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DE102004024388A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Bestimmen einer Radposition - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Bestimmen einer Radposition Download PDF

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DE102004024388A1
DE102004024388A1 DE200410024388 DE102004024388A DE102004024388A1 DE 102004024388 A1 DE102004024388 A1 DE 102004024388A1 DE 200410024388 DE200410024388 DE 200410024388 DE 102004024388 A DE102004024388 A DE 102004024388A DE 102004024388 A1 DE102004024388 A1 DE 102004024388A1
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wheel
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Frank Fischer
Herbert Froitzheim
Stefan Hammes
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Abstract

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bestimmen einer Radposition weist eine Empfangseinrichtung auf, die dazu ausgelegt ist, ein Beschleunigungssignal des Beschleunigungssensors zu empfangen. Die Vorrichtung weist ferner eine Auswerteeinrichtung auf, die basierend auf einer Störkomponente des Beschleunigungssignals die Position des Rades bestimmt. Der erfindungsgemäße Ansatz kann vorteilhafterweise in Verbindung mit bekannten Vorne/Hinten-Lokalisierungsverfahren eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die genaue Position eines Rades bestimmen. Ferner wird der Aufwand zur Links/Rechts Lokalisierung reduziert, wodurch keine aufwändigen Antennen und Langwelleneinheiten zum Ansprechen einer Radelektronik benötigt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein entsprechendes Verfahren gemäß Anspruch 14 sowie Beschleunigungssensoren gemäß den Ansprüchen 9 und 13.
  • Bei direkt messenden Reifendruckkontrollsystemen kommuniziert eine rad- oder reifenmontierte Elektronik mit einer fahrzeugfesten Empfangs- bzw. Auswerteeinheit. Momentan erfassen Radelektroniken in regelmäßigen Zeitabständen eine Beschleunigung, ebenso wie Druck und Temperatur. Die Auswerteeinheit empfängt Datentelegramme und ordnet sie mithilfe eines mitgesendeten Identifizierungscodes einer bestimmten Radelektronik zu. Es wäre zwar möglich, aus dem Identifizierungscode auf eine bestimmten Radposition am Fahrzeug zu schließen, zum Beispiel „vorne links", allerdings setzt diese Art der Positionsbestimmung voraus, dass sich die Radpositionen beispielsweise nach einem Reifenwechsel nicht verändern. Wird ein altes durch ein neues Rad ersetzt, muss zudem darauf geachtet werden, dass die Radelektronik des neuen Rades entsprechend der vorgesehenen Position das Rades am Fahrzeug eingestellt wird. Dies erfordert eine entsprechende Programmierung der Radelektronik.
  • Zur Positionsbestimmung eines Rades können auch so genannte Triggerantennen benutzt werden. Das US-Patent US 5,880,363 beschreibt ein System, bei dem mittels eines Langwellensignals genau eine Radelektronik zur Emission eines Datentelegramms mit einem speziellen Identifikationssignal angeregt wird. Durch zyklisches Anregen aller Radpositionen werden die Identifikationscodes der zugeordneten Radelektroniken erfasst. Die hierfür speziell hierfür erforderlichen Lang wellenantennen auf der Fahrzeugseite und Langwellenempfangseinheiten auf der Radseite verursachen jedoch zusätzliche Kosten.
  • Bei einer anderen Vorgehensweise wird eine Feldstärke eines von einer Radelektronik ausgesendeten Funktelegramms analysiert, das von dem Fahrzeug empfangen wird. Das Europäische Patent EP 0 763 437 B1 beschreibt ein System, bei dem die Feldstärke des Funktelegramms mittels vier, jeweils in Radnähe montierter Antennen analysiert wird. Der Einbauort der Antenne mit der höchsten gemessenen Feldstärke identifiziert das Ursprungsrad des Telegramms. Für die Antenneninstallation ist jedoch ein hoher Aufwand erforderlich.
  • Das Europäische Patent EP 1 003 647 B1 beschreibt eine Möglichkeit zur Links/Rechts Lokalisierung eines Rades mittels Beschleunigungssensoren. Dabei gibt das Vorzeichen der im Rad gemessenen Beschleunigung die Fahrzeugseite an. Hierzu ist jedoch ein separater Beschleunigungssensor erforderlich, der zusätzliche Kosten verursacht. Andere Verfahren mit Beschleunigungssensoren benötigen für die Links/Rechts Lokalisierung ein bestimmtes Fahr- oder Streckenprofil. Dies hat lange Konvergenzzeiten zur Folge.
  • Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bestimmen einer Radposition sowie Beschleunigungssensoren vorzuschlagen, die einen möglichst geringen technischen Aufwand erfordern.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1, Beschleunigungssensoren mit den Merkmalen von den Ansprüchen 9 und 13 sowie einem Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 14 gelöst.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Räder auf der Beifahrerseite oftmals einem anderen Beschleunigungsprofil ausgesetzt sind als Räder auf der Fahrerseite. Häufig ist ein Fahrbahnbelag auf der Beifahrerseite eines Fahrzeuges unebener als auf der Fahrerseite. Unebenheiten am Rande eines Fahrstreifens werden beispielsweise durch einen Übergang des Fahrbahnbelages in einen Grünstreifen oder Markierungen zur Begrenzung des Fahrstreifens hervorgerufen.
