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DE102004020791B3 - Vorrichtung zur Ablenkung und Beruhigung von Münzen in einem Münzprüfer - Google Patents

Vorrichtung zur Ablenkung und Beruhigung von Münzen in einem Münzprüfer Download PDF

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DE102004020791B3
DE102004020791B3 DE200410020791 DE102004020791A DE102004020791B3 DE 102004020791 B3 DE102004020791 B3 DE 102004020791B3 DE 200410020791 DE200410020791 DE 200410020791 DE 102004020791 A DE102004020791 A DE 102004020791A DE 102004020791 B3 DE102004020791 B3 DE 102004020791B3
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    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
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    • G07F1/04Coin chutes
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Abstract

Vorrichtung zur Ablenkung und Beruhigung von Münzen in einem Münzprüfer, der eine Hauptplatte und eine Laufbahnträgerplatte aufweist, die zusammen einen Münzkanal bilden, mit einem Münzberuhigungselement, das zwischen einem Einwurfschlitz und der Laufbahn der Laufbahnträgerplatte beweglich an der Haupt- oder Laufbahnträgerplatte gelagert ist und mindestens eine Keilfläche aufweist, welche eine Münze während ihres Laufs gegen die gegenüberliegende Wand des Münzkanals lenkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Münzberuhigungselement plattenförmig ist und eine den Münzeinwurfschlitz nachgeordnete Keilfläche aufweist, die in Münzbewegungsrichtung vor dem Auftreffen auf der Münzlaufbahn sich der gegenüberliegenden Wand nähert und in eine Führungsfläche am Münzberuhigungselement übergeht, die parallel zur gegenüberliegenden Wand des Münzkanals erstreckt ist, das Münzberuhigungselement schwimmend in eine Aufnahmeöffnung der zugehörigen Platte gelagert ist, jedoch in seiner Bewegung in eine Ebene parallel zum Münzkanal begrenzt ist, das Münzberuhigungselement von einer Federanordnung gegen Anschläge in der Platte vorgespannt ist und der Abstand der Führungsfläche von der gegenüberliegenden Wand etwas kleiner ist als die Dicke der kleinsten anzunehmenden Münze, wenn das Münzberuhigungselement an den Anschlägen anliegt.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ablenkung und Beruhigung von Münzen in einem Münzprüfer nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Bei Münzprüfern, in denen die Münzen entlang einer Münzlaufbahn durch einen Prüfabschnitt rollen, ist angestrebt, die Bewegung der Münzen stets reproduzierbar zu halten, damit reproduzierbare Ergebnisse erhalten werden.
  • Unterschiedliche Einwurfsgeschwindigkeit und unterschiedliches Auftreffen der Münzen auf der Münzlaufbahn erschweren die Erreichung dieses Ziels. Bei zahlreichen Sensoren, insbesondere induktiven Sensoren, ist es ein weiteres Erfordernis, daß die Münzen eine reproduzierbare Lage relativ zum Sensor aufweisen.
  • Es sind verschiedene Möglichkeiten im Stand der Technik vorgeschlagen worden, um eine ausreichende Münzberuhigung und damit verbesserte Prüfergebnisse zu erhalten. Aus EP 0 774 146 B1 ist bekannt geworden, als Beruhigungselement eine Kugel vorzusehen, die in einem Käfig hinter der Wand angeordnet ist, die den Münzkanal auf einer Seite begrenzt. Die Kugel ragt in den Kanal hinein, und eine Münze trifft auf die Kugel und drückt diese teilweise zur Seite. Dadurch wird die Münze ihrerseits von der Kugel gegen die gegenüberliegende Wand angedrückt.
