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Die
Erfindung betrifft einen Gasheizstrahler nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
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Ein
spezieller Aspekt der Erfindung bezieht sich auf eine für einen
solchen Gasheizstrahler geeignete schwenkbare Baugruppe nach Anspruch
6.
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Bei
aus der Praxis bekannten Gasheizstrahlern ist zumeist ein horizontal über einer
Brennfläche angeordneter
Reflektorschirm starrer Bestandteil des als Standgerät ausgebildeten
Gasheizstrahlers. Ebenso ist der Reflektorschirm bei entsprechenden verfahrbaren
Gasheizstrahlergeräten
integrierter Bestandteil. In diesen Fällen kann die über den
Reflektorschirm reflektierte Infrarotwärmestrahlung, die von einem
Brennerkopf bzw. einer hierin angeordneten Brennfläche ausgeht,
im wesentlichen nur nach unten und um 360° horizontal praktisch gleichmäßig abgestrahlt
werden. Dies entspricht aber nicht immer den räumlichen Gegebenheiten und
Bedürfnissen der
zu erwärmenden
Person oder Personengruppe, insbesondere dann, wenn der Gasheizstrahler
am Rande einer Fläche,
beispielsweise Terrassenfläche, aufzustellen
ist, in deren Zentrum sich die Personen aufhalten. In solchen Fällen kann
es erwünscht
sein, die Infrarotwärmestrahlung
bevorzugt in einer Richtung und weiter von dem Standgerät wegzurichten.
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Es
sind daher bereits Gasheizstrahler in Form eines Standgeräte bekannt,
bei denen ein gegenüber
einem Brennerkopf mit einer Brennfläche angeordneter gekrümmter Reflektor
um eine horizontale Schwenkachse gegenüber der Brennfläche schwenkbar
ist, wodurch die Wärmestrahlung
wahlweise näher
oder ferner nach unten gerichtet werden kann (
DE 202 10 962.3 ). In diesem Gasheizstrahler ist
die horizontale Schwenkachse integraler Bestandteil, und die Schwenkachse
verläuft
direkt durch einen Teil des Reflektors, der somit zur Anbringung bzw.
Lagerung an der Schwenkachse ausgebildet ist. Insbesondere ist der
Reflektor haubenförmig,
im Querschnitt angenähert
umgekehrt U-förmig
mit zwei seitlichen Wangen ausgebildet, durch die die Schwenkachse
verläuft. – Diese
Bauweise ist aber nicht ohne weiteres auf andere Gasheizstrahler
mit flach annähernd
parabolförmigen
oder konusförmigen
Reflektoren übertragbar.
Die letztgenannten Gasheizstrahler müßten konstruktiv umständlich zur Aufnahme
der Schwenkachse eingerichtet werden. Ein nachträglicher Einbau einer horizontalen Schwenkachse
ist somit praktisch ausgeschlossen.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gasheizstrahler
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, der mit einer unkompliziert
einsetzbaren horizontalen Schwenkachse ausgerüstet ist, wobei auch herkömmliche
Gasheizstrahler mit flach parabolförmigen oder konischen Reflektoren
nachträglich
mit einer horizontalen Schwenkachse ausgestattet werden sollen.
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Die
erfindungsgemäße Lösung dieser
Aufgabe ist durch die Ausbildung eines Gasheizstrahlers mit den
in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen
erreicht.
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Der
Kern der erfindungsgemäßen Lösung besteht
in einer eigenständigen
schwenkbaren Baugruppe für
solche Gasheizstrahler nach Anspruch 6.
