DE102004003670B4 - Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen - Google Patents
Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen Download PDFInfo
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Abstract
Brennstoffzellenanordnung
mit mehreren mittels eines Verteilermoduls (2) zusammengeschalteten
Brennstoffzellenmodulen (3), wobei das Verteilermodul (2) jeweilige
zum Anschluss der Brennstoffzellenmodule (3) vorgesehene Anschlussstellen
(5) mit zum Zu- und Abführen
der für
das Betreiben der Brennstoffzellenmodule (3) erforderlichen Medien
vorgesehene Versorgungsanschlüsse
(11, 12, 13, 14, 15, 16) und mit den Versorgungsanschlüssen (11,
12, 13, 14, 15, 16) verbundene Versorgungsleitungen (21, 22, 23,
24, 25, 26) enthält,
wobei das Verteilermodul (2) als Gussteil ausgebildet ist, in welchem die
Versorgungsleitungen (21, 22, 23, 24, 25, 26) in Form von gegossenen
Kanälen
vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilermodul
(2) eine sich in einer Längsrichtung
erstreckende Form aufweist, wobei die die Versorgungsleitungen (21,
22, 23, 24, 25, 26) bildenden Kanäle in Längsrichtung des Verteilermoduls
(2) verlaufen und die Brennstoffzellenmodule (3) seitlich am Verteilermodul
(2) angebracht sind, und dass einer oder mehrere der die Versorgungsleitungen
(21, 22, 23, 24, 25, 26) bildenden Kanäle einen sich im...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder 2.
- Aus der
ist eine Brennstoffzellenanordnung bekannt, bei der mehrere Brennstoffzellenmodule, die jeweils eine Anzahl von in Form eines Stapels oder Stacks angeordneten Brennstoffzellen umfassen, mittels eines Verteilermoduls zusammengeschaltet sind. Das Verteilermodul enthält jeweilige Anschlussstellen, die zum Anschluss der Brennstoffzellenmodule vorgesehen sind und zum Zu- und Abführen der für das Betreiben der in den Brennstoffzellenmodulen enthaltenen Brennstoffzellen erforderlichen Medien vorgesehene Versorgungsanschlüsse enthalten, sowie mit diesen Versorgungsanschlüssen verbundene Versorgungsleitungen.WO 99/60644 - Damit bei Anwendungen, bei denen höhere elektrische Leistungen erforderlich sind, wie in Schiffen und bei Bahnen, die erforderlichen Leistungen, insbesondere 0,5 bis 30 MW oder auch mehr, dargestellt werden können, besteht eine Möglichkeit darin, übliche Brennstoffzellenmodule kleinerer Leistung, insbesondere 1 kW bis 300 kW oder auch mehr, zu koppeln und zentral zu versorgen. Die dazu erforderliche Verrohrung der einzelnen Module zum Zuführen und Abführen der für das Betreiben der in den Brennstoffzellenmodulen enthaltenen Brennstoffzellen erforderlichen Medien, d.h. Brenngas, Oxidationsgas, Produktgas, Kühlflüssigkeit, wird dabei aufwendig, teuer und wenig wartungsfreundlich. Weiterhin ist wegen der Lauflänge zwischen der Versorgung und den Brennstoffzellenmodulen mit Auskondensation und mit Druckverlusten zu rechnen.
- Aus der
EP 1 263 075 A2 ist eine Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen bekannt. Das Verteilermodul enthält zum Anschluss der Brennstoffzellenmodule vorgesehene Anschlussstellen mit zum Zu- und Abführen der für das Betreiben der Brennstoffzellenmodule erforderlichen Medien vorgesehene Versorgungsanschlüsse und mit den Versorgungsanschlüssen verbundene Versorgungsleitungen. - Aus der
geht ein Verteilermodul zur Versorgung einer Anzahl von Brennstoffzellen als bekannt hervor, das gegossene Kanäle enthält.WO 03/090300 A2 - Die
DE 100 49 801 A1 zeigt eine aus mehreren Stapeln bestehende Brennstoffzellenvorrichtung, die einen gemeinsamen Verteilermodul für die Zu- und Abführung der notwendigen Medien besitzen. Dabei ist ein Abgaskanal vorgesehen, der die Möglichkeit zum Abführen von Wasser beinhaltet. - Bei einem Verteilermodul für mehrere Brennstoffzellenmodule nach der
sind neben Zu- und Abführungskanälen für die Medien auch Kühlmittelkanäle vorgesehen.WO 00/63997 A1 - Die Aufgabe der Erfindung ist es eine Brennstoffzellenanordnung der vorausgesetzten Art mit einem verbesserten Vertei lermodul zu schaffen. Insbesondere sollen der Aufwand für Herstellung und Montage vermindert und die Betriebsbedingungen für die Brennstoffzellenmodule verbessert werden.
