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I. Anwendungsgebiet
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Die
Erfindung betrifft eine Wegmess-Vorrichtung, insbesondere eine magnetostriktive
Wegmess-Vorrichtung.
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II. Technischer Hintergrund
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Das
Grundprinzip besteht darin, dass ein Wegmess-Element in Längsrichtung
der Vorrichtung, entlang der vermessbaren Messlänge, verläuft, und demgegenüber ein
das Signal auslösender
Positionsgeber in Längsrichtung
bewegbar ist.
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Bei
einer magnetostriktiven Wegmess-Vorrichtung ist das Grundprinzip
einer solchen Vorrichtung so weitergebildet, dass ein Wellenleiter
aus einem sowohl elektrisch leitenden als auch magnetisierbaren
Material in Messrichtung, der Längsrichtung
der Vorrichtung, verläuft,
insbesondere in leicht gespanntem Zustand.
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Ein
Magnet ist mit demjenigen Bauteil, dessen Position in Längsrichtung
gemessen bzw. überwacht
werden soll, verbunden und wird durch dieses Bauteil in Längsrichtung
entlang des Wellenleiters berührungslos,
jedoch in ausreichend geringem Abstand, bewegt.
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Ein
in den Wellenleiter eingegebener Stromimpuls bewirkt in Wechselwirkung
mit dem Magneten eine mechanische Welle, die von der Position des Magneten
aus den Wellenleiter entlang läuft
und hinsichtlich ihrer Laufzeit von der Auswerteelektronik, die
meist am einen Ende des Wellenleiters angeordnet ist, detektiert
wird, woraus die Längsposition
des Magneten und damit des zu überwachenden
Bauteiles relativ zum Wellenleiter bekannt ist.
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Da
derartige Wegmess-Vorrichtungen häufig in Maschinen, auch in
produzierenden Maschinen, eingesetzt werden, müssen sie eine Reihe von Forderungen
erfüllen
wie Schutz der Messvorrichtung gegen mechanische Beschädigung und
Verschmutzung, insbesondere gegen Eindringen von Feuchtigkeit in
die Auswerteelektronik, Beibehaltung des ursprünglichen Spannungszustandes
des Wellenleiters, Abschirmung der elektromagnetischen Strahlung
der Auswerteelektronik nach außen
und innen, Montage- und Wartungsfreundlichkeit der Messvorrichtung.
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Zum
einen ist es diesbezüglich
bereits bekannt, den Wellenleiter in einer stützenden, jedoch nicht zu stark
dämpfenden
Umhüllung
aufzunehmen und in dieser Form als Wellenleiter-Einheit zu handhaben.
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Zum
anderen ist es bereits bekannt, den Wellenleiter bzw. die erwähnte Wellenleiter-Einheit geschützt im Inneren
eines am Umfang geschlossenen hohlen Rohrprofils anzuordnen, welches
kostengünstig
als Strangpress-Profil herstellbar ist.
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Dabei
müssen
die Rohr-Profile je nach Einsatzweck unterschiedliche Anforderungen
erfüllen:
- – hohe
Steifigkeit gegen Biegebeanspruchung in Querrichtung,
- – geringer
Platzbedarf, vor allem als sehr flach ausgebildetes Rohrprofil,
- – symmetrische
Ausbildung des Innenraumes des Rohres für variablen Einsatz,
- – spezifische
Befestigungsart des Rohrprofils gegenüber der Umgebung,
- – Drehbarkeit
des Rohrquerschnittes, insbesondere auch im bereits montierten Zustand
gegenüber
dem das Profil tragendem Bauteil,
- – besonders
kostengünstige
Herstellung,
- – Möglichkeit
der Anordnung in einem zusätzlich schützenden,
zweiten Gehäuse.
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In
diesem Zusammenhang ist es aus der
DE 10153488 A1 bereits bekannt, eine gattungsgemäße Wegmessvorrichtung
in einem Gehäuse
in Form eines Rohrprofiles mit rundem Querschnitt und gleichmäßiger Wandstärke über den
gesamten Umfang unterzubringen. Aufgrund des runden Außenumfanges dieses
Rohrprofiles kann die Vorrichtung mittels üblicher Rohrschellen an einem
Bauteil der Umgebung befestigt werden. Des weiteren ist es aus der
DE 10108925 A1 bekannt,
eine analoge Messvorrichtung in einem etwa rechteckigen Rohrprofil
als Gehäuse
unterzubringen, welches im Innenraum längsverlaufende Nuten aufweist,
die zur Aufnahme von Platinen und Wellenleitereinheiten dienen können und
am Außenumfang
nach außen
offene Nuten aufweist, die einerseits der Befestigung an Bauteilen
der Umgebung, beispielsweise mittels Spannpratzen, dienen, oder
auch der Führung
eines Schlittens mit dem Signalgebenden Magneten am Profil.
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III. Darstellung der Erfindung
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a) Technische Aufgabe
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, trotz einfacher
und schneller Herstellbarkeit möglichst
viele der oben genannten Forderungen gleichzeitig zu erfüllen.
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b) Lösung
der Aufgabe
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Diese
Aufgabe wird durch die Patentansprüche 1 und 21 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
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Durch
die spezifische Ausgestaltung der Außenkontur des Profils so, dass
in einer das Profil teilweise, aber mehr als 180° umfassenden, Innenkontur sowohl
eine definierte Positionierbarkeit in Querrichtung als auch eine
Drehbarkeit des Profils gegeben ist, kann die fertiggestellte Vorrichtung
trotz Befestigung mittels herkömmlicher
Schellen, Klammern, Lagerböcke
oder ähnlicher
Haltemittel, eine Fixierung und zumindest nach der Grobfixierung
noch eine Drehung des Profils um die Längsachse als Feinpositionierung
durchgeführt
werden, was den Montageablauf wesentlich erleichtert.
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Um
zu wissen, nahe welcher Stelle des Umfanges des Profils im Inneren
der Wellenleiter positioniert ist, ist hierfür entweder auf dem Profil oder
auf dem verschließenden
Enddeckel eine Markierung angebracht.
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Vorzugsweise
besteht die Außenkontur
wenigstens abschnittsweise aus einem Hüllkreis, über den der Außenumfang
des Profils an keiner Stelle vorsteht.
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Um
dennoch an dem Außenumfang
Befestigungsmöglichkeiten
zu haben, sind entlang des Außenumfanges,
vorzugsweiße
mehrere, insbesondere symmetrisch über den Umfang verteilte, Außennuten angeordnet,
die nach außen
offen sind. Vorzugsweise sind diese Außennuten als sog. Kombinuten
ausgebildet, deren Querschnitt einerseits zum Einschrauben von Schrauben
in Längsrichtung
geeignet ist, und andererseits zum Einschieben von plattenförmigen Elementen,
etwa Spannpratzen oder den Fortsätzen
des außen
auf dem Profil zu führenden
Schlittens, in Querrichtung.
