DE102004016422B4 - Vorrichtung mit mindestens einer Lichtleiterbündeleinheit zur Ortsmarkierung, Remissions- und Fluoreszenzmessung - Google Patents
Vorrichtung mit mindestens einer Lichtleiterbündeleinheit zur Ortsmarkierung, Remissions- und Fluoreszenzmessung Download PDFInfo
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Abstract
Vorrichtung
mit mindestens einer Lichtleiterbündeleinheit (3) zur Ortsmarkierung,
Remissions- und Fluoreszenzmessung eines Teilbereichs einer Oberfläche (1),
wobei die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit (3) ein proximales
und ein distales Ende (4, 5) aufweist und derart angeordnet ist,
dass Licht einer Beleuchtungsvorrichtung (8) in das proximale Ende
(4) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3) einkoppelbar ist
und an das distale Ende (5) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit
(3) geleitet wird, wobei das distale Ende (5) in einer Anordnung
endet, welche das distale Ende (5) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit
(3) über
eine abbildende Optik (2) auf die Oberfläche (1) abbildet und die mindestens
eine Lichtleiterbündeleinheit
(3) aus einem Beleuchtungslichtleiterbündel (3a) für den Transport des Lichts
von der Beleuchtungsvorrichtung (8) zum distalen Ende (5) und mindestens
einem Detektionslichtleiter oder einem Detektionslichtleiterbündel (3b)
besteht, wobei der Detektionslichtleiter oder das Detektionslichtleiterbündel (3b)
geeignet ist, Licht, welches am distalen Ende (5) der mindestens
einen Lichtleiterbündeleinheit
(3) eintritt, zu einer Detektionsvorrichtung...
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit mindestens einer Lichtleiterbündeleinheit zur Ortsmarkierung, Remissions- und Fluoreszenzmessung eines Teilbereichs einer Oberfläche, wobei die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit ein proximales und ein distales Ende aufweist.
- Derartige Vorrichtungen sind bekannt. Die messtechnische Erfassung von Fluoreszenzlicht und Remissionslicht kommt dabei im Rahmen der klinischen Fluoreszenzdiagnostik fast ausschließlich in Studien zum Einsatz, um entweder einen visuellen Eindruck zu bestätigen oder um spektrale Unterschiede zwischen Tumorgewebe und nicht malignem Normalgewebe zu suchen.
- Aus der
US 5,460,182 A ist eine Operationsanordnung bekannt, welche eine Lichtleitfaser aufweist, mit der Licht einer oder mehrerer ausgewählter monochromatischer Wellenlängen auf eine zu beobachtende Oberfläche gelenkt werden kann. Darüber hinaus sind die beiden Fasern zur Detektion von Licht am distalen Ende der Anordnung ausgebildet. - Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 196 18 963 A1 ist eine Zusatzvorrichtung für ein Endoskop bekannt, mit dem Fluoreszenzlicht und/oder remittiertes Licht auf Oberflächen erfasst werden kann. - Des Weiteren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 100 43 162 A1 ein Lichtleitfaserbündel und eine Endoskopieeinrichtung bekannt, wobei das Lichtleitfaserbündel erste Lichtleitfasern und zweite Lichtleitfasern aufweist. Jeweils eine Mehrzahl von Lichtleitfasern sind an dem distalen Ende des Lichtleitfaserbündels in einer rechteckigen, dichtgepackten Anordnung angeordnet. An dem proximalen Ende des Lichtleitfaserbündels sind diese unterschiedlichen Lichtleitfasern voneinander getrennt, derart, dass die ersten Lichtleitfasern in einem ersten abgezweigten Bündelabschnitt und die zweiten Lichtleitfasern in einem zweiten abgezweigten Bündelabschnitt zusammengefasst sind. Darüber hinaus umfasst die Endoskopieeinrichtung dritte Lichtleitfasern, die der Weiterleitung von Referenzlicht dienen und separiert zu dem Lichtleitfaserbündel mit den ersten Lichtleitfasern und den zweiten Lichtleitfasern angeordnet sind. - Aus der
US 5,321,501 A ist eine Vorrichtung bekannt, mit welcher optische Abbildungen einer Probenoberfläche erzeugt werden können, wobei die Oberfläche longitudinal gescannt wird. Die Vorrichtung umfasst eine Lichtleitfaser, welche zur Aussendung von Licht auf die Oberfläche und zur Detektion von von der Oberfläche kommenden Lichts ausgebildet ist. - Darüber hinaus ist aus der WO 01/97902 A2 eine optische Diagnosevorrichtung bekannt, welche als integriertes Endoskop ausgebildet ist. Dieses integrierte Endoskop umfasst einen ersten Lichtleiter, welcher zum Scannen einer zu behandelnden Oberfläche ausgebildet ist und relativ zu weiteren Lichtleitern, welche zur Detektion von Phosphoreszenz- und Fluoreszenzemissionslicht von der Oberfläche ausgebildet ist, bewegt wird.
