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Diese
Erfindung bezieht sich auf einen Hauptzylinder mit einem Zylinderkörper und
auf einen in die Bohrung des Zylinderkörpers verschieblich eingesetzten
Kolben, so dass er mit einer in der Innenwand der Bohrung gepassten
Manschette in verschieblichem Kontakt ist, um den Spalt zwischen
der Außenoberfläche des
Kolbens und der Innenwand der Bohrung zu dichten.
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Die
Manschette ist zwischen an der Innenwand des Zylinderkörpers ausgebildeten
Kolbenführungsabschnitten
zwischengelegt, um den Kolben in verschieblichen Kontakt mit dem
Kolben zu führen. Die
Kolbenführungsabschnitte
sind mit Nuten ausgebildet, durch die eine Bremsflüssigkeit
von einem Behälter
in eine in dem Zylinderkörper
definierte Druckkammer zugeführt
wird. Durch Ausbilden der Nuten kann Bremsflüssigkeit von hinter der Manschette, welche
typischer Weise in einer in der Innenwand der Bohrung des Zylinderkörpers ausgebildeten
Ringnut gepasst ist, zu der Vorderseite der Manschette durch diese
Nuten zugeführt
werden.
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Solchen
Nuten sind in dem französischen Patent
2820387 und dem US-Patent 4524585 offenbart. Die in dem französischen
Patent offenbarten Nuten sind gerade und spiralförmige Nuten. Das US-Patent
offenbart eine gerade Anzahl von geraden Nuten, die bei gleichen
Umfangsintervallen angeordnet sind.
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Insbesondere
der Hauptzylinder des französischen
Patents hat einen Zylinderkörper
mit an dessen radialer Innenfläche
ausgebildeten Kolbenführungsabschnitten
und mit einem Innendurchmesser, der geringfügig größer als der Außendurchmesser des
Kolbens ist, um den Kolben zu führen,
während sie
mit dem Kolben in verschieblichem Kontakt sind. Die Nuten sind in
der radialen Innenfläche
eines jeden Kolbenführungsabschnitts
ausgebildet. Die Nuten haben Böden,
die an einem gedachten Zylinder liegen, der einen Durchmesser hat,
der größer als
die Öffnung
der Bohrung des Zylinderkörpers
ist. Solche Nuten können
lediglich durch spanabhebende Bearbeitung und durch kein anderes
Verfahren ausgebildet werden. Somit ist die Produktivität des gesamten Hauptzylinders
insbesondere dann, wenn die Nuten spiralförmige Nuten sind, niedrig.
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Die
in dem US-Patent offenbarten Nuten haben ebenso Böden, die
an einem gedachten Zylinder liegen, der einen größeren Durchmesser als die Öffnung der
Bohrung des Zylinderkörpers
hat. Die Produktivität
des gesamten Hauptzylinders ist somit aus dem selben Grund, wie
er vorstehend erwähnt
wurde, niedrig.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Hauptzylinder der
vorstehend erwähnten Bauweise
zu schaffen, der Nuten hat, die einfach ausgebildet werden können und
für die
es weniger wahrscheinlich ist, dass sie den Kolben verkratzen oder
anderweitig beschädigen,
selbst wenn der Kolben gegen die Kanten dieser Nuten gerieben wird.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit einem Hauptzylinder mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
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Gemäß dieser
Erfindung ist ein Hauptzylinder vorgesehen, der folgendes Aufweist:
einen Zylinderkörper,
der eine Zentralachse, und vordere und hintere Enden mit Bezug auf
die Zentralachse hat, wobei der Zylinderkörper eine Öffnung an dem hinteren Ende
hat; einen Primärkolben,
der in den Zylinderkörper
durch die Öffnung
verschieblich eingesetzt ist, wodurch eine erste Druckkammer in
dem Zylinderkörper
definiert ist, wobei die erste Druckkammer mit Bremsfluid gefüllt ist,
das durch den Primärkolben mit
Druck beaufschlagt werden kann, wobei der Primärkolben mit dem Zylinderkörper direkt
in Gleitkontakt ist und dadurch geführt ist; und eine Primärmanschette
für den
Primärkolben
und eine Sekundärmanschette,
die zwischen der radialen Innenfläche des Zylinderkörpers und
dem Primärkolben
angeordnet sind, wobei sich die Sekundärmanschette hinter der Primärmanschette
befindet und die Verbindung zwischen dem Inneren des Zylinderkörpers und
der Außenluft
abschließt,
wobei der Primärkolben
einen Spalt zwischen dem Zylinderkörper und dem Primärkolben
dichtet, wobei der Zylinderkörper
mit ersten, zweiten und dritten Kolbenführungsabschnitten an dessen
radialer Innenfläche
versehen ist, wobei der erste Kolbenführungsabschnitt zwischen der
Primärmanschette
und dem Sekundärmanschette
angeordnet ist, der zweite Kolbenführungsabschnitt zwischen dem
Primärkolben
und dem ersten Kolbenführungsabschnitt
angeordnet ist, der dritte Kolbenführungsabschnitt vor der Sekundärmanschette
angeordnet ist, wobei jeder der ersten, zweiten und dritten Kolbenführungsabschnitte
eine radiale Innenfläche
hat, die dem Primärkolben
radial gegenüberliegt
und mit Nuten ausgebildet ist, die sich parallel zu der Zentralachse
erstrecken.