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Zu
diesem Zweck sind die Außennuten
vasenförmig
gestaltet, indem sie einen kreissegmentförmigen Querschnitt im tiefer
liegendem Bereich der Nut aufweisen, und dort vorzugsweise die Nut
auch einen ebenen Boden aufweist, und sich von diesem tiefer liegendem
Bereich aus ein Hals V-förmig
erweitert nach außen
erstreckt, so dass die engste Stelle der Kombinut der Übergang
zwischen dem Hals und dem tiefer liegendem Bereich ist.
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Vorzugsweise
sind über
den Umfang des Profils verteilt dabei vier Außennuten, insbesondere vier
Kombinuten, angeordnet, und zwar vorzugsweise symmetrisch zur Längsmittelebene
und zusätzlich auch
zur dazu im rechten Winkel liegenden Quer-Mittelebene.
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Die
Innenkontur des umlaufend geschlossenen Profilquerschnittes wird
dadurch bestimmt, dass dort wenigstens eine Nut zur Aufnahme einer
Wellenleitereinheit und wenigstens ein Paar von Nuten zur Aufnahme
von Platinen vorhanden sein müssen,
vorzugsweise derer jeweils zwei, um eine redundante Ausbildung der
Wegmessvorrichtung zu gestatten, also mit zwei Wellenleitereinheiten
und zwei jeweils zugeordneten Platinen mit darauf befindlicher Auswerteschaltung.
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Die
Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit ist dabei eine hinterschnittene,
insbesondere mit kreisbogenförmig
gestaltetem Innenumfang ausgebildete Nut, deren Innendurchmesser
so gewählt
ist, dass die in der Regel zylindrische Wellenleitereinheit formschlüssig in
Längsrichtung
darin eingeschoben werden kann, und nicht in Querrichtung herausrutschen
kann. Die Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit ist dabei zum
Innenraum des Profils hin ebenso offen wie die paarweise sich gegenüberliegenden
Nuten zur Aufnahme von Platinen, zwischen welche die Platinen mit
ihren längsseitigen
Rändern eingeschoben
werden.
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Die
Lagefixierung in Längsrichtung
erfolgt dabei jeweils kraftschlüssig,
bei den Platinen durch einen oder zwei entlang der Längskanten
der Platine im Nutengrund eingelegte, elastische, gespannte Schnur,
wie etwa Gummi oder Silikon, oder einem entsprechenden Schlauch,
der nach Längspositionierung
an der gewünschten
Stelle losgelassen wird und durch die dann erfolgende Querausdehnung
des elastischen Schlauches oder der elastischen Schnur die Platine
zwischen den Nuten zur Aufnahme von Platinen verklemmt.
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Die
Wellenleitereinheit hat dagegen selbst einen ausreichend großen Reibwert
gegenüber
dem Innenumfang der Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit,
um nach Einschieben in Längsrichtung sich
nicht mehr selbsttätig
zu bewegen, da sie am Außenumfang
vorzugsweise ebenfalls einen rutschhemmenden und elastischen Schlauch,
z. B. aus Silikon umfasst, der zum Einschieben der Wellenleiter-Einheit
ebenfalls gestreckt werden kann.
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Die
Nuten zur Aufnahme von Platinen sind dabei entweder so angeordnet,
dass die darin einzubringenden Platinen – jeweils parallel zueinander – quer zur
Längsmittelebene,
die durch die Mitte des Profils und die Mitte der wenigstens einen
Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit oder durch die Verbindungslinie
zwischen zwei Nuten zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit definiert
wird, liegt.
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Die
andere Möglichkeit
besteht darin, die Nuten zur Aufnahme von Platinen so anzuordnen,
dass die entsprechenden, darin eingeschobenen Platinen parallel
zur Längsmittelebene,
natürlich
seitlich versetzt zu den Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit,
liegen.
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Vorzugsweise
sind auch die Nuten zur Aufnahme von Platinen als hinterschnittene
Nuten ausgebildet.
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Je
nach. zu wählendem
Primärziel
kann das Profil selbst eine möglichst
gleichmäßige Wandstärke an allen
Stellen des Umfanges, also mit einer Abweichung der Dicke von maximal
+/–30%,
insbesondere maximal +/–20%,
aufweisen oder im Gegensatz dazu abgesehen von den notwendigen Hohlräumen im
Innenraum, also zur Unterbringung der Platinen und der darauf angeordneten
Bauelemente, und der Wellenleitereinheiten möglichst viel Material anhäufen, sodass
die in radialer Richtung gemessene Wandstärke an der dicksten Stelle
mindestens das Dreifache, besser das Fünffache der Wandstärke an der
dünnsten
Stelle beträgt.
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Vorzugsweise
weist die Innenkontur zwei, insbesondere einander gegenüberliegende,
Nuten zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit auf sowie zwei, besser
drei, Paare von Nuten zur Aufnahme von Platinen, insbesondere auch
für die
Anordnung von unterschiedlich breiten Platinen.
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Die
Innenkontur ist dabei symmetrisch vorzugsweise zur Längsmittelebene,
insbesondere und/oder zur Quermittelebene, ausgebildet.
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Stirnseitig
wird das Profil durch Abschlussdeckel verschlossen, wobei aus wenigstem
einem der Abschlussdeckel vor allem bei redundanter Ausbildung unter
Umständen
sogar aus beiden Abschlussdeckeln, elektrische Kabel herausgeführt werden,
um die Signale an eine weiterverarbeitende Einheit zu leiten.
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Vorzugsweise
sitzt der Abschlussdeckel stumpf auf der Stirnfläche des Profils auf und ist
auf dieser verschraubt – unter
Zwischenlage einer Dichtung – indem
durch entsprechend angeordnete Schraublöcher des Abschlussdeckels eine
Verschraubung in die Außennuten
des Profils hinein erfolgt mittels üblicher selbstschneidender
Schrauben, z. B. Blechschrauben oder selbstfurchenden Schrauben,
wodurch die Dichtung ohne Unterbrechung z. B. innerhalb der Verschraubung
umläuft.
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Die
Dichtung kann eine Flachdichtung sein, die ebenfalls nicht über die
Außenkontur
des Profils vorsteht, oder ein O-Ring, der in eine entsprechend
in der Stirnseite entweder des Profils oder des Abschlussdeckels
eingearbeitete Nut, die keineswegs kreisrund ist, sondern der Innenkonturgestaltung
folgen kann, besteht.
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Die
Flachdichtung kann auch definiert – vor allem über bestimmte
Kreissegmente – über den
Außenumfang
des Profiles vorstehen, um mit diesen Überständen eine definierte Zentrierung
und Reibung in Längsrichtung
im Inneren eines umgebenden Schutzrohres zu erzeugen.
