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DE102004024354A1 - Antrieb für eine Stanz- oder Umformmaschine - Google Patents

Antrieb für eine Stanz- oder Umformmaschine Download PDF

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DE102004024354A1
DE102004024354A1 DE102004024354A DE102004024354A DE102004024354A1 DE 102004024354 A1 DE102004024354 A1 DE 102004024354A1 DE 102004024354 A DE102004024354 A DE 102004024354A DE 102004024354 A DE102004024354 A DE 102004024354A DE 102004024354 A1 DE102004024354 A1 DE 102004024354A1
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DE
Germany
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pressure
switching valve
switching
tank
control
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Withdrawn
Application number
DE102004024354A
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English (en)
Inventor
Stefan Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bosch Rexroth AG
Original Assignee
Bosch Rexroth AG
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Publication date
Application filed by Bosch Rexroth AG filed Critical Bosch Rexroth AG
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Abstract

Offenbart ist ein hydraulischer Antrieb für eine Stanz- oder Umformmaschine, bei der Druckräume eines Stanz- oder Arbeitszylinders über ein stetig verstellbares Ventil und ein Schaltventil mit einem Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagbar sind. Bei einem Antrieb mit besonders gutem dynamischem Verhalten wird ein in Einfahrrichtung wirksamer Druckraum zum Aufbringen einer großen Kraft von dem vergleichsweise hohen Versorgungsdruck auf einen niedrigeren Druck, beispielsweise Tankdruck, umgeschaltet. Offenbart ist des Weiteren ein für einen derartigen Antrieb geeignetes Schaltventil, das eine in Schließrichtung und eine in Öffnungsrichtung wirksame Steuerfläche hat. Das Schaltventil ist zusätzlich mit einer weiteren Steuerfläche ausgeführt, die beim Schalten des Schaltventils wirksam wird und somit das Schaltventil in Richtung seiner Schaltposition zusätzlich beaufschlagt oder die zusätzliche Steuerfläche wirkt in Richtung der Grundposition des Schaltventils und wird beim Umschalten praktisch wirkungslos geschaltet, so dass das Schaltventil ebenfalls in seiner Schaltposition gehalten wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Antrieb für eine Stanz- oder Umformmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und ein für derartige Antriebe vorgesehenes Schaltventil.
  • Stanzmaschinen, insbesondere schnell laufende Nibbelmaschinen haben einen beispielsweise als Differentialzylinder ausgeführten Arbeits- oder Stanzzylinder, über den das Stanzwerkzeug betätigt wird. Das Aus- und Einfahren des Zylinders erfolgt hydraulisch, wobei der Hub mittels eines stetig verstellbaren Ventils – im folgenden Regelventil genannt – gesteuert wird.
  • Der Stanzvorgang ist üblicherweise in drei Teilbereiche unterteilt, wobei zunächst der Stanzzylinder – oder genauer gesagt, dessen Kolben – im Eilgang ausgefahren wird und diese Ausfahrbewegung mit relativ hoher Geschwindigkeit und geringer Kraft erfolgt. Beim Stanzen wird der Stanzzylinder mit einer hohen Kraft beaufschlagt. Der Rückhub des Stanzzylinders erfolgt dann wieder mit hoher Geschwindigkeit und vergleichsweise geringer Kraft. Im Stand der Technik sind einige Lösungen offenbart, bei denen die vorgeschriebenen Geschwindigkeits- und Kraftverhältnisse durch geeignetes Verbinden von Druckräumen des Stanzzylinders mit einer Hochdruckquelle, einer Niederdruckquelle oder einem Tank erfolgt.
  • So ist aus der DE 37 35 123 A1 ein Stanzzylinder mit zwei Wirkflächen bekannt, wobei eine größere Wirkfläche in Ausfahrrichtung und eine kleinere Wirkfläche des Stanzzylinders in Einfahrrichtung wirkt. Diese Wirkflächen lassen sich mittels eines Regelventils und eines zugeordneten vorgesteuerten Schaltventils mit dem von einer Hochdruckpumpe gelieferten Druck oder mit Tankdruck beaufschlagen. Das Umschalten des Schaltventils erfolgt in Abhängigkeit vom Lastdruck in dem in Ausfahrrichtung wirksamen Druckraum, wobei zum Stanzen der in Einfahrrichtung wirksame Druckraum durch Umschalten des Schaltventils mit dem Tankdruck beaufschlagt wird, so dass der Stanzzylinder mit großer Kraft in Ausfahrrichtung beaufschlagt ist.
  • Nachteilig bei dieser Lösung ist, dass das vorgesteuerte Schaltventil äußerst komplex aufgebaut ist und dass durch die direkte Versorgung über die Hochdruckpumpe die bei schnell laufenden Stanzmaschinen erforderliche Dynamik nur schwierig realisierbar ist.
  • Die DE 37 20 266 C2 zeigt ebenfalls einen Stanzzylinder mit zwei von entgegengesetzt wirkenden Wirkflächen begrenzten Druckräumen, wobei der in Einfahrrichtung wirksame Druckraum über ein Niederdruckventil und ein Hochdruckventil mit einer Niederdruckquelle, einer Hochdruckquelle oder Tank verbindbar ist. Der in Ausfahrrichtung wirksame Druckraum ist stets mit der Niederdruckquelle verbunden. Die Betätigung der Ventile erfolgt über eine Nockensteuerung. Da über die Ventile zwei unterschiedliche Versorgungsdrücke und Tankdruck aufgeschaltet werden können, zeigt diese Lösung eine gegenüber der vorbeschriebenen Lösung verbesserte Dynamik. Nachteilig ist jedoch der komplizierte Aufbau der Ventilanordnung mit der Nockensteuerung und den beiden Ventilen zur Verbindung des in Ausfahrrichtung wirksamen Druckraums mit dem Hochdruck-, Niederdruckkreis oder mit dem Tank.
  • Bei beiden vorbeschriebenen Lösungen ist der Stanzzylinder mit lediglich zwei Druckräumen ausgeführt. In der US 4,348,943 ist ein Stanzzylinder offenbart, der mit drei Druckräumen ausgeführt ist, wobei zwei Druckräume von in Ausfahrrichtung wirksamen Wirkflächen und ein dritter Druckraum von einer in Einfahrrichtung mit Druck beaufschlagbaren Wirkfläche begrenzt sind. Bei dieser bekannten Lösung werden die Druckräume über ein Regelventil entweder vom Druck in einem Hochdruckspeicher oder vom Druck in einem Tankspeicher beaufschlagt. Dem Regelventil ist ein Schaltventil zugeordnet, über das in Abhängigkeit vom Lastdruck in einem in Ausfahrrichtung wirksamen Druckraum der zweite, in Ausfahrrichtung wirksame Druckraum mit dem Hochdruckspeicher verbunden wird, um das Stanzen mit großer Kraft durchzuführen. Vorversuche zeigten, dass auch dieser bekannte hydraulische Antrieb mit drei Druckräumen bei schnell laufenden Stanzmaschinen bei bestimmten Betriebsbedingungen die gewünschten hohen Hubzahlen nicht ermöglicht.
