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Technisches
Gebiet
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Zur
Kraftstoffzumessung in Verbrennungskraftmaschinen werden Kraftstoffinjektoren
eingesetzt. Insbesondere in selbstzündenden Verbrennungskraftmaschinen
mit Hochdruckspeicher wird die Düsennadel
zum Öffnen
und Verschließen
der Einspritzöffnungen
hydraulisch gesteuert. Der hierzu erforderliche Hydraulikdruck im
Steuerraum wird durch Übersetzer
aufgebaut, die von Aktoren angesteuert werden.
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Bei
Kraftstoffinjektoren, wie sie nach dem Stand der Technik eingesetzt
werden, wird ein Steuerventil durch einen Aktor betätigt. Der
Aktor ist zum Beispiel ein Piezoaktor oder ein elektromagnetischer Aktor.
Durch das Steuerventil wird eine Verbindung von einem unter Druck
stehenden Steuerraum in eine Niederdruckleitung geöffnet oder
verschlossen. Eine Seite des Steuerraums wird durch eine Stirnfläche der
Düsennadel,
welche die mindestens eine Einspritzdüse öffnet oder verschließt, begrenzt.
Sobald das Steuerventil geöffnet
wird, sinkt der Druck im Steuerraum ab. Hierdurch nimmt gleichzeitig
die Druckkraft, welche auf die Düsennadel
wirkt, ab. Sobald die in entgegengesetzte Richtung wirkende Kraft
größer ist
als die Druckkraft, die auf die den Steuerraum begrenzende Stirnfläche der
Düsennadel
wirkt, ist, bewegt sich die Düsennadel
in den Steuerraum hinein und gibt so die mindestens eine Einspritzöffnung frei.
Zum Verschließen
der Einspritzöffnung
wird das Steuerventil wieder verschlossen, wodurch der Druck im
Steuerraum erneut zunimmt. Sobald die aufgrund des steigenden Drucks
zunehmende Druckkraft auf die Stirnfläche der Düsennadel größer ist als die in entgegengesetzte
Richtung wirkenden Kräfte
auf die Düsennadel,
bewegt sich die Düsennadel
in Richtung der Einspritzöffnung
und verschließt
diese.
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Bei
Verwendung eines Piezoaktors als Stellglied führt dieser Aufbau des Kraftstoffinjektors
dazu, dass bei verschlossenen Einspritzdüsen der Piezoaktor bestromt
ist und dabei eine Längenausdehnung erfährt. Lediglich
zum Öffnen
der Einspritzdüsen
wird die Spannung vom Piezoaktor genommen. Der Aktor ist daher im
geschlossenen Zustand andauernd bestromt.
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Ein
weiterer Nachteil der aus dem Stand der Technik bekannten Kraftstoffinjektoren
ist, dass aufgrund der hohen Übersetzung
des Aktors zur Düsennadel
von 1:4, die Steifigkeit des Injektorsystems insbesondere im unteren
Teilhub verringert wird, so dass eine Einspritzverlaufsformung nicht
möglich
ist.
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Darstellung
der Erfindung
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Der
erfindungsgemäß ausgebildete
Kraftstoffinjektor umfasst ein Injektorgehäuse mit einer Bohrung, in welcher
eine Düsennadel
aufgenommen ist. Die Bohrung erweitert sich in einen Düsenraum,
welcher von einem Hochdruckspeicher mit unter hohem Druck stehenden
Kraftstoff versorgt wird. Zwischen dem Düsenraum und einem Ventilsitz
ist die Düsennadel
von einem ringförmigen
Spalt umschlossen. Über
diesen Spalt gelangt der Kraftstoff bei geöffneten Einspritzventil zur
Einspritzöffnung.
Solange die Düsennadel
im Ventilsitz steht, ist die Einspritzöffnung verschlossen und es
gelangt kein Kraftstoff in den Brennraum. Sobald sich die Düsennadel
aus dem Ventilsitz hebt, gelangt unter hohem Druck stehender Brennstoff
von dem ringförmigen
Spalt zur Einspritzdüse
und wird in den Brennraum eingespritzt.
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An
dem der Einspritzöffnung
entgegengesetzten Ende erweitert sich die Düsennadel unter Ausbildung einer
in Richtung der Einspritzöffnung weisenden
Stirnfläche.