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Bevorzugter
Weise haben die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts Böden, die
in einer zylindrischen Fläche
liegen, die einen Durchmesser hat, der gleich oder kleiner als der
Durchmesser der Öffnung
ist. Bevorzugterweise haben die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts
größere Abmessungen
(Breite und Tiefe) als die Nuten der zweiten Kolbenführungsabschnitte.
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Der
Hauptzylinder kann ferner folgendes aufweisen: einen Sekundärkolben,
der vor der Druckkammer angeordnet ist, wodurch in dem Zylinderkörper vor
dem Sekundärkolben
eine mit Bremsdruck gefüllte
zweite Druckkammer definiert ist, wodurch der Hydraulikdruck in
der ersten Druckkammer durch den Sekundärkolben zu der zweiten Druckkammer übertragen
wird, wobei der Sekundärkolben
den Fluiddruck der Druckkammer aufnimmt; eine Druckmanschette, die
einen Spalt zwischen der radialen Innenfläche des Zylinderkörpers und
dem Sekundärkolben abdichtet;
und eine Primärmanschette
für den
Sekundärkolben,
wobei die Primärmanschette
für den Sekundärkolben
vor der Druckmanschette angeordnet ist, wobei der Zylinderkörper mit
vierten, fünften und
sechsten Kolbenführungsabschnitten
an dessen radialer Innenfläche
versehen ist, wobei der vierte Kolbenführungsabschnitt zwischen der
Primärmanschette
für den
Sekundärkolben
und der Druckmanschette angeordnet ist, wobei der fünfte Kolbenführungsabschnitt
zwischen der Primärmanschette
für den
Sekundärkolben
und dem vierten Kolbenführungsabschnitt
angeordnet ist, wobei der sechste Kolbenführungsabschnitt vor der Primärmanschette für den Sekundärkolben
angeordnet ist, wobei jeder der vierten, fünften und sechsten Kolbenführungsabschnitte
eine radiale Innenfläche
hat, die dem Sekundärkolben
radial gegenüberliegt
und mit Nuten versehen ist, die sich parallel zu der Zentralachse
erstrecken, wobei jede der in dem vierten, fünften und sechsten Kolbenführungsabschnitt
ausgebildeten Nuten an einer der in dem ersten Kolbenführungsabschnitt
ausgebildeten Nuten ausgerichtet ist und gleiche Abmessungen wie
die in dem zweiten und dritten Kolbenführungsabschnitten ausgebildeten
Nuten aufweist.
