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DE102004016452B4 - Strömungsmaschine - Google Patents

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DE102004016452B4 DE102004016452.5A DE102004016452A DE102004016452B4 DE 102004016452 B4 DE102004016452 B4 DE 102004016452B4 DE 102004016452 A DE102004016452 A DE 102004016452A DE 102004016452 B4 DE102004016452 B4 DE 102004016452B4
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D5/00Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
    • F01D5/30Fixing blades to rotors; Blade roots ; Blade spacers
    • F01D5/3007Fixing blades to rotors; Blade roots ; Blade spacers of axial insertion type
    • F01D5/3015Fixing blades to rotors; Blade roots ; Blade spacers of axial insertion type with side plates

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  • Sealing Using Fluids, Sealing Without Contact, And Removal Of Oil (AREA)
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Abstract

Strömungsmaschine mit einem Rotor und einem in Strömungsrichtung (12) nachgelagerten Abströmbereich, insbesondere einem Diffusor,- wobei der Abströmbereich eine radial außenliegende Verkleidung (1), eine radial innenliegende Tragstruktur (2) sowie rotorendseitig zumindest zwei ringsegmentförmige Dichtungsmembranen (3) aufweist,- wobei die Dichtungsmembranen (3) mit einem radialen Außenrand (4) in eine verkleidungsseitige Nut (5) und mit einem radialen Innenrand (6) in eine tragstrukturseitige Nut (7) hineinragen und einen Bereich zwischen der Verkleidung (1) und der Tragstruktur (2) abdichten,- wobei die Dichtungsmembranen (3) in wenigstens eine der Nuten (5, 7) mit Radialspiel hineinragen, wobei in Umfangsrichtung anfangs- und endseitig der Dichtungsmembranen (3) ein Abstützelement (8) fest an der jeweiligen Dichtungsmembran (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,- dass im Bereich der Abstützelemente (8) jeweils ein Dichtelement (9) anfangs- und endseitig der jeweiligen Dichtungsmembran (3) fest an der Tragstruktur (2) angeordnet ist,- dass das Abstützelement (8) radial verschieblich am Dichtelement (9) anliegt,- und dass das Dichtelement (9) am Innenrand (6) der jeweiligen Dichtungsmembran (3) mit einer Vorderseite und/oder mit einer Rückseite dichtend zusammenwirkt.

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft eine Strömungsmaschine, insbesondere eine Gasturbine, mit einem Rotor und einem in Strömungsrichtung nachgelagerten Abströmbereich.
  • Stand der Technik
  • Eine Optimierung moderner Strömungsmaschinen hinsichtlich ihres Wirkungsgrads und/oder hinsichtlich ihrer Lebensdauer und Robustheit, verlangt zum einen nach einem sich stets verbessernden Verständnis der komplexen, stark fluktuierenden Strömungsvorgänge innerhalb der Strömungsmaschine und zum anderen nach einer konstruktiven Optimierung verbunden mit einer geeigneten Werkstoffauswahl. Bei herkömmlichen Strömungsmaschinen, wie beispielsweise Gasturbinen, ist einem Rotor in Strömungsrichtung ein Abströmbereich nachgelagert, in welchem beispielsweise ein Diffusor angeordnet ist. Da in diesem Abströmbereich eine Strömungsgeschwindigkeit deutlich verlangsamt wird, steigen der Druck und die Temperatur entsprechend an. Dies führt dazu, dass sich zwischen dem Abströmbereich und dem vorgelagerten Rotor ein Druck- bzw. Temperaturgefälle aufbaut, welches eine unerwünschte Gegenströmung erzeugt. Diese Gegenströmung strömt bei herkömmlichen Diffusoren zwischen einer Außenverkleidung, welche in direktem Kontakt mit den heißen Abgasen steht, und einer innenliegenden Tragstruktur des Diffusors zurück in Richtung des Rotors.
  • Um eine derartige Rückströmung von heißen Abgasen und verbunden damit eine Beaufschlagung innenliegender Bereiche des Rotors mit besagten heißen Abgasen zu vermeiden, besitzen herkömmliche Strömungsmaschinen zwischen dem Abströmbereich, beispielsweise dem Diffusor, und dem Rotor eine diffusorseitige Membranabdichtung. Die Membranabdichtung reduziert dabei den Anteil heißer rückgeströmter Abgase, wodurch innenliegende und an sich kältere Bereiche des Rotors vor den heißen Abgasen geschützt werden und dadurch deren Lebensdauer verlängert wird. Die DE 195 43 764 A1 beschreibt beispielhaft eine solche Membrandichtung.
