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DE102004019117A1 - Verfahren zur Sortierung von Sortiergutströmen - Google Patents

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DE102004019117A1
DE102004019117A1 DE200410019117 DE102004019117A DE102004019117A1 DE 102004019117 A1 DE102004019117 A1 DE 102004019117A1 DE 200410019117 DE200410019117 DE 200410019117 DE 102004019117 A DE102004019117 A DE 102004019117A DE 102004019117 A1 DE102004019117 A1 DE 102004019117A1
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sorting
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sensor system
transponders
goods
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DE200410019117
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Jürgen I. Schoenherr
Bert Handschick
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Rtt Steinert De GmbH
Original Assignee
RTT SYSTEMTECHNIK GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07CPOSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
    • B07C5/00Sorting according to a characteristic or feature of the articles or material being sorted, e.g. by control effected by devices which detect or measure such characteristic or feature; Sorting by manually actuated devices, e.g. switches
    • B07C5/34Sorting according to other particular properties
    • B07C5/3412Sorting according to other particular properties according to a code applied to the object which indicates a property of the object, e.g. quality class, contents or incorrect indication

Landscapes

  • Sorting Of Articles (AREA)
  • Discharge Of Articles From Conveyors (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sortierung von Sortiergutströmen, bestehend aus Objekten, wie gebrauchten Verkaufsverpackungen und/oder gebrauchten Teilen von technischen Geräten und/oder kompletten Altgeräten, wobei zumindest ein Teil der Objekte des Sortiergutstromes mit Transpondern bestückt ist. Die Sortierung erfolgt nach Sortierkriterien auf der Grundlage einzelner oder Kombinationen mehrerer charakteristischer Merkmale der Objekte wie Materialzusammensetzung, Verwendung, Farbe, Form, Hersteller, Herkunft oder Typ. Diese Merkmale werden durch Sensoren, die der Sortiergutstrom durchläuft, erfasst, wobei gleichzeitig dem identifizierten Objekt Positionsinformationen zugeordnet und dazu genutzt werden, bestimmte Objekte, entsprechend der Sortierkriterien, mittels Elementen zur Teilung des Sortiergutstromes mittels Elementen zur Teilung des Sortiergutstromes bestimmten Fraktionen als Teilströme des Sortiergutstromes zuzuordnen. DOLLAR A Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Sortiergutstrom dosiert einem Fördersystem zugeführt wird, dieses Fördersystem den Sortiergutstrom durch ein Sensorsystem bewegt, welches charakteristische Merkmale der Objekte des Sortiergutstromes identifiziert, wobei das Sensorsystem mit einem Radio-Frequenz-Identifikationssystem ausgestattet ist und zumindest ein Teil der charakteristischen Merkmale durch das Radio-Frequenz-Identifikationssystem aus den im Sortiergutstrom befindlichen Transpondern gewonnen wird und den Objekten ...

Description

  • Ein hochwertiges Recycling von Kunststoffen erfordert eine sortenreine und im Weiteren sogar eine typenreine Trennung von Kunststoffprodukten, sowohl in Bezug auf Materialzusammensetzung als auch auf Farbe, in einigen Fällen auch nach der jeweiligen Verwendung oder der Herkunft der Produkte. Dies wird vor allem für aufbereitete, vorwiegend aus Kunststoffverpackungen und -Faschen bestehende Kunststoffgemische aus Abfällen praktiziert bzw. angestrebt, aus denen mit automatischen Sortiermaschinen werthaltige Sortierfraktionen gewonnen werden können. Das Sortiergut kann auch direkt oder indirekt aus Getrenntsammlungen und Rückläufen von Pfandsystemen stammen. In diesen Fällen besteht es aus einem hohen Anteil an Kunststoffverpackungen sowie -flaschen, welche wiederum aus verschiedenen Kunststoffen bestehen und sich zudem farblich und sonstig unterscheiden können. Neben Störstoffen, die sich in Material und/oder Form stark von den Verpackungen und den Flaschen unterscheiden, können in dem Sortiergut auch verpackungs- und flaschenähnliche Störstoffe, wie z.B. Silikonkartuschen, enthalten sein. Darüber hinaus können solche Sortiermaschinen auch verwendet werden, um aufbereitete Kunststoffgemische anderer Herkunft und Zusammensetzung, wie z.B. aus dem Elektro- und Elektronikschrott sowie aus Altfahrzeugen usw. zu sortieren und bestenfalls sortenreine Fraktionen herstellen.
