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DE102004024574A1 - Vorrichtung zum Innenhochdruckumformen eines Hohlkörpers - Google Patents

Vorrichtung zum Innenhochdruckumformen eines Hohlkörpers Download PDF

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DE102004024574A1
DE102004024574A1 DE200410024574 DE102004024574A DE102004024574A1 DE 102004024574 A1 DE102004024574 A1 DE 102004024574A1 DE 200410024574 DE200410024574 DE 200410024574 DE 102004024574 A DE102004024574 A DE 102004024574A DE 102004024574 A1 DE102004024574 A1 DE 102004024574A1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zum Umformen eines Hohlkörpers (2) nach dem Innenhochdruckumformverfahren, mit einem Umformwerkzeug (3), in das der Hohlkörper (2) einlegbar ist, und mit einem Axialstempel (4) zur Abdichtung des Hohlkörpers (2). Eine Radialdichtung (7) liegt axial an einem Axialanschlag (6) und bei anliegendem Innenhochdruck radial an einer Innenseite (18) des Hohlkörpers (2) an. Eine Prallplatte (8) ist axial an der Radialdichtung (7) abgestützt, am Axialstempel (4) axial verstellbar gelagert und presst bei anliegendem Innenhochdruck die Radialdichtung (7) axial gegen den Axialanschlag (6) und spannt dadurch die Radialdichtung (7) nach radial außen vor. DOLLAR A Um eine Beschädigung der Radialdichtung (7) beim Einführen des Axialstempels (4) zu vermeiden, ist die Radialdichtung (7) so dimensioniert, dass ihr Außenquerschnitt bei fehlendem Innenhochdruck kleiner ist als ein Innenquerschnitt des Hohlkörpers (2) im unverformten Zustand, wobei Umformwerkzeug (3) und Axialstempel (4) so aufeinander abgestimmt sind, dass der Hohlkörper (2) axial am Axialanschlag (6) anliegt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umformen eines Hohlkörpers nach dem Innenhochdruckumformverfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
  • Aus der EP 1 170 070 A1 ist eine derartige Vorrichtung bekannt, die ein Umformwerkzeug aufweist, in dessen Formraum der umzuformende Hohlkörper einlegbar ist. Die Vorrichtung weist außerdem zumindest einen Axialstempel zur endseitigen Abdichtung des Hohlkörpers auf. Dieser Axialstempel besitzt einen Axialanschlag, eine Radialdichtung sowie eine Prallplatte. Die Radialdichtung liegt axial am Axialanschlag an und liegt außerdem bei im Hohlkörper anliegendem Innenhochdruck radial an einer Innenseite des Hohlkörpers an. Die Prallplatte ist axial an der Radialdichtung abgestützt und außerdem axial verstellbar am Axialstempel gelagert. Bei im Hohlkörper anliegendem Innenhochdruck presst die Prallplatte die Radialdichtung axial gegen den Axialanschlag an und spannt dadurch die Radialdichtung nach radial außen vor. Bei der bekannten Vorrichtung kommt es beim Einführen des Axialstempels in das offene Ende des Hohlkörpers zu einem linienförmigen Kontakt entlang einer ringförmigen Kontaktzone zwischen Radialdichtung und einer innenliegenden Endkante des Hohlkörpers. Dies wird durch eine entsprechende konische Formgebung an der Außenseite der Radialdichtung erreicht. Bei der Druckbeaufschlagung des Hohlkörpers verpresst die Prallplatte die Radialdichtung, wodurch sich diese radial auszudehnen sucht und in der Folge auch flächig an der Innenseite des Hohlkörpers zur Anlage kommt.
  • Da der umzuformende Hohlkörper regelmäßig aus Metall bestehen kann und da außerdem die Radialdichtung regelmäßig aus einem geeigneten, relativ flexiblen Kunststoff besteht, kann es durch die linienförmige Kontaktierung beim Einführen des Axialstempels in den Hohlkörper zu Beschädigungen der Radialdichtung kommen. Hierdurch kann die Standzeit der Radialdichtung reduziert werden, wodurch Wartungsintervalle für die Umformvorrichtung entsprechend verkürzt werden müssen.
