DE102004028358A1 - Vorrichtung für eine bandbildende Textilmaschine, insbesondere Strecke, Karde o. dgl., mit einer Vliesführung - Google Patents
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Abstract
Bei einer Vorrichtung für eine bandbildende Textilmaschine, insbesondere Strecke, Karde o. dgl., durchläuft ein aus den Ausgangswalzen eines Streckwerks austretender Faserverband (Faservlies) eine Vliesführung und einen Bandtrichter mit Abzugswalzen, weist die Vliesführung eine Innenwand (Prall- und/oder Leitfläche) auf und wirkt auf den Faserverband durch die Innenwand ein Reibwiderstand ein. DOLLAR A Um auf einfache Weise eine verbesserte Vliesführung und Bandqualität zu ermöglichen und eine Anpassung der Vliesführung an unterschiedliche technologische Parameter, wie Fasermaterialeigenschaften, Arbeitsgeschwindigkeit u. dgl., zu erlauben, ist die Wechselwirkung und/oder die räumliche Zuordnung zwischen Faserverband und Innenwand änderbar.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für eine bandbildende Textilmaschine, insbesondere Strecke, Karde o. dgl., bei der ein aus den Ausgangswalzen eines Streckwerks austretender Faserverband (Faservlies) eine Vliesführung und einen Bandtrichter mit Abzugswalzen durchläuft, die Vliesführung eine Innenwand (Prall- und/oder Leitfläche) aufweist und auf den Faserverband durch die Innenwand ein Reibwiderstand einwirkt.
- Bei einer Strecke wird das Faservlies, das aus einer Mehrzahl verstreckter Faserbänder besteht, mit hoher Geschwindigkeit von den Ausgangswalzen des Streckwerks abgegeben und in die Eintrittsöffnung der Vliesführung eingeführt. Das Faservlies trifft auf die Innenwand der etwa trichterartigen Vliesführung auf, wird zusammengeführt und in Richtung auf die Austrittsöffnung umgelenkt. Der Austrittsöffnung ist ein Bandtrichter nachgeordnet, durch den das Fasermaterial als Faserband durch Abzugswalzen abgezogen wird.
- Bei einer bekannten Vorrichtung (
DE 26 23 400 A ) ist die Vliesführung auf ihrer den Verzugswalzen zugekehrten Seite mit einer Gleitfläche von konkaver Form versehen. Die Breite der Gleitfläche ist größer als die Höhe. Die maximale Tiefe der Gleitfläche ist so gewählt, dass sie das 1,5-fache der Faserlänge, von der Klemmung der Zufuhrwalze aus gemessen – nicht überschreitet. Die derartige konstruktive Ausbildung der Vliesführung ist festgelegt, insbesondere im Betrieb. Der Weg, auf dem sich die Fasern vom Streckwerk durch die Vliesführung bewegen, ändert sich. Die den Seitenrändern der etwa dreieckförmigen Vliesführung entlang laufenden sowie die benachbarten Fasern des Faservlieses müssen einen längeren Weg zurücklegen als die Fasern der Vliesmitte, was zu gegenseitiger Verschiebung der Fasern führt, was deren Parallellage und somit die gleichmäßige Beschaffenheit des Faservlieses, an dessen Rändern sogar Risse entstehen können, beeinträchtigt, wodurch das Faserband vielfach rauh und wellig wird. Außerdem stört, dass eine Anpassung der Vliesführung an unterschiedliche Betriebsbedingungen und Fasermaterialqualitäten nicht möglich ist. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere auf einfache Weise eine verbesserte Vliesführung und Bandqualität ermöglicht und eine Anpassung der Vliesführung an unterschiedliche technologische Parameter, wie Fasermaterialeigenschaften, Arbeitsgeschwindigkeit u. dgl., erlaubt.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