- Diese Aufgabe wird durch eine Brennstoffzellenanordnung nach dem Anspruch 1 oder 2 gelöst.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Brennstoffzellenanordnung sind in den Ansprüchen 3 bis 21 angegeben.
- Durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 wird eine Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen geschaffen, wobei das Verteilermodul jeweilige zum Anschluss der Brennstoffzellenmodule vorgesehene Anschlussstellen mit zum Zu- und Abführen der für das Betreiben der Brennstoffzellenmodule erforderlichen Medien vorgesehene Versorgungsanschlüsse und mit den Versorgungsanschlüssen verbundene Versorgungsleitungen enthält, und wobei das Verteilermodul als Gussteil ausgebildet ist, in welchem die Versorgungsleitungen in Form von gegossenen Kanälen vorgesehen sind. Erfindungsgemäß hat das Verteilermodul eine sich in einer Längsrichtung erstreckende Form, wobei die die Versorgungsleitungen bildenden Kanäle in Längsrichtung des Verteilermoduls verlaufen und die Brennstoffzellenmodule seitlich am Verteilermodul angebracht sind. Ferner ist es vorgesehen, dass einer oder mehrere der die Versorgungsleitungen bildenden Kanäle einen sich im Sinne des Erreichens eines konstanten Drucks in dem Kanal über die Länge des Verteilermoduls verändernden Querschnitt aufweisen. Der Vorteil hiervon ist es, dass der Versorgungsdruck für alle an das Verteilermodul angeschlossenen Brennstoffzellenmodule im wesentlichen gleich ist.
- Durch die Erfindung gemäß Anspruch 2 wird eine Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen geschaffen, wobei das Verteilermodul jeweilige zum Anschluss der Brennstoffzellenmodule vorgesehene Anschlussstellen mit zum Zu- und Abführen der für das Betreiben der Brennstoffzellenmodule erforderlichen Medien vorgesehene Versorgungsanschlüsse und mit den Versorgungsanschlüssen verbundene Versorgungsleitungen enthält, und wobei das Verteilermodul als Gussteil ausgebildet ist, in welchem die Versorgungsleitungen in Form von gegossenen Kanälen vorgesehen sind. Erfindungsgemäß hat das Verteilermodul eine sich in einer Längsrichtung erstreckende Form, wobei die die Versorgungsleitungen bildenden Kanäle in Längsrichtung des Verteilermoduls verlaufen und die Brennstoffzellenmodule seitlich am Verteilermodul angebracht sind. Ferner besitzen die die Versorgungsleitungen bildenden Kanäle mindestens jeweils einen Kühlwasservorlaufkanal und einen Kühlwasserrücklaufkanal zum Zuführen bzw. Abführen von Kühlwasser zu bzw. von den Brennstoffzellenmodulen und die Kanäle für Brenngas und/oder Oxidationsgas sind den Kühlwasserkanälen benachbart verlaufend angeordnet. Der besondere Vorteil hiervon ist es, dass die Temperatur in den Kanälen für Brenngas und/oder Oxidationsgas nicht unter die Kondensationstemperatur des befeuchteten Brenn- oder Oxidationsgases abfällt.
- Die Brennstoffzellenmodule können in einer Reihe an einer Seite des Verteilermoduls angebracht sein.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Brennstoffzellenmodule in zwei Reihen an zwei Seiten des Verteilermoduls angebracht.
- Vorzugsweise sind dabei die Brennstoffzellenmodule an zwei entgegengesetzten Seiten des Verteilermoduls angebracht.
- Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung enthalten die die Versorgungsleitungen bildenden Kanäle mindestens einen Brenngaszuführungskanal zur Zuführung von Brenngas zu den Brennstoffzellenmodulen, mindestens einen Oxidationsgaszuführungskanal zur Zuführung von Oxidationsgas oder Luft zu den Brennstoffzellenmodulen und mindestens einen Abgaskanal zum Abführen von Abgas oder Produktgas von den Brennstoffzellenmodulen.
- Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass die die Versorgungsleitungen bildenden Kanäle mindestens einen Brenngasrückführungskanal zum Rückführen von nicht umgesetztem Brenngas von den Brennstoffzellenmodulen enthalten.
- In den Kanälen für Brenngas, Oxidationsgas und/oder Abgas können Verengungen, Rippen oder Blenden zur Verwirbelung der Gase vorgesehen sein. Der Vorteil hiervon ist es, dass durch die Verwirbelung eine gleichmäßige Temperatur über den Querschnitt und damit gleichmäßige Betriebsbedingungen für alle Brennstoffzellenmodule erreichbar sind.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass zwischen dem Kühlwasservorlaufkanal und dem Kühlwasserrücklaufkanal eine Wärmeisolierung vorgesehen ist. Eine solche Wärmeisolierung hilft einen thermischen Kurzschluss zwischen Kühlwasservorlauf und Kühlwasserrücklauf in dem Verteilermodul zu vermeiden und damit die Leistungsfähigkeit des Kühlsystems zu gewährleisten.
- Die Wärmeisolierung kann vorzugsweise durch gegossene Hohlräume gebildet sein.
- Weiterhin können im Verteilermodul Stromschienen oder zur Durchführung von Stromschienen dienende Kanäle oder Hohlräume für den elektrischen Anschluss der Brennstoffzellenmodule vorgesehen sein.
- Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass ein weiterer Kühlwasserkanal zum Führen von sehr kaltem Kühlwasser dem Abgaskanal benachbart verlaufend angeordnet ist. Dieser Kühlwasserkanal, der bei einem Schiff beispielsweise mit kaltem Seewasser aus einem Primärkühlkreislauf versorgt werden kann, unterstützt die Kondensation von Produktwasser aus dem Abgas, so dass ein nachgeschalteter apparativer Aufwand zur Wasserrückgewinnung verringert oder vermieden werden kann.
- Hierbei kann der Abgaskanal tief liegende oder teilweise abgetrennte Teile zum Abführen von aus dem Abgas auskondensierendem Produktwasser enthalten.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass mehrere Verteilermodule mit jeweils daran angeschlossenen Brennstoffzellenmodulen hintereinander geschaltet angeordnet sind.
- Vorzugsweise hat jedes Verteilermodul eigene Zu- und Abführungen für die in den Versorgungsleitungen geführten Gase und/oder Flüssigkeiten.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Anschlussstellen Einrastvorrichtungen aufweisen, an denen die Brennstoffzellenmodule auf einfache Weise anbringbar und lösbar sind.
- Zweckmäßigerweise sind im Bereich der Anschlussstellen Verschlussvorrichtungen vorgesehen, die beim Ausbau eines Brennstoffzellenmoduls die zugehörigen Versorgungsanschlüsse vorzugsweise selbsttätig verschließen.
- Vorzugsweise ist das Verteilermodul aus Metall, Kunststoff oder Keramik hergestellt.
- Im folgenden werden Ausführungsbeispiele einer Brennstoffzellenanordnung sowie eines Verteilermoduls gemäß der vorliegenden Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
- Es zeigt:
-
1 eine perspektivische Darstellung einer Brennstoffzellenanordnung, bei der mehrere Brennstoffzellenmodule mittels eines Verteilermoduls zusammengeschaltet sind, gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; -
2 eine Draufsicht auf die in Figur dargestellte Brennstoffzellenanordnung; -
3 einen Längsschnitt durch das in den1 und2 dargestellte Verteilermodul in der Seitenansicht; -
4 einen Querschnitt durch Verteilermodul und Brennstoffzellenmodule des in1 bis3 dargestellten Ausführungsbeispiels; und -
5 einen Querschnitt durch ein Verteilermodul gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. - In den
1 und2 ist eine Brennstoffzellenanordnung1 dargestellt, bei der mehrere Brennstoffzellenmodule3 , die jeweils eine Anzahl von in Form eines Stapels oder Stacks angeordneten Brennstoffzellen enthalten, mittels eines Verteilermoduls2 zusammengeschaltet sind. Dabei ist jedes Brennstoffzellenmodul3 an einer jeweiligen Anschlussstelle5 an das Verteilermodul2 angeschlossen. - Wie die