  • Aus der DE 199 09 927 A1 ist eine andere Vorrichtung zum Innenhochdruckumformen eines Hohlkörpers bekannt, bei der zum endseitigen Verschließen des Hohlkörpers eine Dichteinrichtung verwendet wird, die ebenfalls einen Axialanschlag, eine Radialdichtung und eine Prallplatte umfasst. Die Radialdichtung ist dabei so dimensioniert, dass sie bereits beim Einsetzen in den Hohlkörper an dessen Innenseite radial zur Anlage kommt. Des Weiteren ist die Prallplatte mittels einer Feder in Richtung auf den Axialanschlag vorgespannt, so dass die Prallplatte auch bei fehlendem Innenhochdruck die Radialdichtung axial gegen den Axialanschlag verpresst und dadurch eine radiale Vorspannung der Radialdichtung gegen die Innenseite des Hohlkörpers bewirkt. Durch eine Druckbeaufschlagung des Hohlkörpers wird diese Vorspannung der Prallplatte und somit die Dichtwirkung der Radialdichtung verstärkt. Bei der bekannten Vorrichtung ist eine Kontaktzone zwischen der Prallplatte und der Radialdichtung kegelförmig gestaltet, wodurch die radiale Vorspannungswirkung der Radialdichtung aufgrund der axialen Verpressung zwischen Prallplatte und Axialanschlag verstärkt wird.
  • Auch bei dieser bekannten Vorrichtung ist das Einführen der Dichteinrichtung in das offene Ende des Hohlkörpers problematisch, da auch hier eine unerwünschte Kontaktierung zwischen dem in der Regel scharfkantigen Innenrand des Hohlkörpers und der vergleichsweise empfindlichen Radialdichtung quasi unvermeidbar ist.
  • Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, bei der insbesondere eine Beschädigungsgefahr für die Radialdichtung reduziert ist.
  • Dieses Problem wird erfindungsgemäße durch den Gegenstand des unabängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Radialdichtung so zu dimensionieren, dass bei fehlendem Innenhochdruck ein Radialspiel zwischen der Radialdichtung und der Innenseite des Hohlkörpers vorliegt. Auf diese Weise kann eine Kontaktierung der Innenseite des Hohlkörpers mit der Radialdichtung beim Einführen des Axialstempels vermieden werden. Dementsprechend sinkt die Gefahr einer Beschädigung der Radialdichtung. Die axiale Positionierung wird bei der Erfindung dadurch erreicht, dass der Hohlkörper endseitig am Axialanschlag zur Anlage kommt, wenn der Axialstempel die für den Umformvorgang vorgesehene Relativlage einnimmt.
  • Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung besitzt die Radialdichtung eine zylindrische Außenwand. Durch die axiale Verspannung der Radialdichtung kann dadurch besonders einfach eine möglichst große flächige radiale Kontaktierung mit der Innenseite des Hohlkörpers erreicht werden.
  • Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Die einzige 1 zeigt einen vereinfachten Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Bereich eines Axialstempels.
  • Entsprechend 1 umfasst eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1, die zum Umformen eines Hohlkörpers 2 nach dem sogenannten Innenhochdruckumformverfahren geeignet ist, ein Umformwerkzeug 3 sowie wenigstens einen Axialstempel 4. Das Umformwerkzeug 3 enthält einen Formraum 5, der auch als Matritze bezeichnet werden kann und in den der jeweils umzuformende Hohlkörper 2 einlegbar ist. Wie 1 entnehmbar ist, besitzt der Formraum 5 in den für die Aufweitung des Hohlkörpers 2 vorgesehenen Bereichen einen Innenquerschnitt, der größer ist als der Außenquerschnitt des noch unverformten Hohlkörpers 2.
  • Mit Hilfe des Axialstempels 4 kann ein offenes Ende des Hohlkörpers 2 für den Umformvorgang abgedichtet werden. Zu diesem Zweck besitzt der Axialstempel 4 einen Axialanschlag 6, eine Radialdichtung 7 sowie eine Prallplatte 8. Des Weiteren umfasst der Axialstempel 4 hier eine Stempelstange 9, die in eine Stempelspitze 10 übergeht, wobei diese Stempelspitze 10 beim endseitigen Abdichten des Hohlkörpers 2 in den Hohlkörper 2 hineinragt.