  • Aus DE 197 55 467 C1 ist bekannt geworden, ein schwenkbares Andrückglied im Münzkanal mit Keilflächen zu versehen. Das Andrückglied bildet mit der gegenüberliegenden Wand des Münzkanals einen im wesentlichen parallelen Einlauf, der von einer seitlichen Führung begrenzt wird. Die Münzleitvorrichtung weist eine dem Andrückglied nachgeordnete Laufschiene auf. Mit Hilfe dieser Maßnahme soll unabhängig von Richtung und Stärke des Impulses bzw. des Dralls einer eingeworfenen Münze diese auf engstem Raum vollständig beruhigt werden.
  • Aus US 3,837,454 ist eine Münzdämpfungsvorrichtung bekannt geworden, die eine Dämpfungsrolle aufweist, die an einem Pendel gelagert ist. Die herunterfallende oder -laufende Münze trifft auf den Umfang der Rolle auf, wobei die Rolle ausgelenkt wird, um der Münze den Weg freizugeben.
  • Aus WO 83/03154 A1 ist eine Münzprüfvorrichtung bekannt geworden, bei der im Fallweg der Münzen eine oben angeschrägte Platte quer zur Fallrichtung beweglich gelagert ist, die durch eine fallende Münze aus deren Weg herausbewegt wird und dadurch einen Plattensatz-Kondensator verstellt. Dieser Vorgang führt auch zu einer Dämpfung der Münzfallgeschwindigkeit.
  • Aus EP 0 560 830 B1 ist ein Dämpfungselement in einem Münzprüfer bekannt geworden, das eine Rampenfläche aufweist, die in einem Abschnitt angeordnet ist, der sich durch eine Ausnehmung in der Kanalwand des Münzkanals hindurch in den Münzkanal hineinerstreckt. Die Rampenfläche ist entgegen der Laufrichtung der Münze auf die Münzlaufbahn abfallend angeordnet. Der die Rampenfläche aufweisende Abschnitt ist an zwei Armen unterschiedlicher Länge an der zugeordneten Platte des Münzprüfers schwenkbar aufgehängt derart, daß eine Auslenkung und damit ein Herausbewegen der Rampenfläche aus dem Münzkanal erst stattfindet, wenn die Münze eine gewisse Strecke die geneigte Fläche heruntergelaufen ist. Erst wenn der Momentenarm ausreicht, eine Verschwenkung des Hebels zu ermöglichen, kann die Münze nach dem Verschwenken des Rampenabschnitts auf die Münzlaufbahn herunterfallen. Mit Hilfe eines derartigen Dämpfungselements ist es möglich, eine ausreichende Beruhigung der Münze zu erhalten und es außerdem möglichst nahe an das obere Ende der Münzlaufbahn anzubringen.
  • Aus DE 100 57 236 A1 ist ein Dämpfungselement für einen Münzprüfer bekannt geworden, bei dem eine Rampenfläche an einem länglichen, massiven Dämpfungselement ausgebildet ist, das an den Enden mittels unterhalb der Rampenfläche angeordneter Zapfen in der Laufbahnträger- oder Hauptplatte schwenkbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse annähernd parallel zur Rampenfläche verläuft.
  • Aus DE 443 7 813 A1 ein Andrückelement für ein Münzgerät bekannt geworden, das unter Vorspannung gegen eine Wand des Münzkanals angedrückt und von einer Münze von der Wand fort gedrückt wird. Dem Andrückelement ist ein Permanentmagnet zugeordnet, mit dem eine elektrische Schaltvorkehrung initiiert wird, wenn das Andrückelement um einen gewissen Winkel verschwenkt worden ist. Das Andrückelement weist Schrägflächen auf, die der Münzberuhigung dienen.
