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Die
Erfindung betrifft ein Leistungshalbleitermodul. Derartige Leistungshalbleitermodule
enthalten üblicherweise
ein oder mehrere Leistungshalbleiterbauelemente, beispielsweise
IGBTs, Dioden, usw., die auf einem Träger angeordnet und elektrisch
miteinander verschaltet sind. Dadurch entsteht eine Leistungshalbleiter-Baugruppe,
die bei bestimmten Schaltungsanwendungen mit einer oder mehreren gleichartigen
Leistungshalbleiter-Baugruppen elektrisch verschaltet werden muss.
Die elektrische Verschaltung erfolgt dabei üblicherweise mittels Schraubklemmen.
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Des
weiteren weisen derartige Leistungshalbleiter-Baugruppen eine relative
hohe Wärmeentwicklung
auf, so dass entsprechende Maßnahmen zur
Wärmeabfuhr
erforderlich sind. In der Regel wird dazu ein Kühlkörper verwendet, der mit der
Leistungshalbleiter-Baugruppe in thermischen Kontakt gebracht wird.
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Ist
im Servicefall ein Austausch einer derartigen Leistungshalbleiter-Baugruppe
erforderlich, so müssen
hierzu die elektrischen Verbindungen gelöst und der Kühlkörper entfernt
werden. Nach dem Austausch der Leistungshalbleiter-Baugruppe müssen die
entsprechenden elektrischen Verbindungen wiederhergestellt und der
Kühlkörper montiert
werden, was entsprechend viel Zeit erfordert, sich dementsprechend
also in Kosten für
Ausfallzeiten der Leistungshalbleiter-Baugruppe sowie in den Servicekosten
niederschlägt.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Leistungshalbleitermodul
bereitzustellen, das auf einfache Weise schnell und kostengünstig montiert
bzw. ausgetauscht werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Leistungshalbleitermodul gemäß Anspruch
1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Das
erfindungsgemäße Leistungshalbleitermodul
weist eine Leistungshalbleiter-Baugruppe und einen Kühlkörper auf,
wobei die Leistungshalbleiter-Baugruppe einen Träger mit zwei einander gegenüberliegenden,
jeweils eine Metallisierung aufweisende Seiten umfasst, auf denen
jeweils wenigstens ein Leistungshalbleiterbauelement angeordnet ist.
Des weiteren weist die Leistungshalbleiter-Baugruppe zu ihrer elektrischen
Kontaktierung steckbare Anschlusskontakte auf. Der Kühlkörper umfasst
einen ersten Kühlkörperabschnitt
und einen zweiten Kühlkörperabschnitt,
sowie einen zwischen diesen Kühlkörperabschnitten
angeordneten Raumbereich auf. In diesen Raumbereich ist die Leistungshalbleiter-Baugruppe
zumindest teilweise eingeführt,
so dass zumindest eines der Leistungshalbleiterbauelemente (10a-e, 20a-e, 30a-e, 40a-e)
mit dem Kühlkörper (90)
in thermischem Kontakt steht.
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Die
Leistungshalbleiter-Baugruppe und ein auf diese aufgesteckter Kühlkörper bilden
somit eine Einheit und können
daher auf einfache Weise gemeinsam montiert bzw. demontiert werden.
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Ein
Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermoduls
und eines Baugruppenträgers
wird nachfolgend anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Es
zeigen:
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1 das
Schaltbild eines erfindungsgemäßen Halbleitermoduls,
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2a eine
Draufsicht auf eine erste Seite einer Leistungshalbleiter-Baugruppe
eines erfindungsgemäßen Halbleitermoduls,
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2b einen
Querschnitt durch die Leistungshalbleiter-Baugruppe gemäß 2a,
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2c eine
Draufsicht auf eine der ersten Seite der Leistungshalbleiter-Baugruppe
gemäß den 2a und 2b gegenüberliegende
zweite Seite,
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3 ein
erfindungsgemäßes Leistungshalbleitermodul
mit einer in den Hohlraum eines Kühlkörpers eingesteckten Leistungshalbleiter-Baugruppe,
das in einen Baugruppenträger
eingesteckt ist, im Querschnitt,
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4 eine
Anzahl von Leistungshalbleitermodulen gemäß 3, die in
demselben Baugruppenträger
eingesteckt sind im Querschnitt,
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5 eine
Seitenansicht auf eine Anzahl in einem Baugruppenträger eingesteckter
Leistungshalbleitermodule,
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5b eine Rastvorrichtung, mittels der ein erfindungsgemäßes Leistungshalbleitermodul
mit dem Gehäuse
eines Baugruppenträgers
einrastbar ist, im Querschnitt,
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6 einen
Ausschnitt eines in ein Gehäuse eingeschobener
Leistungshalbleitermoduls, das an seinem offenen Ende mit einer
Klammer versehen ist, im Querschnitt,
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7a eine
Draufsicht auf das mit einer Klammer versehene Leistungshalbleitermodul
gemäß 6,
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7b eine
Seitenansicht des mit einer Klammer versehenen Leistungshalbleitermoduls
gemäß 7a,
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7c eine
Rastvorrichtung, mittels der ein erfindungsgemäßes Leistungshalbleitermodul
mit dem Gehäuse
eines Baugruppenträgers
verrastbar ist, im Querschnitt, und
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8 eine
Seitenansicht eines in einem Gehäuse
angeordneten Baugruppenträgers
mit einer Anzahl von Sammelleitern.
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1 zeigt
ein Schaltbild einer Halbbrücke, wie
sie gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform in
einem erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermodul
realisiert ist. Sämtliche
in dem Schaltbild dargestellten Komponenten sind in einer Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 eines
erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermoduls
enthalten.