  • Diese Unebenheiten verursachen in den Signalen von Beschleunigungssensoren Störkomponenten, die zur Bestimmung einer Radposition ausgewertet werden können. Unter einer Störkomponente wir hierbei jede aufgrund einer Fahrbahnunebenheit verursachte Veränderung eines Signals eines Beschleunigungssensors im Rad gegenüber dem Signal verstanden, das der Beschleunigungssensor auf einer im Wesentlichen ebenen Fahrbahnoberfläche erzeugt.
  • Wann genau eine derartige Abweichung als Störkomponenten klassifiziert wird, kann basierend auf statistischen Mittelwerten oder konkreten Messwerten bestimmt werden. Beispielsweise können hierzu die Unterschiede der Beschleunigungssignale bei unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen wie einer asphaltierten Straße mit wenigen Fahrbahnunebenheiten und Schlaglöchern, einer asphaltierten Straße mit vielen Fahrbahnunebenheiten und Schlaglöchern und einer Schotterpiste ausgewertet werden. Abhängig von den dabei gewonnenen Messwerten können die entsprechenden Störkomponenten und deren Unterschiede ermittelt werden. Der Unterschied zwischen einer Störkomponenten aufgrund einer asphaltierten Straße mit wenigen Fahrbahnunebenheiten und Schlaglöchern und einer Schotterpiste kann dann als Grundlage für die Auswertung der Position von Rädern eingesetzt werden.
  • Die Erfindung betrifft nun konkret eine Vorrichtung zum Bestimmen einer Position eines Rades an einem Fahrzeug, wobei das Rad einen Beschleunigungssensor aufweist. Die Vorrichtung weist ferner eine Empfangseinrichtung, die ausgebildet ist, um ein Beschleunigungssignal des Beschleunigungssensors zu empfangen und eine Auswerteeinrichtung auf, die ausgebildet ist, um basierend auf einer im Wesentlichen aufgrund von Fahrbahnunebenheiten hervorgerufenen Störkomponente des Beschleunigungssignals die Position des Rades zu bestimmen. Unter Position des Rades wird hier insbesondere verstanden, ob sich das Rad, in Fahrtrichtung gesehen, auf der rechten oder der linken Fahrzeugseite, bzw. auf der Fahrerseite oder der Beifahrerseite befindet.
  • Wie bereits oben erläutert, kann eine Fahrbahnunebenheit eine Störkomponente im Signal eines Beschleunigungssensors bewirken, der in einem Rad zur Aufnahme der Beschleunigung des Rads montiert ist. Der erfindungsgemäße Ansatz kann vorteilhafterweise in Verbindung mit bekannten Vorne/Hinten-Lokalisierungsverfahren eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die genaue Position eines Rades bestimmen.
  • Die Vorteile der Erfindung liegen ferner in einer Reduktion eines apparativen Aufwandes zur Links/Rechts Lokalisierung. Es werden keine aufwändigen Antennen und keine Langwelleneinheiten zum Ansprechen einer Radelektronik wie beim eingangs geschilderten Stand der Technik benötigt.
  • Vorzugsweise weist die oben beschriebene Auswerteeinrichtung eine Vergleichseinrichtung auf, um die Störkomponente mit einem Referenzwert zu vergleichen und abhängig von einem Vergleichsergebnis die Position des Rades zu bestimmen. Über den Referenzwert kann auf einfache Weise eine Entscheidung darüber herbeigeführt werden, ob eine Störkomponente von einem Rad auf der Fahrerseite oder der Beifahrerseite stammt.
  • Eine solche Entscheidung kann beispielsweise bereits in der Radelektronik durchgeführt werden, ohne dass Beschleunigungsdaten weiterer Räder erforderlich sind.
  • In einer weiteren Ausgestaltung kann die Empfangseinrichtung ausgebildet sein, um ein weiteres Beschleunigungssignal eines weiteren Beschleunigungssensors eines weiteren Rades zu empfangen. Die Vergleichseinrichtung kann dabei ferner ausgebildet sein, um eine weitere Störkomponente des weiteren Beschleunigungssignals als Referenzwert zu empfangen. Der Vorteil eines weiteren Beschleunigungssignals als Referenzsignal liegt darin, dass ein direkter Vergleich zwischen zwei ermittelten Störkomponenten ermöglicht wird. Auf diese Weise können Einflüsse beidseitiger Fahrbahnunebenheiten, beispielsweise auf einer Schotterstraße, eliminiert werden.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Auswerteeinrichtung Teil der Radelektronik. In diesem Fall kann das Störsignal bereits in dem Beschleunigungssensor oder der Radelektronik gefiltert und dort von der Auswerteeinrichtung ausgewertet werden. Dies hat den Vorteil, dass eine geringere Datenmenge, nämlich die von der Auswerteeinrichtung aus dem Störsignal ermittelten Daten über eine Funkverbindung von der Radelektronik an die Vorrichtung zum Bestimmen der Position übertragen werden muss.
  • Alternativ kann auch die Empfangseinrichtung die Auswerteinrichtung und einen Hochpassfilter aufweisen, um die Störkomponente aus dem Beschleunigungssignal zu ermitteln. Dies hat den Vorteil, dass an der Radelektronik nicht geändert werden muss, also bereits auf dem Markt befindliche Radelektroniken eingesetzt werden können. Es ist lediglich eine Modifikation einer bereits vorhandenen Empfangseinrichtung erforderlich.