  • Aus DE 320 1 604 A1 ist bekannt geworden, unterhalb eines Einwurfschlitzes eines Münzgerätes einen trichterartigen Abschnitt vorzusehen, in dem die herabfallende Münze zu einem Münzkanal hin orientiert wird bei gleichzeitiger Aufnahme der Bewegungsenergie der Münze.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Ablenkung und Beruhigung von Münzen in einem Münzprüfer zu schaffen, welche unabhängig von der Lage des Einwurfs der Münzen auch für unterschiedlich dicke Münzen eine ausreichende Beruhigung ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das Münzberuhigungselement plattenförmig und weist eine dem Münzeinwurfschlitz nachgeordnete Keil- oder Rampenfläche auf, die in Münzlaufrichtung sich der gegenüberliegenden Wand nähert. Die Keilfläche geht in eine Führungsfläche über, die annähernd parallel zur gegenüberliegenden Wand des Münzkanals ist. Das Münzberuhigungselement ist schwimmend in einer Aufnahmeöffnung in der Laufbahnträgerplatte oder Kanalwand gelagert, wobei seine Bewegung in einer Ebene parallel zum Münzkanal begrenzt ist. Die Laufbahnträgerplatte weist an der Aufnahmeöffnung Führungsnuten auf. Das Münzberuhigungselement wird von einer Federanordnung gegen Anschläge in der Platte vorgespannt, und der Abstand der Führungsfläche von der gegenüberliegenden Wand ist etwas kleiner als die Dicke der kleinsten anzunehmenden Münze, wenn das Münzberuhigungselement an den Anschlägen anliegt.
  • Mit steigendem Münzdurchmesser ergibt sich flächenbedingt eine größere Reibung der Münze an der Führungsfläche. In Abhängigkeit von der Andrückkraft ergibt sich eine größere Reibung auch mit zunehmender Dicke der Münzen. Gleichwohl kann die Auslegung von Münzberuhigungselement und Feder, insbesondere auch des Materials für das Münzberuhigungselement derart sein, daß eine minimale Reibung stattfindet. Darüber hinaus ist das Münzberuhigungselement in der Münzlaufrichtung so dimensioniert, daß bei maximaler Abdeckung der Münze zum ersten Sensor eine Parallelführung hergestellt ist. Bei Münzprüfern sind häufig mehr als ein Sensor entlang der Münzlaufbahn angeordnet, vornehmlich in der Hauptplatte. Daher ist vorteilhaft, das Münzberuhigungselement in der Laufbahnträgerplatte anzuordnen. Der erste Sensor ist aus Platzgründen sehr nahe an dem Auftreffpunkt der Münzen auf der Münzlaufbahn angeordnet. Das Münzberuhigungselement nach der Erfindung stellt sicher, daß zumindest für diesen Fall die Münzen eine vorgegebene reproduzierbare Lage zu diesem Sensor aufweisen, beispielsweise durch Anlage an der dem Beruhigungselement gegenüberliegenden Kanalwand.
  • Durch eine entsprechende Formgebung kann das Münzberuhigungselement unabhängig davon eingesetzt werden, ob der Münzeinwurf von oben oder von der Frontseite des Automaten erfolgt. Zu diesem Zweck weist das Münzberuhigungselement eine erste dem oberen Münzeinwurfschlitz zugeordnete Keilfläche und eine dem frontalen Einwurfschlitz zugeordnete zweite Keilfläche auf, welche Keilflächen jeweils in die Führungsfläche übergehen. Der Übergang ist vorzugsweise von einer deutlich gerundeten Kante gebildet. Um eine Parallelführung zu erhalten, ist erforderlich, daß die Führungsfläche eine gewisse Ausdehnung hat, welche die Münze über einen größeren Flächenabschnitt zu überdecken in der Lage ist, z.B. mindestens ein Viertel der Münzfläche.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die einem oberen Münzeinwurfschlitz zugeordnete Keilfläche am bezüglich des Münzlaufwegs vorlaufenden Ende eine schräge Begrenzungsfläche auf, die in einen oberen Abschnitt der Führungsfläche übergeht. Die Begrenzungsfläche bewirkt, daß von oben eingeworfene Münzen relativ steil nach unten gelenkt werden in Richtung Münzlaufbahn und nicht an einem davor liegenden Punkt auf der Münzlaufbahn landen, was im Hinblick auf die Anordnung des ersten Sensors nachteilig wäre.
  • Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist eine untere und/oder vordere Randfläche des Münzberuhigungselements gerundet. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß am Faden hängende Münzen, die zu Manipulationszwecken in den Münzprüfer eingeführt werden, beim Zurückziehen der Münzen nicht zu einer Beschädigung des Münzberuhigungselements führen. Vielmehr werden sie eine Auslenkung des Münzberuhigungselements bewirken, wodurch sie zum Münzeinwurf zurückgezogen werden können. Hierbei wird ein gewisser Widerstand zu überwinden sein. Reicht die Festigkeit des Fadens aus, den Widerstand zu überwinden, ist es günstiger, daß die Manipulation unter Umständen gelingt, als eine Beschädigung des Münzprüfers in Kauf nehmen zu müssen.
  • Es sind verschiedene Möglichkeiten denkbar, das Münzberuhigungselement in der Aufnahmeöffnung schwimmend anzuordnen. Eine besteht nach einer Ausgestaltung der Erfindung darin, daß die Innenwand der Aufnahmeöffnung drei in Umfangsrichtung beabstandete Führungsnuten aufweist, die sich annähernd senkrecht zum Münzkanal erstrecken und das Münzberuhigungselement am Umfang mit Führungszapfen versehen ist, die in die Führungsnuten eingreifen. Die Führungsnuten sind vorzugsweise an dem dem Münzkanal entgegengesetzten Ende offen, so daß das Münzberuhigungselement auf einfache Weise montiert werden kann. Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung verengen sich die Führungsnuten in Richtung Münzkanal konisch. Die Verengung ist derart, daß die Führungszapfen am Ende der Nut gegen eine Nutendwand anschlagen und sowohl zur Seite als auch nach oben und unten allenfalls einen minimalen Abstand zur entsprechenden Nutwandung aufweisen. Bei einer Verstellung des Münzberuhigungselements aus dem Münzkanal heraus vergrößert sich der Bewegungsspielraum der Führungszapfen in den Führungsnuten entsprechend dem gewählten Konuswinkel.
  • Die Führungsnuten bzw. die Führungszapfen sind vorzugsweise so angeordnet, daß zwei Führungsnuten bzw. Führungszapfen aneinander diametral gegenüberliegen und ein dritter Führungszapfen auf einem senkrecht zur ersten Achse liegenden zweiten Achse angeordnet ist.
  • Die Vorspannung des Münzberuhigungselements mit Hilfe einer Feder ist derart, daß das Münzberuhigungselement die gewünschte Ausweichbewegung ausführt, die beim Einwurf einer Münze gefordert ist. Zu diesem Zweck wird eine Schraubenfeder vorgesehen, die in einer Ausnehmung an der Rückseite des Münzberuhigungselements eingesetzt ist. Die Schraubenfeder weist einen möglichst großen Durchmesser auf, wobei sie sich vorzugsweise von der Aufnahmeplatte fort konisch vergrößert, um eine großflächige Abstützung an der Abdeckung zu erzielen.
  • Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
  • 1 zeigt perspektivisch eine Laufbahnträgerplatte eines Münzprüfers mit der einem Münzkanal zugekehrten Seite.
  • 2 zeigt perspektivisch die Rückseite der Laufbahnträgerplatte nach 1 bei entfernter Abdeckung.
  • 3 zeigt perspektivisch die Rückseite des Münzberuhigungselements der Laufbahnträgerplatte nach 1.
  • 4 zeigt perspektivisch eine Abdeckung für die Rückseite der Laufbahnträgerplatte nach 1.
