7 bestimmt.
Unterhalb einer Grenzwellenlänge λ1 (≈ 455 – 465 nm)
ist die Detektorempfindlichkeit nahezu Null. Diese Grenzwellenlänge entspricht
ungefähr
der direkten Bandlücke
(EG ≈ 2,73
eV) von GaP. Für
Wellenlängen
größer λ1 bestimmt
die Filterschicht 7 den Verlauf der kurzwelligen Seite
der Detektorempfindlichkeit durch Absorption über ihre indirekte Bandlücke. Da
GaP eine vergleichsweise flache Absorptionskante aufweist, ist die
Filterschicht mit 15 μm
relativ dick ausgeführt,
um die Anpassung der Detektorempfindlichkeit an die vorgegebene
Empfindlichkeitsverteilung im Wellenlängenbereich kleiner λ0 zu
erreichen.
-
Die
langwellige Seite 102 der Detektorempfindlichkeit wird
durch die Ausgestaltung der Funktionsschichten bestimmt. Für den Wellenlängenbereich
von ungefähr
550 bis ungefähr
600 nm, in dem die Detektor- und die vorgegebene Empfindlichkeit hohe Werte
aufweisen, sind die entsprechenden Funktionsschichten 4d und 4c wie
oben dargelegt mit 400 nm und 500 nm vergleichsweise dick ausgeführt, so
dass im Strahlungsdetektor in diesem Wellenbereich ein entsprechend
hohes Photostromsignal erzeugt wird. Die Schicht 4b dagegen
ist mit 200 nm vergleichsweise dünn
ausgeführt,
da für
Wellenlängen
im Bereich um oder größer ungefähr 600 nm
die Augenempfindlichkeit vergleichsweise gering ist. Im Bereich
größer ungefähr 620 bis
650 nm sowie im μm-Bereich
ist die Augenempfindlichkeit sehr gering und die entsprechende Funktionsschicht 4a deshalb mit
20 nm vergleichsweise dünn
ausgeführt.
-
Der
Strahlungsdetektor ist bevorzugt so ausgebildet, dass bei einer
beliebigen vorgegebenen Wellenlänge
Abweichungen der Detektorempfindlichkeit von der vorgegebenen Empfindlichkeitsverteilung
bevorzugt kleiner als 20%, besonders bevorzugt kleiner als 15% ist.
Für Empfindlichkeitswerte größer als
60% ist die Abweichung der beiden Empfindlichkeiten bei einer beliebigen
vorgegebenen Wellenlänge
bevorzugt kleiner als 10%, besonders bevorzugt kleiner als 5%.
-
Mit
einer 15 μm
dicken Schicht ist ein derartiger Halbleiterkörper 1 für einen
erfindungsgemäßen Strahlungsdetektor
jedoch vergleichsweise dick ausgeführt.
-
In
der zweiten Variante gemäß 2b ist
die Filterschicht 7 im wesentlichen aus Al0,80Ga0,20As und ungefähr 1,5 μm dick ausgeführt.
-
Die
langwellige Seite 102 der Detektorempfindlichkeit 10 ist
wie in 2a durch die Funktionsschichten
bestimmt. Diese sind wie in 2a angeordnet
und ausgestaltet, so dass die langwellige Seite 102 der
Detektorempfindlichkeit 10 im wesentlichen mit der aus 2a übereinstimmt.
Die durch die Filterschicht 7 bestimmte kurzwellige Seite 101 weicht
in 2b jedoch von dem in 2a gezeigten
Verlauf und der Augenempfindlichkeit 9 ab. Da die kurzwellige
Seite in diesem Ausführungsbeispiel von
einer AlGaAs-haltigen Filterschicht bestimmt wird und Al0,80Ga0,20As eine
verglichen mit GaP steilere Absorptionskante aufweist, ist der Verlauf
der Detektorempfindlichkeit 10 im kurzwelligen Bereich 101 verglichen
mit dem in 2a gezeigten Verlauf steiler.
-
Das
Maximum der Detektorempfindlichkeit λD liegt
bei ungefähr
560 bis 565 nm und somit leicht rechts von dem der vorgegebenen
spektralen Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen Auges, das bei λ0 ungefähr 555 nm
liegt. Die kurzwellige Grenzwellenlänge λ1 liegt
bei ungefähr
475 nm bis 490 nm, was ungefähr
der direkten Bandlücke
(EG ≈ 2,53
eV) von Al0,80Ga0,20As
entspricht.
-
In 3 ist
ein zweites Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Strahlungsdetektors
anhand einer Schnittansicht schematisch dargestellt.