  • In einer weiteren Ausgestaltung kann das Beschleunigungssignal einen Beschleunigungswert bereitstellen. Die Auswerteeinrichtung kann dazu eine Speichereinrichtung zum Speichern einer Mehrzahl von Beschleunigungswerten aufweisen und ausgebildet sein, um als Störkomponente eine Streuung der Mehrzahl von Beschleunigungswerten zu ermitteln. Ein wesentlicher Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, dass an bestehenden Radelektroniken mit Beschleunigungssensoren keine Modifikationen vorgenommen werden müssen.
  • Die Speichereinrichtung kann ferner ausgebildet sein, um ein Fahrzeuggeschwindigkeitssignal zu empfangen und die Mehrzahl von Beschleunigungswerten einer Fahrzeuggeschwindigkeit zuzuordnen. Dabei kann die Auswerteeinrichtung ausgebildet sein, um die Streuung von, zu einer definierten Fahrzeuggeschwindigkeit zugeordneten Beschleunigungswerten zu ermitteln.
  • Ferner kann die Auswerteeinrichtung ausgebildet sein, um eine Anzahl von zu einer Fahrzeuggeschwindigkeit gespeicherten Beschleunigungswerten zu ermitteln und als Folge einer vorbestimmten Anzahl, die Fahrzeuggeschwindigkeit mit der vorbestimmten Anzahl an gespeicherten Beschleunigungswerten als definierte Fahrzeuggeschwindigkeit zu bestimmen. Dies hat den Vorteil, dass Beschleunigungssensoren in unterschiedlichen Rädern nicht synchronisiert werden müssen. Eine Synchronisation der erfassten Beschleunigungswerte kann in der Vorrichtung zum Bestimmen über die Zuordnung der erfassten Beschleunigungswerte zu einer aktuellen Fahrzeuggeschwindigkeit erfolgen.
  • Die im Folgenden beschriebenen Beschleunigungssensoren können vorteilhafterweise in Zusammenhang mit einer der oben beschriebenen Vorrichtung zum Bestimmen einer Position eines Rades eingesetzt werden.
  • Die Erfindung betrifft ferner einen Beschleunigungssensor zum Erfassen einer Beschleunigung eines Rades, mit einer Messeinrichtung, die ausgebildet ist, um ein der Beschleunigung des Rades entsprechendes Sensorsignal bereitzustellen, und einer Verarbeitungseinrichtung mit einem Hochpassfilter, die ausgebildet ist, um einen im Wesentlichen aufgrund von Fahrbahnunebenheiten verursachten Störanteil des Sensorsignals zu ermitteln und auszugeben.
  • Der Beschleunigungssensor kann zudem einen Tiefpassfilter zum Ermitteln eines Nutzanteils des Sensorsignals aufweisen und ausgebildet sein, um als Folge einer vorbestimmten Beschleunigung das Beschleunigungssignal auszugeben. Eine Ausgabe des Beschleunigungssignals abhängig von einer vorbestimmten Beschleunigung ermöglicht eine Synchronisation von erfassten Beschleunigungswerten. Zusätzlich können auf diese Weise gezielt Messwerte ausgewählt werden. Eine dauerhafte Ausgabe und Übertragung des Beschleunigungssignals ist nicht erforderlich.
  • Ferner kann der Beschleunigungssensor eine Sendeeinrichtung zum Aussenden des Beschleunigungssignals aufweisen. Eine Sendeeinrichtung ist vorteilhaft, um das in dem Rad erzeugte Beschleunigungssignal über eine Funkverbindung zu übertragen.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann der Beschleunigungssensor ferner eine radinterne Vergleichseinrichtung aufweisen, um den Störanteil mit einem Referenzwert zu vergleichen und abhängig von einem radinternen Vergleichsergebnis die Position des Rades zu bestimmen und als ein radinternes Positionssignal auszugeben. Eine radinterne Vergleichseinrichtung ermöglicht eine schnelle Positionsbestimmung eines Ra des unabhängig von, in anderen Rädern erfassten Beschleunigungswerten.
  • Die Erfindung betrifft ferner einen Beschleunigungssensor zum Erfassen einer Beschleunigung eines Rades, mit einer Messeinrichtung, die ausgebildet ist, um die Beschleunigung des Rades zu erfassen und einer Überwachungseinrichtung, die ausgebildet ist, um als Folge einer vorbestimmte Beschleunigung eine Mehrzahl von Beschleunigungswerten an eine Vorrichtung zum Bestimmen zu übermitteln. Eine Bereitstellung von Beschleunigungswerten als Folge einer erfassten, vorbestimmten Beschleunigung hat den Vorteil, dass sehr schnell eine zur Positionsbestimmung erforderliche Anzahl von synchronisierten Beschleunigungswerten erfasst und bereitgestellt werden kann.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Bestimmen einer Position eines Rades an einem Fahrzeug, wobei das Rad einen Beschleunigungssensor aufweist. Das Verfahren beinhaltet einen Schritt des Empfangens eines Beschleunigungssignals des Beschleunigungssensors und einen Schritt des Bestimmens der Position des Rades basierend auf einer Störkomponente des Beschleunigungssignals.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung entnehmbar.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Fahrzeuges mit einem Beschleunigungssensor und einer Vorrichtung zum Bestimmen einer Position eines Rades an dem Fahrzeug gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • 2 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Bestimmen einer Position eines Rades gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
  • 3 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Bestimmen einer Position eines Rades gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
  • 4 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Bestimmen einer Position eines Rades gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • In den Figuren der Zeichnung sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Signale – sofern nichts anderes angegeben ist – mit denselben Bezugszeichen versehen worden.
