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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Reflektor für eine Beleuchtungseinrichtung
sowie eine mit einem derartigen Reflektor versehene Beleuchtungseinrichtung.
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Reflektoren
finden in Beleuchtungseinrichtungen Verwendung, wenn das Licht einer
in der Beleuchtungseinrichtung angeordneten Lichtquelle in eine
bevorzugte Beleuchtungsrichtung abgestrahlt werden soll. Beispiele
für Beleuchtungseinrichtungen,
die mit Reflektoren versehen sind, sind etwa Autoscheinwerfer, Taschenlampen
oder Halogenspots. Als Leuchtkörper
finden dabei insbesondere, aber nicht ausschließlich Glühlampen, Leuchtstoffröhren, oder
LEDs Verwendung.
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Die
Reflektoren der geschilderten Beleuchtungseinrichtung umfassen in
der Regel eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen einer Lichtquelle, welche
im einfachsten Fall als eine Öffnung
zum Einführen
der Lichtquelle in den Reflektor ausgestaltet sein kann, sowie einen
Reflektorkörper
mit einer der Lichtquelle zugewandten reflektierenden Oberfläche.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen Reflektor für eine Beleuchtungseinrichtung
zu schaffen, der gegenüber
den Reflektoren nach Stand der Technik vielfältigere Einsatzmöglichkeiten
bietet.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Beleuchtungseinrichtung
mit einem erfindungsgemäßen Reflektor
zur Verfügung
zu stellen.
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Die
erste Aufgabe wird durch einen Reflektor nach Anspruch 1 gelöst, die
zweite Aufgabe durch eine Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch
12. Die abhängigen
Ansprüche
enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Reflektors
bzw. der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung.
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Ein
erfindungsgemäßer Reflektor
für eine Beleuchtungseinrichtung
umfasst mindestens eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen einer
Lichtquelle und einen Reflektorkörper.
Als Aufnahmeeinrichtung kommen neben Durchtrittsöffnungen zum Durchtritt von
Leuchtkörpern
auch Fassungen zum Aufnehmen von Leuchtkörpern oder dgl. in Frage. Die
Fassungen können
Steckverbindungen, Schraubverbindungen, Bajonettverbindungen etc. zum
Verbinden des Leuchtkörpers
mit Fassung zur Verfügung
stellen.
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Der
Reflektorkörper
umfasst im erfindungsgemäßen Reflektor
eine Reflektionsfläche
zum Reflektieren von Licht, welches von der Lichtquelle ausgeht,
in eine bevorzugte Beleuchtungsrichtung. Als Lichtquellen kommen
alle gängigen
in Verbindung mit Reflektoren verwendeten Beleuchtungskörper in Frage.
Beispielhaft aber nicht abschließend seien hier Glühlampen,
LEDs, aber auch Platinen mit mehreren LEDs, Leuchtstoffröhren, etc.
genannt.
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Im
erfindungsgemäßen Reflektor
ist die Reflektionsfläche
derart ausgestaltet, dass ein Teil des auf den Reflektor auftreffenden
Lichtes in die Beleuchtungsrichtung reflektiert wird. Außerdem ist
der Reflektorkörper
derart ausgestaltet, dass ein Teil des auf den Reflektor auftreffenden
Lichtes durch den Reflektorkörper
hindurchtreten kann. Ein so ausgestalteter Reflektor bietet die
Möglichkeit,
das von der Lichtquelle ausgehende Licht einerseits als in die Beleuchtungsrichtung
abgestrahltes Beleuchtungslicht zu verwenden, andererseits aber
auch einen Teil des von der Lichtquelle ausgehenden Lichtes anderen Verwendungen
zuzuführen.
Denkbar ist beispielsweise, den Reflektorkörper selbst ein diffuses Licht
ausstrahlen zu lassen, etwa um auch in mindestens eine andere Richtung
als der bevorzugten Beleuchtungsrichtung eine gewisse Helligkeit
zur Verfügung
zu stellen. Diese Helligkeit wird in der Regel unterhalb der Helligkeit
liegen, die in der Beleuchtungsrichtung zur Verfügung gestellt wird.