- Die Unterscheidung von Tumor- zu Normalgewebe während einer Operation basiert dabei auf den unterschiedlichen optischen Eigenschaften der beiden Gewebearten. Bei Beleuchtung des Operationsfeldes mit weißem Licht erzeugen die beiden Gewebearten meist einen unterschiedlichen optischen Eindruck, welcher von einem erfahrenen Chirurgen dem entsprechenden Gewebe zugeordnet werden kann. Der optische Unterschied resultiert aus der Tatsache, dass jede Gewebeart eine charakteristische Unterstruktur aufweist, welche das eingestrahlte Licht unterschiedlich in Richtung Betrachter zurückstreut. Bei machen Tumorarten ist die Abgrenzung gegenüber Normalgewebe auf diese Art und Weise allerdings unzureichend. Daher kommt in verschiedenen klinischen Fachbereichen in zunehmendem Maße die sogenannte Fluoreszenzdiagnostik zum Einsatz. Hierbei werden gewebeeigene oder exogen zugeführte Farbstoffe (Fluorophore) mit Licht einer geeigneten Wellenlänge angeregt und deren emittiertes Fluoreszenzlicht betrachtet. Aufgrund einer selektiven Anreicherung der exogenen Fluorophore in Tumorzellen bzw. eines in Vergleich zu Normalgewebe unterschiedlichen Anteils endogener Fluorophore in Tumorgewebe kommt es so zu einem unterschiedlichen Fluoreszenzverhalten der Gewebearten. Dieser Unterschied kann zum einen visuell durch einen unterschiedlichen Farbeindruck wahrgenommen werden. Zum anderen kann das Fluoreszenzlicht messtechnisch erfasst und einer spektralen Analyse unterzogen werden.
- In der Regel findet die Spektralerfassung jedoch klinisch noch keine Verwendung. Dies liegt zum großen Teil an praktischen Unzulänglichkeiten, die das Verfahren kompliziert und fehlerträchtig machen. So erfolgt z. B. die Datenerfassung über ein Lichtleiterbündel, welches auf das zu untersuchende Gewebe aufgesetzt wird. Das Lichtleiterbündel besteht aus einem oder mehreren Lichtleitern, welche das zu untersuchende Areal beleuchten und aus einem oder mehreren Lichtleitern, welche das Fluoreszenzlicht detektieren und in die Messanordnung leiten. Beim Aufsetzen dieses Lichtleiterbündels auf Gewebe kommt es dabei zu Verschmutzungen der Lichtleiter mit Blut, welche die Messungen verfälschen. Zusätzlich ist es schwierig, das untersuchte Areal nach der Messung wieder zu lokalisieren um entsprechend punktgenaue Gewebeproben entnehmen zu können, da keinerlei Markierung stattfindet.
- Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Beleuchtungsvorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die eine spektrale Untersuchung und Markierung von Gewebe während einer Operation erlaubt, ohne dass sie in das Operationsfeld eingeführt und auf das zu untersuchende Areal aufgesetzt werden muss.
- Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit mindestens einer Lichtleiterbündeleinheit zur Ortsmarkierung, Remissions- und Fluoreszenzmessung eines Teilbereichs einer Oberfläche, wobei die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit ein proximales und ein distales Ende aufweist und derart angeordnet ist, dass Licht einer Beleuchtungsvorrichtung in das proximale Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit einkoppelbar ist und an das distale Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit geleitet wird. Das distale Ende endet in einer Anordnung, welche das distale Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit über eine abbildende Optik auf die Oberfläche abbildet. Die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit besteht aus einem Beleuchtungslichtleiterbündel für den Transport des Lichts von der Beleuchtungsvorrichtung zum distalen Ende und mindestens einem Detektionslichtleiter oder einem Detektionslichtleiterbündel, wobei der Detektionslichtleiter oder das Detektionslichtleiterbündel geeignet ist, Licht, welches am distalen Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit eintritt, zu einer Detektionsvorrichtung zu leiten. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist derart ausgebildet, dass sie als Zusatzmodul derart an ein Operationsmikroskop anbringbar ist, dass die Optik Bestandteil des Operationsmikroskops ist. Die Ausbildung als Zusatzmodul ermöglicht die nachträgliche Ausrüstung von Operationsmikroskopen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die Optik ist Bestandteil des Operationsmikroskops. Damit ist es möglich, eine spektrale Untersuchung sowie die Markierung von Gewebe während einer Operation durchzuführen, ohne dass die Vorrichtung in das Operationsfeld eingeführt und/oder auf das zu untersuchende Areal aufgesetzt werden muss.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das distale Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit über mindestens einen zwischen dem distalen Ende und der Optik angeordneten beweglichen Spiegel auf die Oberfläche abgebildet. Eine derartige Anordnung ermöglicht es, das distale Ende der Lichtleiterbündeleinheit über die abbildende Optik über die Oberfläche zu bewegen und entsprechend abzubilden.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem proximalen Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit und der Beleuchtungsvorrichtung und/oder der Detektionsvorrichtung mindestens ein beweglicher Spiegel zur Übertragung von Licht von der Beleuchtungsvorrichtung in die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit und/oder zur Übertragung von von der Oberfläche kommenden Lichts in die Detektionsvorrichtung ausgebildet. Eine derartige Anordnung ermöglicht es, dass einerseits Licht zur Beleuchtung oder Markierung der Oberfläche exakt in der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit positioniert werden kann. Des Weiteren ist es möglich, exakte Bereiche der über den Detektionslichtleiter oder das Detektionslichtleiterbündel übertragenen Informationen auf die Detektionsvorrichtung zu übertragen.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das distale Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit in einer lateralen fixierten Position in einer Bildebene der abbildenden Optik angeordnet. Es ist aber auch möglich, dass das distale Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit in der Bildebene der abbildenden Optik bewegbar angeordnet ist. Diese Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtungen erlauben die exakte Positionierung des auf die Oberfläche abgebildeten distalen Endes der Lichtleiterbündeleinheit.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit aus mindestens zwei Beleuchtungslichtleitern, wobei ein Beleuchtungslichtleiter zum Beleuchten und/oder Anregen der zu untersuchenden Oberfläche ausgebildet ist und der andere Beleuchtungslichtleiter zur Markierung des zu untersuchenden Teilbereichs der Oberfläche dient. Dadurch ist gewährleistet, dass eine Markierung der zu untersuchenden Bereiche der Oberfläche unter gleichzeitiger Beleuchtung dieser erfolgen kann.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Beleuchtung der Oberfläche zur Anregung einer Fluoreszenz zumindest teilweise mittels einer zweiten Beleuchtungseinheit, wobei das Licht der zweiten Beleuchtungseinheit nicht über die Mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit geleitet wird. Es ist aber auch möglich, dass das Licht zur Beleuchtung der Oberfläche aus unterschiedlichen Lichtquellen in jeweils mindestens einem Beleuchtungslichtleiter an das distale Ende der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit geführt wird.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Beleuchtung der Oberfläche und das Erfassen von von der Oberfläche ankommenden Lichts über die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit simultan oder sequentiell.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele. Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform; -
2 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform; und -
3 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform. -