  • Obgleich die vorliegende Erfindung vorstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar.
  • 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Fahrzeuges 100 mit einem ersten Rad 102 und einem zweiten Rad 103. Das Fahrzeug kann sich auf einer Fahrbahn 104 bewegen. Die Fahrbahn 104 weist Unebenheiten 106 auf.
  • Die folgende Beschreibung bezieht sich auf das erste Rad 102. Die Beschreibung trifft jedoch sinngemäß auf alle gezeigten Räder 102, 103 und insbesondere auch auf, sich auf einer gegenüberliegenden Fahrzeugseite befindlichen Räder (nicht gezeigt in den Figuren) des Fahrzeuges zu. Das Rad 102 weist eine Radelektronik mit einem Beschleunigungssensor 110 auf. Der Beschleunigungssensor 110 ist mit einer am Fahrzeug angeordneten Auswerteeinheit verbunden. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Auswerteeinheit eine Vorrichtung 120 zum Bestimmen einer Position eines Rades auf.
  • Der Beschleunigungssensor 110 ist ausgebildet, um über eine Messeinrichtung (nicht gezeigt in den Figuren) eine Beschleunigung des Rades 102 zu erfassen. Üblicherweise weist der Beschleunigungssensor 110 bzw. die Radelektronik eine Sendeantenne (in den Figuren nicht gezeigt) auf, um über eine Funkstrecke ein ermitteltes Beschleunigungssignal 130 an eine Empfangsantenne (nicht gezeigt in den Figuren) der Vorrichtung 120 bzw. der Auswerteeinheit zu senden.
  • Die von dem Beschleunigungssensor 110 erfasste Beschleunigung des Rades wird zum einen durch eine Fahrzeugbeschleunigung 146, beispielsweise aufgrund eines Bremsvorganges oder eines Beschleunigungsvorganges und zum anderen durch Fahrbahnunebenheiten 106 hervorgerufen. Unebenheiten 106 in Form von Fahrbahnerhöhungen oder Fahrbahnvertiefungen bewirken eine Aufwärtsbewegung oder Abwärtsbewegung des Rades 102. In 1 ist eine Aufwärtsbewegung 148 des Rades 102 gezeigt.
  • Bei dem Beschleunigungssensor 110 oder alternativ einer Mehrzahl von Beschleunigungssensoren handelt es sich zum Beispiel um mikromechanische Bauelemente bekannter Bauart, die in unterschiedlicher Lage und Position in der Radelektronik verbaut sein können. Die Beschleunigungssensoren 110 messen und übertragen das eigentliche Nutzsignal auf Grund der Fahrzeugbeschleunigung 146, dem allerdings Störsignale auf Grund der Fahrbahnunebenheiten 106 überlagert sind.
  • Die durch Fahrbahnunebenheiten 106 hervorgerufenen, hochfrequenten Störungen im Beschleunigungssignal der Radelektroniken auf der Beifahrerseite unterscheiden sich von den hochfrequenten Störungen im Beschleunigungssignal der Radelektroniken auf der Fahrerseite. Dieser Unterschied wird durch die beschriebene unterschiedliche Fahrbahnbeschaffenheit auf Fahrerseite und Beifahrerseite hervorgerufen. Durch Vergleich der gemessenen Beschleunigungssignale der Radelektroniken werden die Radelektroniken mit dem höheren Störanteil bestimmt. Diese befinden sich dann auf der Beifahrerseite und werden im Reifendruckkontrollsystem dieser Fahrzeugseite zugeordnet.
  • Der Beschleunigungssensor sowie die Vorrichtung zum Bestimmen einer Position eines Rades können Teil eines herkömmlichen Reifendruckkontrollsystem (nicht gezeigt in den Figuren) sein. Ein solches Reifendruckkontrollsystem weist Sensoren zur Erfassung von Rad- oder Reifenzustandsgrößen, eine rad- oder reifenmontierte Elektronik, im folgenden als Radelektronik bezeichnet, eine Funkübertragungsstrecke mit fahrzeugmontiertem Empfänger und rad- oder reifenmontiertem Sender sowie eine fahrzeugfeste Auswerteeinheit auf.
  • 2 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 220 zum Bestimmen einer Position eines Rades gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung 220 weist eine Empfangseinrichtung 222 und eine Auswerteeinrichtung 224 auf. Die Vorrichtung 220 ist ausgebildet, um ein Beschleunigungssignal 230 zu empfangen und abhängig von dem Beschleunigungssignal 230 ein Positionssignal 232 auszugeben, das eine Position des Rades anzeigt, von dem das Beschleunigungssignal stammt. Das Positionssignal kann von einer weiteren Fahrzeugelektronik (nicht gezeigt in den Figuren) ausgewertet werden. Das Beschleunigungssignal 230 stammt beispielsweise von dem in 1 gezeigten Beschleunigungssensor 110.
