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DE102004018534A1 - Optisches System mit Spülgaszufuhr zum Sichtfenster - Google Patents

Optisches System mit Spülgaszufuhr zum Sichtfenster Download PDF

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DE102004018534A1
DE102004018534A1 DE102004018534A DE102004018534A DE102004018534A1 DE 102004018534 A1 DE102004018534 A1 DE 102004018534A1 DE 102004018534 A DE102004018534 A DE 102004018534A DE 102004018534 A DE102004018534 A DE 102004018534A DE 102004018534 A1 DE102004018534 A1 DE 102004018534A1
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Gerald Helmenstein
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Enotec Prozess- und Umweltmesstechnik GmbH
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Enotec Prozess und Umwelt GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein optisches System mit einem Sichtfenster (3), welches ein optisches Gerät (1) von einem Beobachtungsraum (13) trennt, und mit mindestens einem Austrittskanal (9) für ein Kühl- oder Spülgas, der in der Umgebung des Sichtfensters (3) mündet. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, die Spülung und Kühlung im Bereich des Sichtfensters zu verbessern. DOLLAR A Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß vor dem Sichtfenster (3) ein zum Beobachtungsraum hin offenes Ausströmrohr (16) mit einer porösen Wandung angeordnet ist. Aufgrund der porösen Wandung entsteht eine rauhe Oberfläche, welche die Strömungsgeschwindigkeit in dem Ausströmrohr (16) reduziert und eine langsame und gleichgerichtete Ausströmung aus der Mündung des Ausströmrohrs (16) hinaus in den Beobachtungsraum (13) bewirkt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein optisches System mit einem Sichtfenster, welches ein optisches Gerät von einem Beobachtungsraum trennt, und mit mindestens einem Austrittskanal für ein Kühl- oder Spülgas, der in der Umgebung des Sichtfensters mündet.
  • Derartige optische Systeme werden zur Beobachtung oder zu Messungen in dem Beobachtungsraum verwendet. Beispielsweise dienen sie der Beobachtung oder Messung von Fluiden, d.h. flüssigen oder gasförmigen Medien mit oder ohne Feststoffanteilen. Ein Beispiel für derartige Fluide sind Rauchgase innerhalb eines Rauchgaskanals. Rauchgase sind in der Regel sehr heiß und können Ruß- und andere Partikel oder Bestandteile enthalten, welche das Fenster bzw. die optischen Komponenten des Systems verschmutzen oder beschädigen. Das aus dem Austrittskanal austretende Kühlgas oder Spülgas dient dazu, die optischen Komponenten des, optischen Systems thermisch und physisch von dem zu beobachtenden Gas innerhalb des Beobachtungsraums zu trennen.
  • Ein derartiges optisches System ist aus der DE 1 286 085 bekannt. Diese Druckschrift offenbart Schutzgehäuse für Industrie-Fernsehkameras zur Beobachtung von Feuerräumen, Schmelzöfen oder dergleichen. Dieses Gehäuse besteht aus einem doppelwandigen Rohr mit Kühlkanälen. Seine Lichteintrittsöffnung kann von einer Ringspaltdüse umgeben sein, deren Form so gewählt ist, daß aus ihr ausströmende Luft das Eindringen des heißen Gases oder von Staub in die Lichteintrittsöffnung verhindert. Ähnlich ist auch das System der GB 2 127 174 aufgebaut. Hier wird ein Periskop für einen Hochtemperaturreaktor beschrieben, in dessen Gehäusewand ein Kühlsystem integriert ist, welches Kühl/Spülluft durch die Lichteintrittsöffnung nach außen strömen läßt. Die DE 34 36 651 zeigt ein ähnliches optisches System. Hier ist eine Fernsehkamera zur Beobachtung von Feuerräumen, Öfen und dergleichen beschrieben, die im Bereich ihrer Ausblicköffnung eine Ringnut aufweist, in die aus dem Inneren des Kameragehäuses Kanäle münden, die so gerichtet sind, daß im Kameragehäuse enthaltene Druckluft mit einer bezüglich der Ringnut tangentialen Komponenten in die Ringnut einströmt. Schließlich offenbart die EP 0 949 501 A2 ein Schutzgehäuse für Beobachtungsgeräte zur Überwachung von staubbelasteten Räumen, wobei in dem Schutzgehäuse in der Umgebung der Ausblicköffnung ein oder mehrere mit dem Innenraum des Schutzgehäuses in Verbindung stehende Austrittskanäle derart angeordnet sind, daß die Ausblicköffnung von dem Beobachtungsraum durch einen Spülluftschleier getrennt ist.
