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Die
Erfindung betrifft die Verwendung eines Ventils für eine Gasentnahmesonde.
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Gasentnahmesonden
dienen dazu, zu analysierendes Gas aus einem Gasstrom, beispielsweise dem
Abgasstrom eines Kraftwerkes, zu entnehmen und einer Gasanalyseeinrichtung
zuzuführen.
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Im
Gasstrom des zu analysierenden Gases kommt es regelmäßig zu Druckanstiegen,
die auch zu einem Druckanstieg in der Gasentnahmesonde führen. Diese Überdrücke dürfen, sobald
sie einen gewissen Schwellenwert erreicht haben, von der Gasentnahmesonde
nicht auf die Gasanalyseeinrichtung durchschlagen, da diese ansonsten
beschädigt werden
könnte.
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Ein
Druckanstieg in einer Gasentnahmesonde kann insbesondere auch bei
einer sogenannten „Rückspülung” der Gasentnahmesonde
auftreten. Bei einer solchen Rückspülung wird
die Gasentnahmesonde künstlich
mit Gasdruck beaufschlagt, um die Filter des Gasentnahmerohres der
Gasentnahmesonde zu reinigen.
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Um
ein Durchschlagen eines Druckanstiegs in einer Gasentnahmesonde
auf eine Gasanalyseeinrichtung zu verhindern, wurden bisher regelmäßig Kugelhähne in der
Gasentnahmesonde vorgesehen, durch die der Gasstrom von der Gasentnahmesonde zur
Gasanalyseeinrichtung gesperrt oder zumindest gedrosselt werden
konnte.
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Bei
entsprechenden Kugelhähnen
handelt es sich umverhältnismäßig teure
Bauteile, die zudem kompliziert in einer Gasentnahmesonde einzubauen sind.
Darüber
hinaus ist ein Kugelhahn entweder mühsam per Hand zu bedienen oder
mit einer teuren und komplizierten Apparatur anzusteuern. Schließlich handelt
es sich bei einem Kugelhahn um ein wenig kompaktes Bauteil mit einem
erheblichen Platzbedarf in der Gasentnahmesonde.
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Aus
DE 2357671 A ist
ein Durchflussbegrenzungsventil für einen plötzlich eintretenden Bruch bekannt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verhältnismäßig kostengünstiges und kompaktes Ventil
für eine
Gasentnahmesonde zur Verfügung
zu stellen, durch das ein Durchschlagen des Drucks ab einem definierten
Schwellenwert in der Gasentnahmesonde auf eine Gasanalyseeinrichtung
automatisch und zuverlässig
verhindert werden kann.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe wird die Verwendung eines Ventils für eine Gasentnahmesonde
mit folgenden Merkmalen vorgeschlagen:
einer Gaseinlassöffnung für den Gaseinlass;
einer
Gasauslassöffnung
für den
Gasauslass;
einer von der Gaseinlassöffnung zur Gasauslassöffnung verlaufenden
Gasdurchgangsöffnung,
durch die ein Gas von der Gaseinlassöffnung zur Gasauslassöffnung leitbar
ist;
einem in der Gasdurchgangsöffnung angeordneten Sperrglied,
das
durch ein unter Vorspannung stehendes Druckelement in eine
erste Stellung (Durchlassstellung), in der es die Gasdurchgangsöffnung freigibt,
gedrückt
ist, wenn der gaseinlassseitige Gasdruck unterhalb eines definierten
Schwellenwertes liegt, und das
durch den gaseinlassseitigen
Gasdruck gegen die Spannkraft des Druckelementes in eine zweite
Stellung (Sperrstellung), in der es die Gasdurchlassöffnung sperrt,
gedrückt
ist, wenn der gaseinlassseitige Gasdruck oberhalb des Schwellenwertes
liegt.
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Ein
entsprechendes Ventil kann sehr einfach aufgebaut sein – es muss
im wesentlichen allein den Ventilkörper, das Sperrglied sowie
das Druckelement umfassen – und
kann damit sehr kompakt konfektioniert gestaltet sein.
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Die
Erfindung beruht auf der Grundüberlegung,
dass auf eine komplizierte Ansteuerung beziehungsweise eine Bedienung
per Hand für
das Ventil dann verzichtet werden kann, wenn ein Ventil zur Verfügung gestellt
wird, das durch die unmittelbare Wirkung der Druckverhältnisse
selbsttätig
schließt beziehungsweise
sich selbsttätig
wieder öffnet.
