-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Halbleiterbauelement mit einem
Halbleiterkörper
mit einer ersten und zweiten Seite und einem Rand, sowie einer Innenzone
und einem in lateraler Richtung zwischen der Innenzone und dem Rand
angeordneten Randzone, bei dem im Bereich der ersten Seite in der Innenzone
eine sich in lateraler Richtung bis an die Randzone erstreckende
erste Halbleiterzone eines ersten Leitungstyps und eine sich an
diese erste Halbleiterzone anschließende zweite Halbleiterzone eines
zu dem ersten Leitungstyp komplementären Leitungstyps vorgesehen
ist.
-
Ein
solches Bauelement mit einem im Bereich einer der Seiten angeordneten
pn-Übergang
ist hinlänglich
bekannt und beispielsweise in Baliga: ”Power Semiconductor Devices”, PWS Publishing, 1995,
Seiten 82–105
beschrieben.
-
Die
Spannungs- und Strombelastbarkeit eines Leistungshalbleiterbauelements
ist maßgeblich bestimmt
durch die Eigenschaften des Bauelements im Randbereich. Zur Erhöhung der
Spannungsfestigkeit im statischen Sperrfall, also bei Anliegen einer Sperrspannung
an dem pn-Übergang,
sind verschiedenste Randabschlusskonzepte, beispielsweise Feldplatten-Feldring-Anordnungen oder
eine Abschrägung
des Bauelements im Randbereich, bekannt, die in Baliga, a. a. O,
beschrieben sind. Diese Randabschlusskonzepte dienen dazu, im statischen Sperrfall
die Feldstärkebelastung
des Bauelements im Randbereich zu reduzieren, um dadurch die statische
Spannungsbelastbarkeit zu erhöhen.
-
Neben
statischen Effekten sind bei der Gestaltung des Bauelements im Randbereich
auch dynamische Effekte zu beachten. Bei einem schnellen Sperren
des zunächst
in Flussrichtung gepol ten pn-Übergangs
kann es zu einem Lawinendurchbruch im Randbereich kommen, wie nachfolgend
kurz erläutert
ist. Bei in Flussrichtung gepoltem pn-Übergang fließen auch
Ladungsträger
in der Randzone des Bauelements, die von dort bei Anlegen einer Sperrspannung,
bzw. bei Abschalten des Bauelements, abgeführt werden müssen. Bei
schnellen Abschaltvorgängen
können
dabei im Randbereich sehr hohe Stromdichten entstehen, die wiederum
zur Erzeugung neuer Ladungsträger
führen
können.
Es kommt dann zu einem Lawinendurchbruch im Randbereich, der be reits
bei Sperrspannungen auftreten kann, die weit unterhalb der maximalen
statischen Sperrspannung liegen können.
-
In
der
DE 198 04 580
C2 ist eine in einem Halbleiterkörper integrierte Leistungsdiode
beschrieben, bei der ein pn-Übergang
zwischen einem im Bereich einer Vorderseite des Halbleiterkörpers angeordneten
p-Emitter und einer n-Basis gebildet ist. An die n-Basis schließt sich
im Bereich der Rückseite des
Halbleiterkörpers
ein n-Emitter an, der stärker
als die n-Basis dotiert ist. Dieser n-Emitter ist in lateraler Richtung
des Bauelements auf eine Innenzone des Bauelements beschränkt und
erstreckt sich in lateraler Richtung des Bauelements weniger weit
in Richtung der Randzone als der p-Emitter, ist also im Vergleich zum p-Emitter
gegenüber
der Randzone ”zurückgezogen”. Hierdurch
wird eine Injektion von Ladungsträgern in die Randzone des Bauelements
reduziert und dadurch die Robustheit des Bauelements bei schnellen
Abschaltvorgängen
erhöht.
Außerdem kann
bei diesem Bauelement die Dotierungskonzentration des im Bereich
der Vorderseite angeordneten p-Emitters in Richtung der Randzone
abnehmen.
