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Die
Erfindung betrifft ein Sockelsystem, insbesondere für Küchenmöbel, im
Wesentlichen bestehend aus Platten, vorzugsweise Sockelblenden,
und einem diese stirnseitig verbindenden Verbinder.
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Zur
Verbindung von Sockelteilen sind Überblattungen, Zapfenverbindungen,
Federverbindungen sowie Dübelverbindungen
bekannt. Die Art dieser Verbindungen erfordert es, das die Flächen noch zeitaufwändig verleimt,
genagelt, geschraubt oder gedübelt
werden.
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Sockelsysteme,
insbesondere für
Küchenmöbel, sollen
aber in der Wohnung des Verbrauchers aufgestellt, ausgerichtet und
montiert werden. Außerdem
sollen die Sockelteile auch wieder leicht entfernt werden, um Zugriff
zu dem Raum unterhalb des Möbels
zu erhalten. Hierbei können
zum Beispiel Reparaturen am Möbelfuß vorgenommen
oder die Reinigung des Zwischenraumes ermöglicht werden.
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Um
dieses zu ermöglichen,
schlägt
die deutsche Gebrauchsmusterschrift
201
08 472 Verbindungsglieder mit Zapfen und sich kreuzenden Schnäppernuten
vor. Nachteilig an dem vorgeschlagenen Sockelsystem ist es, dass
die Verbindungsglieder und die Zapfen im Innenraum Platz beanspruchen,
der nicht mehr anderweitig, beispielsweise für eine Schublade, genutzt werden
kann. Außerdem können die
Verbindungsglieder nur im Innenraum benutzt werden, weil sie durch
die Sockelleiste aus funktionellen und ästhetischen Gründen verdeckt werden
müssen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es deshalb, ein Sockelsystem, insbesondere für Küchenmöbel, im
wesentlichen bestehend aus Platten, vorzugsweise Sockelblenden,
und einem diese stirnseitig verbindenden Innenverbinder, wobei der
Innenverbinder lösbar ausgeführt ist
und die Sockelblenden eine oder mehrere stirnseitige Öffnungen
zur Aufnahme des Innenverbinders aufweisen, vorzuschlagen, das die
o.g. Nachteile vermeidet und es ermöglicht, den Innenraum des Sockelsystems
vollständig
zu nutzen.
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Die
erfindungsgemäße Lösung dieser
Aufgabe für
den gattungsgemäßen Gegenstand
sieht vor, dass für
das Sockelsystem Innenverbinder als Steg mit zwei angesetzten Schenkeln
ausgeführt
ist. Hierbei greift jeweils ein Schenkel in die Öffnung einer Sockelblende ein
und ist so mit dieser verbunden. Der andere Schenkel greift in die
andere Sockelblende ein und verbindet so beide Sockelblenden über den
Innenverbinder. Durch den Steg wird eine Fuge zwischen beiden Blenden
gebildet. Es ist aber auch möglich,
eine Öffnung
in jeweils beiden verbundenen Sockelblenden für den Steg vorzusehen, so dass
beide Blenden fugenlos miteinander verbunden sind. Durch den Innenverbinder
wird der Raum innerhalb der Sockelblenden ausgenutzt und von außen sind keine
Verbindungsteile sichtbar. Außerdem
entsteht außerhalb
der beiden verbundenen Teile kein zusätzlicher Raum bzw. Platzbedarf.
Daher kann ein bei der Verbindung von mehreren Sockelblenden entstehender
Innenraum vollständig
genutzt werden.
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Mit
Vorteil sind die beiden Schenkel mit dem Steg durch ein Gelenk verbunden.
Hierdurch ist es möglich,
jeweils zwei Sockelblenden mit unterschiedlichen Gehrungswinkeln
durch den Innenverbinder zu verbinden.
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In
dem das Gelenk rückstellend
ausgeführt ist
und/oder die Schenkel ohne äußere Kraft
eine Wirkung vorzugsweise einen Winkel von 45° zu dem Steg bilden, nehmen
beide Schenkel in Ruhestellung eine bevorzugte Position von 90° zueinander
ein. Dies entspricht dem üblichen
Winkel zwischen zwei Sockelblenden. Durch das Gelenk sind aber auch
beliebige andere Winkel möglich.
