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DE102004022291B4 - System zur Herstellung von Säcken - Google Patents

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DE102004022291B4
DE102004022291B4 DE102004022291A DE102004022291A DE102004022291B4 DE 102004022291 B4 DE102004022291 B4 DE 102004022291B4 DE 102004022291 A DE102004022291 A DE 102004022291A DE 102004022291 A DE102004022291 A DE 102004022291A DE 102004022291 B4 DE102004022291 B4 DE 102004022291B4
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Abstract

System (1) zur Herstellung von Säcken, welches die folgenden Merkmale umfasst: – zumindest eine Schlauchbildungseinrichtung (2), die einen Schlauch bildet und ihn anschließend zu Schlauchstücken (8) vereinzelt, – zumindest eine Bodenbildungsvorrichtung (4), die die Schlauchstücke (8) mitund – eine Lagervorrichtung (3) zum Lager von Schlauchstücken (8), in welcher Schlauchstücke (8) auf zumindest zwei Etagen (16) gelagert werden und – zumindest zwei Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen (14, 22), mit welchen (14, 22) die Schlauchstücke (8) den Etagen (16) der Lagervorrichtung (3) an zumindest zwei unterschiedlichen Stellen derselben entnehm- und/oder zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet, – dass die Transportrichtung (z) der Schlauchstücke in der Bodenbildungsvorrichtung (4) parallel zu der Transportrichtung der Schlauchstücke (–z) in der Schlauchmaschine (2) verläuft und dieser entgegen gerichtet ist, – dass zumindest eine Umlenkvorrichtung (10) vorgesehen ist, welche die Orientierung der Schlauchstücke (8) zur...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein System zur Herstellung von Säcken gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Zur Herstellung von Säcken werden in der Regel zunächst in so genannten Schlauchmaschinen auf sehr rationelle Weise Endlosschläuche gebildet. Dazu wird zunächst eine – meist auf einem Wickel – angelieferte Bahn aus Papier oder Kunststoff zu einem Schlauch zusammengelegt und die nun übereinander liegenden Bahnränder mit geeigneten Fügemitteln, zum Beispiel Klebstoff, verbunden. Die Fügenaht liegt dabei in der Regel parallel zur Transportrichtung des Schlauches. Durch Übereinanderlegen mehrerer Bahnen vor der eigentlichen Schlauchbildung können auch mehrlagige Schläuche, wie sie etwa zur Herstellung von Zementsäcken benötigt werden, produziert werden. Im Anschluss an die Schlauchbildung wird der Schlauch zu Schlauchstücken vereinzelt und einzeln oder – vorzugsweise – in Stapeln abtransportiert. Eine Vorrichtung zur Bildung derartiger Schlauchstücke wird beispielsweise in den Druckschriften DE 36 40 219 C1 und DE 44 40 660 C2 offenbart.
  • Die derartig produzierten Schlauchstücke werden häufig einer weiteren Vorrichtung, der Bodenbildungsvorrichtung, zugeführt, in welcher diese zu Beuteln oder Säcken weiterverarbeitet werden. Dazu wird an zumindest einem Ende eines Schlauchstücks ein Boden angeformt. So sind beispielsweise derartige Vorrichtungen zur Bildung von Kreuzbodenventilsäcken bekannt, in denen den Schlauchstücken sogar beidendig Böden angeformt werden. Die Patentschrift DE 195 49 618 C2 zeigt das Aufziehen der Enden eines Schlauchstücks. Im Sprachgebrauch dieser Patentanmeldung werden auch die fertigen Beutel als Schlauchstücke angesehen.