  • In der Praxis hat sich bei derartigen optischen Systemen die Strömungsführung der Spülluft als schwierig erwiesen. Turbulenzen innerhalb der Strömung im Bereich des Sichtfensters oder quasi-stationäre Wirbel können Rückströmungen zur Folge haben, welche zu einem Kontakt zwischen dem Gas aus dem Beobachtungsraum und den optischen Komponenten des optischen Systems führen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Spülung und Kühlung im Bereich des Sichtfensters zu verbessern.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß vor dem Sichtfenster ein zum Beobachtungsraum hin offenes Ausströmrohr mit einer porösen Wandung angeordnet ist.
  • Mit anderen Worten liegt vor dem Sichtfenster ein relativ kurzer Rohrabschnitt, dessen Wandung einen hohen Porenanteil und somit eine hohe Rauhigkeit aufweist. Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß die große Oberflächenrauhigkeit der Wand des Ausströmrohrs die Bildung von Rückströmun gen erfolgreich reduziert oder verhindert. Die große Oberflächenrauhigkeit bewirkt, daß die Strömungsgeschwindigkeit in dem Ausströmrohr reduziert wird. Bei gleichförmiger Zuströmung des Spülgases in den hinteren Abschnitt des Ausströmrohrs nahe dem Sichtfenster ergibt sich an der Mündung des Ausströmrohrs ein Strömungsprofil, welches wegen der rauhen Oberfläche mit relativ langsamer Strömungsgeschwindigkeit eine gleichförmige Ausströmung des Spülgases aus dem Ausströmrohr sicherstellt. Hierbei kann mit geringen Druckdifferenzen zwischen dem Fluid in dem Beobachtungsraum, insbesondere Rauchgas, und dem Kühl- oder Spülgas gearbeitet werden. Die absolute Menge des austretenden Kühl- oder Spülgase, welche eine Rückströmung des Gases aus dem Beobachtungsraum zum Sichtfenster zuverlässig vermeidet, kann sehr gering sein.
  • Um eine gleichförmige Zuströmung des Spülgases in den rückwärtigen Bereich des Ausströmrohrs sicherzustellen, wird die Zuströmung des Spülgases durch die poröse Wandung hindurch realisiert. Hierzu mündet der Austrittskanal hinter, d.h. von der Innenseite des Ausströmrohres gesehen außerhalb der porösen Wandung. Bei dieser praktischen Ausführungsform muß die poröse Wandung Poren enthalten, welche sich durch ihre gesamte Dicke hindurch erstrecken. Das Spülgas strömt aus dem Austrittskanal durch die Poren der porösen Wandung in das Ausströmrohr. Hierdurch wird erreicht, daß das Spülgas durch eine Vielzahl von kleinen Öffnungen in das Ausströmrohr einströmt. Es strömen somit jeweils sehr kleine Ströme an einer Vielzahl verschiedener Orte mit einer Vielzahl unterschiedlicher Strömungsrichtungen in den hinteren Bereich des Ausströmrohres ein. Diese "Mikroströmungen" richten sich schnell aufgrund des Druckgefälles zur vorderen freien Öffnung des Ausströmrohrs hin aus und erzeugen im Bereich der Mündung des Ausströmrohrs die genannte laminare Ausströmung.
  • In der Praxis kann ein ringförmiger Abschnitt der Wandung des Ausströmrohrs von porösem Material gebildet werden, welches eine Ringnut abdeckt, in welche der Austrittskanal für das Spülgas mündet. Bei dieser Ausführungsform strömt das Spülgas gleichförmig über den gesamten ringförmigen Bereich des Umfangs des Ausströmrohrs in dessen hinteren Bereich radial ein.
