Ausgehend
vom genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Beleuchtungseinrichtung sowie eine optische
Beobachtungseinrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden,
dass die beschriebenen Nachteile vermieden werden können. Insbesondere
sollen eine Beleuchtungseinrichtung und eine Beobachtungseinrichtung
geschaffen werden, die auf einfache und kostengünstige Weise auf unterschiedliche
optische Eigenschaften eingestellt werden können.
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
die Beleuchtungseinrichtung mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch
1, die optische Beobachtungseinrichtung mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch
18 sowie die erfindungsgemäße Verwendung
mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch
31. Weitere Vorteile, Merkmale, Details, Aspekte und Effekte der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie
den Zeichnungen. Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit der
erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
beschrieben sind, gelten dabei selbstverständlich auch im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen optischen
Beobachtungseinrichtung, und umgekehrt. Analoges gilt für die erfindungsgemäße Verwendung.
Der
vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass der aus
einer Anordnung von einer oder mehreren Kleinstlichtquellen bestehenden Lichtquelle
nunmehr eine Optik nachgeschaltet ist, die über wenigstens ein Linsenelement
mit variablem Fokus verfügt.
Ein solches Linsenelement wird im weiteren Verlauf der Beschreibung
als Variolinse bezeichnet.
Gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung wird eine Beleuchtungseinrichtung für eine Beobachtungseinrichtung,
insbesondere für
eine Beobachtungseinrichtung, bereitgestellt, mit einer Lichtquelle und
mit einer der Lichtquelle nachgeordneten Optik, wobei die Lichtquelle
aus einer Anordnung von einer oder mehreren Kleinstlichtquelle(n)
gebildet ist. Die Beleuchtungseinrichtung ist erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, dass die der/den Kleinstlichtquelle(n) nachgeordnete
Optik wenigstens ein Linsenelement mit variablem Fokus (Variolinse)
aufweist.
Eine
solche Beleuchtungseinrichtung kann in besonders einfacher Weise
auf unterschiedliche optische Eigenschaften eingestellt werden,
indem der Fokus der Variolinse je nach Bedarf verändert wird. Wie
dies im Einzelnen geschehen kann, wird im weiteren Verlauf anhand
von nichtausschließlichen
Beispielen erläutert.
Ein
Kernmerkmal der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
besteht darin, dass die Lichtquelle aus einer Anordnung von einer
oder mehreren Kleinstlichtquellen besteht. Die Gesamtheit aller
Kleinstlichtquellen stellt dann die gesamte Lichtquelle dar. Im
einfachsten Fall ist eine einzige Kleinstlichtquelle ausreichend.
Es können
jedoch auch zwei oder mehr Kleinstlichtquellen vorgesehen sein.
Dabei ist die Erfindung nicht auf eine bestimmte Anzahl von Kleinstlichtquellen,
eine besondere Anordnung der Kleinstlichtquellen oder aber auf bestimmte
Typen von Kleinstlichtquellen beschränkt. Einige nicht ausschließliche Beispiele
hierzu werden im weiteren Verlauf der Beschreibung näher erläutert.
Vorzugsweise
ist Lichtquelle aus einer Matrix aus bereichsweise schaltbaren Kleinstlichtquellen gebildet.
Dabei sind die Kleinstlichtquellen vorzugsweise von einer Größe, die
kleiner als die Gesamtanordnung der Gesamtlichtquelle ist. Vorzugsweise handelt
es sich bei den Kleinstlichtquellen um punktuelle Lichtquellen.
Vorteilhaft ist jede einzelne Kleinstlichtquelle einzeln und unabhängig von
anderen Kleinstlichtquellen ansteuerbar, wobei wiederum mehrere
Kleinstlichtquellen zu einem Lichtquellenbereich zusammengefasst
sein/werden können
und dabei wahlweise nur eine, oder mehrere Ansteuerungsmöglichkeiten
haben.
Dieser
auf Kleinstlichtquellen basierenden Lichtquelle ist eine Optik nachgeordnet,
die wenigstens ein Linsenelement aufweist. Dieses Linsenelement
kann beispielsweise als Sammellinse, als Kondensorlinse oder dergleichen
fungieren. Wenigstens eines der Linsenelemente der nachgeordneten
Optik weist einen variablen Fokus auf und wird deshalb als Variolinse
bezeichnet. Linsenelemente mit variablem Fokus sind an sich bereits
aus dem Stand der Technik bekannt. Die heutzutage vertriebenen Variolinsen weisen
beispielsweise einen Aufnahmebehälter
auf, der ein erstes formflexibles Medium und wenigstens ein zweites
formflexibles Medium beinhaltet, wobei die Medien in der Regel nicht
mischbar sind und sich an einer Grenzfläche berühren. Weiterhin sind Mittel zum Ändern der
Größe und/oder
Form der Grenzfläche
zwischen den Medien vorgesehen. Durch eine Änderung des Verlaufs der Grenzfläche kann
der Fokus der Variolinse verändert
werden.