  • Die Empfangseinrichtung 222 ist ausgebildet, um das Beschleunigungssignal 230 zu empfangen und ein, von dem Beschleunigungssignal 230 abgeleitetes Beschleunigungswertesignal 232 an die Auswerteeinrichtung 224 bereitzustellen. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Auswerteeinrichtung 224 ferner ausgebildet, um ein Referenzsignal 238 zu empfangen und mit dem Beschleunigungswertesignal 232 zu vergleichen. Dazu weist die Auswerteeinrichtung 224 eine Vergleichseinrichtung (nicht gezeigt in den Figuren) auf. Abhängig von einem Vergleichsergebnis zeigt die Auswerteeinrichtung 224 über das Positionssignal 232 an, ob sich das Rad, dem das Beschleunigungssignal 230 entstammt, auf einer linken oder einer rechten Fahrzeugseite befindet.
  • Abhängig davon, ob das Beschleunigungssignal 230 von einem Rad auf der Fahrerseite oder der Beifahrerseite des Fahrzeuges stammt, weist das Beschleunigungswertesignal 234 einen geringeren oder einen größeren Anteil einer Störkomponente aufgrund von Fahrbahnunebenheiten auf. Stammt das Beschleunigungssignal 230 von der Fahrerseite, so ist die Störkomponente geringer ausgeprägt als wenn das Beschleunigungssignal 230 von der sich am Fahrbahnrand befindlichen Beifahrerseite stammt. Das Referenzsignal gibt einen Vergleichswert an, um zu entscheiden, ob der Störanteil einem Rad von der Fahrerseite oder der Beifahrerseite stammt.
  • Gemäß diesem Ausführungsbeispiel misst der Beschleunigungssensor, beispielsweise der in 1 gezeigte Beschleunigungssensor 110 für einen bestimmten Zeitraum permanent oder mit sehr kurzen Abtastzeiten die Beschleunigung. Daten werden üblicherweise nur während der Fahrt gesammelt. Um Energie zu sparen wird dieser Modus bei Fahrzeugstillstand oder niedrigen Geschwindigkeiten unterbrochen. Wenn genügend Daten gesammelt und ausgewertet worden sind, sodass eine Aussage über die links/rechts Orientierung der Radelektronik getroffen werden kann, kann dieser Modus ebenfalls beendet werden und die Radelektronik misst die Beschleunigung nur noch in bestimmten Zeitabständen.
  • Das von dem Beschleunigungssensor gemessene Sensorsignal wird durch Frequenzfilter in seine Bestandteile zerlegt. Das Sensorsignal weist ein Nutzsignal, das der Fahrzeugbeschleunigung entspricht und ein Störsignal, das von Fahrbahnunebenheiten hervorgerufen ist, auf. Das Nutzsignal wird mittels Tiefpassfilter (nicht gezeigt in den Figuren) aus dem Sensorsignal bestimmt. Je nach Ausrichtung des Beschleunigungssensors in der Radelektronik enthält das Sensorsignal noch die Erdbeschleunigung, die dem Nutzsignal sinusförmig überlagert ist und mittels eines Bandpassfilters (nicht gezeigt in den Figuren) extrahiert werden kann. Die von den Fahrbahnunebenheiten erzeugten Beschleunigungen überlagern das Nutzsignal als hochfrequentes Störsignal. Das Störsignal wird mittels eines Hochpassfilters (nicht gezeigt in den Figuren) extrahiert. Der in dieser Erfindung beschriebene Effekt findet sich im Rauschanteil des Beschleunigungssignals, also in dem hochfrequenten Signalanteil.
  • Eine Entscheidung über die links/rechts Orientierung der Radelektronik kann entweder in der Radelektronik oder in einer Auswerteeinheit auf Fahrzeugseite stattfinden.
  • Wird die Entscheidung über die links/rechts Orientierung in der Radelektronik durchgeführt, so ist die in 2 gezeigte Vorrichtung 220 in der Radelektronik, also im Rad selber, angeordnet. In diesem Fall wird das Beschleunigungssignal 230 direkt, und nicht über eine Funkverbindung von dem Beschleunigungssensor an die Empfangseinrichtung 222 be reitgestellt. Das Positionssignal 232 wird über eine Funkverbindung an die Auswerteeinheit auf der Fahrzeugseite ausgegeben. Zur Bestimmung der Radposition ist nur ein einziges Rad erforderlich, da eine Bewertung der Störkomponente über einen absoluten Datenvergleich, gegen in der Radelektronik abgelegte Referenz- oder Schwellwerte durchgeführt wird. Da bei diesem Ausführungsbeispiel ein relativer Vergleich mit Daten anderer Radelektroniken fehlt, kann es beispielsweise bei sehr unebenen Fahrbahnen zu Fehlentscheidungen kommen. Um dies zu umgehen, ist es beispielsweise möglich, die in der Radelektronik abgelegten Referenz- oder Schwellwerte je nach Fahrbahnbeschaffenheit anzupassen.
  • Alternativ kann die Vorrichtung 220 auch auf der Fahrzeugseite angeordnet sein. In diesem Fall wird von der Radelektronik das Beschleunigungssignal 230 über eine Funkstrecke an die Empfangseinrichtung 230 übertragen. Das Positionssignal 232 kann direkt in der Auswerteeinheit weiterverarbeitet werden.