  • Das gleiche gilt für eine aus der US 6,240,758 bekannten Lösung, bei der ebenfalls ein Stanzzylinder mit drei Druckräumen offenbart ist, von denen zwei mit in Ausfahrrichtung wirksamen Wirkflächen und einer mit in Einfahrrichtung druckbeaufschlagter Wirkfläche begrenzt ist. Auch bei dieser Lösung wird eine der in Ausfahrrichtung wirkenden Wirkflächen über ein elektrisch betätigbares Schaltventil zum Stanzen (hohe Kraft, geringe Geschwindigkeit) mit Hochdruck beaufschlagt und ansonsten mit einem Tank verbunden.
  • Ein weitere Nachteil der vorbeschriebenen Lösungen, bei denen das Umschalten zwischen Hochdruck und Niederdruck (und umgekehrt) über ein vom Lastdruck betätigtes Schaltventil erfolgt, zeigte sich in der praktischen Erprobung: Beim Umschalten und der damit einhergehenden sprunghaften Änderung der Druckbeaufschlagung der Wirkflächen kann es vorkommen, dass der auf das Schaltventil wirkende Lastdruck während des Umschaltens springt und somit das Schaltventil ungewollt umschaltet, so dass der Schaltzustand der Schaltventile während des Umschaltens der Wirkflächen undefiniert ist.
  • Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen Antrieb für Stanz- oder Umformmaschinen sowie ein dafür geeignetes Schaltventil zu schaffen, die auch bei hohen Hubzahlen das Aufbringen großer Kräfte zum Stanzen/Umformen ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Antriebs durch die Merkmalskombination des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich des Schaltventils durch die Merkmalskombination des nebengeordneten Patentanspruchs 7 gelöst.
  • Der erfindungsgemäße Antrieb für eine Stanz- oder Umformmaschine hat einen Arbeitszylinder, der drei Wirkflächen aufweist, wobei zwei der jeweils einem Druckraum zugeordneten Wirkflächen in einer Richtung (Ausfahrrichtung/Einfahrrichtung) und die andere Wirkfläche in Gegenrichtung auf den Kolben des Arbeitszylinders wirkt. Die Druckmittelbeaufschlagung der Druckräume erfolgt mittels einer Ventilanordnung, die ein Schaltventil sowie ein stetig verstellbares Ventil aufweist, über die die Druckräume mit einem höheren oder einem niedrigeren Versorgungsdruck oder einem Tankdruck verbindbar sind.
  • Erfindungsgemäß ist ein in Einfahrrichtung des Kolbens wirksamer Druckraum über das Schaltventil in seiner Grundposition mit dem höheren Versorgungsdruck und bei Überschreiten eines vorbestimmten Lastdrucks mit dem niedrigeren Versorgungsdruck oder dem Tankdruck beauf schlagt. D.h. bei der erfindungsgemäßen Lösung wird eine von drei Wirkflächen zum Stanzen abgeschaltet.
  • Es zeigte sich, dass mit einer derartigen Lösung höhere Hubzahlen realisierbar sind, als dies bei herkömmlichen Lösungen der Fall ist, bei denen die hohe Kraft durch Zuschalten eines dritten Druckraums bewirkt wird. Die für die hohe Eigenfrequenz des Zylinders verantwortliche, mit dem Regelventil verbundene Kolbenfläche wird nicht teilweise abgeschaltet, d. h. nicht reduziert.
  • Erfindungsgemäß wird somit nicht eine in Ausfahrrichtung wirksame Fläche zugeschaltet, sondern eine in Einfahrrichtung, d.h. entgegengesetzt der Arbeitsrichtung wirksame Wirkfläche abgeschaltet, falls die maximalen Zylinderkräfte aufgebracht werden sollen. Bei dieser Lösung wird der Stanzzylinder mit einer zusätzlichen Ringfläche ausgebildet, die über das Schaltventil entweder mit einem geeigneten Versorgungsdruck oder mit dem Tank verbindbar ist.
  • Mittels des erfindungsgemäßen Schaltventils lässt sich der negative Effekt des springenden Lastdrucks beim Umschalten vermeiden. Erfindungsgemäß wird das vorgesteuerte Schaltventil mit einer zusätzlichen Steuerfläche ausgeführt, die entweder nach einem bestimmten Hub des Schaltventils wirksam ist, so dass dieses nicht mehr bei einem kurzfristigen Absinken des Lastdrucks umschaltet. Alternativ dazu kann eine zusätzliche Steuerfläche auch beim Umschalten weggeschaltet werden, um das Schaltventil in seiner Schaltstellung zu belassen und dafür zu sorgen, dass erst nach dem Vollenden des Stanzvorgangs wieder zurückgeschaltet wird.
  • Bei der letztgenannten Alternative kann sich das Flächenverhältnis der drei Steuerflächen des Schaltventils an dem Verhältnis der Wirkflächen des Arbeitszylinders orientieren. Die Steuerflächen des Schaltventils bilden dann die Flächenverhältnisse des Arbeitszylinders in geeigneter Weise nach, so dass das Schaltventil entsprechend der äußeren Lasten geschaltet wird. Das normierte Flächenverhältnis der Steuerflächen kann dann beispielsweise etwa um den Faktor 0,4 bis 0,6 kleiner als das normierte Flächenverhältnis der Zylinderflächen gewählt sein.
  • Ein mit dem vorbeschriebenen Schaltventil ausgeführter hydraulischer Antrieb zeigt ein wesentlich besseres dynamisches Verhalten als die eingangs diskutierten bekannten Lösungen.
  • Der erfindungsgemäße Antrieb wird vorzugsweise als Einkreissystem mit Hochdruckquelle und einem Tank ausgeführt.
  • Der Energiebedarf während des Rückzugs des Arbeitszylinders, d.h. während der Bewegung des Kolbens weg vom Werkstück, ist verringert, wenn die in Einfahrrichtung (Rückzug) wirksame Wirkfläche oder der Ringraum des Arbeitszylinders nicht mit dem höheren Versorgungsdruck sondern mit einem niedrigeren Druck beaufschlagt werden.
  • Zur Dämpfung von Druckmittelschwankungen ist es vorteilhaft, in der Tankleitung einen Tankleitungsdämpfer vorzusehen.
  • Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
  • Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein Anwendungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Schaltventil, bei einem Antrieb mit einem Stanzzylinder, der eine in Ausfahrrichtung wirksame zusätzliche Wirkfläche hat;
  • 2 ein Schaltventil nach 1 mit abgeänderter Ansteuerung.
  • 3 ein Ausführungsbeispiel eines Antriebs einer Stanzmaschine mit einem Stanzzylinder, der eine in Einfahrrichtung wirksame zusätzliche Wirkfläche hat;
  • 4 ein Anwendungsbeispiel eines Schaltventils bei einer Schaltung, bei der ein Ringraum des Stanzzylinders über das Schaltventil entweder mit einem hohen oder einem niedrigen Versorgungsdruck beaufschlagbar ist;
  • 5 ein Anwendungsbeispiel eines Schaltventils bei einem Antrieb, bei dem der Ringraum mit einem Versorgungsdruck beaufschlagt oder mit dem Tank verbunden ist,
  • 6 und 7 Varianten der Anwendungsbeispiele gemäß den 2 und 3 und
  • 8 und 9 Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Schaltventilen.