  • Eine derartige Bodenbildungsvorrichtung arbeitet insbesondere dann ohne Störungen, wenn die Schlauchstücke möglichst flach sind. In der Praxis sind solche Schlauchstücke jedoch, insbesondere im Bereich der Fügenaht, stark gewellt, was darauf zurück zu führen ist, dass das Fügematerial beim Verlassen der Schlauchmaschine noch nicht ausreichend abgetrocknet ist. Dies ist insbesondere bei der Verwendung von stark feuchtigkeitshaltigem Stärkeleim der Fall. Daher ist man in der Vergangenheit dazu übergegangen, die Schlauchstücke vor der Weiterverarbeitung in einer Speicher- oder Lagervorrichtung zwischen zu lagern. Während der Speicherdauer werden die Schlauchstücke, welche häufig als Stapel in einer solchen Speichervorrichtung abgelegt werden, mit einer Pressplatte belegt, so dass die Schlauchstücke während des Abtrocknens oder des Aushärtens des Fügematerials eine möglichst ebene Lage einnehmen und diese auch nach Verlassen der Lagervorrichtung beibehalten.
  • Die Offenlegungsschrift DE 43 33 906 A1 zeigt eine solche Speichervorrichtung. Diese Vorrichtung weist mehrere Etagen auf, auf welchen die Schlauchstücke mittels einer Beschickungs- und Entnahmevorrichtung abgelegt werden. Jeder Etage ist eine Pressplatte zugeordnet, mit welcher die Schlauchstücke verpresst werden. Mit der Beschickungs- und Entnahmevorrichtung können später die Schlauchstücke zwecks Weiterverarbeitung aus den Etagen entnommen werden.
  • Als nachteilig erweist sich allerdings, dass die Beschickungs- und Entnahmevorrichtung, welche stationär an einer Seite der Etagen angeordnet ist, sowohl zur Zuführung als auch zur Entnahme der Schlauchstücke benötigt wird. Dieses schränkt den Produktionsablauf und die Effektivität des gattungsgemäßen Systems jedoch ein, da die Beschickungs- und Entnahmevorrichtung keine Schlauchstücke zuführen kann, wenn gerade andere Schlauchstücke entnommen werden und umgekehrt.
  • Weitere Speichervorrichtungen werden in den Druckschriften DE 197 33 240 A1 und DE 100 58 625 A1 offenbart. Diese Speichervorrichtungen umfassen zumindest zwei Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen, mit welchen die Schlauchstücke den Etagen der Lagervorrichtung an zumindest zwei unterschiedlichen Stellen der Lagervorrichtung entnehm- oder zuführbar sind. Damit kann der Produktionsablauf beschleunigt werden.
  • In einem System, bestehend aus einer Schlauchmaschine, Boden legevorrichtung und zwischengeschalteter Lagervorrichtung besteht jedoch häufig das Problem, die Schlauchstücke lagerichtig der Bodeniegevorrichtung zuzustellen.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein kompaktes System zur Herstellung von Säcken vorzuschlagen, bei dem die Schlauchstücke der Bodenlegevorrichtung mit einer quer zu ihrer Transportrichtung ausgerichteten Längsachse zuführbar sind.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
  • Demnach zeichnet sich die vorliegende Erfindung dadurch aus, dass die Transportrichtung (z) der Schlauchstücke in der Boden bildungsvorrichtung (4) parallel zu der Transportrichtung der Schlauchstücke (z) in der Schlauchmaschine (2) verläuft und dieser gleichgerichtet oder entgegen gerichtet ist, wobei bei einer gleichgerichteten Transportrichtung die Schlauchmaschine und die Bodenlegevorrichtung hintereinander angeordnet sind und dass zumindest eine Umlenkvorrichtung (10) vorgesehen ist, welche die Orientierung der Schlauchstücke (8) zur Transportrichtung (x, –x, z, –z) ändert und welche zwischen Schlauchmaschine (2) und Lagervorrichtung (3) oder zwischen Lagervorrichtung (3) und Bodenbildungsvorrichtung (4) angeordnet ist.
