DE102004023087A1 - Drillmaschine - Google Patents
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Abstract
Drillmaschine mit an Werkzeugträgern (10) angeordneten Säelementen (18; 20, 22), dadurch gekennzeichnet, daß jeder Werkzeugträger (10) mindestens an einer vorderen und einer hinteren Spiralblattfeder (12) gehalten ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Drillmaschine mit an Werkzeugträgern angeordneten Säelementen.
- Drillmaschinen dienen zur Einbringung von Saatgut in den Boden. Sie werden üblicherweise von einem Schlepper gezogen oder sind als Anbaumaschine für einen Schlepper konzipiert. Um ein gleichmäßiges Wachstum der Saaten zu bewirken, ist je nach Saatgut und Bodenbeschaffenheit eine optimale Ablagetiefe für das Saatgut einzuhalten. Herkömmliche Drillmaschinen weisen dazu eine Schardruckverstellung auf, mit der der Druck der Schare auf den Boden und dadurch indirekt die Ablagetiefe der Schare einstellbar ist. Bei gleichem Schardruck dringt das Schar in weichen Boden tiefer ein als in festen Boden. Dies führt dazu, daß bei wechselnden Böden die optimale Ablagetiefe nicht eingehalten wird.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Drillmaschine zu schaffen, mit der bei unebenen und stark wechselnden Böden eine eingestellte Ablagetiefe möglichst gut eingehalten wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Drillmaschine mit an Werkzeugträgern angeordneten Säelementen gelöst, bei der jeder Werkzeugträger mindestens an einer vorderen und einer hinteren Spiralblattfeder gehalten ist. Die Spiralblattfedern erlauben eine genaue Bodenanpassung, d.h. eine Anpassung der Lage des Werkzeugträgers an wechselnde Bodenhöhen, wobei auch bei stark wechselnden Bodenbedingungen eine vorgegebene Eindringtiefe für die Saatgutablage eingehalten wird. Dadurch kann auch bei unebenen oder stark wechselnden Böden, beispielsweise von gelockertem, weichen Sandboden zu festerem Tonboden, eine optimale Ablagetiefe der Säelemente eingehalten werden. Dabei ist bevorzugt an jedem Werkzeugträger die Tiefe der Säelemente einstellbar, so daß die Ablagetiefe durch die eingestellte Tiefe der Säelemente festgelegt wird.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist jede Spiralblattfeder an einem Ende drehbar und an dem anderen Ende nichtdrehbar angebracht. So können die Spiralblattfedern beispielsweise an einem oberen Ende an einem Rahmen fest und nichtdrehbar montiert sein, während sie an den Werkzeugträgern drehbar angebracht sind, so daß die Spiralblattfedern Bodenunebenheiten besonders gut ausgleichen können.
- Die Spiralblattfedern sind vorzugsweise jeweils um eine waagerechte, quer zum Werkzeugträger verlaufende gedachte Linie zur Spirale gerollt. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders vorteilhafte Federwirkung, da sowohl eine Höhenanpassung als auch eine gewisse Beweglichkeit des Werkzeugträgers in Fahrtrichtung gegeben ist, wodurch sich ein günstiges Schleppverhalten und eine gute Funktionstüchtigkeit auch bei Steinen ergibt. Dies ist insbesondere ein Vorteil gegenüber der Verwendung beispielsweise von Druckfedern zur Höhenanpassung, die lediglich in eine feste Richtung federn können.
- Bevorzugt weist jede Spiralblattfeder im wesentlichen eine Spiralwindung auf. So kann die Befestigung der Spiralblattfeder an beiden Enden für im wesentlichen senkrechte Aufnahme von Kräften quer zum Federblatt optimiert werden, und es ist außerdem ein für den Einsatzzweck geeigneter Federweg erreichbar.
- In einer bevorzugten Ausführungsform sind die vorderen und hinteren Spiralblattfedern ihrerseits an waagerechten, quer zu den Werkzeugträgern verlaufenden Querstreben gehalten. Die Querstreben können beispielsweise mit seitlichen Streben einen rechteckigen Rahmen der Drillmaschine bilden, an dem mehrere Werkzeugträger parallel mit je einer vorderen und einer hinteren Spiralblattfeder befestigt sind. Auf diese Weise erhält man eine stabile Struktur, bei der dennoch eine genaue Bodenanpassung jedes einzelnen Werkzeugträgers möglich ist.
- Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine schematische Teilansicht einer Drillmaschine, bei der jeder Werkzeugträger zwei Reihen mit jeweils einem Einscheibenschar und einer Druckrolle aufweist; -
2 einen Ausschnitt einer Draufsicht der Drillmaschine aus1 ; und -
3 eine Teilansicht einer anderen Ausführungsform der Drillmaschine aus1 . - Die in
1 und2 gezeigte Drillmaschine für Getreide weist mehrere parallele Werkzeugträger10 auf, die jeweils mit einer vorderen und einer hinteren Spiralblattfeder12 an Querstreben14 eines Rahmens16 gehalten sind. An jedem Werkzeugträger10 sind ein linkes und ein rechts Einscheibenschar18 und eine linke und eine rechte Druckrolle20 angebracht. Jedes Einscheibenschar18 weist eine angewinkelt befestigte Scheibe22 und ein spitzgewölbtes Schar24 aus Wolfram-Karbidstahl auf. Die angewinkelte Befestigung der Scheiben22 ist in2 angedeutet. Die Einscheibenschare18 und die jeweils nachfolgenden Druckrollen20 sind auf beiden Seiten des Werkzeugträgers10 versetzt angeordnet, so daß die Funktionstüchtigkeit auch bei bindigen Böden und Steinen gesichert ist. Die Druckrollen20 sind aus bruchsicherem Guß. An ihrer Stelle können auch Reifen-Druckrollen vorhanden sein, die eine profilierte Oberfläche des Bodens hinterlassen. - Am vorderen Ende jedes Werkzeugträgers
10 , in der Zeichnung rechts, ist ein Führungsrad26 angeordnet. Es hat eine breite Auflagefläche und ist an Auslegern28 schwenkbar an dem Werkzeugträger10 gelagert. Zwischen den Auslegern28 und dem Werkzeugträger10 ist ein Abstandselement30 angeordnet, durch das die Schwenkposition der Ausleger28 fixiert wird. Mittels Ringclips32 , die an dem Abstandselement30 an verschiedenen Positionen oberhalb und unterhalb einer gelenkig am Werkzeugträger10 angeordneten Hülse33 angebracht werden können, wird die Position der Hülse33 auf dem Abstandselement30 festgelegt und dadurch die Schwenkposition der Ausleger28 eingestellt. Da das solchermaßen höhenverstellbare Führungsrad26 und die Druckrollen20 im wesentlichen auf dem Boden abrollen, kann auf diese Weise die Eindringtiefe der Einscheibenschare18 und damit die Ablagetiefe für das Saatgut eingestellt werden. - Die Spiralblattfedern
12 sind an den Querstreben14 verschraubt und mit Befestigungselementen34 und36 an dem Werkzeugträger10 befestigt. Sie sind dabei jeweils um eine Achse38 an dem Werkzeugträger10 drehbar. Durch die individuelle Befestigung der Werkzeugträger10 mittels der Spiralblattfedern12 an dem Rahmen16 können die Werkzeugträger10 sich jeweils etwaigen Bodenunebenheiten oder -höhenschwankungen optimal anpassen. Die mittels der Ringclips32 eingestellte Ablagetiefe der Schare18 wird dabei sicher eingehalten. Die Tandemführung mit zwei Scharen18 je Werkzeugträger10 bewirkt eine gute Spurführung, und die Spiralblattfedern12 tragen zusätzlich dazu bei, größere seitliche Abweichungen zu verhindern. - Die Schare
24 sind mit Schläuchen40 an einen nicht dargestellten Saatgutverteiler und eine Dosiereinheit angeschlossen. Auf dem Rahmen16 ist außerdem ein Saatgutbehälter42 angeordnet, sowie ein Trittbrett44 . - Die
1 und2 zeigen lediglich Teilansichten der erfindungsgemäßen Drillmaschine. Nicht dargestellte Elemente der Drillmaschine, wie beispielsweise eine Anhängedeichsel, ein Bodenrad für geschwindigkeitsunabhängige Dosierung des Saatgutes, etwaige Räder für den Straßentransport und insbesondere die weitere Betriebstechnik der Drillmaschine sind in üblicher Weise ausgeführt. -
3 zeigt eine andere Ausführungsform, die sich von der aus den1 und2 insbesondere dadurch unterscheidet, daß die Befestigungselemente34 durch geeignet lange Schenkel der Spiralblattfedern12 ersetzt wurden. Durch die andere Form und Anordnung der Spiralblattfedern12 , die unter einem größeren Winkel zum Werkzeugträger10 mit den Befestigungselementen36 befestigt sind, ergibt sich ein größerer Federbereich. Ferner hat der Rahmen16 größere Ausmaße und weist einen weiteren vorderen und einen weiteren hinteren Querträger auf.
Claims (8)
- Drillmaschine mit an Werkzeugträgern (
10 ) angeordneten Säelementen (18 ;20 ,22 ), dadurch gekennzeichnet, daß jeder Werkzeugträger (10 ) mindestens an einer vorderen und einer hinteren Spiralblattfeder (12 ) gehalten ist. - Drillmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Werkzeugträger (
10 ) die Tiefe der Säelemente (18 ,22 ) einstellbar ist. - Drillmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Spiralblattfeder (
12 ) an einem Ende drehbar und an dem anderen Ende nicht drehbar angebracht ist. - Drillmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralblattfedern (
12 ) jeweils um eine waagerechte, quer zum Werkzeugträger (10 ) verlaufende gedachte Linie zur Spirale gerollt sind. - Drillmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Spiralblattfeder (
12 ) im wesentlichen eine Spiralwindung aufweist. - Drillmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralblattfedern (
12 ) an waagerechten, quer zu den Werkzeugträgern verlaufenden Querstreben (14 ) gehalten sind. - Drillmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Werkzeugträger (
10 ) ein höhenverstellbares vorderes Führungsrad (26 ) aufweist. - Drillmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Werkzeugträger (
10 ) eine linke und eine rechte Werkzeugreihe mit jeweils einem Einscheibenschar (18 ) und einer Druckrolle (20 ) oder Reifen-Druckrolle aufweist.
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