  • 1 zeigt ein stark vereinfachtes Schaltschema eines Antriebs einer schnell laufenden Nibbelmaschine, der mit einem erfindungsgemäßen Schaltventil 10 ausgeführt ist. Bei derartigen Nibbelmaschinen werden Zylinderkräfte bis zu 30 Tonnen aufgebracht, wobei die Ein- und Ausfahrbewegung des Stanzzylinders innerhalb von 20 ms erfolgt.
  • Die Schaltung gemäß 1 hat einen Stanzzylinder 1, der einen Ringraum 6 aufweist. Dieser ist über einen Kolben 2 von einem oberen Zylinderraum 4 abgetrennt. In diesem Bereich ist der Stanzzylinder 1 mit einem zusätzlichen Druckraum 12 ausgeführt, in den ein sich vom Kolbenboden weg erstreckender Axialvorsprung 14 des Kolbens 2 eintaucht und somit den Druckraum 12 mit einer Stirnfläche 13 stirnseitig begrenzt. Der Druckraum 12 ist mit einem Arbeitsanschluss B eines Schaltventils 10 verbunden, das in seiner dargestellten Grundposition (a) den Druckraum 12 mit einem Tankanschluss S verbindet, der über eine Tankleitung 16 mit einem Tank T verbunden ist. Ein Druckanschluss P des Schaltventils 10 ist mit einem Arbeitsanschluss A eines Regelventils 8 verbunden, der je nach Stellung des Regelkolbens des Regelventils 8 mit einem Druckanschluss P oder einem mit dem Tank T verbundenen Tankanschluss S verbindbar ist. Der Druckanschluss P des Regelventils 8 ist über eine Zulaufleitung 18 mit einer einen vergleichsweise hohen Versorgungsdruck bereitstellenden Druckmittelquelle, beispielsweise einer Pumpe oder einem Hochdruckspeicher verbunden. Der Ringraum 6 ist über eine Zweigleitung 20 mit der Zulaufleitung 18 verbunden. Der Druck in der Zweigleitung 20 wird über eine Steuerleitung 22 abgegriffen und zu einer in Richtung der Grundposition (a) wirksamen kleineren Steuerfläche 23 des Schaltventils 10 geführt. Der Arbeitsanschluss A des Regelventils 8 ist über einen Zulauf 24 mit dem Zylinderraum 4 verbunden. Der Druck in diesem Zulauf 24 wird über eine weitere Steuerleitung 26 abgegriffen und beaufschlagt eine in Richtung der Schaltstellung (b) wirksame kleinere Steuerfläche 27 des Schaltventils 10. Nach einem vorbestimmten Hub des Schaltventilkolbens wird eine größere Steuerfläche 29 in Richtung der Schaltstel lung (b) zusätzlich wirksam, so dass das Schaltventil 10 auch bei durch das Umschalten hervorgerufenen Lastdruckschwankungen in der Schaltstellung (b) gehalten wird. Durch diese zusätzliche Steuerfläche 29 wird somit beim Umschalten der Wirkflächen des Arbeitszylinders eine negative Auswirkung durch das Springen der Lastdrücke verhindert, so dass das Umschaltventil in einem definierten Schaltzustand gehalten wird.
  • Zum Einleiten des Stanzvorganges, d.h. zum Ausfahren des Stanzzylinders 1 wird das Regelventil 8 in den Bereich der mit (1) gekennzeichneten Regelpositionen (in Abhängigkeit vom Hub des Stanzzylinders 1) gebracht, so dass der Ringraum 6 und der Zylinderraum 4 mit dem Versorgungsdruck HD beaufschlagt sind. Aufgrund der Flächendifferenz des Kolbens 2 fährt der Stanzzylinder 1 aus und es baut sich ein Lastdruck im Zylinderraum 4 auf. Bei vergleichsweise geringen Lastdrücken befindet sich das Schaltventil 10 in seiner federvorgespannten Grundposition (a), so dass der zusätzliche Druckraum 12 zum Tank T hin druckentlastet ist. Bei Überschreiten eines vorbestimmten Lastdruckniveaus wird das Schaltventil 10 gegen den in Richtung der Grundposition wirksamen Versorgungsdruck und die Kraft einer Rückstellfeder in seine mit (b) gekennzeichnete Schaltstellung umgeschaltet, in der die Verbindung zum Tank T abgesperrt und der Arbeitsanschluss B mit dem Druckanschluss P verbunden ist, so dass der Versorgungsdruck HD im Druckraum 12 auf die Stirnfläche 13 wirksam wird und somit entsprechend die vom Stanzzylinder 1 aufgebrachte Stanzkraft erhöht wird. Nach dem Stanzen sinkt der Lastdruck ab, das Schaltventil 10 schaltet wieder in seine Grundstellung (a) um, wobei ein vorzeitiges Umschalten durch die zusätzliche Steuerfläche 29 verhindert ist.
  • Zum Rückzug des Stanzzylinders 1, d.h. zum Einfahren des Kolbens 2 wird das Regelventil in den Bereich seiner mit (2) gekennzeichneten Regelposition verfahren, in der der Zylinderraum 4 mit dem Tank T verbunden ist und der Druckraum 12 durch das Umschalten des Schaltventils 10 in seine Grundposition (a) ebenfalls mit dem Tank T verbunden ist. Der Stanzzylinder 1 wird durch den im Ringraum 6 wirksamen Versorgungsdruck in seine Startposition zurückgeschoben.
  • Ein gewisser Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass im überwiegenden Betriebsbereich (30% der maximal verfügbaren Stanzkraft, hohe Hubzahlen) das Schaltventil 10 nicht umgeschaltet ist, so dass beim Ausfahren des Stanzzylinders 1 Druckmittel vom Tank T in den Druckraum 12 nachgesaugt werden muss. Des Weiteren wird durch den zusätzlichen nicht vorgespannten Druckraum das notwendige Kompressionsvolumen erhöht. Durch die nicht zugeschaltete Fläche 13 wird die Zylindereigenfrequenz nachteilig beeinflusst. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass ein Einkreissystem ausreicht.
  • Beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel wird beim Umschalten des Schaltventils 10 zunächst nur die kleinere Steuerfläche 27 mit dem Druck am Anschluss P beaufschlagt. Nach einem bestimmten Weg (siehe 8) wird eine zusätzliche Steuerfläche 29 wirksam, wobei ein Schaltkolben (48 in 8) des Schaltventils 10 eine zusätzliche Steuerkante überfährt.
  • In 2 ist nun ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel dargestellt, wobei die ohnehin schon vorhandene Steuerkante zum Öffnen der Verbindung von P nach B des Schaltventils 10 verwendet wird, um die zusätzliche Steuerfläche 29 mit einem Steuerdruck zu beaufschlagen. Dazu zweigt vom Druckmittelströmungspfad zwischen dem Anschluss B und dem Druckraum 12 eine zusätzliche Steuerleitung 26' ab, über die die zusätzliche Steuerfläche 29 mit dem Druck am Ausgangsanschluss B beaufschlagbar ist. In der dargestellten Grundposition (a) des Schaltventils 10 ist diese zusätzliche Steuerleitung 26' mit dem Tank T verbunden und somit die zusätzliche Steuerfläche 29 entlastet. Beim Umschalten des Schaltventils 10 in die Position (b) wirkt auf diese zusätzliche Steuerfläche 29 der Druck am Eingangsanschluss P – das Schaltventil 10 wird somit über eine zusätzliche Kraft in Richtung seiner Schaltposition (b) beaufschlagt.
  • Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen wird bei hohen Lastdrücken eine in Ausfahrrichtung wirksame zusätzliche Wirkfläche "aufgeschaltet". Bei dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel, das einen erfindungsgemäßen hydraulischen Antrieb zeigt, wird bei höheren Lastdrücken zum Stanzen eine in Einfahrrichtung wirksame Wirkfläche "abgeschaltet". Dazu ist die Kolbenstange 28 des Kolbens 2 zu ihrem freien Endabschnitt hin radial zurückgestuft, so dass eine Ringstirnfläche 30 entsteht, die einen zusätzlichen Ringraum 32 des Stanzzylinders 1 in Axialrichtung begrenzt. Dieser zusätzliche Ringraum 32 ist mit dem Arbeitsanschluss B des Schaltventils 10 verbunden, das in seiner federvorgespannten Grundposition (a) diesen Arbeitsanschluss B mit dem Druckanschluss P und somit mit der den Versorgungsdruck führenden Zulaufleitung 18 verbindet. Das Schaltventil 10 ist in Richtung dieser Grundposition (a) von dem in der Steuerleitung 22 und auf die Steuerfläche 23 wirksamen Versorgungsdruck und in Richtung der Schaltstellung (b) von dem in der Steuerleitung 26 und auf die Steuerfläche 23 wirksamen Lastdruck beaufschlagt, die mit dem Zylinderraum 4 verbunden ist.
  • Der im zusätzlichen Ringraum 32 wirksame Druck wird über eine Steuerleitung 31 abgegriffen und zu der zusätzlichen Steuerfläche 29 des Schaltventils 10 geführt, die bei diesem Ausführungsbeispiel in Richtung der Schaltstellung (a) wirkt. Das Verhältnis der Steuerflächen 27, 23 und 29 entspricht im wesentlichen dem Verhältnis der Wirkflächen im Zylinderraum 4, im Ringraum 6 und im zusätzlichen Ringraum 32, wobei die Steuerfläche und die zugeordnete Zylinderfläche jeweils mit dem im wesentlichen gleichen Druck beaufschlagt ist. D.h. die Steuerflächen bilden das Flächenverhältnis am Stanzzylinder 1 nach, so dass das Schaltventil 10 entsprechend den wirksamen äußeren Lasten geschaltet wird. Da – wie oben erwähnt – zum Stanzen mit großer Kraft der Druck im zusätzlichen Ringraum 32 abgeschaltet wird, wird entsprechend auch der auf die zusätzliche Steuerfläche 29 wirksame Druck abgeschaltet, so dass das Schaltventil durch die wesentlich größere Steuerfläche 27 zuverlässig in seiner Schaltposition (b) gehalten wird.
  • Der Ringraum 6 des Stanzzylinders 1 ist über die Zweigleitung 20 mit der Zulaufleitung 18 verbunden, so dass im Ringraum 6 stets der Versorgungsdruck HD anliegt. Stromabwärts der Zweigleitung 20 ist die Zulaufleitung 18 an den Druckanschluss P des Regelventils 8 angeschlossen. Dessen Arbeitsanschluss A führt über den Zulauf 24 zum Zylinderraum 4. Somit kann im Ringraum 6 und im zusätzlichen Ringraum 32 jeweils der Versorgungsdruck wirken. Der sich aufbauende Lastdruck im Zylinderraum 4 ist in Richtung der Schaltstellung (b) auf die Steuerfläche 27 des Schaltventil 10 wirksam. Beim Ansteigen des Lastdruckes über einen vorbestimmten Grenzwert schaltet das Schaltventil 10 gegen die auf die Steuerfläche 23, 29 wirkenden Steuerdrücke in seine Schaltstellung (b) um, so dass der zusätzliche Ringraum 32 mit dem Tank T verbunden ist und somit druckentlastet wird, so dass entsprechend die zum Stanzen erforderliche maximale Zylinderkraft aufgebracht werden kann.
  • Zum Zurückbewegen des Stanzzylinders 1 wird das Regelventil 8 in den Bereich der mit (2) gekennzeichneten Regelpositionen verfahren, so dass der Zylinderraum 4 mit der Tankleitung 16 und damit mit dem Tank T verbunden ist. Das Schaltventil 10 ist in seine Grundposition (a) zurückgeschaltet, so dass in den beiden Ringräumen 6, 32 der Versorgungsdruck wirksam ist und somit der Stanzzylinder 1 schnell in seine Ausgangsposition zurückgefahren wird. Der zusätzliche Ringraum beeinflusst die Zylindereigenfrequenz nur vergleichsweise geringfügig. Da der zusätzliche Ringraum 32 mit dem Versorgungsdruck beaufschlagt ist, geschieht das Füllen dieses Druckraumes sehr schnell, so dass keine Kavitationsprobleme entstehen.
  • Bei dem in 4 dargestellten Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schaltventils ist der Stanzzylinder 1 im Gegensatz zu den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen nicht mit einer zusätzlichen Wirkfläche versehen, die je nach Lastdruck zu- oder abgeschaltet wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann der Ringraum 6 über das Schaltventil 10 wahlweise mit einem höheren Versorgungsdruck HD oder einem niedrigeren Versorgungsdruck ND beaufschlagt werden. D.h. zum Aufbringen der maximalen Stanzzylinderkraft wird der Druck im Ringraum 6 abgesenkt, d.h. es wird nicht – wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel – eine Wirkfläche "abgeschaltet", sondern das Druckniveau im Ringraum 6 abgesenkt – es stellt sich praktisch die gleiche Wirkung ein.
  • Eine derartige Variante hat den Vorteil, dass der Stanzzylinder 1 etwas einfacher ausgeführt werden kann, da keine zusätzliche Wirkfläche vorgesehen werden muß. Dieser Vorteil wird allerdings damit erkauft, dass ein Zweikreissystem bereitgestellt werden muss, durch das eine Hochdruck- und Niederdruck-Druckmittelversorgung gewährleistet ist.
  • Bei der in 4 dargestellten Lösung wird der Zylinderraum 4 über das Regelventil 8 entweder mit der Tankleitung 16 und damit mit dem Tank T oder mit der Zulaufleitung 18 verbunden, die an die Hochdruckversorgung HD angeschlossen ist. Ein Eingangsanschluss P des Schaltventils 10 ist an die Zulaufleitung 18 angeschlossen, während ein weiterer Eingangsanschluss P' über eine Niederdruckversorgungsleitung 34 an die Niederdruckversorgung ND angeschlossen ist. Diese Niederdruckversorgung muss nicht notwendigerweise durch eine Pumpe ausgebildet werden, sondern es reicht auch aus, wenn der niedrigere Versorgungsdruck von einem Hydrospeicher bereitgestellt wird.