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Um
eine definierte Vorspannung der Dichtung sicherzustellen, weist
der Abschlussdeckel über seine
Stirnfläche
in Längsrichtung
vorstehende Fortsätze
auf, mit denen der Deckel direkt an der Stirnfläche des Profils anliegt, wodurch
ein definierter Abstand zwischen Abschlussdeckeln und Stirnfläche des
Profils sichergestellt wird, und eine definierte Vorspannung der
dazwischen angeordneten Dichtung.
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Die
Herausführung
des Kabels durch den Abschlussdeckel erfolgt durch eine entsprechende Kabelbohrung,
in welche eine Kabeltülle
eingeschraubt ist, oder durch eine einstückig an den Abschlussdeckel
angeformte Kabeltülle.
An Stelle eines herausgeführten
Kabels kann in der Kabeltülle
auch direkt eine Steckereinheit untergebracht werden, die ihrerseits
wiederum mit einem O-Ring gegenüber dem
Innenumfang der Tülle
abgedichtet oder auch verklebt ist, so dass ein Anschluss der Vorrichtung über Steckverbindung
möglich
wird.
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Der
Abschlussdeckel und/oder das Profil bestehen vorzugsweise aus elektrisch
leitendem Material, insbesondere Metall, insbesondere Zink. Aufgrund
des wenigstens segmentweise runden Außenumfanges des Profils oder
sogar eines das Profil nochmals umgebenden Schutzrohres kann die
Befestigung an der Umgebung entweder des Profils oder des Rohres
mittels handelsüblicher
Haltemittel wie Rohrschellen, Lagerböcken, Spannpratzen oder ähnlichem
erfolgen, wobei Spannpratzen eine Bohrung zum Einbringen der Verschraubung
exzentrisch positioniert aufweisen, um bei bereits erfolgter loser Verschraubung
noch durch Drehen der Spannpratze einen Eingriff in die Außennut bewirken
zu können.
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Das
Signal auslösende
in Längsrichtung
entlang der Vorrichtung bewegliche Element, meist ein Schlitten
mit einem Magnet, kann dabei entweder an einem umgebenen Bauteil
geführt
sein und keinen Kontakt zu dem Profil oder dem das Profil umgebenden
Schutzrohr aufweisen, oder an dem Profil bzw. Schutzrohr entlang
formschlüssig
geführt
werden.
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Eine
sehr einfache Möglichkeit
besteht darin, hierfür
wiederum analog wie zur Befestigung gegenüber dem Untergrund benutzte
Elemente wie Rohrschellen, Lagerblöcke etc. zu verwenden, jedoch
mit geringfügig
größerem Innendurchmesser,
um mit geringer Reibung dieses Element entlang der Außenkontur
des Profils formschlüssig
bewegen zu können.
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Eine
andere Möglichkeit
besteht darin, den Schlitten mittels entsprechender Fortsätze formschlüssig in
die entsprechenden Außennuten
des Profils eingreifen zu lassen, und damit entlang des Außenumfanges
zu führen.
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Die
auf diese Art und Weise fertig gestellte Wegmess-Vorrichtung kann
zusätzlich
geschützt werden,
indem sie noch in ein zusätzliches,
umgebendes Schutzrohr, dessen Innendurchmesser geringfügig größer ist
als der Außendurchmesser
des Profils, eingeschoben und gekapselt wird. Zu diesem Zweck wird
auch das Schutzrohr, welches beispielsweise ein massives Stahlrohr,
z. B. aus Edelstahl, sein kann, einseitig verschlossen, was auf
kostengünstige
Art und Weise durch aufsetzen von verpressbaren Endkappen nach dem
aus der Sanitärtechnik
bekannten Sanpress-Prinzip erfolgen kann.
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Dabei
wird eine Endkappe, in deren Innenumfang bereits ein nach innen
etwas vorstehender O-Ring eingesetzt ist, über das Ende des Außenumfanges
des Rohres geschoben und mit einem speziellen Presswerkzeug dicht
radial verpresst.
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Natürlich muss
auch in diesem Fall aus einer der Endkappen ein Herausführen des
Signals über eine
Kabeldurchlass oder eine Steckerverbindung erfolgen.
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Auch
das Profil selbst könnte
theoretisch mittels einer solchen Endkappe nach dem Sanpress-Prinzip
verschlossen werden, wobei dann zuvor die durch die Außennuten
gebildeten Freiräume verschlossen
werden müssen,
indem elastische Klemmelemente zuvor in die Endbereiche der Nuten in
axialer Richtung eingeschoben werden und in dem Bereich positioniert
sein müssen,
indem von außen der
umlaufende O-Ring der Endkappe aufgepresst wird.
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Auf
diese Weise steht der als Endkappe ausgebildete Abschlussdeckel
dann jedoch über
den Außenumfang
des Profils vor, so dass eine derart verschlossene Vorrichtung nicht
mehr in eine nur wenig größer als
der Außenumfang
des Profils gewähltes Schutzrohr
einschiebbar ist.
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Die
radiale Abstützung
des Profils im Schutzrohr und Zentrierung erfolgt dadurch, dass
in die Außennuten,
vorzugsweise in Längsrichtung
mehrere zueinander beabstandete, Abstandshalter aus elastischem
Material, beispielsweise Gummi oder Silikon, eingesteckt werden,
die nach Einschieben in das Schutzrohr das Profil demgegenüber im Inneren
zentrieren. Als Abstandselemente werden kleine O-Ringe oder Abschnitte
eines Silikonschlauches verwendet, der in der Dicke geringfügig größer ist
als die kleinste Öffnungsweite
der Außennuten,
so dass dort eingesteckte Abstandshalter selbsttätig in Position bleiben.
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Dementsprechend
gestaltet sich das Verfahren zur Herstellung einer Wegmess-Vorrichtung sehr einfach
wie folgt:
Ausgehend von der gewünschten Messlänge wird die
daraus errechnete Gesamtlänge
des Rohrprofils von dem im Grunde endlosen Strangpressprofil abgeschnitten,
in gleicher Weise wird der Wellenleiter auf die benötigte Länge geschnitten.
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Nachdem
der Wellenleiter zu einer fertigen Wellenleiter-Einheit komplettiert
ist, erfolgt die Endmontage:
Zunächst wird die Wellenleiter-Einheit
in die Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit im Innenraum des
Profiles eingeschoben und dort fixiert, was in der Regel durch Kraftschluss
und/oder Verkleben in den Endbereich erfolgt:
Der die Wellenleiter-Einheit
umhüllende
elastische Schlauch wird in die Länge gezogen und dadurch radial
verdünnt,
und nach Loslassen dieser axialen Vorspannung verklemmt der dicker
werdende Schlauch die Wellenleiter-Einheit in der Nut zur Aufnahme
einer Wellenleitereinheit. Zusätzlich
oder stattdessen kann – vor
allem im Anfangsbereich nahe der Auswerteelektronik – eine Verklebung
der Wellenleiter-Einheit gegenüber
dem Profil erfolgen.
