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Die
Erfindung betrifft ein Speichersystem, welches an die Benutzung
innerhalb von Datenverarbeitungssystemen angepasst ist und insbesondere angepasst
ist, um Datenpakete effektiv zu kommunizieren.
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Über die
letzten Dekaden versuchten Technologieforschungen, die sich auf
den Entwurf und die Fertigung von Halbleiterbausteinen beziehen,
mit den oft konkurrierenden Anforderungen im Bezug auf Bausteinverkleinerung
und den wachsenden Anwendungsbereichen, wie mobile Telekommunikation, persönliche digitale
Assistenten, Mobiltelefone der dritten Generation, digitale Kameras
usw., Schritt zu halten. Der Druck zur ständigen Verbesserung der Halbleiterfertigungstechniken
ist zunehmend stärker geworden,
da komplexe, höchst
miniaturisierte Bausteine die Entwicklungszykluszeit überschritten
und die Entwicklungskosten zugenommen haben. Die Benutzung von Chipsätzen, welche
zwei oder mehr integrierte Schaltungschips aufweisen, ist ein Versuch,
um den mit der Entwicklung der nächsten
Generation von Halbleiterbausteinen verbundenen Druck abzubauen.
Chipsätze
haben sich insbesondere zur Lösung
der Miniaturisierungsanforderungen und der Anfor derungen nach flexibler
Implementierung in Verbindung mit vielen mobilen Telekommunikationsanwendungen
als nützlich
erwiesen.
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Der
Begriff Mehrfachchippackung (MCP) bezieht sich auf eine Kombination
von verschiedenen Chips, die typischerweise einen oder mehrere Speicherchips
umfassen, wie Flash-Speicher, statische RAMs, dynamische Speicher,
Pseudo-RAMs usw. Speicherchips sind normalerweise Einzelchippackungen
und wurden herkömmlicherweise
als unabhängige
Bausteine mit einem hohen Zuverlässigkeitsgrad
hergestellt. Die herkömmliche
MCP genießt
offensichtliche Vorteile einschließlich eines reduzierten Komponentenvolumens.
Die Benutzung von MCPs in bestimmten mobilen Anwendungen resultiert
wirklich in einer über
50%igen Reduzierung des Komponentenvolumens verglichen mit konkurrierenden
Entwürfen,
die Einzelchips benutzen. Zudem tendieren MCPs dazu, die Komplexität von Zwischenverbunden
zu vereinfachen, Gestehungskosten zu reduzieren und die Produktivität zu steigern.
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Zusätzlich wurde
eine System-in-Packung(SIP)-Technologie an die strukturelle Vereinfachung
von mobilen Produkten angepasst, in denen Speicherbausteine und
andere Bausteine in einer Packung eingebettet sind. In einer typischen
SIP sind integrierte Schaltungschips, welche Speicherchips und andere
Chips umfassen, gestapelt und in einer topologischen Dimension miteinander
verbunden. Solche Stapel von integrierten Schaltungschips in einer
einzigen Packung bieten mehrere Vorteile einschließlich kürzerer Entwicklungszeiten,
reduzierter Produktkosten und erhöhter Datenübertragungsraten. Zudem tendiert
die SIP-Technologie
zum Verkleinern des gesamten Architekturvolumens eines Bausteins.
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Leider
beinhalten Bausteine, die gemäß der herkömmlichen
MCP- und/oder SIP-Technologie
implementiert sind, zwangsläufig
einer große
Zahl von Anschlussverbindungen, wie Adressenanschlüsse, Datenan schlüsse, Steueranschlüsse usw.
Die Benutzung von so vielen Anschlüssen wird tatsächlich zu einem
Hindernis in der Entwicklung einer kohärenten, effizienten Systemarchitektur.
Dies gilt insbesondere für
mobile Anwendungen, welche Speichersysteme umfassen, die in MCP- und/oder SIP-Entwürfen enthalten
sind.
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Der
Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung eines
Speichersystems zugrunde, welches leicht an eine Implementierung
angepasst werden kann, die eine MCP oder SIP benutzt, und bei dem
die Anzahl von Verbindungsanschlüssen,
z.B. eine Kombination von Eingabe- und Ausgabeeinschlüssen, gegenüber dem,
was in herkömmlichen Speichersystementwürfen zu
erwarten ist, reduziert ist.
