DE102004015969B4 - Vorrichtung zum Überschieben von Verpackungseinheiten, insbesondere Kästen und Kartons zu Verteil- und Aussortierzwecken - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung
zum Überschieben
von einreihig auf einem horizontalen Haupt-Band-, Platten- oder
Kettenförderer
geförderten
Verpackungseinheiten, insbesondere Kästen und Kartons, sowie von
Stückgut
auf ein parallel oder quer zum Hauptförderband verlaufendes weiteres
Förderband
zu Verteil- und Aussortierzwecken, mit über den Förderbändern angeordneten Förderplatten, die
durch einen über
eine Steuerungseinrichtung, z.B. eine Erkennungseinrichtung, einschaltbaren
Antrieb zum Überschieben
der Verpackungseinheiten aus einer Ruhestellung in eine zur Laufrichtung
der Förderbänder parallele
Arbeitsstellung in die Bewegungsbahn der Verpackungseinheiten und
umgekehrt aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils
eine Förderplatte
(7) mit einem dieselbe quer zur Förderrichtung (c) bewegbaren
Antrieb (14) eine Überschiebeeinrichtung
(6) bildet, daß jeweils
eine Überschiebeeinrichtung
(6) mit dem oberen Trum (12) eines in Förderrichtung (c) umlaufenden
Gurtes (10) eines Linearantriebs (5) und eine weitere Überschiebeeinrichtung
(6) mit dem unteren Trum (13) des Gurtes (10) verbunden ist, wobei
die arbeitende Überschiebeeinrichtung
(6) beim Überschieben
aus einer vorderen Position...
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Überschieben von einreihig auf einem horizontalen Haupt-Band-, Platten- oder Kettenförderer geförderten Verpackungseinheiten, insbesondere Kästen und Kartons, sowie von Stückgut auf ein parallel oder quer zum Hauptförderband verlaufendes weiteres Förderband zu Verteil- und Aussortierzwecken, mit über den Förderbändern angeordneten Förderplatten, die durch einen über eine Steuerungseinrichtung, z.B. eine Erkennungseinrichtung, einschaltbaren Antrieb zum Überschieben der Verpackungseinheiten aus einer Ruhestellung in eine zur Laufrichtung der Förderbänder parallele Arbeitsstellung in die Bewegungsbahn der Verpackungseinheiten und umgekehrt aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung bewegbar sind.
- Eine Überschiebevorrichtung dieser Gattung ist bereits aus
DE 197 31 656 C1 bekannt und weist als Antrieb einen über den Förderbändern angeordneten Parallelschwenkantrieb der Förderplatte mit einem doppeltwirkenden pneumatischen Drehzylinder mit einer Antriebswelle mit reversierbarer Drehrichtung, auf der ein Schwenkarm mit der Förderplatte befestigt ist, auf. Für das Erzielen einer konstanten bzw. nahezu konstanten Überschubstrecke der Verpackungseinheiten mit unterschiedlichem Gewicht beim Einschwenken der Förderplatte in die Bewegungsbahn der Verpackungseinheiten sorgt eine Steuerung. - Die
DE 198 39 514 C1 beschreibt ebenfalls eine Überschiebevorrichtung, die als Antrieb einen über den Förderbändern angeordneten Parallelschwenkantrieb der Förderplatte aufweist. Die Vorrichtung besteht aus einer verschiebbaren Anordnung der Förderplatte an dem Parallelschwenkantrieb in und entgegen der Laufrichtung des Hauptförderbandes, einem an dem Parallelschwenkantrieb angebrachten Stellzylinder zum Verschieben der Förderplatte in Bandlaufrichtung vor dem Herausschwenken derselben aus der Bewegungsbahn der Verpackungseinheiten nach einem Überschiebevorgang und Zurückschieben der Förderplatte in eine Mittelposition nach dem Ausschwenken der Förderplatte in eine Ausgangsposition außerhalb der Bewegungsbahn der Verpackungseinheiten sowie einer Kupplung des Stößels des Stellzylinders mit der Förderplatte über eine als Rückstellglied wirkende Zugfeder. - Die