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Ausgehend
von dieser Grundüberlegung wurde
das anmeldungsgemäße Ventil
für die
Gasentnahmesonde entwickelt, das bis zu einem definierten Druckwert (Schwellenwert)
in der Gasentnahmesonde geöffnet
ist und bei Überschreiten
des Schwellenwertes schließt.
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Das
Ventil kann eine beliebige Form aufweisen, beispielsweise im wesentlichen
die Form eines Rohres. Das Ventil weist eine Gaseinlassöffnung, durch
die Gas in das Ventil eingeleitet werden kann, und eine Gasauslassöffnung,
durch die Gas aus dem Ventil ausgelassen werden kann, auf.
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Die
Gaseinlassöffnung
ist derart ausgebildet, dass dem Ventil durch sie Gas aus der Gasentnahmesonde
zugeleitet werden kann, und die Gasauslassöffnung ist entsprechend derart
ausgebildet, dass durch sie das Gas aus dem Ventil aus- und an eine
Gasanalyseeinrichtung weitergeleitet werden kann.
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Dazu
kann das Ventil im Bereich der Gaseinlass- beziehungsweise Gasauslassöffnung mit
Gewinden versehen sein.
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Innerhalb
des Ventils ist eine Gasdurchgangsöffnung vorhanden, die von der
Gaseinlassöffnung
zur Gasauslassöffnung
verläuft
und durch die Gas von der Gaseinlassöffnung zur Gasauslassöffnung geleitet
werden kann. Im Falle eines im wesentlichen rohrförmigen Ventils
kann die Gasdurchgangsöffnung
zum Beispiel eine im wesentlichen zylindrische Form aufweisen; die
Gaseinlassöffnung
und die Gasauslassöffnung
können
in diesem Fall an den gegenüberliegenden
Enden der Gasdurchgangsöffnung
angeordnet sein und können
in diesem Fall jeweils einen im wesentlichen kreisförmigen Öffnungsmund
aufweisen, der koaxial zur Achse der Durchgangsöffnung verlaufen kann.
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In
der Gasdurchgangsöffnung
ist ein Sperrglied angeordnet, durch dass die Gasdurchgangsöffnung (und
damit das Ventil) absperrbar ist. Das Sperrglied ist daher derart
in der Gasdurchgangsöffnung
angeordnet, dass es die Gasdurchgangsöffnung freigibt (also das Strömen von
Gas durch die Gasdurchgangsöffnung
ermöglicht),
wenn der gaseinlassseitige Gasdruck (also der Druck des Gases, der
durch die Gaseinlassöffnung
in das Ventil einströmt)
unterhalb eines definierten Schwellenwertes liegt und die Gasdurchgangsöffnung sperrt
(also das Strömen
von Gas durch die Gasdurchgangsöffnung unterbindet
oder zumindest drosselt), wenn der gaseinlassseitige Gasdruck oberhalb
des definierten Schwellenwertes liegt.
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Konkret
wird das Sperrglied, um die Gasdurchgangsöffnung freizugeben, durch ein
unter Vorspannung stehendes Druckelement in eine definierte Stellung
(Durchlassstellung) gehalten gedrückt, in der Gas durch die Gasdurchgangsöffnung strömen kann.
Bei dem Druckelement kann es sich beispielsweise um eine Spannfeder
handeln.
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Das
Sperrglied kann in der Gasdurchgangsöffnung (beispielsweise entlang
dessen Achse) verschiebbar oder klappbar in dieser angeordnet sein.
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Ein
klappbar angeordnetes Sperrglied kann zum Beispiel über ein
Scharnier an der Wandung der Gasdurchgangsöffnung angelenkt sein.
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Bevorzugt
kann das Sperrglied verschiebbar in der Durchgangsöffnung angeordnet
sein. In diesem Fall kann das Sperrglied beispielsweise zylinder- oder rohrförmig gestaltet
sein und zum Beispiel Führungsmittel
aufweisen, über
die es sicher entlang der Gasdurchgangsöffnung geführt werden kann. Diese Führungsmittel
können
beispielsweise seitlich (radial) vom Führungsmittel abstehende Erhebungen (zum
Beispiel Buckel oder Stege) oder Vertiefungen sein, die gegen die
Wandung der Gasdurchgangsöffnung
geführt
sind und hier zum Beispiel mit korrespondierenden Mitteln, zum Beispiel
Nuten oder Schienen, gekoppelt sein können.
