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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen einer Schließzeit eines
Schließgliedes
gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 und eine Schaltungsanordnung zum Bestimmen
der Schließzeit
eines Schließgliedes
gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 5.
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Im
Bereich der Kraftfahrzeugtechnik werden bei hydraulisch gesteuerten
Einspritzsystemen, wie z. B. einem Pumpe-Düse-System Ventile verwendet, die
mit einem piezoelektrischen Aktor betätigt werden. Für das hydraulisch
gesteuerte Einspritzsystem ist die Bestimmung der Schließzeit des
Ventils, mit dem der hydraulische Druck eingestellt wird, ein wichtiger
Parameter, der präzise
erfasst und gesteuert werden muss.
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Aus
DE 199 30 309 C2 ist
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regelung der Einspritzmenge bei
einem Kraftstoffeinspritzventil mit einem Piezoelement-Aktor bekannt.
Das Kraftstoffeinspritzventil weist eine Steuerkammer auf, die in
einem Hochdruckspeicher und mit einem Steuerventil in Verbindung
steht. In der Steuerkammer herrschende Drücke wirken auf einen beweglichen
Düsenkörper mit einer
Düsennadel
zum Öffnen
und Schließen
von Einspritzlöchern.
Zum Öffnen
des Einspritzventils wird das Steuerventil von dem piezoelektrischen
Aktor betätigt.
Die Spannung am piezoelektrischen Aktor wird nach dessen anfänglicher
Aufladung erfasst und aus der gemessenen Spannung wird der Einspritzbeginn
und/oder die Nadelöffnungszeit
des Einspritzventils ermittelt.
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DE 101 43 501 C1 beschreibt
ein Verfahren zur Bestimmung eines Öffnungsbeginns und einer Einspritzdauer
eines piezoelektrischen Aktors. Dazu werden auf der Basis eines
dem Aktor zugeführten Stroms
und einer sich am Aktor aufbauenden Spannung mittels eines nichtlinearen
Aktormodells eine vom Aktor voll führte Längenänderung und eine vom Aktor
ausgeübte
Kraft bestimmt.
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DE 199 30 309 C2 beschreibt
ein Bestimmen eines Einspritzbeginns und/oder einer Nadelöffnungszeit
eines piezoelektrischen Aktors auf der Basis eines beobachteten
Spannungsverlaufs am Aktor bei dessen Ansteuerung.
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DE 31 18 425 C2 beschreibt
eine Vorrichtung zur Erfassung einer Kraftstoffmenge, die einem
Dieselmotor mittels eines Einspritzelements zugeführt wird.
Auf der Basis von Druckgradienten an einer Einspritzpumpe werden
ein Beginn und ein Ende eines Einspritzvorgangs erfasst und aus
diesen eine Zeitdauer des Einspritzvorgangs bestimmt.
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DE 101 46 747 A1 beschreibt
eine Einspritzvorrichtung für
eine Brennkraftmaschine, bei der ein Spannungsverlauf an einem piezoelektrischen
Aktor erfasst und auf der Basis eines Minimums des Spannungsverlaufs
eine Schließposition
des Aktors erfasst wird.
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DE 199 58 262 A1 beschreibt
ein Verfahren zum Aufladen eines piezoelektrischen Aktors, wobei der
Aktor in mehreren Schritten gemäß einer
Referenzkurve durchgeführt
wird und eine sich am Aktor einstellende Spannung mit der Referenzkurve
verglichen wird. Aus einer Spannungsabweichung wird eine Aufladezeit
bestimmt, mit welcher der Aktor auf die nächste Spannungsstufe aufgeladen
wird.
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EP 1 138 909 A1 beschreibt
eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Steuerung einer Einspritzvorrichtung
mittels eines piezoelektrischen Aktors. Hierfür wird eine Abweichung eines
Spannungsabfalls am Aktor von einem Vergleichswert bestimmt. In
Abhängigkeit
der Abweichung wird ein elektrisches Ansteuersignal des Aktors geändert.
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WO 03/104633 A1 beschreibt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung einer Zeit, die eine
Nadel eines piezoelektrischen Aktors zur Bewegung zwischen zwei
Endpositionen benö tigt.
Die Zeitdauer wird in Abhängigkeit
eines Verlaufs eines elektrischen Ansteuersignals des Aktors bestimmt.