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Die
Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 umfasst einen ersten
und einen zweiten IGBT 10 bzw. 20. Zur Laststrecke
des ersten IGBTs 10 ist eine erste Diode 30 parallel
geschaltet. Entsprechend ist zur Laststrecke des zweiten IGBTs 20 eine
zweite Diode 40 parallel geschaltet. Zu ihrer äußeren elektrischen Kontaktierung
weist die Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 eine Anzahl
von Anschlusskontakten 101, 102, 103, 111, 113, 121 und 123 auf.
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Der
Kollektor 12 des ersten IGBTs 10 und die Kathode 32 der
ersten Diode 30 sind miteinander sowie mit dem ersten Anschlusskontakt 101,
der dem Eingang für
die positive Spannungsversorgung entspricht, elektrisch verbunden.
Der Emitter 21 des zweiten IGBTs 20 ist mit der
Anode 41 der zweiten Diode 40 sowie mit dem zweiten
Anschlusskontakt 102 der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100,
der den Eingang für
die negative Versorgungsspannung der Halbbrücke darstellt, elektrisch verbunden.
Des weiteren sind der Emitter 11 des ersten IGBT 10,
der Kollektor 22 des zweiten IGBT 20, die Anode 31 der
ersten Diode 30 und die Kathode 42 der zweiten
Diode 40 untereinander sowie mit einem dritten Anschlusskontakt 103 der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 verbunden.
Der dritte Anschlusskontakt 103 stellt den Ausgang der
Halbbrücke,
d.h. deren Lastanschluss dar.
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Die
gezeigte Halbbrücke
weist einen oberen Halbbrückenzweig
und einen unteren Halbbrückenzweig
auf. Der obere Halbbrückenzweig
umfasst den ersten IGBT 10 und die erste Diode 30,
sowie einen ersten Gate-Widerstand 61. Entsprechend umfasst
der untere Halbbrückenzweig
den zweiten IGBT 20, die zweite Diode 40 sowie
einen zweiten Gate-Widerstand 62. Der Emitter 11 des
ersten IGBT 10 ist mit einem vierten Anschlusskontakt 111 der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 verbunden.
Des weiteren ist ein Gate 13 des ersten IBGTs 10 über den
ersten Gate-Widerstand 61 mit einem fünften Anschlusskontakt 113 der
Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 verbunden. Der Emitter 21 des
zweiten IGBT 20 ist mit einem sechsten Anschlusskontakt 123 der Leistungshalbleiter-Baugruppe
verbunden. Ein Gate 23 des zweiten IGBT 20 ist über den
zweiten Gate-Widerstand 62 mit einem siebten Anschlusskontakt 123 der
Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 verbunden. Der fünfte Anschlusskontakt 113 stellt den
Steueranschluss des oberen Halbbrückenzweigs dar. Entsprechend
stellt der siebte Anschlusskontakt 123 den Steueranschluss
des unteren Halbbrückenzweigs
dar.
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2a zeigt
eine Leistungshalbleiter-Baugruppe eines erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermoduls
in Draufsicht. Die Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 umfasst
einen Träger 50,
der vorzugsweise plattenartig ausgebildet ist und der eine beliebige,
vorzugsweise rechteckige Form aufweist. Der Träger 50 ist bevorzugt
aus keramischem Material oder aus Kunststoff gebildet. Der Träger kann
jedoch ebenso aus Metall, beispielsweise aus Kupfer, Aluminium oder
Legierungen dieser sowie anderer Metalle, gebildet und als Stranggussprofil
hergestellt sein.
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Die
in 2a gezeigte Ansicht zeigt eine erste Seite 51 des
Trägers 50,
die eine strukturierte Metallisierung 53 mit Abschnitten 101a, 101b, 101c, 103a, 103b und 113 aufweist.
Die Abschnitte 101a, 101b und 101c sind
elektrisch leitend miteinander verbunden und entsprechen dem in 1 gezeigten Anschluss 101.
Ebenso sind die Abschnitte 103a und 103b elektrisch
leitend miteinander verbunden und entsprechen dem in 1 gezeigten
Anschluss 103.
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Auf
der ersten Seite 51 des Trägers 50 ist eine Anzahl
von IGBT-Chips 10a-10e angeordnet. Die IGBT-Chips 10a-10e sind
zueinander parallel geschaltet und bilden zusammen den in 1 dargestellten
ersten IGBT 10. Die Kollektor-Anschlüsse der IGBT-Chips 10a-10e der
strukturierten Metallisierung 53 zugewandt und elektrisch
leitend mit dem Abschnitt 101c der Metallisierung 53 verbunden,
bevorzugt mit diesem verlötet.
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Auf
ihrer der Metallisierung 53 abgewandten Seite weisen die
IGBT-Chips 10a-10e jeweils einen Gate-Anschluss 13a-13e sowie
Emitter-Anschlüsse 11a-11e auf.
Die elektrische Verschaltung dieser der Metallisierung 53 abgewandten
Seite der IGBT-Chips 10a-10e erfolgt mittels einer
Folientechnik, wie dies in 2a beispielhaft
anhand der Gate-Anschlüsse 13a-13e veranschaulicht
ist. Die Gate-Anschlüsse 13a-13e sind
mittels Verbindungsleitungen 73 elektrisch leitend miteinander
verbunden. Die miteinander verbunden Gate-Anschlüsse 13a-13e sind
des weiteren über
den ersten Gate-Widerstand 61 leitend mit einem Abschnitt 113 der
strukturierten Metallisierung 53 verbunden. Der Abschnitt 113 stellt
den fünften
Anschlusskontakt 113 der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100,
als deren Steueranschluss für den
oberen Halbbrückenzweig,
dar.
