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Die
Erfindung bezieht sich auf eine stufenlos blockierbare Verstelleinrichtung
zum Feststellen relativ zueinander bewegbarer Bauelemente mit einem zwei
mittels eines Kolbens voneinander getrennte Arbeitsräume aufweisenden
und mit einem Arbeitsfluid gefüllten
Zylinder, in welchem der Kolben axial verschiebbar und bei Verschiebung
des Kolbens Arbeitsfluid von einem Arbeitsraum in den anderen Arbeitsraum überführbar ist,
und mit einer mit dem Kolben verbundenen, einseitig aus dem Zylinder
abgedichtet herausgeführten
Kolbenstange.
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Eine
derartige Verstelleinrichtung ist als Gasfeder mit mechanischer
Blockiervorrichtung aus der
DE
28 55 560 A1 bekannt. Die mit einer Fallbremse ausgestattete
Gasfeder weist ein Gehäuse
auf, in dem ein Kolben angeordnet ist, wobei der Kolben einen Druckgasraum
aufweist, der von einem Ringkolben und einem Kolbenzylinder gebildet
wird. Ringkolben und Kolbenzylinder sind mittels einer Dichtung abgedichtet
gegeneinander verschiebbar. Eine Kolbenstange ist mittels einer
Dichtung abgedichtet durch den Kolben geführt, wobei Ringkolben und Kolbenzylinder
auf der Kolbenstange axial verschiebbar sind. Der Kolben ist kolbenstangenein-
und -austrittseitig mittels elastischer Elemente an fest mit der
Kolbenstange verbundenen Anschlagelementen abgestützt. Zwischen
dem Ringkolben und dem auf der Kolbenstange angeordneten Anschlagkörper ist
ein Klemmkörper
angeordnet, der an die Innenwand des Gehäuses anlegbar ist und die Fallbremse
bildet.
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Eine
weitere Verstelleinrichtung ist als Türfeststeller für Kraftfahrzeuge
bekannt. Sie weist einen mit einem Fluid gefüllten Zylinder auf, auf dessen Innenwand
ein mit einer Kolbenstange verbundener Kolben abdichtend geführt ist.
Der Zylinderinnenraum ist in zwei Arbeitsräume unterteilt, und es ist
zur Blockierung in einer gewünschten
Stellung ein von außen
betätigbares
Blockierventil mit einem durch die Kolbenstange hindurchgeführten Auslösestößel vorgesehen.
Dadurch ist die Verstelleinrichtung aufwendig im Aufbau und weist
eine große
Anzahl von Bauteilen auf.
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Ferner
ist eine weitere Verstelleinrichtung als stufenloser hydraulischer
Türfeststeller
für Kraftfahrzeugtüren bekannt,
der einen Zylinder und eine relativ zu dem Zylinder bewegliche Kolbenstange
aufweist. Im Zylinder werden zwei Arbeitskammern durch einen Trennkolben
voneinander getrennt, der über
Verbindungskanäle
verfügt,
die das Strömen
eines Öls
von einer Arbeitskammer in die andere Arbeitskammer zulassen. Die
Verbindungskanäle,
die seitlich im zentral von der Kolbenstange durchquerten Trennkolben
angeordnet sind, sind mit im Ruhezustand der Verstelleinrichtung
verschlossenen Ventilen versehen. Die Kolbenstange ist beidseitig
des Trennkolbens in jeweils einem Dichtungs- und Führungssystem
gelagert. Eine solche Verstelleinrichtung weist nicht nur ein vergleichsweise
hohes Gewicht, sondern auch eine erforderliche aufwendige Abdichtung
auf.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die
Aufgabe zugrunde, eine Versteileinrichtung der eingangs beschriebene
Art zu schaffen, die einfacher im Aufbau ist und ein geringeres
Gewicht aufweist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß der
Zylinder ein eine erste Zylinderstufe mit einer kleineren Querschnittsfläche und
eine zweite Zylinderstufe mit einer größeren Querschnittsfläche aufweisender
Stufenzylinder und der Kolben ein Stufenkolben mit einer in der
ersten Zylinderstufe geführten,
der Kolbenstange abgewandten ersten Kolbenstufe und einer in der
zweiten Zylinderstufe geführten,
der Kolbenstange zugewandten zweiten Kolbenstufe ist. Durch die
Stufenzylinder- und Stufenkolbenanordnung ist die erfindungsgemäße Verstelleinrichtung
sehr kompakt aufgebaut, und es ist zur Trennung der Arbeitsräume nicht
erforderlich, eine zweiseitige Kolbenstangenanordnung an dem Kolben
vorzusehen; es kann eine nur einseitig an dem Kolben angebrachte
Kolbenstange, die die Stufenkolbenanordnung nicht durchdringt, vorgesehen werden.