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Ähnlich wird
mit der Platine verfahren, die die Auswerteelektronik trägt: Auch
diese wird zwischen zwei Nuten zur Aufnahme von Platinen in den
Innenraum des Profiles geschoben, bis sie nicht mehr stirnseitig
aus diesem vorsteht. Auch dabei erfolgt eine Lagefixierung in den
Nuten, die in Querrichtung formschlüssig eine Verlagerung verhindern,
in axialer Richtung kraftschlüssig
(wie bei der Wellenleiter-Einheit), indem ein ebenfalls in die Länge gezogener
und dadurch verdünnter
Schlauch oder eine Schnur aus elastischem Material, z. B. Gummi
oder Silikon, zwischen wenigstens eine der Nuten und die entsprechende
Schmalseite der Platine eingelegt wird. Nach Loslassen der Vorspannung
der elastischen Schnur/Schlauch erfolgt durch Aufweitung in radialer Richtung
die Verklemmung der Platinen in den Nuten.
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Anschließend wird
im Inneren des Profiles die Wellenleiter-Einheit mit der Auswerteelektronik verbunden
und die von der Elektronik nach außen führenden Drähte bzw. das Kabel wird durch
eine der noch aufzusetzenden Abschlussdeckel geführt bzw. mit dem in dem Abschlussdeckel
angeordneten Steckerteil verbunden.
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Anschließend werden
die Abschlussdeckel aufgesetzt und befestigt, beispielsweise durch stumpfes
Aufsetzen auf die Stirnflächen
des Profiles und Verschrauben des Abschlussdeckels mittels Schrauben,
die in die Außennuten
selbstschneidend eingreifen und sich dort fixieren lassen.
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Um
Fehlfunktionen der Vorrichtung zu verhindern, ist vor der Montage
ein sorgfältiges
Säubern des
Innenraumes des auf Länge
geschnittenen Profiles, vorzugsweise mittels Druckluft, notwendig.
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Falls
die auf diese Art und Weise funktionsfähig fertiggestellte Wegmess-Vorrichtung in einer
besonders rauen Umgebung mit z. B. drohenden mechanischen Beeinflussungen
eingesetzt werden soll, kann sie zusätzlich im Inneren eines Schutzrohres untergebracht
werden, welches einen geringfügig größeren Innendurchmesser
als der Außendurchmesser
des Profiles hat. Auch dabei wird die Wegmess-Vorrichtung von einem
der stirnseitig offenen Enden aus in das Schutzrohr eingeschoben
und das Schutzrohr beidseitig durch Endkappen verschlossen, wiederum
unter Herausführung
der elektrischen Leitungen aus wenigstens einer der Endkappen oder innenseitigem
Anschluss einer Steckereinheit, die in einer der Endkappen untergebracht
ist.
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Die
Endkappen werden auf dem Schutzrohr, welches vorzugsweise ein normales
Rohr, also mit kreisförmigen
Innenquerschnitt wie Außenquerschnitt
und gleich bleibender Wandstärke,
ist, aufgesetzt und verschlossen nach dem aus der Sanitärtechnik
verwendeten Sanpress-Prinzip:
In den topfförmigen Endkappen ist innen
in einer entsprechenden Innenumfangsnut ein O-Ring bereits eingelegt.
Die Endkappen werden über
den Außenumfang
des Rohres im Endbereich geschoben und in der gewünschten
Position mittels einer speziellen Klemmzange verklemmt, was eine
feste, gasdichte Verbindung der Endkappe mit dem Rohr zur Folge hat.
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c) Ausführungsbeispiele
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Eine
Ausführungsform
gemäß der Erfindung ist
im Folgenden anhand der Figuren beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:
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1: Eine Wegmess-Vorrichtung in Explosionsdarstellung,
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2: Alternativ-Details zur Vorrichtung
gemäß 1,
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3: Eine erste Befestigungsart der Vorrichtung
bezüglich
der Umgebung,
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4: Eine zweite Art der Befestigung der Vorrichtung
gegenüber
der Umgebung,
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5:
Eine dritte Art der Befestigung der Vorrichtung gegenüber der
Umgebung,
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6: Möglichkeiten
zur Führung
des Signalgebers, und
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7: Die Vorrichtung der 1 aufgenommen
in einem zusätzlichen
Schutzrohr.
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1 zeigt die Wegmess-Vorrichtung während der
Endmontage in Explosionsdarstellung:
In das Profil 1 ist
von der Stirnseite her die Platine 23 noch nicht vollständig eingeschoben,
denn im Endzustand steht die Platine 23 stirnseitig nicht
aus dem Profil 1 vor. Gleiches gilt für die Wellenleiter-Einheit 2, die
in 1a nicht ersichtlich ist, da sie sich unterhalb
der Platine 23 befindet. Beide Elemente sind in der stirnseitigen
Ansicht der 6c dargestellt, in der auch
Innen- und Außenkontur
des Profiles 1 besser erkennbar sind.
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Dort
ist zu erkennen, dass die Außenkontur 5 des
Profiles 1 kreisförmig
ist, bis auf die vier gleichmäßig über den
Umfang verteilten, von außen
ins Innere des Profiles 1 eingearbeiteten Außennuten 6, die
jedoch mit dem Innenraum 14 des Profiles 1 nicht in
Verbindung stehen. Alle vier Außennuten 6 sind ausgebildet
mit einem von der Außenkontur 5 aus
gesehen tiefliegenden, hinterschnittenen Bereich 7a mit kreissegmentförmigem Querschnitt,
dessen Bodenbereich als ebener Boden 7b, nochmals vertieft
gegenüber
dem hinterschnittenen, kreissegmentförmigen Bereich 7a,
ausgebildet ist.
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Die
offene Stelle des hinterschnittenen Bereiches 7b ist mit
der Außenkontur 5 über einen
sich V-förmig
nach außen
erweiternden Bereich 7c verbunden, so dass sich insgesamt
eine Vasenform ergibt.
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Die
Innenkontur weist einen zentralen, etwa rechteckigen Innenraum 14 auf,
in dessen Schmalseiten Nuten zur Aufnahme von Platinen 19a,
b, c mit etwa rechteckigem Querschnitt ausgebildet sind, so dass
zwischen jeweils 1 Paar von Nuten zur Aufnahme von Platinen eine
Platine 23 einschiebbar ist, wobei sich eine solche Platine 23 in
der Regel nicht über die
gesamte Länge
des Profiles erstreckt, sondern von einem Ende nur 10 bis 15 cm
in das Profil 1 hinein erstreckt, während die Gesamtlänge des
Profiles 1 m oder auch 5 m betragen kann.
