Demgemäß sieht
die vorliegende Erfindung ein System zur Bestimmung einer Qualität eines
Fluids vor. Das System umfasst eine Impedanzzelle, die in das Fluid
eingetaucht wird, wie auch eine Impedanzinstrumentenausrüstung, die
mit der Impedanzzelle in Verbindung steht. Eine Steuerung misst
eine erste Impedanz des Fluids unter Verwendung eines elektrischen
Signals mit einer ersten Frequenz, misst eine zweite Impedanz des
Fluids unter Verwendung eines elektrischen Signals mit einer zweiten
Frequenz und misst eine dritte Impedanz des Fluids unter Verwendung
eines elektrischen Signals mit einer dritten Frequenz. Die Steuerung
bestimmt eine Permittivität
wie auch einen spezifischen elektrischen Widerstand des Fluids auf
Grundlage der ersten, zweiten und dritten Impedanz. Die Qualität des Fluids wird
auf Grundlage der Permittivität
und dem spezifischen Widerstand bewertet.
Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst das System ferner einen Temperatursensor,
der mit der Steuerung in Verbindung steht. Der Temperatursensor
wird in das Fluid eingetaucht und erzeugt ein Temperatursignal.
Bei einer Ausführungsform
bestimmt die Steuerung die Permittivität wie auch den spezifischen
elektrischen Widerstand bei der Arbeitstemperatur des Fluids und
wandelt die Permittivität
wie auch den spezifischen elektrischen Widerstand auf Werte um,
die einer Referenztemperatur entsprechen. Bei einer weiteren Ausführungsform
misst die Steuerung die erste, zweite und dritte Impedanz, wenn
die Temperatur gleich einer Referenztemperatur ist.
Bei
einer weiteren Ausführungsform
misst die Steuerung eine vierte Impedanz des Fluids unter Verwendung
eines elektrischen Signals mit einer vierten Frequenz und bestimmt
die Permittivität
wie auch den spezifischen elektrischen Widerstand des Fluids auf
Grundlage der Werte der Impedanz bei vier Frequenzen.
Bei
einer noch weiteren Ausführungsform
ist die zweite Frequenz um das etwa 10-fache größer als die erste Frequenz.
Bei
einer weiteren Ausführungsform
ist die dritte Frequenz um das etwa 10-fache größer als die zweite Frequenz.
Bei
einer noch weiteren Ausführungsform
ist die vierte Frequenz um etwa das 10-fache größer als die dritte Frequenz.
Weitere
Anwendungsgebiete der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung offensichtlicher. Es sei zu verstehen,
das die detaillierte Beschreibung wie auch die spezifischen Beispiele,
während
sie die bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung angeben, nur zu Veranschaulichungszwecken und nicht
dazu bestimmt sind, den Schutzumfang der Erfindung zu beschränken.
Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung nur beispielhaft unter Bezugnahme
auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:
1 eine schematische Darstellung
eines Systems zur Bestimmung der Qualität eines Fluids auf Grundlage
der elektrischen Impedanz ist;
2 ein Nyquist-Diagramm ist,
das eine 3-Punkt-Impedanzkurve auf Grundlage von Impedanzmessungen
bei drei Frequenzen zeigt;
3 ein Nyquist-Diagramm ist,
das eine 4-Punkt-Impedanzkurve auf Grundlage von Impedanzmessungen
bei vier Frequenzen zeigt;
4 eine schematische Darstellung
einer äquivalenten
Schaltung zum Anpassen der elektrischen Impedanz einer Flüssigkeit
in einer Messzelle ist;
5A ein Diagramm der polaren
Impedanzamplitude in Abhängigkeit
von der Frequenz ist;
5B ein Diagramm des polaren
Impedanzphasenwinkels in Abhängigkeit
der Frequenz ist; und
6 ein Diagramm der Permittivität in Abhängigkeit
von dem spezifischen elektrischen Widerstand für einen beispielhaften Fluidtyp
ist.