-
Die
DE 38 32 750 A1 und
DE 38 32 732 A1 beschreiben
jeweils Halbleiterbauelemente mit einer in einer Innenzone eines
Halbleiterkörpers
angeordneten Halbleiterzone und mit Feldringen, die in einer Randzone
des Halbleiterkörpers
angeordnet sind. Die Feldringe reichen in vertikaler Richtung des
Halbleiterkörpers
tiefer in den Halbleiterkörper
hinein als die Halbleiterzone im Innenbereich, wobei sich einer der
Feldringe unmittelbar an die Halbleiterzone im Innenbereich anschließt.
-
Die
EP 0 768 714 A1 beschreibt
ein Halbleiterbauelement mit einer in einem Innenbereich eines Halbleiterkörpers angeordneten
Halbleiterzone und mit einem sich an diese Halbleiterzone anschließenden,
im Randbereich des Halbleiterkörpers
angeordneten tiefreichenden Randring (deep edge ring).
-
Das
Zurückziehen
des n-Emitters bei dem zuvor erläuterten
Bauelement reduziert allerdings dessen Stossstrombelastbarkeit,
da der fließende Strom
auf eine kleinere Fläche
des n-Emitters verteilt ist.
-
Ziel
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Leistungshalbleiterbauelement
zur Verfügung
zu stellen, das eine hohe Robustheit bei schnellen Schaltvorgängen, eine
hohe statische Spannungsfestigkeit und darüber hinaus eine hohe Strombelastbarkeit
aufweist.
-
Dieses
Ziel wird durch ein Bauelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1
erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
-
Das
Halbleiterbauelement umfasst einen Halbleiterkörper mit einer ersten und zweiten
Seite und einem Rand, sowie einer Innenzone und einer in lateraler
Richtung zwischen der Innenzone und dem Rand angeordneten Randzone.
Im Bereich der ersten Seite ist in der Innenzone eine erste Halbleiterzone
eines ersten Leitungstyps vorhanden, die sich in lateraler Richtung
bis an die Randzone erstreckt und die mit einer sich an diese erste
Halbleiterzone anschließenden
zweiten Halbleiterzone eines zu dem ersten Leitungstyp komplementären Leitungstyps
einen pn-Übergang
bildet. Erfindungsgemäß weist
die erste Halbleiterzone in einem Übergangsbereich zwischen der
Innenzone und der Randzone eine schwächer dotierte Halbleiterzone
des ersten Leitungstyps auf, die sich ausgehend von der Vorderseite
in vertikaler Richtung weiter in den Halbleiterkörper hinein erstreckt als die
höher dotierten
Bereiche dieser ersten Halbleiterzone.
-
Diese
schwächer
dotierte Übergangszone, die
sich tiefer als die übrigen
Bereiche der ersten Halbleiterzone in den Halbleiterkörper hinein
erstreckt bewirkt eine erheblich reduzierte Injektion von Ladungsträgern des
ersten Leitungstyps in die Randzone des Bauelements. Es kann somit
eine sich an die zweite Halbleiterzone im Bereich der Rückseite anschließende dritte
Halbleiterzone des zweiten Leitungstyps vorgesehen werden, die in
lateraler Richtung des Bauelements eine größere Fläche aufweisen kann, als eine
entsprechende Halbleiterzone bei einem herkömmlichen Bauelement, um die
Stossstrombelastbarkeit des Bauelements gegenüber einem herkömmlichen
Bauelement zu erhöhen,
ohne jedoch die dynamische Robustheit des Bauelements zu reduzieren.
-
Das
erfindungsgemäße Konzept,
nämlich das
Vorsehen einer schwächer
dotierten und sich tiefer in den Halbleiterkörper hinein erstreckenden Übergangszone
in der ersten Halbleiterzone, die im Bereich einer der Seiten des
Halbleiterkörpers
angeordnet ist, ist auf beliebige Leistungsbauelemente mit einem
pn-Übergang
anwendbar. Bei einer Leistungsdiode bildet die erste Halbleiterzone
beispielsweise deren p-Emitter, und die zweite Halbleiterzone deren n-Basis
an die sich ein n-Emitter
anschließt.