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Von
den Breitseiten des Innenraumes 14 aus erstrecken sich
einander gegenüberliegend
zwei Nuten zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 20 in
das Profil 1 hinein. Die Innenkontur der Nuten 20 stellt
ein Kreisbogensegment dar erstrecken sich über etwa 270°.
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Die
Verbindungslinie der beiden Nuten zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 20 definiert
die Längsmittelebene 9,
so dass die in 6c eingezeichnete Platine 23,
die über
zwei elektrische Leitungen 40 mit der in der oberen Nut
zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 20 befindlichen
Wellenleiter-Einheit 2 verbunden ist, eine einsatzfähige Wegmess-Vorrichtung
darstellt.
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Zusätzlich können Nuten
zur Aufnahme von Platinen 19d auch in den Breitseiten,
bezüglich
des Innenraumes 14 wiederum gegenüberliegend, neben den Nuten
zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 20 angeordnet sein
zum Einschieben einer Platine 23, die dann parallel zur
Längsmittelebene 9 liegen
würde.
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Unabhängig davon
könnte
durch Einbringung einer weiteren Platine 23 und einer weiteren Wellenleiter-Einheit 2,
insbesondere von der gegenüberliegenden
Stirnseite her in das Profil 1, eine doppelte und damit
redundante Bestückung
des Profiles 1 vorgesehen werden.
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6c lässt auch
die Art der Fixierung dieser Bauteile im Profil 1 erkennen:
Der rohrförmige Wellenleiter 3 ist
von einem am Außenumfang
durch Längsriefen
gezackten Schlauch 38 umgeben, die zusammen die Wellenleiter-Einheit 2 bilden.
Diese Einheit wird in Längsrichtung 10 eingeführt, indem dabei
der gezackte Schlauch 38 in der Länge gestreckt wird und dadurch
seinen Außenumfang
verringert und somit ohne große
Reibung in die Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 21 eingezogen werden
kann. Nach dem Loslassen der axialen Vorspannung weitet sich der
Schlauch 38 radial auf und verklemmt den Wellenleiter 3 in
Querrichtung kraftschlüssig
in der Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 20. Die
freie Öffnung
zum Innenraum 14 hin ist zu gering, als dass sich die Wellenleiter-Einheit 2 aus
der Nut 20 herausbewegen könnte.
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Auch
die Platine 23 ist auf ähnliche
Weise montiert und fixiert: Zwischen dem Grund der entsprechenden
Nut zur Aufnahme von Platinen 19b und den gegenüberliegenden
Schmalseiten der Platine 23 ist jeweils eine elastische
Schnur 15, wiederum aus Gummimaterial, Silikon oder einem ähnlich stark
rutschhemmenden Material, eingebracht. Die Breite der Platine 23 ist
dabei zum Abstand des Paares von Nuten zur Aufnahme von Platinen 19b so
bemessen, dass nur bei ebenfalls in axialer Längsrichtung 10 vorgespannter
Schnur 15 und damit in Querrichtung dünner gewordener Schnur 15 (ersatzweise kann
auch ein hohler Schlauch verwendet werden) zusammen mit der Platine 23 zwischen
die Nuten 19b in Längsrichtung 10 eingeschoben
werden kann. Nach Loslassen der Dehnung der Schnur 15 in Längsrichtung
verklemmt die in Querrichtung dicker werdende Schnur 15 die
Platine 23 zuverlässig
zwischen den Nuten 19b.
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Über die
Stirnfläche
des Profilen 1 überstehende
Enden des Schlauches 38 bzw. der Schnur 15 werden
selbstverständlich
nachher abgeschnitten.
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Wie
ersichtlich ragen die Außennuten 6 in denjenigen
Eckbereichen nach innen, die die Innenkontur 4 zwischen
dem rechteckigen Innenraum 14 und den mittig davon nach
außen
vorstehenden Nuten zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 20 belässt. Dabei
entstehen unterschiedliche Wandstärken, wobei die dünnste Wandstärke im Bereich
zwischen Außenumfang 5 und
dem äußersten
Punkt der Nut zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit 20 entsteht,
die größte radiale
Wandstärke
dagegen knapp seitlich der Außennuten 6.
Diese stark unterschiedlichen Wandstärken stellen eine Art radialer
Verrippung des Profiles 1 dar und bedingen einerseits eine hohe
Biegesteifigkeit gegen Biegungen in Querrichtung und andererseits
genug Fleisch, um bei Bedarf umlaufend um den Innenraum 14 und
die Nuten 20 in der Stirnfläche 22 auch eine umlaufende
Ringnut 28 anzuordnen und darin einen O-Ring 24 als
Dichtung zwischen der Stirnfläche 22 des
Profiles 1 und einem anliegenden Abschlussdeckel 29, 29' einzulegen.
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Dabei
ist klar ersichtlich, dass die Außenkontur 5 an keiner
Stelle nach außen über den
Hüllkreis 21 vorsteht,
der durch die kreisbogenförmigen
Segmente der Außenkontur 5 gebildet
wird, da die Abweichungen von diesem Hüllkreis 21 nur in
nach innen vertieften Außennuten 6 bestehen.
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1a zeigt – abweichend
von der Abdichtung mittels O-Ring 24 – eine Abdichtung der Stirnseiten
des Profiles 1 durch stumpf aufgesetzte Abschlussdeckel 29 und
Dazwischenlegen einer Flachdichtung 16. In einem der Abschlussdeckel 29' befindet sich
eine zentrale Öffnung
zum Einschrauben einer Kabeltülle 25,
durch welche dann aus dem Innenraum 14 des Profiles 1 zur
Signalweiterleitung ein nur in 7 sichtbares
Kabel herausgeführt
werden kann.
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Die
Abschlussdeckel 29 stehen über den Hüllkreis 21 der Außenkontur 5 nicht
vor und weisen jeweils Schraublöcher 34 an
den Positionen auf, an denen sich der hinterschnittene, vertiefte
Bereich 7a der Außennuten 6 des
Profiles 1 befindet, um mittels stirnseitig von außen durch
Abschlussdeckel 29 und Flachdichtung 16 hindurch
sich erstreckender Schrauben 42, die sich selbstschneidend
in die Außennuten 6 hineinschrauben
lassen, die Abschlussdeckel 29 fest auf den Stirnflächen 22' des Profiles 1 zu
fixieren. Selbstverständlich
werden vor dem Verschließen
die auf der Platine 23 befindliche Auswerte-Elektronik 12 sowie
die Wellenleiter-Einheit 2 elektrisch miteinander verbunden
und ebenso das in das Profil 1 hineinführende Kabel mit der Auswerte-Elektronik 12.