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WO 03/067073 A1 beschreibt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung von Betriebszuständen eines
piezoelektrischen Aktuators, wobei ein Vergleich entweder zwischen
dem Piezostrom und einem vorgegebenen Schwellenwert oder der Piezospannung
mit einem vorgegebenen Schwellenwert durchgeführt wird. Hierfür wird für die jeweils nicht
im Vergleich betrachtete Größe ein konstanter Wert,
vorzugsweise von Null, erzwungen.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein robustes und präzises Verfahren
zum Bestimmen der Schließzeit
des Schließgliedes
des piezoelektrisch angetriebenen Ventils bereit zu stellen. Zudem
besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Schaltungsvorrichtung
bereitzustellen, mit der auf einfache Weise die Schließzeit des
vom piezoelektrischen Aktor angetriebenen Ventils ermittelt werden
kann.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird durch das Verfahren gemäß Patentanspruch
1 und durch die Schaltungsanordnung gemäß Patentanspruch 5 gelöst.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
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Ein
Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, dass die Schließzeit
des Ventils präzise
ermittelt werden kann. Zur Ermittlung der Schließzeit wird erfindungsgemäß eine Vergleichsgerade
zwischen einem Start- und einem Endpunkt eines Messintervalls gelegt
und die am piezoelektrischen Aktor anliegende Spannung wird während des Messintervalls
erfasst. Zwischen den gemessenen Spannungswerten und der Vergleichsgeraden
werden Differenzwerte ermittelt und die Schließzeit wird zu dem Zeitpunkt
erkannt, zu dem der Differenzwert innerhalb des Messintervalls den
größten Wert
aufweist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden die gemessenen Spannungswerte als quadrierte Größen weiter
verarbeitet. Dadurch ist eine präzise Erfassung
der Schließzeit
möglich.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird eine Schließzeit
nur erkannt, wenn der Differenzwert einen festgelegten Vergleichswert überschreitet.
Auf diese Weise wird vermieden, dass für ein nicht geschlossenes Ventil
eine Schließzeit
erfasst wird.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird eine Schließzeit
nur dann erkannt, wenn die Summe der Differenzwerte des Messintervalls
eine festgelegte Vergleichssumme überschreiten. Auch diese weitere Voraussetzung
dient dazu, zuverlässig
eine Schließzeit
zu erkennen.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Einspritzventils, das nach dem Pumpe-Düse-Prinzip ausgebildet
ist;
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2 einen
schematischen Programmablauf zur Bestimmung der Schließzeit;
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3 Messkurve
der am Aktor anliegenden Spannung während eines Schließvorganges
des Ventils;
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4 die
Messkurze mit einer Referenzkurve;
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5 eine
Differenzkurve, die aus der Messkurve und der Referenzkurve gebildet
ist; und
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6 eine
detaillierte Darstellung der Schaltungsanordnung, die zur Erfassung
der Schließzeit verwendet
wird;
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1 zeigt
schematisch den Aufbau einer Pumpe-Düse-Einheit. Die Pumpe-Düse-Einheit dient zum Zuführen von
Kraftstoff in einen Verbrennungsraum 1 einer Brennkraftmaschine.
Die Pumpe-Düse-Einheit
weist eine Pumpe 2 auf, die über einen Kolben 3,
der in einem Zylinder 4 geführt ist, Kraftstoff verdichtet.
Der Kolben 3 wird direkt oder indirekt über eine nicht dargestellte
Nockenwelle der Brennkraftmaschine angetrieben. Im Zylinder 4 ist
angrenzend an den Kolben 3 ein erster Druckraum 5 ausgebildet. Der
erste Druckraum 5 ist über
eine Kraftstoffleitung 6 mit einem Ventil 7 verbunden.
Das Ventil 7 dient dazu, die Kraftstoffleitung 6 entweder
zu verschließen oder
mit einem Niederdruckbereich 8 zu verbinden. Der Druckraum 5 steht
zudem über
eine zweite Kraftstoffleitung 9 mit einem Einspritzraum 10 in
Verbindung. Im Einspritzraum 10 ist eine Düsennadel 11 angeordnet,
deren Schließflächen einem
Dichtsitz 41 zugeordnet ist. Der Dichtsitz 41 ist
zwischen Einspritzlöchern 12 und
dem Einspritzraum 10 angeordnet. Im oberen Bereich des
Einspritzraums 10 weist die Düsennadel 11 Druckflächen 13 auf. Über die Druck fläche 13 wird
die Düsennadel 11 von
einem Kraftstoffdruck im Einspritzraum 10 entgegen einer Schließrichtung
vom Dichtsitz 41 weg vorgespannt. Die Düsennadel 11 ist über einen
Druckstift 14 von einem Federelement 15 auf den
Dichtsitz 41 vorgespannt.