  • Der ringförmige Bereich der Wandung des Ausströmrohrs wird in einer praktischen Ausführungsform von einer ringförmigen porösen Hülse gebildet. Da – wie erwähnt – der Ausströmkanal zum Beobachtungsraum hin offen ist, der von aggressiven, häufig heißen und rußhaltigen Gasen durchströmt wird, besteht die poröse Hülse vorzugsweise aus einem hitzefesten Material wie Sintermetall (Sinterbronze), Sinterkeramik oder gesintertem Kunststoff. Diese Materialien sind als Festkörperfilter zur Trennung von Partikeln von Flüssigkeiten oder Gasen bekannt.
  • In dem Ausströmrohr können mehrere poröse Hülsen angeordnet werden, so daß mehrere Abschnitte der Wandung des Ausströmrohrs porös ausgebildet sind. Die poröse Wandung kann auch unterbrochen sein, und einige Abschnitte der Wandung des Ausströmrohrs können auch glatt ausgebildet sein. Alternativ kann die Wandung des Ausströmrohrs von einer einzigen porösen Hülse gebildet werden.
  • In einer praktischen Ausführungsform ist die Länge des Ausströmrohrs mindestens 1,5 mal so groß wie sein Durchmesser. Es hat sich gezeigt, daß bei einem Ausströmrohr, dessen Länge etwa das Zwei- bis Dreifache seines Durchmessers beträgt, sich eine sehr zuverlässige homogene Ausströmung realisieren läßt, die eine Rückströmung von Gasen aus dem Beobachtungsraum vermeidet. Es ist darauf zu achten, daß für bestimmte optische Systeme die Länge des Ausströmrohrs möglichst kurz ist. Beispielsweise ist ein praktisches Einsatzgebiet für das optische System die Laser-Absorptionsspektroskopie. Hierbei wird auf einer Seite beispielsweise eines Rauchgaskanals eine Laserlichtquelle in einem erfindungsgemäßen optischen System angeordnet. Ein Laser befindet sich in einem Gehäuse, an dessen zum Rauchgaskanal liegenden Ende das Sichtfenster angeordnet ist. Auf der gegenüberliegenden Seiten des Rauchgaskanals ist ein optisches System mit einem Photosensor (Photodiode) angeordnet. Der Laser strahlt Laserlicht mit definierter Wellenlänge ab. Die Wellenlänge des Laserlichts kann auch moduliert werden. Die Photodiode bildet einen Empfänger (Receiver) für die Absorptionsmessung. Es können auch mehrere Laser und mehrere Photodioden vorhanden sein, die mit unterschiedlichen Wellenlängen arbeiten. Beim Durchstrahlen der in dem Beobachtungsraum befindlichen Füllung (z.B. Rauchgas) wird Energie des Laserstrahls absorbiert. Durch das Maß der Absorption der Laserlichtenergie läßt sich die Menge eines bestimmten Bestandteils innerhalb des Beobachtungsraums ermitteln. Beispielsweise wird auf diese Weise die Sauerstoffkonzentration innerhalb eines Rauchgases ermittelt. Damit der Meßwert nicht unzulässig durch Sauerstoffanteile innerhalb des Spülgases verfremdet wird, sollte die Strecke des von dem Laserstrahl durchlaufenen Spülgases möglichst kurz gehalten werden.
  • Insbesondere bei einem kurzen Ausströmkanal sollte sich die poröse Wandung bis zur Mündung des Ausströmrohrs erstrecken, um eine langsame und gleichgerichtete Ausströmung insbesondere im Mündungsbereich zu erzielen.
  • Alternativ oder zusätzlich kann eine Verfremdung des Meßwertes aufgrund des Spülgases dadurch vermieden werden, daß ein für die Messung neutrales Gas zur Spülung oder Kühlung im Bereich des Sichtfensters verwendet wird. Im Falle der Sauerstoffmessung kommt beispielsweise Stickstoff als Spülgas in Frage.
  • Eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in:
  • 1 einen Längsschnitt durch ein Gehäuse einer erfindungsgemäßen optischen Meßvorrichtung;
  • 2 eine vergrößerte Ansicht des vorderen Endes des Gehäuses aus 1 im Längsschnitt;
  • 3 eine Prinzipskizze eines transparenten Fensters in dem Gehäuse aus den 1 und 2;
  • 4 eine Prinzipskizze für die Funktion der Ausrichtung des Laserstrahls des Lasermeßsystems aus den vorangehenden Figuren;
  • 5 eine Draufsicht auf eine Vierquadrantendiode für die Strahlausrichtung.