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Die
Verbindungsleitungen 73 sind vorzugsweise als flache, elektrisch
leitende, beispielsweise metallische Leiterbahnen ausgeführt. Die
Verbindungsleitungen 73 sowie eine Verbindungsleitung 75,
die den ersten Gate-Widerstand 61 mit dem Abschnitt 113 der
strukturierten Metallisierung 53 verbindet, sind Bestandteil
der erwähnten
Folientechnik. Im Rahmen die ser Folientechnik kann der erste Gate-Widerstand 61 als
Schichtwiderstand ausgeführt
sein.
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Um
die Verbindungsleitungen 73, 75 bzw. den ersten
Gate-Widerstand 61 gegenüber anderen Komponenten
der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 elektrisch zu isolieren,
ist in 2a beispielhaft eine erste Isolierfolie 71 dargestellt,
die insbesondere zwischen den Verbindungsleitungen 73, 75 bzw.
dem ersten Gate-Widerstand 61 und den Abschnitten 101a, 103b, 103a und 101b der
strukturierten Metallisierung 53 sowie den Emitter-Anschlüssen 11a-11e angeordnet
ist. Auch die erste Isolierfolie 71 ist Bestandteil der
erwähnten
Folientechnik.
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Die
Emitteranschlüsse 11a-11e sind
in entsprechender Weise, was in 2a nicht
dargestellt ist, mit dem Abschnitt 103a der strukturierten
Metallisierung 53 elektrisch leitend verbunden.
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Auf
der ersten Seite 51 des Trägers 50 sind außerdem Dioden-Chips 30a-30e angeordnet,
deren Kathoden-Anschlüsse
dem Abschnitt 101c der strukturierten Metallisierung 53 zugewandt
und elektrisch leitend mit diesem verbunden sind. Die der strukturierten
Metallisierung 53 abgewandten Anodenanschlüsse 31a-31e der
Dioden-Chips 30a-30e sind, was in 2a nicht
dargestellt ist, mittels der Folientechnik elektrisch leitend mit
dem Abschnitt 103a der strukturierten Metallisierung 53 verbunden.
Die Dioden-Chips 30a-30e bilden zusammen die in 1 dargestellte
erste Diode 30.
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Um
die in der beschriebenen Weise auf der ersten Seite 51 des
Trägers 50 angeordneten
Komponenten elektrisch voneinander zu isolieren und die Möglichkeit
zur Kontaktierung mit einem Kühlkörper zu
schaffen, kann auf der ersten Seite 51 des Trägers 50 noch
ein elastischer, wärmeleitender
Isolator angeordnet sein, der beispielsweise aus einem mit wärmeleitenden
Füllstoffen
angereicherten Elastomer gebildet sein kann. Mit tels eines derartigen
elastischen, wärmeleitenden
Isolators ist es möglich,
eine bevorzugt ebene, gleichmäßige Oberfläche zu schaffen,
die sich zur thermischen Kontaktierung mit einem Kühlkörper eignet.
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Eine
Ansicht der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 von einer
der ersten Seite 51 gegenüberliegenden zweiten Seite 52 des
Trägers 50 ist
in 2c dargestellt.
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Die
zweite Seite 52 weist eine strukturierte Metallisierung 54 mit
Abschnitten 102a, 102b, 102c, 103c, 103d und 123 auf.
Die Abschnitte 102a, 102b und 102c sind
elektrisch leitend miteinander verbunden und entsprechen dem in 1 gezeigten
Anschluss 102. Ebenso sind die Abschnitte 103c und 103c elektrisch
leitend miteinander sowie mittels nicht dargestellter Durchkontaktierungen
mit den in 2a dargestellten, auf der ersten
Seite 51 des Trägers 50 angeordneten
Abschnitten 103a und 103b elektrisch verbunden
und entsprechen elektrisch dem in 1 gezeigten
Anschluss 103.
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Des
weiteren ist auf der zweiten Seite 52 eine Anzahl IGBT-Chips 20a-20e angeordnet,
die parallel zueinander geschaltet sind und die zusammen den in 1 dargestellten
zweiten IGBT 20 bilden. Entsprechend ist auf der zweiten
Seite 52 des Trägers 50 eine
Anzahl Dioden-Chips 40a-40e angeordnet, die ebenfalls
parallel zueinander geschaltet sind und die zusammen die in ebenfalls
in 1 dargestellte zweite Diode 40 bilden.
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Die
Kollektoren der IGBT-Chips 20a-20e sind auf deren
dem Abschnitt 103d der strukturierten Metallisierung 54 zugewandten
Seite angeordnet und elektrisch leitend mit diesem Abschnitt 103b elektrisch
verbunden, bevorzugt mit diesem Abschnitt 103b verlötet. Entsprechend
sind die Kathoden-Anschlüsse
der Dioden-Chips 40a-40e auf deren dem Abschnitt 103d zugewandten
Seite angeordnet und elektrisch leitend mit diesem Abschnitt 103d verbunden.
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Auf
der der Metallisierung 54 des Trägers 50 abgewandten
Seite der IGBT-Chips 20a-20e bzw. der Dioden-Chips 40a-40e sind
deren Gate-Anschlüsse
der 23a-23e, deren Emitteranschlüsse 21a-21e bzw.
deren Anoden-Anschlüsse 41a-41e angeordnet
und mittels einer Folientechnik, wie anhand von 2a erläutert, elektrisch
verschaltet. Diese Verschaltung ist in 2c beispielhaft
für die Gate-Anschlüsse 23a-23e der
IGBT-Chips 20a-20e gezeigt.