Die
nun folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen ist lediglich
beispielhafter Natur und nicht dazu bestimmt, die Erfindung, ihre Anwendung
oder ihren Gebrauch zu beschränken.
In 1 ist eine schematische
Darstellung eines Systems 10 zur Bestimmung der Qualität eines Fluids
auf Grundlage von elektrischer Impedanz gezeigt. Das System 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung kann in jedem Typ von Umgebung verwendet werden, in dem
eine Fluidqualität
wichtig ist. Bei einem Beispiel ist das System 10 in ein
Fahrzeug eingebaut, um eine Bestimmung der Fluidqualität für Fluide,
wie beispielsweise Motoröl
oder Getriebeöl, zu
ermöglichen.
Alternativ dazu kann das System 10 in eine Maschinenausrüstung eingebaut
sein, um eine Bestimmung der Fluidqualität für Fluide, wie beispielsweise
Schmiermittel oder Hydraulikfluid, zu ermöglichen. Diese beiden Beispiele
sind lediglich beispielhaft für
verschiedene Umgebungen, in denen das System 10 der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann, und sind nicht als Beschränkung der
Erfindung, ihrer Anwendungen oder ihres Gebrauchs anzusehen.
Das
System 10 umfasst eine Steuerung 12, eine Impedanzinstrumentenausrüstung 14 wie
auch eine Temperaturinstrumentenausrüstung 16. Die Steuerung 12 kann
in der Form eines Computers vorliegen, der eine daran befestigte
Datenerfassungshardware besitzt und auf dem Analysesoftwareprogramme
laufen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Steuerung 12 ein
beliebiger Typ eines Computers oder einer Steuerung mit Eingabe-,
Ausgabe-, Datenspeicher- wie auch Verarbeitungseintrichtungen sein
kann.
Die
Impedanzinstrumentenausrüstung 14 überwacht
die Impedanz des Fluids in einem Reservoir 15 auf Grundlage
eines Signals von einer Messzelle 18. Die Impedanzinstrumentenausrüstung 14 umfasst
einen Mehrfrequenz-AC-Generator, der über die Zelle 18 ein
periodisches elektrisches Signal anlegt. Die Zelle 18 sendet
ein Antwortsignal an die Impedanzinstrumentenausrüstung, die
das Signal dazu verwendet, um die Impedanz des Fluids zu bestimmen.
Eine beispielhafte Impedanzinstrumentenausrüstung umfasst eine sich selbst
ausgleichende AC-Brücke
oder eine LCR-Meßeinrichtung
oder eine andere geeignete Vorrichtung.
Die
Temperaturinstrumentenausrüstung 16 überwacht
die Temperatur des Fluids auf Grundlage eines Signals von einem
Temperatursensor 20. Beispielhafte Temperatursensoren umfassen
einen Thermistor, ein Thermoelement oder einen anderen geeigneten
Sensor. Die Temperatur kann auch von anderen bekannten Parametern
abgeleitet werden. Die Temperaturinstrumentenausrüstung 16 ist
abhängig
von dem Typ des Temperatursensors 20, der verwendet wird.
In dem Fall eines Thermistors umfasst die Temperaturinstrumentenausrüstung 16 einen
Ohmmeter. In dem Fall eines Thermoelements umfasst die Temperaturinstrumentenausrüstung 16 einen
Voltmeter. Die Temperaturinstrumentenausrüstung 16 sendet ein
Temperatursignal an die Steuerung 12.
Praktisch
alle Fluide können
Strom leiten, wenn eine Spannung angelegt wird. Für verschiedene
Typen von Fluiden variiert die Impedanz Z(f) mit der Frequenz der
angelegten Spannung und den Eigenschaften des Fluids. Die Impedanz
Z(f) ist eine komplexe Funktion, die entweder mit kartesischen Komponenten
als Z(f) = Z'(f)
+ i Z''(f) oder mit polaren Komponenten
als
dargestellt werden kann.