  • Die 1 zeigt ein Gehäuse, das bei einem erfindungsgemäßen optischen Meßsystem, insbesondere Lasermeßsystem, zum Einsatz kommt. Es besteht aus der optischen Komponente bzw. dem optischen Gerät 1, das entweder eine Laserlichtquelle oder eine Photodiode ist. In der optischen Achse 18 der optischen Komponente 1, d.h. bei dem vorliegenden Meßsystem in dem Laserstrahl 18, sind zwei Sichtfenster 2, 3 aus transparentem Material angeordnet. Zwischen den beiden Sichtfenstern 2, 3 befindet sich ein rohrförmiger Körper 4, dessen Innenraum 5 zur Überprüfung der Funktion des Meßsystems mit einem Prüfgas befüllt werden kann. Zu diesem Zweck weist der Innenraum 5 des rohrförmigen Körpers 4 des Gehäuses nahe dem Sichtfenster 3 am freien Ende des rohrförmigen Körpers 4 einen Prüfgaskanal 6 auf, der in den Innenraum 5 mündet. Am gegenüberliegenden Ende des Innenraums 5 des rohrförmigen Körpers 4 ist ein Entlüftungskanal 7 vorgesehen, durch den Gas aus dem Innenraum 5 des rohrförmigen Körpers 4 austreten kann. Der Innenraum 5 des rohrförmigen Körpers 4 des Gehäuses kann somit in Gleichströmung gemäß den eingezeichneten Pfeilen mit einem Gas gespült werden.
  • Für den üblichen Meßbetrieb wird ein neutrales Spülgas in den Innenraum 5 des rohrförmigen Körpers 4 geleitet. Beispielsweise eignet sich Stickstoff als neutrales Spülgas während des Meßbetriebs, wenn das Meßsystem für die Sauerstoffmessung vorgesehen ist. Zu diesem Zweck kann der Prüfgaskanal 6 mit der Spülgasquelle, welche Stickstoff enthält, verbunden werden. Das Spülgas kann zur Kühlung umgewälzt werden, das heißt in einer stetigen Strömung den Innenraum 5 durchströmen und außerhalb des Innenraums 5 durch einen Wärmetauscher (nicht dargestellt) geleitet werden.
  • Zur Überprüfung der Funktion des Meßsystems kann der Prüfgaskanal 6 mit einer Prüfgasquelle verbunden werden, z.B. einer Druckgasflasche, die ein Gas mit definierter Sauerstoffkonzentration enthält, oder einer Pumpe, welche Luft mit 20,95% Sauerstoff in den Innenraum 5 des rohrförmigen Körpers 4 fördert. Durch das Spülen des Innenraums 5 mit dem Prüfgas wird eine definierte Länge zwischen den beiden Sichtfenstern 2 und 3 des Gehäuses mit einem Gas befüllt, welches eine bekannte Konzentration des zu messenden Bestandteils enthält.
  • Wie erwähnt, enthält das erfindungsgemäße Meßsystem zwei optische Komponenten, nämlich eine Laserlichtquelle 19 und einen Photosensor 20 (siehe z.B. 3 und 4). Wie 1 zeigt, können beide optischen Komponenten 1 in jeweils einem erfindungsgemäßen Gehäuse aufgenommen werden. Zur Durchführung unterschiedlicher Prüfmessungen können in einem ersten Fall nur eins der beiden Gehäuse und in einem zweiten Fall beide Gehäuse mit dem Prüfgas gespült werden.