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Das
Sperrglied weist Gasführungsmittel
auf, durch die Gas (von der Gaseinlassseite zur Gasauslassseite
des Ventils) hindurchleitbar ist. Diese Gasführungsmittel können zum
Beispiel eine oder mehrere Kanäle
im Sperrglied sein; alternativ kann das Sperrglied auch (zumindest
abschnittsweise) aus einem offenporigen Material gebildet sein,
durch das Gas hindurchleitbar ist.
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Diese
Gasführungsmittel
bewirken, dass das Gas (zumindest in einem gewissen Umfang) auch
in der Sperrstellung des Sperrgliedes durch das Ventil leitbar ist.
Dadurch wird die Druckdifferenz (also der erhöhte Gasdruck auf der Gaseinlassseite
des Ventils und der geringere Gasdruck auf der Gasauslassseite des
Ventils) allmählich
abgebaut, indem Gas durch das Sperrglied hindurch von der Gaseinlassseite
zur Gasauslassseite des Ventils geleitet wird.
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Dadurch
wird die in der Sperrstellung zwischen der Gaseinlass- und der Gasauslassseite
des Ventils herrschende Druckdifferenz allmählich abgebaut, und nicht so
schlagartig, wie dies bei einem plötzlichen Zurückspringen
des Sperrgliedes von der Sperr- in die Durchlassstellung ohne vorherigen
(teilweisen) Druckausgleich zwischen Gaseinlass- und Gasauslassseite
des Ventils der Fall wäre.
Ein zu schlagartiger Druckanstieg auf der Gasausgangsseite des Ventils
kann jedoch auf die Gasanalyseeinrichtung durchschlagen und diese
gegebenenfalls beschädigen.
Durch die wie vorstehend beschriebenen Gasführungsmittel im Sperrglied
kann eine solche Beschädigung
jedoch vermieden werden, da der Druckausgleich nicht schlagartig
erfolgt.
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Die
Gasführungsmittel
im Sperrglied bieten dem Gas stets einen höheren Widerstand als die Gasdurchgangsöffnung in
der Durchlassstellung des Sperrgliedes. Der Widerstand, den die
Gasführungsmittel
dem Gas bei der Durchleitung durch diese in die Sperrstellung des
Sperrgliedes bieten, ist um einen Faktor zwischen 5 und 100 höher ist
als der Widerstand, den das Ventil einem Gas bei seiner Durchleitung
durch das Ventil in der Durchlassstellung des Sperrgliedes bietet.
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Um
das Sperrglied in der Durchlassstellung in einer definierten Stellung
zu halten, kann das Sperrglied durch das Druckelement gegen einen
Anschlag, zum Beispiel einen oder mehrerer an der Gasdurchlassöffnung angeordnete
Vorsprünge,
gedrückt
sein.
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Im
Kontaktbereich zwischen Sperrglied und Anschlag können im
Sperrglied und/oder im Anschlag Aussparungen vorgesehen sein, durch
die das Gas in der Durchlassstellung des Sperrgliedes strömen kann.
Grundsätzlich
ist der Kontakt zwischen Sperrglied und Anschlag in der Durchlassstellung
derart, das Gas zwischen Sperrglied und Anschlag hindurchströmen kann.
Beispielsweise können
als Anschlag daher auch mehrere beabstandete Stege vorgesehen sein,
zwischen denen das Gas in der Durchlassstellung hindurchströmen kann.
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Es
kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Druckelement das Sperrglied
entgegen der Gasströmungsrichtung
des von der Gaseinlassöffnung
zur Gasauflassöffnung
durch die Gasdurchgangsöffnung
strömenden
Gases drückt.
Mit anderen Worten: Das Druckelement drückt das Sperrglied in Richtung
der Gaseinlassöffnung.
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Entsprechend
kann das Druckelement insbesondere auf der der Gaseinlassöffnung abgewandten
Seite des Sperrgliedes angeordnet sein. Beispielsweise eine Spannfeder
kann zwischen einer fest mit dem Ventil verbunden Auflage und dem Sperrglied
verspannt sein.
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In
Abhängigkeit
der Höhe
der Vorspannung wird das Sperrglied mit einer definierten Kraft
in der Durchlassstellung gehalten beziehungsweise mit einer definierten
Kraft gegen den Anschlag gedrückt.
