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Die
Erfindung betrifft ein Flüssigkristalldisplay
(LCD).
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Im
Allgemeinen sind LCDs Flachtafeldisplays mit relativ geringer Größe, schlankem
Profil und niedrigem Energieverbrauch. Demgemäß werden LCDs allgemein in
mobilen Computern wie Notebookcomputern, Büroautomatisierungsmaschinen und
Audio/Video-Geräten
verwendet.
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Ein
LCD zeigt Bilder durch Manipulieren der Transmission von Licht durch
ein Flüssigkristallmaterial
durch Kontrollieren eines in diesem induzierten elektrischen Felds
an. Ein LCD emittiert Licht nicht notwendigerweise selbst, sondern
es kann eine externe Lichtquelle nutzen. Eine derartige Technik
steht im Gegensatz zu anderen Anzeigevorrichtungen wie Elektrolumineszenz
(EL)-Displays, Kathodenstrahlröhren
(CRTs) und Lichtemissionsdioden (LEDs), die eigenes Licht emittieren.
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Im
Allgemeinen können
LCDs in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt werden: Transmissions-
und Reflexions-LCDs. Ein Transmissions-LCD verfügt über eine Flüssigkristalltafel mit einer
zwischen zwei Substraten eingefügten
Flüssigkristallschicht.
Außerdem
ist eine Hintergrundbeleuchtungseinheit vorhanden, die Licht an
die Flüssigkristalltafel
liefert. Jedoch ist es wegen des Volumens des Gewichts der Hintergrundbeleuchtungseinheit schwierig,
ein Transmissions-LCD mit schlankem Profil und geringem Gewicht
herzustellen. Außerdem verbraucht
die Hintergrundbeleuchtungseinheit viel elektrische Energie.
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Demgegenüber sind
Reflexions-LCDs nicht gesondert mit Lichtquellen versehen, sondern
sie zeigen Bilder abhängig
vom Umgebungslicht an. Da demgemäß Reflexions-LCDs
keinerlei zusätzliche Lichtquellen
benötigen,
verbrauchen sie wenig elektrische Energie, und sie werden in weitem
Umfang in Anzeigevorrichtungen von Mobilgeräten, wie elektronischen Notizbüchern und
persönlichen
digitalen Assistenten (PDAs), verwendet. Wenn jedoch das Umgebungslicht
nicht ausreicht, d.h. bei Nacht, ist die Helligkeit von Reflexions-LCDs
unzureichend, wodurch die angezeigte Information nicht gelesen werden
kann. Um dieses Problem zu überwinden,
wird ein Verfahren angewandt, gemäß dem Bilder bei dunkler Umgebung
dadurch angezeigt werden, dass eine Frontlichteinheit in einem Reflexions-LCD
installiert wird.
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Die 1 ist eine perspektivische,
schematische Darstellung zum Veranschaulichen eines Reflexions-LCD
unter Verwendung einer Frontlichteinheit gemäß dem Stand der Technik, und
die 2 ist eine zugehörige Schnittansicht.
In den 1 und 2 verfügt ein aktives LCD 100 über eine
reflektierende Flüssigkristalltafel 120 und
eine Frontlichteinheit 110, die an der Flüssigkristalltafel 120 positioniert
ist, um Licht an sie zu liefern. Die reflektierende Flüssigkristalltafel 120 ist
mit einem ersten Substrat 121 und einem zweiten Substrat 122 versehen,
wobei auf dem letzteren eine streuende, reflektierende Elektrode 123 ausgebildet
ist. Diese Elektrode reflektiert Umgebungslicht, das von der Oberseite
der reflektierenden Flüssigkristalltafel 120 geliefert
wird, oder sie reflektiert einfallendes Licht, das von der Frontlichteinheit 110 emittiert
wird.
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Die
Frontlichteinheit 110 verfügt über eine Lichtquelle 111,
eine Lichtleiterplatte 112 und einen Reflexionsspiegel 113.
Die Lichtleiterplatte 112 projiziert das von der Lichtquelle 111 erzeugte
Licht auf eine Anzeigefläche
der reflektierenden Flüssigkristalltafel 120.
Der Reflexionsspiegel 113 reflektiert das von der Lichtquelle 111 erzeugte
Licht zur Lichtleiterplatte 112.
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Gemäß der 2 ist die Oberseite der
Lichtleiterplatte 112 so ausgebildet, dass sie über prismatische
Konfiguration verfügt,
so dass das von der Lichtquelle 111 gelieferte Licht durch
die Oberseite und die Unterseite der Lichtleiterplatte 112 reflektiert wird.