- Die erfindungsgemäßen Maßnahmen berücksichtigen unterschiedliche Bewegungs- und Krafteinwirkungen von dem und auf das Faservlies im Innenraum der Vliesführung. Die einwirkenden Kräfte treten nicht an alle Stellen in gleichem Maße auf. Dadurch kann durch Änderung der Wechselwirkung und/oder der räumlichen Zuordnung zwischen Faservlies und Innenwand unerwünschten bzw. störenden Kräften partiell und individuell entgegengewirkt werden. Auf diese Weise wird eine wesentlich verbesserte Vliesführung und -qualität erreicht, und es gelingt eine ganz erhebliche Steigerung der Vlieslaufgeschwindigkeit von über 1000 m/min. insbesondere bei Strecken. In gleichem Maße ermöglicht die erfindungsgemäß verbesserte Vliesführung eine Steigerung der Vliesqualität auch bei Vlieslaufgeschwindigkeiten unter 1000 m/min. insbesondere bei Karden. Das Faserband ist wesentlich gleichmäßiger, namentlich in Bezug auf den Verzug in seinen verschiedenen Abschnitten bzw. Bereichen. Die Teilverzüge und damit ihre Wirkung auf die Abschnitte bzw. Bereiche des Vlieses in der Vliesführung sind gleichmäßiger und der Anspannverzug insgesamt verbessert. Die Erfindung ermöglicht eine Anpassung derselben Vliesführung bei einer Umstellung, beispielsweise bei einer Änderung des verarbeiteten Fasermaterials, z. B. der Stapellänge. Außerdem ist eine Anpassung der Vliesführung auch im laufenden Produktionsbetrieb an sich ändernde technologische Parameter, z. B. Laufgeschwindigkeit, Dickenschwankungen u. dgl., mit Vorteil ermöglicht.
- Die Ansprüche 2 bis 33 haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Es zeigt:
-
1 schematisch in Seitenansicht ein Streckwerk mit Eingangsöffnung der erfindungsgemäßen Vliesführung, nach den Ausgangswalzen des Streckwerks, Bandtrichter und Abzugswalzen, -
2 ein Streckwerk wie1 , wobei dem Vliesführer eine elektronische Kamera zugeordnet ist, -
3a ,3b Draufsicht im Schnitt und Vorderansicht der Vliesführung und -
4 das Streckwerk nach1 und2 mit Blockschaltbild einer elektronischen Steuer- und Regeleinrichtung und angeschlossener erfindungsgemäßer Vorrichtung, -
5 Draufsicht auf eine Vliesführung mit schwenkbaren Seitenwänden mit Drehpunkten im Austrittsbereich, -
6 Vliesführung mit schwenkbaren Seitenwänden mit Drehpunkten im Eintrittsbereich, -
7a bis7c Kontoränderung der Seitenwände zwischen konvex (7a ), eben (7b ) und konkav (7c ), -
7d Verstelleinrichtung für die Vliesführung gemäß7a bis7c , -
8 Vliesführung mit verschiebbaren Konturelementen, -
9 Vliesführung mit einer verschiebbaren Auflage, z. B. Folie, mit unterschiedlichem Reibwiderstand, -
10 Vliesführung mit änderbaren Zonen- bzw. Segmentbereichen und -
11 ein Streckwerk mit Blockschaltbild wie4 , jedoch mit separaten Antriebsmotoren für die Ausgangswalzen und für die Abzugswalzen. - Nach
1 weist eine Strecke, z. B. Trützschler-Strecke TD 03, ein Streckwerk1 mit einem Streckwerkseinlauf und einem Streckwerksauslauf auf. Die Faserbänder2 treten, aus Kannen kommend in eine Bandführung ein und werden, gezogen durch Abzugswalzen, an einem Messglied vorbeitransportiert (vgl.4 ). Das Streckwerk1 ist als 4-über-3-Streckwerk konzipiert, d. h. es besteht aus drei Unterwalzen I, II, III (I Ausgangs-Unterwalze, II Mittel-Unterwalze, III Eingangs-Unterwalze) und vier Oberwalzen3 ,4 ,5 ,6 . Im Streckwerk1 erfolgt der Verzug des Faserbandes2 aus mehreren Faserbändern. Der Verzug setzt sich zusammen aus Vorverzug und Hauptverzug. Die Walzenpaare6 /III und5 /II bilden das Vorverzugsfeld und die Walzenpaare5 /II und3 ,4 /I bilden das Hauptverzugsfeld. Die verstreckten Faserbänder (Faservlies14 ) erreichen im Streckwerksauslauf eine Vliesführung7 und werden mittels der Abzugswalzen8 ,9 durch einen Bandtrichter10 gezogen, in dem sie zu einem Faserband11 zusammengefasst werden, das anschließend über einen Kannenstock12 in (nicht dargestellten) Kannen abgelegt wird. Mit A ist die Laufrichtung des Faserverbandes14' aus mehreren Faserbändern im Streckwerk1 bezeichnet. - Entsprechend