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Das
Sperrglied ist so ausgebildet, dass der Druck des gaseinlassseitig
in das Ventil einströmenden
Gases beständig
auf das Sperrglied drückt
und der Vorspannung des Druckelementes (beziehungsweise der Kraftrichtung,
in der das Druckelement auf das Sperrglied drückt) entgegenwirkt.
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Solange
der gaseinlassseitige Gasdruck unterhalb eines definierten Schwellenwertes
liegt, bleibt das Sperrglied in der Durchlassstellung. Sobald der Schwellenwert
jedoch überschritten
wird, der gaseinlassseitige Gasdruck also größer wird als der Druck, der
vom Druckelement auf das Sperrglied wirkt, wird das Sperrglied durch
den gaseinlassseitigen Gasdruck gegen die Spannung des Druckelementes
in die zweite Stellung (Sperrstellung), in der das Sperrglied die
Gasdurchlassöffnung
sperrt, gedrückt.
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Ein
wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Ventils liegt mithin auch
darin, dass der Druck- beziehungsweise Schwellenwert, ab dem das Ventil
schließt
drosselt, sehr einfach durch die Höhe der Vorspannung des Druckelementes
definiert werden kann.
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Die
Höhe der
gewählten
Vorspannung entspricht mithin dem gaseinlassseitigen Gasdruckwert, ab
dem das Ventil schließt.
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Da
bei zahlreichen Gasanalyseeinrichtungen ein Überdruck ab etwa 5 bar zu einer
Beschädigung der
Einrichtung führen
kann, kann zum Beispiel vorgesehen sein, den Schwellenwert, ab dem
das Sperrglied durch den gaseinlassseitigen Gasdruck in die Sperrstellung
gedrückt
wird, bei etwa 5 bar vorzusehen. Erfindungsgemäß ist ein Schwellenwert im
Bereich von 2 bis 20 bar Überdruck
vorgesehen, also beispielsweise auch im Bereich von 3 bis 10 bar Überdruck
oder 4 bis 8 bar Überdruck.
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Auf
seiner der Gaseinlassöffnung
zugewandten Seite kann das Sperrglied ein Justiermittel aufweisen,
durch das das Sperrglied mittels des durch die Gasdurchgangsöffnung einströmenden Gases
justierbar ist. Das Justiermittel kann beispielsweise eine mittig
auf der entsprechenden Seite des Sperrgliedes angeordnete Vertiefung
oder Erhebung sein.
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Das
Sperrglied kann in seiner Sperrstellung gegen einen Anschlag, zum
Beispiel ebenfalls einen oder mehrere Vorsprünge, die an der Wandung der Gasdurchgangsöffnung angeordnet
sein können,
gedrückt
sein, um es in einer definierten Position halten zu können.
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Das
Sperrglied kann ein im Wesentlichen platten- oder scheibenförmiges Sperrteil
aufweisen; dieses Sperrteil stellt in diesem Fall den Teil des Sperrgliedes
dar, durch den die Gasdurchgangsöffnung
verschließbar
ist. Das Sperrteil kann das Element des Sperrgliedes darstellen,
das in der Durchlassbeziehungsweise Sperrstellung gegen die Anschläge anliegt.
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Neben
dem Sperrteil kann das Sperrglied ein im wesentliches rohr- oder
zylinderförmiges
Führungsteil
umfassen, das zur Führung
des Sperrgliedes in der Gasdurchgangsöffnung dient. Im Falle einer
zylindrischen Durchgangsöffnung
verläuft
das Führungsteil
koaxial zur Durchgangsöffnung,
so dass das Sperrglied entlang der Achse der Durchgangsöffnung sicher
führbar
beziehungsweise verschiebbar ist.
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Das
Führungsteil
kann ein Druckelement, beispielsweise in Form einer Spannschraube,
zumindest teilweise in sich aufnehmen beziehungsweise dieses umfangen.
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Auf
seiner Außenseite
kann das Führungsteil Vorsprünge, wie
beispielsweise Buckel oder Stege aufweisen, mit denen es an der
Wandung der Gasdurchgangsöffnung
anliegt. Dadurch können
Verspannungen zwischen dem Führungsteil
und der Wandung der Gasdurchgangsöffnung vermieden werden; gleichzeitig
wird im so zwischen Führungsteil
und Wandung verbleibenden Freiraum ein Gaskanal geschaffen.