Dann wird das an die Lichtleiterplatte 112 gelieferte Licht
entlang einer Richtung rechtwinklig zur reflektierenden Flüssigkristalltafel 120 geliefert,
die unter der Lichtleiterplatte 112 positioniert ist. Als
Nächstes
wird das vertikal zur reflektierenden Flüssigkristalltafel 120 gelieferte
Licht durch die reflektierende Elektrode 123 der reflektierenden
Flüssigkristalltafel 120 reflektiert,
und es läuft
nach oben über
die Lichtleiterplatte 110, wodurch ein Bild angezeigt wird.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein LCD zu schaffen, das vielseitiger
als die bisher im Stand der Technik bekannten LCDs verwendbar ist.
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Diese
Aufgabe ist durch das LCD gemäß dem beigefügten Anspruch
1 gelöst.
Das erfindungsgemäße LCD verfügt über zwei
Lichteinheiten, damit mittels einer einzigen Flüssigkristalltafel Bilder sowohl
an der Vorder- als auch der Rückseite
derselben angezeigt werden können.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von durch Figuren veranschaulichten
Ausführungsformen
näher beschrieben.
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1 ist eine perspektivische,
schematische Darstellung eines Reflexions-LCD unter Verwendung einer
Frontlichteinheit gemäß dem Stand
der Technik;
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2 ist eine Schnittansicht
des LCD der 1;
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3 ist eine schematische
Schnittansicht einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen LCD;
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4 und 5 sind schematische Schnittansichten
einer anderen Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen LCD;
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6 zeigt ein aufklappbares
Mobilkommunikationsterminal im zusammengeklappten und im aufgeklappten
Zustand;
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7–10 sind
schematische Schnittansichten einer weiteren Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen LCD
mit einem Feinreflexions- und Streufilm;
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11 ist eine schematische
Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen LCD
mit einem Hintergrundbeleuchtungseinheit;
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12 ist eine schematische
Schnittansicht einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen LCD,
das in einem IPS-Mo dus betreibbar ist; und
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13 ist eine schematische
Schnittansicht einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen LCD,
das in einem VA-Modus betreibbar ist.
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Das
in der 3 dargestellte
LCD 300 einer Ausführungsform
der Erfindung verfügt über eine Flüssigkristalltafel 330,
eine erste Polarisationsplatte 340, eine zweite Polarisationsplatte 350,
eine erste Frontlichteinheit 310, eine zweite Frontlichteinheit 320 und
einen Teilreflektor 360. Die Flüssigkristalltafel 330 wird
dadurch hergestellt, dass eine Flüssigkristallschicht 333 zwischen
ein erstes Substrat 331 und ein zweites Substrat 332 eingefüllt wird.
Außerdem
werden die erste Polarisationsplatte 340 und die zweite
Polarisationsplatte 350 an den beiden Oberflächen der
Flüssigkristalltafel 330 befestigt.
Weiterhin wird die erste Frontlichteinheit 310 z.B. an
der Vorderseite der Flüssigkristalltafel 330 befestigt,
und die zweite Frontlichteinheit 320 wird an der Rückseite derselben
befestigt. Der Teilreflektor 360 wird an der Vorderseite
der ersten Frontlichteinheit 310 befestigt.
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In
der 3 ist die beispielhafte
Flüssigkristalltafel 330 eine
solche vom Transmissionstyp, wobei das erste Substrat 331,
wie ein Farbfiltersubstrat, und das zweite Substrat 332,
wie ein Dünnschichttransistor-Substrat,
unter Einhaltung eines vorbestimmten Abstands voneinander beabstandet
sind. In der Flüssigkristalltafel 330 ist
das zweite Substrat 332 ein transparentes Substrat mit
einer Innenseite, auf der Gatebusleitungen und Datenbusleitungen
in Matrixkonfiguration ausgebildet sind. Außerdem ist benachbart zu jeder
Schnittstelle zwischen den Gatebusleitungen und den Datenbusleitungen
ein Dünnschichttransistor
(TFT) ausgebildet, der als Schaltbauteil wirkt. An einer durch die
Gatebuslei tung und die Datenbusleitung definierten Position ist
eine Pixelelektrode gebildet, die mit einer Drainelektrode des TFT
in Kontakt steht. Das erste Substrat 331 ist so vorhanden,
dass es dem zweiten Substrat 332 zugewandt ist, und es
ist ein transparentes Substrat mit einer Innenseite, auf der eine
Schwarzmatrix, eine Farbfilterschicht und eine gemeinsame Elektrode ausgebildet
sind.
