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DE102004016311B4 - Elektrisches Messgerät - Google Patents

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DE102004016311B4 DE200410016311 DE102004016311A DE102004016311B4 DE 102004016311 B4 DE102004016311 B4 DE 102004016311B4 DE 200410016311 DE200410016311 DE 200410016311 DE 102004016311 A DE102004016311 A DE 102004016311A DE 102004016311 B4 DE102004016311 B4 DE 102004016311B4
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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Abstract

Elektrisches Messgerät (1) mit einem Messdateneingang (4) zum Empfangen von Messdaten und einer Datenverarbeitungseinrichtung (5) zum Verarbeiten der empfangenen Messdaten, dadurch gekennzeichnet, dass
– die Datenverarbeitungseinrichtung (5) zumindest teilweise in Form eines integrierten Schaltungsbausteins (14) mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung ausgeführt ist und
– dieser integrierte Schaltungsbaustein (14) eine mit dem Messdateneingang (4) in Verbindung stehende Abtastraten-Anpassungsvorrichtung (6) und zumindest zwei mit der Abtastraten-Anpassungsvorrichtung (6) in Verbindung stehende Messdaten-Vorverarbeitungsmodule (7a, 7b, 7c) aufweist, wobei die Abtastraten-Anpassungsvorrichtung (6) zur Vornahme einer für die zumindest zwei Messdaten-Vorverarbeitungsmodule (7a, 7b, 7c) spezifischen Anpassung der Abtastrate der Messdaten ausgebildet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein elektrisches Messgerät mit einem Messdateneingang zum Empfangen von Messdaten und einer Datenverarbeitungseinrichtung zum Verarbeiten der empfangenen Messdaten.
  • Elektrische Messgeräte, die eine Verarbeitung von Messdaten vornehmen, werden in einer Vielzahl von Anwendungsfällen eingesetzt. Als ein Beispiel hierfür sei der Betrieb automatisiert gesteuerter Prozesse genannt. Solche automatisiert gesteuerten Prozesse, wie beispielsweise industrielle Fertigungsprozesse oder Verteilungsprozesse für Wasser, Gas oder elektrische Energie, werden zumeist durch Automatisierungsanlagen gesteuert. Eine solche Automatisierungsanlage weist üblicherweise in Prozessnähe angeordnete Messgeräte auf, die hinsichtlich des automatisiert gesteuerten Prozesses eine Erfassung von Messdaten vornehmen. Häufig sind solche elektrischen Messgeräte dazu eingerichtet, zusätzliche Steuerungsfunktionen sowie Schutz- und Überwachungsfunktionen durchzuführen; sie werden in einem solchen Fall auch als Feldgeräte bezeichnet. Bei solchen Feldgeräten kann es sich beispielsweise um Leitgeräte, Steuergeräte, Schutzgeräte oder Qualitätsüberwachungsgeräte handeln.
  • Üblicherweise weisen Messgeräte der genannten Art einen oder mehrere Mikroprozessoren auf, mit deren Hilfe die entsprechenden Gerätefunktionen gesteuert werden. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise aus dem Siemens Gerätehandbuch „Digitaler Distanzschutz für Höchstspannungsleitungen 7SA513 V3.2/V3.3", Bestellnr. C53000-G1100-C103-5, insbesondere Sei te 45, Kapitel 4 „Wirkungsweise", ein elektrisches Messgerät in Form eines Feldgerätes zum Schutz für elektrische Energieversorgungsleitungen bekannt, bei dem Messwerte in Form von Strom- und Spannungswerten an der Energieübertragungsleitung erfasst und analog/digital in digitale Messdaten umgesetzt werden. Die digitalen Messdaten werden einer Datenverarbeitungseinrichtung zugeführt, die von einem digitalen Signalprozessor und einem Zentralprozessorsystem gebildet wird. Der digitale Signalprozessor verarbeitet die digitalen Messdaten gemäß vorgegebener messtechnischer Operationen, wie z.B. Filterung und Aufbereitung der Messgrößen, und führt ferner eine ständige Überwachung der Ströme und Spannungen dahingehend durch, ob eine Auslösung des Schutzsystems erforderlich ist. Das Zentralprozessorsystem hingegen steuert übergeordnete Funktionen des Feldgerätes, wie z.B. den logischen Ablauf der Schutzüberwachungs- und Meldefunktionen. Es verwaltet ferner den Datenfluss zwischen einzelnen Baugruppen des Feldgerätes sowie die Kommunikation mit externen Geräten. Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass der digitale Signalprozessor für die Verarbeitung der Messwerte zuständig ist und das Zentralprozessorsystem die übergeordneten Gerätefunktionen steuert.