  • 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 320 zum Bestimmen einer Position eines Rades. Die Vorrichtung 320 weist eine Empfangseinrichtung 322 und eine Auswerteeinrichtung 324 auf. Die Vorrichtung 320 ist ausgebildet, um das Beschleunigungssignal 230 und ein weiteres Beschleunigungssignal 330 eines weiteren Rades zu empfangen und abhängig von den Beschleunigungssignalen 230, 330 das Positionssignal 232 auszugeben, das eine Position des Rades anzeigt, von dem das Beschleunigungssignal 230 oder alternativ das Beschleunigungssignal 330 stammt.
  • Die Empfangseinrichtung 322 ist ausgebildet, um aus dem Beschleunigungssignal 230 das Beschleunigungswertesignal 234 und aus dem weiteren Beschleunigungssignal 330 ein weiteres Beschleunigungswertesignal 334 zu erzeugen und an die Aus werteeinrichtung 324 bereitzustellen. Die Auswerteeinrichtung 324 ist ausgebildet, um die zwei Beschleunigungswertesignale 234, 334 miteinander zu vergleichen. Dasjenige Beschleunigungswertesignal 234, 334 mit der größeren Störkomponente stammt von dem Rad auf der Beifahrerseite. Dieses Vergleichsergebnis wird über das Positionssignal 232 ausgegeben.
  • Um sicherzustellen, dass mindestens ein Beschleunigungswertesignal von der Fahrerseite und mindestens ein Beschleunigungswertesignal von der Beifahrerseite stammt, sind typischerweise alle Räder des Fahrzeuges mit einem Beschleunigungssensor ausgestattet und die Vorrichtung zum Bestimmen der Position eines Rades ist ausgebildet, um Beschleunigungssignale von allen Rädern zu empfangen und auszuwerten.
  • Eine endgültige Positionsbestimmung erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel auf der Fahrzeugseite. Dies hat den Vorteil, dass Beschleunigungsinformationen relativ zu Beschleunigungsinformationen anderer Radelektroniken ausgewertet werden können. Die Auswerteeinrichtung 324 empfängt als Referenzsignal keine gespeicherten Referenzwerte sondern die Störsignale der verschiedenen Radelektroniken. Die Radelektroniken mit dem größeren Anteil im hochfrequenten Bereich des Beschleunigungssignals 230, 330 werden der Beifahrerseite zugeordnet, die Radelektroniken mit dem geringeren Anteil im hochfrequenten Bereich werden der Fahrerseite zugeordnet.
  • Um eine Synchronisation der Beschleunigungssignale 230, 330 zu erreichen, messen die in den Räder angeordneten Beschleunigungssensoren nach Erkennen einer Radbewegung über einen bestimmten Zeitraum permanent oder mit sehr kurzen Abtastzeiten die auftretenden Beschleunigungen. Somit ist für alle am Fahrzeug montierten Radelektroniken eine gewisse Synchronisation gewährleistet. Nachdem genügend Daten in der Rad elektronik gesammelt und ausgewertet worden sind, überträgt die Radelektronik den Anteil des hochfrequenten Störsignals per Funk als Beschleunigungssignal 230, 330 zur Auswerteeinheit auf der Fahrzeugseite. In diesem Ausführungsbeispiel ist das hochfrequente Störsignal, wie bereits in 2 beschrieben, aus dem Sensorsignal ausgefiltert worden. Die Empfangseinrichtung 322 empfängt, somit bereits die hochfrequenten Störsignale in Form der Beschleunigungssignale 230, 330, die der Auswerteeinrichtung 324 unverändert als Beschleunigungswertesignal 234, 334 bereitgestellt werden können.
  • Eine weitere Möglichkeit um eine Synchronisation der Sensorsignale zu erreichen besteht darin, in der Radelektronik die Frequenzanteile des Sensorsignals für verschiedene Beschleunigungsbänder, zum Beispiel 11 –20g, 21 –30g, 31 –40g,... zu ermitteln. Für jedes Beschleunigungsband überträgt die Radelektronik den Anteil des hochfrequenten Störsignals des Sensorsignals per Funk zur Auswerteeinheit auf der Fahrzeugseite. Sammlung, Vergleich der Daten sowie eine Zuweisung der Radelektroniken findet dann in der Auswerteeinheit auf der Fahrzeugseite statt.
  • Alternativ können die Beschleunigungssignale unbearbeitete Sensorsignale übertragen. In diesem Fall weist die Empfangseinrichtung einen Hochpassfilter (nicht gezeigt in den Figuren) auf, um die Störkomponenten aus den Beschleunigungssignalen herauszufiltern und als Beschleunigungswertesignale an die Auswerteeinrichtung bereitzustellen.
  • 4 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 420 zum Bestimmen einer Position eines Rades gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung 420 weist eine Empfangseinrichtung 422 und eine Auswer teeinrichtung 424 mit einer Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426 sowie einer Vergleichseinrichtung 428 auf.
  • Die Empfangseinrichtung 422 ist ausgebildet zum Empfangen eines Beschleunigungssignals 430 und zum Bereitstellen eines Beschleunigungswertesignals 434 an die Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426. Das Beschleunigungswertesignal 434 stellt eine Mehrzahl von Beschleunigungswerten an die Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426 bereit, die von der Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426 gespeichert werden.