  • Ein Münzprüfer weist bekanntlich eine Hauptplatte und eine Laufbahnträgerplatte auf. Die Hauptplatte enthält zumeist die Sensoren zur Prüfung der Münzen auf Echtheit. Sie bildet zusammen mit der Laufbahnträgerplatte einen Münzkanal. Die Laufbahnträgerplatte weist an dem unteren Kantenbereich eine Münzlaufbahn auf, auf welche die Münze auftrifft, wenn sie über einen Einwurfschlitz eingeworfen wird. Wahlweise ist bei Automaten der Einwurf kopf- oder frontalseitig.
  • In den 1 und 2 ist lediglich eine Laufbahnträgerplatte 10 eines Münzprüfers dargestellt, wobei in 1 die zum Betrachter hin weisende Seite der Hauptplatte zugekehrt ist. Die Laufbahnträgerplatte weist eine Anlenkmöglichkeit 12 für eine Gelenkverbindung mit der Hauptplatte auf, auf die nicht weiter eingegangen werden soll, weil all gemein bekannt. Die Laufbahnträgerplatte 10 wird durch eine Feder in Richtung Hauptplatte vorgespannt, ermöglicht jedoch ein Wegschwenken von der Hauptplatte, damit festgeklemmte Münzen nach unten fallen und über ein Rückgabekanal zurückgeleitet werden können. In 1 ist eine Münzlaufbahn bei 14 dargestellt.
  • Ein Münzeinwurfschlitz ist ebenfalls nicht dargestellt. Er kann oberhalb der Laufbahnträgerplatte 10 liegen, so daß Münzen gemäß Pfeil 16 von oben eintreten. Er kann alternativ frontseitig am Automaten vorgesehen werden, so daß Münzen gemäß Pfeil 18 in den Münzkanal eintreten.
  • In der Laufbahnträgerplatte 10 ist eine Aufnahmeöffnung 20 für ein Münzberuhigungselement 22 vorgesehen. Die in horizontaler Richtung längliche Aufnahmeöffnung 20 weist eine relativ breite Wandung 24 auf. Die Laufbahnträgerplatte 10 ist aus geeignetem Kunststoffmaterial geformt, und die Wandung 24 wird von einer sich von der Vorderseite der Platte 10 nach hinten erstreckenden Wand relativ geringer Dicke geformt, wie in 2 zu erkennen ist. In die Wandung 24 sind drei Führungsnuten 26, 27 und 28 eingeformt. Die Achse der Führungsnuten erstreckt sich hier annähernd senkrecht zur Vorderseite der Laufbahnträgerplatte 10 und damit annähernd senkrecht zum nicht gezeigten Münzkanal. Wie erkennbar, sind die Nuten 26 bis 28 auf der Rückseite der Laufbahnträgerplatte 10 offen und verengen sich zur Vorderseite der Laufbahnträgerplatte 10 allmählich konisch. Die Führungsnuten 26, 28 liegen auf einer gemeinsamen Achse und die Nut 27 liegt auf einer zweiten Achse, die auf der ersten Achse senkrecht steht.
  • Das Münzberuhigungselement 22 ist kastenartig aufgebaut und weist eine Vorderseite, die in 1 zu erkennen ist, und eine Rückseite auf, die in 3 zu erkennen ist. In die Rückseite ist eine topfförmige Ausnehmung 30 geformt, in deren Mitte ein Vorsprung 32 vorgesehen ist, der an seinem Umfang gleichmäßig beabstandet radiale und axiale Rippen aufweist. Sie dienen zur Aufnahme und Führung einer kegeligen Schraubenfeder 34. Am Umfang weist das Münzberuhigungselement 22 drei Führungszapfen 36, 38, 40 auf. Die Führungszapfen 36, 38, 40 sind zylindrisch und haben am freien Ende eine kugelabschnittsförmige Kappe. Das Münzberuhigungselement 22 entspricht in seiner Kontur der Kontur der Aufnahmeöffnung 20, wobei ein minimaler Spalt zwischen dem Umfang des Münzberuhigungselements 22 und der Wandung 24 der Aufnahmeöffnung 20 bleibt, wenn es in die Aufnahmeöffnung 20 eingesetzt ist. Dabei greifen die Führungszapfen 36 bis 40 in die Führungsnuten 26 bis 28. Die Feder 34 sorgt dafür, daß die Führungszapfen 36 bis 40 an den Enden der Führungsnuten 26 bis 28 anliegen und eine Bewegung des Münzberuhigungselements 22 in dieser Lage nur nach hinten (Z-Achse) zulassen.