-
Im
wesentlichen entspricht das zweite Ausführungsbeispiel gemäß 3 dem
in 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel. Im Unterschied
hierzu ist eine Filterstruktur 70 mit einer Mehrzahl von
Filterschichten 7a, 7b und 7c im Halbleiterkörper 1 monolithisch
integriert. Die Filterschichten weisen vorzugsweise unterschiedliche
Bandlücken
und/oder Dicken auf. Insbesondere kann die p-leitende Schicht 6 auch zur
Filterung ausgebildet sein, was jedoch nicht zwingend notwendig
ist. Bevorzugt ist zumindest eine, besonders bevorzugt sind alle,
Filterschichten der Filterschichtstruktur hochdotiert, etwa p-leitend (p+).
-
Die
Absorption in den Filterschichten der Filterschichtstruktur erfolgt
im wesentlichen über
eine direkte Bandlücke
der jeweiligen Filterschicht. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel
gemäß 1,
in dem die Filterung und insbesondere die Anpassung der Detektorempfindlichkeit auf
der kurzwelligen Seite hauptsächlich
durch Absorption über
die indirekte Bandlücke
erfolgt, kann die Filterschichtstruktur gemäß 3 vergleichsweise
dünn ausgeführt sein. Insbesondere
kann die Dicke der Filterschichtstruktur 70 insgesamt 1 μm, vorzugsweise
0,9 μm oder
0,8 μm oder
weniger betragen. Der Halbleiterkörper 1 ist mit Vorzug
monolithisch integriert ausgebildet.
-
Mit
einer Verringerung der Dicke der Filterschichtstruktur sinken, etwa
aufgrund verringerter Epitaxiezeiten, mit Vorteil die Herstellungskosten
für einen
derartigen Halbleiterkörper.
-
Insbesondere
kann über
eine Filterschichtstruktur 70 mit einer Mehrzahl von Filterschichten
ein vergleichsweise schneller Abfall der Detektorempfindlichkeit
im Bereich der direkten Bandlücke
einer Filterschicht etwa wie im Bereich um λ1 in 1 vermieden
werden. Die Detektorempfindlichkeit kann somit auch im Bereich einer
direkten Bandlücke
einer Filterschicht oder im Bereich einer auslaufenden kurzwelligen
Flanke der vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung an
die vorgegebene Verteilung angepasst werden.
-
In 4 ist der spektrale Verlauf der vorgegebenen
Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen Auges und der Detektorempfindlichkeit
für zwei Varianten
des zweiten Ausführungsbeispiels
in den 4a und 4b qualitativ
dargestellt.
-
In 4 ist jeweils für die beiden Varianten des
zweiten Ausführungsbeispiels
die Responsivität des
Strahlungsdetektors in Ampere des erzeugten Photostromes pro Watt
der einfallenden Strahlungsleistung in Abhängigkeit von der Wellenlänge der
auf den Strahlungsdetektor einfallenden Strahlung 8 aufgetragen.
-
Die
langwellige Seite 102 der Detektorempfindlichkeit 10 gemäß 4a und 4b wird
jeweils durch die Funktionsschichten 4a, 4b, 4c und 4d,
die z.B. wie in 2 ausgebildet sind,
im aktiven Bereich 5 bestimmt. Die langwellige Seite 102 verläuft im wesentlichen
entsprechend der langwelligen Seite der vorgegebenen spektralen
Empfindlichkeitsverteilung 9 des menschlichen Auges. Im
wesentlichen entspricht der Verlauf der langwelligen Seite dem in 2 gezeigten.
-
Unterschiede
zeigen sich jedoch auf der kurzwelligen Seite 101 der Detektorempfindlichkeit. Verglichen
mit der Detektorempfindlichkeit 10 in 2a oder 2b ist
die Anpassung aufgrund der Mehrzahl von Filterschichten unterschiedlicher
Bandlücke
und/oder Dicke in der Filterschichtstruktur vorteilhaft verbessert.
-
Es
hat sich gezeigt, dass für
die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen
Auges eine Anzahl von drei Filterschichten 7a, 7b und 7c besonders
vorteilhaft ist.
-
Die
Detektorempfindlichkeit 10 gemäß 4a ergibt
sich etwa mittels einer Filterschichtstruktur, die eine Filterschicht 7a (In0,5Al0,5P, Dicke ≈ 400 nm), 7b (In0,5(Ga0,3Al0,7)0,5P, Dicke ≈ 250 nm) und 7c (GaP,
Dicke 100 nm) umfasst. Mit Vorzug ist, falls die p-leitende Schicht 6,
wie in 3 dargestellt, als Filterschicht ausgebildet ist,
die n-leitende Schicht 3 (In0,5Al0,5P, Dicke ≈ 400 nm) in Zusammensetzung und
Dicke entsprechend der p-leitenden Schicht ausgeführt. Die
Dicke der Filterschichtstruktur ergibt sich in der Folge als ungefähr 750 nm.
