DE102004014264B3 - Windungsleger für aus einer Drahtwalzstraße kommenden schnell bewegten Walzdraht - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Windungsleger für aus einer Drahtwalzstraße kommenden schnell bewegten Walzdraht (WD), bestehend aus einem ortsfest angeordneten, horizontal oder vertikal rotierbar gelagerten Antriebskörper und einem drehfest mit diesem verbundenen Rohrhaltekörper (RK), der ein Legerohr (LR) in Form einer zwischen Rohreingang und Rohrausgang (RA) axial auseinander gezogenen Spirale aufweist und den in der Achsmitte des Antriebskörpers in den Rohreingang eingebrachten Walzdraht (WD) bis zu seinem Austritt aus dem Rohrausgang (RA) führt, und wobei in Achsrichtung hinter dem Rohrhaltekörper (RK) ein mit diesem rotationsverbundener Tragkörper mit zylindrischer Außenumfangsfläche vorgesehen ist, auf der beiderseits des Rohrausgangs (RA) des Legerohres (LR) beginnend radial aufstehende Führungswände (FW) mit einer gewindeförmigen Steigung um die Außenumfangsfläche des Tragkörpers herum angeordnet sind, die eine Führungsrinne bildend den aus dem Rohrausgang (RA) des Legerohres (LR) austretenden Walzdraht führend in kontinuierlich aufeinander folgende, etwa kreisförmige Windungen formen, die anschließend diese Führung verlassend auf eine dem Windungsleger nachgeordnete Weiterfördereinrichtung abgelegt werden. Zur alternativen Schlingenbildung von dickerem und dünnerem Walzdraht besteht der zylindrische Tragkörper aus zwei koaxial nebeneinander angeordneten Teilzylinderkörpern (TZI. und TZII.), von denen der erste dem Rohrhaltekörper (RK) zugewandete, das Legerohr ...
Description
- Die Erfindung betrifft einen Windungsleger für aus einer Drahtwalzstraße kommenden schnell bewegten Walzdraht, bestehend aus einem ortsfest angeordneten, horizontal oder vertikal rotierbar gelagerten Antriebskörper und einem drehfest mit diesem verbundenen Rohrhaltekörper, der ein Legerohr in Form einer zwischen Rohreingang und Rohrausgang axial auseinander gezogenen Spirale aufweist und den in der Achsmitte des Antriebskörpers in den Rohreingang eingebrachten Walzdraht bis zu seinem Austritt aus dem Rohrausgang führt, und wobei in Achsrichtung hinter dem Rohrhaltekörper ein mit diesem rotationsverbundener Tragkörper mit zylindrischer Außenumfangsfläche vorgesehen ist, auf der beiderseits des Rohrausgangs des Legerohres beginnend radial aufstehende Führungswände mit einer gewindeförmigen Steigung um die Außenumfangsfläche des Tragkörpers herum angeordnet sind, die einen Führungskanal bildend den aus dem Rohrausgang des Legerohres austretenden Walzdraht führend in kontinuierlich aufeinander folgende, etwa kreisförmige Windungen formen, die anschließend diese Führung verlassend auf eine dem Windungsleger nachgeordnete Weiterfördereinrichtung abgelegt werden.
- Windungsleger dieser Art sind im Verlauf der Entwicklung der letzten Jahrzehnte in zahlreichen Ausbildungsformen bekannt geworden. Die ständig steigenden Geschwindigkeiten des aus den Walzdrahtstraßen ausgebrachten Walzdrahtes und die wachsenden Anforderungen an dessen Querschnitts- und Oberlächenqualität erforderten Windungsleger mit großer Laufruhe und schnell und leicht auswechselbaren Verschleißteilen, insbesondere der Legerohre und anderer Drahtführungselemente.