Die Stirnfläche
der Düsennadel
sowie jeweils eine Stirnseite eines ersten Übersetzers und eine Stirnseite
eines zweiten Übersetzers
begrenzen eine Seite eines Steuerraums. Eine weitere Begrenzung
des Steuerraums wird durch eine Stirnfläche eines unteren Gehäuseteils
gebildet. Mittels eines Aktors werden die Stirnfläche des
ersten Übersetzers
und die Stirnfläche
des zweiten Übersetzers
in den Steuerraum hinein bewegt oder aus diesem heraus bewegt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wirkt der Aktor auf eine erste Stirnfläche eines Steuerkolbens. Eine
zweite Stirnfläche
des Steuerkolbens wirkt auf den ersten Übersetzer. Bei einer Bewegung des
Aktors in Richtung der Einspritzdüsen wird der Steuerkolben und
damit der erste Übersetzer
in die gleiche Richtung bewegt. Hierdurch wird die Stirnfläche des
ersten Übersetzers
in den Steuerraum hinein bewegt, wodurch sich dessen Volumen verringert und
damit der Druck im Steuerraum steigt. Aufgrund des zunehmenden Drucks
im Steuerraum vergrößert sich
die auf die Stirnfläche
der Düsennadel
wirkende Druckkraft. Sobald die auf die Stirnfläche der Düsennadel wirkende Kraft größer ist
als die in entgegengesetzte Richtung wirkende Kraft auf die Düsennadel, hebt
sich die Düsennadel
aus ihrem Sitz und gibt so die Einspritzöffnung frei.
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Bei
weiterer Bewegung des Aktors in Richtung der Einspritzöffnungen
schlägt
der zweite Übersetzer
an eine Rippe am Steuerkolben an und wird so ebenfalls in den Steuerraum
hinein bewegt. Hierdurch steigt der Druck im Steuerraum weiter an,
wodurch die Düsennadel
weiter geöffnet
wird. Die Bewegung des Steuerkolbens führt dazu, dass ein als Druck feder
ausgebildetes Federelement, welches die Rippe des Steuerkolbens
umschließt
und sich mit einer Seite gegen eine an der Rippe des Steuerkolbens
angeordnete Anlagefläche
und mit der anderen Seite gegen den zweiten Übersetzer abstützt, zusammengedrückt wird.
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Zum
Verschließen
der Einspritzöffnung
wird der Aktor wieder in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Hierdurch
bewegt sich der Steuerkolben von der Einspritzöffnung weg, wodurch der erste
und der zweite Übersetzer
aus dem Steuerraum herausbewegt werden. Dies führt zu einer Vergrößerung des Volumens
des Steuerraums und damit zu einer Abnahme des Drucks, was wiederum
zu einer Bewegung der Düsennadel
in den Steuerraum und damit zum Schließen der Einspritzöffnungen
führt.
Während
der Bewegung des Steuerkolbens von der Einspritzöffnung weg, wird das die Rippe
am Steuerkolben umschließende
Federelement entlastet. Die Bewegung des zweiten Übersetzers
wird beendet, sobald die auf den zweiten Übersetzer wirkenden Druck-
und Federkräfte
ausgeglichen sind. Die Bewegung des ersten Übersetzers ist beendet, sobald der
Aktor nicht mehr bewegt wird.
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Ein
fester Anschlag zur Beendigung der Bewegung des zweiten Übersetzers
hat den Nachteil, dass aufgrund von Temperaturschwankungen auftretende
Dichteunterschiede nicht ausgeglichen werden können. So führt bei einem konstanten Volumen
des Steuerraumes eine Dichtezunahme zu einem Druckabfall und eine
Dichteabnahme zu einer Druckzunahme im Steuerraum. Hieraus resultieren
aufgrund der unterschiedlichen aufzuwendenden Kräfte zum Öffnen und Schließen der
Düsennadel
unerwünschte Änderungen
im Einspritzverhalten.
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Dadurch,
dass zunächst
der erste Übersetzer
in den Steuerraum einfährt,
wird die Einspritzöffnung
mit hoher Steifigkeit bei kleiner Übersetzung schnell und präzise geöffnet. Sobald
der erste Übersetzer
und der zweite Übersetzer
in den Steuerraum eingefahren werden, nimmt die Übersetzung zu. Dies führt dazu,
dass bei kleinem Aktorhub ein großer Öffnungsweg erreicht wird.
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Durch
die Abstimmung, zu welchem Zeitpunkt der zweite Übersetzer während des Öffnungs- bzw. Schließvorgangs
in den Steuerraum ein- bzw. ausfährt,
kann eine gute Einspritzverlaufsformung erreicht werden. Das heißt, dass
der Einspritzverlauf an den Betrieb der Verbrennungskraftmaschine
angepasst werden kann und so der Kraftstoffverbrauch gesenkt bzw.
die Leistung erhöht
werden kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
sind die Düsennadel,
der erste Übersetzer
und der zweite Übersetzer
rotationssymmetrisch ausgebildet, wobei der erste Übersetzer
das erweiterte Ende der Düsennadel
umschließt
und der erste Übersetzer
vom zweiten Übersetzer
umschlossen ist.