Bei einem IGBT bildet die erste Halbleiterzone beispielsweise dessen
p-Basis und die zweite Halbleiterzone dessen n-Basis bzw. dessen
Driftzone, wobei in der p-Basis
dessen n-Emitter angeordnet ist und wobei eine Gate-Elektrode vorhanden
ist, die einen leitenden Kanal in der p-Basis zwischen dem n-Emitter und der
n-Basis bzw. der Driftzone steuert. Bei einem Thyristor bildet die
erste Halbleiterzone ebenfalls dessen p-Basis, in der dessen n-Emitter
angeordnet ist. Die zweite Halbleiterzone bildet bei einem Thyristor
dessen n-Basis.
-
Zur
Erzielung einer ausreichenden statischen Spannungsfestigkeit umfasst
das Bauelement vorzugsweise einen planaren Randabschluss. Hierzu ist
in der Randzone beispielsweise wenigstens eine Feldzone bzw. ein
Feldring des ersten Leitungstyps in die zweite Halbleiterzone eingebracht
und eine Passivierungsschicht auf die Vorderseite oberhalb der Randzone
aufgebracht. Die Feldzone umschließt die erste Halbleiterzone
vorzugsweise im Bereich einer der Seiten des Halbleiterkörpers ringförmig. Die Passivierungsschicht
ist vorzugsweise als amorphe wasserstoffhaltige Kohlenstoffschicht
(aC:H-Schicht) ausgebildet. Es können
allerdings auch Feldplatten in Kombination mit Feldringen oder ohne
solche Feldringe als Randabschluss des Bauelements vorgesehen werden.
-
Die
Dotierungskonzentration der Dotierstoffatome des ersten Leitungstyps
in der Übergangszone
beträgt
zwischen 1014 cm–3 und
1016 cm–3.
Die in diese Übergangszone
eingebrachte Dosis an Dotierstoffatomen des ersten Leitungstyps
beträgt
zwischen 1012 cm–2 und
1013 cm–2.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand von
Figuren näher
erläutert.
-
1 zeigt
ausschnittsweise eine als Leistungsdiode ausgebildetes Halbleiterbauelement
in Seitenansicht im Querschnitt.
-
2 zeigt
ausschnittsweise ein als Leistungs-IGBT ausgebildetes Halbleiterbauelement
in Seitenansicht im Querschnitt.
-
3 zeigt
ausschnittsweise ein als Leistungsthyristor ausgebildetes Halbleiterbauelement
in Seitenansicht im Querschnitt.
-
1 zeigt
ausschnittsweise ein als Leistungsdiode ausgebildetes Halbleiterbauelement
in Seitenansicht im Querschnitt. Das Bauelement umfasst einen Halbleiterkörper 100 mit
einer ersten und zweiten Seite 101, 102 und einem
Rand 103, wobei die erste Seite 101 in dem Beispiel
die Vorderseite und die zweite Seite 102 die Rückseite
bildet. Der Halbleiterkörper 100 untergliedert
sich in eine Innenzone 110 und eine zwischen der Innenzone 110 und dem
Rand 103 angeordnete Randzone 120, wobei die Innenzone 110 den
aktiven Bauelementbereich bildet.
-
Es
sei darauf hingewiesen, dass die Innenzone 110 flächenmäßig üblicherweise
wesentlich größer als
die Randzone 120 ist, und dass die Randzone 120 bei
Draufsicht auf das Bauelement die Innenzone 110 in radialer
Richtung vollständig
umgibt. Da der wesentliche Aspekt der vorliegenden Erfindung im Übergangsbereich
zwischen der Innenzone 110 und der Randzone 120 liegt,
ist in den Figuren aus Gründen
der Übersichtlichkeit
nur der Randbereich 120 und ein kleiner Ausschnitt des
Innenbereichs 110 dargestellt.