2 ist in der Deckfläche7a (sh.3b ) und in der Bodenfläche7f der Vliesführung7 jeweils ein lichtdurchlässiges Fenster17 bzw.18 vorhanden. In einem Abstand außen zur Deckfläche7e sind eine CCD-Kamera15 und zwei Leuchtdioden (Light Emitting Diodes LED),19 ,20 dem Fenster17 gegenüberliegend angeordnet. In einem Abstand außen zur Bodenfläche7f ist eine Leuchtdiode (LED)21 dem Fenster18 gegenüberliegend angeordnet. Auf diese Weise wird das in den Innenraum7' der Vliesführung7 eingetretene Faservlies14 zwischen Eintrittsöffnung7a und Austrittsöffnung7b optisch erfasst. Die optische Achse der Kamera15 steht senkrecht zur Laufrichtung B des Faservlieses14 . Die Deck- und Bodenflächen7e bzw.7f sind aufklappbar; durch die Fenster17 und18 erfolgen die Aufnahmen bei geschlossener Deck- und Bodenfläche7e ,7f . Dadurch, dass sich Leuchtdioden19 ,20 auf der Seite der Kamera15 und eine Leuchtdiode21 auf der der Kamera15 abgewandten Seite des Vliesführers7 befinden, sind Aufnahmen im Auflicht und Durchlicht möglich. Die Aufnahmen erfolgen sowohl bei Liefergeschwindigkeit (900 m/min und mehr) als auch beim Hoch- und Herunterfahren der Geschwindigkeit des Faservlieses14 . Als elektronische Kamera15 ist eine CCD-Kamera (Charge Coupled Device-Kamera) vorhanden, die mit einer elektronischen Auswerteeinrichtung16 (Bildverarbeitungseinheit) in Verbindung steht, die an eine elektronische Steuer- und Regeleinrichtung (sh.4 ) angeschlossen ist. - Nach
3a weist die Vliesführung7 trichterähnliche Form auf und besitzt eine offene Seite7a (eingangsseitige Öffnung) und eine Durchtrittsöffnung7b . Der Innenraum7' der Vliesführung7 wird durch zwei stärker konkav zusammenlaufende Seitenflächen7c ,7d und eine jeweils ebene Deckenfläche7e und Bodenfläche7f (vgl.3b ) gebildet. Die Deckenfläche7e und die Bodenfläche7f sind aufklappbar. Die eingangsseitige Öffnung7a ist größer als die Durchtrittsöffnung7b . An die Durchtrittsöffnung7b sind Überführungsrohre22 und23 angeschlossen, die das zusammengefasste Faservlies14 in den Bandtrichter10 (sh.1 und4 ) führen. Auf den seitlichen Innenwandflächen7c und7d ist jeweils eine auswechselbare Beschichtung40a bzw.40b angeordnet, die jede für sich jeweils in Laufrichtung C bzw. D unterschiedliche Reibungskoeffizienten aufweisen. - Im Betrieb tritt das aus dem Walzenpaar
3 /I austretende Faservlies14 durch die Eintrittsöffnung13a in den Innenraum13' ein, trifft auf die beschichteten Innenflächen7c und7d auf, wird durch die beschichteten Innenflächen zusammengeführt und in Richtung der Pfeile C und D auf die Ausgangsöffnung7b geleitet. Dabei wird das Faservlies14 verdichtet, wobei Luft herausgepresst wird, die Richtung der Pfeile E und F durch die Eingangsöffnung7a entgegen der Laufrichtung B in die Atmosphäre entweicht. - Nach
4 erreichen die verstreckten Faserbänder im Streckwerksauslauf25 die Vliesführung7 und werden mittels der Abzugswalzen8 ,9 durch den Bandtrichter10 gezogen, in dem sie zu dem Faserband11 zusammengefasst werden, das anschließend in Kannen abgelegt wird. Eine zentrale Rechnereinheit38 (Steuer- und Regeleinrichtung), z. B. Mikrocomputer und Mikroprozessor, übermittelt eine Einstellung der Sollgröße für ein Stellorgan30 , das die Innenwandflächen7c und7d verändert. Aus den Messgrößen der Kamera15 und/oder aus dem Sollwert für den Querschnitt des austretenden Faserbandes11 wird in der zentralen Rechnereinheit38 der Stellwert für das Stellorgan30 bestimmt. - Die Kamera