-
Bei
der Wellenlänge λ0 ≈ 555 nm des
Maximums der Empfindlichkeit des helladaptierten Auges beträgt die Responsivität des Strahlungsdetektors ungefähr 0,4 A/W.
Auch für
Wellenlängen
kleiner ungefähr
460 nm ist eine Anpassung der Detektorempfindlichkeit an die vorgegebene
spektrale Empfindlichkeitsverteilung aufgrund der Mehrzahl von Filterschichten 7a, 7b und 7c gegeben.
Die GaP-haltige Filterschicht 7c ist verglichen mit der
Filterschicht 7 gemäß 2a sehr
dünn ausgeführt und
dient im wesentlichen lediglich als Kontaktschicht für einen nicht
dargestellten auf ihr angeordneten Anschluss, da sich GaP durch
vorteilhafte Kontakteigenschaften zu metallhaltigen Kontakten und
zu Materialien aus dem III-V-Halbleitermaterialsystem InxGayAl1-x-yP
auszeichnet.
-
Die
p-leitende Schicht 6 ist als Filterschicht 7a zur
Filterung verglichen mit den Varianten gemäß 2a und 2b mit
400 nm vergleichsweise dick ausgeführt.
-
Eine
Filterschichtstruktur 70 für einen Strahlungsdetektor
mit einer Empfindlichkeit gemäß 4b umfasst
beispielsweise eine Filterschicht 7a (In0,5Al0,5P, Dicke ≈ 400 nm), 7b (Al0,7Ga0,3As, Dicke ≈ 250 nm) und 7c (Al0,8G0,2As, Dicke ≈ 200 nm).
Das Maximum der Responsivität
dieses Strahlungsdetektors liegt etwas unter dem des Detektors gemäß 4a bei
ungefähr
0,37 A/W. Die Gesamtdicke der Filterschichtstruktur beträgt ungefähr 850 nm.
-
In 4b ist
die langwellige Seite 101 auch im Bereich vergleichsweise
geringer Wellenlängen, etwa
kleiner als 490 nm, gut an die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung 9 angepasst.
-
Insgesamt
kann mittels einer Mehrzahl von Filterschichten und Absorption im
wesentlichen über die
direkten Bandlücken
der Filterschichten die Anpassung der Detektorempfindlichkeit an
die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung verbessert werden.
Gleichzeitig wird eine vorteilhaft geringe Dicke der Filterschichtstruktur
erzielt.
-
In 5 sind
zum Vergleich der Ausführungsbeispiele
gemäß 1 und 3 die
Empfindlichkeit 102a eines Strahlungsdetektors gemäß 2a,
die Empfindlichkeit 104b eines Strahlungsdetektors gemäß 4b und
die vorgegebene spektrale Empfindlichkeit 9 des menschlichen
Auges relativ zueinander qualitativ dargestellt. Bei der Kurve 102a tritt
eine durch die vergleichsweise Dicke Filterschicht bedingte kurzwellige
Grenze λ1 auf, jenseits derer die Detektorempfindlichkeit
im wesentlichen vernachlässigbar
ist. Bei der Kurve 104b dagegen ist auch im Bereich von
Wellenlängen
kleiner als λ1 eine gute Anpassung der Detektorempfindlichkeit
an die Augenempfindlichkeit gegeben.
-
Der
Strahlungsdetektor kann bei der Erfindung derart ausgebildet werden,
dass bei einer beliebigen vorgegebenen Wellenlänge die relative Detektorempfindlichkeit
und die vorgegebene spektrale Empfindlichkeitsverteilung um 20%,
bevorzugt 10%, besonders bevorzugt 5%, oder weniger voneinander abweichen.
-
Es
sei angemerkt, dass die Erfindung nicht auf Strahlungsdetektoren
gemäß der Augenempfindlichkeit
beschränkt
ist. Durch geeignete Ausbildung der Funktionsschichten und der Filterschicht
können auch
weitere Detektorempfindlichkeiten, beispielsweise gemäß einer
vorgegebenen spektralen Rechteckverteilung, realisiert werden. Weiterhin
ist die Anzahl der Funktionsschichten – vier Funktionsschichten im
Ausführungsbeispiel – nicht
als beschränkend anzusehen.
Es kann auch eine hiervon abweichende Anzahl von Funktionsschichten
in einem erfindungsgemäßen Strahlungsdetektor
vorgesehen sein.
-
Weiterhin
sei angemerkt, dass die Funktionsschichten des aktiven Bereichs
bei der Erfindung nicht notwendigerweise in einer für die jeweilige Funktionsschicht
charakteristischen, festen Zusammensetzung nacheinander hergestellt
werden müssen,
etwa in den weiter oben angegebenen Zusammensetzungen der Funktionsschichten 4a, 4b, 4c und 4d mit
jeweiligem Al-Gehalt.