  • Der Arbeitsanschluss B des Schaltventils 10 ist mit dem Ringraum 6 des Stanzzylinders 1 verbunden. Das Schaltventil 10 ist in seiner dargestellten Grundposition (a) durch die Kraft der Feder und durch den über die Steuerleitung 22 von der Niederdruckversorgungsleitung 34 abgegriffenen und auf die Steuerfläche 23 wirkenden Druck vorgespannt und in Richtung der Schaltposition (b) durch den über die Steuerleitung 26 auf die Steuerfläche 27 wirkenden Lastdruck beaufschlagt, der nach einem vorbestimmten Hub des Schaltventils 10 zusätzlich die, vergleichsweise große Steuerfläche 29 beaufschlagt. D.h. auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird durch die zusätzliche Steuerfläche 29 dafür gesorgt, dass während des Umschaltens auf Hochdruck das Schaltventil 10 nicht wieder in seine Grundposition (a) zurück springt. In der Grundposition (a) ist der Arbeitsanschluss B mit dem Druckanschluss P verbunden, so dass im Ringraum 6 der höhere Versorgungsdruck anliegt. D.h. bei vergleichsweise geringen Zylinderkräften wirkt dem Lastdruck der höhere Versorgungsdruck entgegen.
  • Beim Ansteigen des Lastdruckes auf den vorbestimmten Grenzwert wird das Schaltventil 10 gegen die Kraft der Feder und gegen den auf die Steuerfläche 23 wirksamen Steuerdruck (Niederdruck) in seine Schaltstellung (b) verschoben, so dass der Ringraum 6 mit dem niedrigeren Versorgungsdruck beaufschlagt wird und somit entsprechend die entgegen der Stanzkraft wirkende Druckkraftkomponente verringert wird – es wird die maximale Zylinderkraft zur Verfügung gestellt.
  • In 5 ist eine vereinfachte Variante des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird nur ein Einkreissystem verwendet, wobei der Ringraum 6 bei Überschreiten des vorbestimmten Lastdruckes direkt mit dem Tank und nicht mit einem niedrigeren Versorgungsdruck beaufschlagt wird. Um ein unkontrolliertes Ausfahren des Stanzzylinders 1 zu vermeiden, kann die Tankleitung 16 – beispielsweise mittels eines Vorspannventils – vorgespannt werden. D.h. bei dem in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Niederdruckversorgung im wesentlichen durch den Tank (vorgespannt oder drucklos) ersetzt und der Druckanschluss P' des Schaltventils 10 des Ausführungsbeispiels aus 5 wird als Tankanschluss S ausgeführt, der an die Tankleitung 16 angeschlossen ist. Im Übrigen entspricht dieses Ausführungsbeispiel dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel, so dass weitere Erläuterungen entbehrlich sind. Ein Nachteil dieser Lösung gegenüber dem Ausführungsbeispiel aus 4 besteht darin, dass die Tankleitung 16 mit vergleichsweise hohem Druck vorgespannt werden muss, um die erforderliche Dynamik zu gewährleisten.
  • Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den 3 und 4 ist der Ringraum 6 bzw. der zusätzliche Ringraum 32 zum Rückzug (Einfahren) des Kolbens 2 jeweils mit Hochdruck beaufschlagt. Dies führt zu hohen Rückzugskräften und zu einem erhöhten Bedarf an Hochdrucköl und Leistung. Um diese Nachteile auszuräumen, werden bei den in den 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispielen die angesprochenen Druckräume mit Niederdruck beaufschlagt, so dass keine erhöhter Energiebedarf für den Rückzug erforderlich ist.
  • Der Grundaufbau des in 6 dargestellten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Antriebs entspricht demjenigen aus 3. D.h. der Stanzzylinder 1 ist mit einem zusätzlichen Ringraum 32 ausgeführt, über den eine Ringstirnfläche 30 des Kolbens 2 in Einfahrrichtung beaufschlagt ist. Ein Unterschied der in 6 dargestellten Schaltung zum Ausführungsbeispiel gemäß 3 besteht darin, dass von einer Verbindungsleitung 36 zwischen dem Arbeitsanschluss B des Schaltventils 10 und dem Ringraum 32 eine Vorspannleitung 38 abzweigt, die mit der Zulaufleitung 18 verbunden ist. In der Vorspannleitung 38 ist ein Rückschlagventil 40 vorgesehen, das eine Druckmittelströmung vom zusätzlichen Ringraum 32 hin zur Zulaufleitung 18 zulässt und in Gegenrichtung sperrt. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass in der Tankleitung 16, die über eine Zweigleitung 42 mit einem Tankanschluss S des Schaltventils 10 verbunden ist, ein Tankleitungsdämpfer 44 sowie ein Vorspannventil 46 vorgesehen sind. Durch Letzteres wird die Tankleitung 16 auf einen zur Kraft der Feder des Vorspannventils 46 äquivalenten Druck vorgespannt. Über den Tankleitungsdämpfer 44 lassen sich Druckschwankungen in der Tankleitung 16 ausgleichen.
  • Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß 3 ist das Schaltventil 10 lediglich mit zwei Anschlüssen B, S ausgeführt. In der federvorgespannten Grundstellung des Schaltventils 10 ist die Durchströmung von S nach B möglich, die Gegenrichtung ist gesperrt, wie dies durch das Rückschlagventil im Schaltventil 10 angedeutet ist. In seiner Schaltposition (b) ist die Verbindung von B nach S und in umgekehrter Richtung geöffnet. Beim Ausfahren des Zylinders 1 verbleibt das Schaltventil 10 zunächst in seiner Grundposition (a), d.h. die Verbindung von der Verbindungsleitung 36 zur Zweigleitung 42 ist abgesperrt und der sich im zusätzlichen Ringraum 32 während der Abwärtsbewegung aufbauende Druck ist über das Rückschlagventil 40 auf den Versorgungsdruck in der Zulaufleitung 18 begrenzt. Bei Erreichen des voreingestellten Grenzdruckes schaltet das Schaltventil 10 in die Schaltstellung (b) um, so dass der zusätzliche Ringraum 32 mit der Tankleitung 16 verbunden ist, die über das Vorspannventil 46 auf einen etwas höheren Druck als den Tankdruck vorgespannt ist – der Ringraum 32 wird somit abgeschaltet. Der Druck im zusätzlichen Ringraum 32 sinkt ab und es wird die maximale Zylinderkraft aufgebracht. Die zusätzliche Steuerfläche 29 sorgt wieder dafür, dass das Umschaltventil 10 während des Umschaltens und auch bei Lastdruckschwankungen in seiner Schaltstellung (b) verbleibt und erst nach dem Stanzen, d.h. nach dem Stanzen in seine Grundposition (a) zurückschaltet.
  • Zum Rückzug des Kolbens 2 wird das Regelventil 8 in eine seiner mit (2) gekennzeichneten Positionen verfahren, so dass der Zylinderraum 4 über das Regelventil mit der Tankleitung 16 verbunden ist.