  • Die Messdatenverarbeitung benötigt hierbei häufig eine sehr hohe Rechenleistung; als Pauschalwert lässt sich hierfür ein Wert von 40 bis 65 % der gesamten Rechenleistung des Feldgeräts ansetzen. Führt das Feldgerät zusätzlich auch noch Berechnungen von Qualitätskenngrößen auf Basis der Messdaten durch, so können bis zu 80 % der gesamten Rechenleistung benötigt werden. Aus dieser Anforderung würde der Einsatz von leistungsstärkeren Prozessoren resultieren, die jedoch einerseits teuer sind und andererseits aufgrund ihrer hohen Rechenleistung auch eine erhöhte Verlustleistung aufweisen, die in Form von Wärme abgeführt werden muss. Ebenso erfordern schnelle Prozessoren auch den Einsatz schneller Speicherbausteine, bei deren Betrieb wiederum Wärme abgegeben wird. In kleinen und nach außen hin durch Gehäuse abgeschlossenen Geräten ist eine entsprechende Wärmeabfuhr allerdings nur schwierig zu gewährleisten.
  • Aus der DE 102 21 772 A1 ist ein elektrisches Messgerät in Form eines Feldgerätes bekannt, das als Datenverarbeitungseinrichtung einen oder zwei über eine Software programmierte Prozessoren aufweist.
  • Die DE 198 42 000 A1 zeigt ein Messgerät in Form eines Distanzschutzgerätes mit einer Datenverarbeitungseinrichtung.
  • Aus der DE 198 55 006 A1 sind schließlich zwei Distanzschutzgeräte als Messgeräte bekannt, bei denen eine Verarbeitung der aufgenommenen Messdaten erfolgt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Messgerät der oben angegebenen Art derart auszugestalten, dass eine Verarbeitung von Messdaten bei vergleichsweise geringer Verlustleistung vorgenommen wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Messgerät der oben genannten Art gelöst, bei dem die Datenverarbeitungseinrichtung zumindest teilweise in Form eines integrierten Schaltungsbausteins mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung ausgeführt ist und dieser integrierte Schaltungsbaustein eine mit dem Messdateneingang in Verbindung stehende Abtastraten-Anpassungsvorrichtung und zumindest zwei mit der Abtastraten-Anpassungsvorrichtung in Verbindung stehende Messdaten-Vorverarbeitungsmodule aufweist, wobei die Abtastraten-Anpassungsvorrichtung zur Vornahme einer für die zumindest zwei Messdaten-Vorverarbeitungsmodule spezifischen Anpassung der Abtastrate der Messdaten ausgebildet ist. Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Messgerätes besteht darin, dass es eine Datenverarbeitungseinrichtung in Form eines integrierten Schaltungsbausteins mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung, d.h. eines Schaltungsbausteins, der durch seine interne Verschaltung speziell zur Ausführung vorgegebener Funktionen bestimmt ist, mit nur geringer Verlustleistung aufweist. Ein solcher integrierter Schaltungsbaustein mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung ist hier insbesondere im Gegensatz zu einem integrierten Schaltungsbaustein mit softwarebestimmter Programmierung, wie beispielsweise einen Mikroprozessor, zu betrachten. Während der Auslegung bzw. dem Design eines jeweiligen integrierten Schaltungsbausteins mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung werden jeweils aufgabenspezifische Messda ten-Vorverarbeitungsmodule in Form spezieller Schaltungsanordnungen in den Aufbau des Schaltungsbausteins aufgenommen. Solche Messdaten-Vorverarbeitungsmodule liegen häufig bereits als vorgefertigte Design-Module bei der Auslegung des Aufbaus des integrierten Schaltungsbausteins vor und können daher leicht in diesen übernommen werden. Da die einzelnen Messdaten-Vorverarbeitungsmodule häufig für ihre Berechnungen Messdaten mit unterschiedlichen Abtastraten benötigen, weist der integrierte Schaltungsbaustein des erfindungsgemäßen Messgerätes zudem eine Abtastraten-Anpassungsvorrichtung auf, die jedem eingebauten Messdaten-Vorverarbeitungsmodul die Messdaten mit der jeweiligen benötigten Abtastrate zuführt. Bei dem erfindungsgemäßen Messgerät können somit von dem integrierten Schaltungsbaustein bereits eine Vielzahl notwendiger Daten-Vorverarbeitungsschritte durchgeführt werden, die bei herkömmlichem Aufbau allein von einem Mikroprozessor geleistet werden müssten.