Z'(f) ist der Realteil
der Impedanzfunktion Z(f), und Z''(f) ist der Imaginärteil. |Z(f)|
ist das Modul oder die Amplitude von Z(f), und θ(f) ist der Phasenwinkel. Es
sei angemerkt, dass die Komponenten von Z(f) unabhängig davon,
ob sie kartesisch oder polar sind, Funktionen der Frequenz sind.
In
den 2 und 3 ist eine Darstellung von Z(f)
durch Auftragen von Z'' in Abhängigkeit
von Z' gezeigt.
Die Diagramme der 2 und 3 werden in der Elektrotechnik
als Nyquist-Diagramm (Nyquist-Plot) und in der Mathematik als Vektordiagramm
bezeichnet. Es sei angemerkt, dass die Frequenzabhängigkeit
bei Nyquist implizit ist. Dies bedeutet, dass jeder Punkt der Kurve
einer anderen Frequenz entspricht. Diagramme der polaren Komponenten
|Z(f)| und θ(f)
von Z(f) in Abhängigkeit
der Frequenz sind als Bode-Diagramme bekannt (siehe 5A und 5B,
die nachfolgend beschrieben sind).
Das
Diagramm von 2 umfasst
einzelne Datenpunkte A2, B2 und
C2, die Z(f)-Messungen bei drei verschiedenen
Frequenzen entsprechen. Die Kurve des Nyquist-Diagramms kann unter
Verwendung nur der drei Datenpunkte bestimmt werden. Das Diagramm
von 3 umfasst einzelne
Datenpunkte A3, B3,
C3 und D3, die Z(f)-Messungen
bei vier verschiedenen Frequenzen entsprechen. Die Kurve des Nyquist-Diagrammes
von 3 wird genauer als diejenige
von 2 bestimmt, da sie
unter Verwendung von mehr Datenpunkten definiert ist. Obwohl mehr
Datenpunkte eine genauere Darstellung des Z(f)-Verhaltens des Fluids
vorsehen, ist mehr Zeit wie auch eine komplexere Ausrüstung erforderlich.
Sogar obwohl das Z(f)-Verhalten unter Verwendung von nur drei Datenpunkten
bestimmt werden kann (2),
wird eine bessere Genauigkeit erreicht, indem zumindest vier Datenpunkte
(3) bestimmt werden.
Das
Impedanzansprechen einer flüssigkeitsgefüllten Messzelle 18 umfasst
zwei Komponenten. Eine Komponente resultiert aus der Flüssigkeit
ZFLÜSSIG(f),
und die andere Komponente resultiert aus Grenzflächen zwischen der Flüssigkeit
und den Elektroden, ZGRENZFLÄCHE(f). Für jede Klasse
von Fluiden hat eine vernünftige
Konstruktion der Messzelle eine Trennung dieser beiden Komponenten
zur Folge. Mit anderen Worten besitzen die ZFLÜSSIG(f)-
und ZGRENZFLÄCHE(f)-Komponenten
erhebliche Werte in vollständig
getrennten Frequenzintervallen. Die Schaltung von 4 ist eine äquivalente Schaltung, die das
Impedanzansprechen der meisten in der Praxis verwendeten Fluide
als Modell nachbildet.
Physikalische
Eigenschaften des Fluids, wie beispielsweise seine elektrische Permittivität ε
r wie auch
sein spezifischer elektrischer Widerstand ρ oder alternativ dazu seine
spezifische elektrische Leitfähigkeit
k = 1/ρ können auf
Grundlage der gemessenen Impedanz Z(f) bestimmt werden. Diese Eigenschaften
sind von dem physikalischen Aufbau der jeweiligen Zelle, die zur
Bestimmung von Z(f) verwendet wird, unabhängig. Dies bedeutet, dass diese physikalischen
Eigenschaften des Fluids, die unter Verwendung eines Typs von Zelle
18 bestimmt
werden, mit den physikalischen Eigenschaften eines Fluids vergleichbar
sind, die mit einem anderen Typ von Zelle
18 bestimmt werden.