Die Verschaltung erfolgt mittels Verbindungsleitungen 74, 76 bzw.
mittels eines bevorzugt als Schicht-Widerstand ausgebildeten zweiten Gate-Widerstands 62.
Die Verbindungsleitungen 74, 76 und der zweite
Gate-Widerstand 62 entsprechen den auf der ersten Seite 51 angeordneten
Verbindungsleitungen 73, 75 bzw. dem ersten Gate-Widerstand 61.
Zur elektrischen Isolierung der Verbindungsleitungen 74, 76 bzw.
des zweiten Gate-Widerstands 62 ist eine zweite Isolierfolie 72 vorgesehen.
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Die
Abschnitte 101a, 113, 103b, 103a und 101b der
strukturierten Metallisierung 53 der ersten Seite 51 des
Trägers 50 sowie
die Abschnitte 102a, 103c, 123, 102c und 102b der
strukturierten Metallisierung 54 der zweiten Seite 52 des
Trägers
sind, wie aus den 2a bzw. 2c ersichtlich,
entlang eines ersten Randes 50a des Trägers 50 angeordnet und
bilden Anschlusskontakte der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100.
Diese Anschlusskontakte sind als Abschnitte der strukturierten Metallisierungen 53, 54 des
Trägers
und daher bevorzugt flächig
ausgebildet, so dass der am Rand 50a angeordnete und mit den
Anschlusskontakten versehene Abschnitt des Trägers 50 eine Kontaktleiste 50b bildet,
mittels der die das erfindungsgemäße Leistungshalbleitermodul 1 steckbar
kontaktiert werden kann. Bei einer derartigen Kontaktleiste 50b können alle
oder einzelne Anschlusskontakte 101a, 113, 103b, 103a, 101b, 102a, 103c, 123, 102c und 102b,
wie in den 2a und 2b dargestellt,
vom Rand 50a beabstandet sein. Ebenso können sich jedoch alle oder
einzelne Anschlusskontakte 101a, 113, 103b, 103a, 101b, 102a, 103c, 123, 102c und 102b bis
zum Rand 50a hin erstrecken.
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2b zeigt
einen Querschnitt durch die Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 in
der in den 2a und 2c dargestellten
Ebene A-A'.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung sind, wie in 2b dargestellt, Halbleiterchips,
bevorzugt einander entsprechende Halbleiter-Chips 10a-10e und 20a-20e,
in Bezug auf den Träger 50 einander
gegenüberliegend
angeordnet. Hieraus ergibt sich ein Vorteil bezüglich der Kräfteverteilung,
wenn an die einander gegenüberliegenden
Seiten 51, 52 der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 beispielsweise
ein Kühlkörper angepresst
wird.
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In 2b sind
des weiteren die in den 2a bzw. 2c nicht
dargestellten elastischen, wärmeleitenden
Isolatoren 81, 82 gezeigt. Die elastischen, wärmeleitenden
Isolatoren 81, 82 isolieren die auf den ersten
bzw. zweiten Seiten 51 bzw. 52 des Trägers 50 angeordneten
elektrischen Komponenten. Des weiteren füllen die elastischen, wärmeleitenden
Isolatoren 81, 82 gegebenenfalls vorhandene Hohlräume auf
und schaffen eine gleichmäßige, bevorzugt
ebene Oberfläche,
die sich zur thermischen Kontaktierung mit einem Kühlkörper eignet.
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3 zeigt
ein erfindungsgemäßes steckbares
Leistungshalbleitermodul 1. Das Leistungshalbleitermodul 1 umfasst
eine Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 gemäß den 2a-2c und
ist in einer in den 2a-2c eingezeichneten
Schnittebene B-B' dargestellt.
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Die
Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 ist teilweise durch eine Öffnung eines
Kühlkörpers in
einen Hohlraum 91 des Kühlkörpers 90 eingeschoben. Zwischen
der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 und
dem Kühlkörper 90 ist
optional eine bevorzugt wärmeleitende
Isolierschicht 80 angeordnet, um die e lektrische Isolierung
zwischen dem Kühlkörper 90 und
der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 zu gewährleisten,
ohne den Wärmeübergang
zwischen diesen Komponenten wesentlich zu beeinträchtigen.
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Der
Kühlkörper 90 umfasst
zwei Kühlkörperabschnitte 90a, 90b,
die bevorzugt als zwei zueinander symmetrischen Hälften ausgebildet
sind, und die über
einen Verbindungssteg 96 des Kühlkörpers 90 miteinander
verbunden sind. Der Kühlkörper 90 ist bevorzugt
einstückig
ausgebildet, kann jedoch auch aus zwei oder mehreren miteinander
verbundenen, beispielsweise verschraubten, vernieteten oder verklammerten
Komponenten bestehen. Im Hohlraum 91 des Kühlkörpers 90 sind
einander zugewandt, jedoch durch einen Spalt 93 voneinander
beabstandet, zwei Anschläge 92 angeordnet.
Jeweils einer der Anschläge 92 ist
mit einem der einander gegenüberliegenden
Kühlkörperabschnitte 90a, 90b und
bevorzugt einstückig
mit dem betreffenden Kühlkörperabschnitt 90a bzw. 90b ausgebildet.
Der Kühlkörper 90 ist
vorzugsweise so ausgestaltet, dass seine beiden Kühlkörperabschnitte 90a, 90b in
einem gewissen Winkelbereich elastisch um eine Ruhelage aufeinander
zu und voneinander weg biegbar sind. Die Dimensionierung der entsprechenden
Kräfte
ist dabei so gewählt,
dass der auf die eingeschobene Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 angepasste
Kühlkörper 90 einen
Anpressdruck auf die Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 ausübt, so dass
ein guter Wärmeübergang
zwischen der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 und dem
Kühlkörper 90 gewährleistet
ist.