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Eine
Möglichkeit,
den Reflektor derart auszugestalten, dass ein Teil des auf den Reflektor
auftreffenden Lichtes in die Beleuchtungsrichtung reflektiert wird
und ein weiterer Teil des auf den Reflektor auftreffenden Lichtes
durch den Reflektorkörper
hindurchtreten kann, besteht darin, die Reflektionsfläche teildurchlässig bzw.
teilverspiegelt auszugestalten. In diesem Fall wird lediglich ein
Teil, in der Regel der größere Teil,
des auf die Reflektionsfläche
auftreffenden Lichtes in die Beleuchtungsrichtung reflektiert. Der
restliche Teil des Lichtes dringt durch die Reflektionsfläche hindurch
in den Reflektionskörper ein
und kann dort der weiteren Verwendung zugeführt werden.
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Eine
alternative Möglichkeit,
den Reflektor derart auszugestalten, dass ein Teil des auf den Reflektor
auftreffenden Lichtes in die Beleuchtungsrichtung reflektiert wird
und ein weiterer Teil des auf den Reflektor auftreffenden Lichtes
durch den Reflektorkörper
hindurchtreten kann, besteht darin, den Reflektorkörper mit
einem zum Eintritt von Licht ausgestalteten Abschnitt zu versehen,
welcher vom Licht einer in der Aufnahme befindlichen Lichtquelle
beleuchtet wird, an dem aber keine Reflektionsfläche vorhanden ist. Mit anderen
Worten, der Reflektor weist in seinem mit dem Licht der Lichtquelle
bestrahlten Teil sowohl einen mit einer Reflektionsfläche versehenen
Abschnitt als auch einen Abschnitt ohne Reflektionsfläche auf.
Das Licht, welches auf den mit der Reflektionsfläche versehenen Abschnitt auftrifft,
wird vollständig
in die Beleuchtungsrichtung reflektiert. Licht, welches in demjenigen
Abschnitt des Reflektors auftrifft, der keine Reflektionsfläche aufweist,
tritt hingegen in den Reflektorkörper
ein und kann einer weiteren Nutzung zugeführt werden.
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Insbesondere
kann ein Reflektor, welcher sowohl einen Abschnitt mit Reflektionsfläche als auch
einen Abschnitt zum Eintritt von Licht aufweist, wenigstens eine
Aufnahme aufweisen, welche zum Aufnehmen mindestens zweier Lichtquellen
ausgestaltet ist, oder mindestens zwei Aufnahmen aufweisen, welche
jeweils zum Aufnehmen mindestens einer Lichtquelle ausgestaltet
sind. Die wenigstens eine Aufnahmen bzw. die Aufnahmen sind vorzugsweise
derart relativ zum Reflektorkörper
angeordnet und/oder derart ausgestaltet, dass das Licht einer ersten
Lichtquelle (ggf. nur) den mit der Reflektionsfläche versehenen Abschnitt des
Reflektorkörpers bestrahlt,
wohingegen das Licht einer zweiten Lichtquelle (ggf. nur) den zum
Eintritt von Licht ausgestalteten Abschnitt des Reflektorkörpers beleuchtet.
Diese Ausgestaltung ermöglicht
es, Lichtquellen zu verwenden, die sich in ihrem ausgestrahlten
Licht unterscheiden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, den Reflektor
in die Beleuchtungsrichtung Licht mit einer Farbe abstrahlen zu
lassen, welche sich von der Farbe des in den Reflektionskörper eindringenden
Lichtes unterscheidet. Dies ermöglicht
es etwa, eine Beleuchtungseinrichtung zu schaffen, welche in die
Beleuchtungsrichtung weißes
Licht abstrahlt, deren Reflektor selbst jedoch farbig, beispielsweise
rot oder grün
leuchtet. Eine denkbare Anwendung besteht etwa darin, Spots für Messestände zu schaffen,
welche einerseits die darzustellenden Informationen mit weißem Licht
beleuchten, andererseits selber aber bspw. in einer den Aussteller
identifizierenden Farbe leuchten.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Reflektors
umfasst der Reflektorkörper
wenigstens einen Lichtleiter und wenigstens eine Austrittsfläche, die
den Austritt von Licht aus dem Reflektorkörper ermöglicht bzw. erleichtert. Der Lichtleiter
ist dann derart ausgestaltet, dass er den in den Reflektorkörper eindringenden
Teil des von der Lichtquelle ausgehenden Lichtes zu der bzw. den Austrittsflächen leitet.
Insbesondere kann der Reflektorkörper
selbst als ein Lichtleiter ausgestaltet sein. Die Austrittsfläche bzw.
die Austrittsflächen
können insbesondere
an derjenigen Endfläche
des Reflektors angeordnet sein, welche die Reflektoröffnung umgibt.