  • Die Stempelstange 9 durchsetzt zentrisch den Axialanschlag 6, die Radialdichtung 7 und die Prallplatte 8. Der Axialanschlag 6 ist fest an der Stempelstange 9 montiert. Für eine ordnungsgemäße Positionierung ist die Stempelspitze 10 über eine Ringschulter 11, die radial nach außen absteht, axial am Axialanschlag 6 abgestützt.
  • Die Stempelspitze 10 trägt die Radialdichtung 7 und die Prallplatte 8 und durchdringt dabei zentrisch die Radialdichtung 7 und die Prallplatte 8. Dabei ist die Radialdichtung 7 axial zwischen dem Axialanschlag 6 und der Prallplatte 8 angeordnet. Zur Positionierung der Radialdichtung 7 ist an der Stempelspitze 10 eine radial nach außen abstehende Ringstufe 12 ausgebildet, an welcher sich die Radialdichtung 7 an einer von der Prallplatte 8 abgewandten Seite radial innen axial abstützt.
  • Die Prallplatte 8 ist am Axialstempel 4 bzw. an dessen Stempelspitze 10 axial verstellbar gelagert, wozu hier zwischen der Prallplatte 8 und der Stempelspitze 10 ein axialer Schiebesitz 13 ausgebildet ist. Die Prallplatte 8 ist somit in axialer Richtung grundsätzlich frei entlang des Axialstempels 4 bzw. entlang der Stempelspitze 10 verstellbar. Begrenzt wird diese Verstellbarkeit an einer vom Axialanschlag 6 abgewandten Seite durch ein axiales Widerlager 14, das am Axialstempel 4 bzw. hier an der Stempelspitze 10 ausgebildet ist, zum Beispiel in Form eines in eine Ringnut eingesetzten Spannrings. Die Prallplatte 8 besitzt eine dem Axialanschlag 6 zugewandte axiale Anpressfläche 15, mit der die Prallplatte 8 axial an der Radialdichtung 7 anliegt. Zu diesem Zweck ist die Radialdichtung 7 an einer vom Axialanschlag 6 abgewandten Seite mit einer axialen Anlagefläche 16 ausgestattet, an welcher die Anpressfläche 15 der Prallplatte 8 zur Anlage kommt. Entsprechend der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform sind die Anpressfläche 15 und die Anlagefläche 16 gleich oder zumindest etwa gleich groß dimensioniert. Des Weiteren liegen bei der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform die Anpressfläche 15 und die Anlagefläche 16 jeweils vollständig in einer Ebene, die sich senkrecht zur Axialrichtung des Axialstempels 4 erstreckt.
  • Die Dimensionierung der Radialdichtung 7 erfolgt zweckmäßig so, dass sie bei fehlendem Innenhochdruck im Hohlkörper 2 die Prallplatte 8 axial gegen das Widerlager 14 vorspannt. Hierdurch wird gewährleistet, dass es zu keinem Axialspiel zwischen Radiallager 7 und Prallplatte 8 kommt, das die ordnungsgemäße Dichtungsfunktion des Axialstempels 4 beeinträchtigen könnte. Gleichzeitig liegt die Radialdichtung 7 an einer von der Prallplatte 8 abgewandten Seite axial am Axialanschlag 6 an, wodurch die Radialdichtung 7 in axialer Richtung abgestützt ist.
  • Die Radialdichtung 7 ist ringförmig ausgestaltet und zentral von der Stempelspitze 10 durchsetzt. Des Weiteren besitzt die Radialdichtung eine zylindrische Außenwand 17, während der Hohlkörper 2 zumindest im offenen Endbereich eine zylindrische Innenseite 18 aufweist.
  • Erfindungsgemäß ist die Radialdichtung 7 nun so dimensioniert, dass bei fehlendem Innenhochdruck ein Radialspiel 19 zwischen der Außenwand 17 der Radialdichtung 7 und der Innenseite 18 des Hohlkörpers 2 vorliegt. Mit anderen Worten, ein Außenquerschnitt der Radialdichtung 7 ist bei fehlendem Innenhochdruck kleiner als ein Innenquerschnitt des Hohlkörpers 2 im endseitig offenen Endbereich, zumindest vor der Innenhochdruckumformung des Hohlkörpers 2. Durch diese Maßnahme kann der Axialstempel 4 besonders einfach axial in das offene Ende des Hohlkörpers 2 eingeführt werden, ohne dass hierbei die Gefahr eines Kontakts zwischen dem Hohlkörper 2 und der Radialdichtung 7 besteht. Insbesondere kann dadurch ein Kontakt der in der Regel scharfkantigen innenliegenden Endkante des Hohlkörpers 2 mit der relativ weichen und dadurch vergleichsweise leicht verletzbaren Radialdichtung 7 vermieden werden.