  • Das in 1 dargestellte Gehäuse weist ferner einen Spülgaskanal 8 auf, der zu einem Austrittskanal 9 führt. Der Austrittskanal 9 mündet hinter dem Sichtfenster 3 in dem zum Beobachtungsraum 13 offenen Teil des Gehäuses. Das vordere Ende des rohrförmigen Körpers 4 des Gehäuses ist im Detail in 2 dargestellt. Der Austrittskanal 9 für das Spülgas oder Kühlgas mündet in einer Ringnut 10, dier nach innen durch einen Einschraubring 11 für das Sichtfenster 3 verschlossen ist. Die zum Sichtfenster 3 gerichtete Stirnfläche des Einschraubrings 11 drückt ein Paar Dichtringe 26 zusammen, welche zu beiden Seiten des Randes des Sichtfensters 3 angeordnet sind und den Innenraum 5 des rohrförmigen Körpers 4 gegen den Beobachtungsraum 13, der vor der Stirnseite des rohrförmigen Körpers 4 liegt, abdichtet. Der Beobachtungsraum 13 kann ein Rauchgaskanal oder ein Feuerraum einer Verbrennungsanlage beliebiger Art sein. Er kann aber auch von einer Prozeßgasleitung, einem Gasbehälter beliebiger Art sowie einem sonstigen fluidbefüllten Raum oder offenen Volumen gebildet sein. Das Fluid kann gasförmige, flüssige und feste Bestandteile aufweisen. Es kann aus einem Rauchgas, atmosphärischer Luft oder einer vergleichbaren Gaszusammensetzung bestehen.
  • Die Innenwandung des Einschraubrings 11 ist mit einer Hülse 14 aus porösem Material versehen. Die poröse Hülse 14 besteht aus gasdurchlässigem Material, vorzugsweise Sintermetall, Keramik oder Kunststoff. In dem Einschraub-ring 11 sind mehrere radiale Kanäle 12 vorgesehen, welche an der Außenseite der porösen Hülse 14 münden. Somit kann das Spülgas aus dem Spülgaskanal 8 durch den Austrittskanal 9 in die Ringnut 10 strömen, und aus der Ringnut 10 durch die mehreren, über den Umfang des Einschraubrings 11 verteilten radialen Kanäle 12 zur Außenseite der porösen Hülse 14 gelangen. Das Spülgas durchströmt die poröse Hülse 14 und tritt durch eine Vielzahl von kleinen Öffnungen in der Innenfläche der Hülse 14 aus. Die Innenfläche der porösen Hülse 14 bildet den hinteren Abschnitt eines Ausströmrohrs 16 am vorderen Ende des rohrförmigen Körpers 4. Der vordere Abschnitt des Auströmrohrs 16 wird durch eine weitere poröse Hülse 15 gebildet, die an der Innenseite eines Mündungsrings 17 angeordnet ist.
  • Das poröse Material über den größten Teil der Länge des Ausströmrohrs 16 hat zwei Funktionen. Zum einen bewirkt die poröse Hülse 14 im hinteren Abschnitt des Ausströmrohrs 16, daß das Spülgas in diffuser Strömung durch eine Vielzahl von Öffnungen im wesentlichen radial in das Ausströmrohr 16 hineinströmt. Zum anderen bewirkt die rauhe Oberfläche der porösen Hülse 15 im vorderen Teil des Ausströmrohrs 16, daß die Strömungsgeschwindigkeit reduziert wird und eine langsame und gleichgerichtete Ausströmung aus der Mündung des Ausströmrohrs 16 hinaus in den Beobachtungsraum 13 erfolgt. Durch dieses porös ausgekleidete Ausströmrohr 16 wird eine Rückströmung von Fluid aus dem Beobachtungsraum 13 in das Ausströmrohr 16 hinein und zum Sichtfenster 3 hin wirkungsvoll vermieden. Ein geringes Ausströmvolumen des Spülgases bei einem geringem Überdruck gegenüber dem Beobachtungsraum 13 füllt das Ausströmrohr 16 vollständig aus.
  • Die Gesamtlänge des Ausströmrohrs 16 entspricht etwa dem Doppelten des Durchmessers des Ausströmrohrs 16. Eine derartige Spülung des Sichtfensters kann an beiden Gehäusen des Lasermeßsystems, d.h. sowohl dem Gehäuse für die Laserlichtquelle 19 als auch dem Gehäuse für den Photosensor 20, vorgesehen sein.