3 zeigt, in welcher das Verteilermodul 2 im Längsschnitt dargestellt ist, hat dieses eine sich in einer Längsrichtung ausgestreckte Form, wobei mehrere Kanäle in Längsrichtung des Verteilermoduls2 verlaufen, welche Versorgungsleitungen21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 zum Zu- und Abführen der für das Betreiben der in den Brennstoffzellenmodulen3 enthaltenen Brennstoffzellen erforderlichen Medien bilden. - Wie aus
4 ersichtlich ist, die einen Querschnitt durch die Brennstoffzellenanordnung1 entlang der Linie B-B in2 zeigt, sind die Brennstoffzellenmodule3 seitlich an zwei entgegengesetzten Seiten des Verteilermoduls2 angebracht und an den Anschlussstellen5 mit den die Versorgungsleitungen bildenden Kanälen verbunden. - Die die Versorgungsleitungen
21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 bildenden Kanäle umfassen bei dem in den3 und4 gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Brenngaszuführungskanäle21 zur Zuführung von Brenngas, beispielsweise Wasserstoff, zu den Brenn stoffzellenmodulen3 über jeweilige an den Anschlussstellen5 vorgesehene Versorgungsanschlüsse11 , sowie einen Oxidationsgaszuführungskanal22 zur Zuführung von Oxidationsgas, beispielsweise Luft, zu den Brennstoffzellenmodulen3 über jeweilige in den Anschlussstellen5 vorgesehene Versorgungsanschlüsse12 . Zum Abführen des in den Brennstoffzellenmodulen3 anfallenden Abgases oder Produktgases ist ein Abgaskanal23 vorgesehen, der über jeweilige in den Anschlussstellen5 enthaltene Versorgungsanschlüsse13 mit den Brennstoffzellenmodulen3 verbunden ist. Zum Rückführen von in den Brennstoffzellen der Brennstoffzellenmodule3 nicht umgesetztem Brenngas sind zwei Brenngasrückführungskanäle24 vorgesehen, die über ebenfalls an den Anschlussstellen5 vorgesehene Versorgungsanschlüsse14 mit den Brennstoffzellenmodulen3 verbunden sind. - Weiterhin umfassen die die Versorgungsleitungen bildenden Kanäle jeweils einen Kühlwasservorlaufkanal
25 und einen Kühlwasserrücklaufkanal 26 zum Zuführen bzw. Abführen von Kühlwasser zu bzw. von den Brennstoffzellenmodulen3 , die an jeweiligen in den Anschlussstellen5 enthaltenen Versorgungsanschlüssen15 ,16 mit den Brennstoffzellenmodulen3 verbunden sind. Die Brenngaszuführungskanäle21 und der Oxidationsgaszuführungskanal22 sind dem Kühlwasserrücklaufkanal26 benachbart verlaufen angeordnet, so dass die darin strömenden Gase auf einer Temperatur gehalten werden können, die höher als die Kondensationstemperatur der mit Wasserdampf befeuchteten Brenn- bzw. Oxidationsgase ist. - Weiterhin sind in dem Verteilermodul
2 Stromschienen oder Hohlräume28 zur Durchführung von Stromschienen vorgesehen, welche dem elektrischen Anschluss der in den Brennstoffzellenmodulen3 enthaltenen Brennstoffzellen dienen. - Ein weiterer Kühlwasserkanal
27 , der dem Abgaskanal23 benachbart verlaufend angeordnet ist, ist zum Führen von sehr kaltem Kühlwasser, beispielsweise von kaltem Seewasser aus einem Primärkühlkreis eines Seeschiffs, vorgesehen. Hierdurch wird der Abgaskanal23 und damit das durch diesen strömende Produktgas soweit gekühlt, dass das in dem Abgas enthaltene Produktwasser weitestgehend auskondensiert wird und dadurch auf einen zusätzlichen nachgeschalteten apparativen Aufwand zur Wasserrückgewinnung verzichtet werden kann. - Das Verteilermodul
2 ist als Gussteil ausgebildet, welches aus Metall, Kunststoff, Keramik oder Mischformen gegossen sein kann, in welchem die Versorgungsleitungen21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 , sowie der zusätzliche Kühlwasserkanal27 in Form von gegossenen Kanälen vorgesehen sind. Einer oder mehrere der die Versorgungsleitungen21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 bildenden Kanäle, gegebenenfalls auch der zusätzliche Kühlwasserkanal27 , kann mit einem sich über die Länge des Verteilermoduls2 verändernden Querschnitt ausgebildet sein, um insbesondere einen konstanten Druck in dem Kanal zu erreichen oder um in anderer Weise die Strömung der in den Kanälen fließenden Medien zu beeinflussen. Insbesondere für die das Brenngas und das Oxidationsgas sowie das Abgas bzw. Produktgas führenden Kanäle sind ein konstanter Druck und damit für alle Brennstoffzellenmodule3 gleiche Druck- und damit Betriebsverhältnisse sehr vorteilhaft. - Weiterhin können in den Kanälen