  • Das Radialspiel 19 zwischen Radialdichtung und Hohlkörper 2 führt dazu, dass der Axialstempel 4 so weit in das offene Ende des Hohlkörpers 2 eingeführt werden kann, bis der Hohlkörper 2 mit seiner axialen Stirnseite 20 am Axialanschlag 6 axial zur Anlage kommt. Hierbei wird eine gewisse Abdichtung des Hohlkörpers 2 erreicht, die es erlaubt, im Hohlkörper 2 einen Druck aufzubauen. Das Umformwerkzeug 3 ist dabei auf geeignete Weise an den Axialstempel 4 angepasst, insbesondere stützt sich der Axialanschlag 6 ebenfalls axial am Umformwerkzeug 3 ab.
  • Die Dimensionierung der Radialdichtung 7 ist bezüglich ihres Außenquerschnitts zweckmäßig so gewählt, dass bei sämtlichen innerhalb einer vorgegebenen Toleranzbreite liegenden und somit im Betrieb der Vorrichtung 1 auftretenden Innenquerschnitten der Hohlkörper 2 stets ein Mindest-Radialspiel 19 zwischen dem Hohlkörper 2 und der Radialdichtung 7 besteht.
  • Bei einer Druckbeaufschlagung des Hohlkörpers 2 mit Innenhochdruck baut sich an der Prallplatte 8 eine in Richtung des Axialanschlags 6 wirksame Druckkraft auf, welche die Prall platte 8 gegen den Axialanschlag 6 antreibt. Da die Prallplatte 8 in axialer Richtung frei verstellbar am Axialstempel 4 bzw. an dessen Stempelspitze 10 gelagert ist, presst die Prallplatte 8 in der Folge die Radialdichtung 7 axial gegen den Axialanschlag 6. Damit die Radialdichtung 7 derart axial zwischen Prallplatte 8 und Axialanschlag 6 verpresst werden kann, ist die Radialdichtung 7 radial innen zwischen der Ringstufe 12 und der Anlagefläche 16 axial frei beweglich am Axialstempel 4 bzw. an der Stempelspitze 10 gelagert. Beispielsweise ebenfalls über den Schiebesitz 13. Die Prallplatte 8 kann somit in Folge des im Hohlkörper 2 anliegenden Innenhochdrucks die Radialdichtung 7 quetschen oder stauchen, was mit einer radial nach außen gerichteten Ausbreitung der Radialdichtung 7 einhergeht, da die Radialdichtung 7 radial innen am Axialstempel 7 bzw. an dessen Stempelspitze 10 radial abgestützt ist, so dass sich die Radialdichtung 7 bei ihrer axialen Verpressung nur radial nach außen ausdehnen kann. Die axiale Verpressung der Radialdichtung 7 führt somit zu einer radialen Anlage der Radialdichtung 7 an der Innenseite 18 des Hohlkörpers 2 sowie zu einer nach radial außen orientierten Vorspannung der Radialdichtung 7 gegen die Innenseite 18 des Hohlkörpers 2. Auf diese Weise wird der Hohlkörper 2 endseitig effektiv abgedichtet. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, dass die wirksamen Dichtungskräfte vom Innenhochdruck abhängen, so dass ein erhöhter Innenhochdruck zu einer entsprechenden Erhöhung der Dichtungswirkung führt.
  • Bei der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform ist die Prallplatte 8 ebenfalls ringförmig ausgestaltet und von der Stempelspitze 10 zentral durchsetzt. Durch eine entsprechende Abstimmung von Außenquerschnitt und Innenquerschnitt der Prallplatte 8 kann die in Axialrichtung wirksame Vorspannkraft in Abhängigkeit des Innenhochdrucks vorgegeben werden.