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Somit
besteht die eigenständige,
das heißt als
solche handhabbare und handelbare Baugruppe in wesentlichen aus
einer oberen Befestigungsscheibe und einer unteren Befestigungsscheibe,
zwischen denen die horizontale Schwenkachse angeordnet ist, wobei
die beiden Befestigungsscheiben über
Bauteile der Schwenkachse mit-einander in Verbindung stehen. Die
beiden Befestigungsscheiben können somit
auch im eingebauten Zustand zueinander parallel, aber auch geneigt
ausgerichtet werden. Eine entsprechende Neigung nimmt der Reflektor
an. Die Einstellung kann nach Positionierung in die gewünschte Neigung
arretiert werden. Diese Baugruppe läßt sich unkompliziert auch
nachträglich
zwischen einem Brennerkopf und einem flach parabolisch bzw. annähernd konisch
ausgebildeten Reflektor einsetzen, und zwar in eine große Typenvielfalt solcher
Gasheizstrahler. Zum Einsatz brauchen gegebenenfalls nur die Befestigungsmittel
an den Befestigungsscheiben angepaßt zu werden.
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Im
Ergebnis können
somit nachrüstbar
die gleichen Vorteile erzielt werden wie mit herkömmlichen
Spezialkonstruktionen, in denen der stufenlos einstellbare Reflektor
die Strahlungswärme
gezielt in eine gewünschte
Richtung in mehr oder weniger großem Abstand zu dem Standgerät lenken
kann. Das gleiche gilt für
fahrbare Gasheizstrahler, die abgesehen von ihrer Verfahrbarkeit
im wesentlichen wie Standgeräte
ausgebildet sind. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz der horizontalen
Schwenkachse zur Verstellung des Reflektors bei kleineren Terrassen, an
deren Rand der Gasheizstrahler aufgestellt wird, während sich
die Personen eher im zentralen Bereich der Terrasse befinden. Mit
gleichen Vorteilen kann im Gewerbebereich bei großen Terrassen
eine Reihe Gasheizstrahler im Außenbereich aufgestellt werden, um
die von ihnen abgegebene Strahlungswärme trotzdem nach richtiger
Einstellung wirtschaftlich zu nutzen. Somit können die mit der schwenkbaren
Baugruppe ausgestatteten Gasheizstrahler praktisch überall platzsparend
und wärmeübertragend
optimiert aufgestellt werden.
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Bevorzugt
und konstruktiv einfach umfassen die Bauteile der Schwenkachse der
Baugruppe zwei Flanschpaare mit je zwei parallelen vertikalen Flanschen,
die zur Arretierung mittelbar oder unmittelbar zusammengepreßt werden
können.
Dabei steht je ein erster der Flansche eines Flanschpaars mit der oberen
Befestigungsscheibe in fester Verbindung und ein zweiter der Flansche
des Flanschpaars ist mit der unteren Befestigungsscheibe verbunden.
Beide Flansche der Flanschpaare weisen miteinander fluchtende Löcher auf,
durch die die horizontale Schwenkachse verläuft. – Bei dieser Bauweise ist jeweils
einer der beiden Flansche eines Flanschpaares, nämlich der mit der unteren Befestigungsscheibe verbundene
Flansch, dieser gegenüber
feststehend, während
ein zweiter Flansch dieses Flanschpaares zusammen mit der oberen
Befestigungsscheibe um die Schwenkachse bezüglich der unteren Befestigungsscheibe
geschwenkt werden kann. Durch die Ausbildung mit den Flanschen wird
eine kompakte leichte Bauweise erzielt, mit der ein Spiel in horizontaler
Richtung der Schwenkachse auch während
der Einstellung des Reflektors weitgehend vermieden wird. Die Arretierung
erfolgt in der Nähe
der Schwenkachse durch einfaches Zusammenpressen der Flansche jeweils
eines der Flanschpaare.
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Nach
Positionierung kann die Neigung der Baugruppe z.B. nach Anspruch
3 arretiert werden, indem die horizontale Schwenkachse durch zwei Schrauben
realisiert ist, von denen je eine durch die Löcher eines Flanschpaars gesteckt
ist und mit einer Mutter versehen ist. Durch Festschrauben der Mutter werden
die beiden Flansche eines Flanschpaars zusammengedrückt, so
daß diese
nicht mehr gegeneinander schwenkbar sind. Zwischen den beiden Flanschen
kann sich dabei eine Scheibe befinden, die an der Arretierung teilnimmt.