  • Eine Alternative des erfindungsgemäßen Systems beinhaltet also, dass die Schlauchstücke innerhalb der Schlauchmaschine und innerhalb der Bodenbildungsvorrichtung in im wesentlich gleicher Transportrichtung transportiert werden. Die Transportrichtungen in den genannten Vorrichtungen liegen also im Wesentlichen parallel zueinander und zudem hintereinander. Selbstverständlich können die Transportrichtungen in einem gewissen Rahmen von der Parallelität abweichen, ohne dass der erfinderische Gedanke eingeschränkt wird. Eine solche Anordnung kann vorteilhafterweise in einer langen, schmalen Produktionshalle realisiert werden.
  • In einer weiteren Alternative liegen die Transportrichtungen in der Schlauchmaschine und in der Lagervorrichtung senkrecht zueinander. Die Transportrichtung in der Bodenbildungsvorrichtung kann senkrecht zur Transportrichtung innerhalb der Lagervorrichtung liegen. Hierbei liegen Schlauchmaschine und Bodenlegevorrichtung also auch parallel zueinander. In beiden genannten Vorrichtungen werden die Schlauchstücke jedoch entgegen gesetzt gerichtet transportiert. Diese Anordnung der drei genannten Vorrichtungen ist vorteilhaft für eine kurze, aber breite Fabrikationshalle.
  • Innerhalb eines erfindungsgemäßen Systems ist zudem eine Umlenkvorrichtung vorgesehen, welche die Orientierung der Schlauchstücke zur Transportrichtung ändert. Insbesondere in Kombination mit den oben beschriebenen Anordnungen ist dies vorteilhaft, da häufig in einer Bodenbildungsvorrichtung das Schlauchstück mit seiner Längsachse quer zur Transportrichtung transportiert wird. Die Um Umlenkvorrichtung wird vorzugsweise so angeordnet, dass die Schlauchstücke auch innerhalb der Lagervorrichtung mit ihrer Längsachse quer zur Transportrichtung liegen. Je nach Anordnung der drei genannten Vorrichtungen kann sich die Umlenkvorrichtung zwischen Schlauchmaschine und Lagervorrichtung und/oder zwischen Lagervorrichtung und Bodenbildungsvorrichtung befinden.
  • Bei der Lagervorrichtung sind die Etagen übereinander angeordnet und eckig, vorzugsweise vier- oder rechteckig ausgebildet. Die Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen können dann auf einfache Weise als Hublifte ausgebildet sein. Oft arbeitet eine der Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen ausschließlich als Beschickungsvorrichtung, während die zweite der Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen ausschließlich als Entnahmevorrichtung arbeitet. Vorteilhafterweise sind die Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen auf sich gegenüber liegenden Seiten, vorzugsweise den kurzen Seiten, der Etagen angeordnet. Damit ist ein besonders effektiver Produktionsablauf sichergestellt. Um zudem auch noch einen flexiblen Einsatz des Systems zu ermöglichen, sind mindestens fünf, insbesondere acht Etagen vorgesehen, in welchen Schlauchstücke lagern können. Damit ist es möglich, eine Etage der Lagereinheit von der Schlauchmaschine aus mit einem Produktionslos zu beschicken, während die Bodenbildungsvorrichtung mit Schlauchstücken aus einem anderen Produktionslos, beispielsweise mit einem anderen Schlauchstückformat, versorgt wird, das bereits in der Lagervorrichtung längere Zeit gelagert wurde.
  • Ein erfindungsgemäßes System umfasst weiterhin Mittel zum Transport der Schlauchstücke von der Schlauchmaschine zum Bodenleger. Diese Mittel zum Transport sind vorzugsweise ortsfest ausgebildet und werden in der Regel automatisiert, insbesondere vollautomatisch, betrieben. Dabei umfassen die Mittel zum Transport auch unendliche umlaufende Transportelemente, wie beispielsweise Transportriemen, -rollen oder -bänder. Ein Teil dieser Transportelemente kann auf oder an den Etagen der Lagervorrichtung angeordnet sein, so dass die Schlauchstücke auch innerhalb der Lagervorrichtung transportiert werden, ohne dass diese, wie im Stand der Technik vorgehen, von einer der Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen ergriffen oder erfasst werden müssen. Die Transportelemente transportieren die Schlauchstücke vorzugsweise intermittierend. Auf diese Weise ist es möglich, auf einer Etage in der Transportrichtung mehrere Schlauchstücke oder Stapel hintereinander anzuordnen und auch zu verpressen. Die Breite der Lagervorrichtung ist so bemessen, dass mehrere, beispielsweise drei, Schlauchstücke oder Stapel nebeneinander abgelegt werden können.
