-
Die
Erfindung betrifft eine Handhabungsvorrichtung, die zum Positionieren
eines Testkopfs, insbesondere an einer Prüfeinrichtung, dient. Die Handhabungsvorrichtung
ist mit Positionierungsmitteln, durch die ein Testkopf im Raum positionierbar
ist, und einer Halterung, an welcher der Testkopf befestigbar ist,
versehen. Die Positionierungsmittel umfassen eine Säule, die
sich in vertikaler Richtung erstreckt, und einen in der vertikalen
Richtung bewegbaren Vertikalschlitten, der an der Säule angeordnet
und mit der Halterung verbunden ist. Der Vertikalschlitten ist mit
einem Gegengewicht, das die Masse des Testkopfs ausgleicht, verbunden.
-
Eine
Handhabungsvorrichtung oder Manipulator zum Positionieren eines
Testkopfs verfügt üblicherweise über mehrere
Translations- und Rotationsfreiheitsgrade und ist insofern geeignet,
den Testkopf exakt im Raum zu positionieren. Anwendung findet eine
solche Handhabungsvorrichtung daher in der Regel bei der Prüfung von
elektronischen Bauelementen, wie beispielsweise integrierte Schaltungen (IC)
oder Wafer. Um die Funktionsfähigkeit
der elektronischen Bauelemente testen zu können, ist es erforderlich,
den verhältnismässig schweren
Testkopf präzise
an eine Prüfeinrichtung
heranzufahren. Die Prüfeinrichtung,
beispielsweise ein Devicehandler oder Waferprober, stellt die durch
den Testkopf zu prüfenden
elektronischen Bauelemente bereit. Ein unverfälschtes Messergebnis bei der
Prüfung
der elektronischen Bauelemente setzt ein genaues Andocken des Testkopfs
an der Prüf einrichtung
voraus. Aus diesem Grund ist eine präzise und leichtgängige Verstellung
der Positionierungsmittel unerlässlich.
-
Die
DE 40 07 011 C2 beschreibt
eine Handhabungsvorrichtung, die mit einen Testkopf im Raum positionierenden
Doppelgelenkarmen versehen ist. Die Doppelgelenkarme sind an einem
ersten Ende gelenkig mit einer Halterung, an welcher der Testkopf befestigt
ist, verbunden. An einem zweiten Ende sind die Doppelgelenkarme
gelenkig mit einem Schwenkarm, der um eine sich in vertikaler Richtung
erstreckende Achse geschwenkt werden kann, verbunden. Der Schwenkarm
ist an einem Vertikalschlitten angeordnet, der es ermöglicht,
den Schwenkarm in vertikaler Richtung linear zu verstellen. Der
Vertikalschlitten ist über
einen Flaschenzug mit einem Gegengewicht verbunden, das die Masse
des Testkopfs ausgleicht und damit eine leichtgängige Verstellung des Testkopfs
in der vertikalen Richtung ermöglicht. Handhabungsvorrichtungen,
die eine solche Gewichtsentlastung des Testkopfs gestatten, werden ferner
in der
EP 0 237 697
B1 ,
DE 36
17 741 C2 und
DE
101 32 489 A1 beschrieben.
-
Neben
der für
eine zuverlässige
Verstellung erforderlichen Präzision
der Positionierungsmittel hat es sich in der Praxis als zweckmässig erwiesen,
den Testkopf beim Andocken an eine Prüfeinrichtung kurzzeitig zu
belasten, um eine sichere Kontaktierung der Prüfeinrichtung zu erreichen.
Die hierfür
erforderliche Kraft ist feinfühlig
aufzubringen, um eine Beschädigung
der Prüfeinrichtung
zu vermeiden.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Handhabungsvorrichtung
zu schaffen, durch die sich eine zeitweilige Belastung des an eine
Prüfeinrichtung
andockenden Testkopfs erzielen lässt.