  • Derartige Dichtungsmembranen besitzen z.B. an ihren Kopplungsstellen mit dem Abströmbereich Schwachstellen bzw. Leckagen, die eine unerwünschte Rückströmung von heißen Abgasen zulassen, so dass rotorinnenseitige Bauteile trotzdem mit heißen Abgasen beaufschlagt werden. Um die Lebensdauer der angesprochenen Rotorteile zu erhöhen und dadurch die Robustheit und die Lebenserwartung der Strömungsmaschine zu verbessern, ist die wirksame Abdichtung zwischen Rotor und nachgelagertem Abströmbereich von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig kann durch ein verstärktes Unterbinden der Rückströmung der Wirkungsgrad der Strömungsmaschine verbessert werden.
  • Aus der DE 42 15 440 A1 ist eine Dichtungsanordnung bekannt bei der Vorsprünge von Segmenten in ein Nut eines weiteren Bauteils dichtend eingreifen. Die Stoßkanten der Segmente werden mittels Dichtblechen abgedichtet. Aus der US 4 379 560 A ist eine Turbinendichtung mit zwei konzentrischen Dichtflächen bekannt. In den Dichtflächen sind ringförmige Nuten vorhanden, die zwei konzentrische Dichtringe aufnehmen. Die Dichtringe sind durch ein Gewebe verbunden.
  • Aus der US 5 104 286 A ist eine Turbinendichtung mit zwei konzentrischen Dichtflächen bekannt. In den Dichtflächen sind ringförmige Nuten vorhanden, die mehrere kreisringförmige Dichtsegemente aufnehmen. Diese Dichtsegmente bestehen aus einer Lage eines Gewebes, die beidseitig von jeweils einem Metallgitter abgedeckt wird. Am radial äußeren Rand und an radial inneren Rand ist eine umlaufende Verstärkung aus Blech vorgesehen. Diese Dichtsegmente werden durch einen Schweißpunkt in einer der Nuten fixiert. Diese Dichtsegmente sind nicht gasdicht und dichten auch wegen der starren Fixierung in der Nut nicht optimal.
  • Darstellung der Erfindung
  • Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Strömungsmaschine der eingangs erwähnten Art eine verbesserte Abdichtung zwischen Rotor und nachgelagertem Abströmbereich anzugeben, welche insbesondere den Rotor vor heißen rückströmenden Abgasen schützt.
  • Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, für eine Anbindung einer Dichtungsmembran an einer innenliegenden Tragstruktur eines in Strömungsrichtung einem Rotor nachgelagerten Abströmbereichs ein Abstützelement vorzusehen, mit welchem sich die Dichtungsmembran an der innenliegenden Tragstruktur abstützt. Gleichzeitig ist im Bereich des Abstützelements ein Dichtelement vorgesehen, welches eine unerwünschte Rückströmung von heißen Abgasen in diesem Bereich wirkungsvoll reduziert und dadurch die Dichtwirkung der Membran verbessert.
  • Der Abströmbereich, beispielsweise ein Diffusor, weist eine radial außenliegende Verkleidung, welche in direktem Kontakt mit heißen Strömungsgasen steht, eine radial innenliegende Tragstruktur sowie rotorendseitig zumindest zwei ringsegmentförmige Dichtungsmembranen auf.
  • Die Dichtungsmembranen sind dabei dem Rotor zugewandt und ragen mit einem radialen Außenrand in eine verkleidungsseitige Nut und mit einem radialen Innenrand in eine tragstrukturseitige Nut hinein, wodurch sie einen Bereich zwischen der Verkleidung und der Tragstruktur abdichten. Um einer Temperaturausdehnung Rechnung zu tragen, ragen die Dichtungsmembranen in wenigstens eine der beiden Nuten mit einem Radialspiel hinein. Anfangs- und endseitig der Dichtungsmembran ist jeweils in Umfangsrichtung ein Abstützelement fest an der jeweiligen Dichtungsmembran angeordnet, wobei im Bereich der Abstützelemente jeweils ein Dichtelement fest an der Tragstruktur angeordnet ist. Das Abstützelement liegt dabei radial verschieblich am Dichtelement an, so dass eine radiale Temperaturdehnung der Dichtungsmembran zu einem Entlanggleiten des Abstützelements am Dichtelement führt. Um eine unerwünschte Rückströmung von heißen Abgasen im Bereich der Abstützelemente wirksam zu reduzieren, liegt das Dichtelement dichtend an einer Vorderseite und/oder an einer Rückseite am Innenrand der jeweiligen Dichtungsmembran an.