Bei anderen Winkeln werden beide Schenkel gegen die Öffnung der
Sockelblenden gedrückt
und stabilisieren so die Verbindung zusätzlich.
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Um
eine Formstabilität
bei geringerem Materialaufwand zu erreichen, weisen die Schenkel
ein U-förmiges
Profil mit einer Basis und einer Oberseite und Unterseite auf, deren
Breite vorzugsweise unterschiedlich bemessen ist. Der Innenverbinder
wird vorzugsweise als ein einteiliges Bauteil im Spritzgussverfahren
hergestellt. Das Gelenk kann hierbei dadurch realisiert werden,
dass die Profile sich in Richtung Basis verjüngen und so im wesentlichen
an ihrer Basis mit dem Steg verbunden sind.
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Wenn
die lichte Weite der Öffnungen
der Sockelblenden so mit der Breite der Oberseite und/oder Unterseite
der U-förmigen
Profile abgestimmt ist, dass sich eine Klemmwirkung ergibt, dann
verkanten sich Ober- und Unterseite der U-förmigen Profile in den Öffnungen
und halten so den Innenverbinder fest aber dennoch lösbar in
seiner Position.
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Wenn
mindestens ein Schenkel eine zum freien Ende hin abnehmende Breite
aufweist, lässt sich
der Innenverbinder leichter in die Öffnung einführen.
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Eine
funktionelle und ästhetische
Abdeckung der durch den Steg des Innenverbinders gebildeten Fuge
lässt sich
dadurch erreichen, dass in der zur Innen- und/oder Außenseite
der verbundenen Sockelblenden weisenden Fläche des Steges des Innenverbinders
an einem oder an beiden Enden mindestens eine Nut zur Aufnahme eines
Keder-Profils vorgesehen ist. Außerdem lässt sich das Keder-Profil sowohl zur
Montage an der Außenseite
wie auch an der Innenseite verwenden. Eine Anpassung an verschiedene
Gestaltungen des Sockelsystems ist durch unterschiedliche Muster
und Farben des Keder-Profils möglich.
Muster und Farbe sind zweckmäßigerweise der
Gesamtgestaltung angepasst.
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Wenn
das Keder-Profil als Rundleiste mit angeformter Leiste ausgeführt ist,
ist die Montage durch einfaches Einstecken in die Nut und die Demontage durch
Abziehen des Keder-Profils möglich.
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Dadurch,
dass der Innenverbinder und das Keder-Profil als ein zusammenhängendes
Leistenelement hergestellt sind, wobei der Innenverbinder funktionell
zwei miteinander in einem Winkel verbundene Verbinderschenkel und
das Keder-Profil funktionell zwei miteinander in einem Winkel verbundene Kederschenkel
aufweisen, die zueinander so angeordnet sind, dass das Leistenelement
im Querschnitt ein im Wesentlichen kreuzförmiges Profil aufweist, ist eine
besonders kostengünstige
Herstellung möglich. Außerdem wird
der Montageaufwand reduziert, da das Keder-Profil nicht gesondert
angebracht werden muss. Die beiden Schenkelpaare sind vorzugsweise gelenkig
verbunden, so dass unterschiedliche Gehrungswinkel der verbundenen
Sockelblenden möglich
sind.
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Ein ästhetischer
Abschluss und eine Abdeckung der beiden Stirnflächen der Sockelblenden wird
dadurch erreicht, dass das Leistenelement eine den Kederschenkeln
angeformte, diese abdeckende, Rundleiste aufweist.
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Eine
stabile Verbindung von zwei Sockelblenden wird dadurch erzielt,
die Verbinderschenkel länger
und dicker als die Kederschenkel sind. Die Verbinderschenkel sind
dabei funktionell für
die mechanische Verbindung verantwortlich, während die kürzeren und dünneren Kederschenkel
zusammen mit der Rundleiste die Stirnflächen der Sockelblenden abdecken.