  • Bei dem in 7 dargestellten Anwendungsbeispiel ist der Antrieb gemäß 4 entsprechend weiter gebil det. Demgemäß ist der Ringraum 6 des Stanzzylinders 1 über die von einer Verbindungsleitung 36 zwischen dem Arbeitsanschluss B des Schaltventils 10 und dem Ringraum 6 abzweigenden Vorspannleitung 38 mit der den höheren Versorgungsdruck führenden Zulaufleitung 18 über ein Rückschlagventil 40 verbindbar. Ein Druckanschluss P' des Schaltventils 10 ist über die Niederdruckversorgungsleitung 34 mit einer Niederdruckquelle, beispielsweise einem Niederdruckspeicher verbunden. Der beim Ausführungsbeispiel gemäß 4 vorgesehene weitere Druckanschluss P ist beim Schaltventil 10 gemäß 6 nicht ausgeführt.
  • Ähnlich wie beim Antrieb gemäß 6 lässt das Schaltventil 10 in seiner Grundposition (a) eine Druckmittelströmung von der Niederdruckversorgungsleitung 34 zur Verbindungsleitung 36 zu, die Druckmittelströmung in Gegenrichtung wird gesperrt.
  • Die in Richtung der Grundposition (a) wirkende Steuerfläche 23 des Schaltventils 10 ist über die Steuerleitung 22 – im Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß 4 – mit der den Hochdruck führenden Zulaufleitung 18 und nicht mit der Niederdruckversorgungsleitung 34 verbunden. Im Übrigen entspricht das Ausführungsbeispiel gemäß 7 dem Ausführungsbeispiel gemäß 4, so dass weitere Erläuterungen entbehrlich sind.
  • Auch bei der in 7 dargestellten Konstruktion wird beim Rückzug des Zylinders 1, d.h. beim Einfahren des Kolbens 2 der Ringraum 6 über das Schaltventil 10 in seiner Grundposition (a) mit Niederdruck beaufschlagt, so dass die Rückzugsbewegung zwar etwas langsamer als beim Ausführungsbeispiel gemäß 4 erfolgt, dafür jedoch der Energiebedarf geringer ist.
  • Bei der Schaltung gemäß 6 muss das Druckmittel für den Ringraum 32 beim Rückzug zwar aus der Tankleitung nachgefördert werden, durch den an der Maschine ohnehin vorhandenen Tankleitungsspeicher 44 mit dem Vorspannventil 46 entstehen jedoch keinerlei Nachsaugprobleme. Durch die zum Ringraum 32 abfließende Druckmittelmenge wird der Tankleitungsspeicher 44 in seiner dämpfenden Aufgabe noch unterstützt. Dies ist ein erheblicher Vorteil des in 5 dargestellten Ausführungsbeispiels gegenüber den Schaltungen gemäß den 6 und 3.
  • Anhand der 8 und 9 soll der konstruktive Grundaufbau der bei den vorbeschriebenen hydraulischen Antrieben verwendeten Schaltventile 10 erläutert werden.
  • 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die zusätzliche Steuerfläche nach einem vorbestimmten Hub wirksam wird.
  • Das in 8 schematisch angedeutete Schaltventil 10 hat einen Schaltkolben 48, der in einer Schaltventilbohrung 50 axial verschiebbar geführt ist. Die in 8 nicht dargestellte linke Stirnfläche des Schaltkolbens 48 bildet beispielsweise die Steuerfläche 23, die über die Steuerleitung 22 mit Druckmittel versorgt wird. Die dargestellte rechte Stirnfläche des Schaltkolbens 48 ist zweifach zurückgestuft, wobei ein größerer Kolbenabschnitt 52 etwas kleiner als der maximale Außendurchmesser der Ventilbohrung 50 ausgeführt ist und ein Axialvorsprung 54 wiederum gegenüber dem Kolbenabschnitt 52 zurückgestuft ist. Die Ventilbohrung 50 ist entsprechend ausgebildet. Die Stirnfläche des Axialvorsprungs 54 bildet dabei die Steuerfläche 27 und die Ringstirnfläche des Kolbenabschnitts 52 die zusätzliche Steuerfläche 29 aus. Die zurückgestufte Umfangskante der Ventilbohrung bildet eine gehäusefeste Steuerkante 55 aus, die von der Stirnfläche (Steuerfläche 27) des Schaltkolbens 48 beim Umschalten überfahren wird. An der Stirnfläche des Axialvorsprungs 54 ist noch ein Abstandszapfen 56 ausgebildet, der dafür sorgt, dass die Steuerfläche 27 zur benachbarten Stirnfläche der Ventilbohrung 50 beabstandet bleibt.
  • Wie in 8 dargestellt, mündet die Steuerleitung 26 in dem von der Steuerfläche 27 begrenzten Druckraum 58. Von der Steuerleitung 26 zweigt eine Entlastungsleitung 60 ab, die in dem von der Steuerfläche 29 begrenzten Ringsteuerraum 61 mündet und in der ein in Richtung zur Steuerleitung 26 öffnendes Rückschlagventil 62 angeordnet ist. Der Schaltkolben 48 ist durch die nicht dargestellte Feder in seine Grundposition (8) vorgespannt, in der der Axialvorsprung 54 an der Stirnfläche der Schaltventilbohrung 50 anliegt. Beim Auflaufen des Kolbens 2 auf das zu stanzende Werkzeug steigt der Druck im Zylinderraum 4 des Stanzzylinders 1 an, so dass entsprechend auch der über die Steuerleitung 26 abgegriffene Lastdruck steigt. Bei Erreichen eines vorbestimmten Grenzlastdrucks wird der Schaltkolben 48 gegen die Kraft der Feder und den auf seine in Schließrichtung wirksame Steuerfläche 23 wirkenden Druck nach links (8) bewegt, wobei sich der Druckraum 58 vergrößert und dann die als Steuerkante wirkende Umfangskante der Steuerfläche 27 die gehäusefeste Steuerkante 55 überfährt und somit die Verbindung zum radial außen liegenden Ringsteuerraum 61 auf gesteuert wird. Solange der Axialvorsprung 54 in den zurückgestuften Endabschnitt der Schaltventilbohrung 50 eintaucht, verhindert das Rückschlagventil 62, dass der Lastdruck auch in diesem Ringsteuerraum 61 anliegt. Nach dem Auf steuern der Verbindung zwischen den beiden Räumen 58, 61 ist auch die Steuerfläche 29 mit dem Lastdruck beaufschlagt, so dass der Schaltkolben 48 zuverlässig in seiner Schaltposition gehalten ist. Das Rückschlagventil 62 lässt beim Zurückschalten des Schaltventils 10 das Abströmen des Steueröls hin zur Steuerleitung 26 zu.