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Die
maximale Einschubtiefe der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 ist
durch die Position der an den Kühlkörperabschnitte 90a, 90b angeordneten Anschläge 92 vorgegeben.
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Der
nach dem Einschieben der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 zwischen
den Anschlägen 92 und
dem Verbindungssteg 96 verbleibende Abschnitt des Hohlraums 91 kann
beim Betrieb des Leistungshalbleitermoduls 1 von einem
kühlenden Medium,
bei spielsweise von Luft, durchströmt werden. Der Kühlkörper ist
bevorzugt aus einem gut wärmeleitenden
Material, beispielsweise Aluminium, Kupfer oder einer Legierung
dieser Metalle gebildet und kann sowohl eine glatte Oberfläche als
auch eine oberflächenvergrößernde Struktur
wie z.B. Kühlrippen
aufweisen.
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Der
Kühlkörper 90 kann
anstelle eines durch eine Öffnung
zugänglichen
Hohlraumes 91 auch einen Raumbereich aufweisen, der zwischen
den Kühlkörperabschnitten 90a und 90b angeordnet
ist und in den eine Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 zumindest
teilweise einschiebbar ist.
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Ein
Abschnitt des mit den strukturierten Metallisierungen 53, 54 versehenen
Trägers 50 ragt
aus dem Hohlraum 91 des Kühlkörpers 90 über diesen
hinaus, so dass die Metallisierungen 53, 54 zur
elektrischen Kontaktierung des erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermoduls 1 genutzt
werden können.
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Die
elektrische Kontaktierung kann beispielsweise mittels eines im oberen
Bereich von 3 gezeigten Anschlusssystems
erfolgen. Das Anschlusssystem weist zwei einander gegenüberliegende
Anschlusskontakte 205, 206 mit jeweils einer Kontaktfeder 207 bzw. 208 auf,
wobei der Abstand der Kontaktfedern 207 und 208 so
gewählt
ist, dass sie nach dem Einschieben des Leistungshalbleitermoduls 1 in
das Anschlusssystem auseinandergedrückt werden und infolgedessen
einen Anpressdruck auf die Metallisierungen 53 bzw. 54 des
Trägers 50 ausüben, so
dass zwischen den Kontaktfedern 207, 208 und den
mit diesen kontaktierten strukturierten Metallisierungen 53 bzw.
54 der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 ein niedriger
elektrischer Übergangswiderstand
vorliegt.
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Die
Kontaktfedern 207, 208 sind Bestandteile der Anschlusskontakte 205 bzw. 206,
die elektrisch leitend mit Metallisierungen 203, 204 eines
Baugruppenträgers 200 verbunden
sind. Der Baugruppenträger 200 kann
entsprechend wie eine mit Lei terbahnen versehende elektrische Leiterplatte
ausgebildet sein. Der Baugruppenträger 200 ist bevorzugt
auf zwei einander gegenüberliegenden
Seiten mit strukturierten Metallisierungen 203, 204 versehen.
Weist der Baugruppenträger 200 zwei
oder mehr strukturierte Metallisierungen 203, 204 auf,
so können
einander gegenüberliegende,
voneinander beabstandete Metallisierungen 203, 204 mittels
Durchkontaktierungen 209 elektrisch miteinander verbunden
werden.
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Die
Kontaktfedern 207, 208 kontaktieren die Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 bevorzugt
voneinander gegenüberliegenden
Seiten. Optional kann jedoch auch nur eine Kontaktfeder 207 oder 208 vorgesehen
sein. Ebenso können
zwar zwei Kontaktfedern 207 und 208 vorgesehen
sein, von denen jedoch nur eine eine Metallisierung 53 oder 54 des
Trägers 50 kontaktiert.
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4 zeigt
einen Baugruppenträger 200,
in den mehrere Leistungshalbleitermodule 1, wie in 3 gezeigt,
eingeschoben sind. Die einzelnen Leistungshalbleitermodule 1 sind
durch die strukturierten Metallisierungen 203, 204 elektrisch
miteinander verschaltet. Die Verschaltung kann in prinzipiell beliebiger
Weise erfolgen, wie dies auch bei der Verschaltung von auf herkömmlichen
Leiterplatten miteinander verschalteten Bauelementen bekannt ist.
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Bei
der in der 4 gezeigten Schnittansicht ist
erkennbar, dass der Baugruppenträger 200 in
einem Gehäuse 300 angeordnet
ist. Die Leistungshalbleitermodule 1 ragen aus dem Gehäuse 300 hervor,
wodurch deren Kühlung
durch ein umströmendes
Medium, beispielsweise Luft, ermöglicht
wird.
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5 zeigt
eine Seitenansicht der Anordnung gemäß 4 mit Blick
auf die Verbindungsstege 96 der Kühlkörper 90. Die Leistungshalbleitermodule 1 sind
mittels eines Nut-Federsystems 301, 94 in das
Gehäuse 300 des
Baugruppenträgers 200 eingeschoben
und dort mit einer nicht näher
dargestellten Rastvorrichtung verrastet. Das Nut-Feder-System 301, 94 um fasst
Nute 301, die bevorzugt am Gehäuse 300 angeordnet
sind, sowie Federn 94, die bevorzugt mit dem Leistungshalbleitermodul 1,
besonders bevorzugt mit dessen Kühlkörper 90,
befestigt sind und in die Nute 301 eingreifen.