Die RC-Schaltung umfasst einen Ohmschen Widerstand (R) und einen Kondensator
(C), die parallel geschaltet sind. Die entsprechenden Impedanzen
der RC-Schaltungselemente
sind vorgesehen als:
wobei f die Frequenz des
AC-Signals ist und i = √
–1.
Für den AC-Impedanzvektor
für die RC-Schaltung
gilt:
Unter
Verwendung dieser Gleichung lautet das Modul oder die Amplitude
der Impedanz:
und ihr Phasenwinkel θ ist:
tanθ = –2πfRC
Wie
in 3 gezeigt ist, kann
der Z(f)-Vektor durch seine Amplitude Z(f) = |Z(f)| und den Phasenwinkel θ(f) definiert
aufgetragen werden. Die Impedanz Z(f) der Zelle wird gemessen, indem
die Amplitude |Z(f)| wie auch der Phasenwinkel θ(f), wie oben beschrieben ist,
für verschiedene
Frequenzen bestimmt werden. Bevorzugt wird Z(f) unter Verwendung
vier verschiedener Frequenzen gemessen, die durch eine Zehnerstufe
(Dekade) voneinander getrennt sind, wie nachfolgend detaillierter
erläutert wird.
Die beispielhaften Datenpunkte A3, B3, C3 und D3 geben die vier gemessenen Z(f)-Werte an.
Obwohl nur ein Z(f)-Vektor in 3 gezeigt
ist, ist jedem Datenpunkt ein Z(f)-Vektor mit seiner entsprechenden
Größe |Z(f)|
und dem Phasenwinkel θ(f)
zugeordnet.
In
den 5A und 5B sind Diagramme der Amplitude
|Z(f)| bzw. des Phasenwinkels θ(f)
in Abhängigkeit
von der Frequenz gezeigt. Der S-förmige Abschnitt des θ(f)-Diagramms
ist als der Dispersions- bzw. Streuungsbereich bekannt und entspricht
dem Halbkreis, der bei den Nyquist-Diagrammen in den 2 und 3 gezeigt ist. Dieser Bereich umfasst
den größten Teil
der Information über
die Schaltungselemente, die das Impedanzansprechen der Flüssigkeit als
Modell nachbilden. Um diesen Abschnitt des Diagramms angemessen
abdecken zu können
(d.h. in der Lage zu sein, die Halbkreise der 2 und 3 bestimmen
zu können),
werden die Z-Messungen bei den vier verschiedenen Frequenzen um
eine bestimmte Größe voneinander
getrennt abgenommen. Bei einem Beispiel sind die vier Frequenzen
durch Zehnerschritte (Dekaden) getrennt. Dies bedeutet, dass die
zweite Frequenz um einen Faktor 10 größer als die erste Frequenz
ist, die dritte Frequenz um einen Faktor 10 größer als die zweite Frequenz
ist (d.h. die dritte Frequenz um einen Faktor 100 größer als die
erste Frequenz ist), und die vierte Frequenz um einen Faktor 10
größer als
die dritte Frequenz ist (d.h. die vierte Frequenz um einen Faktor
1000 größer als
die erste Frequenz ist). Auf diese Art und Weise wird Z(f) über zumindest
einen großen
Anteil des Streuungsbereiches gemessen.