15 ist über die Bildverarbeitungseinrichtung16 an die elektronische Steuer- und Regeleinrichtung39 angeschlossen. Auf diese Weise können die Ergebnisse der Bildanalyse in einem geschlossenen Regelkreis zur Optimierung der Vliesführung7 Verwendung finden. Die Ergebnisse der Bildanalyse des Faservlieses14 können in einem Speicher47 abgelegt werden. - Gemäß dem Ausführungsbeispiel können mittels der CCD-Kamera
15 Bilder vom Vlies14 aufgenommen werden. Es können auch mittels digitalisierter Fotodioden Bilder vom Vlies14 aufgenommen werden. Die Auswertung der digitalen Bildinformationen erfolgt mittels Bildanalysesoftware online. Die Kameraachse steht vorzugsweise senkrecht zum Vlies15 . Die Kamera15 kann längs der lichten Gestellweite der Maschine (LGW) verfahren werden, um Bilder über die Arbeitsbreite der Strecke aufzunehmen. Zweckmäßig kann die Kamera15 automatisch vom Vlies15 weg bewegt oder eine Weitwinkeleinstellung an der Kamera vorgenommen werden, um die gesamte Vliesbreite gleichzeitig aufzunehmen. Auch kann die Kamera15 schwenkbar sein, um Bilder über die Arbeitsbreite der Strecke aufzunehmen. Die Vliesführerklappen7e ,7b sind durchsichtig, so dass bei geschlossenem Vliesführer7 Aufnahmen vom Vlies14 erzeugt werden. Die Aufnahmen werden in Auflicht und Durchlicht angefertigt. Hierzu befinden sich LED's auf der Kameraseite, bzw. auf der Streckwerksseite. Vliesaufnahmen sind bei Liefergeschwindigkeit und beim Hoch- und Herunterfahren möglich. Mit Vorteil werden im mittleren Vliesbereich Aufnahmen gefertigt, um das Vlies auf Wolkigkeiten hin zu untersuchen. Ursache hierfür können sein: schlechte Kurzfaserführung, schlechte Klemmung des Vlieses, falsche Streckwerkseinstellungen. Des weiteren können Aufnahmen aus diesem Vliesbereich genutzt werden, um den Parallelisierungsgrad der Fasern, die Häkchenanzahl und Größe, den Struktureinfluss des Materials und auftretende Staubentwicklung zu analysieren. Anhand all dieser Einflüsse kann die Güte des Streckprozesses ermittelt werden. Vorzugsweise werden auch Aufnahmen speziell aus dem Randbereich gemacht, um die Führung der Randfasern im Streckprozess analysieren zu können (geschlossenes oder lückenhaftes Vliesbild an den Rändern). Dadurch kann auch ermittelt werden, ob beim Abfahren des Vlieses über die Arbeitsbreite Streifigkeiten zu finden sind (längs der Fasern). Diese entstehen, weil die Bänder nicht ordnungsgemäß in den Vliesführer einlaufen, d. h. Bänder übereinander oder mit zu viel Abstand zueinander einlaufen. Durch die Analyse der gesamten Vliesbreite kann auch eine Bewertung des Anspannverzuges in diesem Bereich durchgeführt werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Ausrichtung der Bänder bzw. Fasern analysiert wird. Denn die Anzahl und die Position der schräg- bzw. gerade laufenden Bändern stellt ein Maß für den effektiven Anspannverzug dar. Der Abzugswalzenanspannverzug ist abhängig von den Parametern: Liefergeschwindigkeit, Verzug, Reibung, Bandnummer, Material, Verschmutzung usw.). Somit wird der reale Abzugswalzenanspannverzug objektiv erfasst. An der Steuerung18 können Bilder zur Faserorientierung bei optimalem Anspannverzug hinterlegt werden. Insbesondere kann mittels eines geschlossenen Regelkreises der Abzugswalzenanspannverzug vollautomatisch oder halbautomatisch (Räderwechseln von Hand) gezielt optimiert werden. - Es können alle verfügbaren Zeilensensoren, wie LED-Zeilenkameras
15 , Röntgen- und Infrarotzeilen, angeschlossen werden. - Die Erfindung wurde am Beispiel einer Regulierstrecke erläutert. Umfasst ist auch eine nicht-regulierte Strecke.