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Ein
gestrichelter, kreisförmiger
Ausschnitt des Nut-Feder-Systems 301, 94 ist
in 6 vergrößert und
im Querschnitt dargestellt. Der Kühlkörper 90 weist an seinem
oberen Ende zwei voneinander beabstandete Fortsätze auf, die die Federn 94 des Nut-Feder-Systems 301, 94 bilden.
Die Federn 94 greifen in zwei entsprechend zueinander beabstandeten
Aussparungen des Gehäuses 300 ein,
die die Nute 301 bilden. Wie in 5 dargestellt,
ist ein entsprechendes Nut-Feder-System 94, 301 auch
am unteren Ende des Leistungshalbleitermoduls 1 angeordnet.
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Bei
dem Nut-Feder-System 94, 301 können die Nute jedoch auch am
Leistungshalbleitermodul 1 und die Stege 94 entsprechend
umgekehrt auch am Gehäuse 300 angeordnet
sein. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
weist das Leistungshalbleitermodul 1 an seinem oberen und
seinem unteren Ende jeweils zwei Nut-Feder-Paare 301, 94 auf.
Jedoch ist es ebenso möglich,
dass eine Seite des Leistungshalbleitermoduls 1 nur ein
oder gar kein solches Nut-Feder-Paar 301, 94 aufweist.
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Neben
dem Nut-Federsystem 301, 94 zeigt 6 noch
ein weiteres Detail einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermoduls 1.
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Dabei
werden die Kühlkörperabschnitte 90a, 90b mittels
einer Federklammer 95 an die in dessen Hohlraum 91 eingeschobene
und in dieser Ansicht nicht erkennbare Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 gedrückt, um
einen guten thermischen Kontakt zwischen dem Kühlkörper 90 und der Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 herzustellen.
Um ein Abrutschen der Federklammer 95 in Richtung des Verbindungsstegs 96 zu
verhindern, kann der Kühlkörper 90 Aussparungen 97 aufweisen.
Des weite ren kann der Kühlkörper 90,
um ein Abrutschen der Federklammer 95 entgegen der Aufsteckrichtung
zu verhindern, mit Rastmulden 98 versehen sein, in die
die Federklammer 95 einrastet.
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7a zeigt
eine Draufsicht auf das Leistungshalbleitermodul 1 auf
die Seite, von der die Federklammer 95 aufgesteckt ist.
Die Ansicht entspricht im Wesentlichen dem in 3 gezeigten
Leistungshalbleitermodul 1, wobei im Unterschied zu diesem das
Leistungshalbleitermodul 1 gemäß 7a mit
einer Federklammer 95 versehen ist.
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Bei
dem Leistungshalbleitermodul 1 gemäß 7a ist
darüber
hinaus noch eine weitere Funktion der Anschläge 92 erkennbar.
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Durch
das Aufschieben der Federklammer 95 auf den Kühlkörper 90 werden
die Kühlkörperabschnitte 90a, 90b aufeinander
zu gedrückt
und an die in den Hohlraum 91 eingeschobene Leistunghalbleiter-Baugruppe 100 angedrückt. Durch
dieses Aneinanderdrücken
der Kühlkörperabschnitte 90a, 90b verkleinert
sich der Abstand zwischen den Anschläge 92. Im Extremfall
stoßen
die beiden Anschläge 92 aneinander
an, so dass der in 3 dargestellte Spalt 93 geschlossen
wird. Auf diese Weise lässt
sich die von der Federklammer 95 auf die Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 ausgeübte Anpresskraft
begrenzen. Die maximale Stärke
der Anpresskraft lässt
sich dabei durch die Größe des Spaltes 93 bei
nicht vorgespannten Kühlkörperabschnitten 90a, 90b,
d.h. in der Ruhelage des Kühlkörpers 90,
einstellen.
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7b zeigt
einen Abschnitt des Leistungshalbleitermoduls 1 gemäß 7a in
Seitenansicht.
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Der
Kühlkörper 90 ist
in dem für
die Federklammer 95 vorgesehenen Montagebereich ausgespart,
so dass Seitenflächen 99 am
Kühlkörper 90 entstehen,
die die montierte Federklammer 95 gegen Verrutschen sichern.
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7c zeigt
einen Querschnitt durch eine Rastvorrichtung, mittels der ein erfindungsgemäßes Leistungshalbleitermodul 1 mit
dem Gehäuse
eines Baugruppenträgers
verrastbar ist.
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Das
Gehäuse 300 weist
auf seiner Oberseite 302 ein elastisches Gehäuseelement 303 auf,
das mit einem Rasthaken 304 versehen ist. Beim Einschieben
des Leistungshalbleitermoduls 1 in den nicht dargestellten
Baugruppenträger
rastet wird das Gehäuseelement 303 in
Pfeilrichtung gebogen, so dass dessen Rasthaken 304 in
eine im Kühlkörper 90,
beispielsweise in dessen Feder 94 ausgebildete Rastmulde 94a einrasten
kann.
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Um
das Leistungshalbleitermodul 1 zu demontieren, muss lediglich
das elastische Gehäuseelement 303 in
Pfeilrichtung nach oben gezogen werden, um die Rastverbindung zu
lösen.
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Die
Rastmulde 94 kann an einer beliebigen geeigneten Stelle
des Kühlkörpers ausgebildet
sein. Ebenso ist es möglich,
eine entsprechende Rastvorrichtung derart auszugestalten, dass der
Rasthaken an einem elastischen, am Kühlkörper befestigten Element angebracht
ist, während
eine Rastmulde am Gehäuse 300 oder
am Baugruppenträger
angeordnet ist.
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8 zeigt
eine bevorzugte Ausführungsform
eines zur Aufnahme mehrere Leistungshalbleitermodule 1 vorgesehenen
Baugruppenträgers.