Die
Steuerung 12 empfängt
die Impedanzdaten und bestimmt sowohl R als auch C unter Verwendung
vorprogrammierter mathematischer Modelle wie auch unter Verwendung
von Datenanpasstechniken. Insbesondere bleibt R und C des Fluids
konstant, und die Impedanz variiert mit der Frequenz. Die Steuerung 12 führt unter
Verwendung der vier Datenpunkte eine Kurvenanpassung aus und bestimmt
die Konstanten R und C. Nach der Bestimmung von R und C berechnet
die Steuerung 12 die Permittivität wie auch den spezifischen
elektrischen Widerstand des Fluids. Der spezifische elektrische Widerstand ρ wie auch
die elektrische Permittivität εr sind
physikalische Eigenschaften des Fluids in seinem gegenwärtigen Zustand
und sind unabhängig von
dem Typ der Zelle 18 oder der Geometrie der Zelle, die
zur Messung der Impedanz Z(f) verwendet wird. Alternativ dazu kann
bei der Analyse die spezifische elektrische Leitfähigkeit σ und die
elektrische Permittivität εr des
Fluids verwendet werden, da der spezifische elektrische Widerstand
wie auch die spezifische elektrische Leitfähigkeit Größen sind, die sich reziprok
zueinander verhalten (d.h. ρ =
1/σ). Der spezifische
elektrische Widerstand ist direkt auf R bezogen und die elektrische
Permittivität
ist direkt auf C bezogen, nämlich
durch die Beziehungen εr = C/Cg bzw, ρ = R/K, wobei
Cg und K die geometrische Kapazität der Zelle
bzw. die Zellenleitfähigkeitskonstante
darstellen.
In 6 ist ein Diagramm des spezifischen elektrischen
Widerstandes in Abhängigkeit
von der Permittivität
für das
beispielhafte Ölfluid
gezeigt. Bei dem beispielhaften Fluid steigt der spezifische elektrische
Widerstand des Fluids auf Grundlage der Fluideigenschaften. Dies
bedeutet, dass ein Fluid mit niedrigerer Güte einen höheren spezifischen elektrischen
Widerstand aufweist. Beispielsweise besitzt eine neue Probe eines
Fluids mit hoher Güte
einen niedrigeren spezifischen elektrischen Widerstand, als eine
neue Probe eines Fluids mit niedrigerer Güte bzw. minderwertigen Fluids. Ähnlicherweise
steigt die Permittivität
des Fluids an, wenn das Fluid während
des Gebrauchs verschlissen bzw. zersetzt wird. Beispielsweise besitzt
eine neue Probe eines Fluids mit hoher Güte bzw. eines hochwertigen
Fluids eine geringere Permittivität als eine gebrauchte Probe desselben
Fluids mit hoher Güte.
Das
Diagramm von 6 ist in
vier Quadranten I, II, III und IV aufgeteilt. Der Quadrant I gibt eine
frische Probe eines Fluids mit hoher Güte an, und Quadrant II gibt
eine frische Probe eines Fluids mit niedriger Güte an. Quadrat III gibt eine
gebrauchte Probe eines Fluids mit niedriger Güte an und Quadrant IV gibt
eine gebrauchte Probe eines Fluids mit hoher Güte an. Beispielsweise ist Fluid
1 ein Fluid mit hoher Güte.
Eine frische Probe von Fluid 1 ist in Quadrant I angegeben. Wenn
das Fluid 1 durch den Gebrauch zersetzt wird, verringert sich seine
Qualität, wie
im Quadrant IV angegeben ist. Ähnlicherweise
ist das Fluid 2 ein Fluid mit niedriger Güte. Eine frische Probe von
Fluid 2 ist in Quadrant II angegeben. Wenn das Fluid 2 durch Gebrauch
zersetzt wird, verringert sich seine Qualität, wie in Quadrant III angegeben
ist.
Die
Temperatur beeinflusst den spezifischen elektrischen Widerstand ρ wie auch
die elektrische Permittivität ε eines Fluids
erheblich und somit auch die Parameter R und C der fluidgefüllten Impedanzzelle.
Daher zeichnet die Steuerung 12 die Temperatur des Fluids
auf, während
die Impedanzmessungen genommen werden. Als Folge dessen bestimmt
die Steuerung 12 die Permittivität wie auch den spezifischen
elektrischen Widerstand des Fluids bei der gemessenen Temperatur.