  • Die Datenverarbeitungseinrichtung des erfindungsgemäßen Messgerätes kann auch aus einer Kombination aus dem integrierten Schaltungsbaustein und einem Mikroprozessor bestehen. Ein in dem erfindungsgemäßen Messgerät ggf. zusätzlich zu dem integrierten Schaltungsbaustein einzusetzender Mikroprozessor zur Weiterverarbeitung der von dem integrierten Schaltungsbaustein nunmehr vorverarbeiteten Messdaten muss jedoch nur eine vergleichsweise geringe Rechenkapazität aufweisen, was mit einer verminderten Verlustleistung in Form von Wärme verbunden ist. Der Mikroprozessor kann dabei beispielsweise als separates Bauteil zusätzlich zu dem integrierten Schaltungsbaustein ausgeführt sein.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Messgerätes bilden jedoch der Mikroprozessor und der in tegrierte Schaltungsbaustein eine Baueinheit. Auch in diesem Fall weist der Mikroprozessor eine vergleichsweise geringe Rechenleistung auf. Der wesentliche Vorteil der Anordnung auf einer gemeinsamen Baueinheit besteht in einer unmittelbaren und damit vergleichsweise schnellen Datenübermittlung zwischen dem zumindest einen Messdaten-Vorverarbeitungsmodul und dem Mikroprozessor.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Messgerätes sieht ferner vor, dass der integrierte Schaltungsbaustein einen Speicherbaustein aufweist. Der Speicherbaustein kann dabei als internes Register der Messdaten-Vorverarbeitungsmodule und/oder als separater Speicherbaustein ausgeführt sein. In dem Speicherbaustein können beispielsweise von den Messdaten-Vorverarbeitungsmodulen fertig verarbeitete Messdaten zur Übergabe an den Mikroprozessor zwischengespeichert werden.
  • Üblicherweise werden in dem integrierten Schaltungsbaustein zwei oder mehr Messdaten-Vorverarbeitungsmodule vorgesehen sein. Dabei können die Messdaten-Vorverarbeitungsmodule beliebige Funktionen zur Messdatenverarbeitung übernehmen. Als besonders vorteilhaft wird es z.B. angesehen, wenn Messdaten-Vorverarbeitungsmodule in Form von Filtermodulen, Modulen zum Durchführen einer Fourier-Transformation auf Basis zumindest einiger der Messdaten, Module zum Berechnen von komplexen Zeigern aus zumindest einigen der Messdaten oder Module zum Berechnen von Effektivwerten zu zumindest einigen der Messdaten vorhanden sind. Mit solchen Modulen können nämlich bereits große Teile der im herkömmlichen Betrieb vom Mikroprozessor zu leistenden Rechenleistung von dem integrierten Schaltungsbaustein übernommen werden.
  • Gemäß vorteilhaften Ausführungsformen kann es sich bei dem integrierten Schaltungsbaustein um einen ASIC oder einen FPGA handeln. Bei einem ASIC (application specific integrated circuit) handelt es sich um einen Hardware-Schaltungsbaustein, dessen Schaltkreise während seines Designs hinsichtlich der durchzuführenden Funktionen festgelegt werden. Der Einsatz von ASICs eignet sich dort, wo große Stückzahlen desselben integrierten Schaltungsbausteins benötigt werden. Bei einem FPGA (field programmable gate array) handelt es sich hingegen um einen bereits im Grundgerüst vorgefertigten und zum jeweiligen Einsatz programmierbaren Hardware-Schaltungsbaustein, dessen Verschaltung erst durch die Programmierung festgelegt wird. Der Einsatz eines FPGAs lohnt sich insbesondere bei kleineren bis mittleren Stückzahlen desselben integrierten Schaltungsbausteins.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Messgerät ferner ein elektrisches Feldgerät, insbesondere ein Schutz- oder Leitgerät.
  • Zur näheren Erläuterung des erfindungsgemäßen Messgerätes ist in der Figur ein Messgerät mit einer zumindest teilweise in Form eines integrierten Schaltungsbausteins mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung ausgeführten Datenverarbeitungseinrichtung schematisch dargestellt.