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Ferner
ist zu bevorzugen:
- 1. Der erste Kolbenführungsabschnitt
hat eine Umfangsbreite, die progressiv in Richtung des vorderen
Endes des Zylinderkörpers
abnimmt;
- 2. Die in jedem der ersten bis dritten oder ersten bis sechsten
Kolbenführungsabschnitten
ausgebildeten Nuten sind eine herkömmliche ungerade Anzahl von
Nuten, die bei gleichen Umfangsintervallen angeordnet sind;
- 3. Der Hauptzylinder hat ferner eine erste Ringnut, die zwischen
dem ersten und zweiten Kolbenführungsabschnitt
ausgebildet ist, so dass sie mit den in dem ersten und zweiten Kolbenführungsabschnitten
ausgebildeten Nuten in Verbindung ist, wobei die erste Ringnut einen
radialen Außenabschnitt
hat, der mit dem Behälter
in Verbindung ist, und/oder eine zweite Ringnut zwischen den vierten
und fünften
Kolbenführungsabschnitten ausgebildet
ist, so dass sie mit den in den vierten und fünften Kolbenführungsabschnitten
ausgebildeten Nuten in Verbindung ist, wobei die zweite Ringnut
einen radialen Außenabschnitt
hat, der mit dem Behälter
in Verbindung ist;
- 4. Die in den Kolbenführungsabschnitten
ausgebildeten Nuten, die hinter der Primärmanschette für den Primärkolben
angeordnet sind, und/oder jene, die in den Kolbenführungsabschnitten
ausgebildet sind, die hinter der Primärmanschette für den Sekundärkolben
angeordnet sind, haben eine Tiefe von 0,3 bis 0,8 mm und eine Umfangsbreite von
0,5 bis 1,2 mm; und/oder
- 5. Der zweite und/oder fünfte
Kolbenführungsabschnitt,
der unmittelbar hinter dem jeweiligen Primärkolben angeordnet ist, hat
einen radialen Innendurchmesser, der geringfügig größer als die anderen Kolbenführungsabschnitte
ist.
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Die
in den Kolbenführungsabschnitten
ausgebildeten Nuten erstrecken sich in der Axialrichtung des Zylinderkörpers gerade
und haben eine einfache Gestalt, so dass sie einfach ausgebildet
werden können.
Gemäß einer
Anordnung haben die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts Böden, die
an einem gedachten Zylinder liegen, der einen Durchmesser hat, der
gleich groß oder
kleiner als die Öffnung der
Bohrung des Zylinderkörpers
ist. Bei dieser Anordnung können
die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts
ausgebildet werden, indem ein Kern verwendet wird, wenn der Zylinderkörper durch Schmieden
ausgebildet wird. Die Nuten der anderen Kolbenführungsabschnitte können einfach
und wirkungsvoll unter Verwendung beispielsweise eines Stecheisens
ausgebildet werden. Somit ist die Produktivität hoch.
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Bevorzugterweise
haben die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts eine Abmessung,
die größer als
die Nuten des zweiten Kolbenführungsabschnitts
ist. Bei dieser Anordnung kann selbst dann, wenn die Nuten durch
Formgebung ausgebildet sind, ein Werkzeug, wie z.B. ein Stecheisen
ohne die geringste Möglichkeit,
dass das Werkzeug mit dem Zylinderkörper in störenden Eingriff gelangt, in
den Zylinderkörper
eingesetzt werden.
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Bevorzugterweise
haben die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts eine Umfangsbreite, die
zu dem vorderen Ende des ersten Führungsabschnitts progressiv
abnimmt. Bei dieser Anordnung nimmt die Wahrscheinlichkeit ab, dass
der Primärkolben
Kratzer bekommt.
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Beispielsweise
neigt ein Primärkolben
eines Tandemhauptzylinders dazu, ungleichen Lasten ausgesetzt zu
sein, wenn der Primärkolben
in den Zylinderkörper
gedrückt
wird. Unter solchen ungleichen Lasten neigt der Primärkolben
dazu, sich zu neigen, wodurch er gegen die Seitenkanten der in dem
ersten Kolbenführungsabschnitt
ausgebildeten Nuten reibt. Wenn die in dem ersten Kolbenführungsabschnitt ausgebildeten
Nuten eine konstante Breite haben, d.h., falls sich die Seitenkanten
dieser Nuten parallel zu der Achse des Zylinderkörpers erstrecken, wird der
Kolben mit den Seitenkanten dieser Nuten entlang schmaler Linienbereiche
davon in Kontakt kommen und dagegen reiben, wenn der Kolben in den Zylinderkörper gedrückt wird.
Somit neigt der Kolben dazu, dass er entlang dieser schmalen Linienbereiche
Kratzer bekommt.