- Nach
5 ist eine Vliesführung6 vorgesehen, bei der im Bereich des Ausganges7b den Seitenwänden7c und7d jeweils ein Drehgelenk41a bzw.41b zugeordnet ist, so dass die Seitenwände7c ,7d in Richtung der Pfeile G, H bzw. I, K schwenkbar sind. - Entsprechend
6 sind bei der Vliesführung7 im Bereich des Eintritts7a jeweils ein Drehgelenk42a bzw.42b vorhanden, wodurch die Seitenwände7c ,7d in Richtung der Pfeile L, M schwenkbar sind. - Gemäß den
7a bis7c ist die Kontur der Seitenwände7c ,7d und und damit der Prall- bzw. Leitflächen für das Faservlies14 von konvex (7a ) über eben (7b ) bis konkav (7c ) änderbar. Die Seitenwände7c ,7d können gemäß7d elastisch ausgebildet sein, z. B. als Blattfeder o. dgl.. Um die Kontur der Blattfeder7c und damit der Prall- bzw. Leitfläche zu ändern, kann die Blattfeder im Bereich ihres einen Endes7' ortsfest gelagert sein, wogegen im Bereich ihres anderen Endes7'' eine Verstelleinrichtung43 angreift. Die Verstelleinrichtung43 kann manuell, z. B. durch Stellschraube o. dgl., motorisch oder als Pneumatikzylinder49 ausgebildet sein. Die Druckstange49a des Pneumatikzylinders49 ist in Richtung der Pfeile X, X' verschiebbar und greift mit ihrem einen Ende am Endbereich7'' der Blattfeder drehbar an. Der Zylinderkörper49b ist über ein Führungselement50 , z. B. Kulissenstein, in einer bogenförmigen Führung51 in Richtung der Pfeile Y, Y' verschiebbar gelagert. Je nach Position des Druckzylinders49 , d. h. auf der einen oder auf der anderen Seite der neutralen Faser der Blattfeder7c , wird die Blattfeder7c und damit ihre Prall- und Leitfläche gegenüber dem Faserverband14 , in Richtung des Pfeils7 konkav gebogen (7c ,7d ) oder in Richtung des Pfeils7' konvex gebogen (7a ). Die Verstellung43 kann als Stellelement30 an die Steuer- und Regeleinrichtung38 angeschlossen sein (sh.4 ). - Nach
8 sind auf der Oberfläche der Seitenwände7c und7d jeweils Konturelemente44a bzw.44b angeordnet, die in Richtung P, Q bzw. RS verschiebbar sind. - Gemäß
9 ist den Oberflächen der Seitenwände7c und7d jeweils eine Folie o. dgl.45a bzw.45b zugeordnet, die in Richtung der Pfeile T, U bzw. V, W um Auf- bzw. Abwickelrollen46a ,46b ,47a ,47b verschiebbar ist. Die Folie45a ,45b weist in Richtung der Pfeile T, U, V, W unterschiedliche Reibungskoeffizienten, Rauhigkeit, Reibwiderstände o. dgl. gegenüber dem Faservlies14 auf. Die Folien45a ,45b können auch (in nicht dargestellter Weise) als jeweils endlose Bänder um zugehörige, angetriebene Bandumlenkrollen ausgebildet sein. - Entsprechend
10 sind die Oberflächen der Seitenwände7c und7d jeweils z. B. in drei Zonen bzw. Bereichen a, b und c unterschiedlich in Bezug auf die Oberflächenstruktur und/oder der Oberflächenreibwiderstand ausgebildet. Die Zonen bzw. Bereiche können in der Form von auswechselbaren oder verschiebbaren Bereichen ausgebildet sein. - Nach
11 sind den Ausgangswalzen3 ,4 /I des Streckwerks1 und den Abzugswalzen8 ,9 jeweils separate Antriebsmotoren32 bzw.48 zugeordnet, die mit der elektrischen Steuer- und Regeleinrichtung38 in Verbindung stehen. Auf diese Weise ist der Anspannverzug des Faserverbandes zwischen dem Ausgang des Streckwerks1 und den Abzugswalzen8 ,9 änderbar. - Die Wechselwirkung und/oder die räumliche Zuordnung zwischen Faserverband
14 und Innenwand (Seitenwände7c ,7d und/oder Deckwand7e und/oder Bodenwand7f ) der Vliesführung7 kann mit Vorteil im Betrieb, z. B. automatisch gemäß der Vorrichtung nach4 , verändert werden. Sie kann auch manuell im oder außerhalb des Betriebes, z. B. durch Einstellelemente (Stellschrauben o. dgl.) verändert werden.