-
Das
als Diode ausgebildete Halbleiterbauelement umfasst eine erste Halbleiterzone 11,
die im Bereich der ersten Seite 101 in der Innenzone 110 angeordnet
ist und die mit einer sich an die erste Halbleiterzone 11 anschließenden,
komplementär do tierten
zweiten Halbleiterzone 21 einen pn-Übergang bildet. Die erste Halbleiterzone 11 ist
in dem Ausführungsbeispiel
p-dotiert und bildet
den p-Emitter bzw. die Anodenzone der Diode. Die zweite Halbleiterzone 21 bildet
die n-Basis der Leistungsdiode und erstreckt sich in lateraler Richtung
des Bauelements bis an den Rand 103. die Dotierung dieser zweiten
Halbleiterzone 21 ergibt sich beispielsweise aus einer
Grunddotierung des Halbleiterkörpers 100.
-
An
die zweite Halbleiterzone 21 schließt sich im Bereich der zweiten
Seite 102 des Halbleiterkörpers 100 eine stark
n-dotierte dritte
Halbleiterzone 22 an, die den n-Emitter oder die Kathodenzone
der Leistungsdiode bildet. Dieser n-Emitter 22 ist durch eine
Kathodenelektrode 62 kontaktiert, die in dem Beispiel ganzflächig auf
die zweite Seite 102 des Halbleiterkörpers 100 aufgebracht
ist. Der p-Emitter 11 ist in entsprechender Weise durch
eine Anodenelektrode 61 kontaktiert, die auf die erste
Seite 101 des Halbleiterkörpers 100 aufgebracht
ist. Bei Anlegen einer den pn-Übergang
zwischen dem p-Emitter 11 und der n-Basis 21 in
Durchlassrichtung polenden Spannung werden p-Ladungsträger, also
Löcher,
in die n-Basis 21 injiziert und fließen zum rückseitigen n-Emitter 22.
Um eine Injektion von p-Ladungsträgern in die Randzone 120 zu
reduzieren, ist bei dem Halbleiterbauelement erfindungsgemäß eine Übergangszone 12 in
der p-Basis 11 zwischen der Innenzone 110 und
der Randzone 120 vorgesehen, die schwach p-dotiert ist
und die sich in vertikaler Richtung ausgehend von der Vorderseite 101 weiter
in den Halbleiterkörper 100 hineinerstreckt,
als die stärker
p-dotierten Bereiche der p-Basis 11. Die Abmessungen der
schwächer
dotierten Übergangszone 12 in
vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers 100 betragen
etwa das 1,1-fache bis 1,5-fache der Abmessungen der stärker p-dotierten
Bereiche der p-Basis 11.
-
Die
gestrichelte Linie in 1 veranschaulicht den Verlauf
der stark p-dotierten Bereiche der p-Basis 11 an der Grenze
zu der Übergangszone 12. Der
stark n-dotierte n-Emitter 22 erstreckt sich in lateraler
Richtung des Halbleiterkörpers 100 vorzugsweise
in etwa genauso weiter Richtung des Randes 103 wie die
p-Basis 11. Ein stärkeres
Zurückziehen des
n-Emitters 22 in
lateraler Richtung ist bei dem erfindungsgemäßen Bauelement, bei dem die
schwächer
dotierte, sich tiefer in den Halbleiterkörper 100 hineinerstreckende Übergangszone 12 die
Injektion von Ladungsträgern
in den Randbereich 120 reduziert, anders als bei herkömmlichen
derartigen Bauelementen nicht erforderlich.
-
Vorzugsweise
ist zwischen dem n-Emitter 22 und dem Rand 103 eine
n-dotierte Halbleiterzone 23 vorhanden, die schwächer als
der n-Emitter 22, jedoch stärker als die n-Basis 21 dotiert
ist.
-
Das
Bauelement in 1 weist einen planaren Randabschluss
auf, die Vorderseite 101 des Halbleiterkörpers 100 ist
im Randbereich 120 also nicht abgeschrägt. In der Randzone 120 sind
in der n-Basis 21 p-dotierte Feldzonen bzw. Feldringe 31, 32 vorhanden,
die beabstandet zueinander und beabstandet zu der Übergangszone 12 angeordnet sind.
Zwischen den Feldzonen bzw. Feldringen 31, 32 und
dem Rand ist darüber
hinaus eine stark n-dotierte Feldstoppzone 41 vorhanden.
Die Vorderseite 101 ist im Bereich der Randzone 120 mit
einer Passivierungsschicht 51 passiviert, die vorzugsweise
als amorphe wasserstoffhaltige Kohlenstoffschicht realisiert ist.