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Die
Erfindung löst
dieses Problem durch die Bereitstellung eines Speichersystems mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 1, 8, 16, 19 oder 20. Das gemäß der Erfindung
ausgelegte Speichersystem eignet sich besonders gut für mobile
Anwendungen.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt, in denen gleiche
Bezugszeichen in den verschiedenen Ansichten gleiche Teile betreffen,
und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
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1 ein Blockschaltbild einer
funktionalen Struktur eines Speichersystems gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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2 ein Blockschaltbild eines
Steuerblocks und einer Paketsteuereinheit aus 1,
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3 ein Zeitablaufdiagramm
von Signalen, die vom Steuerblock aus 2 zur
Verfügung
gestellt werden,
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4A bis 4E jeweils ein Schaltbild eines Seriell/Parallel-Registers
aus 2,
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5 eine Tabelle zur Darstellung
der Zusammensetzung eines Datenpakets gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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6 ein Blockschaltbild einer
funktionalen Struktur eines synchronen Speichers aus 1,
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7 ein Zeitablaufdiagramm
zur Darstellung von Vorgängen
in der Paketsteuereinheit und im synchronen Speicher gemäß dem ersten
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel,
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8 ein Blockschaltbild einer
funktionalen Struktur eines Speichersystems gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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9 ein Blockschaltbild eines
Steuerblocks und einer Paketsteuereinheit aus 8,
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10 und 11 jeweils Tabellen zur Darstellung der
Zusammensetzung von Datenpaketen gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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12 ein Zeitablaufdiagramm
zur Darstellung eines automatischen Auffrischungsvorgangs gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung und
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13 ein Blockschaltbild einer
funktionalen Struktur eines Speichersystems gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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1 zeigt ein Blockschaltbild
einer funktionalen Struktur eines Speichersystems gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Wie aus 1 ersichtlich
ist, umfasst ein Speichersystem 100 eine Speichersteuerschaltung 110,
einen synchronen Speicher 130 und eine Paketsteuerschaltung 120, welche
eine Schnittstelle zwischen der Speichersteuerschaltung 110 und
dem synchronen Speicher 130 bildet. Der synchrone Speicher 130 kann
in vielen bestimmten Formen ausgeführt sein, einschließlich beispielsweise
als synchroner DRAM mit doppelter Datenrate (DDR-SDRAM) oder gemäß ähnlichen
synchronen Speichertypen. Im Speichersystem 100 sind die
Paketsteuerschaltung 120 und der synchrone Speicher 130 vorzugsweise
gemäß den herkömmlichen
Vorgaben der MCP- und/oder SIP-Technologie aufgebaut. Alternativ
können
diese Komponenten in einer Einzelpackung gemäß allgemein bekannten System-auf-Chip-Technologien
(SOC-Technologien) implementiert sein. Die Paketsteuerschaltung 120 und
der synchrone Speicher 130 werden beide von Taktsignalen
CK und CKB getrieben, welche von der Speichersteuerschaltung 110 zur
Verfügung
gestellt werden. Insbesondere führt
der Speicher 130 Datenbündelvorgänge synchronisiert
mit den Taktsignalen CK und CKB aus. Die Speichersteuerschaltung 110 erzeugt
Adressen- und Befehlssignale in Form von Datenpaketen. Anschließend transformiert
die Paketsteuerschaltung 120 diese Datenpakete oder Paketdaten
in Adressen- und Steuer(oder Befehls)-Signale, die angepasst sind, eines oder
mehrere Datenkommunikationsprotokolle mit dem synchronen Speicher 130 zu
implementieren.
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Detaillierter
gesagt bezieht sich der Begriff „Datenpaket" allgemein auf jegliches
Paket (oder jegliche Gruppierung) von Daten, die vorzugswei se Adressen-
und/oder Steuerdaten umfassen, welche an den synchronen Speicher 130 angelegt
werden. Datenpakete werden vorzugsweise von der Speichersteuerschaltung 110 parallel
und/oder seriell übertragen.
Wie aus dem Ausführungsbeispiel
aus 1 ersichtlich ist,
werden Datenpakete PKT0[m:0] bis PKTn[m:0] während eines oder mehrerer vorgegebener
Zyklen, wie sie vom Taktsignal CK definiert werden (z.B. zwei Zyklen
in einem zugehörigen
Ausführungsbeispiel),
zur Paketsteuerschaltung 120 übertragen. Besteht beispielsweise
jedes Datenpaket aus vier Datenbits, dann kann es mit einer Rate von
einem Bit pro halber CK-Periodendauer von der Speichersteuerschaltung 110 zur
Paketsteuerschaltung 120 übertragen werden. Die Paketsteuerschaltung 120 wandelt
das von der Speichersteuerschaltung 110 empfangene Datenpaket
in Abhängigkeit von
Steuersignalen CSB und CKE, welche von der Speichersteuerschaltung 110 zur
Verfügung
gestellt werden, in eine Datenform um, welche an das vom synchronen
Speicher 130 benötigte
Protokoll angepasst ist. Wird das Steuersignal CSB aktiv, d.h. ein Chipauswahlsignal,
dann beginnt die Paketsteuerschaltung 120 mit dem Empfang
des Datenpakets von der Speichersteuerschaltung 110. Daher
wirkt das Steuersignal CSB als Paketfreigabesignal, das eine Datenpaketübertragung
anzeigt.
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Wie
vorliegend bevorzugt, wandelt die Paketsteuerschaltung 120 serielle
Daten von m-Bit, welche typischerweise Adressen- und Befehlssignale umfassen,
in ein paralleles Datenpaket von m-Bit um. Im Gegensatz zum parallel übertragenen
Datenpaket, welches Adressen- und Befehlssignale umfasst, werden
Datensignale ohne Seriell/Parallel-Wandlung übertragen. Durch diesen differenzierten Übertragungsmodus
zwischen Adressen-/Befehlssignalen und Datensignalen lässt die
Paketsteuerschaltung 120 nur die Datensignale DQ[15:0]
passieren, welche zwischen der Speichersteuerschaltung 110 und dem
synchronen Speicher 130 übertragen werden. Das bedeutet,
dass Datensignale während
Lese-/Schreibvorgängen
direkt ohne Paketumwandlung zwischen der Speichersteuerschaltung 110 und dem
synchronen Speicher 130 ausgetauscht werden.
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Unter
der Annahme, dass die Paketsteuerschaltung 120 und der
synchrone Speicher 130 in einer einzigen Packung implementiert
sind, welche die MCP- oder SIP-Technologie benutzt, folgt dann,
dass der synchrone Speicher 130 ausreichende Verbindungsanschlüsse aufweist,
um die synchronen Speichervorgänge
zu unterstützen.
Daher muss eine funktionierende synchrone Speicheranschlusskonfiguration
Anschlüsse
umfassen, welche Adressensignale, Befehlssignale und Datensignale
akzeptieren, und dies gilt unabhängig
davon, ob die Paketsteuerschaltung 120 im betreffenden
System vorhanden ist oder nicht. Dadurch wird leicht deutlich, dass
die Benutzung der Paketsteuerschaltung 120, welche mit der
MIP- oder SIP-Technologie implementiert wird, eine Reduzierung der
Anschlussanzahl in einem zugehörigen
synchronen Speicher ermöglicht,
weil die Paketanschlüsse,
die im dargestellten Ausführungsbeispiel
mit PKT0[m:0] bis PKTn[m:0] bezeichnet sind, effektiv Anschlusszuordnungen
für eine
Mehrzahl von Befehls- und Adressensignalen zusammenlegen.