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Das
Ventil 7 weist ein Schließglied 16 auf, das
einem Ventildichtsitz 17 zugeordnet ist. Das Schließglied 16 steht
in Wirkverbindung mit einem piezoelektrischen Aktor 18,
der von einem Steuergerät 19 angesteuert
wird.
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Ist
das Ventil 7 geöffnet,
so saugt der Kolben 3 bei einer Ansaugbewegung nach oben
Kraftstoff über
den Niederdruckbereich 8, das Ventil 7 und die Kraftstoffleitung 6 in
den Druckraum 5. Der Niederdruckbereich 8 ist
dazu mit einem Kraftstofftank verbunden. Bei einer Verdichtungsbewegung
des Kolbens 3 nach unten wird der Kraftstoff bei geöffnetem Ventil 7 wieder
zurück
in den Niederdruckbereich 8 gedrückt. Die Kraftstoffleitungen,
der Einspritzraum 10 und die zweite Kraftstoffleitung 9 sind
vollständig mit
Kraft gefüllt.
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Zum
Starten einer Einspritzung wird bei einem Verdichtungstakt, bei
dem der Kolben 3 sich nach unten bewegt, über das
Steuergerät 19 und
den piezoelektrischen Aktor 18 das Ventil 7 verschlossen. Somit
kann der vom Kolben 3 verdichtete Kraftstoff nicht über den
Niederdruckbereich 8 entweichen, sondern es wird im Einspritzraum 10 ein
hoher Druck erzeugt. Der hohe Druck hebt die Düsennadel 11 vom zugeordneten
Dichtsitz 41 ab. Folglich wird Kraftstoff aus dem Einspritzraum 10 über die
Einspritzlöcher 12 in
den Verbrennungsraum 1 der Brennkraftmaschine abgegeben.
Wird das Ventil 7 geöffnet,
d. h. das Schließglied 16 vom
zugeordneten Dichtsitz 17 durch den piezoelektrischen Aktor 18 abgehoben,
so sinkt der Kraftstoffdruck in der Kraftstoffleitung 6 und
damit auch im Einspritzraum 10. Folglich wird die Düsennadel 11 wieder
auf den Dichtsitz gedrückt
und die Verbindung zwischen dem Einspritz raum 10 und den
Einspritzlöchern 12 verschlossen.
Damit endet die Einspritzung.
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Für eine präzise Feststellung
des Zeitpunktes, zu dem das Ventil 7 mit dem Schließglied 16 wieder
auf den Ventildichtsitz 17 gedrückt wird, wird die am piezoelektrischen
Aktor 18 anliegende Spannung ausgewertet. Der piezoelektrische
Aktor 18 wird über Spannungsleitungen 20 vom
Steuergerät 19 mit Spannung
versorgt. Zudem erfasst das Steuergerät 19 über die
Spannungsleitungen 20, die am piezoelektrischen Aktor anliegende
Spannung. Das Steuergerät 19 verfügt somit
sowohl über
eine Spannungsquelle als auch über
einen Spannungsmesser. Zudem ist das Steuergerät 19 mit einem Datenspeicher 42 verbunden.
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Das
Ventil 7 ist in der Weise ausgebildet, dass im unbestromten
Zustand des piezoelektrischen Aktors 18 das Schließglied 16 vom
Ventildichtsitz 17 abgehoben ist und somit das Ventil 7 geöffnet ist.
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2 zeigt
einen schematischen Programmablauf zur Durchführung des Verfahrens. Bei Programmpunkt 50 erfasst
das Steuergerät 19 verschiedene
Betriebszustände,
wie z. B. die Drehzahl der Brennkraftmaschine und den Fahrerwunsch
und ermittelt daraufhin den Beginn der Einspritzung und die Dauer
der Einspritzung. Dazu greift das Steuergerät 19 auf entsprechende
Daten und Kennlinien zu, die im Datenspeicher 42 abgelegt
sind. Beim folgenden Programmpunkt 51 legt das Steuergerät 19 eine
entsprechende Spannung über
die Spannungsleitungen 20 an den piezoelektrischen Aktor 18 an.