Unter Verwendung dieser Information wandelt die Steuerung 12 den
spezifischen elektrischen Widerstand wie auch die Permittivität des Fluids
in eine Referenztemperatur um. Alternativ dazu kann jedoch die Steuerung 12 die
Temperatur so lange überwachen,
bis das Fluid die Referenztemperatur erreicht. Die Steuerung 12 misst
dann die Fluidimpedanz bei einer Referenztemperatur, um den spezifischen
elektrischen Widerstand wie auch die Permittivität zu bestimmen, wie oben erläutert ist.
Die
Werte des spezifischen elektrischen Widerstandes und der Permittivität bei der
Referenztemperatur werden dazu verwendet, die Fluidqualität zu bestimmen.
Insbesondere werden die gemessenen Werte des spezifischen elektrischen
Widerstandes und der Permittivität
mit vorhergehenden Werten verglichen, die in einer Datenbank 22 gespeichert sind
(siehe 1). Auf die Datenbank 22 wird
durch die Steuerung 12 zugegriffen. Der spezifische elektrische
Widerstand wie auch die Permittivität werden mit den vorher bestimmten
frischen und gebrauchten Werten in dem Diagramm verglichen, um die
Fluidqualität
zu bestimmen. Mit anderen Worten definieren die vorher bestimmten
Werte in Abhängigkeit
von der Permittivität
die Grenzen der Quadranten I, II, III und IV des Diagramms des spezifischen
elektrischen Widerstandes für
jede gegebene Klasse von Flüssigkeiten.
Wenn
die Fluidqualität
von dem System 10 überwacht
wird, wächst
die Datenbank 22 für
die Information des spezifischen elektrischen Widerstandes wie auch
die Permittivität
kontinuierlich an. Durch die Verwendung dieser Datenbank ist die
Steuerung 12 in der Lage, den gegenwärtigen spezifischen elektrischen
Widerstand wie auch die gegenwärtige
Permittivität
schnell mit denjenigen zu vergleichen, die vorher gemessen wurden,
um die Qualität
des Fluids genauer bestimmen zu können. Wenn die Datenbank wächst, wird
die Genauigkeit der Bestimmung der Fluidqualität verbessert.
Wie
oben kurz beschrieben ist, sind die Permittivität wie auch der spezifische
elektrische Widerstand physikalische Eigenschaften des Fluids und von
der jeweiligen Impedanzzelle unabhängig. Infolgedessen kann ungeachtet
des Typs von verwendeter Impedanzzelle dieselbe Datenbank zur Bestimmung
der Fluidqualität
verwendet werden. Dies sieht erhebliche Vorteile gegenüber Verfahren
nach dem Stand der Technik vor. Wenn beispielsweise die Zelle eines
Systems ausgetauscht wird, ist die Information über die Fluidqualität basierend
auf der neuen Zelle immer noch mit der Information in der Datenbank
vergleichbar, die mit Daten aufgebaut ist, die von der ersetzten
Zelle gesammelt wurden. Bei einem anderen Beispiel sind die Daten
einer Anwendung, die das System mit einem bestimmten Typ von Zelle
verwendet, vergleichbar mit den Daten einer anderen Anwendung, die
das System mit einem anderen Typ von Zelle verwendet. Auf diese
Art und Weise kann eine Gesamtdatenbank aufgebaut werden, die Daten
von zahlreichen anderen Systemen importieren kann. Dies bedeutet,
dass ein Hersteller die Datenbanken einer An zahl von Systemen importieren
kann, die auf dem Gebiet verwendet werden, um eine zentrale Datenbank
aufzubauen.
Wie
oben kurz beschrieben ist, kann das System 10 in einer
Vielzahl von Anwendungen verwendet werden, wobei die Fluidqualität eine wichtige Rolle
spielt. Ungeachtet des Anwendungstyps kann das System 10 auf
mindestens drei Arten verwendet werden. Bei einer Art wird das System 10 dazu
verwendet, das Fluid zu überwachen,
wenn das Fluid durch den Gebrauch zersetzt wird. Durch Überwachung
des Verschleißes
bzw. der Zersetzung des Fluids kann das System 10 einen
Alarm für
einen Bediener darüber
ausgeben, dass das Fluid bis zu einem Punkt zersetzt ist, an dem
es gewechselt werden sollte, um einen Schaden an anderen Komponenten
der jeweiligen Anwendung zu vermeiden.