  • In der 1 und der 3 ist zu erkennen, daß die beiden Fenster 2 und 3 zur optischen Achse, entlang der der Laserstrahl 18 verläuft, geneigt sind. Hierdurch wird vermieden, daß Reflexionen von der Oberfläche des transparenten Materials der Fenster 2, 3 wieder entlang der optischen Achse zurück in die Laserlichtquelle 19 strahlen bzw. auf der Empfängerseite zurück in den Photosensor 20 strahlen. Auch wird vermieden, daß zwischen den Fenstern 2 und 3 Reflexionen hin- und hergeworfen werden, die zu einer Resonanz führen können.
  • Ferner weist, wie in 3 erkennbar, jedes der Fenster 2, 3 eine Keilform auf. Das heißt, daß die beiden Oberflächen des Fensters 2, 3 zueinander geneigt verlaufen. Die Neigung der beiden Oberflächen des Fensters 2, 3 zueinander ist in 3 übertrieben dargestellt. Der Keilwinkel β zwischen den Fensteroberflächen beträgt in der Praxis etwa 1/30 eines Winkelgrads oder zwei Winkelminuten. Durch diese Schrägstellung werden wiederholte Reflexionen innerhalb des Fensters zwischen seinen Oberflächen und insbesondere der Etaloneffekt vermieden. Derartige keilförmige Fenster 2, 3 können in einem in 1 erkennbaren Gehäuse sowohl auf der Seite der Laserlichtquelle 19 als auch auf der Seite der Photodiode 20 (siehe 3 und 4) angeordnet sein. Vorzugsweise sind alle Fenster zwischen der Laserlichtquelle 19 und der Photodiode 20 gemäß der Darstellung in 3 ausgebildet.
  • Die 4 zeigt eine Prinzipskizze der zwei optischen Komponenten des erfindungsgemäßen Meßsystems. Auf der einen Seite der Meßstrecke ist eine Laserlichtquelle 19 angeordnet. Auf der anderen Seite der Meßstrecke ist ein Photosensor 20 angeordnet. Die Meßstrecke selbst zwischen der Laserlichtquelle 19 und dem Photosensor 20 weist in der Praxis z.B. eine Länge von 1 m bis zu 30 m auf. Im Falle eines Rauchgaskanals können sich dabei erhebliche mechanische Verformungen und Verwindungen ergeben, welche das exakte Auftreffen des Laserstrahls 18 auf der Photodiode 20 beeinflussen können. Aus diesem Grund ermöglicht die in 4 dargestellte Ausführung des Lasermeßsystems eine Nachführung des Laserstrahls 18.
  • Der Laser 21 selbst leitet seinen Laserstrahl 18 auf ein Strahlablenkungs-Mittel, nämlich einen Spiegel 22, der über Verstellmotoren 23 um zwei Achsen schwenkbar ist. Der Schwenkweg des Spiegels 22 um jede der beiden Achsen sollte mindestens 1° betragen. Die Genauigkeit der Winkeleinstellung des Spiegels 22 sollte in der Größenordnung von 1/100°, also etwa einer halben Winkelminute liegen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Meßstrecke ist ein Strahlteiler 24 angeordnet, der einen Teil des Laserstrahls 18 auf den Photosensor 20 reflektiert und einen anderen Teil des Laserstrahls 18 zu einem positionsempfindlichen Lichtsensor 25 durchläßt. Der Strahlteiler 24 kann entweder durch einen halbdurchlässigen Spiegel oder durch ein halbdurchlässiges Prisma gebildet werden. Dabei muß die Strahlaufteilung nicht exakt im Verhältnis 50 : 50 erfolgen. Es kann ein sehr viel größerer Anteil des Laserstrahls 18 für Meßzwecke auf den Photosensor 20 geleitet werden.
  • Der auf den positionsempfindlichen Lichtsensor 25 geleitete Anteil kann kleiner sein.