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Um
dieses Problem zu lösen
haben gemäß der vorliegenden
Erfindung die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts bevorzugterweise
eine in Richtung dessen vorderen Endes progressiv abnehmende Umfangsbreite.
Das heißt,
die Seitenkanten dieser Nuten erstrecken sich bevorzugterweise relativ
zu der Zentralachse des Zylinderkörpers schräg. Wenn bei dieser Anordnung
der Primärkolben
in den Zylinderkörper
gedrückt
wird, während
er unter ungleichmäßigen Lasten
geneigt ist, wird der Kolben gegen die Seitenkanten der Nuten des
ersten Kolbenführungsabschnitts
entlang relativ breiten Streifenbereichen davon reiben. Da der Kolben
mit den Seitenkanten dieser Nuten entlang breiter Bereiche der Oberfläche des
Kolbens in Kontakt ist, ist es weniger wahrscheinlich, dass der
Kolben Kratzer bekommt. Selbst wenn Kratzer ausgebildet werden, sind
sie oberflächlich.
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Der
Primärkolben
wird praktisch lediglich durch den ersten Kolbenführungsabschnitt
geführt. Wenn
der Primärkolben
in den Zylinderkörper
gedrückt
wird, während
er unter einer ungleichmäßigen Last
geneigt ist, halten die zweiten und dritten Kolbenführungsabschnitte
die Bewegung des Kolbens kaum zurück. Somit können die in den zweiten und dritten Kolbenführungsabschnitten
ausgebildeten Nuten gerade Nuten sein, d.h., Nuten, deren Seitenkanten
sich im wesentlichen parallel zu dem Zylinderkörper erstrecken.
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Der
Sekundärkolben,
der sich unter der Druckdifferenz zwischen der ersten und zweiten Druckkammer
bewegt, wird viel weniger ungleichmäßigen Lasten ausgesetzt, wie
der Primärkolben.
Dies bedeutet, dass sich der Sekundärkolben kaum neigt und somit
kaum Kratzer bekommt. Somit können
die in den Kolbenführungsabschnitten
zum Führen
des Sekundärkolbens
ausgebildeten Nuten ebenso gerade Nuten sein, die ähnlich zu
den Nuten der zweiten und dritten Kolbenführungsabschnitte sind.
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Die
Nuten jedes Kolbenführungsabschnitts bestehen
bevorzugterweise aus einer ungeraden Anzahl von Nuten, die bei gleichen
Umfangsintervallen angeordnet sind. Bei dieser Anordnung werden
sich zwei dieser Nuten nicht in Durchmesserrichtung einander gegenüber stehen.
Somit wird selbst dann, wenn der Kolben unter ungleichmäßigen Lasten
geneigt ist, der Kolben nie durch sich in Durchmessrichtung gegenüberliegenden
Nuten zwischen gelegt werden, so dass die auf den Kolben aufgebrachte Rückhaltkraft
immer schwach ist. Dies verringert ferner die Wahrscheinlichkeit,
dass der Kolben verkratzt wird.
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Weitere
Merkmale und Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden aus der
nachstehenden Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen ersichtlich,
in denen
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1 eine
Schnittansicht eines Hauptzylinders ist, der die Erfindung veranschaulicht;
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2 eine
vergrößerte Schnittansicht
entlang der Linie A-A
aus 1 ist; und
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3 eine
vergrößerte Schnittansicht
entlang der Linie B-B
aus 1 ist.
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Unter
Bezugnahme auf 1 bis 3 weist
der die vorliegende Erfindung verkörpernde Hauptzylinder einen
Zylinderkörper 1,
einen in den Zylinderkörper 1 verschieblich
eingesetzten Primärkolben 2,
einen in den Zylinderkörper 1 vor
dem Primärkolben 2 (links
davon in 1) verschieblich eingesetzten
Sekundärkolben 5,
und einen Behälter 8 auf.
Eine erste Druckkammer 3 ist in dem Zylinderkörper 1 zwischen
dem Primärkolben 2 und
dem Sekundärkolben 5 definiert.
Die erste Druckkammer 3 ist mit Bremsfluid gefüllt, das
durch den Primärkolben 2 mit
Druck beaufschlagt wird, um den Bremshydraulikdruck zu erzeugen.