Das erleichtert unter anderem die interne Abdichtung der Verstellvorrichtung
und mindert die Gefahr von unerwünschten
Leckagen, was insbesondere bei einer Verstellvorrichtung mit hohem
Innendruck von Vorteil ist. Das Gewicht der erfindungsgemäßen Versteileinrichtung
ist besonders niedrig und der Aufbau einfach. Damit vereinfacht
sich auch der Zusammenbau der Verstelleinrichtung. Eine erfindungsgemäße Verstelleinrichtung
ist aufgrund ihres kompakten Aufbaus und vergleichsweise geringen Gewichts
besonders gut geeignet zum Verstellen und Arretieren von Bauelementen
an Kraftfahrzeugen, beispielsweise Kraftfahrzeughauben, -klappen,
-deckeln, -scheiben, -flügeltüren, -klappscheinwerfern und
-verdecken, insbesondere zum Verstellen und Arretieren von Kraftfahrzeugtüren. Hierbei
kommt auch die große
Dauerhaltbarkeit und Verschleißunanfälligkeit
der erfindungsgemäßen Verstelleinrichtung
vorteilhaft zur Geltung.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Wirkfläche der
ersten Kolbenstufe und die Wirkfläche der zweiten Kolbenstufe
gleich groß.
Dieser Wirkflächenausgleich
ist insbesondere bei einem hohen Innendruck der Versteileinrichtung von
Vorteil. Der Wirkflächenausgleich
verhindert eine ungewollte, durch eine Veränderung des Volumens des Arbeitsfluids
hervorgerufene Verschiebung des Kolbens in dem Zylinder.
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Der
Aufbau der Verstelleinrichtung wird weiter vereinfacht und ihre
Bauteileanzahl verringert, wenn gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung der erste Arbeitsraum von der ersten
Kolbenstufe und der an ihrer dem Kolben abgewandten Seite geschlossenen
ersten Zylinderstufe begrenzt wird.
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Weiterhin
ist es von besonderem Vorteil für eine
einfache Herstellbarkeit der Verstelleinrichtung, wenn nach einer
anderen Weiterbildung der Erfindung der zweite Arbeitsraum von der
zweiten Kolbenstufe und der an ihrer dem Kolben abgewandten Seite
geschlossenen zweiten Zylinderstufe begrenzt und von der Kolbenstange
durchgriffen wird.
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Man
könnte
sich vorstellen, daß der
Zylinder ein zum Erhalten der Stufenzylinderanordnung entsprechend
bearbeitetes Werkstück
ist. Jedoch ist der Zylinder besonders kostengünstig und ohne größeren Aufwand
herstellbar, wenn er gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ein Druckrohr
mit einem an der Innenwandung des Druckrohres abgestützten, die
erste Zylinderstufe bildenden Einsatztopf aufweist. Der Einsatztopf
gewährleistet
zudem eine sichere und dauerhafte Abdichtung des ersten Arbeitsraumes
der Verstelleinrichtung.
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Dabei
ist die Zylinderherstellung besonders kostengünstig bei gleichzeitig sicherer
und dauerhafter Festlegung der ersten Zylinderstufe, wenn gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung das Druckrohr Sicken zur
Fixierung des Einsatztopfes aufweist. Die Sicken können beispielsweise
durch Quetschen des Druckrohres erzeugt werden.
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Insbesondere
zum Ausgleich von Schwankungen des Volumens des Arbeitsfluids aufgrund
von Temperaturänderungen
ist es von Vorteil, wenn entsprechend einer anderen Weiterbildung
der Erfindung der Zylinder an seiner der Kolbenstange abgewandten
Seite eine Volumenausgleichsvorrichtung für das Arbeitsfluid aufweist.
Damit kann zudem gegebenenfalls auch ein Einfluß des Kolbenstangenvolumens
auf das Arbeitsfluid bei einer Verschiebung des Kolbens ausgeglichen
werden.