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Während der
Abschlussdeckel 29 der 1a ein
ebener Deckel mit gleichmäßiger Dicke ist,
ist in 1b eine etwas andere Bauform
des Abschlussdeckels 29'' dargstellt:
Von der an der Stirnseite des Profils 1 anzulegenden Stirnfläche 22 ragen nahe
des Außenumfanges
axial und über
den Umfang verteilt mehrere, in diesem Fall vier Vorsprünge 17 ab,
mit denen der Abschlussdeckel 29'' direkt
auf die Stirnfläche 22' des Profiles 1 gedrückt wird.
Die Höhe
der Vorsprünge 17 ist
etwas geringer als die Dicke der Flachdichtung 16 (oder
auch des Überstandes
eines O-Ringes 24 aus der entsprechenden Ringnut 28)
im unbelasteten Zustand, so dass beim Festziehen der Schrauben 42,
bis die Vorsprünge 17 an
der Stirnfläche 22 anliegen,
eine definierte Vorspannung der Flachdichtung 16 erreicht
wird. An der Stelle der Vorsprünge 17 sind
hierfür
natürlich
Aussparungen 16a in der Flachdichtung 16 erforderlich, wie 2a zeigt.
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2a zeigt
wiederum in Explosionsdarstellung die Montagesituation, allerdings
mit einer wiederum abgewandelten Bauform des Abschlussdeckels 29''',
bei welcher die Kabeltülle 25' einstückig zusammen
mit dem Abschlussdeckel 29''' ausgebildet ist.
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Zur
Signalweiterleitung nach außen
ist in die Kabeltülle 25' axial von außen her
ein genau hineinpassender Stecker 30 eingeschoben, bis
zu einer entsprechenden Schulter am vorderen Ende des Steckers,
die ein weiteres Einschieben verhindert.
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Ein
O-Ring 24 in einer Ringnut auf der Außenseite des Steckers 30 dichtet
diesen gegenüber dem
Innenumfang der Kabeltülle 25' ab. Ins Innere des
Profiles 1 ragen dann Lötfahnen,
die mit den von der Auswerte-Elektronik kommenden Leitern verbunden
werden können,
wobei eine der Lötfahnen
den Erdungspol betrifft, welcher über eine elektrisch leitende
Brücke 53 mit
der Stirnfläche 22 des
Abschlussdeckels 29''' auf dessen Stirnfläche 22 verschraubt
wird, um den Abschlussdeckel 29''' und das damit
in Kontakt stehende Profil 1 zu erden, die in der Regel
jeweils aus Metall bestehen.
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Die 3 bis 5 zeigen
fertiggestellte Wegmess-Vorrichtungen und deren Befestigung an einem
Bauteil der Umgebung, beispielsweise an einer nicht dargestellten
Maschine: In den 3 und 4 ist
dies jeweils in der Seitenansicht (3a bzw. 4a),
Aufsicht (3b, 4b) sowie
einer Schnittdarstellung (3c, 4c)
dargestellt.
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Dabei
erfolgt die Halterung in den 3 mittels
mehrerer, jeweils 2-teiliger Lagerböcke 33, bestehend
aus Unterschale 33a und Oberschale 33b, zwischen
denen der Außenumfang
des Profiles 1 verklemmt wird. In jedem Lagerbock erstrecken
sich zwei Klemmschrauben, jeweils eine beidseits des Profiles 1,
durch die Oberschale 33b sowie die Unterschale 33a hindurch,
und werden in einem darunter liegenden, nicht dargestellten Bauteil,
beispielsweise der die Wegmess-Vorrichtung
tragenden Maschine, verschraubt, wodurch die Oberschale 33b gegen
die Unterschale 33a gepresst und dazwischen in entsprechend
halbkreisförmigen
Ausnehmungen der beiden Schalen das Profil 1 geklemmt wird.
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Über die
Länge des
Profiles beabstandet sind mehrere, in diesem Fall 4, solcher
Lagerböcke 33 angeordnet.
Dabei ist die Oberschale 33b in der Mitte oberhalb des
Profiles 1 sehr dünn
ausgebildet und könnte
hier sogar unterbrochen sein, und auch die Köpfe der die Lagerschalen gegeneinander
pressenden Schrauben sind in der Oberschale 33b vorzugsweise
versenkt.
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Dies
dient dazu, dass der signalauslösende Schlitten 11,
der zum Beispiel einen Magneten 32 enthalten kann, in Längsrichtung 10 über die
gesamte Messlänge
entlang des Profiles 1 in geringem Abstand hierzu verfahren
werden kann, und zu diesem Zweck, wie in 3c dargestellt,
ja auch über
die Lagerböcke 33 hinweg
verfahren werden muss.
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Der
Querabstand zwischen Schlitten 11 und Profil 1 kann
dabei umso geringer gehalten werden, je geringer die Dicke der über das
Profil 1 hinweg verlaufenden Oberschale 33b gehalten
wird.
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In
den 3a und 3b sind
die Anfangs- und Endstellung ein und desselben Schlittens 11 dargestellt.
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Zur
Minimierung des Abstandes des zwischen dem exzentrisch im Profil 1 liegenden,
in den 3 nicht dargestellten, Wellenleiter 3 und
dem Schlitten 11 muss bekannt sein, in welcher Drehposition
innerhalb des Profiles 1 sich der Wellenleiter befindet,
um vor dem Verklemmen in den Lagerböcken 33 das Profil 1 in
die optimale Drehlage bringen zu können, in der der Wellenleiter 3 dem
Schlitten 1 am nächsten
liegt.
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Zu
diesem Zweck ist – wie
in 6a unter Weglassung der Lagerböcke 33 dargestellt – an einer Stelle
des Umfanges eines der Abschlussdeckel 29, 29' eine Markierung 44 zum
Beispiel in Form einer Bohrung angebracht, die die Drehlage des
Wellenleiters innerhalb der Wegmess-Vorrichtung und damit des Profiles 1 symbolisiert.
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4 zeigt analoge Darstellungen, bei der jedoch
nicht das Profil 1, sondern ein um das Profil 1 herum
angeordnetes Schutzrohr 35, wie später anhand der 7 erläutert, welches
einen runden Außenumfang
besitzt, ebenfalls an mehreren Stellen über die axiale Erstreckung
des Schutzrohres 35 verteilt, an einem nicht dargestellten
Bauteil der Umgebung befestigt ist.
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Diesmal
sind als Befestigungsmittel handelsübliche Rohrschellen 31 verwendet,
wie sie in der Sanitär-
und Elektrotechnik häufig
verwendet werden. Diese Rohrschellen umgreifen den Umfang des Schutzrohres 35 C-förmig über mehr
als 180° des Umfanges,
sind jedoch nach oben hin offen.