  • Insgesamt können die Schlauchstücke in sehr unterschiedlichen Ablagemustern in den Etagen angeordnet werden.
  • Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung und den Ansprüchen hervor.
  • Die einzelnen Figuren zeigen:
  • 1 Draufsicht auf eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems
  • 2 Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems
  • 3 Seitenansicht einer Speichervorrichtung
  • 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zur Herstellung von Beuteln, das als Ganzes mit der Bezugsziffer 1 gekennzeichnet ist. Die wesentlichen Bestandteile des Systems 1 ist eine Schlauchmaschine 2, eine Lagervorrichtung 3 und eine Bodenbildungsvorrichtung 4. Die Schlauchmaschine 2 umfasst als wichtigste Bestandteile mehrere, im Minimalfall eine, Abwicklungen 5. Diese Abwicklungen 5 können mit Wickeln aus Papier- oder Kunststoff bestückt. Die Bahnen werden in den Abwicklungen 5 abgewickelt und über nicht dargestellte Umlenk- und Führungselemente der Schlauchbildungsstation 6 zugeführt. Innerhalb dieser Schlauchbildungsstation werden die Kanten der Bahnen aufeinandergelegt und mit sich selbst und/oder mit eventuell anderen vorhandenen Bahnen zusammengefügt. Nach dem Durchlaufen der Schlauchbildungsstation 6 wird der Schlauch in einer Vereinzelungsvorrichtung 7 zu Schlauchstücken 8 vereinzelt, wobei der Schlauch zunächst perforiert und anschließend von diesem in einem Abreißwerk, wie es beispielsweise in der DE 44 40 660 C2 gezeigt ist, Schlauchstücke 8 abgerissen werden. Mehrere Schlauchstücke 8 können noch zu einem Schlauchstapel gestapelt werden. Die Längsachsen der Schlauchstücke 8 liegen in ihrer Transportrichtung z.
  • Die Schlauchstücke 8 werden über eine Transportvorrichtung 9, einen Drehtisch 10 und eine weitere Transportvorrichtung 11 der Lagervorrichtung 3 zugeführt. Auf dem Drehtisch 11 wird die Lage der Längsachsen der Schlauchstücke 8 um 90 Grad gedreht, so dass die Längsachse nun in Richtung x liegt. Innerhalb der Lagervorrichtung 3 werden die Schlauchstücke 8 jedoch wieder in der Transportrichtung z transportiert. Die Längsachse der Schlauchstücke 8 liegt also quer zur Transportrichtung z. Innerhalb der Lagervorrichtung 3 werden die Schlauchstücke 8 gespeichert und gleichzeitig gepresst. Auf die Funktionsweise der Speichereinheit 3 wird weiter unten eingegangen.
  • Nach dem Durchlaufen der Lagervorrichtung 3 werden die Schlauchstücke 8 über eine weitere Transportvorrichtung 12 der Bodenbildungsvorrichtung 4 zugeführt, wobei die Schlauchstücke 8 wieder in Richtung ihrer Längsachse, also in –x-Richtung transportiert werden. Innerhalb der Bodenbildungsvorrichtung, auf deren Funktionsweise nicht näher eingegangen werden soll, werden die Schlauchstücke 8 wieder quer zu ihrer Längsachse in Transportrichtung z transportiert.