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Demgemäß wird dann,
wenn eine Spannung an eine Gatebusleitung und eine Datenbusleitung
der Flüssigkristalltafel 330 angelegt
wird, nur der TFT eingeschaltet, an den die Spannung gelegt wird. Demgemäß wird in
der mit der Drainelektrode des TFT verbundenen Pixelelektrode eine
Ladung gespeichert, um dadurch Winkel von Flüssigkristallmolekülen zu ändern, die
zwischen die gemeinsame Elektrode und die Drainelektrode (d.h. die
Pixelelektrode) gefüllt
sind. Durch diesen Prozess kann das LCD dadurch Bilder auf der Flüssigkristalltafel 330 anzeigen,
dass ein elektrisches Feld gesteuert wird, da im Flüssigkristallmaterial
induziert wird, um Licht durchzulassen oder um zu verhindern, dass
Licht das Flüssigkristallmaterial
durchläuft.
Zum Beispiel kann die Flüssigkristalltafel 330 im
verdrillt-nematischen (TN) Modus betrieben werden.
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In
der 3 sind die beiden
Seiten der Flüssigkristalltafel 330 ferner
mit der ersten Polarisationsplatte 340 und der zweiten
Polarisationsplatte 350 versehen. Diese beiden Polarisationsplatten 340 und 350 sind
so an den beiden Flächen
der Flüssigkristalltafel 330 befestigt,
dass die optische Achse der ersten Polarisationsplatte 340 rechtwinklig
zur optischen Achse der zweiten Polarisationsplatte 350 verläuft. Obwohl
es nicht dargestellt ist, ist ferner auf den beiden Flächen der
Flüssigkristalltafel 330 eine
Kompensationsplatte ausgebildet.
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Die
erste und die zweite Polarisationsplatte 340 und 350 lassen
nur Licht durch, das in einer Richtung schwingt, wodurch Umgebungslicht
polarisiert wird. Die Kompensationsplatte (nicht dargestellt) ist
vorhanden, um Phasenänderungen
von Licht innerhalb der Flüssigkristallmoleküle zu kompensieren,
um dadurch Betrachtungswinkelprobleme zu überwinden. Außerdem kann
die Kompensationsplatte uniaxial oder biaxial sein.
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In
der 3 verfügt die erste
Frontlichteinheit 310, die auf der Vorderseite der Flüssigkristalltafel 330 vorhanden
ist, über
eine Lichtquelle 311 und eine Lichtleiterplatte 312.
Demgemäß wird lineares Licht,
das von der Lichtquelle 311 der ersten Frontlichteinheit 310 projiziert
wird, an die Lichtleiterplatte 312 geliefert, um eine Lichtquelle
mit gleichmäßiger Fläche zu bilden.
Außerdem
wird, da die Oberseite der Lichtleiterplatte 312 mit Prismakonfiguration
ausgebildet ist, das von der Lichtquelle 311 gelieferte Licht
durch die Oberseite und die Unterseite im Inneren der Lichtleiterplatte 312 reflektiert,
wodurch es diese durchläuft.
Dann wird das an die Lichtleiterplatte 312 gelieferte Licht
entlang der vertikalen Richtung zur Flüssigkristalltafel 330 geliefert.
Außerdem
ist die zweite Frontlichteinheit 320 an der entgegengesetzten
Seite der Flüssigkristalltafel 330 vorhanden,
und sie verfügt über eine
zweite Lichtquelle 321 und eine zweite Lichtleiterplatte 322.
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Der
Teilreflektor 360 wird dazu verwendet, an der Vorderseite
der Flüssigkristalltafel 330 als
Spiegel zu wirken, wenn sich die zweite Frontlichteinheit 320 in
einem AUS-Zustand befindet.
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Der
Teilreflektor 360 wird dadurch hergestellt, dass ein metallisches
Material so aufgetragen wird, dass das Reflexionsvermögen zwischen
ungefähr
50% und ungefähr
90% für
von einer externen Lichtquelle geliefertes Licht betragen kann.