  • Die Erfindung bietet somit den großen Vorteil, dass die unerwünschte Rückströmung von heißen Abgasen und damit der unerwünschte Kontakt von rotorseitigen Teilen mit heißen Abgasen unterbunden oder zumindest stark reduziert wird und dadurch die Lebensdauer des Rotors erhöht werden kann. Insbesondere wird hierbei im Vergleich zu herkömmlichen Dichtungsmembranen ein kritischer Anbindungsbereich der Dichtungsmembran an die innenliegende Tragstruktur wirkungsvoll abgedichtet. Gleichzeitig wird auch die Lebensdauer der Dichtungsmembran selbst erhöht, da diese mit dem erfindungsgemäßen Abstützelement sowie mit dem erfindungsgemäßen Dichtelement in konstruktiv verbesserter Weise, insbesondere mit höherer Festigkeit und Stabilität, an die Tragstruktur angebunden ist.
  • Zweckmäßig weist die Tragstruktur im Bereich des Dichtelements eine Ausnehmung zur Aufnahme desselben auf. Dies vereinfacht die Montage bzw. Demontage des Dichtelements und gewährleistet zugleich eine genaue Positionierung, beispielsweise durch Formschluss, des Dichtelements in der Ausnehmung.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung stützen sich die Abstützelemente in Umfangsrichtung an einem Rand der zugehörigen Ausnehmung radial ab. Die Abstützung gewährleistet dabei eine exakte Positionierung der Dichtungsmembran sowie deren lagefixierte Anordnung bezüglich einer Umfangsrichtung. Gleichzeitig wird durch die Abstützung des Abstützelements an einem Rand der Ausnehmung ein falsches Einbauen der Dichtungsmembranen erschwert, so dass eine Qualität der Montage verbessert wird.
  • Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung sind die Abstützelemente mit der Dichtungsmembran verschweißt. Die Verschweißung gewährleistet dabei eine lagefixierte Anordnung der Abstützelemente an der Dichtungsmembran und ist darüber hinaus eine temperaturbeständige und leicht herzustellende Verbindung, welche hohen Qualitätsanforderungen standhält.
  • Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform steht das Abstützelement an der Vorderseite und/oder an der Rückseite der Dichtungsmembran ab. Hierdurch wird die Halte- oder Abstützfunktion teilweise von der Dichtwirkung des mit der Nut zusammenwirkenden Membranrands getrennt, was die Dichtwirkung verbessert. Insbesondere bei einem Abstehen des Abstützelements an der Vorder- und an der Rückseite der Dichtungsmembran, wird die Tragfähigkeit des Abstützelements und damit dessen Abstützwirkung verbessert, wodurch eine besonders wirkungsvolle Abstützung erzielt werden kann.
  • Zweckmäßig sind die Dichtelemente in Umfangsrichtung mit dem jeweils zugeordneten Ende der Dichtungsmembran flächenbündig angeordnet. Dies gewährleistet eine exakt aneinander anliegende Anordnung der einzelnen Dichtungsmembransegmente und dadurch eine besonders zuverlässige Abdichtung zwischen Abströmbereich und Rotor. Da besonders ein Übergang zwischen den jeweiligen ringsegmentförmigen Dichtungsmembranen die Dichtwirkung stark beeinflusst und bereits geringe Fertigungstoleranzen zu einem unerwünschten Spalt zwischen den einzelnen Dichtungsmembranen führen würde, ist die flächenbündige Anordnung von entscheidender Bedeutung.
  • Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Strömungsmaschine ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
  • Figurenliste
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Merkmale beziehen.
  • Es zeigen jeweils schematisch,
    • 1 eine rotorseitige Ansicht auf einen Abströmbereich mit einer Dichtungsmembran,
    • 2 einen Längsschnitt durch einen Abströmbereich mit einer Dichtungsmembran, einem Abstützelement und einem Dichtelement,
    • 3 eine Darstellung wie in 2, jedoch aus einer anderen Blickrichtung,
    • 4 eine Darstellung wie in 2, jedoch ohne Dichtelement.