  • Für die automatische Sortierung von Abfällen sind Maschinen, die auf der Grundlage der Materialidentifikation der dominierenden Stoffgruppe durch Messungen im nahen Infrarotbereich (NIR) die Sortierung ermöglichen, verbreitet. Dabei wird der zu sortierende Abfall hinreichend vergleichmäßigt, vereinzelt und dosiert einem Förderband zugeführt und nach dem Durchlaufen einer Beschleunigungsstrecke, zumeist im hinteren Teil des Förderers, durch ein Sensorsystem identifiziert. Um die Sortierung auf breiten Bändern zu ermöglichen, wird die Identifikation des Materials mit einer Lagebestimmung des Objektes verknüpft. Dafür werden entweder Scanner, Multiplexer oder verschiedene Bildverarbeitungssysteme verwendet. Die Information zur Lage und dem Material eines Objektes wird genutzt, um bestimmte Objekte nach vorgegebener Klassifikation, wie z.B. einer Kunststoffart, aus dem Materialstrom auszuschleusen. Letzteres geschieht in der Regel durch gezielte Druckluftimpulse, durch welche die Bewegungsbahn des betreffenden Objektes auf oder am Abwurf des Sortierbandes verändert wird. Für eine solche Ausschleusung des Objektes werden Leisten nebeneinander quer zur Förderrichtung angeordneter Druckluftdüsen verwendet, die über Magnetventile angesteuert werden. Durch die Anordnung der Druckluftleisten oberhalb oder unterhalb der Wurfparabel des Materials lässt sich die Bewegungsbahn des Sortiergutes gezielt verkürzen bzw. verlängern oder modifizieren und somit der Sortiergutstrom gezielt trennen.
  • Beim Sortieren von Kunststoffverpackungen und -flaschen ist zusätzlich oftmals eine Trennung nach der Farbe erforderlich. Vorwiegend werden dabei transparente, naturfarbene Objekte oder Objekte gleicher Farbe abgeschieden. Auch hier wird zum Zwecke des Erreichens einer optimalen Sortierung der Identifikation der Farbe des Objektes eine Lageinformation parallel zugeordnet. Der Austrag der gewünschten Objekte erfolgt gleichfalls durch gezielte Druckluftimpulse.
  • Aufbereitete Kunststoffgemische können heute mit hoher Sortenreinheit bzw. Produktqualität und stofflichem Ausbringen automatisch sortiert werden. Gegenwärtig werden Maschinen und Technologien genutzt, bei denen unter Nutzung mehrerer automatischer Sortiergeräte, die kaskadiert und verzweigt angeordnet und durch aufwendige Fördertechnik miteinander verbunden sind, eine Sortierung nach Material, Farbe und anderen begrenzten Kenngrößen der jeweiligen Produkte ermöglicht werden. Hierbei kommen auch Bildverarbeitungssysteme zur Identifikation und Abscheidung von Störstoffen mit zum Einsatz, die z.B. auf der Grundlage ihrer charakteristischen Form identifiziert werden. Eine solche Anlage ist in WO0200204185A1 und DE0010115781A1 beschrieben. Derartige Anlagen ermöglichen hohe Durchsatzleistungen und Reinheiten in den Sortierfraktionen, erfordern jedoch einen sehr hohen technischen und technologischen Aufwand. Zudem sind mit einer derartigen Technologie und mit gegenwärtig verfügbaren Sortiermaschinen bestenfalls sortenreine niemals jedoch typenreine Sortierprodukte erzielbar.
  • Für das Sortieren auf breiten Bändern, das auch als Sortieren aus dem Massen- oder Volumenstrom bezeichnet wird, sind auch andere Maschinen bekannt, die nach einer Identifikation des Sortiergutes in der Lage sind, in wenige Fraktionen gleichzeitig oder nacheinander zu trennen.