Andernfalls wird der Teilreflektor 360 unter Verwendung
eines die Helligkeit anhebenden Doppelfilms (DBEF = Dual Brightness
Enhancement Film) hergestellt. Der Teilreflektor 360 wird
so hergestellt, dass er ein Reflexionsvermögen aufweist, das abhängig von
der angelegten Spannung variiert. Zum Beispiel enthält der Teilreflektor 360 eine
cholesterische Flüssigkristallschicht
und eine λ/4-Platte.
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Bei
der in den 4 und 5 dargestellten anderen Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen LCD
wird ein Bild auf der Rückseite
desselben angezeigt, wenn eine erste Frontlichteinheit eingeschaltet ist.
In der 5 wird ein Bild
auf der Vorderseite des LCD angezeigt, wenn eine zweite Frontlichteinheit eingeschaltet
wird.
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Gemäß der 4 wird eine erste Frontlichteinheit 310 eingeschaltet,
und die Flüssigkristalltafel 330 liegt
im im Normalzustand weißen
Modus vor, und wenn keine Spannung an sie angelegt wird, wird das
von der ersten Frontlichteinheit 310 emittierte Licht durch
die Rückseite
der Flüssigkristalltafel 330 gestrahlt.
Zum Beispiel wird das von der ersten Frontlichteinheit 330 emittierte
Licht durch die erste Polarisationsplatte 340 gestrahlt,
die auf einer Seite der Flüssigkristalltafel 330 vorhanden
ist, und es wird in linear polarisiertes Licht gewandelt. Dann wird
das durchgestrahlte Licht entlang einer Flüssigkristallmolekül-Anordnung
um ungefähr
90° gedreht,
und es läuft
parallel zur optischen Achse der zweiten Polarisationsplatte 350,
die auf der anderen Seite der Flüssigkristalltafel 330 vorhanden
ist. Demgemäß wird das
durch die Flüssigkristalltafel 330 hindurchgestrahlte
Licht zur zweiten Polarisationsplatte 350 übertragen,
damit an der Rückseite
des LCD ein Bild angezeigt werden kann.
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Wenn
jedoch in der 4 eine
Spannung an die Flüssigkristalltafel 330 angelegt
wird, richten sich die Flüssigkristallmoleküle entlang
der Richtung des induzierten elektrischen Felds aus. Demgemäß behält das Licht,
das durch die erste Polarisationsplatte 340 entlang einer
Richtung linear polarisiert wurde, seinen Polarisationszustand bei,
und es wird an die zweite Polarisationsplatte 350 hindurchgestrahlt. Demgemäß wird das
von der ersten Frontlichteinheit 310 emittierte Licht durch
die zweite Polarisationsplatte 350 gesperrt, und es erreicht
nicht die Rückseite
des LCD.
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Demgemäß kann die
Menge des durch die Flüssigkristalltafel 330 gestrahlten
Lichts dadurch eingestellt werden, dass das ihr zugeführte Licht
selektiv kontrolliert wird. Demgemäß kann ein gewünschtes
Bild auf der Rückseite
des LCD dadurch angezeigt werden, dass die Spannung geliefert wird, die
an die Flüssigkristalltafel 330 geliefert
wird, wobei bestimmt wird, ob Spannung an die erste Frontlichteinheit 310 gelegt
werden soll.
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In
der 5 befindet sich,
wenn die zweite Frontlichteinheit 320 eingeschaltet wird,
die Flüssigkristalltafel
330 im im Normalzustand weißen
Modus, während
dann, wenn keine Spannung an die Flüssigkristalltafel 330 angelegt
wird, das von der zweiten Frontlichteinheit 320 emittierte
Licht durch die Vorderseite der Flüssigkristalltafel 330 gestrahlt
wird. Zum Beispiel wird das in der zweiten Frontlichteinheit 320 emittierte
Licht durch die zweite Polarisationsplatte 350 gestrahlt,
die auf einer Seite der Flüssigkristalltafel 330 vorhanden
ist, und es wird in linear polarisiertes Licht gewandelt. Dann wird
das hindurchgestrahlte Licht entlang einer Flüssigkristallmolekül-Anordnung
um ungefähr
90° gedreht,
und es läuft
parallel zur optischen Achse der ersten Polarisationsplatte 340,
die auf der anderen Seite der Flüssigkristalltafel 330 vorhanden
ist. Demgemäß wird das durch die
Flüssigkristalltafel 330 gestrahlte
Licht zur ersten Polarisationsplatte 340 durchgelassen,
so dass ein Bild auf der Vorderseite des LCD angezeigt werden kann.