Bis
jetzt keine kommerzielle Verwendung haben LC-Linsen (Flüssigkristall-Linsen)
gefunden, obwohl diese bereits seit langem bekannt sind. Diese zeichnen
sich durch mehrere Realisierungs- und Ansteuerungsmöglichkeiten
aus. Selbstverständlich können die
Variolinsen auch auf andere Arten ausgebildet sein.
Grundsätzlich ist
die Beleuchtungseinrichtung nicht auf bestimmte Einsatzgebiete beschränkt. Beispielsweise
kann die Beleuchtungseinrichtung in einer optischen Beobachtungseinrichtung
eingesetzt werden. Vorteilhaft handelt es sich bei den optischen Beobachtungseinrichtungen
um solche zur Abbildung eines Objekts und/oder eines von einem Objekt erzeugten
Zwischenbildes, beispielsweise um ein Mikroskop oder dergleichen.
Dabei kann die Beobachtungseinrichtung insbesondere als stereoskopische Beobachtungseinrichtung
ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft ist die optische Beobachtungseinrichtung
als Operationsmikroskop ausgebildet, beispielsweise als ein Operationsmikroskop,
das im Ophthalmologiebereich, im Neurobereich, im HNO-Bereich, im
Dentalbereich oder dergleichen eingesetzt werden kann. Natürlich sind
auch andere Einsatzgebiete denkbar. So kann die Beleuchtungseinrichtung
beispielsweise auch in einer Kopflupe, in einem Videomikroskop,
insbesondere in einem Video-Operationsmikroskop,
in einem Sichtgerät,
beispielsweise in einem Infrarotfernsichtgerät oder dergleichen eingesetzt
werden.
Natürlich sind
auch ganz andere Einsatzgebiete denkbar. So kann die Beleuchtungseinrichtung beispielsweise
auch eine Fahrzeugbeleuchtung darstellen oder einen Teil einer Fahrzeugbeleuchtung darstellen.
Durch die Verwendung einer Anzahl von Kleinstlichtquellen lässt sich
ein definierter und in seiner Strahlrichtung einstellbarer Beleuchtungsstrahl erzeugen.
Für eine
Fahrzeugbeleuchtung kann es vorteilhaft sein, wenn sich die Strahlrichtung
der Beleuchtung verändern
lässt,
etwa bei kurvigen Straßen,
bei Steigungen oder Gefälle,
bei entgegenkommenden Fahrzeugen, oder dergleichen. Durch die Verwendung
insbesondere einzeln oder bereichsweise ansteuerbarer Kleinstlichtquellen
kann immer ein geeigneter Beleuchtungsstrahl erzeugt werden. Daneben
könnte
die Beleuchtungseinrichtung auch noch auf anderen Gebieten eingesetzt
werden, etwa als Warneinrichtung, als Einrichtung zur Entfernungsmessung
und dergleichen.
Beispielsweise
kann die Beleuchtungseinrichtung überall dort eingesetzt werden,
wo eine strukturierte, selektive Beleuchtung, oder aber eine schattenfreie
Ausleuchtung erforderlich ist. Andererseits kann bei Bedarf auch
eine schattenbehaftete Ausleuchtung mit Erzeugung eines definierten
Schattens erzeugt werden. Damit kann in manchen Fällen der
Stereoeffekt des Bildes beziehungsweise die Plastizität des Bildes
verbessert werden.
Die
Beleuchtungseinrichtung ist somit sowohl im medizinischen als auch
im nichtmedizinischen Bereich einsetzbar. Nachfolgend werden hierzu
einige weitere, nicht ausschließliche
Beispiele beschrieben. So ist es beispielsweise denkbar, die Beleuchtungseinrichtung
im Umfeld der Krebsbehandlung oder dergleichen einzusetzen. Die
Beleuchtungseinrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann jedoch auch zur Markierung von bestimmten Stellen
auf Oberflächen,
als Chopper/Shutter-Ersatz oder dergleichen eingesetzt werden. Auch
ist mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
eine Einblendung von inneren Strukturen möglich, etwa in einem Körper, in
einem Gebäude,
in einem Fahrzeug, in einer Maschine oder dergleichen. Auch zu Reparatur-
oder Wartungszwecken kann eine solche Beleuchtungseinrichtung eingesetzt
werden, beispielsweise um etwas schneller zu finden.