  • In der Figur ist ein Messgerät 1 über eine höchstschematisch angedeutete Wandlereinrichtung 2 mit einem Prozess in Form eines Leitungsabschnitts 3 eines elektrischen Energieübertragungsnetzes verbunden. Das Messgerät 1 weist einen Messdateneingang 4 zum Empfangen von Messdaten von der Wandlereinrichtung 2 auf. Der Messdateneingang 4 steht in elektrischer Verbindung mit einer strichliert angedeuteten Datenverarbei tungseinrichtung 5, die teilweise als integrierter Schaltungsbaustein 14 mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung ausgeführt ist. Dieser integrierte Schaltungsbaustein 14 – beispielsweise ein ASIC oder ein FPGA – weist eingangsseitig eine Abtastraten-Anpassungsvorrichtung 6 auf, die ausgangsseitig wiederum mit Messdaten-Vorverarbeitungsmodulen 7a, 7b und 7c verbunden ist. Außerdem ist die Abtastraten-Anpassungsvorrichtung 6 mit einem Speicherbaustein 8, der z.B. in Form eines FIFO-Speichers ausgeführt sein kann, verbunden. FIFO bedeutet hierbei „first input first output", d.h. der in den Speicherbaustein zuerst abgelegte Datenwert wird ausgangsseitig auch zuerst von diesem wieder abgegeben.
  • Der integrierte Schaltungsbaustein 14 bildet ferner mit einem Mikroprozessor 9 eine Baueinheit.
  • Die Messdaten-Vorverarbeitungsmodule 7a, 7b, 7c, der Speicherbaustein 8 und die Mikroprozessoreinheit 9 sind über einen internen Bus 10 des integrierten Schaltungsbausteins 14 miteinander verbunden. Außerdem ist mit dem Bus 10 ein Speichersteuermodul 11 verbunden, das ausgangsseitig mit einem in der Figur nur schematisch angedeuteten flüchtigen Speicher 13 verbunden ist.
  • Im Folgenden soll die Funktionsweise des Messgerätes 1 näher erläutert werden:
    Mit der Wandlereinrichtung 2 werden Messwerte an dem Leitungsabschnitt 3 des elektrischen Energieübertragungsnetzes erfasst. Hierbei kann es sich beispielsweise um Strom- und/oder Spannungsmesswerte handeln. Die in der Figur dargestellte Wandlereinrichtung 2 steht nicht notwendigerweise für einen einzigen Strom- oder Spannungswandler, sondern soll vielmehr stellvertretend mehrere Strom- bzw. Spannungswandler anzeigen, die mit dem Leitungsabschnitt 3 verbunden sind. Ferner kann eine solche Wandlereinrichtung 2 auch Bestandteil des Messgerätes 1 sein.
  • Die mit der Wandlereinrichtung 2 erfassten Messwerte können direkt in der Wandlereinrichtung 2 analog/digital in den jeweiligen Messwerten proportionale digitale Messdaten umgesetzt werden und ausgangsseitig an das Messgerät 1 abgegeben werden. Alternativ ist eine Analog/Digitalumsetzung aber auch erst im Messgerät 1 direkt nach dem Empfang der Messwerte denkbar. Für die folgenden Ausführungen soll jedoch angenommen werden, dass sich der Analog/Digitalumsetzer in einer externen Wandlereinrichtung 2 befindet.
  • Das Messgerät 1 liest die digitalen Messdaten an seinem Messdateneingang 4 ein. Die Messdaten gelangen daraufhin zu der Datenverarbeitungseinrichtung 5 und dem integrierten Schaltungsbaustein 14. In diesem werden die Messdaten zunächst der Abtastraten-Anpassungsvorrichtung 6 zugeführt, die die Messdaten hinsichtlich ihrer Abtastrate jeweils derart aufbereitet, dass sie jeweils mit einer optimalen Abtastrate an die ausgangsseitig mit der Abtastraten-Anpassungsvorrichtung verbundenen Messdaten-Vorverarbeitungseinrichtungen 7a, 7b und 7c abgegeben werden.
  • Bei dem Messdaten-Vorverarbeitungsmodul 7a kann es sich beispielsweise um ein Filtermodul handeln, das Messdaten-Vorverarbeitungsmodul 7b stellt beispielsweise ein Modul zum Berechnen von komplexen Zeigern aus zumindest einigen der Messdaten dar und das Messdaten-Vorverarbeitungsmodul 7c stellt beispielsweise ein Modul zum Berechnen von Effektivwerten aus zumindest einigen der Messdaten dar.
  • Die Abtastraten-Anpassungseinrichtung 6 gewährleistet, dass die Messdaten-Vorverarbeitungsmodule 7a, 7b und 7c Messdaten mit der jeweils benötigten Abtastrate erhalten.
  • Der integrierte Schaltungsbaustein 5 weist ferner einen Speicherbaustein 8 auf, in dem Messdaten – ggf. nach Anpassung ihrer Abtastrate – zwischengespeichert werden können.
