DE102004018516B4 - Verschleißfestes Blech - Google Patents
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Abstract
Verschleißfestes
Blech insbesondere für
Leitschurren, gekennzeichnet durch zumindest in Teilbereichen angeordnete Öffnungen
in Form von Bohrungen oder Langlöchern.
Description
- Die Erfindung betrifft ein verschleißfestes Blech.
- Unter Blechen sollen in der Folge sowohl plattenförmige als auch nicht plattenförmige, z.B. gebogene, gekantete od. dgl. Bleche verstanden werden.
- Bekannt sind derartige Bleche oder Panzerplatten zum Beispiel aus der DE GM 77 03 206 für eine Vielzahl von Anwendungen u.a. für Leitschurren, Übergabestellen, Schaufeln, Auskleidungen und sonstige stark beanspruchte Konstruktionen, in denen große Mengen abrasiver Materialien bewegt werden. Typische Anwendungsgebiete findet man in der Hütten-, Beton-, Zement- und Glasindustrie, in Aufbereitungsanlagen, Kraftwerken und Tagebauen, Chemieunternehmen und Herstellern von Fein- und Grobkeramik.
- Verwendet werden Trägerbleche mit einer verschleißfesten, hochkohlenstoff- und chromcarbidhaltigen Beschichtung, die z.B. durch Auftragsschweißen in Form sogenannter Raupen aufgebracht werden.
- Die Entwicklung ist dabei bestimmt von der Minimierung des Gleitwiderstandes und der Schaffung immer neuer verschleißfester Materialien.
- Dennoch besteht auf Seiten der Anwender die Forderung nach noch höheren Standzeiten, nach geringerem Gewicht der Platten und nach geringeren Herstellungskosten.
- Aufgabe der Erfindung
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabenstellung zugrunde, diesen Anforderungen zu genügen und weiter verbesserte verschleißfeste Bleche zu schaffen.
- Lösung der Aufgabe
- Diese komplexe Aufgabenstellung löst die Erfindung in überraschend einfacher und effektiver weise dadurch, dass in dem Blech zumindest in Teilbereichen Öffnungen in Form von Bohrungen, Langlöchern od. dgl. vorgesehen werden. Hierunter sollen alle Arten von Öffnungen verstanden werden, insbesondere runde, ovale, eckige, wabenförmige usw.
- Das schleißende Material staut sich an den Öffnungen und bildet so eine das Blech schützende Lage. Es kommt somit zum vermehrten Abrieb zwischen dieser Lage und den weiter dar über gleitenden oder auf diese prallenden Massen. Erst wenn die Grundlage "verschlissen" ist, rutschen neue Körner nach und bilden ihrerseits die Schutzlage.
- Diese Wirkung kann noch erheblich gesteigert werden, wenn im wesentlichen quer zur Fließrichtung und zwischen den Öffnungen Schweißraupen angeordnet werden.
- Mit einer solchen neuartigen Anordnung können die Standzeiten je nach Anwendungsfall um mehrere 100 % erhöht werden! Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Bohrungen, Langlöcher od. dgl. quer zur Fließrichtung in Reihen mit regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind. Hierdurch ergibt sich ein hinsichtlich der Verschleißeigenschaften weitgehend homogenes Blech.
- Sollten die Anforderungen entsprechend sein, z.B. durch eher mittig auf ein verschleißfestes Blech aufprallendes Material (Schüttgut) kann es entsprechend einer anderen Ausführungsform auch bevorzugt sein, die Bohrungen, Langlöcher od. dgl. quer zur Fließrichtung in Reihen mit variablen, insbesondere zur Fließrichtung spiegelsymmetrischen Abständen zueinander anzuordnen. Die Löcher können dann z.B. zu den Zonen höherer Belastung (hier also der Mitte) enger angeordnet sein.
- Gleiches gilt für die Abstände der Reihen von Bohrungen, Langlöcher od. dgl. Diese können in Fließrichtung in regelmäßigen oder in Fließrichtung mit variablen, insbesondere sich regelmäßig verringernden Abständen zueinander angeordnet sein. So kann unterschiedlichen Belastungen in Fließrichtung Rechnung getragen werden.
- Es müssen nicht ausschließlich (kreisrunde) Bohrungen oder Langlöcher oder dgl. Bohrungen vorgesehen sein. Vielmehr sieht eine Ausführungsform auch vor, diese je nach Anwendung zu mischen, also Bohrungen und/oder Langlöcher und/oder dgl. Öffnungen regelmäßig oder unregelmäßig quer zur Fließrichtung und in Fließrichtung abwechselnd anzuordnen.
- Schließlich können bei einem verschleißfesten Blech nach der Erfindung Bohrungen, Langlöcher od. dgl. unterschiedlicher Dimensionierung, also z.B. Bohrungen mit großem Durchmesser neben Bohrungen mit kleinerem Durchmesser, vorgesehen sein.