Diese Passivierungsschicht 51 reicht in lateraler Richtung
wenigstens bis an die Feldstoppschicht 41 und kann sich
vollständig
bis zum Rand 103 erstrecken. In der anderen Richtung erstreckt sich
die Passivierungsschicht 51 vorzugsweise bis über den
stark dotierten Abschnitt des p-Emitters 11. Die
Anodenmetallisierung 61 reicht in lateraler Richtung vorzugsweise
nicht bis an die schwach p-dotierte Übergangszone 12 heran,
um einen statischen oder dynamischen Durchgriff der Raumladungszone bis
zu dieser Metallisierung bei Anlegen einer Sperrspannung an den
pn-Übergang
zu verhindern.
-
2 zeigt
in Seitenansicht im Querschnitt ausschnittsweise ein als IGBT ausgebildetes
erfindungsgemäßes Halbleiterbauelement.
Bei diesem Bauelement ist in dem Halbleiterkörper 100 in der Innenzone 110 im
Bereich der Vorderseite 101 eine stark p-dotierte erste
Halbleiterzone 211 vorhanden, die bei dem IGBT dessen p-Basis
oder Body-Zone bildet. In dieser p-Basis sind stark n-dotierte Halbleiterzonen 213 ausgebildet
sind, die die n-Emitterzonen des Bauelements bilden. Zur Steuerung
eines n-leitenden Kanals in der p-Basis 211 zwischen den n-Emitterzonen 213 und
Abschnitten der zweiten Halbleiterzone 21, die zwischen
Abschnitten der p-Basis 211 bis an die Vorderseite 101 des
Halbleiterkörpers
reichen, ist eine als Steuerelektrode dienende Gate-Elektrode 271 vorhanden,
die in dem Beispiel oberhalb der Vorderseite 101 ausgebildet
und durch eine Isolationsschicht 272 gegenüber dem Halbleiterkörper 100 isoliert
ist. Die n-Emitterzonen 213 und die p-Basiszone 211 sind
gemeinsam durch eine oberhalb der Vorderseite 100 angeordnete
Anschlusselektrode 261 kontaktiert, die die Emitterelektrode
des Bauelements bildet.
-
Die
p-Basiszone 211 weist im Übergangsbereich zwischen der
Innzone 110 und der Randzone 120 eine schwächer p-dotierte Übergangszone 12 auf,
die sich in vertikaler Richtung weiter in den Halbleiterkörper 100 hinein
erstreckt, als die übrigen
stärker
p-dotierten Bereiche der p-Basis 211.
-
Im
Bereich der Rückseite 102 ist
eine stark p-dotierte Kollektorzone 222 vorhanden, die
durch die rückseitige
Anschlusselektrode 62 kontaktiert ist, die bei dem IGBT
gemäß 2 dessen
Kollektorelektrode bildet. Die Kollektorzone 222 erstreckt
sich vorzugsweise in lateraler Richtung in etwa genauso weit in
Richtung des Randes 103 wie die stark p-dotierten Abschnitte der p-Basis 211.
-
Die
Halbleiterzone 222 kann anstelle der p-Dotierung auch eine
n-Dotierung aufweisen, um anstelle eines IGBT einen MOSFET, in dem
Beispiel einen n-Kanal-MOSFET, zu erhalten. Diese Halbleiterzone
bildet dann die Drain-Zone des MOSFET, während die Halbleiterzone 21 dessen
Driftzone, die Halbleiterzone 311 dessen Body-Zone und
die Halbleiterzone 313 dessen Source-Zone bildet.
-
Das
bislang anhand einer Leistungsdiode und eines Leistungs-IGBT erläuterte Konzept,
bei einem Leistungsbauelement den p-Emitter 11 bzw. die p-Basis 211 in
einem Übergangsbereich
zwischen der Innenzone 110 und der Randzone 120 mit
einem schwächer
dotierten Halbleiterbereich 12 zu versehen, der in vertikaler
Richtung weiter in den Halbleiterkörper 100 als die stärker dotierten
Bereiche hinein reicht, ist bezugnehmend auf 3 auch auf
Thyristorbauelemente anwendbar.