- Nach einem Vorschlag aus der
sind die Führungswände in der Form eines durchgehenden, auf die Außenumfangsfläche eines Tragkörpers aufgelegten, um diesen herum geführten Profilstabes mit einem radial nach außen offenen U-Querschnitt, eine Führungsrinne bildend, ausgebildet. Mit dieser Ausführungsform der Führungsrinne soll erreicht werden, daß Querschnitts- und Oberflächenqualität des Endabschnitts des durchlaufenden geführten Walzdrahtes, dies insbesondere bei Drähten mit kleinem Querschnitt, nicht beeinträchtigt werden.EP 55 49 76 A1 - Da der praktische Betrieb mit solchen Windungslegern gezeigt hat, daß die Beeinflussungsmöglichkeiten der Abmaße des Drahtquerschnitts und auch der Oberflächenqualität eines in Umfangs-Führungsrinnen geführten Walzdrahtes begrenzt sind und darüber hinaus bei unterschiedlichen Drahtstärken auswechselbare Tragkörper mit den jeweiligen Drahtstärken angepaßten Führungsrinnen-Querschnitten bereit gehalten werden müssen, wurde schon vorgeschlagen (
DE 100 43 572 A1 ), bessere Führungsmöglichkeiten für die Anfangs- und Endabschnitte des Walzdrahtes zu schaffen und den Aufwand des Bereithaltens auswechselbarer Tragkörper dadurch zu vermeiden, daß der Abstand der einander gegenüberliegenden Führungswände der Führungsrinne, ausgehend von der Eingangsöffnung, zur Bildung einer trichterartigen Verengung stetig verkleinert und anschließend, vor Erreichen der Mitte der Gesamtlänge der Führungsrinne bis zur Ausgangsöffnung, stetig erweiternd bemessen wurde. - Diesen bekannten Ausbildungen von Windungslegern ist gemeinsam, daß die Führung des einlaufenden Walzdrahtes um mindestens 360 Grad bei dicken Walzdrähten wegen der damit verbundenen höheren Reibungsverluste und der aufzubringenden größeren Biegekräfte einen entsprechend großen Aufwand bei der konstruktiven Auslegung der Windungsleger und deren Antriebseinrichtung erfordert.
- Ausgehend von einer bekannten Windungslegerausbildung (DE-Patentschrift 1291716C) der am Rohrhaltekörper und mit diesem verbunden ein Tragring angeordnet ist, auf dem dem Rohrausgang des Legerohres zugewandt eine gewindeförmig verlaufende Führungswand für den aus dem Rohrausgang austretenden Walzdraht verstellbar angeordnet ist, die den Walzdraht unter Bildung von spiralförmigen Schlingen von dem Rohrausgang des Legerohres weg in axialer Richtung zur Ablage auf die nachgeordnete Fördereinrichtung nach außen führt, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Windungsleger zu schaffen, der es erlaubt, in einer großen Bandbreite sowohl dünne als auch dicke Walzdrähte ohne einen solchen Aufwand zu verarbeiten.
- Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegiffs des Patentanschpruchs 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der zylindrische Tragkörper aus zwei koaxial nebeneinander angeordneten Teilzylinderkörpern besteht, von denen der erste, dem Rohrhaltekörper zugewandte, das Legerohr mit dessen Rohrausgang und einen bei diesem beginnenden Führungswandabschnitt aufnehmende Teilzylinderkörper, fest mit dem Rohrhaltekörper verbunden ist und der zweite Teilzylinderkörper eine dem Führungswandabschnitt des ersten Teilzylinderkörpers gegenüberliegende, mit diesem einen U-Querschnitt bildende Führungswand aufweist und lösbar mit dem ersten Teilzylinderkörper verbindbar ist. Dabei kann der auf dem ersten Teilzylinderkörper angeordnete Führungswandabschnitt eine dem Rohrhaltekörper zugewandte Führungsfläche mit einer Umführungswinkel von 180 Grad aufweisen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die erfindungsgemäß ausgebildeten Windungsleger erlauben es, mit dem ersten Teilzylinderkörper nach Abnahme des zweiten Teilzylinderkörpers einen dickeren und deshalb weniger biegsamen Walzdraht, geführt von der dem Rohrhaltekörper abgewandten Führungsfläche des Führungswandabschnittes, bereits. nach einer Führung und Biegung um 180 Grad freizugeben und die gebildeten Schlingen auf die Fördereinrichtung abzuwerfen. Für eine Verarbeitung dünner Walzdrähte be darf es dann nur des Aufsetzens und Kuppelns des zweiten Teilzylinderkörpers an den ersten Teilzylinderkörper. Der damit geschaffene Windungsleger erlaubt es dann, dünne Walzdrähte in der üblichen bekannten Betriebsweise zu genau geformten Schlingen zu bilden und diese auf einen Förderer abzuwerfen.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert.