Vorteilhaft
ist die Lichtquelle aus einer Anordnung von einer oder mehreren
einzeln oder bereichsweise schaltbaren Kleinstlichtquelle(n) gebildet.
Die Beleuchtungseinrichtung ist dabei so ausgestaltet, dass sie
bezüglich
der von ihr erzeugten Leuchtfeldgeometrie einfach variiert werden
kann. Dabei werden die Kleinstlichtquellen – insbesondere elektronisch – von außen, vorzugsweise
von einer Steuereinrichtung, angesteuert. Ein weiteres Merkmal sieht vor,
dass die Kleinstlichtquellen zumindest bereichsweise ansteuerbar
sind, um variable Beleuchtungsgeometrien einstellen zu können. Dabei
ist die Erfindung nicht auf bestimmte Größen und/oder Formen von Bereichen
beschränkt.
Im einfachsten Fall kann ein einziger Punkt in solch einer Weise
ansteuerbar sein. Insbesondere dann, wenn die Leuchtquelle aus einer
Matrix bestehend aus einzelnen Kleinstlichtquellen gebildet ist,
kann eine oder können
mehrere Kleinstlichtquellen einzeln oder in Gruppen ansteuerbar
sein, wobei im letztgenannten Fall einzelne Kleinstlichtquellen
zu einem Bereich zusammengefasst werden können. Auch diesbezüglich ist
die Erfindung nicht auf konkrete Ausgestaltungsformen beschränkt.
Vorteilhaft
kann die Lichtquelle aus einer Anordnung von einer oder mehreren
Leuchtdiode(n) (LED), insbesondere organischen Leuchtdiode(n) (OLED),
gebildet sein. Organische Leuchtdioden sind ursprünglich als
Mikrodisplays entwickelt worden. Anders als LEDs, die eine weiße (Compact
Fluorescent) Hinterleuchtung benötigen,
leuchten OLEDs selber als Lambertstrahler (Flächenemitter).
Als
strukturierte Beleuchtungsquelle bieten OLEDs eine gute Lichteffizienz
und kleine Strukturen ohne dunkle Zwischenräume. Ein Display aus OLEDs
oder LEDs kann beispielsweise auch in der Ebene eines zu verwendenden
optischen Elements, beispielsweise eines Linsenelements, etwa einer
Variolinse, eingesetzt werden. Entsprechend einer gewünschten
Beleuchtungsgeometrie können
einzelne der Kleinstlichtquellen angeschaltet werden und andere
ausgeschaltet bleiben. Gegenüber
LEDs ist bei OLEDs der Füllfaktor
höher was
bedeutet, dass eine höhere
Packungsdichte realisierbar ist. Die Verwendung eines Displays aus
LEDs oder OLEDs ermöglicht
ein programmierbares, und beispielsweise auch automatisierbares
Schalten unterschiedlicher Beleuchtungsmodi, ohne dass mechanische
Komponenten, wie etwa Phasenkontrastringe, Filter, Abschwächer und
dergleichen bewegt werden müssten. Besonders
geeignet sind beispielsweise weiße OLEDs, deren Spektrum durch
eine Mischung von organischen Molekülen bestimmt wird.
Natürlich ist
die Erfindung nicht auf diese Art von Kleinstlichtquellen beschränkt. So
könnten
die Kleinstlichtquellen beispielsweise auch als Laser, als ncit
thermischer Strahler oder dergleichen ausgestaltet sein. Dennoch
sind LEDs als Kleinstlichtquellen bevorzugt, da sie bei guter Strahlqualität und Leistung
zusätzlich
auch preiswert, einfach ansteuerbar und für eine große Anzahl von unterschiedlichen Wellenlängen beziehungsweise
Spektren erhältlich sind.
Nachfolgend
werden einige nichtausschließliche
Beispiele beschrieben, wie eine solche Beleuchtungseinrichtung ausgestaltet
sein könnte.
Im einfachsten Fall kann es ausreichend sein, dass die Beleuchtungseinrichtung
eine einzige Kleinstlichtquelle aufweist, der eine einzelne Variolinse
nachgeordnet ist.
In
anderer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Lichtquelle
eine Anordnung aus zwei oder mehr Kleinstlichtquellen aufweist und
dass allen Kleinstlichtquellen wenigstens eine gemeinsame Variolinse
nachgeordnet ist.