  • Das von der Firma MSS Inc., USA, angebotene Sortiergerät „Aladdin" kombiniert die Sensorik für die Identifikation von Farbe und Material des Objektes und ermöglicht daher das Sortieren in drei Fraktionen, indem eine Düsenleiste oberhalb und die zweite unterhalb der Flugkurve des Materials angeordnet werden. Damit bleibt das Sortieren auf nur zwei farblich und stofflich definierte Fraktionen und eine durchlaufende Restfraktion begrenzt. Wegen der Nutzung von nur zwei Sortiermerkmalen ist ein typenreines Sortieren grundsätzlich und im Besonderen auch nicht in den beiden Sortierfraktionen möglich.
  • Eine weitere Sortierprinzip nutzt ein System der Firma Waagner-Biro Binder AG, Österreich. Dabei wird das Sortiergut auf einem Sortierband durch einen Sensor hindurch bewegt. Hier erfolgt die Materialkennzeichnung und die Lagezuordnung auf dem Band. Je nach Material des Objektes erfolgt der Austrag auf verschiedene, oberhalb des Sortierbandes nacheinander angeordnete Austragsbänder. Für den Austrag werden Reihen von Druckluftdüsen verwendet, die unterhalb des perforierten Sortierbandes angeordnet sind und einen gezielten Austrag des Sortiergutes ermöglichen. Der Nachteil dieser Lösung liegt in der hohen Verschmutzungsneigung des perforierten Sortierbandes begründet. Zudem ist die geringere Ausbeute und Reinheit der Sortierfraktionen beim Durchsatz normaler vielgestaltiger Sortiergüter zu beklagen. Dadurch ist ein gezielter Austrag auf die oberhalb des Sortierbandes angeordneten Austragsbänder sehr schwierig. Wegen der Nutzung nur begrenzter Sortiermerkmale ist ein typenreines Sortieren grundsätzlich damit nicht möglich.
  • Neben dem Sortieren aus dem Massen- oder Volumenstrom ist auch die Möglichkeit der automatischen Sortierung aus stark vereinzelten Produktströmen bekannt. Dabei werden die Produkte im Stoffstrom vereinzelt und nacheinander einem Sortierband zugeführt. Hier wird dem auszusortierenden Objekt eine Produkt- oder Stoffeigenschaft zugeordnet, nach der diese dann in die verschiedenen Fraktionen vom Band selektiv abgetrennt und ausgetragen werden können. Zum Produktaustrag werden in der Regel Druckluftdüsen eingesetzt. Diese werden gegenüber eines Austragsschachtes, also seitlich des Sortierbandes angeordnet, so dass ein gezielter Austrag des Sortiergutes quer zur Bandlauf- und -förderrichtung möglich ist. Der Nachteil dieser Lösung ist in der aufwendigen Vereinzelung und der damit erklärbaren geringen Durchsatzleistung zu sehen. Auch die Produktkennzeichnung ist wegen der begrenzten Eigenschaftserkennung der gegenwärtig eingesetzten Sensorik mangelhaft. Um gleiche Sortierqualitäten und -leistungen wie in der Sortierung aus dem Massen- oder Volumenstrom zu erreichen, müssen mehrere parallel arbeitende Sortierstrecken eingesetzt werden. Ein typenreines Sortieren der Produkte ist damit grundsätzlich nicht möglich.