zeigt eine Aussortiervorrichtung, die an einem umlaufenden Gurt eine Vielzahl von Ausstoßern aufweist, die über eine ortsfeste Führungskulisse zum Aussortieren in Richtung des auszusortierenden Gutes und durch eine weitere Führungskulisse in ihre Ausgangslage befördert werden. Diese Aussortiervorrichtung weist eine Vielzahl von Einzelteilen auf, die zudem noch sehr verschleißanfällig sind, was zu relativ hohen Wartungskosten führt. Ferner ist es mit dieser Aussortiervorrichtung nicht möglich, die Kraft zum Überschieben an das Gewicht des auszusortierenden Gutes anzupassen, da der Weg und die Kraft durch die Führungskulisse im Zusammenhang mit der Geschwindigkeit des Gurtes, die der Geschwindigkeit des Förderbandes entspricht, immer gleich sind.JP 62157125 A - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der angegebenen Gattung zu schaffen, deren Konstruktion und Steuerung relativ einfach und preiswert ist, wobei die Geschwindigkeit der Verpackungseinheiten in Förderrichtung durch den Überschubvorgang nicht beeinflußt und die Überschubleistung wesentlich erhöht wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kennzeichnungsmerkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
- Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Die erfindungsgemäße Überschiebevorrichtung für Verpackungseinheiten zeichnet sich u.a. durch folgende Vorteile aus:
Durch den Einsatz der mit Förderbandgeschwindigkeit parallel zur Förderrichtung mittels des Linearantriebs geführten Überschiebeeinrichtungen wird die Geschwindigkeit der jeweiligen überzuschiebenden Verpackungseinheit in Förderrichtung durch den Überschubvorgang nicht beeinflußt. - Die Anordnung zweier parallel zur Förderrichtung verfahrbarer Überschiebeeinrichtungen an dem Linearantrieb erhöht die Überschubleistung gegenüber den bekannten Einzelsystemen stark.
- Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand eines die Erfindung wiedergebenden und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles. Dabei zeigt
-
1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Überschieben von Verpackungseinheiten von einem Hauptförderband auf ein parallel neben diesem laufenden Förderband, -
2 eine Ansicht einer ersten Ausführungsform der Überschiebevorrichtung nach1 in Bandlaufrichtung, -
3 eine Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Überschiebevorrichtung nach1 in Bandlaufrichtung und die -
4a bis4c Draufsichten der Überschiebevorrichtung während der einzelnen Phasen beim Überschieben einer Verpackungseinheit von einem Hauptförderband auf ein parallel neben diesem verlaufenden Förderband. - Die Vorrichtung
1 nach den1 bis4 zum Überschieben von Verpackungseinheiten2 , z.B. von mit Flaschen gefüllten Kästen zu Verteil- und Aussortierzwecken von einem Hauptförderband3 auf ein zweites Förderband4 , das neben dem Hauptförderband3 parallel zu diesem läuft und in der Regel mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben ist, weist einen Linearantrieb5 auf, an dem zwei Überschiebeeinrichtungen6 für Förderplatten7 zum Überschieben der Verpackungseinheiten2 angeordnet sind. - Der Linearantrieb
5 besteht im wesentlichen aus einem Zugmitteltrieb, dessen Antriebsrad8 und Abtriebsrad9 mit dem Zugmittel bzw. Gurt10 verbunden sind. Auf das Antriebsrad8 wirkt die Antriebswelle (nicht dargestellt) eines Elektromotors11 o.dgl. mit reversierbarer Drehrichtung a, b. - Dabei ist jeweils eine Überschiebeeinrichtung