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Die
Stabilität
der Verbindung zwischen den Sockelblenden wird dadurch verbessert,
dass das Leistenelement eine Länge
aufweist, die nahezu der gesamten Höhe der Sockelblenden entspricht.
Dadurch wird auch eine Abdeckung der Kantenflächen der Sockelblenden durch
das integrierte Keder-Profil über
die gesamte Höhe
der Sockelblenden möglich.
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Diese ästhetische
Abdeckung wird auch dadurch erreicht, dass der Innenverbinder im
Wesentlichen aus zwei Schenkeln besteht, welche mittels einer elastischen
Lippe gelenkig verbunden sind. Die Lippe erfüllt dadurch sowohl die Funktion
der Rundleiste als auch eines Gelenkes, welches des Einsatz des
Innenverbinders bei verschiedenen Gehrungswinkeln erlaubt. Ein weiterer
Vorteil ist, dass die Stirnflächen
der Sockelblenden verschiedene Spaltmaße aufweisen können. Dadurch
ist der Abstand der Sockelblenden anpassbar.
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Mehrfache
Vorteile ergeben sich dadurch, dass jeweils zwei Sockelblenden an
ihren Stirnflächen
mittels einer elastischen Lippe gelenkig miteinander verbunden sind.
Hierdurch ist kein Innenverbinder notwendig und es entfallen außerdem die
für den
Innenverbinder notwendigen Öffnungen
in den Sockelblenden. Stattdessen wird die Lippe direkt an oder
in die Sockelblenden eingespritzt. Durch die hohe Elastizität sind extreme
Gehrungswinkel von fast 360 Grad möglich. Die elastische Lippe
ersetzt außerdem
das Keder-Profil und die Rundleiste.
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Um
eine Sockelblende des Sockelsystems an ihrem nichtverbundenen freistehenden
Ende zu schützen
und ästhetisch
abzuschließen,
weist das Sockelsystem zum Abdecken einer freien Stirnfläche einer
Sockelblende mindestens ein, vorzugsweise U-förmiges, Abdeckprofil auf.
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Das
Abdeckprofil weist eine oder mehrere, vorzugsweise in Längsrichtung
des Abdeckprofils zueinander parallele, Knick-, Schneid- und/oder
Sollbruchstellen auf. Hierdurch kann das Abdeckprofil an unterschiedliche Blendenstärken und
Gehrungswinkel angepasst werden. Dies geschieht dadurch, dass das
Abdeckprofil an den genannten Stellen umgebogen wird. Durch Schneiden
oder Brechen kann das Abdeckprofil schnell und einfach der Wandstärke der Sockelblenden
angepasst werden.
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Beim
Umbiegen soll das Abdeckprofil oftmals einen bestimmten Winkel aufweisen.
Weist die Sockelblende beispielsweise keine Gehrung auf, dann wird
der Winkel, den der Umgriff zur Basis des Blendprofiles bildet,
gerade 90° sein.
Ein bestimmter bevorzugter Winkel kann nun dadurch erreicht werden,
dass die Knick-, Schneid- und Sollbruchstellen als Vförmige Vertiefungen
im Abdeckprofil geformt sind. Hierdurch lassen sich die Seiten der
Abdeckprofile nur soweit biegen, wie dies die V-förmige Vertiefung
erlaubt.
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Da
in der Praxis häufig
Winkel von 90, 45 oder 135° des
Umgriffs gegen die Basis des Abdeckprofils auftreten, weisen die
zwei Ebenen, die durch die V-förmigen
Vertiefungen aufgespannt werden, gegeneinander einen Winkel von
110° und/oder
von 140° auf.
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Das
Abdeckprofil kann ohne weitere Verbindungselemente dadurch mit der
Sockelblende verbunden werden, dass das Abdeckprofil mindestens einen,
vorzugsweise mit dem Abdeckprofil gelenkig verbundenen, zur Sockelblende
weisenden Umgriff aufweist und dieser rückstellend vorgespannt ist. Hierdurch
drückt
das Abdeckprofil mit Kraft gegen die Sockelblendenfläche und
es ist eine einfach und schnell zu montierende und wieder lösbare Verbindung
beider Elemente möglich.