1 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung12 gemäß einer ersten Ausführungsform. Die Vorrichtung12 dient dabei zur Ortsmarkierung, Remissions- und Fluoreszenzmessung eines Teilbereichs einer Oberfläche1 . Man erkennt, dass die Vorrichtung12 eine Lichtleiterbündeleinheit3 mit einem proximalen und einem distalen Ende4 ,5 aufweist. Des Weiteren erkennt man, dass die Lichtleiterbündeleinheit3 derart angeordnet ist, dass Licht einer Beleuchtungsvorrichtung8 in das proximale Ende4 der Lichtleiterbündeleinheit3 einkoppelbar ist und an das distale Ende5 der Lichtleiterbündeleinheit3 geleitet wird. - Das distale Ende
5 endet dabei in einer Anordnung (nicht dargestellt), welche das distale Ende5 der Lichtleiterbündeleinheit3 über eine abbildende Optik2 auf die Oberfläche1 abbildet. Die Lichtleiterbündeleinheit3 besteht dabei aus mehreren Beleuchtungslichtleitern bzw. einem Beleuchtungslichtleiterbündel3a für den Transport des Lichts von der Beleuchtungsvorrichtung8 zum distalen Ende5 . Des Weiteren weist die Lichtleiterbündeleinheit3 einen Detektionslichtleiter bzw. ein Detektionslichtleiterbündel3b auf, wobei der Detektionslichtleiter oder das Detektionslichtleiterbündel3b geeignet ist, Licht, welches am distalen Ende5 der Lichtleiterbündeleinheit3 eintritt, zu einer Detektionsvorrichtung9 zu leiten. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das distale Ende5 der Lichtleiterbündeleinheit3 in einer Bildebene der abbildenden Optik2 bewegbar angeordnet. Es ist aber auch möglich, das distale Ende5 in einer lateral fixierten Position in der Bildebene der abbildenden Optik2 anzuordnen. - Die Beleuchtungslichtleiter
3a dienen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einerseits zum Beleuchten und/oder Anregen der zu untersuchenden Oberfläche und zur Markierung des zu untersuchenden Teilbereichs der Oberfläche. Dabei üben unterschiedliche Beleuchtungslichtleiter3a unterschiedliche Funktionen aus. Es ist auch möglich, dass die Beleuchtung der Oberfläche1 zur Anregung einer Fluoreszenz zumindest teilweise mittels einer zweiten Beleuchtungseinheit (nicht dargestellt) erfolgt. Es ist aber auch möglich, dass das Licht zur Beleuchtung der Oberfläche aus mehreren unterschiedlichen Lichtquellen (nicht dargestellt) in jeweils mindestens einem Beleuchtungslichtleiter3a an das distale Ende5 der Lichtleiterbündeleinheit geführt wird. Die Beleuchtung der Oberfläche1 und das Erfassen von von der Oberfläche1 ankommenden Lichts über die Lichtleiterbündeleinheit3 kann dabei simultan oder sequentiell erfolgen. -
2 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung12 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Der grundsätzliche Aufbau und die Funktion dieses zweiten Ausführungsbeispiels entspricht dem in1 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel. Allerdings ist bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel zwischen dem distalen Ende5 und der Optik2 bewegliche Spiegel6 ,7 angeordnet. Dabei wird das distale Ende5 der Lichtleiterbündeleinheit3 über die Spiegel6 ,7 auf die Oberfläche1 abgebildet. Das distale Ende5 der Lichtleiterbündeleinheit3 kann dabei wiederum in einer lateral fixierten Position in einer Bildebene der abbildenden Optik2 oder darin bewegbar angeordnet sein. -
3 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung12 gemäß einer dritten Ausführungsform. Der grundsätzliche Aufbau und die Funktionsweise dieser dritten Ausführungsform entspricht denen der ersten und zweiten Ausführungsform. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen weist die Vorrichtung12 zwischen dem proximalen Ende4 der Lichtleiterbündeleinheit3 und der Beleuchtungsvorrichtung8 und der Detektionsvorrichtung9 bewegliche Spiegel10 ,11 zur Übertragung von Licht von der Beleuchtungsvorrichtung8 in die Lichtleiterbündeleinheit und zur Übertragung von von der Oberfläche1 kommenden Lichts in die Detektionsvorrichtung9 auf. - Die Vorrichtung
12 derart ausgebildet dass sie an ein Operationsmikroskop als Zusatzvorrichtung anbringbar ist. Die Optik2 ist Bestandteil des Operationsmikroskops. Dabei kann die Vorrichtung bzw. die Lichtleiterbündeleinheit fest oder beweglich als Zusatzmodul an dem Operationsmikroskop angebracht sein. Über einige der Lichtleiter des Lichtleiterbündels3 kann dann zum Beispiel ein Pilotstrahl eingekoppelt werden, der auf das Operationsfeld abgebildet wird und der das zu untersuchende Areal umgrenzt. Dem Bediener wird somit angezeigt, an welcher Stelle die Messung stattfinden wird. Nach genauer Positionierung kann dann zum Beispiel über die in dem Operationsmikroskop vorhandene Zoom-Funktion das Abbildungsverhältnis und damit die Größe des Detektionsareals verändert werden. Des Weiteren ist denkbar, dass die Beleuchtung des Teilbereichs der zu untersuchenden Oberfläche1 entweder über das Operationsmikroskoplicht oder über mehrere Lichtleiter3a der Lichtleiterbündeleinheit3 erfolgt. Mittels der Detektionslichtleiter oder des Detektionslichtleiterbündels3b kann dann zum Beispiel ein angeregtes Fluoreszenzlicht detektiert werden. - Eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten sind für die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung denkbar. Insbesondere kann die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung in der Fluoreszenzendoskopie, zur Durchführung endoskopischer Eingriffe und Untersuchungen in der Medizin und zur Durchführung endoskopischer Eingriffe und Untersuchungen im Baubereich verwendet werden.