6 mit dem oberen Trum12 des in bzw. entgegen der Förderrichtung c umlaufenden Gurtes10 und eine weitere Überschiebevorrichtung6 mit dem unteren Trum13 des Gurtes verbunden. - Jede Überschiebeeinrichtung
6 weist einen Antrieb14 auf, der die jeweilige Förderplatte7 quer zur Förderrichtung c bewegt und somit die überzuschiebende Verpackungseinheit2 von dem Hauptförderband3 auf das zweite Förderband4 bewegt. Der Antrieb14 wird vorzugsweise durch einen Druckmittelzylinder15 gebildet, dessen Kolbenstange16 mit der Förderplatte7 verbunden ist. - Bei Aufnahme des Betriebs der z.B. zu Sortierzwecken eingesetzten Überschiebevorrichtung
1 steht die Förderplatte7 jeder Überschiebeeinrichtung6 in der zur Förderrichtung c der beiden Förderbänder3 ,4 parallelen Ausgangsposition7' außerhalb der Bewegungsbahn der Verpackungseinheiten2 , wobei eine der beiden Überschiebeeinrichtungen6 in einer vorderen Position6' und die andere Überschiebeeinrichtung6 in einer hinteren Position6'' steht. - Nach Empfang eines Steuerungsimpulses z.B. von einer Erkennungsstation
17 oder einer Zähleinrichtung wird die Förderplatte7 der Überschiebeeinrichtung6 in der vorderen Position6' mittels des Druckmittelzylinders15 in dem Moment in Bewegung gesetzt, in dem die überzuschiebende Verpackungseinheit2 in den Bereich der in der Ausgangsposition7' stehenden Förderplatte7 gelangt. Die Förderplatte7 wird durch den Druckmittelzylinder15 parallel zur Förderrichtung c in die Bewegungsrichtung der Verpackungseinheit2 verschoben und schiebt diese vom dem Hauptförderband3 auf das neben diesem laufende zweite Förderband4 . Gleichzeitig mit dem Beginn der Bewegung der Förderplatte7 parallel zur Förderrichtung c wird der Linearantrieb5 in Bewegung gesetzt, d.h. die arbeitende Überschiebeeinrichtung6 wird bandsynchron, beispielsweise mit dem oberen Trum12 des Gurtes10 mit Bandgeschwindigkeit des Hauptförderbandes3 in Förderichtung c bis zu der hinteren Position6'' bewegt, wobei die Förderplatte7 nach dem Erreichen ihrer ausgefahrenen Position7'' zurückbewegt wird und bis zum Erreichen der hinteren Position6'' die Ausgangsposition7' wieder einnimmt. Die nicht-arbeitende Überschiebeeinrichtung6 wird dabei mittels des unteren Trums13 des Gurtes10 entgegen der Förderrichtung c in die vordere Position6' verfahren. - Bei jedem Überschiebevorgang wird der Antrieb
14 der arbeitenden Überschiebeeinrichtung6 so gesteuert, daß zur Messung des Reibungswiderstandes der Kolben des Druckmittelzylinders15 mit einem niedrigen Druck bis zu einem Kontakt gefahren wird, woraufhin der notwendige Druck je nach Gewicht der überzuschiebenden Verpackungseinheit2 erhöht oder gehalten wird. Nach dem Erreichen der Endposition der Überschubstrecke wird der Kolben mit dem hohen Druck bis zu dem Kontakt und anschließend mit dem niedrigen Druck in die Ausgangsstellung zurückgefahren. Für die Rückmeldung der jeweiligen Kolbenpositionen sind entsprechende justierbare Kontakte vorgesehen. - Für den nächsten Überschiebevorgang wird nun die sich in der vorderen Position
6' befindliche Überschiebeeinrichtung6 verwendet. Dazu wird der Linearantrieb5 umgeschaltet, so daß nun beispielsweise der untere Trum13 des Gurtes10 in Förderrichtung c und der obere Trum12 des Gurtes entgegen der Förderrichtung c bewegt wird. -