Bei
einer anderen Art wird das System 10 dazu verwendet, die
Güte der
Fluide zu überwachen, die
in die Anwendung eingeführt
werden. Beispielsweise könnte
ein Bediener ein Fluid mit niedriger Güte in die Anwendung aus mehrerlei
Gründen,
z. B. aus Gründen
der Kostensenkung oder fehlendem Fluid mit höherer Güte, einführen. Das System 10 erkennt
unmittelbar die Anwesenheit eines Fluids, das den Standard nicht
erfüllt,
und kann den Bediener warnen und den Zustand in dem Speicher speichern oder
beides. In dem Fall, wenn eine Anwendung ein Problem aufweist, wie
beispielsweise einen Verschleiß bzw.
eine Zersetzung, kann Wartungspersonal die Information über die
Fluidqualität
leicht von dem Speicher der Steuerung abrufen. Durch Verwendung
dieser Information kann das Wartungspersonal bestimmen, ob das Problem
auf eine Vernachlässigung
(kein Wechsel des Fluids, wenn es zersetzt ist), auf Fehlanwendung
(d.h. Verwendung eines Fluids unter Standard) oder auf einen anderen
Grund zurückzuführen ist.
Infolgedessen kann ein Hersteller Garantieansprüche heruntersetzen, indem Fälle einer
Vernachlässigung oder
falschen Anwendung, die das Problem zur Folge hatten, identifiziert
werden.
Bei
einer noch weiteren Art wird das System 10 zum Finden von
Fehlern wie auch zum Lösen
von Problemen an mechanischen Vorrichtungen basierend auf einer
Anwesenheit möglicher
Schmutzstoffe verwendet. Die elektrische Permittivität von Fluiden liegt
für Kohlenwasserstoffe
im Bereich von etwa 2 bis 4, für
Wasser bei etwa 72 und für
verschiedene Stickstoffverbindungen bis gut über 100 hinaus. Die Einführung von
Salz in eine Flüssigkeit
kann ihren spezifischen elektrischen Widerstand um mehr als 10 Größenordnungen ändern. Beispielsweise
bewirkt bei einer marinen Anwendung eine Kontamination des Motoröls mit Salzwasser
große Änderungen
sowohl der elektrischen Permittivität als auch des spezifischen
elektrischen Widerstandes, die durch das System 10 bestimmt
werden, was eine oder mehrere schadhafte Dichtungen angibt.
Die
Beschreibung der Erfindung ist lediglich beispielhafter Natur, und
somit sind Abwandlungen, die nicht vom Schutzumfang der Erfindung
abweichen, als innerhalb des Schutzumfanges der Erfindung anzusehen.
Zusammengefasst
umfasst ein System zur Bestimmung einer Qualität eines Fluids eine Impedanzzelle,
die in das Fluid eingetaucht ist, wie auch eine Impedanzinstrumentenausrüstung, die
mit der Impedanzzelle in Verbindung steht. Eine Steuerung misst
eine erste Impedanz des Fluids unter Verwendung eines elektrischen
Signals mit einer ersten Frequenz, misst eine zweite Impedanz des
Fluids unter Verwendung eines elektrischen Signals mit einer zweiten
Frequenz und misst eine dritte Impedanz des Fluids unter Verwendung
eines elektrischen Signals mit einer dritten Frequenz. Die Steuerung
bestimmt eine Permittivitität
wie auch einen spezifischen elektrischen Widerstand des Fluids auf
Grundlage der ersten, zweiten und dritten Impedanz. Die Qualität des Fluids
wird auf Grundlage der Permittivität und des spezifischen elektrischen
Widerstands bewertet.