21 ,22 ,23 ,24 für Brenngas, Oxidationsgas und/oder Abgas Verengungen, Rippen oder Blenden vorgesehen sein, die einer Verwirbelung der Gase und damit gleichmäßigen Temperatur- und Konzentrationsverhältnissen der in den Kanälen geführte Gase dienlich sind. - Wie die
1 bis3 erkennen lassen, kann die Brennstoffzellenanordnung1 so aufgebaut sein, dass mehrere Verteilermodule2 mit jeweils daran angeschlossenen Brennstoffzellenmodulen3 hintereinander geschaltet angeordnet sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind an einem Verteilermodul2 an zwei einander entgegengesetzten Seiten zwei Brennstoffzellenmodule3 angeschaltet. Es können jedoch auch mehrere Brennstoffzellenmodule3 an einer oder an zwei entgegengesetzten Seiten eines einzigen Verteilermoduls2 vorgesehen sein. Jedes Verteilermodul2 kann eigene Zu- und Abführungen für die in den Versorgungsleitungen21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 und in den zusätzlichen Kühlwasserkanal27 geführten Gase und/oder Flüssigkeiten aufweisen. - Die Anschlussstellen
5 können mit, in den Figuren nicht eigens dargestellten, Einrastvorrichtungen versehen sein, an denen die Brennstoffzellenmodule3 auf einfache Weise anbringbar und lösbar sind. - Im Bereich der Einraststellen können mit Ventilen in Verbindung stehende elektrische Kontakte oder Steckvorrichtungen angebracht sein, die es ermöglichen, die Versorgungskanäle entweder von Hand oder selbsttätig zu verschließen, so dass der Betrieb der anderen Module nicht notwendigerweise unterbrochen werden muss, wenn ein Modul ausgetauscht wird. Diese Ventile können auch in einem separat davor montierten "standardisierten" Anschlussblock enthalten sein.
- Wenn automatisch schließende Ventile vorhanden sind, so kann die Verriegelung so vorgesehen sein, dass die Ventile beim Abziehen des Steuer- und Kontrollkabels selbsttätig schließen und den Modul freigeben.
- Auf jeden Fall sollen Vorrichtungen vorhanden sein, die ein Verschließen der Versorgungskanäle ermöglichen, wenn ein Modul ausgebaut ist, damit die anderen weiter betrieben oder wieder in Betrieb genommen werden können.
- In
5 ist in größerer Detailliertheit ein Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Verteilermoduls2 dargestellt, welches in seinem grundsätzlichen Aufbau dem in4 gezeigten entspricht. Die in Längsrichtung des Verteilermoduls2 verlaufenden Kanäle umfassen zwei Brenngaszuführungskanäle21 zur Zuführung von Brenngas, insbesondere Wasserstoff, zu den Brennstoffzellenmodulen3 , welche im oberen Bereich des Verteilermoduls2 vorgesehen sind und in Versorgungsanschlüssen11 münden. Darunter und den Brenngaszuführungskanälen21 benachbart ist ein Oxidationsgaszuführungskanal22 zur Zuführung von Oxidationsgas, insbesondere Luft, zu den Brennstoffzellenmodulen3 angeordnet, welcher in Versorgungsanschlüssen11 mündet. - Wiederum dem Oxidationsgaszuführungskanal
22 benachbart ist ein Kühlwasserrücklaufkanal26 vorgesehen, der in Versorgungsanschlüssen16 mündet. Ein Kühlwasservorlaufkanal25 ist von dem Kühlwasserrücklaufkanal26 durch eine Wärmeisolierung29 thermisch getrennt, die durch Hohlräume gebildet ist, welche in das Verteilermodul2 eingegossen sind. Ein Abgaskanal23 zum Abführen des Abgases bzw. Produktgases aus den Brennstoffzellen der Brennstoffzellenmodule3 ist an Versorgungsanschlüssen13 an letztere angeschlossen, ist dem Kühlwasservorlaufkanal25 benachbart angeordnet und enthält teilweise abgegrenzte und tiefer liegende Teile23a zum Abführen von aus dem Abgas auskondensierenden Produktwasser. - Unter dem Abgaskanal