-
Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist bei einer Handhabungsvorrichtung mit den eingangs
genannten Merkmalen in Übereinstimmung
mit Anspruch 1 erfindungsgemäss
eine Einstellvorrichtung vorgesehen, die durch eine Antriebs spindel
in der vertikalen Richtung bewegbar ist. Die Einstellvorrichtung
ist mit einem Mitnehmer, der ein mit der Antriebsspindel zusammenwirkendes
Innengewinde aufweist, und einer Gegenplatte, an der das Gegengewicht
befestigt ist und die sich durch wenigstens ein Federelement an dem
Mitnehmer abstützt,
versehen. Der Mitnehmer ist entgegen der Wirkung des Federelements
zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung relativ
zu der Gegenplatte in der vertikalen Richtung verstellbar.
-
Die
erfindungsgemässe
Handhabungsvorrichtung ermöglicht
es, den Testkopf beim Andocken an eine Prüfeinrichtung zeitweilig zu
belasten. Dies ist auf die Einstellvorrichtung zurückzuführen, durch die
der von der Antriebsspindel in der vertikalen Richtung bewegbare
Mitnehmer beim Andocken des Testkopfs an die Prüfeinrichtung relativ zu der
Gegenplatte und damit dem Gegengewicht verstellt werden kann. Die
Verstellung des Mitnehmers entgegen der Wirkung des zwischen dem
Mitnehmer und der Gegenplatte angeordneten Federelements bewirkt, dass
ein Teil der an dem Gegengewicht angreifenden Gewichtskraft durch
die von dem Federelement erzeugte Gegenkraft kompensiert wird. Auf
diese Weise sind der Testkopf und das Gegengewicht nicht mehr tariert
mit der Folge, dass an dem Testkopf eine Kraft angreift, welche
die Prüfeinrichtung
zusätzlich belastet.
Die Grösse
dieser Kraft entspricht der durch das Federelement bewirkten Kompensation
der an dem Gegengewicht angreifenden Gewichtskraft. Auf Grund der
Verstellung des Mitnehmers durch die Antriebsspindel lässt sich
der Mitnehmer präzise
zwischen der ersten Stellung und der zweiten Stellung bewegen, so
dass eine feinfühlige
Belastung der Prüfeinrichtung
sichergestellt ist.
-
Vorteilhafte
Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Handhabungsvorrichtung
werden durch die Ansprüche
2 bis 16 definiert.
-
So
ist es in Hinsicht auf eine einfache und kostengünstige Bauweise von Vorteil,
den Mitnehmer mit einer Buchse, die das Innengewinde aufweist, zu versehen.
Die beispielsweise mittels einer Schraubenverbindung auswechselbar an
dem Mitnehmen befestigte Buchse gewährleistet, dass die Ausgestaltung
des Mitnehmers unabhängig
von der Gestaltung der Antriebsspindel ist.
-
Von
Vorteil ist ferner, das Federelement vorzuspannen. Die Vorspannung
des Federelements bewirkt, dass sich der Mitnehmer nur dann relativ
zu der Gegenplatte bewegen lässt,
wenn die von der Antriebsspindel auf den Mitnehmer ausgeübte Kraft die
Vorspannung übersteigt.
Die Vorspannung trägt zudem
dazu bei, ein durch beispielsweise äussere Umgebungseinflüsse, wie
zum Beispiel Reibungswiderstände
oder Schwingungen, hervorgerufenes Ungleichgewicht zwischen dem
Testkopf und dem Gegengewicht zu kompensieren. Demzufolge ist sichergestellt,
dass das Gegengewicht durch die Antriebsspindel in vertikaler Richtung
bewegt wird, solange der Testkopf nicht auf einen eine Gegenkraft
erzeugenden Gegenstand, wie zum Beispiel eine Prüfeinrichtung, aufgesetzt ist.
Der mit dem Gegengewicht durch beispielsweise ein Zugmittel verbundene
Vertikalschlitten wird durch die Bewegung des Gegengewichts präzise und
reproduzierbar in vertikaler Richtung verstellt.
-
Um
eine einfache und sichere Befestigung des Federelements zu erreichen,
sind zweckmässigerweise
der Mitnehmer und/oder die Gegenplatte mit einer Aussparung versehen,
in der das Federelement angeordnet ist.