  • In 9 ist eine konkrete Ausführung eines Ausführungsbeispiels des Schaltventils 10 aus 6 gezeigt, wobei beim Umschalten die Steuerfläche 29 – wie der zugeordnete zusätzliche Ringraum 32 – druckentlastet wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel hat das Schaltventil 10 ein Ventilgehäuse 64, in dem eine Ventilbuchse 66 aufgenommen ist. Am Ventilgehäuse 64 sind der Ausgangsanschluss B, der Tankanschluss S sowie zwei Steueranschlüsse X, Y ausgebildet, die über Kanäle mit im folgenden noch näher beschriebenen Druckräumen des Ventilgehäuses 64 verbunden sind. In der Ventilbuchse 66 ist der Schaltkolben 48 axial verschiebbar geführt, der über eine Schaltfeder 68 in seine dargestellte Grundposition gegen einen Ventilsitz 70 vorgespannt ist. Der Ausgangsanschluss B des Schaltventils 10 ist über einen Ausgangskanal 72 und einen Bohrungsstern 74 der Ventilbuchse 66 mit dem in der 9 rechts vom Ventilsitz 70 gelegenen Bereich verbunden, während der Tankanschluss S über einen Tankkanal 76 und die stirnseitige Öffnung der Ventilbuchse 66 mit dem links (8) vom Ventilsitz 70 gelegenen Bereich verbunden ist. Wie beispielsweise der Darstellung gemäß 6 entnehmbar ist, verschließt der Schaltkolben 48 in seiner Grundposition die Verbindung vom Ausgangsanschluss B zum Tankanschluss S. Die Feder ist vergleichsweise schwach ausgelegt (beispielsweise 4 bar), so dass in dem Fall, in dem der vorgespannte Tankdruck um mehr als 4 bar höher ist als der Druck im Ausgangskanal 72, der Schaltkolben 48 von seinem Ventilsitz 70 gehoben werden kann – das Schaltventil 10 wirkt dann als Rückschlagventil, das eine Druckmittelströmung vom Tank T über die an den Tankanschluss S angeschlossene Zweigleitung zum Anschluss B und von dort über die Verbindungsleitung 36 zum zusätzlichen Ringraum 32 hin zulässt und in Gegenrichtung sperrt.
  • Koaxial zur Achse des Schaltkolbens 48 ist im Ventilgehäuse 64 ein Steuerkolben 78 geführt, der mit seinem als axialer Vorsprung 80 ausgebildeten Endabschnitt in eine Ausnehmung in der benachbarten Stirnfläche des Schaltkolbens 48 eintaucht, um den Schaltkolben 48 zu betätigen.
  • Links vom axialen Vorsprung 80 hat der Steuerkolben einen radial etwas erweiterten Führungsbund 82, der in einer Führung 84 des Ventilgehäuses 64 geführt ist.
  • Der Führungsbund 82 taucht in einen Druckraum ein und geht dann in einen radial erweiterten Steuerbund 86 über, dessen Ringstirnfläche die in Schließrichtung wirksame Steuerfläche 23 und dessen Stirnfläche die in Öffnungsrichtung wirksame Steuerfläche 27 ausbildet. Der Steuerbund 86 unterteilt den Druckraum in einen rückseitigen Steuerraum 88 und einen mittleren Steuerraum 90. Der Steueranschluss Y mündet über einen Kanal im Steuerraum 90, während der Steueranschluss X über einen entsprechenden Kanal im rückseitigen Steuerraum 88 mündet.
  • Wie des Weiteren aus 9 hervorgeht, ist ein die Schaltfeder 68 aufnehmender Federraum 92 über einen Kanal mit dem Ausgangskanal 72 verbunden. Dieser Kanal bildet in der Darstellung gemäß 6 die Steuerleitung 31 aus, während die Steuerleitung 22 an den Steueranschluss Y und die Steuerleitung 26 an den Anschluss X angeschlossen sind.
  • Den rechten stirnseitigen Abschluss des Ventilgehäuses 64 bildet eine Abschlussschraube 94, die in das Ventilgehäuse 64 eingeschraubt ist und an der die Schaltfeder 68 abgestützt ist. Der rückseitige Steuerraum 88 wird von einem stirnseitigen Deckel 94 begrenzt.
  • Mit der vorbeschriebenen Konstruktion sind der von der Steuerfläche 27 begrenzte rückseitige Steuerraum 88 mit dem Zylinderraum 4 und der an der ringförmigen Steuerfläche 23 begrenzte Steuerraum 90 über die Steuerleitung 22 mit dem Ringraum 6 verbunden. Die zusätzliche Steuerfläche 29 ist durch die wirksame Stirnfläche des Schaltkolbens 48 gebildet, deren Durchmesser demjenigen des Ventilsitzes 70 entspricht. Der von dieser Stirnfläche begrenzte Federraum 92 ist über die Steuerleitung 31 mit dem Anschluss B und damit mit dem zusätzlichen Ringraum 32 verbunden.
  • Eine Besonderheit des in 9 dargestellten Ventils besteht darin, dass das normierte Flächenverhältnis zwischen der Steuerfläche 27, der entgegengesetzt wirksamen Steuerfläche 23 und der zusätzlichen Steuerfläche 29 geeignet gewählt wird, beispielsweise so, dass es im Wesentlichen gleich ist zum normierten Flächenverhältnis zwischen der den Zylinderraum 4 begrenzenden Kolbenfläche, der den Ringraum 6 begrenzenden Ringstirnfläche und der den zusätzlichen Ringraum 32 begrenzenden Ringstirnfläche 30. Beträgt das Flächenverhältnis der Zylinderflächen (grosse Kolbenfläche : Ringstirnfläche 30 : Ringfläche des Ringraums 6) beispielsweise a:1:b (wobei a>b>1) beträgt, wird das Flächenverhältnis der Steuerflächen 23, 27, 29 etwa 0,5:1:0,5b betragen, wobei die Normierung jeweils mit der mittleren Fläche erfolgte. D.h. die Flächenverhältnisse des Stanzzylinders 1 sind dann etwa verhältnisgleich im Schaltventil 10 wiedergegeben, so dass dessen Betätigung entsprechend der auf den Kolben 2 des Stanzzylinders 1 wirkenden Kräfte erfolgt, da die Steuerfläche 23, 27 bzw. 29 mit etwa den gleichen Drücken wie die zugehörigen Zylinderwirkflächen beaufschlagt sind. Ein unerwünschtes Zurückschalten bei springendem Lastdruck kann mit dieser Konstruktion zuverlässig vermieden werden. Es zeigte sich bei ersten Tests, dass das erfindungsgemäße Steuerventil gemäß 8 in Verbindung mit einem drei Druckräume aufweisenden Stanzzylinder (3, 6) das beste dynamische Verhalten aufweist, das den eingangs beschriebenen Lösungen überlegen ist. Das Schaltventil 10 mit den genannten Steuerflächenverhältnissen ist aber auch bei den Lösungen gemäß den 1 und 2 einsetzbar.
  • Wie anhand der Ausführungsbeispiele gemäß den 1, 4, 5 und 7 erläutert, ist die Verwendung des Schaltventils 10 jedoch nicht auf diese Konstruktionen begrenzt, sondern kann auch bei Stanzzylindern mit zwei Druckräumen oder bei Konstruktionen eingesetzt werden, bei denen die große Kraft durch Zuschalten eines Druckraums aufgebracht wird.