  • Die Messdaten-Vorverarbeitungsmodule 7a, 7b und 7c führen mit den jeweils hinsichtlich ihrer Abtastrate optimierten Messdaten ihre jeweilige Vorverarbeitungsfunktion durch und legen die Ergebnisse ihrer Berechnungen in Registern 12a, 12b und 12c ab. Von dort können die nunmehr vorverarbeiteten Messdaten von anderen Komponenten der Datenverarbeitungseinrichtung 5, z.B. dem Mikroprozessor 9, über den Bus 10 übernommen werden.
  • Handelt es sich bei dem Messgerät 1 um ein elektrisches Schutzgerät, kann der Mikroprozessor 9 beispielsweise die vorverarbeiteten Messdaten dahingehend einer Überprüfung unterziehen, ob sie bestimmte Kriterien für eine Auslösung der Schutzfunktionen des Schutzgerätes erfüllen, so dass beispielsweise ein mit dem Schutzgerät verbundener (in der Figur nicht gezeigter) Leistungsschalter geöffnet wird.
  • Da die Messdaten-Vorverarbeitungsmodule 7a, 7b, 7c bereits wesentliche Messdaten-Vorverarbeitungsfunktionen durchgeführt haben, kann ein Mikroprozessor 9 mit vergleichsweise geringer Rechenleistung eingesetzt werden. Dies wirkt sich positiv auf die Verlustleistung und damit auf die Wärmeabgabe der gesamten Datenverarbeitungseinrichtung 5 aus.
  • Die mittels des integrierten Schaltungsbausteins 14 verarbeiteten Messdaten können an ein Speichersteuermodul 11 übergeben werden, das die einzelnen verarbeiteten Messdaten an einen flüchtigen Datenspeicher 13, beispielsweise einen Flash-Speicher oder einen RAM-Speicher überträgt und dort zwischenspeichert. Aus diesem flüchtigen Speicher 13 können sich weitere Komponenten des Messgerätes 1 die verarbeiteten Messdaten einlesen, beispielsweise können sie von dort auf einer Anzeigevorrichtung des Messgerätes 1 dargestellt werden oder zur Kommunikation mit anderen Mess-, Feld- oder Leitgeräten bereitgestellt werden.

Claims (11)

  1. Elektrisches Messgerät (1) mit einem Messdateneingang (4) zum Empfangen von Messdaten und einer Datenverarbeitungseinrichtung (5) zum Verarbeiten der empfangenen Messdaten, dadurch gekennzeichnet, dass – die Datenverarbeitungseinrichtung (5) zumindest teilweise in Form eines integrierten Schaltungsbausteins (14) mit hardwarebestimmter Vorprogrammierung ausgeführt ist und – dieser integrierte Schaltungsbaustein (14) eine mit dem Messdateneingang (4) in Verbindung stehende Abtastraten-Anpassungsvorrichtung (6) und zumindest zwei mit der Abtastraten-Anpassungsvorrichtung (6) in Verbindung stehende Messdaten-Vorverarbeitungsmodule (7a, 7b, 7c) aufweist, wobei die Abtastraten-Anpassungsvorrichtung (6) zur Vornahme einer für die zumindest zwei Messdaten-Vorverarbeitungsmodule (7a, 7b, 7c) spezifischen Anpassung der Abtastrate der Messdaten ausgebildet ist.
  2. Elektrisches Messgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass – die Datenverarbeitungseinrichtung (5) außer dem integrierten Schaltungsbaustein (14) einen Mikroprozessor (9) enthält.
  3. Elektrisches Messgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass – der integrierte Schaltungsbaustein (14) und der Mikroprozessor (5) eine Baueinheit bilden.
  4. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – der integrierte Schaltungsbaustein (14) einen Speicherbaustein (8) aufweist.
  5. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – zumindest ein Messdaten-Vorverarbeitungsmodul (7a, 7b, 7c) ein Filtermodul ist.
  6. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – zumindest ein Messdaten-Vorverarbeitungsmodul (7a. 7b, 7c) ein Modul zum Durchführen einer Fouriertransformation unter Heranziehung zumindest einiger der Messdaten ist.
  7. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – zumindest ein Messdaten-Vorverarbeitungsmodul (7a, 7b, 7c) ein Modul zum Berechnen von komplexen Zeigern aus zumindest einigen der Messdaten ist.
  8. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – zumindest ein Messdaten-Vorverarbeitungsmodul (7a, 7b, 7c) ein Modul zum Berechnen von Effektivwerten zu zumindest einigen der Messdaten ist.
  9. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – der integrierte Schaltungsbaustein (14) ein FPGA ist.
  10. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass – der integrierte Schaltungsbaustein (14) ein ASIC ist.
  11. Elektrisches Messgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – das elektrische Messgerät (1) ein elektrisches Feldgerät, insbesondere ein elektrisches Schutz- oder Leitgerät, ist.
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