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In
einer Ausführungsform
ist in dem erweiterten Ende der Düsennadel auf der der Einspritzöffnung abgewandten
Seite eine topfförmige
Ausnehmung ausgebildet. In der topfförmigen Ausnehmung ist ein Federelement,
welches vorzugsweise als Spiralfeder ausgebildet ist, aufgenommen,
welches sich mit einer Seite gegen den Boden der topfförmigen Ausnehmung
und mit der anderen Seite gegen den ersten Übersetzer abstützt. Bei
geschlossener Einspritzöffnung
ist die Federkraft des Federelements größer als die Druckkraft, die
auf die Stirnfläche,
die zum Steuerraum hinweist, wirkt, so dass die Düsennadel
aufgrund der Federkraft in den Ventilsitz gestellt wird. Sobald
die Druckkraft, die auf die Stirnfläche, die zum Steuerraum hinweist,
wirkt, größer ist, als
die Federkraft des Federelements, hebt sich die Düsennadel
aus ihrem Sitz und gibt so die Einspritzöffnung frei.
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In
einer Ausführungsform
ist der zweite Übersetzer
von einem ringförmigen
Element umschlossen, welches mit einer Beißkante in das untere Gehäuseteil
gestellt ist. Das ringförmige
Element bildet mit der Innenseite die seitliche Begrenzung des Steuerraums.
Weiterhin ist der zweite Übersetzer
von einem als Druckfeder ausgebildeten Federelement umschlossen,
welches sich mit einer Seite gegen eine der Beißkante gegenüber liegende
Stirnfläche des
ringförmigen
Elements und mit der zweiten Seite gegen eine Rippe am zweiten Übersetzer
abstützt. Sobald
der zweite Übersetzer
in den Steuerraum hineinbewegt wird, wird das Federelement zusammengepresst,
wodurch die Federkraft zunimmt. Sobald der Steuerkolben wieder zurückbewegt
wird, wird der zweite Übersetzer
aufgrund der Federkraft des Federelements wieder aus dem Steuerraum
heraus bewegt.
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Zeichnung
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher beschrieben.
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Es
zeigt:
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1 einen
Schnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Kraftstoffinjektor,
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2 den
zeitlichen Verlauf des Aktorhubs und des Nadelhubs eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Kraftstoffinjektors.
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Ausführungsvarianten
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1 zeigt
einen Schnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Kraftstoffinjektor.
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Ein
Kraftstoffinjektor 1 umfasst ein oberes Gehäuseteil 2 und
ein unteres Gehäuseteil 3.
Im unteren Gehäuseteil 3 ist
eine Bohrung 4 ausgeführt,
in welcher eine Düsennadel 5 geführt ist.
Mittels der Düsennadel 5 wird
mindestens eine Einspritzöffnung 7 freigegeben
oder verschlossen. Zum Verschließen der mindestens einen Einspritzöffnung 7 wird
die Düsennadel 5 in
einen Ventilsitz 6 gestellt. Sobald sich die Düsennadel 5 aus
dem Ventilsitz 6 hebt, ist eine Verbindung von einem Düsenraum 8 über einen Ringspalt 9 zur
Einspritzöffnung 7 freigegeben, über welche
der Kraftstoff strömt.
In den Düsenraum 8 gelangt
der Kraftstoff über
eine Hochdruckleitung 10, welche mit einem ähnlich dargestellten
Kraftstoffhochdruckspeicher verbunden ist. Die Zufuhr des Kraftstoffs
vom Kraftstoffhochdruckspeicher zur Hochdruckleitung 10 ist
mit dem Pfeil 11 markiert.
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An
dem der mindestens einen Einspritzöffnung 7 entgegengesetzten
Ende ist an der Düsennadel 5 eine
stufenförmige
Erweiterung 12 ausgebildet. Die stufenförmige Erweiterung 12 weist
an ihrem der mindestens einen Einspritzöffnung 7 zuweisenden Ende
eine Stirnfläche 13 auf,
welches mit einer Stirnseite 14 eines ersten Übersetzers 15 und
einer Stirnseite 16 eines zweiten Übersetzers 17 eine
Seite eines Steuerraums 18 begrenzt. In der in 1 dargestellten
Ausführungsform
umschließt
der erste Übersetzer 15 die
stufenförmige
Erweiterung 12 der Düsennadel 5.