Claims (33)
- Vorrichtung für eine bandbildende Textilmaschine, insbesondere Strecke, Karde o. dgl., bei der ein aus den Ausgangswalzen eines Streckwerks austretender Faserverband (Faservlies) eine Vliesführung und einen Bandtrichter mit Abzugswalzen durchläuft, die Vliesführung eine Innenwand (Prall – und/oder Leitfläche) aufweist und auf den Faserverband durch die Innenwand ein Reibwiderstand einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselwirkung und/oder die räumliche Zuordnung zwischen Faserverband (
14 ) und Innenwand (7c ,7d ;7e ,7f ) der Vliesführung (7 ) änderbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselwirkung im Betrieb änderbar ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselwirkung außerhalb des Betriebes einstellbar ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselwirkung einstellbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselwirkung selbsttätig einstellbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselwirkung in vorgegebener Weise einstellbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibwiderstand durch Änderung der Wechselwirkung und/oder der räumlichen Zuordnung zwischen Faserverband und Innenwand der Vliesführung mindestens teilweise reduzierbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibwiderstand partiell an der Innenwand reduzierbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibwiderstand segmentweise an der Innenwand reduzierbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibungskoeffizient μ änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibwinkel α änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius r änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Anspannverzug änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand mindestens teilweise aus einem reibungsarmen Werkstoff gebildet.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand mindestens teilweise mit einem reibungsarmen Werkstoff beschichtet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand mindestens teilweise segmentartig ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe und/oder Lage der Einlauföffnung der Vliesführung änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Faserverband einwirkende Kräfte gleich oder größer als die Andruckkraft (P1, P2) des Faserverbandes auf die Innenwand sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibwiderstand an den Stellen des größten Andruckes bzw. Reibwiderstandes des Faserverbandes gegen die Innenwand reduzierbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand eine Beschichtung, Folie o. dgl. aufweist, die in Förderrichtung einen änderbaren Reibungskoeffizienten aufweist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Vliesführung eine derart räumlich geformte Innenwandfläche aufweist, dass auf derselben alle Fasern des Faservlieses bis zur Vereinigung zum Faserband einen annähernd gleich langen Weg zurückzulegen haben.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel der Seitenflächen änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Seitenflächen änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandflächen elastisch ausgebildet sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandfläche mindestens partiell zwischen konkav, ebenen und konvex änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenwandfläche ortsbewegliche Konturenelemente zugeordnet sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Konturenelemente verschiebbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschleißwiderstand der Innenwand änderbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Anspannverzug des Faserverbandes änderbar ist, z. B. durch Antriebssteuerung.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass dem Vliesführer eine Mess- und Beobachtungseinrichtung für das Faservlies, z. B. elektronische Kamera, Videokamera o. dgl., zugeordnet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwände die seitlichen Innenwandflächen umfassen.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwände die Deckfläche (obere Vliesführerklappe) umfassen.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwände die Bodenfläche (untere Vliesführerklappe) umfassen.
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