  • Für die Identifikation der auszusortierenden Produkte werden je nach Aufgabenstellung, für die Materialidentifikation vorwiegend NIR-Sensorsysteme und für die Bild- bzw. Formerkennung und/oder Farberkennung CCD-Kamerasysteme eingesetzt. Für die Formerkennung werden häufig einfache Auflichtsysteme verwendet. Für die Farberkennung, die vor allem zur Identifikation von transparenten Objekten dient, kommen meist Durchlichtsysteme zum Einsatz. Insgesamt werden immer dominierende Produkteigenschaften mit hinlänglichen Unterscheidungsdifferenzen erkannt und zur Abtrennung benutzt. Dies ist für eine sortenreine Trennung gerade ausreichend. Eine typenreine Trennung kann so nicht oder ggf. nur mit einer extrem hohen Merkmalserkennungszahl und -kombination, d.h. betriebswirtschaftlich nicht vertretbar, erkannt und umgesetzt werden. Schwierig ist und bleibt die Identifikation von Objekten, die durch ihre vorherige Verwendung trotz Materialidentität unerwünscht sind. Ein Beispiel dafür sind Silikonkartuschen, die auf Grund der Restinhalte aus dem werkstofflichen Recycling ferngehalten werden müssen. Auf Grund der charakteristischen Form ist hier eine Identifikation mit Kamerasystemen noch möglich, sofern die Objekte nicht zu stark deformiert und damit als solche unkenntlich sind. Durch die Kombination mit anderen Sensoren, z.B. einem Nah-Infrarot-Sensorsystem (NIR-Sensorsystem), welches die PE-Kartusche erkennt, kann auch hier die Identifikationssicherheit mit höherem Kostenaufwand zusätzlich verbessert werden. Ausgeschlossen ist jedoch eine Identifikation von Objekten, die sich weder durch ihre Form noch durch stoffliche oder durch farbliche sowie andere Merkmale eindeutig von den anderen Produkten unterscheiden. Der Nachteil solcher Sortiertechnologien und -apparate besteht in der notwendigen Nutzung einer für eine eindeutige Identifikation notwendigen, sehr aufwendigen Sensorik. Nur in Ausnahmefällen stehen zudem direkte Informationen zur Verwendung der Produkte zur Verfügung oder können anderweitig im Echtzeitbetrieb gewonnen bzw. beschafft werden.
  • In der heutigen Zeit gewinnen Radio-Frequenz-Identifikationssysteme (RFID-Systeme) für die Kennzeichnung von Produkten und deren kontrolliertem Handling zunehmend an Bedeutung. Die Ursachen hierfür sind in der bestmöglichen Gewährleistung des umfänglichen Stoff- und Produkthandlings, d.h. bei der Warenproduktion, bei der Warenveredelung, bei der Lagerhaltung, beim Zwischenlagern, beim Transport und bei der Fertigproduktdistribution sowie bei der Sicherung und Schutz der Produkte gegenüber unbefugter und unsachgemäßer Behandlung, Nutzung und einem unkontrollierten Einsatz bzw. Verwendung zu sehen. Parallel dazu sinken mit der stetig steigenden primären Nutzung der RFID-Technologie die Preise und damit die Hemmschwelle für den Einsatz solcher additiver Informationssysteme, die als „Transponder" oder „Electronic Tag", im folgenden nur als Transponder benannt, bekannt sind. Dies gilt im übertragenen Sinne auch für die dazugehörigen Beschreibe- und Lesegerätetechnik. Die stetige Miniaturisierung, die hohe Datensicherheit, die extrem hohe Datenspeicherkapazität und die sich stetig vereinfachende Lesbarkeit der auf den Transpondern gespeicherten Daten, über kurze und mittlere Distanzen und sogar auch über größere Reichweiten, beinhalten weitere primäre Einsatzvorteile derartiger additiver elektronischer Informationssysteme im Vergleich zu herkömmlichen Informationssystemen. Bei den Radio-Frequenz-basierten Informationsträgern (Transponder oder Electronic Tag) ist im Gegensatz zu den heute verbreiteten herkömmlichen Klarschriftetiketten, tracermodifizierten Etiketten oder Materialpartien und den verschiedensten Barcodelabeln eine komplexe und umfängliche sowie schnelle und selektive Informationsgestellung bei einer Pulkerfassung möglich und kein gerichtetes Vorbeiführen eines solchen Informationsträgers an den Leseeinheiten mehr erforderlich, wodurch die Erfassung der so gekennzeichneten Produkte erheblich vereinfacht wird. In diesem Sinne ist auch eine Nutzung der Transponder im Recycling als sekundäre Nutzung dieser vorhandenen additiven elektronischen Informationssysteme zwingend geboten. Gleichzeitig können die aus dem RIFD-System gewonnenen Informationen auch zu weiteren Zwecken als der Sortierung, z.B. zur Identifikation und Abrechnung von Pfandartikeln verwendet werden.
  • Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zu Grunde, eine Verfahren für Sortiergutströme, wie gebrauchte Verpackungen und andere markierte Objekte bei deren Recycling zu schaffen, welche eine typenreine Sortierung nach konkreter Materialrezeptur und/oder Form und/oder Farbe und/oder gemäß ihrer Herkunft und/oder Verwendung umfänglich und komplex im Sinne des Schaffens der Grundvoraussetzung für eine typenreine Sortierung Erfindungsgemäß ermöglicht wird dieses Problem dadurch gelöst, dass der Sortiergutstrom zunächst einem Fördersystem, in der Regel einem Förderband oder einer Rutsche, dosiert zugeführt wird. Die Dosierung erfolgt so, dass die Objekte möglichst vereinzelt durch ein Sensorsystem bewegt werden. Dieses Sensorsystem ist mit einem Radio-Frequenz-Identifikationssystem ausgestattet, welches es ermöglicht, im Sortiergutstrom befindliche Transponder zu identifizieren und von diesen Daten zu erfassen. Aus den von den Transpondern empfangenen Daten werden dem Objekt über ein Datenbanksystem relevante Parameter für die Sortierung, wie z. B. Hersteller und/oder Art des Produktes, zugeordnet. Damit ermöglicht das Verfahren eine komplexe Identifikation des mit einem Tranponder ausgestatteten Objektes durch den im Produkt oder Material integrierten und auf seinem Lebensweg der primären Nutzung seit der Produktherstellung und/oder -verwendung beschriebenen additiven elektronischen Informationsträger in Form des Transponders. Die so identifizierten Objekte werden nachfolgend entsprechend vorgewählter Sortierkriterien sortiert. Der Zeitpunkt der Erfassung des Transponders wird als Lageinformation genutzt, so dass bei bekannter Entfernung des Objektes zwischen der Position der Erfassung und der Auswurfposition bei bekannter Geschwindigkeit des Objektes das Auswurfsystem zeitgenau angesteuert werden kann. Für die Separation der Objekte werden entsprechende Auswurtmechanismen, in der Regel über Magnetventile gespeiste Druckluftdüsen, verwendet, durch welche die den Sortierkriterien entsprechenden Objekte gezielt aus dem Sortiergutstrom abgeschieden werden und damit der Sortiergutstrom in mindestens zwei Teilströme getrennt wird. Dabei können auch mehrere Auswurfsysteme verwendet werden, die durch andere Auswurfrichtungen und/oder Positionen ermöglichen, weitere Teilströme auf Grundlage anderer Sortierkriterien aus dem Sortiergutstrom abzutrennen.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 2 angegeben.
  • Die Weiterbildung nach Schutzanspruch 2 ermöglicht die Anwendung bei der Sortierung breiter Sortiergutströme mit hohen Durchsätzen. Bei der Sortierung auf breiten Bändern wird dem Zeitpunkt der Erfassung noch eine Lage auf dem Förderer zugeordnet werden. Durch die quer zur Förderrichtung angeordneten Messköpfe ist eine Lagezuordnung möglich, wobei die Zuordnung in Form von Spuren auf dem Förderer erfolgt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 3 angegeben. Die Weiterbildung nach Schutzanspruch 3 verbessert die Sicherheit beim selektiven Austrag der Objekte aus dem Sortiergutstrom mittels Luftdüsen, mechanischer Elemente oder anderer Mechanismen. Durch die Verbindung der Positionsinformation des Transponders mit der Bilderkennung des Objektes ist eine genauere Ansteuerung des Auswurfsystemes möglich, so dass eine dichtere Belegung des Fördersystems bei gleichbleibender Sortierqualität erfolgen kann. Diese Funktion kann auch durch ein hochauflösendes NIR-Sensorsystem übernommen werden. Die Verbindung mit einem Bildverarbeitungssystem und/oder einem Nah-Infrarot-Sensorsystem schafft außerdem die Möglichkeit, Sortierkriterien für Objekte zu ermitteln, die nicht mit Transpondern ausgestattet sind.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Anspruch 4 angegeben. Die Speicherung und weitere Verarbeitung der während des Sortiervorganges gewonnenen Informationen kann über die Verwendung der Daten zum Zwecke der Sortierung hinaus vorteilhaft genutzt werden, z.B. zum Zwecke der Klassifizierung des Sortiergutstromes, der Zuordnung pfandbehafteter Artikel zu Lieferanten oder Aufgaben der Anlagensteuerung über Mengen und Leistungsstatistik. Damit können zusätzliche Maschinen und Messeinrichtungen ersetzt oder eingespart werden, die normalerweise für derartige Aufgabenstellungen erforderlich wären.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 erläutert.