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Eine
sichere Verbindung von Abdeckprofil und Sockelblende wird dadurch
erreicht, dass am Abdeckprofil eine zur Sockelblende weisende Klebfläche an der
Innenseite eine Klebfläche
vorgesehen ist.
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Indem
die Sockelblende als Knickstelle an ihrer Rückseite eine oder mehrere linienförmig vertikal von
oben nach unten verlaufende, vorzugsweise im horizontalen Querschnitt
V-förmige,
Vertiefungen aufweist, wird durch das an der Vertiefung verbliebene
Restmaterial und die an die Frontseite üblicherweise geklebte Dekorfolie
ein Gelenk gebildet. Dadurch kann die Sockelblende an dieser Stelle
gefaltet werden und die so gebildeten Sockelblendenflächen bilden
zueinander einen Winkel, der dem gewünschten Gehrungswinkel entspricht.
Hierdurch ist es zum einen möglich,
eine Sockelblende je nach Position der Vertiefung an verschiedene
Sockelbreiten anzupassen. Außerdem
kann auf Verbinder, Keder-Profile und deren Montage verzichtet werden.
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Die
Erfindung wird in einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
auf eine Zeichnung beispielhaft beschrieben, wobei weitere vorteilhafte Einzelheiten
den Figuren der Zeichnung zu entnehmen sind.
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Funktionsmäßig gleiche
Teile sind dabei mit denselben Bezugszeichen versehen.
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Die
Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:
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1 eine perspektivische Gesamtansicht des
Innenverbinders und des Kederprofiles;
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2 einen Horizontalschnitt
durch zwei Sockelblenden und den diese verbindenden Innenverbinder;
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3 eine Aufsicht auf eine
andere Ausführungsform
des Innenverbinder;
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4 eine perspektivische Ansicht
des in 3 gezeigten Innenverbinders;
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5 einen Horizontalschnitt
durch zwei Sockelblenden und den Innenverbinder mit zwei Kederprofilen;
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6 eine perspektivische Gesamtansicht von
zwei Sockelblenden mit zwei Innenverbindern;
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7 eine perspektivische Gesamtansicht von
zwei Sockelblenden mit zwei Innenverbindern und Kederprofilen;
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8a einen Horizontalschnitt
durch eine Sockelblende mit angesetztem Abdeckprofil;
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8b einen Horizontalschnitt
durch eine Sockelblende mit Gehrung und angesetztem Abdeckprofil;
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8c einen Horizontalschnitt
durch ein Abdeckprofil mit vorgespanntem Umgriff;
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9a einen Horizontalschnitt
durch ein Abdeckprofil mit Knick-, Schneid- und Sollbruchstellen;
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9b einen Horizontalschnitt
durch eine Sockelblende und angesetztem Abdeckprofil;
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9c einen Horizontalschnitt
durch eine Sockelblende mit Gehrung und angesetztem Abdeckprofil;
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9d einen Horizontalschnitt
durch eine Sockelblende mit anderem Gehrungswinkel und angesetztem
Abdeckprofil;
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10 eine perspektivische
Teilansicht von zwei verbundenen Sockelblenden mit Keder-Profil;
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11a einen Horizontalschnitt
durch eine andere Ausführungsform
des Innenverbinders mit zwei Sockelblenden und rechtem Gehrungswinkel;
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11b einen Horizontalschnitt
wie in 11a mit größerem Gehrungswinkel;
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11c einen Horizontalschnitt
wie in 11a ohne Gehrung;
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12 eine perspektivische
Gesamtansicht einer anderen Ausführungsform
des Innenverbinders;
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13 einen Horizontalschnitt
durch die Ausführungsform
des Innenverbinders in 12 mit zwei
Sockelblenden und rechtem Gehrungswinkel;
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14a einen Horizontalschnitt
durch zwei mittels elastischer Lippe verbundene Sockelblenden mit
rechtem Gehrungswinkel;
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14b einen Horizontalschnitt
wie in 14a mit anderem
Winkel;
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14c einen Horizontalschnitt
wie in 14a mit anderem
Winkel;
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15a einen Horizontalschnitt
durch eine weitere Ausführungsform
des Innenverbinders mit zwei Sockelblenden und rechtem Gehrungswinkel;
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15b einen Horizontalschnitt
wie in 15a mit größerem Spaltmaß zwischen
den Sockelblenden;
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15c einen Horizontalschnitt
wie in 15b mit größerem Spaltmaß zwischen
den Sockelblenden;
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16 einen Horizontalschnitt
durch zwei Sockelblenden mit Knickstellen und
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17 einen Horizontalschnitt
wie in 16 mit einem
vergrößerten Ausschnitt
der Knickstelle.