Die Anordnung ist derart ausgestaltet, dass mehrere gleichartige
Leistungshalbleitermodule 1 zueinander parallel geschaltet
werden können.
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Der
Baugruppenträger
umfasst erste 311a, zweite 312a, dritte 343,
vierte 325, fünfte 323,
sechste 324, siebte 333, achte 311b und
neunte 312b Sammelleiter. Steckt man ein erfindungsgemäßes Leistungshalbleitermodul 1,
dessen Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 gemäß den 2a-2c ausgebildet
ist, in den Baugruppenträger
gemäß 8, so
kommt es jeweils paar weise zu elektrischen Kontaktierungen zwischen
den Abschnitten 101b, 103a, 103b, 113 und 101a und
den Sammelleitern 311a, 323, 324, 333 und 311b,
d.h. A 101b mit S 311a, A 103a mit S 323,
A 103b mit S 324, A 113 mit S 333 und
A 101a mit S 311b, wobei "A" für Abschnitt
und "S" für Sammelleiter
steht.
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Entsprechend
kommt es bei den Abschnitten 102b, 102c, 123, 103c und 102a der
strukturierten Metallisierung 54 gemäß 2c und
den Sammelleitern 312a, 343, 325, 323 und 311b jeweils
paarweise zu elektrischen Kontaktierungen, d.h. A 102b mit
S 312a, A 102c mit S 343, A 123 mit
S 325, A 103c mit S 323 und A102a mit
S 311b.
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An
den betreffenden Kontaktstellen sind jeweils Anschlusskontakte mit
nicht dargestellten Kontaktfedern angeordnet, wie sie anhand von 3 beschrieben
sind. Dabei weisen die ersten Sammelleiter 311a bzw. die
zweiten Sammelleiter 312a bzw. die achten Sammelleiter 311b und
die neunten Sammelleiter 312b mit Kontaktfedern versehene
Anschlusskontakte 313 bzw. 314 auf. Entsprechende
Anschlusskontakte der Sammelleiter 343, 325, 323, 324 und 333 sind
allgemein mit dem Bezugszeichen 350 versehen. Der Aufbau
aller Anschlusskontakte 313, 314, 350 entspricht
dem Aufbau der in 3 dargestellten Anschlusskontakte 205 bzw. 206 mit
ihren Kontaktfedern 207 bzw. 208.
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Während die
einander gegenüberliegenden Anschlusskontakt-Paare aus den Anschlusskontakten 313 und 314 elektrisch
voneinander getrennt sind, sind einander gegenüberliegende Anschlusskontakte 350,
die ein Paar bilden, dessen Kontaktfedern einander zugewandt sind,
elektrisch leitend miteinander verbunden.
-
Die
ersten 311a, zweiten 312a, dritten 343, vierten 325,
fünften 323,
sechsten 324, siebten 333, achten 311b und
neunten 312b Sammelleiter können beispielsweise als stabile
me tallische Stromschienen ausgebildet sein, die mit den entsprechenden
Anschlusskontakten und Kontaktfedern versehen sind. In diesem Fall
besteht der Baugruppenträger
im wesentlichen aus den ersten 311a, zweiten 312a,
dritten 343, vierten 325, fünften 323, sechsten 324,
siebten 333, achten 311b und neunten 312b Sammelleitern.
-
Ebenso
ist es jedoch möglich,
dass diese Sammelleiter als Metallisierungen einer Leiterplatte entsprechend
dem in 3 dargestellten Anschluss-System ausgebildet sind.
Der Baugruppenträger
besteht in diesem Fall aus der die Metallisierungen 203, 304 aufweisenden
Leiterplatte 200.
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Bei
den ersten und zweiten bzw. achten und neunten in 8 dargestellten
Sammelleitern 311a und 312a bzw. 311b und 312b ist
zu beachten, dass der zweite Sammelleiter 312a in der vorliegenden Ansicht
hinter dem ersten Sammelleiter 311a angeordnet ist und
von diesem teilweise verdeckt wird. Entsprechend ist der neunte
Sammelleiter 312b hinter dem achten Sammelleiter 311b angeordnet
und wird teilweise von diesem verdeckt.
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Der
erste und zweite Sammelleiter 311a, 312a sowie
der achte und der neunte Sammelleiter 311b und 312b sind
jeweils voneinander beabstandet, bevorzugt ist zwischen den jeweils
voneinander beabstandteten Sammelleitern 311a und 312a bzw. 311b und 312b ein
Träger
angeordnet, auf dem alle in 8 dargestellten
Sammelleiter befestigt sind.
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Die
Steckplätze
für die
erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermodule 1 sind
in 8 gestrichelt angedeutet.
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Die
erfindungsgemäßen, steckbaren
Leistungshalbleitermodule 1 können in beliebiger Weise abgewandelt
werden. Deren Leistungshalbleiter-Baugruppen 100 sind dabei
nicht auf die in den 2a-2c dargelegte
Ausführungsform
beschränkt.
Generell ist es jedoch vorteilhaft, wenn die mit einem An schluss-System
gemäß 3 zu
kontaktierenden Abschnitte 101a, 113, 103b, 103a und 101b der
strukturierten ersten Metallisierung 53 der in 2a dargestellten
Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 sowie die ebenfalls mit
dem Anschluss-System
gemäß 3 zu
kontaktierenden Abschnitte 102a, 103b, 123, 102c und 102b der
strukturierten zweiten Metallisierung 54 der in 2c dargestellten Leistungshalbleiter-Baugruppe 100 im
Randbereich, d.h. nahe eines Randes 50a des Trägers 50 einander gegenüberliegend
angeordnet sind. Diese Anordnung der betreffenden Abschnitte 101a, 113, 103b, 103a,
und 101b bzw. 102a, 103b, 123, 102c und 102b der
Metallisierungen 53 bzw. 54 erleichtert die elektrische
Kontaktierung mit dem beschriebenen Anschlusssystem.