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Sämtliche
Bestandteile des Ventils, also insbesondere der Ventilkörper, das
Sperrglied sowie das Druckelement, können aus Metalll, zum Beispiel Stahl
oder Aluminium, bestehen, so dass das Ventil insgesamt explosionsgeschützt ausgebildet
sein kann.
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Sämtliche
der vorgenannten Merkmale des anmeldungsgemäßen Ventils können beliebig
miteinander kombiniert werden.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den sonstigen Anmeldungsunterlagen,
insbesondere auch den Figuren sowie den Unteransprüchen.
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Ein
Ausführungsbeispiel
eines anmeldungsgemäßen Ventils
wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert:
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Dabei
zeigt
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1 eine
Gasentnahmesonde mit einem anmeldungsgemäßen Ventil und
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2 das
Ventil nach 1 in einer vergrößerten Detailansicht.
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In
der seitlichen Schnittansicht einer Gasentnahmesonde nach 1 ist
zu erkennen das Metallgehäuse 1 der
Gasentnahmesonde, aus dem heraus sich ein Messrohr 2 (in 2 in
seine einzelnen Rohrabschnitte zerlegt darstellt) erstreckt. Das
Messrohr 2 kann in einen zu analysierenden Gasstrom geführt werden.
Im Inneren des Metallgehäuses 1 wird das
durch das Messrohr 2 in die Gasentnahmesonde eingeleitete
Gas zunächst über ein
Zwischenelement 3 an das Ventil 4 und durch dieses
hindurch in ein Rohr 5 weitergeleitet; durch das Rohr 5 wird
das Gas einer Gasanalyseeinrichtung (nicht dargestellt) zugeleitet.
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Das
Ventil 4 ist in 2 in einer vergrößerten Detailansicht,
die das Ventil in einer seitlichen Schnittansicht zeigt, dargestellt.
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Das
Ventil 4 weist einen im wesentlichen rohrförmigen Ventilkörper 6 aus
Stahl auf. An seinem (hier oberen) Ende weist das Ventil 4 eine
Gaseinlassöffnung 7 und
an seinem gegenüberliegenden
(hier unteren) Ende eine Gasauslassöffnung 8 auf. Im Bereich
der Einlassöffnung 7 ist
das Ventil 4 auf seiner Außenfläche mit einem Gewinde 9 ausgebildet,
mit dem es an der Gasentnahmesonde befestigbar ist; entsprechend
ist das Ventil 4 im Bereich der Gasauslassöffnung 8 auf
seiner Außenfläche mit
einem Gewinde 10 ausgebildet, mit dem es an eine Leitung, durch
die das Gas einer Gasanalyseeinrichtung zuleitbar ist, anschließbar ist.
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Von
der Gaseinlassöffnung 7 erstreckt
sich zur Gasauslassöffnung 8 eine
Gasdurchgangsöffnung 11 entlang
einer geraden Achse A durch den Ventilkörper 6 hindurch. Die
Gasdurchgangsöffnung 11 hat
eine im wesentlichen zylindrische Form. In Richtung zur Gaseinlassöffnung 7 hin
erweitert sich der Durchmesser der Gasdurchlassöffnung 11 zunächst ab
einer (kleineren) unteren Stufe 12, und weiter zur Gaseinlassöffnung hin
nochmals ab einer (größeren) oberen
Stufe 13.
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Auf
der unteren Stufe 12 liegt eine pfropfenartige Auflage 14 aus
Stahl mit einem inneren, koaxial zur Achse A verlaufenden Durchlass 15 auf.
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Auf
der Auflage 14 liegt (in 2 oben)
eine Spannfeder 16 auf, deren Achse koaxial zur Achse A der
Gasdurchgangsöffnung 11 verläuft.
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Die
Spannfeder 16 wird weitgehend von einem rohrförmigen Führungsteil 17 eines
Sperrgliedes 18 aus Stahl umfangen. Das Führungsteil 17 weist
auf seiner Außenfläche buckelartige
Erhebungen 19 auf, die gegen die Wandung 11.1 der
Gasdurchgangsöffnung 11 anliegen.
Auf seiner der Gaseinlassöffnung 7 zugewandten
(hier oberen) Seite ist das Führungsteil 17 von
einem im wesentlichen scheibenförmigen
Sperrteil 20 abgedeckt. Das Sperrteil 20 ragt
mit seinem äußeren, umfangseitigen Randabschnitt über die
obere Stufe 13 herüber.