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Nachfolgend
wird der gemeinsame Aufbau von Paketsteuerschaltung 120 und
synchronem Speicher 130 auf einem einzigen Substrat als
RAM mit niedriger Anschlussanzahl und niedrigem Energiebedarf (oder
L2RAM) bezeichnet, weil solche Konfigurationen in einem Aspekt durch
eine reduzierte Anzahl von Anschlüssen und einen niedrigeren Gesamtenergieverbrauch
charakterisiert sind. Allgemein sind L2RAM-Entwürfe sehr gut für mobile
oder tragbare Elektronikanwendungen geeignet.
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Wie
aus 2 ersichtlich ist,
ist dort die Paketsteuerschaltung 120 aus 1 weiter so gezeigt, dass sie fünf Datenpakete,
d.h. n = 5, erzeugt, wobei jedes Datenpaket vorzugsweise aus vier
Bit aufgebaut ist. Die aktuelle Anzahl an verwendeten Datenpaketen
und die Anzahl an Bits pro Paket richtet sich nach der routinemäßigen Entwurfswahl.
Die in 2 dargestellte
Paketsteuerschaltung 120 umfasst vorzugsweise eine Steuerschaltung 121 und
fünf Seriell/Parallel-Register 122 bis 126.
Die Steuerschaltung 121 empfängt Taktsignale CK und CKB
und Steuersignale CSB und DKE von der Speichersteuerschaltung 110 und
erzeugt Pulssignale PCLK1 bis PCLK4 und PCLKD.
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Wie
aus 3 ersichtlich ist,
werden die Pulssignale PCLK1 bis PCLK4 nacheinander synchronisiert
mit ansteigenden Flanken des Taktsignals CK in Reaktion auf eine
Aktivierung des Chipauswahlsignals CSB erzeugt. Das Pulssignal PCLKD wird
während
einer Aktivierungsperiode des Pulssignals PCLK4 erzeugt. Ist das
Chipauswahlsignal CSB aktiv, dann werden die Datenpakete, welche
an der Paketsteuerschaltung 120 anliegen, als gültig angesehen.
Daher wirkt das Chipauswahlsignal CSB als Signal, welches den Beginn
eines Übertragungszyklus
für die
Datenpakete anzeigt.
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Wieder
auf 2 Bezug nehmend,
arbeiten die Register 122 bis 126 in Reaktion
auf die Pulssignale, welche von der Steuerschaltung 121 zur
Verfügung
gestellt werden, und empfangen jeweils Datenpakete PKT0[3:0] bis
PKT4[3:0]. Die Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] umfassen vorzugsweise
jeweils vier seriell übertragene
Datenbits und werden von einem korrespondierenden Register in eine
parallele Datenform gewandelt. Sind die Datenpakete in die parallele
Datenform gewandelt, dann werden sie als Adressensignale an den
synchronen Speicher 130 angelegt. Wie aus 2 ersichtlich ist, umfassen die Adressensignale
beispielsweise die Signale AD[13:0] und BA[1:0]. Steuersignale wie
ein Zeilenadressenabtastsignal RASB, ein Spaltenadressenabtastsignal
CASB, ein Schreibfreigabesignal WEB und ein DQ-Maskierungssignal
DM werden ebenfalls an den synchronen Speicher 130 angelegt.
Der synchrone Speicher 130 führt einen Bündelbetrieb in Reaktion auf
die Adressen- und Steuersignale aus, welche in paralleler Form von
der Paketsteuerschaltung 120 zugeführt werden.
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Die 4A bis 4E zeigen die Seriell/Parallel-Register 122 bis 126 aus 2. Diese Seriell/Parallel-Register
wandeln serielle Datenpakete in parallele Datenpakete um.
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Wie
aus 4A ersichtlich ist,
umfasst das als repräsentatives
Ausführungsbeispiel
eines Seriell/Parallel-Registers dargestellte Seriell/Parallel-Register 122 eine
Mehrzahl von gepaarten Schaltern SW1 bis SW8, eine Mehrzahl von
gepaarten Zwischenspeichern LAT1 bis LAT8 und eine Mehrzahl von
MOS-Transistoren M1 bis M8. Jeder Zwischenspeicher wird vorzugsweise
von der dargestellten Kombination von zwei Invertern gebildet und
wird selektiv auf einem niedrigen oder hohen Pegel initialisiert,
wenn ein Steuersignal VCCH an einen korrespondierenden MOS-Transistor
mit einem niedrigen Pegel angelegt wird. Das Steuersignal VCCH ist
ein Einschaltrücksetzsignal,
das von einem allgemein bekannten, nicht dargestellten Einschaltdetektor
zur Verfügung
gestellt wird.
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Angenommen,
dass das erste Datenpaket PKT0[3:0] Steuersignale RASB, CASB, WEB
und DM umfasst (alternativ kann das erste Datenpaket ein internes
Chipauswahlsignal CS statt des Signals DM enthalten), dann wird
ein erstes Bit PKT0[0] des ersten Datenpakets PKT0[3:0], das mit
RASB korrespondiert, in den Zwischenspeicher LAT1 geladen, wenn
das erste Pulssignal PCLK1 mit einem hohen Pegel an den Schalter
SW1 angelegt wird. Ein zweites Bit PKT0[1] des ersten Datenpakets
PKT0[3:0], das mit CASB korrespondiert, wird in den Zwischenspeicher
LAT3 geladen, wenn das zweite Pulssignal PCLK2 mit einem hohen Pegel
an den Schalter SW3 angelegt wird. Ein drittes Bit PKT0[2] des ersten
Datenpakets PKT0[3:0], das mit WEB korrespondiert, wird in den Zwischenspeicher
LAT5 geladen, wenn das dritte Puls signal PCLK3 mit einem hohen Pegel an
den Schalter SW5 angelegt wird. Ein viertes Bit PKT0[3] des ersten
Datenpakets PKT0[3:0], das mit DM korrespondiert, wird in den Zwischenspeicher LAT7
geladen, wenn das vierte Pulssignal PCLK4 mit einem hohen Pegel
an den Schalter SW7 angelegt wird.