  • Die Zuführung des Sortiergutes, z.B. ein Gemisch aus gebrauchten Verpackungen wie Kunststoffflaschen aus Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC) sowie Silikonkartuschen erfolgt auf das Beschleunigungsband 1. Aus dem Sortiergutstrom sollen beispielsweise PVC-Flaschen und Silikonkartuschen als Störstoffe ausgeschleust werden. Alle oder zumindest die Silikonkartuschen und die aus PVC bestehenden Flaschen, welche wunschgemäß auszusortieren sind, tragen Transponder als ein nutzbares additives elektronisches Informationssystem. Das Sensorsystem besteht aus einer über dem Förderer angeordneten Kamera 2, einem zugehörigen Bildverarbeitungssystem 4, einer quer zum Förderstrom angeordneten Lesekopfzeile 4 und einer Datenauswerteeinheit 5 mit mehrkanaligem Lesegerät und integriertem Datenbanksystem.
  • Der Sortiergutstrom läuft zunächst durch eine quer zur Förderrichtung des Beschleunigungsbandes 1 angeordnete Lesekopfzeile 4 eines mehrkanaligen Lesegerätes 5 eines Radio-Frequenz-Identifikationssystems. Eine oberhalb des Bandes angeordnete Kamera 3 eines Bilderfassungs- und -verarbeitungssystems 6 nimmt gleichzeitig den Sortiergutstrom auf und erfasst damit die relative Lage, die Größe und die Position der Objekte auf dem Band. Diese Informationen werden an die Datenauswerteeinheit 5 und Systemsteuerung 6 übergeben. Das Datenauswerteeinheit 5 ordnet die von den erfassten Transpondern gelesenen Daten Produktinformationen nach relevanten Sortierkriterien, wie Materialzusammensetzung, Hersteller, Stoffinhalt, Farbe, Pfandartikel und Verwendung etc, zu und ordnet diese einem Objekt zu und übergibt diese Information zusammen mit der Lage, Größe und Positionsinformation aus dem Positionserfassungssystem an die Systemsteuerung 6. Sofern die komplexen vorgewählten Sortierkriterien oder deren Kombination, z.B. Materialzusammensetzung → PVC-Compound-Rezeptur oder z.B. Verwendung → Silikonkartusche, zutreffen, wird, dem in diesem Bereich durch das Bildverarbeitungssystem 3 erkannten Objekt das Kriterium des Ausschleusens zugeordnet. Entsprechend der Position und der Größe dieses Objektes steuert die Systemsteuerung 6 eine oder mehrere Düsen einer am Ende des Beschleunigungsbandes 1 angeordneten Austragsdüsenleiste 7 zeit- und positionsgenau an, so dass die Bewegungsbahn des auszuschleusenden Objektes zielgerichtet verändert und damit eine Trennung vom restlichen Sortiergutstrom im Produktauffangbehälter 8 ermöglicht wird. Der restliche Gutstrom wird im Restgutbehälter 9 im Durchlauf ausgetragen. Für ein weiteres typenreines Sortieren kann auch auf weitere vergleichbare Auswurfeinheiten auf gleicher Informationsbasis mit einem selektiven Produktsortieren aber hier erstmals unter typenreinen Bedingungen, z.B. dem Aussortieren von Kartuschen eines oder mehrerer bestimmter Hersteller oder bestimmter Stoffinhalte, zurückgegriffen werden. Die während des Sortierprozesses gewonnenen Daten wie Anzahl der Objekte, unterteilt in verschiedene Gruppen mit charakteristischen Merkmalen, z.B. Anzahl der mit Transponder ausgestatteten pfandpflichtigen Objekte, werden in der Datenerfassungseinheit zwischengespeichert und können über eine geeignete Schnittstelle ausgegeben werden.