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1 zeigt eine perspektivische
Gesamtansicht des Innenverbinders 1 und des Keder-Profils 10.
Hierbei ist der Innenverbinder 1 als Steg 4 mit zwei
angesetzten Schenkeln 5 ausgeführt. Um eine Formstabilität bei geringerem
Materialaufwand zu erreichen, weisen die Schenkel 5 eine
Oberseite 7 und eine Unterseite 8 auf, welche
zusammen mit der Basis 19 ein U-förmiges Profil bilden. An der
zur Innen- und Außenseite
der verbundenen Sockelblenden weisenden Fläche des Steges 4 kann
jeweils eine Nut 9 die Leiste 12 eines Keder-Profils 10 aufnehmen.
Der Übersichtlichkeit
halber ist nur ein Keder-Profil 10, welches sich in Richtung
der Außenseite
befindet, dargestellt. Das Keder-Profil 10 ermöglicht durch
unterschiedliche Muster und Farben eine Anpassung an verschiedene
Gestaltungen des Sockelsystems.
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2 zeigt einen Horizontalschnitt
durch zwei Sockelblenden 2 und den dieser verbindenden Innenverbinder 1.
Jeweils ein Schenkel 5 greift dabei in eine Öffnung (hier
nicht gezeigt) der jeweiligen Sockelblende 2 ein und verbindet
so beide Sockelblenden.
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3 zeigt eine Aufsicht auf
eine andere Ausführungsform
des Innenverbinders. Dieser besteht ebenfalls aus einem Steg 6 und
zwei Nuten 9 zur Aufnahme des Keder-Profils 10.
Um auch Sockelblenden 2 mit unterschiedlichen Gehrungswinkeln verbinden
zu können,
sind die beiden Schenkel 5 durch ein Gelenk 6 verbunden.
Die beiden Schenkel 5 sind in Ruhestellung gezeigt, wo
sie eine bevorzugte Position von 90° zueinander einnehmen. Dies
entspricht dem üblichen
Winkel zwischen zwei Sockelblenden. Da das Gelenk 6 rückstellend
ausgeführt
ist, werden bei anderen Winkeln die beiden Schenkel gegen die Öffnung 3 der Sockelblenden 2 gedrückt und stabilisieren
so die Verbindung zusätzlich.
Das Gelenk 6 ist nun dadurch realisiert, dass die Profile
sich in Richtung Basis verjüngen
und so im wesentlichen an ihrer Basis 19 mit dem Steg 4 verbunden
sind. Durch diese Bauart und unter Verwendung eines elastischen
Materials ist es möglich,
dass der Innenverbinder 1 einschließlich des Gelenks als ein einteiliges
Bauteil im Spritzguss-Verfahren
produziert wird. Hierdurch ergibt sich eine kostengünstige Herstellung.
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4 zeigt eine perspektivische
Ansicht des in 3 gezeigten
Innenverbinders mit dem Steg 4, den beiden Nuten 9,
dem Gelenk 6 und den beiden Schenkeln 5, welche
als U-förmiges
Profil mit Basis 19 und Oberseite 7 und Unterseite 8 dargestellt
sind. Hierbei weist die Oberseite 7 eine größere Breite
als die Unterseite 8 auf.
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5 zeigt einen Horizontalschnitt
durch zwei Sockelblenden 2 und den Innenverbinder 1 mit zwei
angesetzten Keder-Profilen 10. Hierbei sind die beiden
Schenkel 5 des Innenverbinders 1 in die Öffnungen 3 der
Sockelblenden eingeführt.