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Nach
diesen Datenübertragungsvorgängen und
wie im Zeitablaufdiagramm aus 3 dargestellt ist,
werden, wenn das Pulssignal PCLKD während einer Zeitperiode T4
auf hohen Pegel wechselt, während
der das vierte Pulssignal PCLK4 ebenfalls auf hohem Pegel ist, die
vorangehenden Datenbits des ersten Datenpakets PKT0[3:0], welche
in den Zwischenspeichern LAT1, LAT3, LAT5 und LAT7 gespeichert sind,
jeweils über
die korrespondierenden Schalter SW2, SW4, SW6 und SW8 in die Zwischenspeicher
LAT2, LAT4, LAT6 und LAT8 übertragen. Daher
sind die vier Bits, welche das erste Datenpaket PKT0[3:0] bilden
und mit den Steuersignalen RASB, CASB, WEB und DM korrespondieren,
nun bereit, um von den Zwischenspeichern LAT2, LAT4, LAT6 und LAT8
in paralleler (oder gleichzeitig angelegter) Form übertragen
zu werden.
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Der
Aufbau und die Funktionsweise von zusätzlichen, beispielsweise in
den 4B bis 4E dargestellten Registern
sind im Wesentlichen identisch wie beim in 4A dargestellten Register 122.
Die Natur der einzelnen beteiligten Datenbits, die jeweils an die
Register 123, 124, 125 und 126 durch
das zweite, dritte, vierte und fünfte
Datenpaket angelegt werden, verändert
sich jedoch gemäß dem Gesamtsystemdesign,
siehe z.B. die obige Beschreibung der Adressen- und Steuersignale.
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Bezugnehmend
auf 5 ist dort der zeitliche
Zusammenhang zwischen den beispielhaften vier Übertragungsperioden T1, T2,
T3 und T4 und den einzelnen beteiligten Signalen der beispielhaften Datenpakete
PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] weiter dargestellt. Dieser zeitliche Zusammen hang
zeigt zudem Signalzuordnungen für
einen Anschluss während
jeder Übertragungsperiode.
Die ersten Bits des entsprechenden Datenpakets RASB, BA0, BA1, A0
und A1 werden z.B. während
der ersten Zeitperiode T1 in ihre korrespondierenden Register 122 bis 126 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK1 einen hohen (oder aktiven) Pegel annimmt.
Die zweiten Bits des entsprechenden Datenpakets CASB, A2, A3, A4
und A5 werden während
der zweiten Zeitperiode T2 in ihre korrespondierenden Register 122 bis 126 geladen, wenn
das Pulssignal PCLK2 einen hohen Pegel annimmt. Dann werden die
dritten Bits des entsprechenden Datenpakets WEB, A6, A7, A8 und
A9 während
der dritten Zeitperiode T3 in ihre korrespondierenden Register 122 bis 126 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK3 einen hohen Pegel annimmt. Schließlich werden
die vierten Bits des entsprechenden Datenpakets DM, A10, A11, A12
und A13 während
der vierten Zeitperiode T4 in ihre korrespondierenden Register 122 bis 126 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK4 einen hohen Pegel annimmt.
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6 zeigt eine beispielhafte
funktionale Architektur des synchronen Speichers 130 aus 1. Vorgänge innerhalb dieser Architektur
werden vorzugsweise synchronisiert mit den Taktsignalen CK und CKB
ausgeführt,
welche von der Speichersteuerschaltung 110 empfangen werden.
Die Taktsignale CK und CKB werden an ein Zeitsteuerungsregister 201,
ein Adressenregister 202, einen Datenabtastgenerator 213,
einen Datenausgabepuffer 214 und ein Dateneingaberegister 216 angelegt.
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Obwohl
die Speichersteuerschaltung 110 Adressen- und Befehls(oder
Steuer)-Signale in Paketform ausgibt, wird der synchrone Speicher 130 (der
vorzugsweise an die Funktionsweise eines herkömmlichen DDR-SDRAM angepasst ist)
mit Adressen- und Befehls(oder Steuer)-Signalen betrieben, welche
von der Paketsteuerschaltung 120 gemäß einem ausgewählten Kommunikationsprotokoll,
das von einem Typ ist, der normalerweise mit synchronen Speichertypen
benutzt wird, zur Verfü gung
gestellt werden. Im synchronen Speicher 130 wird ein Bündelbetrieb
durch Inkrementieren der Spaltenadressen für eine feste Zeilenadresse
in Synchronisation mit den Taktsignalen durchgeführt. Eine Betriebsfrequenz
für den
Bündelmodus
wird daher in Verbindung mit dem Taktsignal CK definiert.
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7 zeigt einen beispielhaften
Betrieb, der eine Datenübertragung
zwischen der Paketsteuerschaltung 120 und dem synchronen
Speicher 130 beinhaltet. Bei diesem Beispiel wird die Funktionsweise der
Paketsteuerschaltung 120 im Zusammenhang mit einem Lesevorgang
beschrieben. Typischerweise beginnt der Lesevorgang, wenn ein Aktivierungsbefehl
zusammen mit einer Zeilenadresse an den Speicher angelegt wird,
und nach einer vorgegebenen Zeitperiode wird dann ein Lesebefehl
zusammen mit einer Spaltenadresse angelegt. Ein Schreibvorgang verläuft analog
zum Lesevorgang.