Claims (4)

  1. Verfahren zur Sortierung von Sortiergutströmen, bestehend aus Objekten, wie gebrauchten Verkaufsverpackungen und/oder gebrauchten Teilen von technischen Geräten und/oder kompletten Altgeräten, wobei zumindest ein Teil der Objekte des Sortiergutstromes mit Transpondern bestückt ist, nach Sortierkriterien auf der Grundlage einzelner oder Kombinationen mehrerer charakteristischer Merkmale der Objekte wie Materialzusammensetzung, Verwendung, Farbe, Form-, Hersteller, Herkunft oder Typ, wobei der Sortiergutstrom einen oder mehrere Sensoren zur Identifikation der charakteristischen Merkmale der Objekte durchläuft und gleichzeitig dem identifizierten Objekt Positionsinformationen zugeordnet und dazu genutzt werden, bestimmte Objekte entsprechend der Sortierkriterien mittels Elementen zur Teilung des Sortiergutstromes, wie steuerbaren Druckluftdüsen, Klappen oder mechanische Auswurtmechanismen bestimmten Fraktionen als Teilströmen des Sortiergutstrom zuzuordnen, dadurch gekennzeichnet, dass der Sortiergutstrom dosiert einem Fördersystem zugeführt wird, dieses Fördersystem den Sortiergutstrom durch ein Sensorsystem bewegt, welches charakteristische Merkmale der Objekte des Sortiergutstromes identifiziert, wobei das Sensorsystem mit einem Radio-Frequenz-Identifikationssystem ausgestattet ist und zumindest ein Teil der charakteristischen Merkmale durch das Radio-Frequenz-Identifikationssystem aus den im Sortiergutstrom befindlichen Transpondern gewonnen wird und den Objekten durch das Sensorsystem gleichzeitig Positionsinformationen zugeordnet werden und diese Informationen dazu genutzt werden, den Sortiergutstrom nach vorgewählten Kriterien auf Grundlage charakteristischer Merkmale mittels Elementen zur Teilung des Sortiergutstromes in mindestens zwei Teilströme zu trennen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass für die Identifikation breiter Sortiergutströme das Sensorsystem mit mehreren oder mehrkanaligen Lesegeräten ausgestattet ist, und die Leseköpfe verteilt quer zum Sortiergutstrom so angeordnet werden, dass jeder auf oder in einem Objekt des Sortiergutstromes angeordnete Transponder den Erfassungsbereich mindestens eines Lesekopfes durchläuft, wobei die Erfassungsbreite der Leseköpfe deutlich kleiner als die Breite des Sortiergutstromes ist, so dass der Identifikation des Transponders eines Objektes eine Positionsinformation zuzuordnen ist und somit auch mehrere mit Transpondern ausgestattete Objekte gleichzeitig das Sensorsystem passieren können.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem neben dem Radio-Frequenz-Identifikationssystem auch ein Bilderkennungssystem und/oder hochauflösendes Nah-Infrarot-Sensorsystem umfasst, welches auch dazu genutzt wird, die Position und/oder Lage und/oder Größe und/oder Schwerpunktlage des Objektes eines identifizierten Transponders zu bestimmen.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, dass die mit Hilfe des Sensorsystems gewonnenen Informationen gespeichert und für eine weitere Bearbeitung bereitgestellt oder weiterverarbeitet werden, insbesondere zum Zweck der Qualitätssicherung, Statistik und Anlagensteuerung, der Nachverfolgung von Objekten, der Klassifizierung des Sortiergutes und/oder der Erfassung und Abrechnung von Pfandartikeln.
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