Dabei kann beispielsweise die gesamte Endfläche als Austrittsfläche ausgebildet
sein. Alternativ ist es auch möglich,
lediglich Teilbereiche der Endfläche
als Austrittsflächen
auszugestalten, so dass ein Lichtmuster auf der Endfläche erscheint.
Die Austrittsflächen
können
jedoch auch an beliebigen anderen Stellen des Reflektorkörpers angeordnet
sein. Beispielsweise können
Austrittsflächen
an der der Lichtquelle abgewandten Oberfläche des Reflektorkörpers angeordnet
sein. Wenn diese Austrittsflächen
z.B. in Form von Schriftzügen
realisiert sind, lassen sich so Firmenlogos oder Werbeelemente auf der
Außenfläche des
Reflektors realisieren.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Reflektors kann der Reflektorkörper diffus
streuendes Material umfassen. Dadurch lässt sich ein diffuses Leuchten
des Reflektors realisieren. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass
der Reflektor sowohl mit Lichtleitern und Austrittsflächen als auch
mit diffus streuenden Materialbereichen ausgestattet ist. Die Kombination
von Lichtleitern und Austrittsflächen
einerseits mit diffus streuenden Materialbereichen andererseits
vergrößert den
Gestaltungsspielraum beim Design leuchtender Reflektoren.
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In
einem erfindungsgemäßen Reflektor
kann bzw. können
der Reflektorkörper
und/oder der bzw. die Lichtleiter und/oder das diffus streuende
Material wenigstens eine Materialkomponente umfassen, die als Farbfilter
fungiert. Auf diese Weise lassen sich selbst dann, wenn nur eine
Lichtquelle zur Verfügung steht,
Farbeffekte erzielen. Insbesondere sind dabei Farbfilter mit verschiedenen
spektralen Transmissionseigenschaften in verschiedenen Bereichen
des Reflektorkörpers
möglich.
So ist es beispielsweise denkbar, in einem Reflektorkörper, der
sowohl Lichtleiter, als auch diffus streuende Materialbereiche aufweist,
die Lichtleiter anderes Licht als die diffus streuenden Materialbereiche
aus dem Spektrum herausfiltern zu lassen.
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In
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Reflektor für eine Beleuchtungseinrichtung
zur Verfügung
gestellt, welcher mindestens eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen
einer Lichtquelle aufweist und einen Reflektorkörper umfasst, wobei der Reflektorkörper eine
Reflektorfläche
zum Reflektieren von der Lichtquelle ausgehenden Lichtes in eine bevorzugte Beleuchtungsrichtung
umfasst. Die Aufnahmeeinrichtung kann dabei im einfachsten Fall eine Öffnung sein,
durch welche eine Lichtquelle in den Reflektor hineinragen kann.
Alternativ ist es auch möglich,
dass die Aufnahme eine Fassung oder einen Kontakt zum Einbringen
eines Leuchtkörpers umfasst.
Der Reflektor zeichnet sich dadurch aus, dass der Reflektorkörper wenigstens
eine Lüftungsöffnung zum
Ermöglichen
einer Konvektionskühlung der
Lichtquelle aufweist. Der Reflektor kann dabei insbesondere auch
als Reflektor ausgestaltet sein, bei dem die Reflektionsfläche derart
ausgestaltet ist, dass ein Teil des auf den Reflektor auftreffenden Lichtes
in die Beleuchtungsrichtung reflektiert wird, und bei dem der Reflektorkörper derart
ausgestaltet ist, dass ein Teil des auf den Reflektor auftreffenden Lichtes
durch den Reflektorkörper
hindurchtreten kann.
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Erfindungsgemäß wird außerdem eine
Beleuchtungseinrichtung mit einem Anschluss für einen Leuchtkörper als
Lichtquelle und einem erfindungsgemäßen Reflektor zur Verfügung gestellt.
Insbesondere kann die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
zwei Anschlüsse
für Leuchtkörper aufweisen.
Der Reflektor kann dann eine Aufnahme, die zum Aufnehmen mindestens
zweier Lichtquellen ausgestaltet ist, oder mindestens zwei Aufnahmen, die
jeweils zum Aufnehmen mindestens einer Lichtquelle ausgestattet
sind, umfassen. Die mit den Anschlüssen verbundenen Leuchtkörper sind
dann in die Aufnahme(n) des Reflektors eingesetzt bzw. durch diese
hindurchgeführt.
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Die
erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
kann darüber
hinaus wenigstens einen Leuchtkörper
umfassen.
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Weitere
Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel für eine Beleuchtungseinrichtung
mit einem erfindungsgemäßen Reflektor.