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Wie
aus 7 ersichtlich ist,
versorgt die Speichersteuerschaltung 110 am Anfang des
Lesevorgangs die Paketsteuerschaltung 120 mit vier Bit der
seriellen Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0], welche den Aktivierungsbefehl
und die Zeilenadresse umfassen, gemeinsam mit den Taktsignalen CK und
CKB und den Steuersignalen CKE und CSB. Die Steuerschaltung 121 der
Paketsteuerschaltung 120 erzeugt nacheinander die Pulssignale
PCLK1 bis PCLK4 in Reaktion auf die Steuer- und Taktsignale CSB,
CKE, CK und CKB. Die Register 122 bis 126 der
Paketsteuerschaltung 120 puffern nacheinander vier Datenbits
der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] in Reaktion auf die Pulssignale
PCLK1 bis PCLK4. Die in den Registern zwischengespeicherten Datenbits
werden aus diesen gleichzeitig ausgegeben, wenn das Pulssignal PCLKD
in einen aktiven Zustand wechselt. Die in paralleler Form von den
Registern ausgegebenen Datenbits werden als Adressensignale RA(13:0]
(Zeilenadresse) und BA[1:0] und als die Steuersignale RASB, CASB,
WEB und DM an den synchronen Speicher 130 übertragen. Wie
aus
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7 ersichtlich ist, werden
die Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0], welche die Datenbits des Aktivierungsbefehls
und der Zeilenadresse umfassen, während der ersten und zweiten
Periode des Taktsignals CK (in 7 als
Perioden 1 und 2 bezeichnet) in die Register eingegeben
und danach zum synchronen Speicher 130 übertragen. Der synchrone Speicher 130 empfängt das
Aktivierungsbefehlssignal und die Zeilenadressensignale während der
dritten Periode des Taktsignals CK (in 7 als Periode 3 bezeichnet).
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Danach
versorgt die Speichersteuerschaltung 110 die Paketsteuerschaltung 120 mit
den zweiten vier Bit der seriellen Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0],
welche den Lesebefehl und die Spaltenadresse umfassen, gemeinsam
mit den Taktsignalen CK und CKB und den Steuersignalen CKE und CSB. Die
Steuerschaltung 121 der Paketsteuerschaltung 120 erzeugt
nacheinander die Pulssignale PCLK1 bis PCLK4 in Reaktion auf die
Steuer- und Taktsignale CSB, CKE, CK und CKB. Die Register 122 bis 126 der
Paketsteuerschaltung 120 puffern nacheinander vier Datenbits
der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] in Reaktion auf die Pulssignale
PCLK1 bis PCLK4. Die in den Registern zwischengespeicherten Datenbits
werden aus diesen gleichzeitig ausgegeben, wenn das Pulssignal PCLKD
in einen aktiven Zustand wechselt. Die in paralleler Form von den
Registern ausgegebenen Datenbits werden als Adressensignale CA[8:0]
(Spaltenadresse) und BA[1:0] und als die Steuersignale RASB, CASB,
WEB und DM an den synchronen Speicher 130 übertragen. Wie
aus 7 ersichtlich ist,
werden die Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0], welche die Datenbits
des Lesebefehls und der Spaltenadresse umfassen, während der
dritten und vierten Periode des Taktsignals CK (in 7 als Perioden 3 und 4 bezeichnet)
in die Register eingegeben und danach zum synchronen Speicher 130 übertragen.
Der synchrone Speicher 130 empfängt das Lesebefehlssignal und
das Spaltenadressensignal während
der fünften
Periode des Taktsignals CK (in 7 als
Periode 5 bezeichnet).
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8 zeigt ein Speichersystem
gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Wie
aus 8 ersichtlich ist,
umfasst ein Speichersystem 300 allgemein eine Speichersteuerschaltung 310,
eine Paketsteuerschaltung 320 und einen synchronen Speicher 330.
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Wie
beim Speichersystem aus 1 bildet die
Paketsteuerschaltung 320 eine Schnittstelle zwischen der
Speichersteuerschaltung 310 und dem synchronen Speicher 330.
Der synchrone Speicher 330 ist vorzugsweise als synchroner
DRAM mit doppelter (oder dualer) Datenrate (DDR-SDRAM) oder als ähnlicher
synchroner Speichertyp ausgeführt.
Im Speichersystem 300 können
die Paketsteuerschaltung 320 und der synchrone Speicher 330 gemäß der MCP-
oder SIP-Technologie aufgebaut sein. Andernfalls können sie
gemeinsam auf einem einzigen Substrat unter Verwendung allgemein
bekannter System-auf-Chip(SOC)-Technologien
implementiert sein. Die Paketsteuerschaltung 320 und der
synchrone Speicher 330 werden beide vorzugsweise von den Taktsignalen
CK und CKB getrieben, welche von der Speichersteuerschaltung 310 zur
Verfügung
gestellt werden. Insbesondere führt
der Speicher 330 einen Bündelbetrieb synchronisiert
mit den Taktsignalen CK und CKB aus. Die Speichersteuerschaltung 310 erzeugt
Adressen- und Befehlssignale in Form von Datenpaketen und anschließend transformiert
die Paketsteuerschaltung 320 die Datenpakete (oder Paketdaten)
in Adressen- und Steuer(oder Befehls)-Signale, die zur Benutzung
bezüglich
eines oder mehrerer Datenkommunikationsprotokolle angepasst sind,
die mit dem synchronen Speicher 330 verknüpft sind.
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Im
Ausführungsbeispiel
aus 8 werden das Datenabtastsignal
DS und das Datenmaskierungssignal DM direkt von der Speichersteuerschaltung 310 an
den synchronen Speicher 330 übertragen, ohne Ver bindung
zu der oder Durchleitung über die
Paketsteuerschaltung 320. Datensignale DQ[15:0] werden
ebenfalls direkt zwischen der Speichersteuerschaltung 310 und
dem synchronen Speicher 330 ausgetauscht, ohne über die
Paketsteuerschaltung 320 geführt zu werden.
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Wie
im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel
aus 1 beschrieben wurde,
umfassen Datenpakete PKT0[m:0] bis PKTn[m:0] die Adressen- und Steuersignale,
welche in paralleler Form an den synchronen Speicher 330 anzulegen sind.