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Durch
die Elastizität
der frei nach oben ragenden seitlichen Schenkel der Rohrschellen 31,
die in der Regel aus Kunststoff bestehen, kann das aufzunehmende
Rohr, in diesem Fall das Schutzrohr 35, in der Regel von
oben her in die bereits am Untergrund verschraubte Rohrschelle 31 hineingedrückt werden,
so dass in der Regel ein Einführen
in Längsrichtung 10 nicht
notwendig ist, was die Montage erheblich erleichtert, zumal nach
dem Einsetzen noch eine Drehung des Schutzrohres 35 einschließlich des darin
befindlichen Profiles 1 und auch eine begrenzte Verschiebung
in Längsrichtung
möglich
ist.
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Auch
hier ist ein Schlitten 11, in der Regel mit einem Magneten 32 darin,
in Längsrichtung 10 entlang
der von dem Untergrund abgewandten Oberseite des Schutzrohres 35 und
im Abstand zu diesem als signalgebendes Element verschiebbar. Da
auch hierbei der Schlitten 11 über die Rohrschellen 31 hinweg
verfahren werden soll, ist es wichtig, dass die seitlich aufragenden
Schenkel der Rohrschelle 31 nicht oder nur wenig über den
höchsten
Punkt des darin aufgenommenen Rohres 35 vorstehen.
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Die
Dichtkappen 41, 41',
mit denen das Schutzrohr 35 endseitig verschlossen ist,
ragen zwar radial über
den Außenumfang
des Schutzrohres 35 vor, jedoch ist es nicht notwendig,
dass der Schlitten 11 auch über diese Dichtkappen 41 hinweg
verfahren werden kann, da diese sich außerhalb des Messbereiches befinden.
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5 zeigt
dagegen lediglich in einer Querschnittsdarstellung anhand eines
leeren Profiles 1, wie diese mittels Spannpratzen 27 an
einem nicht dargestellten Bauteil verschraubt werden können:
Zu
diesem Zweck ist das Profil 1 – welches in der Praxis im
Inneren wenigstens eine Wellenleiter-Einheit und eine Platine mit
Auswerte-Elektronik trägt – so gedreht,
dass es mit einem Umfangspunkt in der Mitte zwischen zwei benachbarten
Außennuten 6 auf dem
Untergrund aufliegt.
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Plattenförmig ebene
oder auch passend gekröpfte
Spannpratzen 27 können
dann in Querrichtung 8 so gegen das Profil 1 herangeschoben
werden, dass sie sich mit ihren freien Enden in die beiden unteren,
einander gegenüber
liegenden, Außennuten 6 hinein
erstrecken und das Profil 1 dort formschlüssig gegen
ein Abheben nach oben sowie eine Querverschiebung oder eine Verdrehung
sichern.
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Die
Spannpratzen 27 weisen ein Schraubloch 34 zum
Hindurchführen
einer Verschraubung 37 an exzentrischer Position auf, so
dass auch nach Eindrehen der Schrauben 37 in die entsprechende Gewindebohrung
im Untergrund durch Drehung der Spannpratzen 27 um die
sie durchdringende Verschraubung 37 das Eindringen der
Spannpratzen 27 in die Außennuten 6 möglich ist.
-
Im
Fall der 5 sind die beiden Spannpratzen 27 und
deren Verschraubungen 37 noch durch eine zusätzliche,
gemeinsame, unter dem Profil 1 durchgehende Brücke, in
der Regel aus einem isolierenden Material, Silikon oder einem anderen
Kunststoff, verbunden, durch welches sich die Schrauben 37 ebenfalls
hindurch erstrecken.
-
Auch
die Befestigung mittels Spannpratzen 27 erfolgt bei vor
allem längeren
Profilen 1 in axialer Richtung beabstandet an mehreren
Positionen. Einer der Vorteile besteht – neben der kostengünstigen Verfügbarkeit
der entsprechenden Haltemittel als billige Großserienteile – darin,
dass der Großteil
des Umfanges des Profiles 1 nicht umschlossen wird und damit
frei für
die Annäherung
eines Schlittens mit Magnet oder für andere Zwecke zur Verfügung steht:
Weiterhin
ist in 5, linke Bildhälfte,
dargestellt, dass das Profil 1 endseitig ebenfalls durch
eine hutförmig
das Profil 1 übergreifende
Dichtkappe 41 verschlossen werden kann, wozu in die davon
betroffenen Endbereiche aller Außennuten 6 Klemmelemente 43 aus
elastischem Material eingesetzt sind, die den Querschnitt der Außennuten 6 vollständig und dicht
ausfüllen.
-
Wie
in der rechten Bildhälfte
der 5 dargestellt, können für das Aufnehmen des Profiles 1 in einem
umgebenden, zusätzlich
schützenden
Schutzrohr 35, dessen Innenumfang geringfügig größer ist als
die Außenkontur 5 des
Profiles 1, in den Außennuten 6 des
Profiles 1 elastische Abstandshalter 39 eingesteckt
seien, die radial nach außen
aus dem Profil 1 vorstehen, sich jedoch beim Einschieben
in das Schutzrohr 35 so weit radial zusammendrücken lassen,
dass sie sich am Innenumfang des Schutzrohres 35 unter
Vorspannung anlegen. Sofern in allen Außennuten derartige Abstandshalter 39 eingesetzt werden,
wird das Profil 1 hierdurch im Inneren des Schutzrohres 35 nicht
nur zentriert, sondern auch gegen ein ungewolltes Verschieben in
Längsrichtung 10 gesichert.
-
In
den 3, 4 und 6 ist der Schlitten 11 mit dem
Magnet 32 ohne formschlüssige
Führung
entlang des Profiles 11 bzw. Schutzrohres 35 dargestellt und
würde jetzt
in der Praxis an einem Bauteil befestigt sein, welches entlang einem
nicht dargestellten Bauteil der Umgebung geführt wird.
-
Soll
dagegen eine immer definierte, abstandsgleiche Führung entlang des Profiles 1 bzw. Schutzrohres 35 bewirkt
werden, so muss hierfür
der nicht beeinträchtigte
Teil des Außenumfanges
des Profiles 1 bzw. Schutzrohres 35 genutzt werden,
wie zum Beispiel in den 6b, 6c dargestellt,
wobei in 6b das Profil 1 aus Gründen der
vereinfachten Darstellung wiederum ohne Innenausstattung dargestellt
ist.