Eine Rückstellfeder 4 für den Primärkolben 2 ist
in der ersten Druckkammer 3 montiert. Eine zweite Druckkammer 6 ist
in dem Zylinderkörper 1 zwischen
der Endwand des Zylinderkörpers 1 und
dem Sekundärkolben 5 definiert
und ist mit Bremsfluid gefüllt,
welches durch den Sekundärkolben 5 mit
Druck beaufschlagt wird, um einen Bremshydraulikdruck zu erzeugen.
Die erste Druckkammer 3 hat eine Ausgangsöffnung 9.
Die zweite Druckkammer 6 hat eine Ausgangsöffnung 10.
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In
der Innenumfangsfläche
des Zylinderkörpers 1 sind
vier Manschettenelemente gepasst, d.h., eine Primärmanschette 11,
die gegen den Außenumfang
des Primärkolbens 2 gepresst
ist, um den Außenumfang
des Kolbens 2 zu dichten, eine Sekundärmanschette 12, die
gegen den Außenumfang
des Primärkolbens 2 gepresst
ist, um die Verbindung zwischen dem Inneren des Zylinderkörpers 1 und
der Außenluft
zu unterbrechen, eine Primärmanschette 13,
die gegen den Außenumfang
des Sekundärkolbens 5 gepresst
ist, um den Außenumfang
des Kolbens 5 zu dichten, und eine Druckmanschette 14,
die gegen den Außenumfang
des Sekundärkolbens 5 gepresst
ist, um die Verbindung zwischen der ersten Druckkammer 3 und
dem Behälter 8 abzusperren.
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An
seiner Innenumfangsfläche
ist der Zylinderkörper 1 mit
drei Kolbenführungsabschnitten
I, II und III zum Führen
des Primärkolbens 2 und
mit drei anderen Kolbenführungsabschnitten
IV, V und VI zum Führen
des zweiten Kolbens 5 ausgebildet. Die Führungsabschnitte
I bis VI haben Innendurchmesser, die geringfügig größer als die Außendurchmesser
des Primärkolbens 2 und
des Sekundärkolben 5 sind,
und sie sind im Wesentlichen in verschieblichen Kontakt mit den
Kolben 2 und 5, um deren Verschiebungsbewegung
zu führen.
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Der
Kolbenführungsabschnitt
I, der sich von den vorgenannten sechs Kolbenführungsabschnitten am nächsten zu
der rechten (in 1) Öffnung des Zylinderkörpers 1 befindet,
ist vor (links in 1) der Sekundärmanschette 12 vorgesehen.
Die Kolbenführungsabschnitte
II und III nehmen die Primärmanschette 11 von
vorn und hinten der Manschette 11 jeweils zwischen sich.
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Der
Kolbenführungsabschnitt
IV befindet sich vor der Druckmanschette 14. Die Kolbenführungsabschnitte
V und VI nehmen die Primärmanschette 13 jeweils
von hinten und vorne der Manschette 13 zwischen sich.
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Die
Kolbenführungsabschnitte
II und V, die sich unmittelbar hinter den Primärmanschetten 11 bzw. 13 befinden,
können
geringfügig
(beispielsweise ca. 0,1 mm) größere Innendurchmesser
als die anderen Kolbenführungsabschnitte
haben, so dass das Bremsfluid reibungslos in die Druckkammern gesogen
werden kann. In diesem Fall müssen
die Kolbenführungsabschnitte
II und V praktischer Weise nicht mit den jeweiligen Kolben in Kontakt
sein.
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Jeder
der Kolbenführungsabschnitte
I bis VI ist in seiner radialen Innenfläche mit einer Vielzahl und
einer ungeraden Anzahl (in diesem Ausführungsbeispiel sind es neun)
von Nuten 15 bis 20 ausgebildet, die das kennzeichnende
Merkmal der vorliegenden Erfindung bilden.
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Wie
in 2 gezeigt ist, erstrecken sich die in jedem der
Kolbenführungsabschnitte
ausgebildeten Nuten 15–20 parallel
zu der Achse des Zylinderblocks 1 und sind bei gleichen
Winkelintervallen in der Umfangsrichtung des Zylinderkörpers 1 angeordnet.