  • Grundsätzlich ist jeder positionsempfindliche Lichtsensor, wie beispielsweise eine Flächendiode, verwendbar. Vorzugsweise wird eine Vierquadrantendiode 25 verwendet, welche separate Lichtmeßwerte für vier Quadranten ihrer Oberfläche abgibt. Der prinzipielle Aufbau einer Vierquadrantendiode ist in 5 dargestellt. Sie weist vier separate Photodiodenflächen auf, die in den vier Quadranten Q1, Q2, Q3 und Q4 der Oberfläche der Vierquadrantendiode angeordnet sind. Wenn der Laserstrahl 18, wie in 5 dargestellt, genau auf den Mittelpunkt der Vierquadrantendiode 25 zwischen den vier Quadranten Q1-Q4 trifft, trifft auf alle Quadranten die gleiche Lichtmenge und die Meßwerte der vier Quadranten Q1-Q4 stimmen überein. Ein Auswandern des Laserstrahls 18 aus der Mitte der Vierquadrantendiode führt dazu, daß der Meßwert in einem oder zwei der vier Quadranten steigt und in den anderen Quadranten abnimmt.
  • Durch das Meßsignal der Vierquadrantendiode kann der Verstellmotor 23 (4) derart angesteuert werden, daß er den Laserstrahl 18 genau auf die Mitte der Vierquadrantendiode 25 richtet. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß der Laserstrahl 18 zu jeder Zeit unabhängig vom Zustand der Verformung oder Verwindung der Strukturen, an denen das erfindungsgemäße Lasermeßsystem installiert ist, vollständig auf den Photosensor 20 geleitet wird und einen zuverlässigen und reproduzierbaren Meßwert erzeugt.
  • Das erfindungsgemäße Meßsystem kann auch mehrere Laserlichtquellen und Photosensoren umfassen, die zum Beispiel jeweils mit verschiedenen Wellenlängen arbeiten. Auch können weitere optische Komponenten im Bedarfsfall im Strahlengang des Laserstrahls angeordnet werden.
  • 1
    optisches Gerät, optische Komponente
    2
    Sichtfenster
    3
    Sichtfenster
    4
    rohrförmiger Körper
    5
    Innenraum
    6
    Prüfgaskanal
    7
    Entlüftungskanal
    8
    Spülgaskanal
    9
    Austrittskanal
    10
    Ringnut
    11
    Einschraubring
    12
    radialer Kanal
    13
    Beobachtungsraum
    14
    poröse Hülse
    15
    poröse Hülse
    16
    Ausströmrohr
    17
    Mündungsring
    18
    optische Achse, Laserstrahl
    19
    Laserlichtquelle
    20
    Photosensor
    21
    Laser
    22
    Strahlablenkungs-Mittel, Spiegel
    23
    Verstellmotor
    24
    Strahlteiler
    25
    positionsempfindlicher Lichtsensor, Vierquadrantendiode
    26
    Dichtring
    Q1-Q4
    Quadrant
    β
    Keilwinkel

Claims (9)

  1. Optisches System mit einem Sichtfenster (3), welches ein optisches Gerät (1) von einem Beobachtungsraum (13) trennt, und mit mindestens einem Austrittskanal (9) für ein Kühl- oder Spülgas, der in der Umgebung des Sichtfensters (3) mündet, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Sichtfenster (3) ein zum Beobachtungsraum hin offenes Ausströmrohr (16) mit einer porösen Wandung angeordnet ist.
  2. Optisches System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittskanal (9) außerhalb der porösen Wandung des Ausströmrohrs (16) mündet und das Gas durch die poröse Wandung in das Ausströmrohr (16) strömt.
  3. Optisches System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Wandung von mindestens einer ringförmigen porösen Hülse (14, 15) gebildet wird.
  4. Optisches System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Hülse (14, 15) aus hitzefestem Material, insbesondere aus Sintermetall, Sinterkeramik oder Kunststoff besteht.
  5. Optisches System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Ausströmrohrs (16) mindestens 1,5 mal so groß ist wie sein Durchmesser.
  6. Optisches System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Wandung sich bis zur Mündung des Ausströmrohrs (16) erstreckt.
  7. Optisches System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Gerät (1) eine Laserlichtquelle (19) zur Durchführung einer Laserabsorptionsspektroskopie ist.
  8. Optisches System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Gerät ein Photosensor (20) zur Durchführung einer Laserabsorptionsspektroskopie ist.
  9. Optisches System nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß es auf der einen Seite des Beobachtungsraums (13) eine Laserlichtquelle (19) und auf der anderen Seite des Beobachtungsraums (13) einen Photosensor (20) zur Durchführung einer Laserabsorptionsspektroskopie umfaßt.
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