  • Wege zur Ausführung der Erfindung
  • Entsprechend 1 ist ein Abströmbereich einer im übrigen nicht dargestellten Strömungsmaschine beispielsweise als Diffusor ausgebildet und in Strömungsrichtung 12 einem ebenfalls nicht dargestellten Rotor der Strömungsmaschine nachgelagert. Die Strömungsmaschine kann dabei beispielsweise als Gasturbine ausgebildet sein. Der Abströmbereich ist radial innen durch eine Verkleidung 1 begrenzt, welche im Betriebszustand der Strömungsmaschine mit heißen Strömungsabgasen in Kontakt steht. Außerdem weist der Abströmbereich eine radial innenliegende Tragstruktur 2 sowie rotorendseitig zumindest zwei ringsegmentförmige Dichtungsmembranen 3 auf, von denen jedoch nur eine teilweise dargestellt ist. Die Dichtungsmembranen 3 verhindern dabei ein Zurückströmen von heißen Strömungsabgasen zwischen der relativ zur Tragstruktur 2 radial außenliegenden Verkleidung 1 und der innenliegenden Tragstruktur 2 des Abströmbereichs. Die zwischen der Verkleidung 1 und der Tragstruktur 2 auftretende Strömung ist dabei der Strömungsrichtung 12 entgegengerichtet und entsteht aufgrund eines Druckgefälles zwischen Abströmbereich und Rotor. Im Abströmbereich wird die Strömungsgeschwindigkeit der strömenden Gase gedrosselt, so dass sich deren Druck und damit deren Temperatur erhöhen. Dies führt zu einem Druck- bzw. Temperaturgefälle zwischen Abströmbereich und Rotor, was die Gegenströmung bewirkt.
  • Gemäß 2 ragt die Dichtungsmembran 3 mit einem radialen Außenrand 4 in eine verkleidungsseitige Nut 5 und mit einem radialen Innenrand 6 in eine tragstrukturseitige Nut 7 hinein und dichtet dadurch den Bereich zwischen der Verkleidung 1 und der Tragstruktur 2 ab. Dabei ragt die Dichtungsmembran 3 in wenigstens eine der Nuten 5, 7 mit Radialspiel hinein, so dass radial eine problemlose Temperaturausdehnung möglich ist. Jeweils in Umfangsrichtung anfangs- und endseitig der Dichtungsmembran 3 ist ein Abstützelement 8 fest an der jeweiligen Dichtungsmembran 3 angeordnet, beispielsweise angeschweißt. Korrespondierend dazu ist gemäß 2 im Bereich des Abstützelements 8 jeweils ein Dichtelement 9 fest an der Tragstruktur 2 angeordnet, wobei das Abstützelement 8 radial verschieblich am Dichtelement 9 anliegt. Um eine Dichtwirkung gegen rückströmende Gase zwischen der Verkleidung 1 und der Tragstruktur 2 zu verbessern, liegt das Dichtelement 9 dichtend an einer Vorderseite oder an einer Rückseite über entsprechende Anlageflächen des Dichtelements 9 oder an beiden Seiten einer U-förmigen Aufnahme des Dichtelements 9 am Innenrand 6 der jeweiligen Dichtungsmembran 3 an.
  • Dies bietet den großen Vorteil, dass der Bereich um das Abstützelement 8 wirkungsvoll abgedichtet ist und somit ein Rückströmen von heißen Abgasen verhindert oder zumindest reduziert wird, wodurch sich die Lebensdauer des in Strömungsrichtung 12 vorgelagerten Rotors verlängert. Gleichzeitig gewährleistet das Abstützelement 8 eine genaue Positionierung der Dichtungsmembran 3 ohne deren Beweglichkeit, welche zum Ausgleich von Temperaturdehnungen benötigt wird, zu behindern. Hierdurch wird die Qualität der Abdichtung verbessert und gleichzeitig die Lebensdauer der Dichtungsmembran 3 verlängert.
  • Des Weiteren ist denkbar, dass in einem Bereich zwischen den beiden Abstützelementen 8 zumindest ein nicht dargestelltes Führungselement angeordnet ist, welches die Dichtungsmembran 3 in Umfangsrichtung fixiert und in radialer Richtung führt, so dass eine Radialbewegung der Dichtungsmembran 3, beispielsweise aufgrund von Temperaturdehnungen, möglich ist. Das zumindest eine Führungselement ist beispielsweise ähnlich der Art der Abdichtung an den Abstützelementen 8 abgedichtet, so dass die Dichtwirkung der Dichtungsmembran 3 erhalten bleibt.