Gleichzeitig ist der erste Übersetzer 12 vom
zweiten Übersetzer 17 umschlossen.
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Der
zweite Übersetzer 17 ist
von einem ringförmigen
Element 19 umschlossen, welches mit einer Beißkante 20 an
eine obere Stirnfläche 21 des
unteren Gehäuseteils 3 angestellt
ist. Durch Ausüben
einer Druckkraft auf eine der Beißkante 20 gegenüber liegende
Stirnfläche 22 des
ringförmigen
Elements 19 ist das ringförmige Element 19 flüssigkeitsdicht mit
der oberen Stirnfläche 21 des
unteren Gehäuseteils 3 verbunden.
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Neben
der Stirnfläche 13 der
stufenförmigen Erweiterung 12 der
Düsennadel 5,
der Stirnseite 14 des ersten Übersetzers 15 und
der Stirnseite 16 des zweiten Übersetzers 17 ist
der Steuerraum 18 durch die Innenseite 23 des
ringförmigen
Elements 19 und die obere Stirnfläche 21 des unteren
Gehäuseteils 3 begrenzt.
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In
der stufenförmigen
Erweiterung 12 der Düsennadel 5 ist
auf der der mindestens einen Einspritzöffnung 7 abgewandten
Seite eine topfförmige
Ausnehmung 24 ausgebildet. Die stufenförmige Erweiterung 12 der
Düsennadel 5 mitsamt
der topfförmigen Ausnehmung 24 und
der erste Übersetzer 15 umschließen einen
zweiten Steuerraum 25. Im zweiten Steuerraum 25 ist
ein erstes Federelement 26 aufgenommen, welches sich mit
einer Seite gegen den Boden 27 der topfförmigen Ausnehmung 24 und
mit der zweiten Seite gegen den ersten Übersetzer 15 abstützt. In
der hier dargestellten Ausführungsform
ist der erste Übersetzer 15 topfförmig ausgebildet,
so dass sich das erste Federelement 26 gegen den Boden 28 des
topfförmig
ausgebildeten ersten Übersetzers 15 abstützt. Das
erste Federelement 26 ist vorzugsweise eine als Druckfeder
arbeitende Spiralfeder, es ist aber auch jede andere, dem Fachmann
bekannte Druckfedervariante einsetzbar.
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Der
zweite Übersetzer 17 ist
von einem zweiten Federelement 29 umgeben. Das zweite Federelement 29 stützt sich
mit einer Seite gegen die Stirnfläche 22 des ringförmigen Elements 19 und
mit der zweiten Seite gegen eine Stirnfläche 30 einer Rippe 31 ab,
die an dem der mindestens einen Einspritzöffnung 7 abgewandten
Ende des zweiten Übersetzers 17 ausgebildet
ist.
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Über einen
Bypass 32 im Boden des in der hier dargestellten Ausführungsform
topfförmig
ausgebildeten zweiten Übersetzers 17 und
einen weiteren Bypass 33 im Boden des in dieser Ausführungsform
ebenfalls topfförmig
ausgebildeten ersten Übersetzers 15 wird
der zweite Steuerraum 25 mit unter hohem Druck stehenden
Kraftstoff versorgt. Bei einer Bewegung mit der Düsennadel 5 in
den zweiten Steuerraum 25, wodurch sich dessen Volumen
verringert, kann Kraftstoff aus dem Steuerraum 25 über den
Bypass 32, 33 herausströmen, so dass der Druck im zweiten
Steuerraum 25 konstant bleibt.
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Zur
Steuerung der Düsennadel 5 ist
im Kraftstoffinjektor 1 ein Aktor 34 angeordnet.
Der Aktor 34 ist vorzugsweise ein Piezoaktor. Der Aktor 34 wirkt auf
eine obere Stirnfläche 35 eines
Steuerkolbens 36. Mit einer unteren Stirnfläche 37 wirkt
der Steuerkolben 36 auf eine obere Stirnfläche 38 des
ersten Übersetzers 15.
Mit einer Stirnfläche 42 einer
Rippe 39, welche den Steuerkolben 36 umschließt, wirkt dieser
auf eine obere Stirnfläche 40 des
zweiten Übersetzers 17.
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Zur
Unterstützung
der Bewegungen des Steuerkolbens 36 ist an der Rippe 39 eine
Rohrfeder 41 formschlüssig
angebracht.
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An
die Rohrfeder 41 schließt sich in der hier dargestellten
Ausführungsform
eine Rippe 52 mit einer Anlagefläche 53 an, gegen welche
sich ein als Druckfeder ausgebildetes drittes Federelement 54 mit
einer Seite abstützt.