  • Die gezeigte Anordnung der Schlauchmaschine 2, der Lagervorrichtung 3 und der Bodenbildungsvorrichtung 4 wird vorteilhafterweise gewählt, wenn ein System zum Herstellen von Beuteln in einer langen schmalen Fabrikationshalle installiert werden soll. Innerhalb der drei Komponenten des Systems, also der Schlauchmaschine 2, der Lagervorrichtung 3 und der Bodenbildungsvorrichtung 4 liegen die Transportrichtungen der Schlauchstücke 8 im wesentlichen parallel zueinander.
  • Steht jedoch eine kurze, aber breitere Fabrikationshalle zur Verfügung, so kann die in 2 gezeigte Ausführung gewählt werden. Im Gegensatz zu dem in der 1 gewählten System liegt die Transportrichtung der Schlauchstücke 8 innerhalb der Lagervorrichtung 3 nicht in der Transportrichtung z, sondern in der Richtung –x, also quer zur Transportrichtung innerhalb der Schlauchmaschine 2. Äquivalent dazu wäre ein Transport der Schlauchstücke 8 innerhalb der Speichereinheit in Richtung x. Auch in dieser Anordnung werden die Schlauchstücke 8 innerhalb der Lagervorrichtung 3 quer zu ihrer Längsachse transportiert. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass die Längsachse der Schlauchstücke auch parallel zur Transportrichtung liegen kann.
  • An die Lagervorrichtung 3 schließen sich eine Transportvorrichtung 9, ein Drehtisch 10 und eine weitere Transportvorrichtung 11 an, die die Schlauchstücke der Bodenbildungsvorrichtung 4 zuführen. Die Transportrichtung (in dem dargestellten Fall die Richtung –z) der Schlauchstücke 8 in der Bodenbildungsvorrichtung liegt wiederum quer zu der Transportrichtung x, –x der Schlauchstücke 8 in der Lagervorrichtung 3.
  • Die 3 zeigt eine Seitenansicht einer Lagervorrichtung 3, wie sie in einem erfindungsgemäßen System eingesetzt wird. Die Schlauchstücke 8 werden über die Transportvorrichtung 11 an die Lagervorrichtung 3 herangebracht. Mit einem Querschieber 13 werden die Schlauchstücke 8 auf eine als Hubtisch 14 ausgebildete Beschickungs- und Entnahmevorrichtung verbracht. Dieser Hubtisch 14 ist auf nicht näher beschriebene Weise entlang der Vertikalstütze 15 verfahrbar. Hat der Hubtisch 14 die Höhe der Etagen 16 erreicht, auf welcher die Schlauchstücke 8 abgelegt werden sollen, so wird das Schlauchstück 8 übergeben. Dazu ist der Hubtisch 14 mit nicht sichtbaren Förderbändern ausgestattet, welche die Schlauchstücke 8 in die für die Zwecke der Funktionsweise der Lagervorrichtung 3 mit A bezeichneten Transportrichtung transportiert. Die Etagen 16 sind mit Umlenkwalzen oder -rollen 17 ausgestattet, welche auf nicht näher dargestellte Weise angetrieben werden und jeweils zumindest ein Förderband 18 führen. Die Umlenkwalzen 17 und Förderbänder 18 sind exemplarisch nur an der untersten Etage 16 eingezeichnet. Die Förderbänder 18 transportieren die Schlauchstücke 8 in Richtung A nach der Übernahme von dem Hubtisch 14 so lange, bis sie den Hubtisch vollständig verlassen haben. Die Schlauchstücke 8 werden jedoch erst dann weiter transportiert, wenn auf den gleichen Etagen 16 weitere Schlauchabschnitte 8 abgelegt werden sollen und/oder die abgelegten Schlauchabschnitte 8 der weiterverarbeitenden Vorrichtung zugeführt werden sollen. Die Etagen 16 sind an Stützen 19 gestellfest angebracht. Zum Verpressen der Schlauchstücke 8 sind seitlich an den Etagen 16 Aktuatoren 20 angebracht, auf welchen sich die Pressplatten 21 abstützen. Die Aktuatoren 20 können also die entsprechende Pressplatte 21 anheben, wenn Schlauchstücke 8 auf der gewünschten Etage 16 transportiert werden sollen. Zum Verpressen der Schlauchstücke 8 werden die Aktuatoren 20 also eingefahren, so dass die Pressplatten 21 durch ihr Eigengewicht die Schlauchstücke 8 verpressen. In der 3 ist zwar nur eine Pressplatte 21 pro Etage 16 dargestellt, jedoch sind auch mehrere Pressplatten pro Etage 16 denkbar, so dass Schlauchstücke 8 oder Stapel aus Schlauchstücken auch bei verschiedenen Höhen optimal verpresst werden können.