Diese Signale werden in der Speichersteuerschaltung 310 in
serieller Datenform erzeugt und danach von einer seriellen Form
in eine parallele Datenform gewandelt. Die Datenpakete PKT0[m:0]
bis PKTn[m:0] werden in einem vorgegebenen Übertragungszyklus, der vom
Taktsignal CK definiert wird (z.B. zwei Zyklen in einem gegenwärtig bevorzugten Ausführungsbeispiel),
zur Paketsteuerschaltung 320 übertragen. Beispielsweise besteht
jedes Datenpaket vorzugsweise aus vier Datenbits, die mit einer Rate
von einem Bit pro halber Periodendauer des Taktsignals CK von der
Speichersteuerschaltung 310 zur Paketsteuerschaltung 320 übertragen
werden. Die Paketsteuerschaltung 320 wandelt das Datenpaket
in Abhängigkeit
von Steuersignalen CSB und CKE, welche von der Speichersteuerschaltung 310 zur
Verfügung
gestellt werden, in eine Datenform um, welche von einem definierten
Datenübertragungsprotokoll
(oder Kommunikationsprotokoll) für
den synchronen Speicher 330 akzeptiert wird. Wird das Steuersignal
CSB aktiv, dann beginnt die Paketsteuerschaltung 320 mit
dem Empfang des Datenpakets von der Speichersteuerschaltung 310.
Das Steuersignal CSB, d.h. ein Chipauswahlsignal, wirkt als Paketfreigabesignal,
das eine Datenpaketübertragung anzeigt.
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Die
Paketsteuerschaltung 320 aus 8 erzeugt
Steuersignale RASB, CASB, WEB und TCS aus seriellen Kombinationen
von Datenbits, welche in einem ersten Datenpaket PKT0[m:0] enthalten sind,
während
die vorherige Paketsteuerschaltung 120 aus 1 die Steuersignale RASB, CASB, WEB und
CSB aus der seriellen Kombination von Datenbits aus dem ersten Datenpaket
PKT0[m:0] erzeugt. Das bedeutet, dass das Chipfreigabesignal CCB,
das in der seriellen Kombination von Datenbits des ersten Datenpakets
PKT0[m:0] enthalten ist, nicht direkt an den synchronen Speicher 330 angelegt
wird, wie in 1 dargestellt,
sondern von der Paketsteuerschaltung 320 in ein internes
Chipauswahlsignal TCS gewandelt wird. Daher empfängt der synchrone Speicher 330 das
interne Chipauswahlsignal TCS von der Paketsteuerschaltung 320 und
nicht das Chipauswahlsignal CSB direkt von der Speichersteuerschaltung 310.
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Die
Paketsteuerschaltung 320 wandelt ein serielles Datenpaket
von m-Bit, in welchem
Adressen- und Befehlssignale kombiniert sind, in ein paralleles
Datenpaket von m-Bit um. Die Adressen- und Befehlssignale werden,
wie oben beschrieben, in Paketform übertragen, während Datensignale
DQ[15:0] direkt zum synchronen Speicher 330 übertragen
werden, ohne Seriell/Parallel-Wandlung durch die Paketsteuerschaltung 320.
Die Datensignale DQ[15:0], welche vom synchronen Speicher 330 gelesen
werden, werden ebenfalls direkt zur Speichersteuerschaltung 310 übertragen,
ohne die Paketsteuerschaltung 320 zu passieren. Das bedeutet,
dass die Datensignale direkt zwischen der Speichersteuerschaltung 310 und
dem synchronen Speicher 330 kommuniziert werden.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
ermöglicht die
Paketsteuerschaltung 320 zudem eine MCP- oder SIP-Implementierung
des Speichersystems, um einen oder mehrere Chips mit einer reduzierten
Anschlussanzahl zu nutzen, da Paketanschlüsse für PKT0[3:0] bis PKTn[m:0] Anschlusszuordnungen
für eine
Mehrzahl von Befehls- und Adressensignalen zusammenlegen. Andernfalls
stellt, wenn eine Kombination von Paketsteuerschaltung 320 und
synchronem Speicher 330 gegeben ist, die unter Anwendung der
MCP- oder SIP-Technologie in einer einzigen Packung aufgebaut ist,
der synchrone Speicher 330 notwendigerweise alle Verbindungsanschlüsse zur
Verfügung,
die für
synchrone Speichervorgänge
benötigt werden,
einschließlich
Anschlüssen,
die Adressensignalen, Befehlssignalen und Datensignalen zugewiesen
sind.
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Ein
solcher Aufbau der Paketsteuerschaltung 320 und des synchronen
Speichers 330 auf einem einzigen Substrat wird auch als
L2RAM bezeichnet, der eine reduzierte Anschlussanzahl und einen niedrigeren
Energiebedarf aufweist. Wie bereits ausführt, sind diese Attribute beispielsweise
für mobile Anwendungen
besonders wünschenswert.
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Die
Paketsteuerschaltung 320 aus 8 ist in 9 in einigen weiteren Details
dargestellt. Diese Ausführungsform
der Paketsteuerschaltung 320 umfasst eine Steuerschaltung 321,
fünf Seriell/Parallel-Register 322 bis 326 und
einen Signalgenerator 327. Die Steuerschaltung 321 und
die Register 322 bis 326 sind gleichartig aufgebaut
wie die analoge Steuerschaltung und die Register, welche im Zusammenhang
mit den 2 und 4A bis 4E beschrieben wurden. Der Signalgenerator 327 empfängt parallele
Datenbits RC0 bis RC3 vom ersten Register 322 und transformiert
diese dann in die Steuersignale RASB, CASB, WEB und TCS. Wie bei
den im Zusammenhang mit 3 beschriebenen
Eigenschaften steuern die Taktsignale CK und CKB, die Steuersignale
CSB und CKE und die Pulssignale PCLK1 bis PCLK4 und PCLKD den Betrieb
der Paketsteuerschaltung 320. Das Pulssignal PCLKD wird
auch während
einer Aktivierung des Pulssignals PCLK4 erzeugt.
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In
der Paketsteuerschaltung 320 aus 9 empfängt das Register 322 Befehlsdaten
von vier Bit von einem ersten Datenpaket PKT0[3:0], welche von der
Speichersteuerschaltung 310 seriell übertragen werden, und wandelt
die Befehlsdaten in parallele Datenbits RC0 bis RC3 um, welche ein
Zeilendatenpaket bilden. Dann gibt der Signalgenerator 327 die Steuersignale
RASB, CASB, WEB und TCS aus den parallelen Datenbits RC0 bis RC3
aus. Andernfalls wandelt das Register 322 der Pa ketsteuerschaltung 320,
wenn die Speichersteuerschaltung 310 das Datenpaket PKT0[3:0]
von vier Bit seriell als Lesebefehl an die Paketsteuerschaltung 320 anlegt,
selbiges in parallele Datenbits CC0 bis CC3 um, die ein Spaltendatenpaket
bilden. Dann wandelt der Signalgenerator 327 die parallelen
Datenbits CC0 bis CC3 in Steuersignale RASB, CASB, WEB und TCS um,
welche an den synchronen Speicher 330 angelegt werden.