  • Zur Vermeidung einer Leckage kann es zweckmäßig sein, radial zwischen der Prallplatte 8 und dem Axialstempel 4 bzw. dessen Stempelspitze 10 ein radial wirkendes Dichtelement 21 anzuordnen. Bei der hier gezeigten Variante ist zu diesem Zweck an einer radial innen liegenden Seite der Prallplatte 8 eine ringförmige Aufnahmenut 22 ausgebildet, in welche das Dichtelement 21 eingesetzt ist, das zweckmäßig ebenfalls ringförmig ausgestaltet ist. Auf diese Weise wird das Dichtelement 21 zusammen mit der Prallplatte 8 axial entlang der Stempelspitze 10 verstellt und kann dabei in jeder Relativlage seine Dichtfunktion gewährleisten.
  • Bei der hier gezeigten besonderen Ausführungsform enthält der Axialstempel 4 außerdem einen zentralen axialen Durchgangskanal 23. Durch diesen Durchgangskanal 23 kann der Hohlkörper 2 mit dem Innenhochdruck beaufschlagt werden.

Claims (12)

  1. Vorrichtung zum Umformen eines Hohlkörpers (2) nach dem Innenhochdruckumformverfahren, – mit einem Umformwerkzeug (3), in dessen Formraum (5) der Hohlkörper (2) einlegbar ist, und – mit wenigstens einem Axialstempel (4) zur endseitigen Abdichtung des Hohlkörpers (2), der einen Axialanschlag (6), eine Radialdichtung (7) und eine Prallplatte (8) aufweist, – wobei die Radialdichtung (7) axial am Axialanschlag (8) anliegt und bei im Hohlkörper (2) anliegendem Innenhochdruck radial an einer Innenseite (8) des Hohlkörpers (2) anliegt, – wobei die Prallplatte (8) axial an der Radialdichtung (7) abgestützt ist, am Axialstempel (4) axial verstellbar gelagert ist und bei im Hohlkörper (2) anliegendem Innenhochdruck die Radialdichtung (7) axial gegen den Axialanschlag (6) presst und dadurch die Radialdichtung (7) nach radial außen vorspannt, dadurch gekennzeichnet, – dass die Radialdichtung (7) so dimensioniert ist, dass ihr Außenquerschnitt bei fehlendem Innenhochdruck kleiner ist als ein endseitiger Innenquerschnitt des Hohlkörpers (2) im unverformten Zustand, – dass Umformwerkzeug (3) und Axialstempel (4) so aufeinander abgestimmt sind, dass der Hohlkörper (2), zumindest beim Anlegen des Innenhochdrucks im Hohlkörper (2), axial am Axialanschlag (6) anliegt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialdichtung (7) eine zylindrische Außenwand (17) aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialdichtung (7) ringförmig ausgestaltet ist und von einer Stempelspitze (10) des Axialstempels (4) zentrisch durchsetzt ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (8) ringförmig ausgestaltet ist und von einer Stempelspitze (10) des Axialstempels (4) zentrisch durchsetzt ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass radial zwischen der Prallplatte (8) und der Stempelspitze (10) ein radial wirkendes Dichtelement (21) angeordnet ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (8) radial innen eine ringförmige Aufnahmenut (22) aufweist, in der das ringförmige Dichtelement (21) angeordnet ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialdichtung (7) bei fehlendem Innenhochdruck die Prallplatte (8) vom Axialanschlag (6) weg axial gegen ein am Axialstempel (4) ausgebildetes axiales widerlager (14) vorspannt.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine axiale Anpressfläche (15) der Prallplatte (8), mit der die Prallplatte (8) axial an einer axialen Anlagefläche (16) der Radialdichtung (7) anliegt, gleich groß ist wie diese Anlagefläche (16).
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressfläche (15) und die Anlagefläche (16) vollständig in einer Ebene liegen, die sich senkrecht zur Axialrichtung erstreckt.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine die Radialdichtung (7) und die Prallplatte (8) tragende Stempelspitze (10) des Axialstempels (4) axial über eine Ringschulter (11) am Axialanschlag (6) abstützt.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Radialdichtung (7) an einer von der Prallplatte (8) abgewandten Seite radial innen an einer radial vorstehenden, am Axialstempel (4) ausgebildeten Ringstufe (12) axial abstützt.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialstempel (4) zentral einen axialen Durchgangskanal (23) aufweist, durch den hindurch der Hohlkörper (2) mit dem Innenhochdruck beaufschlagbar ist.
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