-
Die
in einem Baugruppenträger
miteinander verschalteten, erfindungsgemäßen Leistungshalbleitermodule 1 müssen nicht
notwendigerweise parallel verschaltet werden. Ihre Verschaltung
ist prinzipiell beliebig und kann insbesondere mittels Leiterbahnen,
wie sie die Metallisierungen 203, 204 der ersten bzw.
zweiten Seite 201 bzw. 202 des in 7a dargestellten
Baugruppenträgers
darstellen, in beliebiger Weise erfolgen. Insbesondere ist es auch
möglich,
entsprechend der beschriebenen Weise unterschiedliche Leistungshalbleitermodule 1 auf
einem gemeinsamen Baugruppenträger
miteinander zu verschalten.
-
- 1
- Leistungshalbleitermodul
- 10
- Erster
IGBT
- 10a-e
- IGBT-Chip
des ersten IGBT
- 11
- Emitter
des ersten IGBT
- 11a-e
- Emitter-Anschlüsse
- 12
- Kollektor
des ersten IGBT
- 13
- Gate
des ersten IGBT
- 13a-e
- Gate-Anschlüsse
- 20
- Zweiter
IGBT
- 20a-e
- IGBT-Chip
des zweiten IGBT
- 21
- Emitter
des zweiten IGBT
- 21a-e
- Emitter-Anschlüsse
- 22
- Kollektor
des zweiten IGBT
- 23
- Gate
des zweiten IGBT
- 23a-e
- Gate-Anschlüsse
- 30
- Erste
Diode
- 30a-e
- Dioden-Chips
- 31
- Andode
der ersten Diode
- 31a-e
- Anoden-Anschlüsse
- 32
- Kathode
der ersten Diode
- 40
- Zweite
Diode
- 40a-e
- Dioden-Chips
- 41
- Andode
der zweiten Diode
- 41a-e
- Anoden-Anschlüsse
- 42
- Kathode
der zweiten Diode
- 50
- Träger
- 50a
- Erster
Rand des Trägers
- 50b
- Kontaktleiste
- 51
- Erste
Seite des Trägers
- 52
- Zweite
Seite des Trägers
- 53
- Metallisierung
auf der ersten Seite des Trägers
- 54
- Metallisierung
auf der zweiten Seite des Trägers
- 61
- erster
Gate-Widerstand
- 62
- zweiter
Gate-Widerstand
- 71
- erste
Isolierfolie
- 72
- zweite
Isolierfolie
- 73-76
- Verbindungsleitung
- 80
- wärmeleitende
Isolierschicht
- 81,
82
- elastischer,
wärmeleitender
Isolator
- 90
- Kühlkörper
- 90a,90b
- Kühlkörperabschnitte
- 91
- Hohlraum
des Kühlkörpers
- 92
- Anschlag
- 93
- Spalt
- 94
- Feder
- 94a
- Rastmulde
- 95
- Federklammer
- 96
- Verbindungssteg
- 97
- Aussparung
- 98
- Rastmulde
- 99
- Seitenfläche
- 100
- Leistungshalbleiter-Baugruppe
- 101
- erster
Anschlusskontakt (Eingang positive Brücken
-
- spannung)
- 101a-c
- Abschnitt
des ersten Anschlusskontaktes
- 102
- zweiter
Anschlusskontakt (Eingang negative Brücken
-
- spannung)
- 102a-c
- Abschnitt
des zweiten Anschlusskontaktes
- 103
- dritter
Anschlusskontakt (Lastanschluss)
- 103a-e
- Abschnitt
des dritten Anschlusskontaktes
- 111
- vierter
Anschlusskontakt (Emitteranschluss oberer
-
- Halbbrückenzweig)
- 113
- fünfter Anschlusskontakt
(Steueranschluss oberer
-
- Halbbrückenzweig)
- 121
- sechster
Anschlusskontakt (Emitteranschluss unterer
-
- Halbbrückenzweig)
- 123
- siebter
Anschlusskontakt (Steueranschluss unterer
-
- Halbbrückenzweig)
- 200
- Baugruppenträger
- 201
- Erste
Seite des Baugruppenträgers
- 202
- Zweite
Seite des Baugruppenträgers
- 203
- Metallisierung
der ersten Seite des Baugruppenträgers
- 204
- Metallisierung
der zweiten Seite des Baugruppenträ
-
- gers
- 205
- Anschlusskontakt
- 206
- Anschlusskontakt
- 207
- Kontaktfeder
- 208
- Kontaktfeder
- 209
- Durchkontaktierung
- 300
- Gehäuse
- 301
- Nut
- 302
- Oberseite
des Gehäuses
- 303
- Elastisches
Gehäuseelement
- 304
- Rasthaken
- 311a
- erster
Sammelleiter
- 311b
- achter
Sammelleiter
- 312a
- zweiter
Sammelleiter
- 312b
- neunter
Sammelleiter
- 313
- Anschlusskontakt
mit Kontaktfeder von erstem Sammellei
-
- ter
- 314
- Anschlusskontakt
mit Kontaktfeder von zweitem Sammel
-
- leiter
- 323
- fünfter Sammelleiter
- 324
- sechster
Sammelleiter
- 325
- vierter
Sammelleiter
- 333
- siebter
Sammelleiter
- 343
- dritter
Sammelleiter
- 350
- Anschlusskontakte
mit Kontaktfedern