Mit der anderen Seite stützt sich
das dritte Federelement 54 gegen den zweiten Übersetzer 17 ab.
In der in 1 dargestellten Ausführungsform
umschließt
das Federelement 54 den Steuerkolben 36. Das Federelement 54 ist
vorzugsweise eine Spiralfeder, es kann aber auch jede weitere, dem
Fachmann bekannte Druckfedervariante als Federelement 54 eingesetzt
werden.
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Zum Öffnen der
mindestens einen Einspritzöffnung 7 wird
der Aktor 34 bestromt. Hierdurch erfährt der Aktor 34 eine
Längenausdehnung
in Richtung der mindestens einen Einspritzöffnung 7. Aufgrund
der Längenausdehnung
des Aktors 34 wird der Steuerkolben 36 und damit
der erste Übersetzer 15 in Richtung
der Einspritzöffnung
bewegt. Die Bewegung des ersten Übersetzers 15 in
Richtung der mindestens einen Einspritzöffnung 7 führt dazu,
dass die Stirnseite 14 des ersten Übersetzers 15 in den
Steuerraum 18 hineinbewegt wird. Hierdurch verkleinert sich
das Volumen des Steuerraums 18. Aufgrund von Leckageströmungen zwischen
dem ersten Übersetzer 15 und
dem zweiten Übersetzer 17 sowie
dem ersten Übersetzer 15 und
der stufenförmigen
Erweiterung 12 der Düsennadel 5 sowie
durch Leckageströmungen
entlang der Bohrung 4, in welche die Düsennadel 5 geführt ist,
ist der Steuerraum 18 mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff
gefüllt.
Durch die Verringerung des Volumens des Steuerraums 18 erhöht sich
der Druck im Steuerraum 18. Aufgrund des steigenden Drucks
im Steuerraum 18 nimmt die auf die Stirnfläche 13 der
stufenförmigen
Erweiterung 12 wirkende Druckkraft zu. Sobald die auf die
Stirnfläche 13 wirkende
Druckkraft größer ist
als die im zweiten Steuerraum 25 auf die stufenförmige Erweiterung 12 der
Düsennadel 5 wirkenden
Druckkräfte und
die Federkraft des ersten Federelements 26, bewegt sich
die Düsennadel 5 in
Richtung des Steuerkolbens 36. Hierdurch hebt sich die
Düsennadel 5 aus
dem Ventilsitz 6 und gibt so die mindestens eine Einspritzöffnung 7 frei.
Der Einspritzvorgang beginnt.
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Durch
die Längenausdehnung
des Aktors 34 und die zunächst konstante Position des
zweiten Übersetzers 17 wird
das den Steuerkolben 36 umschließende dritte Federelement 54 zusammengedrückt, bis
die Stirnfläche 42 der
Rippe 39 am Steuerkolben 36 an der oberen Stirnfläche 40 des
zweiten Übersetzers 17 anschlägt. Bei
einer weiteren Längenausdehnung
des Aktors 34 bewegt dieser über den Steuerkolben 36 den
zweiten Übersetzers 17 ebenfalls
in Richtung der mindestens einen Einspritzöffnung 7. Sobald die
obere Stirnfläche 40 des
zweiten Übersetzers 17 an
die Stirnfläche 42 der
Rippe 39 angeschlagen ist, werden sowohl der erste Übersetzer 15 als
auch der zweite Übersetzer 17 in
den Steuerraum 18 hineinbewegt. Dies führt zu einer weiteren Verringerung
des Volumens und damit einer weiteren Druckerhöhung im Steuerraum 18.
Dies führt
zu einer weiteren Bewegung der Düsennadel 5 in
Richtung des Steuerkolbens 36 und damit zu einer weiteren Zunahme
des Durchflussquerschnitts am Ventilsitz 6.
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Beim Öffnen der
Düsennadel 5 wird
das erste Federelement 26 zusammengedrückt. Je kleiner der Abstand
zwischen dem Boden 27 der topfförmigen Ausnehmung 24 und
dem Boden 28 des ersten Übersetzers 15 ist,
um so größer ist
die Kraft, die aufgewendet werden muss, um das erste Federelement 26 weiter
zusammenzudrücken.
Die Bewegung der Düsennadel 5 in
Richtung des Steuerkolbens 36 ist spätestens dann beendet, wenn
das Federelement 26 nicht weiter zusammengedrückt werden
kann.