Daraufhin dehnt sich der piezoelektrische Aktor 18 aus
und drückt
das Schließglied 16 auf
den Ventildichtsitz 17, während eines Verdichtungshubes
des Kolbens 3. Im Folgenden Programmpunkt 52 überwacht
das Steuergerät 19 parallel
zum Anlegen der Spannung an den piezoelektrischen Aktor 18 die
am piezoelektrischen Aktor 18 anliegende Spannung. Dazu
erfasst das Steuergerät 19 in
festgelegten Zeitabständen
die Spannung, die am Aktor 18 anliegt. Ein Diagramm mit
einer entsprechenden Messkurve ist in 3 dargestellt.
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3 zeigt
die Messkurve, die sich aufgrund der erfassten Spannungswerte ergibt,
und die vom Steuergerät 19 im
Datenspeicher 42 abgelegt wird.
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Im
folgenden Programmpunkt 53 ermittelt das Steuergerät 19 in
der Messkurve einen Startpunkt TS und einen Endpunkt TE eines Messintervalls.
Der Startpunkt TS ist vorzugsweise voreingestellt und liegt eine
festgelegte Zeit nach dem Beginn der Bestromung des piezoelektrischen
Aktors. Der Endpunkt ist ebenfalls vorzugsweise voreingestellt und
liegt eine festgelegte zweite Zeit nach dem Beginn der Bestromung
des piezoelektrischen Aktors. Zudem berechnet das Steuergerät 19 in
einem folgenden Programmpunkt 54 eine Vergleichsgerade zwischen
dem Messwert des Startpunktes und dem Messwert des Endpunktes. In
einem folgenden Programmpunkt 55 ermittelt das Steuergerät 19 für jeden gemessenen
Spannungswert in dem Messintervall zwischen dem Startpunkt und dem
Endpunkt den Differenzwert zu dem entsprechenden Wert der Referenzkurve.
Dazu werden der zum gleichen Zeitpunkt gehörende gemessene Spannungswert
und Wert der Referenzkurve voneinander abgezogen. Die Differenzwerte
legt das Steuergerät 19 im
Speicher 21 ab.
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4 zeigt
ein entsprechendes Messdiagramm, in dem der Startpunkt TS und der
Endpunkt TE eingezeichnet sind. Zudem ist die Vergleichsgerade VG
in Form einer Linie mit Sternchen dargestellt. Die vom Steuergerät 19 erfassten
Messwerte der Spannung des piezoelektrischen Aktors sind in Form, von
Kreuzen und einer approximierten Linie MW dargestellt.
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Anstelle
der gemessenen Spannungswerte verwendet das Steuergerät 19 vorzugsweise
quadrierte Spannungswerte, da dadurch das Ermitteln der Schließzeit präziser möglich ist.
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In
dem folgenden Programmpunkt 56 ermittelt das Steuergerät 19 den
größten Differenzwert zwischen
einem gemessenen Spannungswert und dem zeitgleichen Wert der Referenzkurve
innerhalb des Messintervalls und ordnet dem Zeitpunkt, zudem der
größte Differenzwert
aufgetreten ist, den Schließzeitpunkt
des Ventils 7 zu. In der Darstellung der 4 ist
der Schließzeitpunkt
TF ebenfalls eingezeichnet.
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In 5 sind
die Differenzwerte zwischen den gemessenen Spannungswerten und den
zeitlichen Werten der Vergleichsgeraden dargestellt, wobei die Differenzwerte
anhand von quadrierten Spannungswerten ermittelt wurden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird nach dem Programmpunkt 56 zusätzlich bei dem folgenden Programmpunkt 57 überprüft, ob der
berechnete maximale Differenzwert über einem festgelegten Vergleichswert
liegt. Ergibt der Vergleich, dass der maximale Differenzwert nicht über dem
Vergleichswert liegt, so wird keine Schließzeit des Ventils 7 erkannt.