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Beispielhafte
Signalzuordnungen der Zeilen- und Spaltendatenpakete, die von der
Paketsteuerschaltung 320 gebildet werden, sind jeweils
in den in 10A bzw. 10B dargestellten Tabellen
zusammengefasst, bezogen auf Perioden T1 bis T4 in einem Übertragungszyklus,
der von dem Taktsignal CK definiert wird.
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Zuerst
auf 10A Bezug nehmend,
werden für
den Fall, dass Zeilendatenpakete übertragen werden, die ersten
Bits der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] RC0, BA0 (ein Bankadressenbit),
BA1, RA0 (ein Zeilenadressenbit) und RA1 jeweils während der
Zeitperiode T1 in die Register 322 bis 326 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK1 aktiv ist. Auf die gleiche Weise werden
die zweiten Bits der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] RC1, RA2,
RA3, RA4 und RA5 jeweils während
der Zeitperiode T2 in die Register 322 bis 326 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK2 aktiv ist. Dann werden die dritten Bits
der Datenpakete PKT0(3:0] bis PKT4[3:0] RC2, RA6, RA7, RA8 und RA9
jeweils während
der Zeitperiode T3 in die Register 322 bis 326 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK3 aktiv ist. Schließlich werden die vierten Bits
der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] RC3, RA10/AP (AP ist ein
automatischer Vorladebefehl), RA11, RA12 und RA13 während der
Zeitperiode T4 in die Register 122 bis 126 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK4 aktiv ist.
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Bei
den in 10B dargestellten
Spaltendatenpaketen werden die ersten Bits der Datenpakete PKT0[3:0]
bis PKT4[3:0] CC0, BA0, BA1, CA0 (ein Spaltenadressenbit) und CA1
während
der Zeitperiode T1 in die Register 322 bis 326 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK1 aktiv ist. Auf die gleiche Weise werden
die zweiten Bits der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] CC1, CA2,
CA3, CA4 und CA5 während
der Zeitperiode T2 in die Register 322 bis 326 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK2 aktiv ist. Dann werden die dritten Bits
der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] CC2, CA6, CA7, CA8 und ein
reserviertes Bit (vorzugsweise bei dieser Ausführungsform nicht genutzt) während der
Zeitperiode T3 in die Register 322 bis 326 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK3 aktiv ist. Schließlich werden die vierten Bits der
Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] CC3, AP und andere reservierte
Datenbits während
der Zeitperiode T4 in die Register 322 bis 326 geladen,
wenn das Pulssignal PCLK4 aktiv ist.
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Es
wird deutlich, dass sich die im Zusammenhang mit 9 beschriebene Ausführungsform der Paketsteuerschaltung 320 von
der vorherigen Paketsteuerschaltung 120 unterscheidet,
die im Zusammenhang mit 2 beschrieben
wurde. Die Nutzung des Signalgenerators 327 in der zuletzt
beschriebenen Ausführungsform
erlaubt eine Wandlung von parallelen Datenbits RC0 bis RC3 (oder CC0
bis CC3) in die Steuersignale RASE, CASB, WEB und TCS.
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Praktische
Codierungsmuster für
die repräsentativen
Datenpakete mit vier Bit, welche parallele Zeilen- und Spaltendatenbits
RC0 bis RC3 und CC0 bis CC3 umfassen, sind in den Tabellen der 11A und 11B dargestellt. Solche Codiermuster
können benutzt
werden, um einfach Befehle zu definieren, die innerhalb des Kontextes
eines synchronen Speichersystems funktionsfähig sind, das gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgelegt ist.
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Wie
im Beispiel aus 11A dargestellt,
setzen parallele Zeilendaten „0100" in der Reihenfolge RC3,
RC2, RC1 und RC0 einen Vorladebe fehl, und „1000" repräsentiert einen automatischen
Auffrischungsbefehl. Parallele Zeilendaten „0110" bezeichnen einen Befehl zum Starten
eines MRS-Modus. In 11B korrespondieren
parallele Spaltendaten „0001" in der Reihenfolge
CC3, CC2, CC1 und CC0 mit einem Lesebefehl und die parallelen Spaltendaten „1001" sind einem Schreibbefehl
zugeordnet. Die parallelen Spaltendaten CC3 bis CC0 mit dem Wert „0111" initiieren einen
tiefen Abschaltmodus (DPD-Modus). Solche Bitkombinationen zum Herstellen
von verschiedenen Betriebsbefehlen werden aus dem Datenpaket PKT0[3:0]
entwickelt, das von der Speichersteuerschaltung 310 zugeführt wird.
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Am
Anfang eines Lesevorgangs versorgt die Speichersteuerschaltung 310 die
Paketsteuerschaltung 320 mit seriellen Datenpaketen PKT0[3:0]
bis PKT4[3:0] von vier Bit, welche den Aktivierungsbefehl und die
Zeilenadresse umfassen, gemeinsam mit Taktsignalen CK und CKB und
Steuersignalen CKE und CSB. Die Steuerschaltung 321 der
Paketsteuerschaltung 320 erzeugt nacheinander die Pulssignale
PCLK1 bis PCLK4 in Reaktion auf die Steuer- und Taktsignale CSB,
CKE, CK und CKB. Die Register 322 bis 326, die
mit der Paketsteuerschaltung 320 verknüpft sind, puffern nacheinander
vier Datenbits der Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] in Reaktion
auf die Pulssignale PCLK1 bis PCLK4. Die in den Registern zwischengespeicherten
Datenbits werden aus diesen gleichzeitig ausgegeben, wenn das Pulssignal
PCLKD in einen aktiven Zustand wechselt. Zudem legt der Signalgenerator 327 legt
die Steuersignale RASB, CASB, WEB und TCS in Reaktion auf die parallelen
Zeilendaten RC0 bis RC3, die vom Register 322 zugeführt werden,
an den synchronen Speicher 330 an. Die in paralleler Form
von den Registern 323 bis 326 ausgegebenen Datenbits
werden als Adressensignale RA[13:0] und BA[1:0] an den synchronen
Speicher 330 übertragen.