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Bei
der hier dargestellten Ausführungsform mit
rotationssymmetrisch ausgebildeter Düsennadel 5 und ebenfalls
rotationssymmetrisch ausgebildetem ersten Übersetzer 15 und zweiten Übersetzer 17 berechnet
sich das Übersetzungsverhältnis, solange nur
der erste Übersetzer 15 bewegt
wird, aus der Differenz des Durchmessers d1 der
Düsennadel 5 im Bereich
der Bohrung 4 und des Durchmessers d2 der Düsennadel 5 im
Bereich der stufenförmigen
Erweiterung 12 zur Differenz des Außendurchmessers d3 des
ersten Übersetzers 15 und
des Durchmessers d2 der stufenförmigen Erweiterung 12.
Das Übersetzungsverhältnis d2 – d1 : d3 – d2 liegt dabei im Bereich von 1 : 1 bis 1
: 1,5. Aufgrund dieser kleinen Übersetzung
wird die Düsennadel 5 mit
hoher Steifigkeit schnell und präzise
geöffnet.
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Sobald
auch der zweite Übersetzer 17 mit
in den Steuerraum 18 hineinbewegt wird, berechnet sich
das Übersetzungsverhältnis aus
der Differenz des Durchmessers d2 der stufenförmigen Erweiterung 12 und
des Durchmessers d1 der Düsennadel 5 im
Bereich der Bohrung 4 zur Differenz des Außendurchmessers
d4 des zweiten Übersetzers 17 und des
Durchmessers d2 der stufenförmigen Erweiterung 12.
Die Übersetzung
d2 – d1 : d4 – d2 liegt dabei im Bereich von 1 : 4 bis 1
: 7. Aufgrund der hohen Übersetzung
führt bereits
eine kleine Bewegung des ersten Übersetzers 15 und
des zweiten Übersetzers 17 in
den Steuerraum 18 zu einer starken Druckerhöhung und
zu einer großen
Bewegung der Düsennadel 5.
Aus diesem Grund reicht bereits ein kleiner Hub des Aktors 34,
um die Düsennadel 5 weit
zu öffnen.
Aufgrund der durch die Öffnung
der Düsennadel 5 zunehmenden
Federkraft im ersten Federelement 26 nimmt mit zunehmender Öffnung der
Düsennadel 5 die Öffnungsgeschwindigkeit
ab.
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Durch
die Verwendung des ersten Übersetzers 15 und
des zweiten Übersetzers 17 zur Öffnung der
mindestens einen Einspritzöffnung 7 kann
durch die Einstellung des Zeitpunkts, zu welchem der zweite Übersetzer 17 bewegt
wird, der Einspritzverlauf optimal an die Verbrennung im Brennraum 43 angepasst
werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Aufbaus des Kraftstoffinjektors 1 mit
den zwei Übersetzern 15, 17 ist,
dass durch die Bewegung der Übersetzer 15, 17 in
den Steuerraum 18 hinein zum Öffnen der mindestens einen
Einspritzöffnung 7 der Aktor 34 zum Öffnen mit
Spannung versorgt wird und zum Schließen die Spannung vom Aktor 34 genommen
wird.
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Zum
Schließen
der mindestens einen Einspritzöffnung 7 wird
die Spannung vom Aktor 34 genommen. Hierdurch verkürzt sich
der Aktor 34 durch Zusammenziehen des Piezokristallstapels
und der Steuerkolben 36 wird, unterstützt von der Rohrfeder 41,
in Richtung von der mindestens einen Einspritzöffnung 7 wegbewegt.
Hierdurch bewegen sich zunächst
sowohl der erste Übersetzer 15 als
auch der zweite Übersetzer 17 aus
dem Steuerraum 18 heraus. Dies führt zu einer Vergrößerung des
Volumens im Steuerraum 18 und damit zu einer Druckabnahme.