  • Die Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426 ist ausgebildet, um eine Streuung der gespeicherten Beschleunigungswerte zu ermitteln. Die Streuung kann durch bekannte Auswerteverfahren berechnet werden. Wenn die Beschleunigungswerte einem Beschleunigungsband entsprechen, so wird die Streuung hauptsächlich durch die Fahrbahnunebenheiten hervorgerufen.
  • Die Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426 ist mit der Vergleichseinrichtung 428 verbunden, und stellt die ermittelte Streuung an die Vergleichseinrichtung 428 bereit. Die Vergleichseinrichtung 428 ist ausgebildet, um über ein Referenzsignal 438 einen Referenzwert für die Streuung zu empfangen und mit der ermittelten Streuung zu vergleichen. Wenn die Beschleunigungswerte von einem Rad auf der Beifahrerseite stammen ist die Streuung größer, als wenn die Beschleunigungswerte von einem Rad auf der Fahrerseite stammen. Abhängig von einem Vergleichsergebnis gibt die Auswerteeinrichtung 424 das Positionssignal aus, das eine Position des Rades, von dem die Beschleunigungswerte stammen, anzeigt.
  • In diesem Ausführungsbeispiel ist die Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426 ausgebildet, um eine Geschwindigkeitssignal zu empfangen, dass eine aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit angibt. Dadurch können die Beschleunigungswerte in der Speicher- und Mittelwerteinrichtung 426 einer Fahrzeuggeschwindigkeit oder einem Fahrzeuggeschwindigkeitsband zugeordnet werden. Es werden solange Beschleunigungswerte erfasst und gespeichert, bis für eine Geschwindigkeit eine vorbestimmte Anzahl an Beschleunigungswerten erfasst ist. Anschließend wird die Streuung speziell für die Beschleunigungswerte dieser Geschwindigkeit ermittelt.
  • Alternativ kann die Vorrichtung 420 entsprechend dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ausgebildet sein, um eine Mehrzahl von Beschleunigungssignalen von unterschiedlichen Rädern zu empfangen. In diesem Fall werden die Streuungen der Beschleunigungswerte pro Rad ermittelt und miteinander verglichen. Ein Referenzsignal ist nicht erforderlich.
  • Bei einem Vergleich von Streuungen unterschiedlicher Räder ist eine Synchronisation der erfassten Beschleunigungswerte erforderlich, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Beschleunigungssensoren in den Radelektroniken der Räder messen und übertragen in regelmäßigen Zeitabständen die Beschleunigung. Die Radelektroniken in den einzelnen Rädern sind untereinander nicht synchronisiert, sodass die Beschleunigungen bei unterschiedlichen Fahrzeuggeschwindigkeiten erfasst und übertragen werden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel werden in der Auswerteeinheit auf der Fahrzeugseite die übertragenen Beschleunigungen zusammen mit der aktuellen Fahrzeuggeschwindigkeit abgelegt oder in Geschwindigkeitsbänder einsortiert (zum Beispiel 70–72 km/h, 73–75 km/h, 76–78 km/h...), wodurch eine Vergleichbarkeit der Daten zwischen den Radelektroniken geschaffen wird. Sobald in einem Geschwindigkeitsband genügend Daten von allen Radelektroniken vorhanden sind, wird für jede Radelektronik die Streuung der Beschleunigungen ermittelt. Radelektroniken auf Beifahrerseite haben eine größere Signalstreuung als Radelektroniken auf Fahrerseite.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel erfolgt die Synchronisation der Beschleunigungswerte nicht geschwindigkeitsabhängig, sondern als Folge einer vordefinierten erfassten Beschleunigung. Dazu messen und übertragen die Beschleunigungssensoren in den Radelektroniken in regelmäßigen Zeitabständen die Beschleunigung. Wenn die gemessene Beschleunigung in einem bestimmten Bereich liegt, werden weitere Beschleunigungsmessungen in sehr kurzen Zeitabständen durchgeführt. Der bestimmte Bereich kann in den Beschleunigungssensoren definiert sein, oder beispielsweise von der Vorrichtung zum Bestimmen der Position eines Rades bestimmt und an die Radelektronik übermittelt werden. Somit wird für einen bestimmten Beschleunigungsbereich eine Synchronisation der Daten und der Datenmenge zwischen den Radelektroniken erreicht. In diesem Beschleunigungsbereich wird also die anfallende Datenmenge erhöht, wodurch sehr schnell eine Aussage über die links/recht Orientierung der Radelektroniken getroffen werden kann. Die Daten werden per Funk, zum Beispiel in großen Paketen mit mehreren Beschleunigungsdaten pro Telegram, an die Vorrichtung zum Bestimmen der Position eines Rades in der Auswerteeinheit auf der Fahrzeugseite übertragen. In der Vorrichtung zum Bestimmen der Position eines Rades wird aufgrund der übermittelten Beschleunigungswerte die Streuung der Beschleunigung pro Radelektronik bestimmt und es erfolgt eine Zuweisung der Radelektronik auf eine Fahrzeugseite.
  • Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind beispielhaft gewählt und können miteinander kombiniert werden. Insbesondere kann es je nach Ausführungsbeispiel vorteilhaft sein, bestimmte Schritte zum Bestimmen einer Position eines Rades in der Radelektronik und andere in der am Fahrzeug angeordneten Auswerteeinheit zu realisieren. Dadurch können bereits verfügbare Komponenten sinnvoll eingesetzt werden. Alternativ können auch alle beschriebenen Schritte in der Radelektronik ausgeführt werden. Die Radelektronik und die Auswerteeinheit können durch Mikroprozessoren oder integrierte Schaltungen realisiert sein, auf denen das beschriebene Verfahren ausgeführt werden kann.