Auch
kann vorgesehen sein, dass die Lichtquelle eine Anordnung aus zwei
oder mehr Kleinstlichtquellen aufweist, dass einer oder mehreren Gruppen
von Kleinstlichtquellen jeweils wenigstens eine gemeinsame Variolinse
nachgeordnet ist und dass die Anzahl von Kleinstlichtquellen innerhalb
einer Gruppe jeweils kleiner ist als die Gesamtzahl aller Kleinstlichtquellen
innerhalb der Lichtquelle. Die Kleinstlichtquellen einer Gruppe
stellen somit eine Teilmenge der Gesamtzahl aller Kleinstlichtquellen dar.
Eine Gruppe von Kleinstlichtquellen umfasst somit m Kleinstlichtquellen
einer Lichtquelle bestehend aus insgesamt n Kleinstlichtquellen,
wobei gilt: m < n.
In
weiterer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Lichtquelle
eine Anordnung aus zwei oder mehr Kleinstlichtquellen aufweist und
dass jeder Kleinstlichtquelle jeweils wenigstens eine eigene Variolinse
zugeordnet ist. In diesem Fall werden Kleinstlichtquellen verwendet,
die insbesondere direkt mit Kleinstoptiken gekoppelt sind. Zu jeder
Kleinstlichtquelle ist somit eine eigene Variolinse vorgesehen, die
die nachgeordnete Optik, beispielsweise eine Abbildungsoptik, darstellt
oder aber Bestandteil einer solchen Optik ist. Die Variolinsen sind
in diesem Fall vorzugsweise als „Mikro-Linsenelemente" ausgebildet, wobei
deren Größe an die
Größe der Kleinstlichtquellen
angepasst ist.
Beispielsweise
kann die der Lichtquelle nachgeordnete Optik auch zwei oder mehr
hintereinander angeordnete Linsenelemente aufweisen, wobei wenigstens
eines der Linsenelemente als Variolinse ausgebildet ist. Auf diese
Weise können
im Strahlengang des von den Kleinstlichtquellen emittierten Lichts
mehrere Linsenelemente hintereinander geschaltet sein. Dabei können einzelne
Linsenelemente auch einen unveränderlichen
Fokus aufweisen. Wichtig ist lediglich, dass wenigstens eines der Linsenelemente
als Variolinse ausgebildet ist, wobei natürlich auch zwei oder mehr Linsenelemente
als Variolinsen ausgebildet sein können.
Die
Erfindung ist nicht auf einen bestimmten Abstand zwischen der Lichtquelle,
beziehungsweise den einzelnen Kleinstlichtquellen und dem wenigstens
einen Linsenelement der nachgeordneten Optik beschränkt. Beispielsweise
kann der Abstand zwischen der Lichtquelle und dem wenigstens einen
Linsenelement beziehungsweise dem ersten Linsenelement (wenn mehrere
Linsenelemente hintereinander angeordnet sind) kleiner/gleich 2
cm, vorzugsweise kleiner/gleich 1 cm sein. Besonders bevorzugt ist
der Abstand jedoch kleiner/gleich 0,5 cm.
Des
Weiteren ist die Erfindung auch nicht auf eine bestimmte Größe der Kleinstlichtquelle(n)
beschränkt.
Beispielsweise können
alle Kleinstlichtquellen die gleiche Größe haben. Natürlich ist
auch denkbar, dass zumindest einzelne Kleinstlichtquellen eine unterschiedliche
Größe aufweisen.
Das kann insbesondere dann der Fall sein, wenn unterschiedliche
Typen von Kleinstlichtquellen in der Lichtquelle verwendet werden.
Beispielsweise kann wenigstens eine Kleinstlichtquelle einen Durchmesser
von kleiner/gleich 2 cm, vorzugsweise kleiner/gleich 1 cm, bevorzugt
kleiner/gleich 0,5 cm aufweisen. Ganz besonders bevorzugt kann wenigstens
eine Kleinstlichtquelle einen Durchmesser von kleiner/gleich 0,2
cm aufweisen.
Vorteilhaft
kann wenigstens eine Vorrichtung zum Bewegen wenigstens einer Kleinstlichtquelle und/oder
wenigstens eines Linsenelements vorgesehen sein. Auf diese Weise
können
die Kleinstlichtquellen und/oder die Linsenelemente beweglich, beispielsweise
kippbar oder dergleichen, verwendet werden. Eine Kippung kann beispielsweise
sehr einfach über
eine Bewegungsvorrichtung mit Piezo-Stellelementen realisiert werden. Natürlich sind
auch andere Ausgestaltungsformen für die Bewegungsvorrichtung
denkbar, so dass die Erfindung nicht auf das genannte Beispiel beschränkt ist.