  • Offenbart ist ein hydraulischer Antrieb für eine Stanz- oder Umformmaschine, bei der Druckräume eines Stanz- oder Arbeitszylinders über ein stetig verstellbares Ventil und ein Schaltventil mit einem Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagbar sind. Bei einem Antrieb mit besonders gutem dynamischem Verhalten wird ein in Einfahrrichtung wirksamer Druckraum zum Aufbringen einer großen Kraft von dem vergleichsweise hohen Versorgungsdruck auf einen niedrigeren Druck, beispielsweise Tankdruck umgeschaltet. Offenbart ist des Weiteren ein für einen derartigen Antrieb geeignetes Schaltventil, das eine in Schließrichtung und eine in Öffnungsrichtung wirksame Steuerfläche hat. Das Schaltventil ist zusätzlich mit einer weiteren Steuerfläche ausgeführt, die beim Schalten des Schaltventils wirksam wird und somit das Schaltventil in Richtung seiner Schaltposition zusätzlich beaufschlagt oder die zusätzliche Steuerfläche wirkt in Richtung der Grundposition des Schaltventils und wird beim Umschalten praktisch wirkungslos geschaltet, so dass das Schaltventil ebenfalls in seiner Schaltposition gehalten wird.
  • 1
    Stanzzylinder
    2
    Kolben
    4
    Zylinderraum
    6
    Ringraum
    8
    Regelventil
    10
    Schaltventil
    12
    Druckraum
    13
    Stirnfläche
    14
    Axialvorsprung
    16
    Tankleitung
    18
    Zulaufleitung
    20
    Zweigleitung
    22
    Steuerleitung
    23
    Steuerfläche
    24
    Zulauf
    26
    Steuerleitung
    26'
    Steuerleitung
    27
    Steuerfläche
    28
    Kolbenstange
    29
    Steuerfläche
    30
    Ringstirnfläche
    32
    zusätzlicher Ringraum
    34
    Niederdruckversorgungsleitung
    36
    Verbindungsleitung
    38
    Vorspannleitung
    40
    Rückschlagventil
    42
    Zweigleitung
    44
    Tankleitungsdämpfer
    46
    Vorspannventil
    48
    Schaltkolben
    50
    Schaltventilbohrung
    52
    Kolbenabschnitt
    54
    Axialvorsprung
    55
    gehäusefeste Steuerkante
    56
    Abstandszapfen
    58
    Druckraum
    60
    Entlastungsleitung
    61
    Ringsteuerraum
    62
    Rückschlagventil
    64
    Ventilgehäuse
    66
    Ventilbuchse
    68
    Schaltfeder
    70
    Ventilsitz
    72
    Ausgangskanal
    74
    Bohrungsstern
    76
    Tankkanal
    78
    Steuerkolben
    80
    Vorsprung
    82
    Führungsbund
    84
    Führung
    86
    Steuerbund
    88
    rückseitiger Steuerraum
    90
    Steuerraum
    92
    Federraum
    94
    Deckel

Claims (11)

  1. Hydraulischer Antrieb für eine Stanz- oder Umformmaschine, mit einem mehrere Druckräume (4, 6) aufweisenden Arbeitszylinder, dessen Kolben unmittelbar oder mittelbar auf ein zu stanzendes oder umzuformendes Werkstück wirkt, wobei zumindest ein Druckraum (4) des Arbeitszylinders zum Aus- oder Einfahren des Kolbens (2) über ein stetig verstellbares Ventil mit einem Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagbar ist und wobei ein weiterer Druckraum (6) ständig mit Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagt und mit einem vom Lastdruck betätigbaren, Schaltventil (10), das einem der Druckräume (32) vorgeschaltet ist, so dass dieser mit einem Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagbar ist wobei der Druckraum (32) von einer zusätzlichen Wirkfläche (13, 30) begrenzt ist, die über das Schaltventil in Abhängigkeit vom Lastdruck mit Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche in Einfahrrichtung wirkende Wirkfläche (30) einen Zusatzringraum (32) begrenzt, der mit dem Schaltventil (10) verbunden ist und in einer Grundstellung (a) des Schaltventils (10) mit einem Versorgungsdruck (HD) und der bei Überschreiten eines vorbestimmten Lastdrucks über das Schaltventil (10) mit einem niedrigeren Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagt ist.
  2. Hydraulischer Antrieb nach Patentanspruch 1, wobei das Schaltventil (10) in seiner Grundstellung (a) die Verbindung vom Zusatzringraum (32) zu einer Tankleitung (16) absperrt und eine Druckmittelströmung in Gegenrichtung zulässt, mit einer Vorspannleitung (38), über die der Zusatzringraum (32) bei Umgehung des Schaltventils (10) mit einer den höheren Versorgungsdruck (HD) führenden Zulaufleitung (18) verbindbar ist, wobei in der Vorspannleitung (38) ein Rückschlagventil (40) vorgesehen ist, das in Richtung zur Zulaufleitung (18) öffnet.
  3. Hydraulischer Antrieb nach Patentanspruch 1 oder 2, wobei in der Tankleitung (16) ein Tankleitungsdämpfer (44) vorgesehen ist.
  4. Hydraulischer Antrieb nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei in einer Tankleitung (16) ein Vorspannventil vorgesehen ist.
  5. Hydraulischer Antrieb nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei eine Steuerfläche (23) des Schaltventil (10) in Richtung seiner Grundstellung (a) zumindest von einem Versorgungsdruck oder dergleichen und eine Steuerfläche (27) in Richtung seiner Schaltstellung (b) vom Lastdruck am Arbeitszylinder (1) beaufschlagt ist.
  6. Hydraulischer Antrieb nach Patentanspruch 5, wobei das Schaltventil (10) eine dritte Steuerfläche (29) hat, die beim Umschalten mit Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagt ist, um das Schaltventil (10) in seiner Schaltstellung (b) zu halten.
  7. Schaltventil für einen hydraulischen Antrieb einer Stanz- oder Umformmaschine, über das ein Druckraum eines Arbeitszylinders (1) in Abhängigkeit von der Schaltstellung mit einem Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagt ist, wobei eine in Richtung der Schaltstellung (b) wirksame Steuerfläche (27) vom Lastdruck und eine in Richtung der anderen Schalt stellung (a) wirksame Steuerfläche (23) von einem Versorgungsdruck beaufschlagt ist, gekennzeichnet durch eine dritte Steuerfläche (29), die beim Umschalten zusätzlich in Umschaltrichtung wirksam ist oder druckentlastet wird.
  8. Schaltventil nach Patentanspruch 7, wobei die dritte Steuerfläche (29) vom Lastdruck bzw. einem entsprechenden Druck oder von dem Druck in einem Druckraum (32) des Arbeitszylinders (1) beaufschlagt ist, der beim Umschalten des Schaltventils druckentlastet wird.
  9. Schaltventil nach Patentanspruch 7 oder 8, wobei die dritte Steuerfläche (29) nach einem Hub eines Schaltkolbens (48) wirksam ist.
  10. Schaltventil nach einem der Patentansprüche 7 oder 8, wobei das Flächenverhältnis der Steuerflächen (23, 27, 29) etwa in Abhängigkeit vom Flächenverhältnis der Arbeitszylinderflächen gewählt ist. Wobei jeweils eine Steuerfläche (23, 27, 29) und eine entsprechende Arbeitszylinderfläche mit im wesentlichen dem gleichen Druck beaufschlagbar sind.
  11. Schaltventil nach Patentanspruch 10, wobei das normierte Flächenverhältnis der Steuerflächen (23, 27, 29) etwa um den Faktor 0,5 kleiner als das normierte Flächenverhältnis der Arbeitszylinderflächen ist.
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