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In
besonders einfacher Weise kann die Volumenausgleichsvorrichtung
dabei vollständig
in den Zylinder integriert werden, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung ein den ersten Arbeitsraum und/oder den zweiten Arbeitsraum
mit einem Arbeitsfluid aufweisenden Ausgleichsraum der Volumenausgleichsvorrichtung
verbindender, von dem Arbeitsfluid durchströmbarer Durchlaß im oder am
Einsatztopf vorgesehen ist. Der Ausgleichsraum mit dem Arbeitsfluid
kann so, vorhandene Bauteile nutzend, von dem Einsatztopf und einem
Abschnitt der Innenwandung des Zylinders begrenzt werden.
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In
dem Arbeitsfluid gegebenenfalls eingeschlossene Luftvolumina können bei
einer Bewegung des Arbeitsfluids unerwünschte Geräusche erzeugen. Zur Vermeidung
dieser Geräusche
hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, in der Versteileinrichtung
einen hohen Innendruck, beispielsweise in einer Größenordnung
von 60 bis 80 bar, vorzusehen; der Innendruck ist dabei der Druck,
unter dem das Arbeitsfluid gehalten wird. Es ist für einen
einfachen Aufbau der erfindungsgemäßen Versteileinrichtung von
besonderem Vorteil, wenn die Volumenausgleichsvorrichtung für das Arbeitsfluid
auch den Innendruck der Versteileinrichtung erzeugt und aufrechterhält. Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist dafür die Volumenausgleichsvorrichtung
in einfacher Weise einen den Ausgleichsraum für das Arbeitsfluid von einem
Druckraum trennenden, in dem Zylinder geführten Trennkolben auf, der
von seiner dem Druckraum zugewandten Seite her gegen das Arbeitsfluid
im Ausgleichsraum vorgespannt ist.
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Zur
Vorspannung ist grundsätzlich
die Verwendung beliebiger – zum
Beispiel mechanischer, hydraulischer oder pneumatischer – Mittel
denkbar. Eine dauerhafte Vorspannung läßt sich auf einfache Weise
entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung jedoch
erzielen, wenn zur Vorspannung des Trennkolbens in dem Druckraum
eine mechanische Druckfeder und/oder ein Druckfluid angeordnet ist.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist kostengünstig und
funktionssicher das Arbeitsfluid eine inkompressible Flüssigkeit
und das Druckfluid ein Gas.
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Vorzugsweise
handelt es sich bei der inkompressiblen Flüssigkeit um ein Öl, insbesondere
ein Hydrauliköl.
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Für einen
besonders kompakten Aufbau der Verstelleinrichtung und kurze Strömungswege
des Arbeitsfluids ist es gemäß einer
anderen Weiterbildung der Erfindung von Vorteil, wenn der Kolben
ein von dem Arbeitsfluid durchströmbarer Hohlkolben ist. Gleichzeitig
kann damit auch die bewegte Masse des Kolbens verringert werden.
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Man
könnte
sich zum Beispiel vorstellen, daß das Arbeitsfluid nur in einer
Strömungsrichtung,
nämlich
entweder vom ersten Arbeitsraum in den zweiten oder umgekehrt, den
Hohlkolben durchströmt,
wohingegen die entgegengesetzte Strömung beispielsweise über seitliche
Kanäle
am Kolben erfolgt. Jedoch weist für eine gleiche Wirkung der
Verstelleinrichtung in beide möglichen
Verstellrichtungen, die durch ein Ein- oder Ausfahren der Kolbenstange aus
dem Zylinder gekennzeichnet sind, gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung der Kolben zwei Kammern auf, von denen eine erste
Kammer eine durch ein erstes Ventil verschließbare Eintrittsöffnung zum
ersten Arbeitsraum und eine zweite Kammer eine durch ein zweites
Ventil verschließbare
Eintrittsöffnung
zum zweiten Arbeitsraum aufweist. Vorzugsweise sind die Ventile
zentrisch in dem Kolben angeordnet, sodaß mögliche Unwuchten vermieden
werden.