  • Gemäß den 2 und 3 umgreift das Dichtelement 9 bei einer bevorzugten Ausführung den Innenrand 6 der Dichtungsmembran 3 fluchtend zur tragstrukturseitigen Nut 7. D.h. eine Nut oder U-förmige Aufnahme des Dichtelements 9 weist dieselben Abmessung auf, wie die tragstrukturseitige Nut 7. Hierbei gewährleistet das gegebenenfalls vorhandene Radialspiel eine problemlose radiale Temperaturausdehnung der Dichtungsmembran 3 im Bereich des Dichtelements 9. Gleichzeitig wird mit der Umgreifung des Innenrands 6 durch das Dichtelement 9 eine sogenannte labyrinthische Dichtung geschaffen, welche einen Durchströmungsweg für rückströmende Gase verlängert und damit die Rückströmung erschwert.
  • Entsprechend den 2 bis 4 weist die Tragstruktur 2 im Bereich des Dichtelements 9 eine als Sitz geformte Ausnehmung 10 zur Aufnahme des Dichtelements 9 auf. In die Ausnehmung 10 greift gleichzeitig das Abstützelement 8 ein, welches sich zusätzlich in Umfangsrichtung an einem Rand 11 der zugehörigen Ausnehmung 10 (vgl. 2 und 4) radial verschieblich abstützt. Dies gewährleistet eine exakte Positionierung der Dichtungsmembran 3 in Umfangsrichtung. Darüber hinaus vereinfacht die Ausnehmung 10 eine Montage bzw. Demontage der Dichtungsmembran 3 und reduziert dadurch Wartungszeit bzw. Wartungskosten der Strömungsmaschine.
  • In zusammengebautem Zustand bilden die ringsegmentförmigen Dichtungsmembranen 3, welche im Bereich der Dichtelemente 9 aneinander anliegen, eine umlaufende Abdichtung. Vorzugsweise sind hierbei die Dichtelement 9 in Umfangsrichtung mit dem jeweils zugeordneten Ende der Dichtungsmembranen 3 flächenbündig angeordnet, so dass sich ein nahezu gasdichter Stoß zwischen den aneinander grenzenden Dichtungsmembranen 3 ergibt. Da sowohl anfangs- als auch endseitig der jeweiligen Dichtungsmembranen 3 jeweils ein Dichtelement 9 angeordnet ist, liegen diese bei benachbarten Dichtungsmembranen 3 in Umfangsrichtung aneinander an.
  • Gemäß 3 steht das Abstützelement 8 an der Vorderseite und an der Rückseite der Dichtungsmembran 3 ab, wobei auch denkbar ist, dass das Abstützelement 8 lediglich an der Vorderseite oder an der Rückseite der Dichtungsmembran 3 absteht. Eine Anordnung des Abstützelements 8 an der Vordersowie an der Rückseite der Dichtungsmembran 3 gewährleistet eine nochmals verbesserte Anbindung derselben an die Tragstruktur 2.
  • Generell reduziert die erfindungsgemäße Anordnung der Abstützelemente 8 bzw. der Dichtelemente 9 am Innenrand 6 der Dichtungsmembran 3 eine Rückströmung von Gasen und schützt dadurch einen in Strömungsrichtung 12 vorgelagerten Rotor vor erhöhten Temperaturbelastungen. Gleichzeitig wird durch die verbesserte Anbindung der Dichtungsmembran 3 im Bereich der Abstützelemente 8 bzw. der Dichtelemente 9 an die Tragstruktur 2 die mechanische Belastung der Dichtungsmembran 3 in diesem Anbindungsbereich verringert. Die lagefixierte Anbindung erhöht somit auch die Lebensdauer der Dichtungsmembran 3, wodurch Standzeiten der Strömungsmaschine reduziert und dadurch Kosten eingespart werden können.
  • Zusammenfassend lassen sich die wesentlichen Merkmale der erfindungsgemäßen Lösung wie folgt charakterisieren: Die Erfindung sieht vor, bei einer Strömungsmaschine mit einem nicht dargestellten Rotor und einem in Strömungsrichtung 12 dem Rotor nachgelagerten Abströmbereich eine verbesserte Anbindung einer Dichtungsmembran 3 an eine innenliegende Tragstruktur 2 zu erreichen. Hierzu ist jeweils in Umfangsrichtung anfangs und endseitig der Dichtungsmembran 3 ein Abstützelement 8 fest an der jeweiligen Dichtungsmembran 3 angeordnet und jeweils ein Dichtelement 9 fest an der Tragstruktur 2 angeordnet. Dabei liegt das Abstützelement 8 radial verschieblich am Dichtelement 9 an, welches seinerseits dichtend an einer Vorderseite und/oder an einer Rückseite an einem inneren Rand 6 der jeweiligen Dichtungsmembran 3 anliegt.