-
3 zeigt
ein als Thyristor ausgebildetes Halbleiterbauelement bei dem im
Bereich der Vorderseite 101 des Halbleiterkörpers 100 in
der Innenzone 110 eine stark p-dotierte Halbleiterzone 311 vorhanden
ist, die die p-Basis des Thyristors bildet. Die Dotierung dieser
Halbleiterzone 311 ist üblicherweise geringer
als die Dotierung der Body-Zonen 211 bei einem des IGBT/MOSFET.
Gleiches gilt für
die Feldzonen 31, 32.
-
In
der p-Basis 311 sind stark n-dotierte Halbleiterzonen 313 vorhanden,
die n-Emitterzonen des Thyristors bilden und die durch eine auf
die Vorderseite 101 aufgebrachte Emitterelektrode 361 kontaktiert
sind. Die p-Basis 311 reicht abschnittsweise vorzugsweise
bis an Emitterelektrode 361, um abschnittsweise Kurzschlüsse zwischen
der p-Basis 311 und der Kathodenmetallisierung 361 vorzusehen.
An die die p-Basis bildende erste Halbleiterzone 311 schließt sich
die zweite Halbleiterzone 21 an, die die n-Basis des Thyristors
bildet, und die mit der p-Basis 311 einen pn-Übergang
bildet. In einem Übergangsbereich
zwischen der Innenzone 110 und der Randzone 120 weist
die p-Basis 311 eine schwächer p-dotierte Übergangszone 12 auf,
die sich in vertikaler Richtung weiter in den Halbleiterkörper 100 hineinerstreckt,
als die stärker
dotierten Bereiche der p-Basis 311.
-
Im
Bereich der Rückseite 102 ist
eine stark p-dotierte Halbleiterzone 322 vorhanden, die
den p-Emitter des Thyristorbauelements bildet. Dieser p-Emitter 322 erstreckt
sich in lateraler Richtung des Halbleiterkörpers 100 in etwa
genauso weit in Richtung des Randes 103 wie die stark dotierten
Zonen der p-Basis 311. Zwischen dieser p-Emitter-Zone 322 und
dem Rand kann optional eine schwächer
p-dotierte Zone 323 vorgesehen werden, um eine Rückwärtssperrfähigkeit
des Bauelements zu gewährleisten.
Um hohe Oberflächenfeldstärken am
Rand zu vermeiden, kann der Rand 103 in diesem Fall unter einem
positiven Winkel abgeschrägt
werden.
-
Zum
Zünden
des Thyristorbauelements ist beispielsweise eine an die p-Basis 211 angeschlossene
Gate-Elektrode 381 in der Innenzone 110 des Bauelements
vorhanden, wie dies in 3 dargestellt ist. Selbstverständlich können auch
beliebige weitere Zündstrukturen,
beispielsweise BOD-Strukturen (BOD = Break Over Diode), vorgesehen
werden.
-
- 11
- erste
Halbleiterzone, p-Emitter
- 12
- Übergangszone
- 22
- n-Emitter
- 23
- n-dotierte
Halbleiterzone
- 41
- Kanalstoppzone
- 51
- Passivierungsschicht
- 61
- Anschlusselektrode,
Anodenelektrode
- 62
- Anschlusselektrode,
Kathodenelektrode
- 31,
32
- Feldzonen
- 100
- Halbleiterkörper
- 101
- erste
Seite, Vorderseite
- 102
- zweite
Seite, Rückseite
- 103
- Rand
- 110
- Innenzone
- 120
- Randzone
- 211
- erste
Halbleiterzone, p-Basis
- 213
- n-Emitterzone
- 222
- p-Emitter,
Kollektor
- 261
- Emitterelektrode
- 271
- Gate-Elektrode
- 272
- Isolationsschicht
- 311
- erste
Halbleiterzone, p-Basis
- 313
- n-Emitter
- 322
- p-Emitter
- 323
- schwach
p-dotierte Halbleiterzone
- 361
- Anschlusselektrode
- 381
- Gate-Elektrode