-
Bevorzugt
sind die Gegenplatte und das Gegengewicht durch einen Abstandhalter
miteinander verbunden. In diesem Fall ist der Mitnehmer in einem durch
den Abstandhalter zwischen der Gegenplatte und dem Gegengewicht
gebildeten Zwischenraum zwischen der ersten Stellung und der zweiten
Stellung bewegbar. In der ersten Stellung drückt das Federelement den Mitnehmer
gegen das Gegengewicht. Eine Vorspannung des Federelements hängt von
der Höhe
der Abstandhalter in der vertikalen Richtung ab. Werden die Abstandhalter
lösbar
an der Gegenplatte und dem Gegengewicht befestigt, dann lässt sich
durch Auswechseln der Abstandhalter der Abstand zwi schen der Gegenplatte
und dem Gegengewicht variieren, um die Vorspannung des Federelements
bedarfsgerecht anzupassen.
-
Eine
zuverlässige
und verkantungsfreie Bewegung des Mitnehmers lässt sich dann erreichen, wenn
vorteilhafterweise in dem Zwischenraum wenigstens eine den Mitnehmer
in der vertikalen Richtung führende
Führungsstange
angeordnet ist.
-
Bevorzugt
ist die Antriebsspindel mit einem Schraubengetriebe verbunden, das
manuell, zum Beispiel mittels einer Kurbel, oder von einem Motor antreibbar
ist. Das Schraubengetriebe gewährleistet eine
präzise
Bewegung der Antriebsspindel und damit eine feinfühlige Verstellung
des Gegengewichts und des Mitnehmers.
-
Vorteilhafterweise
weist die Einstellvorrichtung einen Sensor auf, der die Stellung
des Mitnehmers überwacht.
Auf diese Weise ist sichergestellt, dass beispielsweise bei einem
elektromotorischen Antrieb der Antriebsspindel eine vorgegebene
Verstellung des Mitnehmers eingehalten wird.
-
Zweckmässigerweise
wird das Gegengewicht durch einen Gewichtskasten, in dem eine Vielzahl
an Gewichtsplatten angeordnet ist, gebildet. Die vorteilhafterweise
formschlüssig
in dem Gewichtskasten gehaltenen Gewichtsplatten lassen sich auswechseln,
um das Gegengewicht an die Masse des Testkopfs anzupassen.
-
Zweckmässig ist
ferner, das Gegengewicht mit dem Vertikalschlitten durch wenigstens
einen Riemen, der über
eine Umlenkrolle geführt
ist, zu verbinden. Der Riemen gewährleistet eine praxisgerechte
Kraftübertragung.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemässen Handhabungsvorrichtung
umfassen die Positionierungsmittel ferner einen ersten Horizontalschlitten,
der an dem Vertikalschlitten angeordnet und in einer ersten hori zontalen
Richtung verschiebbar ist, und einen zweiten Horizontalschlitten, der
an dem ersten Horizontalschlitten angeordnet und in einer zweiten
horizontalen Richtung verschiebbar ist. Die Halterung ist in diesem
Fall an dem zweiten Horizontalschlitten angeordnet. Die eine Translationsbewegung
ausführenden
Horizontalschlitten lassen sich präzise und reproduzierbar in horizontaler
Richtung verstellen und ermöglichen
auf diese Weise eine sogenannte „Side-to-Side"- und „In-and-Out"-Bewegung.
-
Weiterhin
ist es von Vorteil, die Säule
um eine sich in der vertikalen Richtung erstreckende Achse drehbar
an einem Untergestell anzuordnen. Das Untergestell stellt eine ausreichende
Standfestigkeit der Handhabungsvorrichtung sicher. Die drehbare
Anordnung der Säule
an dem Untergestell ermöglicht
eine sogenannte „Swing"-Bewegung, die sich
mit den Translationsbewegungen der Horizontalschlitten überlagern
lässt,
so dass sich eine vielfältige Verstellung
in horizontaler Richtung ergibt. Um die drehbare Anordnung der Säule zu realisieren,
kann das Untergestell mit einer Drehplatte, auf der die Säule angeordnet
ist und die sich zweckmässigerweise
mittels Arretierungsmitteln in einer vorgegebenen Stellung arretieren
lässt,
versehen sein.