Dadurch wird der Raum innerhalb der Sockelblenden 2 ausgenutzt
und von außen
sind keine Verbindungsteile sichtbar. Dadurch entsteht durch das
Verbindungselement kein zusätzlicher
Raum bzw. Platzbedarf und der bei der Verbindung von mehreren Sockelblenden entstehende
Innenraum kann vollständig
genutzt werden. Außerdem
sind keine Verbindungsteile sichtbar, was gerade für hochwertige
Küchenmöbel ästhetisch
besonders ansprechend ist.
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Die
lichte Weite der Öffnungen
der Sockelblenden ist so mit der Breite der Ober- und Unterseite der
U-förmigen
Profile abgestimmt, dass sich eine Klemmwirkung ergibt, weil sich
die Ober- und Unterseite der U-förmigen
Profile in den Öffnungen
verkanten und so den Innenverbinder fest, aber dennoch lösbar in
seiner Position halten. Damit die Schenkel des Innenverbinders sich
leichter in die Öffnung
einführen
lassen, weisen sie eine zum freien Ende hin abnehmende Breite auf.
Dadurch verkantet sich der Schenkel nicht über seine gesamte Breite, sondern nur
in dem Bereich, der breiter ist als die lichte Weite der Öffnung.
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Eine
funktionelle und ästhetische
Abdeckung der durch den Steg 4 des Innenverbinders 1 gebildeten
Fuge 18 wird dadurch erreicht, dass an dem Steg 4 zwei
Nuten 9 zur Aufnahme von Keder-Profilen 10 vorgesehen
sind. Es ist jeweils ein Keder-Profil 10 an der Innenseite
und Außenseite
der verbundenen Sockelblenden 2 angebracht. Eine Anpassung
an verschiedene Gestaltungen des Sockelsystems ist durch unterschiedliche
Muster und Farben des Keder-Profils 10 möglich.
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6 zeigt eine perspektivische
Gesamtansicht von zwei Sockelblenden 2 mit zwei Innenverbindern 1 und 7 eine perspektivische Gesamtansicht
wie in 6, aber mit zwei
angesetzten, die Fuge 18 abschließenden Keder-Profilen 10.
Das Keder-Profil 10 weist eine Rundleiste 11 mit
angeformter Leiste 12 aus, durch die die Montage durch
Einstecken in die Nut 9 und die Demontage durch Abziehen
vom Innenverbinder 1 möglich
ist.
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8a zeigt einen Horizontalschnitt
durch die Sockelblende 2 mit angesetztem Abdeckprofil 13. Durch
das Abdeckprofil 13 wird eine Sockelblende 2 des
Sockelsystems an ihrer freien Stirnfläche 20 geschützt und ästhetisch
abgeschlossen. Das Abdeckprofil 13 kann ohne weitere Verbindungselemente dadurch
mit der Sockelblende 2 verbunden werden, dass das Abdeckprofil
einen Umgriff 16 aufweist und dieser rückstellend vorgespannt ist.
Hierdurch drückt der
Umgriff 16 des Abdeckprofils 13 mit Kraft gegen die
Sockelblendenfläche
und es ist eine einfach und schnell zu montierende und wieder lösbare Verbindung
beider Teile hergestellt.
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Durch
die Klebefläche 17 des
Abdeckprofiles 13 wird eine noch sicherere Verbindung zwischen Abdeckprofil 13 und
Sockelblende 2 erreicht.
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8b zeigt einen Horizontalschnitt
durch eine Sockelblende mit angesetztem Abdeckprofil wie in 8a, jedoch weist hier die
Sockelblende eine Gehrung auf. Da die beiden Umgriffe 16 mit
dem Abdeckprofil 13 gelenkig verbunden sind, lässt sich
das gleiche Abdeckprofil wie in 8a auch
für Sockelblenden 2 mit
unterschiedlichen Gehrungswinkeln verwenden.
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8c zeigt einen Horizontalschnitt
durch ein Abdeckprofil 13 mit vorgespanntem Umgriff 16.