Claims (9)
- Vorrichtung mit mindestens einer Lichtleiterbündeleinheit (
3 ) zur Ortsmarkierung, Remissions- und Fluoreszenzmessung eines Teilbereichs einer Oberfläche (1 ), wobei die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit (3 ) ein proximales und ein distales Ende (4 ,5 ) aufweist und derart angeordnet ist, dass Licht einer Beleuchtungsvorrichtung (8 ) in das proximale Ende (4 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) einkoppelbar ist und an das distale Ende (5 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) geleitet wird, wobei das distale Ende (5 ) in einer Anordnung endet, welche das distale Ende (5 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) über eine abbildende Optik (2 ) auf die Oberfläche (1 ) abbildet und die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit (3 ) aus einem Beleuchtungslichtleiterbündel (3a ) für den Transport des Lichts von der Beleuchtungsvorrichtung (8 ) zum distalen Ende (5 ) und mindestens einem Detektionslichtleiter oder einem Detektionslichtleiterbündel (3b ) besteht, wobei der Detektionslichtleiter oder das Detektionslichtleiterbündel (3b ) geeignet ist, Licht, welches am distalen Ende (5 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) eintritt, zu einer Detektionsvorrichtung (9 ) zu leiten, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ausgebildet ist, dass sie als Zusatzmodul derart an ein Operationsmikroskop anbringbar ist, dass die Optik (2 ) Bestandteil des Operationsmikroskops ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das distale Ende (
5 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) über mindestens einen zwischen dem distalen Ende (5 ) und der Optik (2 ) angeordneten beweglichen Spiegel (6 ,7 ) auf die Oberfläche (1 ) abgebildet wird. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem proximalen Ende (
4 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) und der Beleuchtungsvorrichtung (8 ) und/oder der Detektionsvorrichtung (9 ) mindestens ein beweglicher Spiegel (10 ,11 ) zur Übertragung von Licht von der Beleuchtungsvorrichtung (8 ) in die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit (3 ) und/oder zur Übertragung von von der Oberfläche (1 ) kommenden Lichts in die Detektionsvorrichtung (9 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das distale Ende (
5 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) in einer lateral fixierten Position in einer Bildebene der abbildenden Optik (2 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das distale Ende (
5 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) in einer Bildebene der abbildenden Optik (2 ) bewegbar angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit (
3 ) aus mindestens zwei Beleuchtungslichtleitern (3a ) besteht, wobei ein Beleuchtungslichtleiter (3a ) zum Beleuchten und/oder Anregen der zu untersuchenden Oberfläche (1 ) ausgebildet ist und der andere Beleuchtungslichtleiter (3a ) zur Markierung des zu untersuchenden Teilbereichs der Oberfläche (1 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtung der Oberfläche (
1 ) zur Anregung einer Fluoreszenz zumindest teilweise mittels einer zweiten Beleuchtungsvorrichtung erfolgt, wobei das Licht der zweiten Beleuchtungsvorrichtung nicht über die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit (3 ) geleitet wird. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Licht zur Beleuchtung der Oberfläche (
1 ) aus unterschiedlichen Lichtquellen in jeweils mindestens einen Beleuchtungslichtleiter (3a ) an das distale Ende (5 ) der mindestens einen Lichtleiterbündeleinheit (3 ) geführt wird. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtung der Oberfläche (
1 ) und das Erfassen von von der Oberfläche (1 ) ankommenden Lichts über die mindestens eine Lichtleiterbündeleinheit (3 ) simultan oder sequentiell erfolgt.
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