-
Bevorzugt
ist die Säule
mit wenigstens einer Führungsschiene,
auf welcher der Vertikalschlitten in der vertikalen Richtung bewegbar
ist, versehen. Der Vertikalschlitten, an dem der erste Horizontalschlitten befestigt
ist und der als Linearmotor ausgestaltet sein kann, ermöglicht eine
sogenannte „Vertical"-Bewegung. Zu einer zuverlässigen Positionierung
trägt bei, wenn
der Vertikalschlitten oder das Gegengewicht mittels Arretierungsmitteln
in einer vorgegebenen Stellung an der Säule arretierbar sind.
-
Weiterhin
ist es in Hinsicht auf eine vielfältige Verstellung der Handhabungsvorrichtung
von Vorteil, wenn die Halterung um eine erste Rotationsachse schwenkbar
ist. Die schwenkbare Anordnung der Halterung ermöglicht eine sogenannte „Theta"-Bewegung. Ausserdem
ist es von Vorteil, die Halterung mit einer Drehführung zu
versehen, durch die der Testkopf um eine zweite Rotationsachse,
die sich vorzugsweise orthogonal zu der ersten Rotationsachse erstreckt,
drehbar ist. Die mittels Arretierungsmitteln in einer vorgegebenen
Stellung arretierbare Drehführung
ermöglicht
eine sogenannte „Twist"-Bewegung des Testkopfs.
-
Einzelheiten
und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
In den das Ausführungsbeispiel
lediglich schematisch darstellenden Zeichnungen veranschaulichen
im einzelnen:
-
1 eine
perspektivische Ansicht einer Handhabungsvorrichtung, an der ein
Testkopf angeordnet ist;
-
2 eine
Seitenansicht einer Säule
der Handhabungsvorrichtung gemäss 1,
die eine im Inneren der Säule
angeordnete Einstellvorrichtung zu erkennen gibt;
-
3 eine
weitere Seitenansicht der Säule gemäss 2; 4 eine
Draufsicht auf die Einstellvorrichtung;
-
5 eine
Seitenansicht der Einstellvorrichtung entsprechend 3; 6 einen
Schnitt gemäss
der Linie VI-VI in 4;
-
7a eine
Darstellung der Funktion der Einstellvorrichtung mit einem sich
in einer ersten Stellung befindenden Mitnehmer und
-
7b eine
Darstellung gemäss 7a,
die den Mitnehmer in einer zweiten Stellung zeigt.
-
Die
in 1 dargestellte Handhabungsvorrichtung dient zum
Positionieren eines Testkopfs 80 an einer nicht dargestellten
Prüfeinrichtung
für elektronische
Bauelemente, wie zum Beispiel IC oder Wafer. Zu diesem Zweck weist
die Handhabungsvorrichtung eine Halterung 50 auf, an welcher
der Testkopf 80 befestigt ist. Darüber hinaus ist die Handhabungsvorrichtung
mit Positionierungsmitteln versehen, die mit der Halterung 50 verbunden
sind und die ein Untergestell 10, eine Säule 20,
einen ersten Horizontalschlitten 30 und einen zweiten Horizontalschlitten 40 umfassen.
-
Die
sich in vertikaler Richtung z erstreckende Säule 20 ist um eine
sich in der vertikalen Richtung z erstreckende Achse drehbar an
dem Untergestellt 10 angeordnet. Das Untergestell 10 ist
zu diesem Zweck mit einer Drehplatte 12 versehen, auf der
die Säule 20 angeordnet
ist. Die Drehplatte 12 kann mittels nicht dargestellten
Antriebsmitteln angetrieben und mittels ebenfalls nicht dargestellten
Arretierungsmitteln in einer gewünschten
Stellung arretiert werden. Das Untergestell 10 weist ferner
zwei in einer ersten horizontalen Richtung x parallel zueinander
verlaufende Tragbalken 13 auf, auf denen der Drehteller 12 angeordnet
ist. Die Tragbalken 13 werden von in einer zweiten horizontalen
Richtung y, die sich orthogonal zu der ersten horizontalen Richtung
x erstreckt, verlaufenden Traversen 11 abgestützt. Die
jeweils auf Tellerfüssen 14 gelagerten
Tragbalken 13 und Traversen 11 stellen eine ausreichende
Standfestigkeit der Handhabungsvorrichtung sicher. Eine die Tragbalken 13 und
die Traversen 11 im Bereich der Drehplatte 12 abdeckende
Abdeckplatte 15 trägt
zudem zu einer ergonomischen Bauweise der Handhabungsvorrichtung
bei.