Der festgelegte Vergleichswert wurde beispielsweise zuvor experimentell
ermittelt. Auf diese Weise kann eine Fehlfunktion des Ventils 7 bei
der Ermittlung der Schließzeit
ausgefiltert werden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird entweder zusätzlich
zum Programmpunkt 57 oder anstelle des Programmpunkts 57 bei
einem folgenden Programmpunkt 58 vom Steuergerät 19 die
Summe aus den Differenzwerten gebildet und mit einer Vergleichssumme
verglichen. Ergibt der Vergleich, dass die Summe der Differenzwerte
kleiner ist als die Vergleichssumme, so wird ebenfalls keine Schließzeit des
Ventils erkannt. Die Vergleichssumme wird ebenfalls vorzugsweise
experimentell ermittelt und dient dazu, Fehlfunktionen des Ventils,
bei denen kein Schließen
des Ventil stattfindet, beim Ermitteln der Schließzeit herauszufiltern.
Der Vergleich der Summe der Differenzwerte mit der Vergleichssumme
ermöglicht
es, negative Differenzwerte, bei denen die gemessenen Spannungen
oberhalb der Vergleichsgeraden liegen, die jedoch nicht zu einem
Schließen
des Ventils korrespondieren, herauszufiltern. Die Vergleichssumme wird
vorzugsweise experimentell für
die jeweilige Pumpe-Düse-Einheit
ermittelt.
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6 zeigt
eine detaillierte Darstellung der Schaltungsanordnung, die vorzugsweise
im Steuergerät 19 ausgebildet
ist.
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Die
am piezoelektrischen Aktor 18 erfasste Spannung wird über einen
Eingang 21 und einen Linearisierungsbaustein 22 einem
zweiten Eingang eines Schalters 23 zugeführt. Im
Linearisierungsbaustein 22 wird der erfasste Spannungswert
quadriert und über
einen Ausgang einem zweiten Eingang des Schalters 23 zugeführt. Ein
Ausgang des Schalters 23 steht mit einem ersten Berechnungsblock 24 in Verbindung.
Der erste Berechnungsblock 24 begrenzt den Detektionsbereich,
in dem die Spannung erfasst wird. Weiterhin ist ein Startblock 25 und
ein Endeblock 26 vorgesehen, die mit einer Signalleitung jeweils
mit einem Eingang des ersten Berechnungsblockes 24 verbunden
sind. Der Startblock 25 enthält einen Startzeitpunkt für die Messung,
der vom Steuergerät 19 festgelegt
wird. Der Startzeitpunkt wird an den ersten Berechnungsblock 24 weitergegeben. Der
Endeblock 26 enthält
einen Endzeitpunkt für
die Messung, die ebenfalls vom Steuergerät 19 festgelegt wird.
Der Endzeitpunkt wird an den ersten Berechnungsblock 24 weiter
gegeben. Bei der Erfassung der Messkurve wird ein gesamter Einspritzvorgang
mit einer Vielzahl von Messwerten, d. h. Spannungswerten erfasst.
Es werden beispielsweise 40 Messwerte erfasst, die einen festgelegten
zeitlichen Abstand aufweisen und mit einem fortlaufenden Index durchnummeriert
werden. Aus der Startzeit, dem festgelegten zeitlichen Abstand und
dem Index kann der Zeitpunkt der Messung festgelegt werden. Der erste
Berechnungsblock 24 gibt die vom Schalter 23 zugeführten Spannungswerte,
die eine gesamte Messkurve, wie in 4 dargestellt,
darstellen, über einen
ersten Ausgang 27 an einen zweiten Berechnungsblock 29 weiter.
Der zweite Berechnungsblock 29 ermittelt aufgrund der zugeführten Span nungswerte
innerhalb des Messintervalls Spannungsreferenzwerte die die Vergleichsgerade
gemäß 4 darstellen.
Der zweite Berechnungsblock 29 gibt über einen Ausgang die Spannungsreferenzwerte
an eine Addiereinheit 30 weiter. Zudem werden vom Schalter 23 die
linearisierten oder nicht linearisierten Spannungswerte einer Messkurve
mit einem negativen Vorzeichen an die Addiereinheit 30 geführt. In der
Addiereinheit 30 werden Differenzwerte für zeitgleiche
Spannungswerte und Referenzspannungswerte der Messkurve gebildet,
die über
einen Ausgang der Addiereinheit 30 einem Eingang eines
dritten und eines vierten Berechnungsblockes 31, 32 zugeführt werden.