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Wenn
jedoch, wie es in der 5 dargestellt ist,
eine Spannung an die Flüssigkristalltafel 330 gelegt
wird, richten sich die Flüssigkristallmoleküle entlang
der Richtung des induzierten elektrischen Felds aus. Demgemäß behält das Licht,
das durch die zweite Polarisationsplatte 350 in einer Richtung
linear polarisiert wurde, seinen Polarisationszustand bei, und es
wird an die erste Polarisationsplatte 340 geliefert. Demgemäß wird das
von der zweiten Frontlichteinheit 320 emittierte Licht
durch die erste Polarisationsplatte 340 gesperrt, und es
erreicht die Vorderseite des LCD nicht.
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Demgemäß kann die
Menge des Lichts, das durch die Flüssigkristalltafel 330 gestrahlt
wird, dadurch eingestellt werden, dass das der Flüssigkristalltafel 330 zugeführte Licht
selektiv gesteuert wird. Demgemäß kann ein
gewünschtes
Bild dadurch auf der Vorderseite des LCD angezeigt werden, dass
die Spannung gesteuert wird, die an die Flüssigkristalltafel 330 des
LCD gelegt wird, wobei bestimmt wird, ob Spannung an die zweite
Frontlichteinheit 320 zu legen ist.
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Gemäß der Erfindung
kann ein Bild selektiv auf der Vorder- oder der Rückseite der Flüssigkristalltafel 330 abhängig davon
angezeigt werden, ob die erste Frontlichteinheit 310 oder
die zweite Frontlichteinheit 320 des LCD eingeschaltet
wird. Demgemäß kann ein
LCD in verschiedenen Typen von Anzeigevorrichtungen verwendet werden.
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Gemäß der 6 verwendet ein Mobilkommunikationsterminal 600 ein
erfindungsgemäßes LCD 601.
Demgemäß wird ein
Bild auf der Vorder- und der Rückseite
der Flüssigkristalltafel angezeigt, damit
ein leichtes und schlankes Doppelanzeige-Mobilkommunikationsterminal 600 konfiguriert
werden kann. Wie oben beschrieben, ist das erfindungsgemäße LCD unter
Verwendung zweier Lichteinheiten ein Transmissions-LCD mit jeweils
einer Frontlichteinheit auf den beiden Seiten, so dass unter Verwendung
einer einzelnen Frontlichteinheit Bilder hoher Qualität auf der
Vorder- und der Rückseite
des LCD angezeigt werden können.
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Der
auf einer Seite des LCD vorhandene Teilreflektor kann als Spiegel
wirken. Demgemäß kann ein
Benutzer das Mobilkommunikationsterminal als Spiegel verwenden,
wenn das LCD kein Bild anzeigt. Indessen kann das folgende Problem
auftreten, wenn ein LCD unter Verwendung zweier Lichteinheiten beim
oben beschriebenen Mobilkommunikationsterminal verwendet wird. Wenn
ein Bild unter Verwendung eines Transmissions-LCD bei heller Umgebung
angezeigt wird, die heller als das von der ersten Frontlichteinheit
emittierte Licht ist, kann das auf der Rückseite des LCD angezeigte
Bild nicht sehr gut erkannt werden. Um dieses Problem zu überwinden,
kann ein LCD mit einem Feinreflexions- und Streufilm verwendet werden.
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Gemäß der in
den 7–10 dargestellten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen LCD 700 verfügt dieses über eine
Flüssigkristalltafel 330, eine
erste Polarisationsplatte 340, eine zweite Polarisationsplatte 350,
eine erste Frontlichteinheit 310, eine zweite Frontlichteinheit 320,
einen Feinreflexions- und Streufilm 710 und einen Teilreflektor 360. Das
LCD wird so hergestellt, wie es für die vorige Ausführungsform
beschrieben wurde. Jedoch wird dabei der Feinreflexions- und Streufilm 710 zwischen der
ersten Polarisationsplatte 340 und der ersten Frontlichteinheit 310 angebracht.
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Wenn
aufgrund von Transmissionslicht, wie es durch von der ersten Frontlichteinheit 310 emittiertes
Licht erzeugt wird, auf der Rückseite
des LCD 700 angezeigt wird, reflektiert der Feinreflexions-
und Streufilm 710 Umgebungslicht, das von der Rückseite
des LCD 700 geliefert wird, zur Rückseite der Flüssigkristalltafel 330.