-
Wie 1 ferner
zu erkennen gibt, ist die Säule 20 mit
zwei parallel zueinander verlaufenden Führungsschienen 21 versehen,
auf denen ein Vertikalschlitten 22 in der vertikalen Richtung
z linear bewegt werden kann. Der Vertikalschlitten 22 ist
durch drei Riemen 26, die über Umlenkrollen 27 geführt werden,
mit einem Gegengewicht 23 verbunden. Wie insbesondere aus 2 ersichtlich
ist, wird das die Masse des Testkopfs 80 ausgleichende
Gegengewicht 23 durch einen Gewichtskasten 24,
in dem eine Vielzahl an Gewichtsplatten 25 angeordnet ist,
gebildet. Die Anzahl der auswechselbar in dem Gewichtskasten 24 angeordneten
Gewichtsplatten 25 hängt von
der Masse des Testkopfs 80 ab und kann bedarfsgerecht angepasst
werden.
-
An
dem Vertikalschlitten 22 ist der erste Horizontalschlitten 30 befestigt.
Wie insbesondere 1 zu erkennen gibt, weist der
Horizontalschlitten 30 ein an dem Vertikalschlitten 22 angeordnetes
Führungsteil 31 und
ein in der ersten horizontalen Richtung x bewegbar an dem Führungsteil 31 angeordnetes
Laufteil 32 auf. Das Laufteil 32 ist mittels eines Feststellhebels
in einer vorgegebenen Stellung an dem Führungsteil 31 arretierbar
und wird von manuell oder elektrisch zu betätigenden Antriebsmitteln angetrieben.
Der zweite Horizontalschlitten 40 weist ein Führungsteil 41 auf,
das an einer Platte 44, die an einem Befestigungsträger 33 des
ersten Horizontalschlittens 30 befestigt ist, angeordnet
ist. Zudem weist der zweite Horizontalschlitten 40 ein
in der zweiten horizontalen Richtung y bewegbar an dem Führungsteil 41 angeordnetes
Laufteil 42 auf. Das Laufteil 42 wird von Antriebsmitteln
angetrieben und kann mittels Arretierungsmitteln in einer vorgegebenen
Stellung an dem Führungsteil 41 arretiert
werden. Es versteht sich von selbst, dass die Bewegung der Horizontalschlitten 30, 40 in
der ersten horizontalen Richtung x und der zweiten horizontalen
Richtung y von der Stellung der drehbaren Säule 20 abhängt.
-
Die
Platte 44 ist im Bereich eines oberen Endes um eine sich
in der zweiten horizontalen Richtung y erstreckende Achse 43 schwenkbar
gelagert und im Bereich eines unteren Endes mit einem von einem
Antriebsmittel 45 in der ersten horizontalen Richtung x
verstellbaren Bolzen 46 verbunden. Durch die Verstellung
des Bolzens 46 lässt
sich die Platte 44 und damit der zweite Horizontalschlitten
40 um die Achse 43 schwenken.
-
Die
den Testkopf 80 tragende Halterung 50 ist mit
dem zweiten Horizontalschlitten 40 verbunden. Die Halterung 50 ist
um eine erste Rotationsachse 51, die sich in der vertikalen
Richtung z erstreckt, schwenkbar und mittels eines Feststellhebels
in einer vorgegebenen Stellung arretierbar. Darüber hinaus ist die Halterung 50 mit
einer Drehführung
versehen, durch die der Testkopf 80 um eine zweite Rotationsachse,
die sich orthogonal zu der ersten Rotationsachse 51 erstreckt,
drehbar ist. Ein Feststellhebel stellt sicher, dass der Testkopf 80 in
der gewünschten Stellung
arretiert werden kann.