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Im
dritten Berechnungsblock 31 wird innerhalb des durch den
Startzeitpunkt und den Endzeitpunkt festgelegten Messintervalls
der maximale Differenzwert ermittelt und über einen Ausgang einem fünften Berechnungsblock 34 zugeführt. Im
fünften Berechnungsblock 34 wird
aufgrund des Index des maximalen Differenzwertes der Zeitpunkt des
maximalen Differenzwertes und damit die Schließzeit des Ventils berechnet
und über
einen Ausgang an das Steuergerät 19 weitergegeben.
Dazu ist jedem Index ein Zeitwert in einer Zuordnungstabelle zugeordnet. Ein
zweiter Ausgang 35 des dritten Berechnungsblockes 31 gibt
den maximalen Differenzwert an eine Vergleichseinrichtung 36.
Weiterhin ist ein erstes Speicherfeld 37 vorgesehen, in
dem ein minimaler Vergleichswert festgelegt ist. Der minimale Vergleichswert
ist experimentell ermittelt. Das erste Speicherfeld 37 gibt
einen minimalen Spannungsdifferenzwert vor, der einem zweiten Eingang
der Vergleichseinrichtung 36 zugeführt wird. Die Vergleichseinrichtung 36 vergleicht,
ob der maximale Differenzwert größer oder
gleich dem minimalen Differenzwert ist und gibt ein Signal über einen
Ausgang an eine zweite Vergleichseinrichtung 38 weiter,
wenn diese Bedingung erfüllt
ist.
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Der
vierte Berechnungsblock 32 summiert die Differenzwerte
der einzelnen Messpunkte innerhalb des Messintervalls der Messkurve
auf und gibt einen Summendifferenzwert über einen Ausgang an eine dritte
Vergleichseinrichtung 39 weiter. Die dritte Vergleichseinrichtung 39 steht
mit einem zweiten Eingang mit einem Ausgang eines zweiten Speicherfeldes 40 in
Verbindung. Im zweiten Speicherfeld 40 ist eine minimale
Summe abgelegt, die der dritten Vergleichseinrichtung 39 zugeführt wird.
Die dritte Vergleichseinrichtung 39 vergleicht die vom
vierten Berechnungsblock 32 berechnete Differenzsumme mit
der minimalen Summe, die im Speicherfeld 40 abgelegt ist.
Ergibt der Vergleich der dritten Vergleichseinrichtung 39,
dass die Differenzsumme größer oder gleich
der minimalen Summe ist, so wird ein Signal an die zweite Vergleichseinrichtung 38 abgegeben. Erkennt
die Vergleichseinrichtung 38 an den zwei Eingängen zwei
Signale, so gibt die zweite Vergleichseinrichtung 38 ein
Enable-Signal an das Steuersignal 19, das die Gültigkeit
der erkannten Schließzeit bestätigt.
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In
Abhängigkeit
von der gewählten
Ausführungsform
kann auch auf einzelne oder alle Vergleichseinrichtungen 36, 39, 38,
die eine Plausibilisierung der Messwerte durchführen verzichtet werden.
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- 1
- Verbrennungsraum
- 2
- Pumpe
- 3
- Kolben
- 4
- Zylinder
- 5
- erster
Druckraum
- 6
- Kraftstoffleitung
- 7
- Ventil
- 8
- Niederdruckbereich
- 9
- zweite
Kraftstoffleitung
- 10
- Einspritzraum
- 11
- Düsennadel
- 12
- Einspritzloch
- 13
- Druckfläche
- 14
- Druckstift
- 15
- Federelement
- 16
- Schließglied
- 17
- Ventildichtsitz
- 18
- Aktor
- 19
- Steuergerät
- 20
- Spannungsleitung
- 21
- Eingang
- 22
- Linearisierungsbaustein
- 23
- Schalter
- 24
- erster
Berechnungsblock
- 25
- Startblock
- 26
- Endblock
- 27
- erster
Ausgang
- 29
- zweiter
Berechnungsblock
- 30
- Addiereinheit
- 31
- dritter
Berechnungsblock
- 32
- vierter
Berechnungsblock
- 34
- fünfter Berechnungsblock
- 36
- Vergleichseinrichtung
- 37
- erstes
Speicherfeld
- 38
- zweite
Vergleichseinrichtung
- 39
- dritte
Vergleichseinrichtung
- 40
- zweiten
Speicherfeld
- 41
- Dichtsitz
- 42
- Datenspeicher