- In der Zeichnung zeigen:
-
1 die Grundform des Windungslegers in perspektivischer Darstellung, von der Seite gesehen; und -
2 die zusammengeschlossene Form des Windungslegers nach1 , ebenfalls in perspektivischer Darstellung. - Wie aus
1 zu ersehen, trägt der mit einem nicht dargestellten Antriebskörper gekuppelte Rohrhaltekörper RK ein Legerohr LR und einen Teilzylinderkörper TZ I., der den, hier nicht zu sehenden, Endabschnitt des Legerohres aufnimmt. An dessen Rohraustritt RA ist, vom Rohrhaltekörper RK weg, gewindeförmig ansteigend ein Führungswandabschnitt FWA mit von dem Rohrhaltekörper RK abgewandter Führungsfläche angesetzt. Dieser Führungswandabschnitt FWA endet hier nach einem Umführungswinkel von 180 Grad und gibt die gebildete Walzdrahtschlinge WS zum Abwurf auf die nicht dargestellte Schlingentransportvorrichtung frei. - Wie aus
2 zu ersehen, ist auf den von dem Rohrhaltekörper RK getragenen Teilzylinderkörper TZ I. koaxial ein weiterer Teilzylinderkörper TZ II. aufgesetzt und mit diesem auf nicht dargestellte Weise lösbar verbunden. Dieser Teilzylinderkörper TZ II. trägt auf seinem Umfang ebenfalls vom Rohrhaltekörper weg gewindeförmig ansteigend Führungswände FW, die zusammen mit dem auf dem Teilzylinderkörper TZ I. angeordneten Führungswandabschnitt FWA, an dessen Ende bzw. an dem Rohrausgang RA angesetzt, eine Führung, mit U-Querschnitt über 360 Grad bilden, aus der die darin gebildeten Drahtschlingen auf die nicht dargestellte Schlingenfördereinrichtung abgeworfen werden. -
- RA
- Rohrausgang
- RK
- Rohrhaltekörper
- LR
- Legerohr
- WD
- Walzdraht
- FW
- Führungswände
- FWA
- Führungswandabschnitt
- TZ I.
- Teilzylinderkörper
- TZ II.
- Teilzylinderkörper
- FF
- Führungsfläche
- WS
- Walzdrahtschlinge
Claims (5)
- Windungsleger für aus einer Drahtwalzstraße kommenden schnell bewegten Walzdraht (WD), bestehend aus einem ortsfest angeordneten, horizontal oder vertikal rotierbar gelagerten Antriebskörper und einem drehfest mit diesem verbundenen Rohrhaltekörper (RK), der ein Legerohr (LR) in Form einer zwischen Rohreingang und Rohrausgang (RA) axial auseinander gezogenen Spirale aufweist und den in der Achsmitte des Antriebskörpers in den Rohreingang eingebrachten Walzdraht (WD) bis zu seinem Austritt aus dem Rohrausgang (RA) führt, und wobei in Achsrichtung hinter dem Rohrhaltekörper (RK) ein mit diesem rotationsverbundener Tragkörper mit zylindrischer Außenumfangsfläche vorgesehen ist, auf der beiderseits des Rohrausgangs (RA) des Legerohres (LR) beginnend radial aufstehende Führungswände (FW) mit einer gewindeförmigen Steigung um die Außenumfangsfläche des Tragkörpers herum angeordnet sind, die eine Führungsrinne bildend den aus dem Rohrausgang (RA) des Legerohres (LR) austretenden Walzdraht führend in kontinuierlich aufeinander folgende, etwa kreisförmige Windungen formen, die anschließend diese Führung verlassend auf eine dem Windungsleger nachgeordnete Weiterfördereinrichtung abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Tragkörper aus zwei koaxial nebeneinander angeordneten Teilzylinderkörpern (TZ I. und TZII.) besteht, von denen der erste, dem Rohrhaltekörper (RK) zugewandte, das Legerohr (LR) mit dessen Rohrausgang (RA) und einen bei diesem beginnenden Führungswandabschnitt (FWA) aufnehmende Teilzylinderkörper (TZI.), fest mit dem Rohrhaltekörper (RK) verbunden ist und der zweite Teilzylinderkörper (TZII.) eine dem Führungswandabschnitt des ersten Teilzylinderkörpers (TZ I.) gegenüberliegende, mit diesem einen U-Querschnitt bildende Führungswand aufweist und lösbar mit dem ersten Teilzylinderkörper (TZ I.) verbindbar ist.
- Windungsleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem ersten Teilzylinderkörper (TZ I.), dem Rohrhaltekörper (RK) zugewandt, angeordnete Führungswandabschnitt (FWA) eine eine dem Rohrhaltekörper (RK) abgewandte Führungsfläche (FF) aufweist.
- Windungsleger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungswandabschnitt (FWA) auf dem ersten Teilzylinderkörper (TZ I.) über einen Umführungswinkel von etwa 90 bis 180 Grad geführt ist.
- Windungsleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswand (FW) auf dem zweiten Teilzylinderkörper (TK II.) durchgehend spiralförmig mit konstanter oder veränderlicher Steigung angeordnet ist.
- Windungsleger nach einem der Anspruche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung von Teilzylinderkörper (TZ I.) mit Teilzylinderkörper (TZ II.) als Schraubverbindung, als Bajonettverbindung oder als hydraulische Keilverbindung ausgebildet ist.
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