-
Wie
insbesondere die 2 und 3 zu erkennen
geben, sind im Inneren der Säule 20 zwei Einstellvorrichtungen 60 angeordnet,
die durch jeweils eine Antriebsspindel 61 in der vertikalen
Richtung z bewegbar sind. Die Antriebsspindeln 61 sind jeweils
mit einem Schraubengetriebe 74 verbunden, das manuell oder
von einem Motor angetrieben werden kann. Wie insbesondere aus 2 ersichtlich
ist, sind die Schraubengetriebe 74 durch eine Verbindungswelle 75 miteinander
verbunden, um einen synchronen Antrieb der Antriebsspindeln 61 zu
gewährleisten.
-
Wie
insbesondere aus den 4 bis 6 ersichtlich
ist, weist die Einstellvorrichtung 60 einen Mitnehmer 62 auf,
der mit einer Buchse 65 versehen ist. Die mittels einer
Schraubenverbindung auswechselbar an dem Mitnehmer 62 befestigte
Buchse 65 ist mit einem Innengewinde versehen, das mit
der Antriebsspindel 61 zusammenwirkt. Die Einstellvorrichtung 60 weist
ferner eine Gegenplatte 63 auf, an der das Gegengewicht 23 mittels
Befestigungsschrauben 69 befestigt ist. Die Gegenplatte 63 und
das Gegengewicht 23 sind durch Abstandhalter 68,
durch die sich die Befestigungsschrauben 69 hindurcherstrecken,
voneinander beabstandet. In dem auf diese Weise zwischen der Gegenplatte 63 und
dem Gegengewicht 23 gebildeten Zwischenraum 70 sind
Federelemente 64 angeordnet, durch die sich die Gegenplatte 63 auf
dem Mitnehmer 62 abstützt.
Die als Schraubenfeder ausgebildeten Federelemente 64 sind
in Aussparungen 66, 67 des Mitnehmers 62 und der
Gegenplatte 63 angeordnet und in der vertikalen Richtung
z vorgespannt. Die Grösse
der Vorspannung der Federelemente 64 hängt von der Höhe des Zwischenraums 70 in
der vertikalen Richtung z ab und lässt sich beispielsweise durch
Auswechseln der Abstandhalter 68 an den jeweiligen Anwendungsfall anpassen.
Unbeschadet hiervon können
auch andere Maßnahmen
vorgesehen sein, die geeignet sind, die Federelemente 64 mit
einer variabel an den jeweiligen Anwendungsfall anpassbaren Vorspannung zu
versehen.
-
Die
eine Abdeckung 72 aufweisende Gegenplatte 63 ist
mit einer Öffnung 73 versehen,
durch die sich die Antriebsspindel 61 hindurch erstreckt,
wie ins besondere aus 6 ersichtlich ist. Auf diese Weise
bewegt der Mitnehmer 62 die Einstellvorrichtung 60 zusammen
mit dem Gegengewicht 23 in der vertikalen Richtung z, wenn
die Antriebsspindel 61 angetrieben wird. Die Bewegung des
Gegengewichts 23 ruft eine entgegengesetzte Bewegung des
Vertikalschlittens 22 hervor, so dass der Testkopf 80 in
der vertikalen Richtung z positioniert werden kann. Setzt der Testkopf 80 an
beispielsweise einer Prüfeinrichtung
auf, dann wirkt der an dem Testkopf 80 angreifenden Gewichtkraft
Ft eine Gegenkraft der Prüfeinrichtung
Fp entgegen, wie in den 7a und 7b gezeigt
ist. Wird die Antriebsspindel 61 weiter angetrieben, dann
bewegt sich der Mitnehmer 62 entgegen der Wirkung des Federelementes 64 in
Richtung auf die Gegenplatte 63. Eine verkantungsfreie
Bewegung des Mitnehmers 62 in der vertikalen Richtung z wird
durch Führungsstangen 71 sichergestellt,
die in dem Zwischenraum 70 angeordnet sind. Die Verstellung
des Mitnehmers 62 von einer ersten Stellung I, in welcher
der Mitnehmer 62 durch die Federelemente 64 an
das Gegengewicht 23 gedrückt wird, in eine zweite Stellung
II, in der die auf Druck beanspruchten Federelemente 64 über die
Vorspannung hinaus komprimiert sind, bewirkt, dass ein Teil der
an dem Gegengewicht 23 angreifenden Gewichtskraft durch die
von den Federelementen 64 erzeugte Gegenkraft kompensiert
wird. Folglich greift an dem Testkopf 80 eine Kraft Fz an, welche die Prüfeinrichtung zusätzlich belastet
und deren Größe dem Anteil
der von den Federelementen 64 kompensierten Gewichtskraft des
Gegengewichts 23 entspricht, wie aus 7b ersichtlich
ist.