Wenn jedoch ein Bild bei heller Umgebung auf der Rückseite
des Transmissions-LCD 700 angezeigt wird und die Helligkeit
des von der ersten Frontlichteinheit 310 emittierten Lichts relativ
schwächer
als die des hellen Umgebungslichts ist, kann das auf der Rückseite
des LCD 700 angezeigte Bild nicht sehr gut erkannt werden.
Demgemäß ist der
Feinreflexions- und Streufilm 710 zwischen der ersten Polarisationsplatte 340 und
der ersten Frontlichteinheit 310 vorhanden, um dieses Problem
zu lösen.
Wenn z.B. das Umgebungslicht relativ hell ist, reflektiert der Feinreflexions-
und Streufilm 710 dasselbe zur Rückseite der Flüssigkristalltafel 330,
damit die optische Effizienz verbessert wird. So kann die Helligkeit
des auf der Rückseite
der Flüssigkristalltafel 330 angezeigten
Bilds verbessert werden.
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Der
Feinreflexions- und Streufilm 710 streut auch das Transmissionslicht.
Demgemäß kann der Feinreflexions-
und Streufilm 710 verhindern, dass ein Moiré-Effekt
auftritt, bei dem aufgrund eines vorbestimmten Musters der Lichtleiterplatte 312 der
ersten Frontlichteinheit 310 auf einem Schirm, auf dem das
Bild angezeigt wird, gerade oder schlecht aufgelöste Interferenzmusterlinien
erzeugt werden. Wie allgemein bekannt, entspricht der Moiré-Effekt
Interferenzstreifen, wie sie erzeugt werden, wenn periodische Muster
einander überlappen.
Wenn zwei oder mehr Gitter mit ähnlicher
Gitterkonstante miteinander überlappen
und Licht auf die Gitter gestrahlt wird, werden gerade oder schlecht
aufgelöste
Linien mit größeren Perioden,
die von den Perioden der Gitter verschieden sind, erzeugt. Das Material
des Feinreflexions- und Streufilms 710 ist z.B. ein UB(Ultra Brightness)-Film.
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Wenn
in der 8 die erste Frontlichteinheit 310 eingeschaltet
wird und sich die Flüssigkristalltafel 330 im
im Normalzustand weißen
Modus befindet, und wenn keine Spannung an die Flüssigkristalltafel 330 angelegt
wird, wird das von der ersten Frontlichteinheit 310 emittierte
Licht durch die Rückseite
der Flüssigkristalltafel 330 gestrahlt.
Zum Beispiel wird das von der ersten Frontlichteinheit 310 emittierte Licht
durch die erste Polarisationsplatte 340 auf einer Seite
der Flüssigkristalltafel 330 gestrahlt
und in linear polarisiertes Licht gewandelt. Das hindurchgestrahlte
Licht wird entlang einer Flüssigkristallmolekül-Anordnung
um ungefähr
90° gedreht,
und es läuft parallel
zur optischen Achse der zweiten Polarisationsplatte 350,
die auf der anderen Seite der Flüssigkristalltafel 330 vorhanden
ist. Demgemäß wird das durch
die Flüssigkristalltafel 330 gestrahlte
Licht zur zweiten Polarisationsplatte 350 gestrahlt, damit
ein Bild auf der Rückseite
des LCD angezeigt werden kann. So ist dann, wenn der Benutzer in
heller Umgebung ein auf der Rückseite
der Flüssigkristalltafel 330 angezeigtes
Bild betrachtet, die Erkennbarkeit hervorragend, und aufgrund des
durch den Feinreflexions- und Streufilm 710 reflektierten
externen Lichts kann ein deutliches Bild erzeugt werden.
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Wenn
in der 8 eine Spannung
an die Flüssigkristalltafel 330 gelegt
wird, richten sich die Flüssigkristallmoleküle entlang
der Richtung des induzierten elektrischen Felds aus. Demgemäß behält Licht,
das durch die erste Polarisationsplatte 340 entlang einer
Richtung linear polarisiert wird, seinen Polarisationszustand bei,
und es wird an die zweite Polarisationsplatte 350 geliefert.
Demgemäß wird das von
der ersten Frontlichteinheit 310 emittierte Licht durch
die zweite Polarisationsplatte 350 gesperrt, und es erreicht
die Rückseite
des LCD nicht.