Als Mutter kann bevorzugt zur manuellen Betätigung eine Flügelmutter
dienen.
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Weiterhin
konstruktiv besonders einfach ist jener vertikale Flansch Bestandteil
eines Winkelstücks,
welches an der oberen Befestigungsscheibe bzw. der unteren Befestigungsscheibe
angenietet ist. – Es
ist aber auch denkbar, die Flansche aus den Befestigungsscheiben
zu stanzen und in rechtwinklige Position zu diesen zu biegen, um
einen Montagevorgang des Winkelstücks an der Befestigungsscheibe einzusparen.
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Gemäß Anspruch
5 kann die obere Befestigungsscheibe Befestigungslöcher aufweisen,
durch die der Reflektor angeschraubt werden kann. In ähnlicher
Weise kann die untere Befestigungsscheibe mit Befestigungslöchern versehen
sein, durch die Verbindungsstifte angeschraubt werden können, die aus
dem Brennerkopf ragen. Die Befestigungslöcher der beiden Befestigungsscheiben
lassen sich vor der Montage der Baugruppe in einem Gasheizstrahler speziell
nach dessen Maßgabe
anordnen. Die Baugruppe ist deshalb universell verwendbar.
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Die
voranstehend im Zusammenhang mit dem Gasheizstrahler genannten Merkmale
der schwenkbaren Baugruppe sind für diese in den Ansprüchen 6–9 enthalten.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung mit zwei
Figuren erläutert.
Es zeigen:
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1 einen
Terrassenstrahler als Standgerät
mit eingebauter schwenkbarer Baugruppe in einer Seitenansicht,
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2 den
oberen Teil des Terrassenstrahlers mit der Baugruppe in größerer Darstellung,
ebenfalls in Seitenansicht,
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3 die
Baugruppe in noch größerer Darstellung
in einer gegenüber 2 um
90° um eine Hochachse
gedrehter Darstellung und
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4 eine
Draufsicht auf die Baugruppe gemäß 3.
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In 1 ist
mit 1 ein Ständer
mit einem Fuß 2 eines
Terrassenstrahlers als Standgerät
bezeichnet, welches ein Infrarot-Gasheizstrahler ist. Der Ständer trägt ein konusförmiges Teil 3 mit
einem Lochblechmantel 4, der die Brennfläche einschließt. Die
letztgenannten Teile 3, 4 bilden einen Brennerkopf 14.
Im Abstand über
dem Lochblechmantel 4 ist ein flach annähernd konusförmiger Reflektor 5 angeordnet,
der zusätzlich
in unterbrochenen Linien verschwenkt dargestellt ist und in den
verschwenkten Einstellungen mit 5' bzw. 5'' bezeichnet
ist. Die Schwenkbarkeit wird mit einer Baugruppe 6 erzielt, die
unten besprochen wird. Zu dem Infrarot-Gasheizstrahler sei noch
bemerkt, daß dessen
Piezo Zünd-Starter 7 und
Regler 8 einer Gasquelle an dem konusförmigen Teil 3 erkennbar
sind. – Unten
sind an dem Ständer
Befestigungselemente mit einer Kette für eine Gasflasche erkennbar,
die als hier unwesentlich nicht mit Bezugszeichen versehen sind.
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Die
schwenkbare Baugruppe wird anschließend unter besonderer Bezugnahme
auf die 2–4 beschrieben.
Sie umfaßt
im wesentlichen eine obere, runde Befestigungsscheibe 9,
an der der Reflektor 5 angeschraubt ist, sowie eine unte re,
ebenfalls runde Befestigungsscheibe 10, die auf Verbindungsstifte 11–13 in
Form von Stehbolzen, die aus dem Brennerkopf 14 ragen,
geschraubt ist. Die Verbindungsstifte sind dabei von oben betrachtet
um einen Winkel von 120° gegeneinander
versetzt. Gleiches gilt für
die nicht bezeichneten Befestigungsschrauben an der unteren Befestigungsscheibe 10. Löcher 21, 22, 23 in
der Befestigungsscheibe 9 bzw. nicht bezeichnete Löcher in
der Befestigungsscheibe 10 lassen sich an andere Anordnungen
von Verbindungslöchern
in dem Reflektor 5 bzw. der Verbindungsstifte 11–13 frei
anpassen.