-
Die
zuvor beschriebene Handhabungsvorrichtung zeichnet sich zum einen
durch eine vielfältige
und zugleich reproduzierbare Verstellung des Testkopfs 80 aus.
Grund hierfür
ist das Zusammenspiel der um eine vertikale Achse drehbaren Säule 20,
des in horizontaler Richtung bewegbaren Horizontalschlittens 30,
des in horizontaler Richtung bewegbaren und um die horizontale Achse 43 schwenkbaren
Horizontalschlittens 40 und der sowohl um die erste Rotationsachse 51 als
auch um die zu dieser orthogonalen zweiten Rotationsachse drehbaren Halterung 50.
Zum anderen zeichnet sich die Hand habungsvorrichtung durch eine
zeitweilige Belastung des an eine Prüfeinrichtung andockenden Testkopfs 80 aus.
Dies ist auf die Einstellvorrichtung 60 zurückzuführen, die
es ermöglicht,
den Mitnehmer 62 beim Andocken des Testkopfs 80 an
die Prüfeinrichtung entgegen
der Wirkung der Federelemente 64 zwischen der ersten Stellung
I und der zweiten Stellung II in dem zwischen der Gegenplatte 63 und
dem Gegengewicht 23 gebildeten Zwischenraum 70 zu
verstellen. Die Stellung I, II des Mitnehmers 62 wird durch
Sensoren 76 überwacht,
welche die Funktionsfähigkeit
der Einstellvorrichtung 60 sicherstellen. Nicht zuletzt
trägt die
Vorspannung der Federelemente 64 zu einer praxisgerechten
Handhabung bei, indem sich der Mitnehmer 62 nur dann relativ
zu der Gegenplatte 63 bewegen lässt, wenn die von der Antriebsspindel 61 auf
den Mitnehmer 62 ausgeübte Kraft
die Vorspannung übersteigt.
-
- 10
- Untergestell
- 11
- Traverse
- 12
- Drehplatte
- 13
- Tragbalken
- 14
- Tellerfuss
- 15
- Abdeckplatte
- 20
- Säule
- 21
- Führungsschiene
- 22
- Vertikalschlitten
- 23
- Gegengewicht
- 24
- Gewichtskasten
- 25
- Gewichtsplatte
- 26
- Riemen
- 27
- Umlenkrolle
- 30
- erster
Horizontalschlitten
- 31
- Führungsteil
- 32
- Laufteil
- 33
- Befestigungsträger
- 40
- zweiter
Horizontalschlitten
- 41
- Führungsteil
- 42
- Laufteil
- 43
- Achse
- 44
- Platte
- 45
- Antriebsmittel
- 46
- Bolzen
- 50
- Halterung
- 51
- Rotationsachse
- 60
- Einstellvorrichtung
- 61
- Antriebsspindel
- 62
- Mitnehmer
- 63
- Gegenplatte
- 64
- Federelement
- 65
- Buchse
- 66
- Aussparung
- 67
- Aussparung
- 68
- Abstandhalter
- 69
- Befestigungsschraube
- 70
- Zwischenraum
- 71
- Führungsstange
- 72
- Abdeckung
- 73
- Öffnung
- 74
- Schraubengetriebe
- 75
- Verbindungswelle
- 76
- Sensor
- 80
- Testkopf
- Ft
- Gewichtskraft
Testkopf
- Fp
- Gegenkraft
Prüfeinrichtung
- Fz
- Kraft
- x
- erste
horizontale Richtung
- y
- zweite
horizontale Richtung
- z
- vertikale
Richtung
- I
- erste
Stellung
- II
- zweite
Stellung