Die Steuerung der Bewegungsvorrichtungen) kann vorteilhaft unter
Zuhilfenahme geeigneter Programmmittel beziehungsweise Software
realisiert werden.
Vorteilhaft
können
wenigstens eine Kleinstlichtquelle und wenigstens ein Linsenelement
miteinander gekoppelt und über
die Kopplung mittels einer gemeinsamen Bewegungsvorrichtung bewegbar sein.
Auf diese Weise lässt
sich eine Bewegung, beispielsweise ein Kippen, sehr einfach realisieren.
Wie
weiter oben bereits beschrieben wurde, ist die Erfindung nicht auf
bestimmte Ausführungsformen
für die
Variolinsen beschränkt.
Bevorzugt können
insbesondere kleine Variolinsen eingesetzt werden. Kleine Variolinsen
sind unempfindlich gegen Erschütterungen
und haben somit ein sehr breites Einsatzspektrum.
Nachfolgend
werden diesbezüglich
nunmehr einige Beispiele beschrieben, wobei die Erfindung natürlich nicht
auf die genannten Beispiele beschränkt ist. Vorteilhaft kann wenigstens
eine Variolinse zur mechanischen und/oder elektrischen Verstellung
ihres Fokus ausgebildet sein.
Bei
einer elektrischen Verstellbarkeit ihres Fokus ist die Variolinse
beispielsweise derart aufgebaut, dass die Verstellbarkeit des Fokus
durch Ansteuerung mit elektrischer Spannung erreicht werden kann.
Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem das Prinzip der
sogenannten Elektrobenetzbarkeit (Electrowetting) benutzt wird.
Das
Prinzip des Elektrobenetzens (Electrowetting) ist bereits an sich
bekannt und ergibt sich beispielsweise aus der
DE 698 04 119 T2 , deren
Offenbarungsgehalt insoweit in die Beschreibung der vorliegenden
Erfindung mit einbezogen wird. Dabei ist ein Tropfen einer nicht
leitenden Flüssigkeit
vorgesehen, der auf einem dielektrischen Substrat angeordnet ist,
welches wiederum eine flache Elektrode bedeckt. Zwischen den flüssigen Leitertropfen
und der Elektrode kann eine Spannung angelegt werden. Dadurch ändert sich
die Benetzbarkeit des dielektrischen Materials bezüglich der
Leiterflüssigkeit,
wobei die Benetzbarkeit bei Anwesenheit eines elektrischen Feldes,
welches durch die zwischen der Leiterflüssigkeit und der Elektrode
angelegte Spannung verursacht wird, wesentlich vergrößert wird.
Eine
Realisierung des Prinzips des Elektrobenetzens in einer Variolinse
kann vorsehen, dass diese wenigstens einen Aufnahmebehälter aufweist, der
ein erstes formflexibles Medium und ein zweites formflexibles Medium
beinhaltet, wobei die Medien nicht mischbar sind und sich an einer
Grenzfläche berühren. Weiterhin
sollen Mittel zum Ändern
der Größe und/oder
Form der Grenzfläche
zwischen den Medien vorgesehen sein. Grundsätzlich ist die Erfindung nicht
auf bestimmte Medientypen beschränkt. Wichtig
ist lediglich, dass die Medien formflexibel sind. „Formflexibel" bedeutet im Lichte
der vorliegenden Beschreibung, dass die Medien keine starre Oberfläche aufweisen,
sondern dass sich die Medien innerhalb des Aufnahmebehälters in
ihrer Form verändern
können.
Beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, kann es sich bei den
formflexiblen Medien um eine Flüssigkeit,
um ein Gel oder dergleichen handeln. Beispielsweise, jedoch nicht
ausschließlich, kann
es sich bei einem der formflexiblen Medien um Wasser beziehungsweise
Wasser mit Zusätzen
wie Salzen und dergleichen, und bei dem anderen formflexiblen Medium
um ein Öl
handeln.
Vorzugsweise
ist eines der formflexiblen Medien zumindest teilweise transparent,
während
das andere formflexible Medium nicht unbedingt transparent sein
muss. Um Gravitationseffekte auszuschließen, können die beiden formflexiblen
Medien beispielsweise die gleiche oder zumindest eine ähnliche Dichte
aufweisen.