Die Nuten 15 bis 20 jedes Kolbenführungsabschnitts
haben die gleiche Anzahl wie die Nuten 15 bis 20 eines
jeden anderen Kolbenführungsabschnitts
und jede Nut eines jeden Kolbenführungsabschnitts
ist in Achsrichtung an den entsprechenden Nuten der anderen Kolbenführungsabschnitte
ausgerichtet.
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Wie
in 3 gezeigt ist, hat jede der in dem Kolbenführungsabschnitt 1,
der zu der Öffnung
des Zylinderkörpers 1 am
nächsten
vorgesehen ist, ausgebildeten Nuten 15, ihre Seitenkanten
relativ zu der Achse des Zylinderkörpers in entgegengesetzten Richtungen
zueinander geneigt, so dass sich die (Umfangs-) Breite der Nut nach
vorne einengt. Ferner liegen die Böden der Nuten 15 in
einer gedachten zylindrischen Fläche,
die einen Durchmesser hat, der gleich oder kleiner als die hintere
(rechte) Öffnung des
Zylinderkörpers 1 ist
und größer als
der Durchmesser der gedachten Zylinderfläche ist, in der die Böden der
Nuten 16 und 17 der Kolbenführungsabschnitte II und III
liegen.
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Die
Nuten 16 bis 20 der Kolbenführungsabschnitte II bis VI
sind alle gerade Nuten, die sich zu der Achse des Zylinderkörpers 1 parallel
erstreckende Seitenkanten haben.
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Die
minimale Breite w der Nuten 15 (siehe 3)
ist gleich oder geringfügig
größer als
die Breite der Nuten 16 bis 20.
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Die
Nuten 15 des Kolbenführungsabschnitts I
und die Nuten 16 des Kolbenführungsabschnitts II sind durch
eine Ringnut 22, die in der radialen Innenfläche des
Zylinderkörpers 1 zwischen
den Kolbenführungsabschnitten
I und II ausgebildet sind, miteinander in Verbindung. An ihrem radialen
Außenabschnitt
ist die Ringnut 22 mit einem Durchlass 23 in Verbindung,
der zu dem Behälter 8 führt. Eine ähnliche
Ringnut 24 ist in der radialen Innenfläche des Zylinderkörpers 1 zwischen
den Kolbenführungsabschnitten
IV und V ausgebildet. Wie die Nut 22 ist die Nut 24 an
ihrem radialen Außenabschnitt
mit einem Durchlass 25 in Verbindung, der zu dem Behälter 8 führt.
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Typischer
Weise sind die Manschettenelemente der Erfindung aus einem Gummi
ausgebildet, das eine Härte
von 75 bis 90 Hs aufweist. Da die Primärmanschetten 11 und 13 und
die Druckmanschette 14 aus einem solchen Material ausgebildet
sind, um zu verhindern, dass sie zu einem solchen Ausmaß beschädigt werden,
dass sie praktisch ungebrauchbar werden, sind die Tiefe und Breite
der Nuten 16, 18 und 19 der Kolbenführungsabschnitte
II, IV und V bevorzugter Weise bei ca. 0,3 bis 0,8 mm bzw. bei ca.
0,5 bis 1,2 mm eingestellt.
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Da
es einen relativ großen
Unterschied zwischen der minimalen Breite (bei dem tieferen Ende) und
der maximalen Breite (in der Nähe
der Öffnung des
Zylinderkörpers)
der Nuten 15 gibt, wird der Primärkolben 2, falls er
sich unter ungleichmäßigen Lasten
neigt, gegen die Seitenkanten der Nuten 15 gepresst, und
zwar nicht entlang seiner schmalen Linienbereiche, sondern entlang
seiner relativ breiten Streifenbereiche, die eine Breite haben,
die im Wesentlichen gleich zu dem Breitenunterschied der Nuten 15 sind.
Von dem Zylinderkörper
auf den Primärkolben 2 aufgebrachte
Lasten werden somit auf diese breiten Streifenbereiche verteilt.
Somit ist es für
den Primärkolben 2 weniger
wahrscheinlich, dass er beschädigt
wird oder zumindest weniger wahrscheinlich, dass er stark beschädigt wird.