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Zur
gesteuerten Durchströmung
mit Arbeitsfluid weist der Kolben gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung Austrittsöffnungen
in einem Bereich zwischen erster Kolbenstufe und zweiter Kolbenstufe
zu einem von dem Kolben und von der Innenwandung des Zylinders begrenzten
Kolbenstufenzwischenraum auf.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können in
einfacher Weise sowohl eine der Kolbenstufen oder beide Kolbenstufen gegenüber dem
Zylinder abgedichtet als auch die Strömung des Arbeitsfluids gesteuert
werden, wenn die erste Kolbenstufe und/oder die zweite Kolbenstufe
gegenüber
der Innenwandung des Zylinders mittels eines Rückschlagventils abgedichtet
sind.
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Um
die Wirkung der Verstelleinrichtung in einem Endbereich auszuschalten
und somit einen funktionsfreien Bereich zu schaffen, der zum Beispiel das
Schließen
einer Kraftfahrzeugtür
vereinfacht, ist es gemäß einer
anderen Weiterbildung der Erfindung von besonderem Vorteil, wenn
der Zylinder in eingeschobener Stellung der Kolbenstange wirksame Überbrückungsnuten
für die
erste Kolbenstufe und die zweite Kolbenstufe zum ungehinderten Durchfluß von Arbeitsfluid
aufweist.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher erläutert. Es
zeigt
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1:
eine stufenlos blockierbare Verstelleinrichtung in geschnittener
Seitenansicht und
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2:
eine vergrößerte Detailansicht
eines Abschnitts eines Ventils aus 1.
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Die
in 1 gezeigte stufenlos blockierbare, einen Türfeststeller
für eine
Kraftfahrzeugtür
bildende Verstelleinrichtung 1 weist einen in einem Zylinder 2 axial
verschiebbar angeordneten Kolben 3 auf. Der Zylinder 2 ist
an einer Seite verschlossen und an dieser verschlossenen Seite fest
mit einer Hülse 4 verbunden,
die im eingebauten Zustand der Verstelleinrichtung 1 auf
einem hier nicht dargestellten Bauelement, nämlich einem Lagerbolzen an
einer Kraftfahrzeugkarosserie, geführt ist. Auf der der Hülse 4 gegenüberliegenden
Seite des Zylinders 2 ist eine mit dem Kolben 3 verbundene
Kolbenstange 5 aus dem Zylinder 2 herausgeführt; zur
Abdichtung des Zylinders 2 dient eine Dichtung 6,
in der die Kolbenstange 5 bewegbar geführt ist. Die Kolbenstange 5 ist
mittels eines Auges 7 mit einem weiteren, hier nicht dargestellten
Bauelement, nämlich
einem Lagerbolzen an der Kraftfahrzeugtür, verbindbar. Die Verstelleinrichtung 1 dient
somit zum Feststellen der relativ zueinander bewegbaren Bauelemente
Kraftfahrzeugtür und
Kraftfahrzeugkarosserie eines Kraftfahrzeugs.
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Der
Zylinder 2 ist als Stufenzylinder ausgebildet und weist
eine erste Zylinderstufe 8 und eine zweite Zylinderstufe 9 auf,
wobei die Querschnittsfläche
der ersten Zylinderstufe 8 kleiner ist als die Querschnittsfläche der
zweiten Zylinderstufe 9. Korrespondierend mit dem Stufenzylinder
ist der Kolben 3 als Stufenkolben mit einer ersten, der
Kolbenstange 5 abgewandten Kolbenstufe 10, die
in der ersten Zylinderstufe 8 geführt ist, und einer zweiten
Kolbenstufe 11, die in der zweiten Zylinderstufe 9 geführt ist, ausgebildet.
Die Wirkfläche
der ersten Kolbenstufe 10 und die Wirkfläche der
zweiten Kolbenstufe 11 sind gleich groß. Der Kolben 3 trennt
zwei Arbeitsräume 12, 13 der
Verstelleinrichtung 1, wobei ein erster Arbeitsraum 12 von
der ersten Kolbenstufe 10 und der an ihrer dem Kolben 3 abgewandten
Seite geschlossenen, von einem Einsatztopf 14 gebildeten ersten
Zylinderstufe 8 begrenzt wird; der zweite Arbeitsraum 13 wird
von der zweiten Kolbenstufe 11 und der zweiten Zylinderstufe 9 begrenzt,
die von der Kolbenstange 5 durchgriffen wird und an ihrer
dem Kolben 3 abgewandten Seite durch die Dichtung 6 für die Kolbenstange 5 geschlossen
ist. Zwischen den Kolbenstufen 10, 11 befindet
sich ein ringförmiger Kolbenstufenzwischenraum 15,
der ebenso wie die Arbeitsräume 12, 13 mit
einem Öl
als Arbeitsfluid gefüllt
ist.