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Auf
seiner der Gaseinlassöffnung 7 zugewandten
Oberfläche 200 weist
das Sperrteil 20 in seinem äußeren, umfangseitigen Randabschnitt
beabstandete, radial verlaufende Aussparungen 23 auf, deren
Verlauf in 2 durch eine punktierte Linie dargestellt
ist. Das Sperrteil 20 ist auf seiner Oberfläche 200 im
Randbereich mithin „gezackt” ausgebildet.
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Von
der Oberfläche 200 des
Sperrteils 20 ausgehende Gaskanäle 24 verlaufen durch
das Sperrteil 20 hindurch bis in den von dem Führungsteil 17 umfangenen
Bereich.
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Die
Spannfeder 16 ist zwischen der Auflage 14 und
der der Gasauslassöffnung 8 zugewandten Seite
des Sperrteils 20 verspannt.
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In
den zwischen der oberen Stufe 13 und dem Öffnungsmund
der Gaseinlassöffnung 7 verlaufenden
Wandungsabschnitt 11.2 der Gasdurchgangsöffnung 11 ist
eine radial umlaufende Nut 21 eingebracht, in der ein Sprengring 22 einliegt.
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In 2 ist
das Ventil 4 in der Sperrstellung des Sperrgliedes 18 dargestellt.
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In
dieser Stellung ist der gaseinlassseitig auf das Sperrgliedes 18 wirkende
Gasdruck größer als der
Druck, der von der Spannkraft der Spannfeder 16 auf das
Sperrglied 18 ausgeübt
wird und der in die entgegengesetzte Richtung (also in Richtung
zur Gaseinlassöffnung 7 hin)
wirkt.
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Die
obere Stufe 13 wirkt in der Sperrstellung als Anschlag,
auf den das Sperrteil 20 des Sperrgliedes 18 mit
seiner (der Gasauslassöffnung 8 zugewandten)
Oberfläche 20u am äußeren, umfangseitigen
Randabschnitt des Sperrteils 20 aufliegt.
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Der
Kontaktbereich zwischen der Oberfläche 20u und der Stufe 13 ist
im wesentlichen gasdicht.
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In
der Sperrstellung strömt
Gas vom gaseinlassseitigen Bereich des Ventils 4 durch
die Gaskanäle 24 im
Sperrteil 20 hindurch und mündet in den vom Führungsteil 17 umfangenen
Bereich. Durch diesen Bereich strömt das Gas weiter durch den Durchlass 15 in
der Auflage 14 hindurch bis zur Gasauslassöffnung 8.
Dadurch wird der (geringere) Gasdruck im gasauslassseitigen Bereich
des Ventils 4 dem (höheren)
Gasdruck im gaseinlassseitigen Bereich angenähert.
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Sobald
der gaseinlassseitig auf dem Sperrglied 18 lastende Gasdruck
den definierten Schwellenwert von 5 bar Überdruck unterschreitet, drückt die
Spannfeder 16 das Sperrglied 18 in Richtung zur Gaseinlassöffnung 7 hin,
bis die Oberfläche 200 des Sperrteils 20 mit
seinem randseitigem Bereich gegen die Unterseite des Sprengrings 22 zu
liegen kommt; der Sprengring 22 wirkt dabei als Anschlag
für das Sperrteil 20.
Das Sperrglied 18 befindet sich nunmehr in der Durchlassstellung
(nicht dargestellt). In dieser Stellung strömt das Gas von der Gaseinlassöffnung 7 durch
die Aussparungen 23, den zwischen Sperrteil 20 und
Wandungsabschnitt 11.2 verbleibeneden (ringförmigen)
Spalt, den zwischen Führungsteil 17 und
Wandungsabschnitt 11.2 verbleibenden (ringförmigen)
Spalt sowie den Durchlass 15 zur Gasauslassöffnung 8.
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Der
Widerstand, den die Gaskanäle 24 dem Gas
bei der Durchleitung durch diese in der Sperrstellung bieten, ist
etwa um den Faktor 20 höher
als der Widerstand, den das Gas in der Durchlassstellung des Sperrgliedes 18 zu überwinden
hat.
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Während der
Hin- und Herbewegung des Sperrgliedes 18 von der Durchlass-
in die Sperrstellung und andersherum wird es durch die Führungsmittel 19 sicher
an der Wandung 11.1 der Gasdurchgangsöffnung 11 geführt.