  • In 4 ist eine Abdeckplatte 42 zu erkennen, welche in der Kontur der Kontur der Laufbahnträgerplatte 10 entspricht und welche auf die Rückseite der Laufbahnträgerplatte 10 aufgesetzt werden kann. Die Verbindung erfolgt durch Aufclipsen und/oder Verschweißen. Dabei dient die Abdeckplatte 42 auch als Widerlager für die Feder 34.
  • In 1 ist die Vorderseite des Münzberuhigungselements 22 in der Ausgangsstellung zu erkennen. Sie weist eine erste Keilfläche 50 auf und eine zweite Keilfläche 52. Die erste Keilfläche 50 weist eine Schrägung zur Vertikalen auf derart, daß eine in Richtung Pfeil 16 herunterfallende Münze in Richtung Hauptplatte des Münzkanals abgelenkt wird. Die Keilfläche 52 weist eine Schrägung auf, die ebenfalls in Richtung Münzkanal gerichtet ist. Eine in Richtung Pfeil 18 seitlich eingeworfene Münze wird seitlich in Richtung Hauptplatte gelenkt. Beide Keilflächen 50, 52 gehen in eine Führungsfläche 54 über, die einen Abschnitt unterhalb der Keilfläche 50 aufweist und einen Abschnitt links von der Keilfläche 50. Die Führungsfläche 54 erstreckt sich annähernd parallel zur Ebene der gegenüberliegenden Hauptplatte. Der Abstand der Führungsfläche 54 von der Hauptplatte ist geringfügig kleiner als die Dicke der kleinsten anzunehmenden Münze. Das Münzberuhigungselement 22 wird daher in jedem Fall um einen gewissen Betrag von dem Münzkanal bzw. der Hauptplatte fort bewegt, wenn eine Münze auf die Keilfläche 50 bzw. 52 auftrifft. Die Führungsfläche 54 sorgt dafür, daß die Münze mit einer gewissen Kraft gegen die gegenüberliegende Hauptplatte angedrückt wird.
  • Auf der linken Seite der Keilfläche 50 ist eine schräge Begrenzungsfläche 56 vorgesehen, welche bewirkt, daß von oben in Richtung Pfeil 16 herabfallende Münzen auf der Keilfläche 50 nach unten bewegt werden und nicht nach links ablaufen und dadurch zu einem relativ spätem Zeitpunkt auf die Münzlaufbahn 14 auftreffen. Die Begrenzungsfläche 56 ist schräg, damit diese ebenfalls eine Ablenkwirkung im Sinne der Keilflächen 50 und 52 erzeugt.
  • Bei 58 bzw. 60 ist das Münzberuhigungselement 22 an der Vorder- und Unterseite gerundet. Diese Rundung verhindert, daß eine an einem Faden hängende Münze gegen das Münzberuhigungselement angelegt wird, wenn der Faden zurückgezogen wird. Eine etwas größere Zugkraft führt dazu, daß die am Faden hängende Münze beim Zurückziehen das Münzberuhigungselement 22 ebenfalls auslenkt, so daß es möglich ist, die Münze vollständig herauszuziehen, ohne das Münzberuhigungselement 22 zu beschädigen.
  • Das Münzberuhigungselement 22 ist ebenfalls, wie die Laufbahnträgerplatte 10, aus einem geeigneten Kunststoffmaterial geformt, das relativ hart ist und einen relativ geringen Reibungswiderstand mit den Münzen erzeugt.