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9a zeigt einen Horizontalschnitt
durch ein Abdeckprofil mit Knick-, Schneid- und Sollbruchstellen.
Durch die Stellen 14 kann das Abdeckprofil 13 an
unterschiedliche Blendenstärken
und Gehrungswinkel angepasst werden. Dies geschieht dadurch, dass
das Abdeckprofil 13 an den genannten Stellen umgebogen
wird. Durch Schneiden oder Brechen kann es schnell und einfach an
die Wandstärke der
Sockelblenden 2 angepasst werden. Die Knick-, Schneid-
und Sollbruchstellen 14 sind als V-förmige Vertiefungen 15 in
das Abdeckprofil 13 geformt. Hierdurch lassen sich die
Seiten der Abdeckprofile 13 nur soweit biegen, wie dies
die V-förmige
Vertiefung 15 erlaubt. Da in der Praxis häufig Winkel
von 90, 45 oder 135° des
Umgriffes gegen die Basis des Abdeckprofils 13 auftreten,
weisen die zwei Ebenen, die durch die V-förmigen Vertiefungen 15 aufgespannt werden,
gegeneinander vorzugsweise einen Winkel von 110° oder von 140° auf.
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In
den 9b bis 9d sind jeweils Sockelblenden
mit angesetztem Abdeckprofil 13 bzw. mit zwei unterschiedlichen
Gehrungswinkeln dargestellt.
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10 zeigt eine perspektivische
Teilansicht von zwei mittels Innenverbinder 1 verbundenen
Sockelblenden 2 und aufgesetztem Keder-Profil 10.
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In
den 11a , 11b und 11c ist eine andere Ausführungsform
des Innenverbinders 1 mit zwei Sockelblenden 2 und
unterschiedlichen Gehrungswinkeln im Horizontalschnitt dargestellt.
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12 zeigt eine perspektivische
Gesamtansicht einer anderen Ausführungsform
des Innenverbinders 1. Hierbei sind der Innenverbinder 1 und das
Keder-Profil 10 ein zusammenhängendes Leistenelement 21.
Das Leistenelement 21 besteht funktionell aus zwei miteinander
in einem Winkel verbundenen Verbinderschenkeln 5 und zwei
miteinander in einem Winkel verbundenen Kederschenkel 22.
Hierdurch ist eine besonders kostengünstige Herstellung möglich. Außerdem wird
der Montageaufwand reduziert, da ein Keder-Profil 10 nicht
gesondert angebracht werden muss. Die beiden Schenkelpaare 5, 22 sind
vorzugsweise gelenkig verbunden, so dass unterschiedliche Gehrungswinkel
der verbundenen Sockelblenden 2 möglich sind. Ein ästhetischer
Abschluss und eine Abdeckung der beiden Stirnflächen 20 der Sockelblenden 2 wird
dadurch erreicht, dass das Leistenelement 21 eine den Kederschenkeln 22 angeformte,
diese abdeckende, Rundleiste 11 aufweist. Die Stabilität der Verbindung
zwischen den Sockelblenden 2 wird dadurch verbessert, dass
das Leistenelement 21 eine Länge aufweist, die nahezu der
gesamten Höhe
der Sockelblenden 2 entspricht. Dadurch wird auch eine
Abdeckung der Stirnflächen 20 der
Sockelblenden 2 durch das integrierte Keder-Profil 11 über die
gesamte Höhe
der Sockelblenden 2 möglich.
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In 13 ist ein Horizontalschnitt
durch die Ausführungsform
des Innenverbinders 1 wie in 12 mit
zwei Sockelblenden 2 und rechtem Gehrungswinkel dargestellt.
Eine stabile Verbindung von zwei Sockelblenden 2 wird dadurch
erzielt, die Verbinderschenkel 5 länger und dicker als die Kederschenkel 22 sind.
Die Verbinderschenkel 5 sind dabei funktionell für die mechanische
Verbindung verantwortlich, während
die kürzeren
und dünneren
Kederschenkel 22 zusammen mit der Rundleiste 11 die Stirnflächen 20 der
Sockelblenden abdecken.