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Gemäß der Erfindung
kann die Menge des durch die Flüssigkristalltafel 330 gestrahlten
Lichts dadurch eingestellt werden, dass das der Flüssigkristalltafel 330 zugeführt Licht
selektiv kontrolliert wird. So kann ein gewünschtes Bild auf der Rückseite
des LCD dadurch angezeigt werden, dass die an die Flüssigkristalltafel 330 des
LCD angelegte Spannung kontrolliert wird und bestimmt wird, ob Spannung
an die erste Frontlichteinheit 310 gelegt werden soll.
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In
den 7 und 8 verwendet das LCD den Feinreflexions-und
Streufilm 710, um Probleme zu verhindern, gemäß denen
ein angezeigtes Bild wegen Umgebungslicht, das von der Rückseite
des LCD geliefert wird, wenn ein Bild auf dieser Rückseite
des LCD angezeigt wird, schwierig zu erkennen oder zu unterscheiden
ist. Jedoch kann es sein, wie es anhand der 5 beschrieben wurde und dort dargestellt
ist, selbst dann, wenn ein Bild auf der Vorderseite des LCD angezeigt
wird, dasselbe nicht gut erkennbar sein, wenn das Umgebungslicht
heller als das von der zweiten Frontlichteinheit 320 emittierte Licht
ist.
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Um
dieses Problem zu überwinden,
wird ein LCD mit einem Feinreflexions- und Streufilm 710 zwischen
der zweiten Polarisationsplatte 350 und der zweiten Frontlichteinheit 320 versehen.
Die Funktion des Feinreflexions- und Streufilms 710 wird
nun unter Bezugnahme auf die 7 und 8 beschrieben. Da nur die
Anbringungsorte der Feinreflexions- und Streufilme 710 und 720 (in
der 9 dargestellt) voneinander
verschieden sind, wird die detaillierte Beschreibung des in der 9 dargestellten LCD weggelassen.
Wie es in der 10 dargestellt
ist, können
die Feinreflexions- und Streufilme 710 und 720 an
der Vorder- und der Rückseite
des LCD angebracht werden.
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Die
in der 11 dargestellte
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen LCD 1100 verfügt über eine
Flüssigkristalltafel 330,
eine erste Polarisationsplatte 340, eine zweite Polarisationsplatte 350, eine
erste Frontlichteinheit 310, eine zweite Frontlichteinheit 320,
einen ersten Streufilm 1110, einen zweiten Streufilm 1120 und
einen Teilreflektor 360. Auch dieses LCD wird so hergestellt,
wie es oben für die
erste Ausführungsform
beschrieben ist. Dabei wird der erste Streufilm 1110 zwischen
der ersten Polarisationsplatte 340 und der ersten Frontlichteinheit 310 angebracht,
und der zweite Streufilm 1120 wird zwischen der zweiten
Polarisationsplatte 350 und der zweiten Frontlichteinheit 320 angebracht.
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Da
der erste Streufilm 1110 zwischen der ersten Polarisationsplatte 340 und
der ersten Frontlichteinheit 310 vorhanden ist, wird verhindert,
dass ein Moiré-Effekt
auftritt, wodurch das an der Rückseite
der Flüssigkristalltafel 330 angezeigte
Bild klar wird. In ähnlicher
Weise wird, da der zweite Streufilm 1110 zwischen der zweiten
Polarisationsplatte 350 und der zweiten Frontlichteinheit 320 vorhanden
ist, das Auftreten eines Moiré-Effekts
verhindert, so dass das an der Vorderseite der Flüssigkristalltafel 330 angezeigte
Bild klar wird. Gemäß der Erfindung
verfügt das
in der 11 dargestellte
LCD 1110 über
den ersten Streufilm 1110 und den zweiten Streufilm 1120,
so dass die klare Darstellung der auf den beiden Seiten der Flüssigkristalltafel 330 angezeigten Bilder
verbessert werden kann.
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Gemäß den oben
beschriebenen Ausführungsformen
wird ein LCD mit Flüssigkristalltafel
in einem TN-Modus betrieben. Jedoch kann die Flüssigkristalltafel auch in verschiedenen
anderen Modi außer
dem TN-Modus betrieben werden. Beispiele hierbei sind der IPS(In-Plane
Switching)-Modus und der VA(Vertical Alignment)-Modus. Dazu veranschaulicht
die Schnittansicht der 12 eine
Ausführungsform
eines LCD mit zwei Lichteinheiten und einer im IPS-Modus betreibbaren
Flüssigkristalltafel, während die 13 Entsprechendes für eine in
einem VA-Modus betreibbare Flüssigkristalltafel
zeigt.