  • Der Abtransport der Schlauchstücke 8 aus der Speichereinheit erfolgt über eine ebenfalls als Hubtisch 22 ausgebildete Beschickungs- und Entnahmevorrichtung, welcher 22 entlang der Vertikalstrebe 23 verfahrbar ist. Von dem Hubtisch 22 werden die Schlauchstücke an die Transportvorrichtung 12 übergeben.
    Bezugszeichenliste
    1 System zur Herstellung von Säcken
    2 Schlauchmaschine
    3 Lagervorrichtung
    4 Bodenbildungsvorrichtung
    5 Abwicklungen
    6 Schlauchbildungsstation
    7 Vereinzelungsvorrichtung
    8 Schlauchstück
    9 Transportvorrichtung
    10 Drehtisch
    11 Transportvorrichtung
    12 Transportvorrichtung
    13 Querschieber
    14 Hubtisch
    15 Vertikalstütze
    16 Etage
    17 Umlenkwalze
    18 Förderband
    19 Stütze
    20 Aktuatoren
    21 Pressplatten
    22 Hubtisch
    23 Vertikalstütze
    A Transportrichtung innerhalb der Lagervorrichtung
    x Transportrichtung der Schlauchstücke
    y Transportrichtung der Schlauchstücke
    z Transportrichtung der Schlauchstücke

Claims (12)

  1. System (1) zur Herstellung von Säcken, welches die folgenden Merkmale umfasst: – zumindest eine Schlauchbildungseinrichtung (2), die einen Schlauch bildet und ihn anschließend zu Schlauchstücken (8) vereinzelt, – zumindest eine Bodenbildungsvorrichtung (4), die die Schlauchstücke (8) mit Böden versieht und auf diese Weise Säcke bildet, und – eine Lagervorrichtung (3) zum Lager von Schlauchstücken (8), in welcher Schlauchstücke (8) auf zumindest zwei Etagen (16) gelagert werden und – zumindest zwei Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen (14, 22), mit welchen (14, 22) die Schlauchstücke (8) den Etagen (16) der Lagervorrichtung (3) an zumindest zwei unterschiedlichen Stellen derselben entnehm- und/oder zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet, – dass die Transportrichtung (z) der Schlauchstücke in der Bodenbildungsvorrichtung (4) parallel zu der Transportrichtung der Schlauchstücke (–z) in der Schlauchmaschine (2) verläuft und dieser entgegen gerichtet ist, – dass zumindest eine Umlenkvorrichtung (10) vorgesehen ist, welche die Orientierung der Schlauchstücke (8) zur Transportrichtung (x, –x, z, –z) ändert und welche zwischen Schlauchmaschine (2) und Lagervorrichtung (3) oder zwischen Lagervorrichtung (3) und Bodenbildungsvorrichtung (4) angeordnet ist, – und dass die Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen (14, 22) als Hubtische (14, 22) ausgebildet sind, mit welchen (14, 22) die Höhe der Etagen (16) erreichbar ist.
  2. System (1) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel zum Transport (9, 11, 12, 17, 18) der Schlauchstücke (8) von der Schlauchmaschine (2) zur Bodenbildungsvorrichtung (4).
  3. System (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Transport (9, 11, 12, 17, 18) der Schlauchstücke (8) unendliche umlaufende Transportelemente (18) umfassen.