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Die
Betriebszeitabläufe
zur Signalübertragung
sind in diesem Ausführungsbeispiel ähnlich wie beim
vorherigen Ausführungsbeispiel.
Wie ebenfalls aus 7 ersichtlich
ist, werden die Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0], welche vorzugsweise
die Datenbits umfassen, welche den Aktivierungsbefehl und die Zeilenadresse
definieren, während
der ersten und zweiten Periode des Taktsignals CK (in 7 als Perioden 1 und 2 bezeichnet),
in die Register 322 bis 326 eingegeben und danach
zum synchronen Speicher 330 übertragen. Der synchrone Speicher 330 empfängt das
Aktivierungsbefehlssignal und die Zeilenadressensignale während der
dritten Periode des Taktsignals CK (in 7 als Periode 3 bezeichnet).
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Nachdem
das Aktivierungsbefehlssignal und die Zeilenadressensignale an den
synchronen Speicher 330 angelegt wurden, versorgt die Speichersteuerschaltung 310 als
nächstes
die Paketsteuerschaltung 320 mit einem Satz von seriellen
Datenpaketen PKT0[3:0] bis PKT4[3:0] mit vier Bit, welche den Lesebefehl
und die Spaltenadressensignale umfassen, gemeinsam mit den Taktsignalen
CK und CKB und den Steuersignalen CKE und CSB. Die Steuerschaltung 321,
die mit der Paketsteuerschaltung 320 verknüpft ist,
erzeugt nacheinander die Pulssignale PCLK1 bis PCLK4 in Reaktion
auf die Steuer- und Taktsignale CSB, CKE, CK und CKB. Die Register 322 bis 326,
die mit der Paketsteuerschaltung 320 verknüpft sind,
puffern nacheinander vier Datenbits der Datenpakete PKT0[3:0] bis
PKT4[3:0] in Reaktion auf die Pulssignale PCLK1 bis PCLK4. Die in
den Registern zwischengespeicherten Datenbits werden aus diesen
gleichzeitig ausgegeben, wenn das Pulssignal PCLKD in einen aktiven
Zustand wechselt, und der Signalgenerator 327 legt die Steuersignale
RASB, CASB, WEB und TCS in Reaktion auf die parallelen Spaltendaten
CC0 bis CC3, die vom Register 322 zugeführt werden, an synchronen Speicher 330 an.
Die in paralleler Form von den Registern 323 bis 326 ausgegebenen
Datenbits werden als Adressensignale CA[8:0] und BA[1:0] an den
synchronen Speicher 330 übertragen.
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Die
Betriebszeitabläufe
zur Signalübertragung
sind in diesem Ausführungsbeispiel
gleichartig wie beim vorherigen Ausführungsbeispiel. Wie auch in 7 dargestellt, werden die
zweiten Datenpakete PKT0[3:0] bis PKT4[3:0], welche die Datenbits
des Lesebefehls und der Spaltenadresse umfassen, während der
dritten und vierten Periode des Taktsignals CK (in 7 als Perioden 3 und 4 bezeichnet)
in die Register eingegeben und danach zum synchronen Speicher 330 übertragen.
Der synchrone Speicher 330 empfängt das Lesebefehlssignal und
das Spaltenadressensignal während
der fünften
Periode des Taktsignals CK (in 7 mit
Periode 5 bezeichnet).
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Während eines
automatischen Auffrischungsbetriebs überträgt die Speichersteuerschaltung 110 oder 310 bei
diesen Ausführungsbeispielen, wie
aus 12 ersichtlich ist,
durch das Datenpaket PKT0[3:0], das keine Adressensignale umfasst,
einen automatischen Auffrischungsbefehl zu der Paketsteuerschaltung 120 oder 320,
was bedeutet, dass keine Umschaltvorgänge für Adressenübergänge an Anschlüssen der
Datenpakete PKT1[3:0] bis PKT4[3:0] auftreten. Die Paketsteuerschaltung
erzeugt die Steuersignale in Reaktion auf den automatischen Auffrischungsbefehl
und der synchronen Speicher 130 oder 330 führt einen
automatischen Auffrischungsvorgang gesteuert von den Steuersignalen
durch.
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Wie
oben bereits erwähnt,
wirkt das Chipauswahlsignal von der Speichersteuerschaltung als ein
Paketfreigabesignal, um die Paketübertragung in Richtung der
Paketsteuerschaltung zu initiieren, wenn die Speichersteuerschaltung
den L2RAM steuert, der aus der Paketsteuerschaltung und dem synchronen
Speicher aufgebaut ist. Werden eine Mehrzahl von L2RAMs in Form
eines Moduls in einem Speichersystem verwendet, wie es in 13 dargestellt ist, dann
fungiert das Chipauswahlsignal als Auswahlsignal für die L2RAMs
und als Paketfreigabesignal.
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Wie
aus 13 ersichtlich ist,
wird das Chipauswahlsignal in eine Mehrzahl von Signalen, wie CSB0
bis CSBn, aufgeteilt, die jeweils mit einem bestimmten L2RAM0 bis
L2RAMn als Paketfreigabe- und Auswahlsignal korrespondieren.
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Wie
oben ausgeführt,
ist die Übertragung von
Datenpaketen, welche die Befehls- und Adressensignale umfassen,
dadurch vorteilhaft, dass eine Reduzierung der Anschlussanzahl in
einem Speichersystem ermöglicht
wird, das unter Benutzung der MCP- oder SIP-Technologie konstruiert
ist.