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Die
beiden Befestigungsscheiben 9, 10 stehen über zwei
Flanschpaare 15, 15'; 24, 24' miteinander
in Verbindung, von denen das Flanschpaar 15 in 2 sichtbar
ist. Das zweite Flanschpaar 15' liegt unter der Zeichenebene dahinter.
Jedes Flanschpaar umfaßt
zwei vertikale, parallel liegende Flansche 16, 24 bzw. 16', 24'. Jeder Flansch
ist Bestandteil eines Winkelstücks 17, 17' bzw. 24, 24', welches im
Bereich der Befestigungsscheibe 10 bzw. 9 um 90° umgebogen
ist. Beispielsweise das Winkelstück,
aus dem der Flansch 16 ausgeformt ist, mit 18 bezeichnet und
das Winkelstück,
zu dem der Flansch 24 gehört, mit 17. Die Winkelstücke 18, 18' sind an der
oberen Befestigungsscheibe 9 fest angebracht, z.B. angenietet.
Die Winkelstücke 17, 17' sind an der
unteren Befestigungsscheibe 10 fest angebracht. Statt der festen
Anbringung der Winkelstücke
können
diese auch einstückig
aus den Befestigungsscheiben 9, 10 ausgeformt
sein.
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Durch
beide Flanschpaare 15, 15', also sämtliche Flansche, reichen miteinander
fluchtende Löcher,
z.B. 19, 19',
in deren Zentrum die Schwenkachse liegt. Die Schwenkachse wird durch
zwei Schrauben 20, 20' realisiert, mit denen die beiden Flanschpaare
jeweils so zusammengeschraubt sind, daß sie bei loser Schraubverbindung
eine gegenseitige Drehung der Flansche des Flanschpaars gestatten,
diese aber bei fester Schraubverbindung zusammendrücken, so
daß die
Schrägstellung
des Reflektors fixiert wird. Die entsprechenden Schraubverbindungsanordnungen
sind vervollständigt
mit Muttern 30 bzw. 30' sowie mit Scheiben 25–29 bzw. 25'–29', die in an
sich herkömmlicher
Weise als Unterlegscheiben oder Zahnscheiben ausgebildet und angeordnet
sind. – Die
Schrau ben können
mit konventionellen Sechskantmuttern mittels eines Schraubenschlüssels fixiert
werden. Es ist statt dessen aber auch möglich, ohne Werkzeug manuell
betätigbare Flügelmuttern
einzusetzen. In jedem Fall ist eine einfache, sinnfällige und
sicher fixierbare Schrägstellung
des Reflektors 5 um die horizontale Schwenkachse beispielsweise
in die Positionen bei 5' oder 5'' möglich.
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- 1
- Ständer
- 2
- Fuß
- 3
- konusförmiges Teil
- 4
- Lochblechmantel
- 5', 5''
- Reflektor
- 6
- Baugruppe
- 7
- Piezo
Zünd-Starter
- 8
- Regler
für Gasquelle
- 9
- obere
Befestigungsscheibe
- 10
- untere
Befestigungsscheibe
- 11
- Verbindungsstift
- 12
- Verbindungsstift
- 13
- Verbindungsstift
- 14
- Brennerkopf
- 15,
15'
- Flanschpaar
- 16,
16'
- Flansch
- 17,
17'
- Winkelstück
- 18,
18'
- Winkelstück
- 19,
19'
- Loch
- 20,
20'
- Schraube
- 21
- Loch
- 22
- Loch
- 23
- Loch
- 24,
24'
- Flansch
- 25,
25'
- Scheibe
- 26,
26'
- Scheibe
- 27,
27'
- Scheibe
- 28,
28'
- Scheibe
- 29,
29'
- Scheibe
- 30,
30'
- Mutter