Claims (11)

  1. Vorrichtung zur Ablenkung und Beruhigung von Münzen in einem Münzprüfer, der eine Hauptplatte und eine Laufbahnträgerplatte aufweist, die zusammen einen Münzkanal bilden, mit einem Münzberuhigungselement, das zwischen einem Einwurfschlitz und der Laufbahn der Laufbahnträgerplatte beweglich an der Haupt- oder Laufbahnträgerplatte gelagert ist und mindestens eine Keilfläche aufweist, welche eine Münze während ihres Laufs gegen die gegenüberliegende Wand des Münzkanals lenkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Münzberuhigungselement (22) plattenförmig ist und eine den Münzeinwurfschlitz nachgeordnete Keilfläche (50) aufweist, die in Münzbewegungsrichtung vor dem Auftreffen auf der Münzlaufbahn (14) sich der gegenüberliegenden Wand nähert und in eine Führungsfläche (54) am Münzberuhigungselement (22) übergeht, die parallel zur gegenüberliegenden Wand des Münzkanals erstreckt ist, das Münzberuhigungselement (22) schwimmend in an einer Aufnahmeöffnung (20) der zugehörigen Laufbahnträgerplatte (10) ausgebildeten Führungsnut (27, 28) gelagert ist, jedoch in seiner Bewegung in eine Ebene parallel zum Münzkanal begrenzt ist, das Münzberuhigungselement (22) von einer Federanordnung (34) gegen Anschläge in der Laufbahnträgerplatte vorgespannt ist und der Abstand der Führungsfläche (54) von der gegenüberliegenden Wand etwas kleiner ist als die Dicke der kleinsten anzunehmenden Münze, wenn das Münzberuhigungselement (22) an den Anschlägen anliegt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Keilfläche (50) einem oberen Einwurfschlitz und eine zweite Keilfläche (52) einem frontalen Einwurfschlitz zugeordnet ist und beide Keilflächen (50, 52) jeweils in die Führungsfläche (54) übergehen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einem oberen Münzeinwurfschlitz zugekehrte Keilfläche (50) am bezüglich des Münzlaufweges vorlaufenden Ende eine schräge Begrenzungsfläche (56) aufweist, die in einen oberen Abschnitt der Führungsfläche (54) übergeht.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine untere und/oder vordere Randfläche (58, 60) des Münzberuhigungselements (22) gerundet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnung (20) an die Außenkontur des Münzberuhigungselements (22) angepaßt ist und die Innenwand (24) der Aufnahmeöffnung (20) drei in Umfangsrichtung beabstandete Führungsnuten (26, 27, 28) aufweist, die sich annähernd senkrecht zum Münzkanal erstrecken, und das Münzberuhigungselement (22) am Umfang mit Führungszapfen (36, 28, 40) versehen ist, die in die Führungsnuten (26, 27, 28) eingreifen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnuten (26, 27, 28) sich in Richtung Münzkanal konisch verengen.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Führungsnuten (26, 28) bzw. Führungszapfen (36, 40) auf einer ersten Achse aneinander diametral gegenüberliegen und die dritte Führungsnut (27) bzw. der dritte Führungszapfen (38) auf einer senkrecht zur ersten Achse verlaufenden zweiten Achse angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rückseite des Münzberuhigungselements (22) eine topfförmige Ausnehmung (30) vorgesehen ist, die eine Schraubenfeder (34) aufnimmt, die sich am anderen Ende an eine Abdeckung abstützt, die an der Rückseite der Platte angebracht ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung eine Abdeckplatte (42) ist, welche an der Rückseite der Laufbahnträgerplatte (10) angebracht ist.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungszapfen (36, 38, 40) zylindrisch sind mit einem sphärischen freien Ende.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Münzberuhigungselement (22) einen Weckschalter oder Wecksensor betätigt.
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