Die Druckabnahme im Steuerraum 18 führt wiederum dazu, dass die
Druckkraft, die auf die Stirnfläche 13 der
stufenförmigen
Erweiterung 12 der Düsennadel 5 wirkt,
abnimmt. Sobald die Druckkraft auf die Stirnfläche 13 der stufenförmigen Erweite rung 12 kleiner
ist als die Druckkraft auf die stufenförmige Erweiterung im Steuerraum 25 und
die Druckkraft des ersten Federelements 26 bewegt sich
die Düsennadel 5 in
Richtung der mindestens einen Einspritzöffnung 7. Die Bewegung
des zweiten Übersetzers 17 in Richtung
des Aktors 34 wird durch das zweite Federelement 29 unterstützt. Beim Öffnen der
mindestens einen Einspritzöffnung 7 wird
das zweite Federelement 29 durch die Bewegung des zweiten Übersetzers 17 in
den Steuerraum 18 hinein zusammengedrückt. Dadurch nimmt die Federkraft,
die auf die Stirnfläche 30 der
Rippe 31 am zweiten Übersetzer 17 und
die Stirnfläche 22 des
ringförmigen
Elements 19 wirkt, zu. Diese Federkraft des zweiten Federelements 29 wirkt
bei Verschließen
der mindestens einen Einspritzöffnung
auf die Stirnfläche 30 der
Rippe 31 und unterstützt
so die Bewegung des zweiten Übersetzers 17 in
Richtung des Aktors 34. Das Federelement 29 ist
vorzugsweise eine als Spiralfeder ausgebildete Druckfeder. Es ist
aber auch jede weitere, dem Fachmann bekannte Druckfedervariante
als Federelement 29 einsetzbar. Bei weiterer Verkürzung des
Aktors 34 und damit Bewegung des Steuerkolbens 36 in
Richtung des Aktors 34 durch Zurücknahme der Bestromung und
dem daraus resultierenden Zusammenziehen des Piezokristallstapels
des Aktors 34 wird das dritte Federelement 54 wieder
entlastet. Die Bewegung des zweiten Übersetzers 17 wird
an der Ausgangsposition durch Kräfteausgleich der
auf die Stirnflächen 16, 40 wirkenden
Druckkräfte und
der Federkräfte
des zweiten Federelementes 29 und des dritten Federelementes 54 gestoppt.
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Durch
die weitere Bewegung des Steuerkolbens 36 in Richtung des
Aktors 34 bewegt sich der erste Übersetzer 15 unterstützt durch
die Federkraft des ersten Federelements 26 ebenfalls weiter
in Richtung des Aktors 34. Hierdurch bewegt sich die Stirnseite 14 des
ersten Übersetzers 15 weiter
aus dem Steuerraum 18 heraus, was zu einer Vergrößerung des
Volumens des Steuerraums 18 und damit zu einer Druckabnahme
im Steuerraum 18 führt.
Die weiter Druckabnahme im Steuerraum 18 führt zu einer
weiteren Bewegung der Düsennadel 5 in
Richtung der mindestens einen Einspritzöffnung 7, bis die Düsennadel 5 in
den Ventilsitz gestellt ist und so die mindestens eine Einspritzöffnung 7 verschlossen
ist.
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In 2 sind
der zeitliche Verlauf des Aktorhubs und der zeitliche Verlauf des Öffnungshubs
der Düsennadel
dargestellt.
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In
dem Diagramm in 2 ist auf der Abszisse die Zeit
t und auf der Ordinate der Hub h aufgetragen. Um den Einspritzvorgang
zu starten, wird der Aktor 34 bestromt. Sobald auf den
Aktor 34 eine Spannung gegeben wird, beginnt dessen Piezokristallstapel
sich auszudehnen. Mit Beginn der Ausdehnung des Aktors 34 bis
zum Zeitpunkt t1 wird der erste Übersetzer 15 in
den Steuerraum 18 hineinbewegt. Zum Zeitpunkt t1 schlägt
die Stirnfläche 42 der
Rippe 39 an der oberen Stirnfläche 40 des zweiten Übersetzers 17 an
und beginnt diesen ebenfalls in Richtung des Steuerraums 18 zu
bewegen. Die Längenzunahme
des Aktors 34 ist mit Bezugszeichen 44 gekennzeichnet.
Sobald der Aktor 34 seine maximale Länge erreicht hat und weiterhin
bestromt bleibt, ändert
er seine Länge
nicht mehr. Der Zeitraum des maximalen Hubs des Aktors 34 ist
mit Bezugszeichen 45 gekennzeichnet. Um den Einspritzvorgang
zu beenden, wird die Spannung am Aktor 34 zurückgenommen. Hierdurch
verkürzt
sich dessen Piezokristallstapel wieder auf die ursprüngliche
Länge.
Dies ist im Diagramm in 2 durch den Kurvenabschnitt 46 dargestellt.
Etwas zeitversetzt zum Beginn der Bestromung des Aktors 34 beginnt
sich die Düsennadel 5 aus
dem Ventilsitz 6 zu heben. Die schnelle Öffnungsbewegung
der Düsennadel 5 ist
durch den Kurvenabschnitt 47 dargestellt. Sobald zum Zeitpunkt
t1 der zweite Übersetzer 17 mit in
den Steuerraum 18 hineinbewegt wird, nimmt die Öffnungsgeschwindigkeit
der Düsennadel 5 ab.