Claims (14)

  1. Vorrichtung (220; 320; 420) zum Bestimmen einer Position eines Rades (102) an einem Fahrzeug (100), wobei das Rad einen Beschleunigungssensor (110) aufweist, mit einer Empfangseinrichtung (222; 322; 422), die ausgebildet ist, um ein Beschleunigungssignal (130; 230; 430) des Beschleunigungssensors zu empfangen; mit einer Auswerteeinrichtung (224; 324; 424), die ausgebildet ist, um basierend auf einer im Wesentlichen durch Fahrbahnunebenheiten hervorgerufenen Störkomponente des Beschleunigungssignals die Position (232; 432) des Rades zu bestimmen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (224; 324; 424) eine Vergleichseinrichtung (428) aufweist, die ausgebildet ist, um die Störkomponente mit einem Referenzwert (238; 330; 438) zu vergleichen und abhängig von einem Vergleichsergebnis die Position (232; 432) des Rades zu bestimmen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinrichtung (322) derart ausgebildet ist, um ein weiteres Beschleunigungssignal (330) eines weiteren Beschleunigungssensors eines weiteren Rades zu empfangen, und wobei die Vergleichseinrichtung ferner ausgebildet ist, um eine weitere Störkomponente (334) des weiteren Beschleunigungssignals als Referenzwert zu empfangen.
  4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung Teil der Radelektronik ist oder die Empfangseinrichtung die Auswerteinrichtung und einen Hochpassfilter aufweist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschleunigungssignal einen Nutzsignalanteil und einen hochfrequenten Störsignalanteil aufweist, wobei der Störsignalanteil dem Nutzsignalanteil überlagert ist und wobei die Empfangseinrichtung einen Hochpassfilter aufweist, um die Störkomponente aus dem Beschleunigungssignal zu ermitteln.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschleunigungssignal (430) einen Beschleunigungswert (434) bereitstellt, wobei die Auswerteeinrichtung (424) eine Speichereinrichtung (426) zum Speichern einer Mehrzahl von Beschleunigungswerten aufweist und wobei die Auswerteeinrichtung ferner ausgebildet ist, um als Störkomponente eine Streuung (436) der Mehrzahl von Beschleunigungswerten zu ermitteln.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichereinrichtung (426) ausgebildet ist, um ein Fahrzeuggeschwindigkeitssignal (439) zu empfangen, um die Mehrzahl von Beschleunigungswerten (434) einer entsprechenden Fahrzeuggeschwindigkeit zuzuordnen, und wobei die Auswerteeinrichtung (424) ausgebildet ist, um die Streuung (436) von, zu einer definierten Fahrzeuggeschwindigkeit zugeordneten Beschleunigungswerten zu ermitteln.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung ausgebildet ist, um eine Anzahl von, zu einer Fahrzeuggeschwindigkeit gespeicherten Beschleunigungswerten zu ermitteln und als Folge einer vorbestimmten Anzahl, die Fahrzeuggeschwindigkeit mit der vorbestimmten Anzahl an gespeicherten Beschleunigungswerten als definierte Fahrzeuggeschwindigkeit zu bestimmen.
  9. Beschleunigungssensor zum Erfassen einer Beschleunigung eines Rades, mit einer Messeinrichtung, die ausgebildet ist, um ein der Beschleunigung des Rades entsprechendes Sensorsignal bereitzustellen, und mit einer Verarbeitungseinrichtung mit einem Hochpassfilter, die ausgebildet ist, um einen Störanteil des Sensorsignals zu ermitteln und als Beschleunigungssignal auszugeben.
  10. Beschleunigungssensor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung einen Tiefpassfilter zum ermitteln eines Nutzanteils des Sensorsignals aufweist und ausgebildet ist, um als Folge einer vorbestimmten Beschleunigung das Beschleunigungssignal auszugeben.
  11. Beschleunigungssensor nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschleunigungssensor ferner eine Sendeeinrichtung zum Aussenden des Beschleunigungssignals aufweist.
  12. Beschleunigungssensor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschleunigungssensor ferner eine radinterne Vergleichseinrichtung aufweist, um den Störanteil mit einem Re ferenzwert zu vergleichen und abhängig von einem radinternen Vergleichsergebnis die Position des Rades zu bestimmen und als ein radinternes Positionssignal auszugeben.
  13. Beschleunigungssensor zum Erfassen einer Beschleunigung eines Rades, mit einer Messeinrichtung, die ausgebildet ist, um die Beschleunigung des Rades zu erfassen, mit einer Überwachungseinrichtung, die ausgebildet ist, um als Folge einer erfassten vorbestimmten Beschleunigung eine Mehrzahl von Beschleunigungswerten als Beschleunigungssignal auszugeben.
  14. Verfahren zum Bestimmen einer Position eines Rades an einem Fahrzeug, wobei das Rad einen Beschleunigungssensor aufweist, mit folgenden Schritten: (a) Empfangen eines Beschleunigungssignals des Beschleunigungssensors; und (b) Bestimmen der Position des Rades basierend auf einer Störkomponente des Beschleunigungssignals.
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