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2 zeigt
ein Detail aus 1.
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3 zeigt
eine schematische Ansicht der Beleuchtungseinrichtung aus 1 aus
der Beleuchtungsrichtung.
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4 zeigt
eine Abwandlung der Beleuchtungseinrichtung aus 1 im
Detail.
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5 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel für eine Beleuchtungseinrichtung
mit einem erfindungsgemäßen Reflektor.
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6 zeigt
eine Abwandlung der Beleuchtungseinrichtung aus 5 im
Detail.
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7 zeigt
ein drittes Ausführungsbeispiel für die Erfindung.
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1 zeigt
als ein erstes Ausführungsbeispiel
für die
Erfindung einen erfindungsgemäßen Scheinwerfer 1.
Der Scheinwerfer 1 umfasst einen erfindungsgemäßen Reflektor 3,
eine Lichtquelle 7, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als eine Platine 9 mit einer Anzahl darauf angeordneter Leuchtdioden
(LEDs) 11 ausgestaltet ist, sowie einen Anschluss 13 und
eine Versorgungsleitung 17, über die die LEDs 11 der
Platine mit elektrischem Strom versorgt werden. Die Platine mit
den LEDs 11 ist in eine Aufnahme 5 des Reflektors 3 eingesetzt
und mit dem Anschluss 13 verbunden. Die Versorgungsleitung 15 tritt
durch eine rückwärtige Öffnung 17 aus dem
Reflektor 3 des Scheinwerfers 1 aus.
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Die
Platine 9 liegt im in die Aufnahme 5 des Reflektors 3 eingesetzten
Zustand auf einem absatzartigen Vorsprung 19 des Reflektorkörpers 4 auf
und kann gegebenenfalls an diesem fixiert sein. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel
ist der Reflektor 3 rotationssymmetrisch um die Symmetrieachse 6 aufgebaut.
Der Vorsprung 19 bildet eine kreisringförmige Auflagefläche für die Platine 9.
Statt eines einzigen, sich über
einen vollen Kreis um die Symmetrieachse 6 herum erstreckenden
Vorsprungs kann im vorliegenden Ausführungsbeispiel jedoch auch
eine Mehrzahl von Vorsprüngen
vorhanden sein, die entlang eines um die Symmetrieachse 6 herum
verlaufenden Kreises verteilt sind und deren Auflageflächen bspw. Kreisringsegmente
darstellen, die durch Bereiche, in denen keine Vorsprünge bzw.
Auflageflächen
vorhanden sind, voneinander getrennt sind.
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Die Öffnung 20 des
Reflektors 3 ist vorzugsweise durch eine transparente Scheibe 21 verschlossen,
um die im Inneren des Reflektors angeordnete Lichtquelle 9 zu
schützen.
Insbesondere kann die Scheibe 21 abnehmbar ausgestaltet
sein, um ein einfaches Auswechseln der Lichtquelle 9 zu
ermöglichen.
Sie kann aus Glas, Quarzglas, einem geeigneten Kunststoff oder dgl.
hergestellt sein.
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2 zeigt
einen Ausschnitt des Reflektorkörpers 4 in
einer geschnittenen Ansicht im Detail. Der Reflektorkörper 4 weist
an seiner Innenseite eine teilverspiegelte Reflektionsfläche 23 auf,
von der ein Teil des auf sie auftreffenden Lichtes der LEDs 11 in die
Beleuchtungsrichtung A reflektiert wird. Ein weiterer Teil des von
den LEDs 11 kommenden Lichtes dringt durch die teilverspiegelte
Reflektionsfläche 23 hindurch
in den Reflektorkörper 4 ein,
der im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Lichtleiter ausgestaltet ist. Dies kann beispielsweise dadurch
erreicht werden, dass das Reflektormaterial so gewählt ist, dass
ein in das Material eindringender Lichtstrahl (gestrichelt dargestellt)
von seinen Grenzflächen
total reflektiert wird und so bspw. der Endfläche 25 des Reflektorkörpers 4 zugeleitet
wird. Die Endfläche 25 ist
dann derart ausgestaltet, dass sie eine Austrittsfläche für das ihr
zugeleitete Licht bildet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Material
des Reflektorkörpers 4 außerdem derart
gewählt,
dass es einen Farbfilter für
das eindringende Licht darstellt. Das Herausfiltern bestimmter Wellenlängen des
einfallenden Lichtes der LED 11 innerhalb des Reflektorkörpers 4 führt dazu,
dass das Licht, welches aus der Austrittsfläche 25 austritt, eine
andere Farbe besitzt, als dasjenige Licht, welches von der Reflektionsfläche 23 in die
Beleuchtungsrichtung A reflektiert wird. Dadurch lassen sich beispielsweise
Scheinwerfer konstruieren, bei denen das in die Beleuchtungsrichtung
A reflektierte Licht einen Lichtkegel beispielsweise aus weißem Licht
bildet, welcher von einem Lichtkegelmantel aus farbigem Licht, beispielsweise
grünem Licht,
umgeben ist.