2 zeigt die Überschiebevorrichtung1 mit kleineren Förderplatten7 je Überschiebeeinrichtung6 , wobei die Förderplatten7 in einer Ebene aneinander vorbei bewegt werden können. Bei der Verwendung von größeren Förderplatten7 ist eine weitere Position7'' derselben notwendig, wodurch die Förderplatten7 der beiden Überschiebeeinrichtungen6 in verschiedenen Ebenen aneinander bewegt werden können. - Die vorgenannten Positionen
7' bis7''' sind auch in den4a bis4c erkennbar. -
- 1
- Überschiebevorrichtung
- 2
- Verpackungseinheiten
- 3
- Hauptförderband
- 4
- zweites Förderband
- 5
- Linearantrieb
von
1 - 6
- Überschiebeeinrichtungen
von
1 - 6'
- vordere
Position von
6 - 6''
- hintere
Position von
6 - 7
- Förderplatten
von
6 - 7'
- Ausgangsposition
von
7 - 7''
- ausgefahrene
Position von
7 - 7'''
- eingefahrene
Position von
7 - 8
- Antriebsrad
von
5 - 9
- Abtriebsrad
von
5 - 10
- Gurt
von
5 - 11
- Elektromotor
von
5 - 12
- oberer
Trum von
10 - 13
- unterer
Trum von
10 - 14
- Antrieb
von
6 - 15
- Druckmittelzylinder
von
12 - 16
- Kolbenstange
von
13 - 17
- Erkennungsstation
- a, b
- Drehrichtung
von
8 - c
- Förderrichtung
von
3 und4
Claims (3)
- Vorrichtung zum Überschieben von einreihig auf einem horizontalen Haupt-Band-, Platten- oder Kettenförderer geförderten Verpackungseinheiten, insbesondere Kästen und Kartons, sowie von Stückgut auf ein parallel oder quer zum Hauptförderband verlaufendes weiteres Förderband zu Verteil- und Aussortierzwecken, mit über den Förderbändern angeordneten Förderplatten, die durch einen über eine Steuerungseinrichtung, z.B. eine Erkennungseinrichtung, einschaltbaren Antrieb zum Überschieben der Verpackungseinheiten aus einer Ruhestellung in eine zur Laufrichtung der Förderbänder parallele Arbeitsstellung in die Bewegungsbahn der Verpackungseinheiten und umgekehrt aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Förderplatte (
7 ) mit einem dieselbe quer zur Förderrichtung (c) bewegbaren Antrieb (14 ) eine Überschiebeeinrichtung (6 ) bildet, daß jeweils eine Überschiebeeinrichtung (6 ) mit dem oberen Trum (12 ) eines in Förderrichtung (c) umlaufenden Gurtes (10 ) eines Linearantriebs (5 ) und eine weitere Überschiebeeinrichtung (6 ) mit dem unteren Trum (13 ) des Gurtes (10 ) verbunden ist, wobei die arbeitende Überschiebeeinrichtung (6 ) beim Überschieben aus einer vorderen Position (6' ) in Förderrichtung (c) bandsynchron mit den Förderbändern (3 ,4 ) bis zu einer hinteren Position (6'' ), die nicht-arbeitende Überschiebeeinrichtung (6 ) entgegen der Förderrichtung (c) aus der hinteren Position (6'' ) in die vordere Position (6' ) bewegt wird und jeweils bei Erreichen der Endpositionen (6' ,6'' ) die Laufrichtung des Linearantriebs (5 ) umgeschaltet wird. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Antrieb der Förderplatten (
7 ) jeweils durch einen Druckmittelzylinder (15 ) gebildet ist, dessen Kolbenstange (16 ) mit der Förderplatte (7 ) verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Steuerung des Antriebes (
14 ) der arbeitenden Überschiebeeinrichtung (6 ) derart, daß zur Messung des Reibungswiderstandes der Kolben des Druckmittelzylinders (15 ) mit einem niedrigen Druck bis zu einem Kontakt gefahren wird, woraufhin der notwendige Druck je nach Gewicht der überzuschiebenden Verpackungseinheit (2 ) erhöht oder gehalten wird, wobei nach dem Erreichen der Endposition der Überschubstrecke der Kolben mit dem hohen Druck bis zu dem Kontakt und anschließend mit dem niedrigen Druck in die Ausgangsstellung zurückgefahren wird.
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