- Es ist bevorzugt, zwischen jeder Reihe von Bohrungen, Langlöchern od. dgl. Schweißraupen anzuordnen. Allerdings ist dies nicht zwingend, d.h. es können zwischendurch auch einzelne oder mehrere Reihen frei bleiben.
- Aus fertigungstechnischen Gründen werden in der Regel verschleißfeste Bleche bevorzugt sein, bei denen die Schweißraupen in ihrer Geometrie quer zur Fließrichtung und/oder in Fließrichtung regelmäßig ausgebildet sind.
- Es ist aber auch möglich, die. Schweißraupen in ihrer Geometrie quer zur Fließrichtung und/oder in Fließrichtung unregelmäßig auszubilden. Hierunter sind alle Maße der Schweißraupe zu verstehen, einerseits ihre Breite, ihre Höhe sowie ihr Querschnitt und andererseits die Art ihrer Aufbringung als mehr oder weniger ausladende (z.B. sinusförmige) Welle, Zick-Zack-Linie usw.
- Um dem Blech eine weiter erhöhte Standfestigkeit zu geben, ist es schließlich bevorzugt, die Reihen von Bohrungen, Langlöchern od. dgl. gegeneinander versetzt anzuordnen.
- Eine weitere vorteilhaft Ausbildung sieht vor, dass sich die Bohrungen, Langlöchern od. dgl. nach unten, also von der Materialseite weg, konisch erweitern.
- Die Erfindung wird nachstehend beispielhaft anhand einer bevorzugten Ausführungsform und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungsfiguren beschrieben, die Folgendes zeigen:
-
1 zeigt ein erfindungsgemäßes in Teilen gelochtes Blech und -
2 zeigt das Detail X des Bleches aus1 . - Das in
1 dargestellte Blech1 stellt eine Verbundplatte dar. Diese besteht z.B. aus einem Grundwerkstoff S 235 JRG 2 DIN EN 10025, 8mm dick, und einer Beschichtung MF 10-65-G DIN 8555 zweilagig 5 mm + 5 mm. - Wie
2 zeigt, verlaufen zwischen den Lochreihen Schweißraupen3 , in diesem Fall 10 mm breit und 5 mm hoch, mit z.B. folgender Richtanalyse: C ≈ 5,4%, Cr ≈ 22%, Nb ≈ 7%, B ≈ 1,5%, Härtebereich 64–66 HRC, Schweißgut Corodur 61, quer zur Fließrichtung des nicht dargestellten Materials. - Alternativ zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist es möglich, die Platten vollständig zu lochen. Die Öffnungen können Langlöcher oder eckige Öffnungen sein, in der Dimensionierung kleiner oder größer ausfallen. Auch können kleine und große Öffnungen regelmäßig oder unregelmäßig kombiniert werden. Der Abstand der Öffnungsreihen kann kleiner oder größer sein, gleichmäßig sein oder variieren.
- Sämtliche Werkstoffe sind variabel und können an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden. Die Geometrie der Raupen kann verändert werden, sie können schmaler oder breiter, unterbrochen, zickzackförmig, gekrümmt, regelmäßig oder unregelmäßig sein, in der Höhe variieren usw. Auch kann ihr Verlauf bei Bedarf vom 90° Winkel zur Fließrichtung abweichen.
-
- 1
- Blech
- 2
- Öffnung
- 3
- Schweißraupen
Claims (14)
- Verschleißfestes Blech insbesondere für Leitschurren, gekennzeichnet durch zumindest in Teilbereichen angeordnete Öffnungen in Form von Bohrungen oder Langlöchern.
- Verschleißfestes Blech nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch im wesentlichen quer zur Fließrichtung und zwischen den Öffnungen angeordnete Schweißraupen.
- Verschleißfestes Blech nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen oder Langlöcher quer zur Fließrichtung in Reihen mit regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen oder Langlöcher quer zur Fließrichtung in Reihen mit variablen, insbesondere zur Fließrichtung spiegelsymmetrischen Abständen. zueinander angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech. nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen von Bohrungen oder Langlöcher in Fließrichtung in regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen von Bohrungen oder Langlöchern in Fließrichtung mit variablen, insbesondere sich regelmäßig verringernden Abständen zueinander angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen und/oder Langlöcher regelmäßig oder unregelmäßig quer zur Fließrichtung und in Fließrichtung abwechselnd angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Bohrungen oder Langlöcher unterschiedlicher Dimensionierung vorgesehen sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißraupen zwischen. jeder Reihe von Bohrungen oder Langlöchern angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißraupen nicht zwischen jeder Reihe von Bohrungen oder Langlöchern angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißraupen in ihrer Geometrie quer zur Fließrichtung und/oder in Fließrichtung regelmäßig ausgebildet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißraupen in ihrer Geometrie quer zur Fließrichtung und/oder in Fließrichtung unregelmäßig ausgebildet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen von Bohrungen oder Langlöchern gegeneinander angeordnet sind.
- Verschleißfestes Blech nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Bohrungen oder Langlöcher nach unten konisch erweitern.
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