Dies zeigt sich durch den flacheren Kurvenverlauf 48. Die
Abnahme der Öffnungsgeschwindigkeit
resultiert aus der zunehmenden Kraft, die auf den Aktor 34 wirkt.
Diese bewirkt, dass die Geschwindigkeit, mit der sich die Piezokristalle
ausdehnen, abnimmt.
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Der Öffnungsvorgang
der Düsennadel 5 wird durch
die Kompression des ersten Federelements 26 oder durch
Anschlagen an einen hier nicht dargestellten Anschlag gestoppt.
Aus diesem Grund ändert sich
wie mit Bezugszeichen 49 dargestellt, der Hub der Düsennadel 5 zunächst nicht
weiter. Sobald die Bestromung des Aktors 34 beendet ist
und dieser sich wieder verkürzt,
bewegen sich zunächst
beide Übersetzer 15, 17 aus
dem Steuerraum 18 heraus. Mit einer kleinen Zeitverzögerung beginnt
auch die Düsennadel 5 sich
erneut in Richtung der Einspritzöffnung 7 zu
bewegen. Solange sowohl der erste Übersetzer 15 als auch
der zweite Übersetzer 17 bewegt
werden, bewegt sich die Düsennadel 5 langsam,
wie mit Bezugszeichen 50 dargestellt. Die Schließgeschwindigkeit
der Düsennadel
nimmt weiter zu, sobald nur noch der erste Übersetzer 15 aus dem
Steuerraum 18 heraus bewegt wird. Dies ist im Kurvenabschnitt
mit Bezugszeichen 51 dargestellt.
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- 1
- Kraftstoffinjektor
- 2
- oberes
Gehäuseteil
- 3
- unteres
Gehäuseteil
- 4
- Bohrung
- 5
- Düsennadel
- 6
- Ventilsitz
- 7
- Einspritzöffnung
- 8
- Düsenraum
- 9
- Ringspalt
- 10
- Hochdruckleitung
- 11
- Kraftstoffzufuhr
- 12
- stufenförmige Erweiterung
- 13
- Stirnfläche
- 14
- Stirnseite
des ersten Übersetzers 15
- 15
- erster Übersetzer
- 16
- Stirnseite
des zweiten Übersetzers 17
- 17
- zweiter Übersetzer
- 18
- Steuerraum
- 19
- ringförmiges Element
- 20
- Beißkante
- 21
- obere
Stirnfläche
des unteren Gehäuseteils 3
- 22
- Stirnfläche des
ringförmigen
Elements 19
- 23
- Innenseite
des ringförmigen
Elements 19
- 24
- topfförmige Ausnehmung
- 25
- zweiter
Steuerraum
- 26
- erstes
Federelement
- 27
- Boden
der topfförmigen
Ausnehmung 24
- 28
- Boden
des ersten Übersetzers 15
- 29
- zweites
Federelement
- 30
- Stirnfläche der
Rippe 31
- 31
- Rippe
- 32
- Bypass
im zweiten Übersetzer 17
- 33
- Bypass
im ersten Übersetzer 15
- 34
- Aktor
- 35
- obere
Stirnfläche
des Steuerkolbens 36
- 36
- Steuerkolben
- 37
- untere
Stirnfläche
des Steuerkolbens 36
- 38
- obere
Stirnfläche
des ersten Übersetzers 15
- 39
- Rippe
am Steuerkolben 36
- 40
- obere
Stirnfläche
des zweiten Übersetzers 17
- 41
- Rohrfeder
- 42
- Stirnfläche
- 43
- Brennraum
- 44
- Längenzunahme
des Aktors
- 45
- maximaler
Hub des Aktors
- 46
- Längenabnahme
des Aktors
- 47
- erster Öffnungsabschnitt
der Düsennadel 5
- 48
- zweiter Öffnungsabschnitt
der Düsennadel 5
- 49
- maximaler Öffnungshub
der Düsennadel 5
- 50
- erster
Schließabschnitt
der Düsennadel 5
- 51
- zweiter
Schließabschnitt
der Düsennadel 5
- 52
- Rippe
- 53
- Anlagefläche
- 54
- drittes
Federelement
- d1
- Durchmesser
der Düsennadel 5 im
Bereich der Bohrung 4
- d2
- Durchmesser
der stufenförmigen
Erweiterung 12
- d3
- Außendurchmesser
des ersten Übersetzers 15
- d4
- Außendurchmesser
des zweiten Übersetzers 17
- h
- Hub
- h1
- Hub
- t
- Zeit
- t1
- Zeitpunkt