  4. System (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – eine erste Beschickungs- und Entnahmevorrichtung (14) über Mittel zum Transport (9, 10, 11, 12) von Schlauchstücken (8) mit der zumindest einen Schlauchmaschine (2) verbunden ist und – dass eine zweite Beschickungs- und Entnahmevorrichtung (22) über Mittel zum Transport (9, 10, 11, 12) von Schlauchstücken (8) mit der zumindest einen Bodenbildungsvorrichtung (4) verbunden ist.
  5. System (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – eine erste Beschickungs- und Entnahmevorrichtung (14) auf der der zumindest einen Schlauchmaschine (2) zugewandten Seite angebracht ist und – dass eine zweite Beschickungs- und Entnahmevorrichtung (22) auf der der zumindest einen Bodenbildungsvorrichtung (4) zugewandten Seite angebracht ist.
  6. System (1) nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Transport (9, 11, 12, 17, 18) der Schlauchstücke (8) von der Schlauchmaschine (2) zur Bodenbildungsvorrichtung Transportelemente (17, 18) zum Transport der Schlauchstücke (8) zwischen der ersten (14) und der zweiten (22) Beschickungs- und Entnahmevorrichtung umfassen.
  7. System (1) nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportelemente (17, 18) zum Transport der Schlauchstücke (8) zwischen der ersten (14) und der zweiten (22) Beschickungs- und Entnahmevorrichtung zumindest zum Teil als unendliche umlaufende Transportelemente (18) – vorzugsweise als Transportbänder – ausgeprägt sind.
  8. System (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Beschickungs- und Entnahmevorrichtung (14, 22) auf einander gegenüberliegenden Seiten der Etagen (16) angeordnet sind.
  9. System (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportrichtung (A) in der Lagervorrichtung (3) ebenfalls im Wesentlichen parallel zu den Transportrichtungen (x, –x, z, –z) in der Schlauchmaschine (2) und in der Bodenbildungsvorrichtung (4) ist.
  10. Verfahren zur Herstellung von Säcken mit einem System (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: – Bilden eines Schlauches in einer Schlauchbildungseinrichtung (2), die einen Schlauch bildet, und anschließendes Vereinzeln des Schlauches zu Schlauchstücken (8), – Versehen der Schlauchstücke (8) mit Boden in zumindest einer Bodenbildungsvorrichtung (4), so dass auf diese Weise Säcke gebildet werden, – Lagern der Schlauchstücken (8) in einer Lagervorrichtung (3), in welcher Schlauchstücke (8) auf zumindest zwei Etagen (16) gelagert werden und – Zuführen und Entnehmen der Schlauchstücke (8) mit zumindest zwei Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen (14, 22), mit welchen (14, 22) die Schlauchstücke (8) den Etagen (16) der Lagervorrichtung (3) an zumindest zwei unterschiedlichen Stellen derselben entnommen und/oder zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, – dass die Schlauchstücke in der Bodenbildungsvorrichtung (4) parallel zu der Transportrichtung der Schlauchstücke (z) in der Schlauchmaschine (2) transportiert werden und dabei in entgegen gesetzter Richtung transportiert werden, und – dass die Orientierung der Schlauchstücke zu ihrer Transportrichtung in zumindest einer Umlenkvorrichtung (10) geändert wird, wobei die Umlenkeinrichtung (10) zwischen Schlauchmaschine (2) und Lagervorrichtung (3) oder Lagervorrichtung (3) und Bodenbildungsvorrichtung (4) angeordnet ist, – und dass als Beschickungs- und Entnahmevorrichtungen (14, 22) Hubtische (14, 22) verwendet werden, mit welchen (14, 22) die Höhe der Etagen (16) erreicht wird.
  11. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchstücke (8) in den Etagen (16) mit unendlichen umlaufenden Transportmitteln (17, 18) intermittierend bewegt werden.
  12. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchstücke (8) vor dem Erreichen der Etagen (16) und/oder nach ihrer Entnahme gedreht werden, wobei der Drehwinkel bevorzugt 90° beträgt.
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