Das
Prinzip des Elektrobenetzens über
die Erzeugung eines elektrischen Feldes kann nun vorsehen, dass
das erste formflexible Medium und das zweite formflexible Medium
eine unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Das Medium
mit der geringeren elektrischen Leitfähigkeit, beispielsweise ein Öl, kann
zwischen dem Medium mit der größeren elektrischen
Leitfähigkeit,
beispielsweise Wasser oder Wasser mit Zusätzen sowie wenigstens einer
Elektrode angeordnet sein. Dabei kann vorgesehen sein, dass das
Medium mit der geringeren elektrischen Leitfähigkeit auf einer Oberfläche eines Substrats
angeordnet ist, während
auf der anderen Oberfläche
des Substrats die wenigstens eine Elektrode angeordnet ist. Wenn
nun ein elektrisches Feld zwischen der wenigstens einen Elektrode
und dem Medium mit der größeren elektrischen
Leitfähigkeit angelegt
wird, wird dadurch die Grenzfläche
zwischen den beiden formflexiblen Medien verändert.
In
anderer Ausgestaltung kann die Verstellung des Fokus der Variolinse
auch mechanisch erfolgen. Dies kann zwar nach dem vorstehend genannten
Prinzip funktionieren, allerdings wird eine Änderung der Grenzfläche dann
jedoch nicht durch das Anlegen eines elektrischen Feldes herbeigeführt. In einem
solchen Fall können
die Mittel zum Ändern
der Grenzfläche
zwischen den beiden formflexiblen Medien beispielsweise in einer
Weise ausgebildet sein, dass diese einen Druck auf das erste und/oder
zweite Medium ausüben,
wobei sich die Grenzfläche
zwischen den beiden Medien durch die Ausübung des Drucks verändert. Derartige
Mittel können
konstruktiv einfach und in energiesparender Weise ausgestaltet werden,
wobei solche Mittel häufig
nur sehr kleine Steuerspannungen benötigen. Beispielsweise ist es denkbar,
dass die Mittel zum Ändern
der Grenzfläche in
einem solchen Fall als mechanische Mittel ausgebildet sind. Hierbei
kann es sich beispielsweise um eine Kolbeneinrichtung oder eine
Zylindereinrichtung handeln. In anderer Ausgestaltung ist es auch
denkbar, dass die Mittel zum Ändern
der Grenzfläche
in Form einer ansteuerbaren Membran ausgebildet sind. Natürlich ist
die Erfindung nicht auf die vorgenannten Beispiele beschränkt.
Vorteilhaft
kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Lichtquelle eine Anordnung
aus mehreren Kleinstlichtquellen aufweist und dass zumindest einzelne
Kleinstlichtquellen ein unterschiedliches Spektrum aufweisen. In
einem solchen Fall können
die Kleinstlichtquellen unterschiedliche Emissionswellenlängen aufweisen.
Beispielsweise können
zumindest einzelne Kleinstlichtquellen verschiedene Spektren haben,
beispielsweise ein enges oder sehr enges Spektrum im Roten, was
etwa durch rote LEDs oder OLEDs oder einen roten Laser realisiert
werden könnte.
Auch können
Kleinstlichtquellen verwendet werden, die Weißlicht emittierten, zum Beispiel
Weißlicht-LEDs,
die IR-Licht (beispielsweise für
eine ICG-Anregung) emittieren oder die UV/blau-Licht (beispielsweise
für eine
ALA-Anregung) emittieren. Natürlich
ist die Erfindung nicht auf die genannten Beispiele beschränkt.
Vorteilhaft
kann wenigstens eine Steuereinrichtung zum Ansteuern wenigstens
einer Kleinstlichtquelle und/oder wenigstens eines Linsenelements
und/oder wenigstens einer Bewegungsvorrichtung vorgesehen sein.
Eine solche Steuereinrichtung kann insbesondere über eine Rechnereinheit verfügen sodass
die Ansteuerung sehr genau vorgenommen werden kann.
Die
Erfindung ist nicht auf eine bestimmte Anordnung beziehungsweise
ein bestimmtes Muster für
die Kleinstlichtquellen beschränkt.
Beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, kann die Lichtquelle eine
Anordnung aus mehreren Kleinstlichtquellen aufweisen, wobei die
Kleinstlichtquellen matrixartig, ringförmig oder in sonst einem Anordnungsmuster, um
für eine
besondere Aufgabe optimal ausgebildet zu sein, angeordnet sind.
Vorteilhaft
kann vorgesehen sein, dass eine Vorrichtung zum Detektieren des
Zustands der wenigstens einen Kleinstlichtquelle und/oder des wenigstens
einen Linsenelements mit variablem Fokus vorgesehen ist. Da soll
auch der Fall abgedeckt sein, dass die Vorrichtung den Zustand einer
Kombination der vorgenannten Elemente detektiert. Bei einem solchen
Zustand kann es sich beispielsweise um die Leuchtstärke der
Kleinstlichtquelle(n), die Brechkraft der Variolinse(n), einen Kippwinkel,
um den die Anordnung gekippt ist oder dergleichen handeln.