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Anstatt
die gesamte Endfläche 25 als
Austrittsfläche
auszubilden, ist es auch möglich,
lediglich Segmente 26 der Endfläche 25 als Austrittsflächen auszubilden,
wie dies beispielhaft in 3 dargestellt ist. Eine weitere
Möglichkeit
besteht beispielsweise darin, als Austrittsflächen konzentrische Ringflächen vorzusehen,
deren Breiten jeweils nur einem Bruchteil der Breite der ringförmigen Endfläche 25 entsprechen.
Es bestehen kaum Einschränkungen bei
der Wahl der Formen für
die Austrittsflächen,
so dass sich eine Vielzahl von möglichen
Gestaltungen ergibt.
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Wenn
mehrere getrennte Austrittsflächen 26 vorhanden
sind, können
den Austrittsflächen
auch getrennt ausgebildete Lichtleiter zugeordnet sein. Jeder Lichtleiter
kann dann als Farbfilter mit bestimmten – ggf. von den anderen Farbfiltern
verschiedenen – Filtereigenschaften
realisiert sein, so dass sich mittels einer einfarbigen Lichtquelle
eine Vielzahl von farbig leuchtenden Austrittsflächen realisieren lässt.
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Eine
Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels
ist in 4 in einer geschnittenen Detailansicht dargestellt.
Der Reflektorkörper 104 unterscheidet
sich vom in den 1 bis 3 dargestellten
Reflektorkörper 4 dadurch,
dass er aus einem Material hergestellt ist, welches das eintretende
Licht diffus streut. Auf diese Weise leuchtet der Reflektor 103 selbst
diffus, wenn der Scheinwerfer eingeschaltet ist. Dieses Leuchten
lässt sich
insbesondere wahrnehmen, wenn man den Scheinwerfer aus einer anderen
als der Beleuchtungsrichtung A betrachtet.
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Auch
in der Abwandlung kann das Material des Reflektorkörpers 104 so
gewählt
sein, dass es einen Farbfilter darstellt. Ebenso ist es möglich, verschiedene
Materialbereiche vorzusehen, welche Farbfilter mit verschiedenen
Filtereigenschaften bilden, so dass ein mehrfarbiges diffuses Leuchten
des Reflektorkörpers
realisierbar ist. Insbesondere können
dabei die Übergänge zwischen
den Filtereigenschaften sprunghaft oder fließend sein. Sprunghafte Übergänge führen dann
zu sprunghaften Farbänderungen,
wohingegen fließende Übergänge zu fließenden Farbänderungen
führen.
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5 zeigt
als ein zweites Ausführungsbeispiel
für die
Erfindung einen Scheinwerfer 201 mit einem erfindungsgemäßen Reflektor 203.
Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel
ist in der Aufnahme 205 des Reflektors 203 zusätzlich zu
der Lichtquelle 207 eine weitere Lichtquelle 208 angeordnet.
Die zweite Lichtquelle 208 befindet sich an der Unterseite
der Platine 209 der Lichtquelle 207 und umfasst
mindestens eine LED 210, welche den durch die Platine 209 abgeschlossenen
Innenraum des Reflektors 203 beleuchtet. Die Platine 209 liegt dabei
auf kreissegmentförmigen
Auflageflächen 219 auf,
wobei die kreissegmentförmigen
Auflageflächen 219 zusammengenommen
lediglich einen kleinen Ausschnitt einer vollständigen Kreisfläche um die Symmetrieachse 206 des
Reflektors 203 bilden.
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Die
Innenfläche
des Reflektors 203 ist im zweiten Ausführungsbeispiel lediglich im
Bereich zwischen der Platine 209 und der transparenten Scheibe 221 mit
einer Reflektionsfläche
ausgestattet. Diese Reflektionsfläche 223, die in Form
einer geeigneten Verspiegelung realisiert sein kann, reflektiert das
von den LEDs 211 ausgehende Licht vollständig in
die Beleuchtungsrichtung A.