-
Vielmehr
können
die Funktionsschichten auch in einem Funktionsbereich mittels gezielter
Variation eines Herstellungsparameters beim Herstellen des Funktionsbereichs
ausgebildet sein. Bevorzugt kann über den Herstellungsparameter
die Bandlücke im
Funktionsbereich, besonders bevorzugt während der Epitaxie und in Wachstumsrichtung,
variiert werden. Der Herstellungsparameter kann abschnittsweise
oder insgesamt kontinuierlich, vorzugsweise linear, variiert werden.
Mit Vorzug wird der Herstellungsparameter von einem vorgegebenen
Anfangs- bis zu einem vorgegebenen Endwert variiert. Anfangs- und Endwert
hängen
dabei von der vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung
ab.
-
Für Wellenlängenbereiche,
in denen eine relativ hohe Signalstärke erwünscht ist, kann der Herstellungsparameter
bei der Epitaxie in Bezug auf die Wachstumsgeschwindigkeit in vertikaler
Richtung vergleichsweise langsam variiert werden, so dass im Funktionsbereich
eine "Funktionsschicht" vergleichsweise
hoher "Dicke" ausgebildet wird, über deren vertikalen
Verlauf sich der Herstellungsparameter nur relativ langsam ändert oder
im wesentlichen konstant ist.
-
Beispielsweise
kann der Al-Gehalt entsprechend den Funktionsschichten 4a, 4b, 4c und 4d aus 1 für die vorgegebene
spektrale Empfindlichkeitsverteilung des menschlichen Auges während der
Herstellung eines Funktionsbereichs kontinuierlich von 0,1 (Anfangswert) über 0,3
und 0,4 bis 0,5 (Endwert) variiert werden, wobei für die dicker
ausgeführten
Funktionsschichten der Al-Gehalt in Bezug auf die Wachstumsgeschwindigkeit
der Funktionsschicht langsamer variiert wird als bei einer dünner ausgeführten Funktionsschicht.
-
Im
Wertebereich zwischen den für
Funktionsschichten gewünschten
Werten des Herstellungsparameters – zum Beispiel zwischen einem Al-Gehalt
von 0,1 und 0,3 – wird
der Herstellungsparameter in Bezug auf die Wachstumsgeschwindigkeit vorzugsweise
vergleichsweise schnell variiert.
-
Ein
derartiger mittels Variation eines Herstellungsparameters ausgebildeter
Funktionsbereich kann als graded index separate confinement heterostructure
(kurz: Grinsch-Struktur) ausgeführt
sein. Der Begriff "graded
Index" bezieht sich
auf eine, etwa graduelle, Variation des Herstellungsparameters,
die oftmals mit einer Änderung
des Brechungsindexes einher geht. Etwaige Barriereschichten für Ladungsträger im Funktionsbereich
können
außerhalb
des Funktionsbereichs ausgebildet werden (separate confinement)
und insgesamt kann der Funktionsbereich als Heterostruktur (heterostructure)
ausgebildet sein.
-
Ein
mittels Variation eines Herstellungsparameters ausgebildeter Funktionsbereich
ist mit Vorteil vergleichsweise tolerant gegenüber Schwankungen oder leichten
Abweichungen von für
die Funktionsschichten gewünschten
Werten des Herstellungsparameters während der Herstellung des Funktionsbereichs.
Bei separat nacheinander hergestellten Funktionsschichten mit jeweils
getrennt eingestelltem konstantem Herstellungsparameter besteht
die Gefahr, dass geringe Abweichungen vom Wert des Herstellungsparameters
bereits vergleichsweise große
Abweichungen der spektralen Empfindlichkeitsverteilung des Detektors
von der vorgegebenen spektralen Empfindlichkeitsverteilung nach
sich ziehen. Mittels einer Herstellung eines Funktionsbereichs über Variation
eines Herstellungsparameters von einem Anfangs- zu einem Endwert,
kann diese Gefahr verringert werden. Es müssen lediglich über die
vorgegebene spektrale Emfindlichkeitsverteilung vorgegebene Anfangs-
und Endwerte bei der Herstellung des Funktionsbereichs vergleichsweise genau
realisiert werden, während
im Bereich zwischen diesen Werten die Toleranz gegenüber Abweichungen
von für Funktionsschichten
gewünschten
Werten vorteilhaft erhöht
ist.
-
Die
Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr
umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination
von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in
den Patentansprüchen
beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst
nicht explizit in den Patentansprüchen oder den Ausführungsbeispielen
angegeben ist.