Durch
die wie vorstehend beschriebene Beleuchtungseinrichtung wird eine
neuartige Beleuchtung für
eine optische Beobachtungseinrichtung bereitgestellt, mit einer
Kombination aus Kleinstlichtquellen (beispielsweise LEDs) und Linsenelementen mit
veränderlichem
Fokus, den sogenannten Variolinsen. Eine solche Beleuchtungseinrichtung
kann besonders vorteilhaft als Beleuchtungseinrichtung für ein Operationsmikroskop
verwendet werden. Natürlich
kann eine solche Beleuchtungseinrichtung genauso gut auch für andere
Mikroskoptypen verwendet werden. Die Beleuchtungseinrichtung kann
aber auch für
gänzlich
andere Einsatzgebiete, wie beispielsweise eine Fahrzeugbeleuchtung
oder dergleichen, genutzt werden.
Durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
Beleuchtungseinrichtung lässt
sich ein Objektfeld, beispielsweise ein Operationsfeld, schattenfrei oder
gezielt beschattet ausleuchten. Dies ist insbesondere dann realisierbar,
wenn viele Kleinstlichtquellen verwendet werden. Auch lässt sich
eine solche Beleuchtungseinrichtung ohne weiteres von der Optik
eines Mikroskops entkoppeln. Die Beleuchtungseinrichtung nimmt der
eigentlichen Beobachtung keinen Platz weg und steht anderen optischen Elementen
der Beobachtungseinrichtung auch nicht im Wege.
Die
Beleuchtungseinrichtung kann sowohl als Hauptbeleuchtung als auch
als Zusatzbeleuchtung verwendet werden. Durch eine geeignete Auswahl
der Kleinstlichtquellen kann auch die mit der Beleuchtungseinrichtung
erzielbare Ausleuchtungsrichtung ausgewählt beziehungsweise eingestellt
werden. Der Zustand der jeweiligen Kleinstlichtquellen (beispielsweise
ein/aus/halbe Leistung/volle Leistung und dergleichen) kann beispielsweise
durch Einkoppeln korrespondierender Symbole in den Beobachtungsstrahlengang
der Beobachtungseinrichtung dargestellt werden. Auch das Ein- und
Ausschalten einzelner Kleinstlichtquellen kann durch ein Ansteuern
dieser Symbole erfolgen.
Sowohl
die Kleinstlichtquellen als auch die Elemente der nachgeordneten
Optik, insbesondere die Variolinsen, können als sogenannte „Mikro-Elemente" mit Miniaturabmessungen
realisiert sein. Diese können
sphärisch,
aber, insbesondere im Hinblick auf eventuell verwendete Laserdioden
mit unsymmetrischer Strahlungsverteilung, auch zylindrisch ausgebildet
sein.
Gemäß dem zweiten
Aspekt der Erfindung wird eine optische Beobachtungseinrichtung
zur Abbildung eines Objekts und/oder eines von einem Objekt erzeugten
Zwischenbilds, insbesondere stereoskopische Beobachtungseinrichtung,
bereitgestellt, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, dass
diese wenigstens eine wie vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung aufweist.
Zu den Vorteilen, Wirkungen, Merkmalen sowie der Funktionsweise
dieser Beobachtungseinrichtung wird auf die vorstehenden Ausführungen
zur erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
vollinhaltlich Bezug genommen und hiermit verwiesen.
Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Beleuchtungseinrichtungen
in wenigstens einem Beobachtungsstrahlengang der Beobachtungseinrichtung
vorgesehen ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine
der Beleuchtungseinrichtungen in wenigstens einem Beleuchtungsstrahlengang
der Beobachtungseinrichtung vorgesehen ist.
Vorteilhaft
kann das von wenigstens einer der Beleuchtungseinrichtungen erzeugte
Beleuchtungslicht mit wenigstens einer Eigenschaft von wenigstens
einem Beobachtungsstrahlengang gekoppelt sein, zum Beispiel hinsichtlich
Vergrößerung oder
Arbeitsabstand. Natürlich
sind auch Kopplungen mit anderen Eigenschaften des Beobachtungsstrahlengangs
denkbar, beispielsweise eine Kopplung an das Gesichtsfeld (der Winkel,
unter dem man beobachtet), das Objektfeld (die Größe dessen,
was man beobachtet), oder dergleichen. Die Erfindung ist nicht auf
die genannten Eigenschaften beschränkt. Diese Kopplung kann vorteilhaft
abschaltbar ausgeführt
werden beziehungsweise sein. Vorzugsweise ist diese Kopplung nicht
starr realisiert. Auch kann vorgesehen sein, dass verschiedene Kopplungsmodi realisiert
werden können,
die dann – etwa
elektrisch – in
geeigneter Weise ausgewählt
werden können.