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Gemäß der 12 verfügt ein in einem IPS-Modus betreibbares
LCD 1200 über
eine Flüssigkristalltafel 1210 für den IPS-Modus,
eine erste Polarisationsplatte 340, eine zweite Polarisationsplatte 350,
eine erste Frontlichteinheit 310, eine zweite Frontlichteinheit 320,
einen ersten Feinreflexions- und Streufilm 710, einen zweiten
Feinreflexions- und Streufilm 720 und einen Teilreflektor 360.
Die im IPS-Modus arbeitende Flüssigkristalltafel 1210 manipuliert
Flüssigkristallmoleküle durch
Kontrollieren induzierter horizontaler elektrischer Felder. Die
erste Polarisationsplatte 340 und die zweite Polarisationsplatte 350 werden
and en beiden Flächen
der im IPS-Modus arbeitenden Flüssigkristalltafel 1210 angebracht.
Außerdem
wird die erste Frontlichteinheit 310 an der Vorderseite
der Flüssigkristalltafel 1210 angebracht,
und die zweite Frontlichteinheit 320 wird an ihrer Rückseite
angebracht. Der erste Feinreflexions- und Streufilm 710 wird
zwischen der ersten Polarisationsplatte 340 und der ersten
Frontlichteinheit 310 eingeschlossen, und der zweite Feinreflexions- und
Streufilm 720 wird zwischen der zweiten Polarisationsplatte 350 und
der zweiten Frontlichteinheit 320 eingeschlossen. Der Teilreflektor 360 wird
an der ersten Frontlichteinheit 310 angebracht.
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Beim
LCD 1200 gemäß der 12 wird ein erstes Bild
auf der Rückseite
des LCD 1200 angezeigt, wenn die erste Frontlichteinheit 310 betrieben wird,
während
ein zweites Bild auf der Vorderseite desselben angezeigt wird, wenn
die zweite Frontlichteinheit 320 betrieben wird. Da die
Funktion der Komponenten des in der 12 dargestellten
LCD 1200 ähnlich
der bei den oben beschriebenen LCDs ist, wird hier der Kürze halber
eine zugehörige
detaillierte Beschreibung weggelassen.
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Gemäß der 13 verfügt ein in einem VA-Modus betreibbares
LCD 1300 über
eine Flüssigkristalltafel 1310 für den VA-Modus,
eine erste Polarisationsplatte 340, eine zweite Polarisationsplatte 350,
eine erste Frontlichteinheit 310, eine zweite Frontlichteinheit 320,
einen ersten Feinreflexions- und
Streufilm 710, einen zweiten Feinreflexions- und Streufilm 720 und
einen Teilreflektor 360. Die im VA-Modus arbeitende Flüssigkristalltafel 1310 manipuliert
Flüssigkristallmoleküle durch
Kontrollieren induzierter horizontaler elektrischer Felder. Die
erste Polarisationsplatte 340 und die zweite Polarisationsplatte 350 werden
an den beiden Flächen
der im VA-Modus arbeitenden Flüssigkristalltafel 1310 angebracht.
Außerdem
wird die erste Frontlichteinheit 310 an der Vorderseite
der Flüssigkristalltafel 1310 angebracht,
und die zweite Frontlichteinheit 320 wird an ihrer Rückseite
angebracht. Der erste Feinreflexions- und Streufilm 710 wird
zwischen der ersten Polarisationsplatte 340 und der ersten
Frontlichteinheit 310 eingeschlossen, und der zweite Feinreflexions- und
Streufilm 720 wird zwischen der zweiten Polarisationsplatte 350 und
der zweiten Frontlichteinheit 320 eingeschlossen. Der Teilreflektor 360 wird
an der ersten Frontlichteinheit 310 angebracht.
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Beim
LCD 1300 gemäß der 13 wird ein erstes Bild
auf der Rückseite
des LCD 1300 angezeigt, wenn die erste Frontlichteinheit 310 betrieben wird,
während
ein zweites Bild auf der Vorderseite desselben angezeigt wird, wenn
die zweite Frontlichteinheit 320 betrieben wird. Da die
Funktion der Komponenten des in der 13 dargestellten
LCD 1300 ähnlich
der bei den oben beschriebenen LCDs ist, wird hier der Kürze halber
eine zugehörige
detaillierte Beschreibung weggelassen.