  • Durch die erfindungsgemäße Lösung wird die Dichtwirkung im Bereich der Stöße zwischen den zumindest zwei ringsegmentförmigen Dichtungsmembranen 3 verbessert und dadurch ein Rückstrom von heißen Abgasen aufgrund einer Druck- und/oder Temperaturdifferenz verhindert oder zumindest reduziert. Dies bewirkt, dass Gase nicht oder nur in reduzierter Menge zu einem in Strömungsrichtung 12 vorgelagerten Rotor gelangen können. Dadurch wird die Lebensdauer des Rotors erhöht. Gleichzeitig wirkt sich die erfindungsgemäße Anbindung der Dichtungsmembranen 3 an die Tragstruktur 2 über die Abstützelemente 8 bzw. die Dichtelemente 9 auch günstig auf die Lebensdauer der Dichtungsmembranen 3 aus, so dass eventuelle Stillstandseiten der Strömungsmaschine reduziert werden können, wodurch Kostenvorteile realisiert werden können.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    außenliegende Verkleidung
    2
    innenliegende Tragstruktur
    3
    Dichtungsmembran
    4
    Außenrand
    5
    verkleidungsseitige Nut
    6
    Innenrand
    7
    tragstrukturseitige Nut
    8
    Abstützelement
    9
    Dichtelement
    10
    Ausnehmung
    11
    Rand der Ausnehmung
    12
    Strömungsrichtung

Claims (8)

  1. Strömungsmaschine mit einem Rotor und einem in Strömungsrichtung (12) nachgelagerten Abströmbereich, insbesondere einem Diffusor, - wobei der Abströmbereich eine radial außenliegende Verkleidung (1), eine radial innenliegende Tragstruktur (2) sowie rotorendseitig zumindest zwei ringsegmentförmige Dichtungsmembranen (3) aufweist, - wobei die Dichtungsmembranen (3) mit einem radialen Außenrand (4) in eine verkleidungsseitige Nut (5) und mit einem radialen Innenrand (6) in eine tragstrukturseitige Nut (7) hineinragen und einen Bereich zwischen der Verkleidung (1) und der Tragstruktur (2) abdichten, - wobei die Dichtungsmembranen (3) in wenigstens eine der Nuten (5, 7) mit Radialspiel hineinragen, wobei in Umfangsrichtung anfangs- und endseitig der Dichtungsmembranen (3) ein Abstützelement (8) fest an der jeweiligen Dichtungsmembran (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, - dass im Bereich der Abstützelemente (8) jeweils ein Dichtelement (9) anfangs- und endseitig der jeweiligen Dichtungsmembran (3) fest an der Tragstruktur (2) angeordnet ist, - dass das Abstützelement (8) radial verschieblich am Dichtelement (9) anliegt, - und dass das Dichtelement (9) am Innenrand (6) der jeweiligen Dichtungsmembran (3) mit einer Vorderseite und/oder mit einer Rückseite dichtend zusammenwirkt.
  2. Strömungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (9) den Innenrand (6) der Dichtungsmembran (3) fluchtend zur tragstrukturseitigen Nut (7) umgreift.
  3. Strömungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (2) im Bereich des Dichtelements (9) eine Ausnehmung (10) zur Aufnahme desselben aufweist.
  4. Strömungsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Abstützelement (8) in Umfangsrichtung an einem Rand (11) der zugehörigen Ausnehmung (10) radial verschieblich abstützt.
  5. Strömungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Dichtelemente (9) der benachbarten Dichtungsmembranen (3) in Umfangsrichtung aneinander anliegen.
  6. Strömungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützelemente (8) mit der Dichtungsmembran (3) verschweißt sind.
  7. Strömungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (9) in Umfangsrichtung mit dem jeweils zugeordneten Ende der Dichtungsmembran (3) flächenbündig angeordnet sind.
  8. Strömungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (8) an der Vorderseite und/oder an der Rückseite der Dichtungsmembran (3) absteht.
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