Beispielsweise
kann wenigstens eine der Beleuchtungseinrichtungen als Hauptbeleuchtung oder
Zusatzbeleuchtung für
die optische Beobachtungseinrichtung ausgebildet sein.
Die
Erfindung ist nicht auf bestimmte Ausgestaltungsformen für die optische
Beobachtungseinrichtung beschränkt.
Ebenso ist die Erfindung nicht auf eine bestimmte Anzahl von Beobachtungsstrahlengängen beschränkt. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass zwei oder mehr Beobachtungsstrahlengänge vorgesehen
sind, die insbesondere in Form eines oder mehrerer Beobachtungsstrahlengangpaare
zusammengefasst sind. Dabei kann beispielsweise für jeden
Strahlengang wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung vorgesehen
sein. Ebenso ist es auch denkbar, dass für zwei parallele Beobachtungsstrahlengänge wenigstens
eine gemeinsame Beleuchtungseinrichtung vorgesehen ist.
Insbesondere
kann die optische Beobachtungseinrichtung als ein Mikroskop, insbesondere
als ein Operationsmikroskop, als Kopflupe, als Video(Operations)Mikroskop,
als Sichtgerät,
als Infrarotfernsichtgerät
oder dergleichen ausgebildet sein.
Die
optische Beobachtungseinrichtung kann wenigstens ein Objektiv aufweisen,
wobei dann vorteilhaft wenigstens eine der Beleuchtungseinrichtungen
am Objektivrand angeordnet ist.
Natürlich kann
auch vorgesehen sein, dass die Beleuchtungseinrichtung am oder im
Körper
der Beobachtungseinrichtung angeordnet ist. Dabei kann die Beleuchtungseinrichtung
sowohl innerhalb als auch außerhalb
der Beobachtungseinrichtung angeordnet sein. Vorteilhaft kann wenigstens
eine der Beleuchtungseinrichtungen an einem, insbesondere verschwenkbaren,
Ausleger der optischen Beobachtungseinrichtung angeordnet sein.
Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass die Beobachtungseinrichtung als Ophthalmoskopie-Mikroskop
ausgebildet ist, wobei ein solches Mikroskop üblicherweise über wenigstens
eine Ophthalmoskopielupe verfügt.
In einem solchen Fall kann beispielsweise vorgesehen sein, dass
wenigstens eine der Beleuchtungseinrichtungen bei der Ophthalmoskopielupe
verwendet wird. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass wenigstens
eine der Beleuchtungseinrichtungen als Ophthalmoskopielupe verwendet
wird. In diesem Fall ist das die Lupe eigentlich bildende Linsenelement
in der Beleuchtungseinrichtung integriert. Alternativ oder zusätzlich kann auch
vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Beleuchtungseinrichtungen
im Bereich der Ophthalmoskopielupe angeordnet ist. Im letztgenannten
Fall kann die Beleuchtungseinrichtung beispielsweise direkt am Rand
oder an einem Ausleger der Ophthalmoskopielupe angebracht werden.
Vorteilhaft
kann wenigstens eine der Beleuchtungseinrichtungen im Körper der
Beobachtungseinrichtung angeordnet sein.
In
weiterer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der von wenigstens
einer der Beleuchtungseinrichtungen erzeugte Beleuchtungsstrahlengang
außerhalb
eines Beobachtungsstrahlengangs der optischen Beobachtungseinrichtung
und/oder außerhalb
des Körpers
der optischen Beobachtungseinrichtung verläuft. Damit werden mögliche Probleme
im Zusammenhang mit der Lichtführung,
etwa in Form von unerwünschten
Reflexen, vermieden.
Vorteilhaft
ist, wenn sich das Objektfeld und das von der Beleuchtungseinrichtung
erzeugte Leuchtfeld bei allen Werten der optischen Parameter zumindest
im Wesentlichen überlappen.
Vorteilhaft
kann die wie vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung als
Beleuchtung in einem Mikroskop, oder in einer Kopflupe, oder in
einem Sichtgerät
oder als Fahrzeugbeleuchtung verwendet werden.