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Keine
zwei der vielzahligen und ungeradzahligen Nuten eines jeden Kolbenführungsabschnitts
I bis VI, die sich in Umfangsrichtung bei gleichen Intervallen angeordnet
befinden, sind in Durchmesserrichtung gegenüberliegend vorgesehen, wie
dies beispielsweise in 2 gezeigt ist. Selbst wenn sich
der Kolben 2 oder 5 unter ungleichmäßigen Lasten
neigt, wird er nie durch die Seitenkanten von irgendwelchen zwei
Nuten von in Durchmesserrichtung gegenüberliegenden Richtungen gedrückt werden.
Die Bindekraft durch die Nuten ist somit relativ schwach, so dass
es weniger wahrscheinlich ist, dass der Kolben beschädigt wird.
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Der
Zylinderkörper 1 kann
durch Formgießen
unter Verwendung eines Kerns ausgebildet sein, der den Nuten 15 entsprechende
Rippen aufweist. Dann werden durch Entfernen des Kerns die Nuten ausgebildet.
Die Nuten 15 werden somit nicht durch spanabhebende Bearbeitung
ausgebildet. Aber anstelle den Kern zu verwenden, können die
Nuten 15 durch spanabhebende Bearbeitung ausgebildet sein. Aber
selbst in diesem Fall ist eine spanabhebende Bearbeitung der Nuten 15 einfach,
da die Nuten 15 axial, gerade und einfach gestaltet sind.
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Die
anderen Nuten 16 bis 20 können sogar noch einfacher und
wirkungsvoller beispielsweise unter Verwendung eines Stecheisens
ausgebildet werden, da sie eine kleinere Breite als die Minimalbreite w
der Nuten 15 haben, und die Nuten eines jeden Kolbenführungsabschnitts
haben eine gleiche Anzahl wie die Nuten jedes anderen Kolbenführungsabschnitts
und sind axial mit den entsprechenden Nuten eines jeden anderen
Kolbenführungsabschnitts
ausgerichtet. Während
die Nuten 16 bis 20 des Ausführungsbeispiels die gleiche
Breite und Tiefe aufweisen, können
die Nuten 18, 19 und 20 geringfügig enger
und schmäler
als die Nuten 16 und 17 sein, so dass die Nuten 18 bis 20 einfacher
ausgebildet werden können.
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Da
die Durchlässe 23 und 25,
die zu dem Behälter 8 führen, mit
den radialen Außenabschnitten der
Ringnuten 22 und 24 verbunden sind, wie dies in 1 gezeigt
ist, kann die Auslegung der Durchlässe 23 und 24 und
deren Ausbildungsverfahren aus einer größeren Optionsvielfalt ausgewählt werden.
Dies führt
zu einer verbesserten Produktivität.
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Die
Nuten der ersten bis dritten Kolbenführungsabschnitte können einfach
ausgebildet werden, da sie sich parallel zu der Achse des Zylinderkörpers erstrecken.
Bevorzugterweise haben die Nuten des ersten Führungsabschnitts ihre Böden an einer
gedachten zylindrischen Fläche
angeordnet, die einen Durchmesser hat, der gleich oder kleiner als
die Öffnung
der Bohrung des Zylinderkörpers
ist. Bei dieser Anordnung wird der Zylinderkörper durch Gussformgebung unter
Verwendung eines Kerns ausgebildet, der den Nuten entsprechende
Rippen aufweist. Dann werden die Nuten ausgebildet, indem der Kern
einfach entfernt wird. Die Nuten der anderen Kolbenführungsabschnitte
können
ebenso einfach unter Verwendung beispielsweise eines Stecheisens
ausgebildet werden. Die Produktivität des gesamten Hauptzylinders
verbessert sich somit.
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Bevorzugter
Weise haben die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts eine größere Abmessung
als die Nuten des zweiten Kolbenführungsabschnitts. Falls zusätzlich der
Hauptzylinder ein Tandemhauptzylinder ist, sind die Nuten der Kolbenführungsabschnitte
zum Führen
des Sekundärkolbens bevorzugterweise
gleich oder geringfügig
kleiner in ihrer Abmessung als die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts.
Bei dieser Anordnung kann ein Werkzeug, wie zum Beispiel ein Stecheisen
in den Zylinderkörper
ohne die geringste Wahrscheinlichkeit, dass die Innenwand des Zylinderkörpers damit in
störenden
Eingriff gerät,
eingesetzt werden. Somit können
die Nuten einfacher ausgebildet werden.