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Der
Einsatztopf 14 ist in den als Druckrohr 16 ausgebildeten
Zylinder 2 eingesetzt und an der Innenwandung 17 des
Druckrohres 16 abgestützt.
Zur Fixierung des Einsatztopfes 14 in dem Druckrohr 16 weist
letzteres Sicken 18, 19 auf. Mit einer entsprechenden
Sicke 20 ist auch die Dichtung 6 für die Kolbenstange 5 in
dem Zylinder 2 festgehalten. Eine Abdichtung und Führung der
Kolbenstufen 10, 11 in dem Zylinder 2 erfolgt
jeweils mittels eines als Rückschlagventil 21, 22 ausgebildeten
Nutringes. An seinem Umfang ist der Einsatztopf 14 mit
kanalförmigen Durchlässen 23, 24 versehen,
die die Arbeitsräume 12, 13 über den
Kolbenstufenzwischenraum 15 mit einem Ausgleichsraum 25 einer
Volumenausgleichsvorrichtung 26 für das Arbeitsfluid verbinden.
Die Volumenausgleichsvorrichtung 26 ist neben dem Ausgleichsraum 25 mit
einem ein gasförmiges
Druckfluid aufweisenden Druckraum 27 versehen, wobei der Druckraum 27 und
der Ausgleichsraum 25 durch einen in dem Zylinder 2 geführten Trennkolben 28 getrennt
sind. Zur Abdichtung und Führung
besitzt der Trennkolben 28 eine an der Innenwandung 17 des Druckrohres 16 anliegende
Rundschnurdichtung 29. Der Druckraum 27 weist
auch eine als Spiralfeder ausgebildete mechanische Druckfeder 30 auf,
die an der Innenwandung des Zylinders 2 abgestützt ist
und den Trennkolben 28 vorspannt.
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Der
Kolben 3 ist ein Hohlkolben mit zwei Kammern 31, 32,
wobei eine erste Kammer 31 eine durch ein erstes Ventil 33 verschließbare Eintrittsöffnung 34 zum
ersten Arbeitsraum 12 und eine zweite Kammer 32 eine
durch ein zweites Ventil 35 verschließbare Eintrittsöffnung 36 zum
zweiten Arbeitsraum 13 über
einen im Bereich einer Verbindung der Kolbenstange 5 mit
dem Kolben 3 angeordneten Durchlaßkanal 37 aufweist.
Außerdem
weisen die Kammern 31, 32 des Kolbens 3 Austrittsöffnungen 38, 39 in
einem Bereich zwischen erster Kolbenstufe 10 und zweiter
Kolbenstufe 11 zu dem von dem Kolben 3 und von
der Innenwandung des Zylinders 2 begrenzten Kolbenstufenzwischenraum 15 auf.
Der Zylinder 2 weist an der Innenwandung 40 des
Einsatztopfes 14 Überbrückungsnuten 41 für die erste
Kolbenstufe 10 und an der Innenwandung 17 des
Druckrohres 16 Überbrückungsnuten 42 für die zweite
Kolbenstufe 11 zum ungehinderten Durchfluß von Arbeitsfluid
in der in den Zylinder 2 eingeschobenen Stellung der Kolbenstange 5 auf.
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2 zeigt
vergrößert einen
Abschnitt des die Eintrittsöffnung 36 zum
zweiten Arbeitsraum verschließenden
Ventils 35 in dem Kolben 3. Das Ventil 35 weist
einen an der Innenwandung 43 des Kolbens 3 anliegenden
Schieber 44 auf und ist mittels einer Ventilfeder 45 gegen
einen Ventilsitz 46 vorgespannt.