-
Im
Fall der 6b umgreift ein Schlitten 11' kreissegmentförmig den
Außenumfang
des Profiles 1 um mehr als 180° von oben her, wobei die Öffnung des
Schlittens 11' nach
unten weist. Durch dieses Umgreifen über mehr als 180° und entsprechend
geringes Spiel dazwischen, wofür
auch herkömmliche Elemente
aus bekannten Linearführungen,
nämlich den
sogenannten IGUS-Gleitführungen,
verwendet werden können,
verhindert ein Abheben des Schlittens 11' nach oben und damit eine immer
exakte radiale Positionierung des Schlittens 11' gegenüber dem
Profil 1.
-
Durch
den Umgriff über
mehr als 180° von oben
her ist beispielsweise bei einer Befestigung des Profiles 1 am
Untergrund mittels Spannpratzen 27 gemäß 5 oder rechte
Seite der 6b möglich, da diese einschließlich ihrer
Verschraubung 37 – zumal
wenn diese Verschraubung ausreichend weit seitlich beabstandet zum
Profil 1 liegt – einen
entsprechenden seitlichen Umgriff durch den Schlitten 11 noch
ermöglicht.
-
Wenn
ein solcher Schlitten 11'', wie in 6c dargestellt,
zusätzlich
Fortsätze 52 aufweist, die
formschlüssig
und hinterschneidend in wenigstens eine, vorzugsweise beide nach
schräg
oben weisenden Außennuten 6 des
Profiles 1 eingreifen, so ist auch eine Verdrehung des
Schlittens 11'' um die Längsachse 10 um
das Profil 1 herum ausgeschlossen. In diesem Fall ist ein
Umgreifen von mehr als 180° um
den Außenumfang
des Profiles 1 herum nicht mehr notwendig.
-
Das
Einschieben des Schlittens 11' bzw. 11'' erfolgt
in beiden Fällen
in Längsrichtung
von dem stirnseitigen Ende des Profiles 1 her, gegebenenfalls vor
dem Aufsetzen der Abschlussdeckel 29, 29'.
-
Im
Falle des Schlittens 11',
welcher nicht auf Vorhandensein von Außennuten 6 angewiesen
ist, kann die Führung
statt entlang des Profiles 1 auch entlang des Außenumfanges
eines Schutzrohres 35 erfolgen, wie es aus 7 ersichtlich
wird.
-
Dort
ist in 7a in einer perspektivischen teilweisen
Schnittdarstellung dargestellt, dass eine fertig hergestellte Wegmess-Vorrichtung,
deren Profil 1 wie beschrieben durch Enddeckel 29, 29' verschlossen
ist, zusätzlich
in ein das Profil umgebendes Schutzrohr 35 passgenau eingesteckt
ist, dessen Innenumfang nur geringfügig größer ist als der Außenumfang
des Profiles 1, so dass hier die Abschlussdeckel 29 ebenfalls
nicht radial nach außen vorstehen.
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Das
Schutzrohr 35 besteht in der Regel nicht aus Aluminium,
sondern aus mechanisch und gegebenenfalls chemisch stärker belastbarem
Material, beispielsweise aus Edelstahl.
-
Diese
zusätzliche
Einhausung ist für
besonders aggressive Umgebungen vorgesehen. Das aus dem einen Abschlussdeckel 29' herausgeführte Kabel 48 muss
zur Weiterführung
der Signale selbstverständlich
auch aus dem Schutzrohr 35 herausgeführt werden:
Das Schutzrohr 35 ist
stirnseitig verschlossen mittels der sogenannten "Sanpress-Technik", in dem topfförmige, mit
ihrem Innenumfang genau auf den Außenumfang des Schutzrohres 35 passende
Dichtkappen 41, 41' auf
die stirnseitig offenen Enden des Schutzrohres 35 aufgesetzt
werden, wie am besten die Detaildarstellung der 7b zeigt.
-
Die
Dichtkappen 41 bestehen dabei ebenfalls in der Regel aus
Metall, beispielsweise Edelstahl, und weisen eine Innenumfangsnut
auf, in der bereits ein O-Ring eingelegt ist. Nach axialer Positionierung
der Dichtkappen 41 auf dem Schutzrohr 35 erfolgt
mittels einer Spezial-Klemmzange ein Verklemmen der Umfangsbereiche
der Dichtkappen 41 gegen den Außenumfang des Schutzrohres 35,
wodurch der in der Dichtkappe 41 eingelegte O-Ring über den
gesamten Umfang fest und dauerhaft gegen den Außenumfang des Schutzrohres 35 gepresst
wird. Dadurch erfolgt nicht nur eine gas- und staubdichte Verbindung
zwischen der Dichtkappe 41 und dem Schutzrohr 35,
sondern auch eine dauerhafte axiale Fixierung zwischen den beiden
Teilen.
-
Wie
bei dem Abschlussdeckel 29 unterscheidet sich auch die
Dichtkappe 41' durch
die zusätzliche,
zentral darin eingebrachte Kabeltülle 25 von der geschlossenen
Version der Dichtkappe 41. Durch die Kabeltülle 25 wird
das aus der Wegmess-Vorrichtung stirnseitig herausgeführte Kabel 48 auch
aus dem Schutzrohr 35 herausgeführt. Im Bereich dazwischen ist
dieses Kabel 48 durch eine Kabeldose 49 aus steifem
Material im Inneren des Schutzrohres 35 umgeben und geschützt.
-
- 1
- Profil
- 2
- Wellenleiter-Einheit
- 3
- Wellenleiter
- 4
- Innenkontur
- 5
- Außenkontur
- 6
- Außennuten
- 7
- Kombinuten
- 8
- Querrichtung
- 9
- Längsmittelebene
- 10
- Längsrichtung
- 11
- Schlitten
- 12
- Auswerte-Elektronik
- 13
- Quermittelebene
- 14
- Innenraum
- 15
- Schnur
- 16
- Flachdichtung
- 16a
- Aussparung
- 17
- Vorsprung
- 18
- Dach
- 19
- Nut
zur Aufnahme von Platinen
- 20
- Nuten
zur Aufnahme einer Wellenleitereinheit
- 21
- Hüllkreis
- 22
- Stirnfläche
- 23
- Platine
- 24
- O-Ring
- 25
- Kabel-Tülle
- 26
- Steckerdurchgang
- 27
- Spannpratzen
- 28
- Ringnut
- 29
- Abschlussdeckel
- 30
- Stecker
- 31
- Rohrschelle
- 32
- Magnet
- 33
- Lagerbock
- 34
- Schraubloch
- 35
- Schutzrohr
- 35a
- Innenumfang
- 36
- Bohrung
- 37
- Verschraubung
- 38
- gezackter
Schlauch
- 39
- Abstandshalter
- 40
- Leitung
- 41
- Dichtkappe
- 42
- Schraube
- 44
- Markierung
- 45
-
- 46
-
- 47
-
- 48
- Kabel
- 49
- Kabeldose
- 50
-
- 51
-
- 52
- Fortsatz
- 53
- Brücke