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Die 14a, 14b und 14c zeigen
einen Horizontalschnitt durch zwei mittels elastischer Lippe 23 verbundene
Sockelblenden 2 mit verschiedenen Gehrungswinkeln. Jeweils
zwei Sockelblenden 2 sind an ihren Stirnflächen 20 mittels
einer elastischen Lippe 23 gelenkig miteinander verbunden
sind. Hierdurch ist kein Innenverbinder notwendig und es entfallen
außerdem
die für
einen Innenverbinder notwendigen Öffnungen in den Sockelblenden.
Stattdessen wird die Lippe 23 direkt an oder in die Sockelblenden 2 eingespritzt.
Durch die hohe Elastizität sind
extreme Gehrungswinkel von fast 360 Grad möglich. Dieses ist in 14c gezeigt. Die elastische Lippe 23 ersetzt
außerdem
ein Keder-Profil und deckt die Stirnflächen 20 ästhetisch
ab.
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Die 15a, 15b und 15c zeigen
einen Horizontalschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Innenverbinders 1 mit
zwei Sockelblenden 2 und rechtem Gehrungswinkel. Die zwei
Schenkel 5 des Innenverbinders 1 sind dabei nur
mittels einer elastischen Lippe 23 gelenkig verbunden.
Die Lippe 23 erfüllt
dadurch sowohl die Funktion eines Keder-Profils als auch eines Gelenkes.
Dies erlaubt den Einsatz des Innenverbinders 1 bei verschiedenen
Gehrungswinkeln. Die Figuren zeigen, dass die Stirnflächen 20 der
Sockelblenden 2 verschiedene Spaltmaße 26 aufweisen können. Dadurch
ist der Abstand 26 der Sockelblenden 2 zueinander
anpassbar.
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In 16 ist ein Horizontalschnitt
durch zwei Sockelblenden 2 mit Knickstellen 25 dargestellt.
Diese sind an den Rückseiten 24 der Sockelblenden 2 als
linienförmig
vertikal von oben nach unten verlaufende, vorzugsweise im horizontalen
Querschnitt V-förmige,
Vertiefungen 25 ausgebildet. Durch das an der Vertiefung 25 verbliebene
Restmaterial und die an die der Rückseite gegenüberliegenden
Seite geklebte Dekorfolie 27 wird ein Gelenk gebildet.
Dadurch kann die Sockelblende 2 an dieser Stelle 25 gefaltet
werden und die so gebildeten Sockelblendenflächen bilden zueinander einen
Winkel, der dem gewünschten
Gehrungswinkel entspricht. Hierdurch ist es zum einen möglich, eine
Sockelblende 2 je nach Position der Vertiefung 25 an
verschiedene Sockelbreiten anzupassen. Außerdem kann auf Verbinder,
Keder-Profile und deren Montage verzichtet werden. In der 16 sind zur Veranschaulichung
Vertiefungen 25 gezeigt, die nicht genickt wurden und eine
Vertiefung 25, an der die Sockelblende 2 um einen
rechten Winkel geknickt wurde.
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17 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt dieser
Knickstelle 25, an der die Sockelblende 2 um einen
rechten Winkel geknickt wurde.
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Auf
diese Weise ist ein einfach und schnell zu montierendes sowie überraschend
platzsparendes und ästhetisches
Sockelsystem für
Küchenmöbel vorgeschlagen.
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- 1
- Innenverbinder
- 2
- Sockelblende
- 3
- Öffnung
- 4
- Steg
- 5
- Schenkel
- 6
- Gelenk
- 7
- Oberseite
- 8
- Unterseite
- 9
- Nut
- 10
- Keder-Profil
- 11
- Rundleiste
- 12
- Leiste
- 13
- Abdeckprofil
- 14
- Knick-,
Schneid-, Sollbruchstelle
- 15
- Vertiefung
- 16
- Umgriff
- 17
- Klebfläche
- 18
- Fuge
- 19
- Basis
- 20
- Stirnfläche
- 21
- Leistenelement
- 22
- Kederschenkel
- 23
- Lippe
- 24
- Rückseite
- 25
- Vertiefung
- 26
- Spalt
- 27
- Dekorfolie