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Die
Funktionsweise der Verstelleinrichtung 1 ist beschrieben
anhand 1 wie folgt: Beim Einwirken einer Druckkraft,
symbolisiert durch einen Pfeil 47, auf die Kolbenstange 5 steigt
der Druck des Arbeitsfluids im ersten Arbeitsraum 12, Dieser
Druck wirkt auch auf das Ventil 33 in der Eintrittsöffnung 34 des
Kolbens 3 zum ersten Arbeitsraum 12. Ist die durch
den Druck verursachte Kraft auf das Ventil 33 größer als
die Kraft einer das Ventil 33 schließenden Ventilfeder 48,
so öffnet
sich das Ventil 33 und Arbeitsfluid fließt über die
Austrittsöffnungen 38 der
ersten Kammer 31 des Kolbens 3, den Kolbenstufenzwischenraum 15 und
das Rückschlagventil 22 der
Zugseite des Kolbens 3 in den zweiten Arbeitsraum 13, der
der Arbeitsfluidraum der Zugseite ist. Bedingt durch den Fluß des Arbeitsfluids
läßt sich
die Kolbenstange 5 zusammen mit dem Kolben 3 bewegen. Wenn
das Ventil 33 beim Bewegen der Kolbenstange 5 geöffnet ist,
wirkt der Staudruck des Arbeitsfluids auf die Stirnfläche des
Ventils 33 und hält
dieses solange geöffnet,
bis die Bewegung der Kolbenstange 5 angehalten wird. Danach
schließt
das Ventil 33 aufgrund der von der Ventilfeder 48 ausgeübten Kraft wieder.
Ein entsprechendes Verhalten in gegenläufiger Richtung kann durch
ein Aufbringen einer Zugkraft, symbolisiert durch einen Pfeil 49,
auf die Kolbenstange 5 bewirkt werden. In diesem Fall ist
die Ventilzugstufe für
das Durchschalten verantwortlich. Schwankungen des Arbeitsfluidvolumens
aufgrund von Temperaturänderungen
werden durch den vorgespannten Trennkolben 28 der Volumenausgleichsvorrichtung 26 ausgeglichen.
Gleichzeitig erzeugt die Volumenausgleichsvorrichtung 26 einen
hohen Innendruck in der Verstelleinrichtung 1, um durch
in dem Arbeitsfluid gegebenenfalls vorhandene kleine Luftvolumina
verursachte Geräusche
beim Strömen des
Arbeitsfluids durch die Ventile, Öffnungen und Durchlässe zu vermeiden.
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Um
beim Einfahren der Kolbenstange 5 in den Zylinder 2 eine
Ausschubkraft, bedingt durch einen – von dem zusätzlich in
den Zylinder 2 eingebrachten Volumen der Kolbenstange 5 verursachten – Druckanstieg
des Arbeitsfluids zu vermeiden, ist die Fläche der Druckstufe so groß wie die
Fläche
der Zugstufe reduziert um die Kolbenstangenquerschnittsfläche, das
heißt
die Wirkfläche
der ersten Kolbenstufe und die Wirkfläche der zweiten Kolbenstufe
sind gleich groß.
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- 1
- Verstelleinrichtung
- 2
- Zylinder
- 3
- Kolben
- 4
- Hülse
- 5
- Kolbenstange
- 6
- Dichtung
- 7
- Auge
- 8
- erste
Zylinderstufe
- 9
- zweite
Zylinderstufe
- 10
- erste
Kolbenstufe
- 11
- zweite
Kolbenstufe
- 12
- Arbeitsraum
- 13
- Arbeitsraum
- 14
- Einsatztopf
- 15
- Kolbenstufenzwischenraum
- 16
- Druckrohr
- 17
- Innenwandung
- 18
- Sicke
- 19
- Sicke
- 20
- Sicke
- 21
- Rückschlagventil
- 22
- Rückschlagventil
- 23
- Durchlaß
- 24
- Durchlaß
- 25
- Ausgleichsraum
- 26
- Volumenausgleichsvorrichtung
- 27
- Druckraum
- 28
- Trennkolben
- 29
- Rundschnurdichtung
- 30
- Druckfeder
- 31
- Kammer
- 32
- Kammer
- 33
- Ventil
- 34
- Eintrittsöffnung
- 35
- Ventil
- 36
- Eintrittsöffnung
- 37
- Durchlaßkanal
- 38
- Austrittsöffnung
- 39
- Austrittsöffnung
- 40
- Innenwandung
- 41
- Überbrückungsnut
- 42
- Überbrückungsnut
- 43
- Innenwandung
- 44
- Schieber
- 45
- Ventilfeder
- 46
- Ventilsitz
- 47
- Pfeil
- 48
- Ventilfeder
- 49
- Pfeil