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Der
von der Platine 209 abgeschlossene Raum 206 des
Reflektors 203 weist keine Reflektionsfläche auf.
Das Material des Reflektorkörpers 204 ist
derart gewählt,
dass im Bereich des abgeschlossenen Raumes 206 auf den
Reflektorkörper 204 auftreffendes
Licht in diesen eindringen kann und dann in Richtung auf Austrittsflächen, die
sich bspw. in den Endflächen 225 befinden,
geleitet wird.
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Statt
als Lichtleiter kann der Reflektorkörper 204 auch im zweiten
Ausführungsbeispiel
vollständig oder
teilweise derart ausgestaltet sein, dass er eintretendes Licht diffus
streut. 6 zeigt einen Ausschnitt aus
einem Reflektorkörper 204 mit
einem ersten, als Lichtleiter ausgebildeten Abschnitt 230 und einem
zweiten, diffus streuend ausgebildeten Abschnitt 231. Lage
und Gestalt der diffus streuenden Abschnitte 231 und der
lichtleitenden Abschnitte 230 können dabei in weiten Grenzen
frei gewählt
werden, so dass sich eine Vielzahl interessanter Lichteffekte realisieren
lässt.
Auch in dieser Ausgestaltung ist es wieder möglich, im Reflektorkörper 204 Materialien mit
Farbfiltereigenschaften zu verwenden. Da das vom Scheinwerfer in
die Beleuchtungsrichtung A abgegebene Licht jedoch aus einer anderen
Lichtquelle 207 als das vom Reflektor 203 abgegebene
Licht, d.h. das aus dem Reflektorkörper selbst austretende Licht,
stammt, lassen sich auch ohne Farbfiltereigenschaften des Materials
des Reflektorkörpers 204 Lichteffekte
mit verschiedenen Farben realisieren, nämlich einfach dadurch, dass
als Lichtquelle 208 eine Lichtquelle, bspw. eine LED, Verwendung
findet, welche Licht mit einer anderen Farbe ausstrahlt als die
Lichtquelle 207.
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Ein
drittes Ausführungsbeispiel
für die
vorliegenden Erfindung ist in 7 in einer
perspektivischen Ansicht dargestellt. 7 zeigt
einen erfindungsgemäßen Reflektor 303 mit
einem Reflektorkörper 304.
Der Reflektorkörper 304 ist
mit Auflageflächen 306 ausgestattet,
auf denen eine Platine mit LEDs zur Auflage kommen kann. Er umfasst
außerdem
als Lüftungsöffnungen
eine Reihe von Schlitzen 308, die allesamt in einem Bereich
des Reflektorkörpers 304 angeordnet
sind, welcher bei eingesetzter Platine aus der Beleuchtungsrichtung
gesehen hinter der Platine liegt. Die Schlitze 308 ermöglichen
eine Konvektionskühlung
der im Reflektor 303 angeordneten Elemente, insbesondere
der Platine und der LEDs. Auf diese Weise lässt sich die thermische Beanspruchung
der Platine und der LEDs oder anderer Lichtquellen sowie der elektrischen
Versorgungsleitungen und der Anschlüsse verringern und dadurch deren
Lebensdauer erhöhen.
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Besonders
vorteilhaft sind die Belüftungsschlitze 308,
wenn statt LEDs Glühlampen,
beispielsweise Halogenlampen, Verwendung finden, da diese im Betrieb
eine größere Hitze
als LEDs entwickeln und daher in besonders hohem Maße Kühlung benötigen.
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In
allen Ausführungsbeispielen
sind die Lichtquellen nicht auf die angegebenen Beispiele beschränkt. Vielmehr
können
alle Lichtquellen Verwendung finden, die sich zusammen mit Reflektoren
einsetzen lassen. Neben den Bereits erwähnten LEDs und Glühlampen
kommen beispielsweise auch Leuchtstoffröhren in Frage.
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In
den beschriebenen Ausführungsbeispielen
ist das Material des Reflektorkörpers
so gewählt, dass
es als Lichtleiter oder als diffuser Streuer fungiert. Mit einer
derartigen Wahl lassen sich besonders vorteilhafte Lichteffekte
erzielen. Es können
jedoch auch Materialien ohne diese Eigenschaften zum Herstellen
des Reflektorkörpers
Verwendung finden. Beispielsweise kann der Reflektorkörper einfach
aus einem transparenten Material hergestellt sein. Insbesondere
kann der Reflektorkörper
aus Glas oder Kunststoff, insbesondere aus Macrolon, hergestellt
sein.