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Bevorzugter
Weise haben die Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts eine Umfangsbreite, die
in Richtung des vorderen Endes des ersten Kolbenführungsabschnitts
progressiv abnimmt. Mit dieser Anordnung wird der Primärkolben
gegen die Seitenkanten der Nuten des ersten Kolbenführungsabschnitts
entlang breiter Streifenbereiche davon reiben. Somit ist es weniger
wahrscheinlich, dass der Kolben Kratzer bekommt und kann praktisch
frei von jeglichen Kratzern gehalten werden, die die Funktion des
Kolbens beeinträchtigen
können.
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Bevorzugterweise
bestehen die Nuten eines jeden Kolbenführungsabschnitts aus einer
ungeraden Anzahl von Nuten, die in Umfangsrichtung bei gleichen
Intervallen angeordnet sind. Bei dieser Anordnung werden die Kolben
nie durch zwei sich in Durchmesserrichtung gegenüberliegenden Nuten zwischengelegt.
Dies verringert Lasten auf den Kolben und somit die Möglichkeit,
dass die Kolben verkratzt werden.
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Bevorzugter
Weise ist zwischen dem Kolbenführungsabschnitt
vor der Sekundärmanschette und
dem Kolbenführungsabschnitt
hinter der Primärmanschette
eine Ringnut ausgebildet, so dass ihr radialer Außenabschnitt
mit einem Durchlass in Verbindung ist, der zu dem Behälter führt. Bei
dieser Anordnung kann der zu dem Behälter führende Durchlass mit einem
größeren Freiheitsgrad
unter Verwendung eines Verfahrens gestaltet werden, das aus einer
großen
Optionsvielfalt ausgewählt
werden kann. Dies trägt
zudem zu einer verbesserten Produktivität bei.
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Bevorzugterweise
haben die Nuten der Kolbenführungsabschnitte
hinter der Primärmanschette oder
den Manschetten eine Tiefe von 0,3 bis 0,8 mm und eine Breite von
0,5 bis 1,2 mm, um so die Haltbarkeit der Primärmanschette und der Druckmanschette
auf ein im praktischen Gebrauch annehmbares Niveau zu verbessern.
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Insgesamt
ist es erfindungsgemäß möglich, die
Produktivität
des Hauptzylinders zu verbessern, während der Kolben oder die Kolben
kratzfrei gehalten werden.
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Ein
Hauptzylinder hat einen Zylinderkörper und einen in den Zylinderkörper verschieblich
eingesetzten Kolben, während
er in Gleitkontakt mit zwei Manschettenelementen gehalten wird,
die beide in die Innenfläche
des Zylinderkörpers
gepasst sind, um den Spalt zwischen dem Kolben und der Innenfläche des
Zylinderkörpers
zu dichten. An seiner radialen Innenfläche ist der Zylinderkörper mit
ersten bis dritten Kolbenführungsabschnitten
ausgebildet, wobei die erste Kolbenführung zwischen den zwei Manschetten
vorgesehen ist, der zweite Führungsabschnitt
zwischen dem ersten Führungsabschnitt
und dem von der hinteren Öffnung
des Zylinderkörpers entfernten
Manschetten vorgesehen ist und der dritte Führungsabschnitt vor dem von
der hinteren Öffnung entfernten
Manschetten vorgesehen ist. Jeder Kolbenführungsabschnitt ist mit einer
ungeraden Anzahl von Nuten ausgebildet, die sich parallel zu der
Achse des Zylinderkörpers
erstrecken und bei in Umfangsrichtung gleichen Abständen angeordnet
sind. Jede Nut eines jeden Kolbenführungsabschnitt ist axial mit den
entsprechenden Nuten der anderen Kolbenführungsabschnitte ausgerichtet.
Der Kreis, der die Böden
der Nuten des ersten Führungsabschnitts
beinhaltet, hat einen Durchmesser, der gleich oder kleiner als die
hintere Öffnung
des Zylinderkörpers
ist. Die Nuten des ersten Führungsabschnitts
haben eine Breite, die allmählich
in Richtung seines vorderen Endabschnitts abnimmt.