23 ,23a ist unmittelbar benachbart ein zusätzlicher Kühlwasserkanal27 vorgesehen, welche in der be reits genannten Weise von sehr kaltem Kühlwasser durchströmt wird. Durch das in dem Kühlwasserkanal27 strömende sehr kalte Kühlwasser wird die beim Auskondensieren des Produktwassers in dem Abgaskanal23 ,23a anfallende Kondensationswärme abgeführt. Die abgeteilten Kanäle23a , in denen das Produktwasser auskondensieren soll, liegen tiefer als die Versorgungsanschlüsse13 , um einen Wasserrückschluss und damit eine Verstopfung zu vermeiden, und sie sind so abschüssig ausgebildet, dass ein zuverlässiger Ablauf des Kondenswassers gewährleistet ist. - Schließlich sind Stromschienen bzw. zum Durchführen von Stromschienen vorgesehene Hohlräume oder Kanäle
28 in Längsrichtung in dem Verteilermodul2 vorgesehen. - Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind mehrer Brennstoffzellenmodule
3 an zwei gegenüberliegenden Seiten des Verteilermoduls2 vorgesehen, die Brennstoffzellenmodule3 können jedoch auch an nur einer Seite des Verteilermoduls2 vorgesehen sein oder sie können auch in anderer Weise an dem Verteilermodul2 vorgesehen sein. -
- 1
- Brennstoffzellenanordnung
- 2
- Verteilermodul
- 3
- Brennstoffzellenmodul
- 5
- Anschlussstelle
- 11
- Versorgungsanschluss
- 12
- Versorgungsanschluss
- 13
- Versorgungsanschluss
- 14
- Versorgungsanschluss
- 15
- Versorgungsanschluss
- 16
- Versorgungsanschluss
- 21
- Brenngaszuführungskanal
- 22
- Oxidationsgaszuführungskanal
- 23
- Abgaskanal
- 23a
- Produktwasserkanal
- 24
- Brenngasrückführungskanal
- 25
- Kühlwasservorlaufkanal
- 26
- Kühlwasserrücklaufkanal
- 27
- Kühlwasserkanal (sehr kalt)
- 28
- Stromschiene/Stromschienenkanal
- 29
- Wärmeisolierung
Claims (21)
- Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls (
2 ) zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen (3 ), wobei das Verteilermodul (2 ) jeweilige zum Anschluss der Brennstoffzellenmodule (3 ) vorgesehene Anschlussstellen (5 ) mit zum Zu- und Abführen der für das Betreiben der Brennstoffzellenmodule (3 ) erforderlichen Medien vorgesehene Versorgungsanschlüsse (11 ,12 ,13 ,14 ,15 ,16 ) und mit den Versorgungsanschlüssen (11 ,12 ,13 ,14 ,15 ,16 ) verbundene Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) enthält, wobei das Verteilermodul (2 ) als Gussteil ausgebildet ist, in welchem die Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) in Form von gegossenen Kanälen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilermodul (2 ) eine sich in einer Längsrichtung erstreckende Form aufweist, wobei die die Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) bildenden Kanäle in Längsrichtung des Verteilermoduls (2 ) verlaufen und die Brennstoffzellenmodule (3 ) seitlich am Verteilermodul (2 ) angebracht sind, und dass einer oder mehrere der die Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) bildenden Kanäle einen sich im Sinne des Erreichens eines konstanten Drucks in dem Kanal über die Länge des Verteilermoduls (2 ) verändernden Querschnitt aufweist. - Brennstoffzellenanordnung mit mehreren mittels eines Verteilermoduls (
2 ) zusammengeschalteten Brennstoffzellenmodulen (3 ), wobei das Verteilermodul (2 ) jeweilige zum Anschluss der Brennstoffzellenmodule (3 ) vorgesehene Anschlussstellen (5 ) mit zum Zu- und Abführen der für das Betreiben der Brennstoffzellenmodule (3 ) erforderlichen Medien vorgesehene Versorgungsanschlüsse (11 ,12 ,13 ,14 ,15 ,16 ) und mit den Versorgungsanschlüssen (11 ,12 ,13 ,14 ,15 ,16 ) verbundene Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) enthält, wobei das Verteilermodul (2 ) als Gussteil ausgebildet ist, in welchem die Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) in Form von gegossenen Kanälen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilermodul (2 ) eine sich in einer Längsrichtung erstreckende Form aufweist, wobei die die Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) bildenden Kanäle in Längsrichtung des Verteilermoduls (2 ) verlaufen und die Brennstoffzellenmodule (3 ) seitlich am Verteilermodul (2 ) angebracht sind, dass die die Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) bildenden Kanäle mindestens jeweils einen Kühlwasservorlaufkanal (25 ) und einen Kühlwasserrücklaufkanal (26 ) zum Zuführen bzw. Abführen von Kühlwasser zu bzw. von den Brennstoffzellenmodulen (3 ) enthalten, und dass die Kanäle (21 ,22 ,23 ,24 ) für Brenngas und/oder Oxidationsgas und/oder Abgas den Kühlwasserkanälen (25 ,26 ) benachbart verlaufend angeordnet sind. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffzellenmodule (
3 ) in einer Reihe an einer Seite des Verteilermoduls (2 ) angebracht sind. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffzellenmodule (
3 ) in zwei Reihen an zwei Seiten des Verteilermoduls (2 ) angebracht sind. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffzellenmodule (
3 ) an zwei entgegengesetzten Seiten des Verteilermoduls (2 ) angebracht sind. - Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Versorgungsleitungen (
21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) bildenden Kanäle mindestens einen Brenngaszuführungskanal (21 ) zur Zuführung von Brenngas zu den Brennstoffzellenmodulen (3 ), mindestens einen Oxidationsgaszuführungskanal (22 ) zur Zuführung von Oxidationsgas oder Luft zu den Brennstoffzellenmodulen (3 ) und mindestens einen Abgaskanal (23 ) zum Abführen von Abgas oder Produktgas von den Brennstoffzellenmodulen (3 ) enthalten. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die die Versorgungsleitungen (
21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ) bildenden Kanäle mindestens einen Brenngasrückführungskanal (24 ) zum Rückführen von nicht umgesetzten Brenngas von den Brennstoffzellenmodulen (3 ) enthalten. - Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kanälen (
21 ,22 ,23 ,24 ) für Brenngas, Oxidationsgas und/oder Abgas Verengungen, Rippen oder Blenden zur Verwirbelung der Gase vorgesehen sind. - Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kühlwasservorlaufkanal (
25 ) und dem Kühlwasserrücklaufkanal (26 ) eine Wärmeisolierung (29 ) vorgesehen ist. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeisolierung (
29 ) durch gegossene Hohlräume gebildet ist. - Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin im Verteilermodul (
2 ) Stromschienen oder zur Durchführung von Stromschienen dienende Kanäle oder Hohlräume (28 ) für den elektrischen Anschluss der Brennstoffzellenmodule (3 ) vorgesehen sind. - Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Kühlwasserkanal (
27 ) zum Führen von kaltem, zur Kondensation von Produktwasser aus dem Abgas dienendem Kühlwasser dem Abgaskanal (23 ) benachbart verlaufend angeordnet ist. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgaskanal (
23 ) tief liegende Teile (23a ) zum Abführen von aus dem Abgas auskondensierendem Produktwasser enthält. - Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Verteilermodule (
2 ) mit jeweils daran angeschlossenen Brennstoffzellenmodulen (3 ) hintereinander geschaltet angeordnet sind. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verteilermodul (
2 ) eigene Zu- und Abführungen für die in den Versorgungsleitungen (21 ,22 ,23 ,24 ,25 ,26 ,27 ) geführten Gase oder Flüssigkeiten aufweist. - Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussstellen (
5 ) Einrastvorrichtungen aufweisen, an denen die Brennstoffzellenmodule (3 ) auf einfache Weise anbringbar und lösbar sind. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsanschlüsse (
11 ,12 ,13 ,14 ,15 ,16 ) im Bereich der Anschlussstellen (5 ) durch Verschlussvorrichtungen verschließbar sind. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtungen in einem separaten, zwischen Verteilermodul (
2 ) und Brennstoffzellenmodul (3 ) angeordneten Anschlussblock angeordnet sind. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtungen beim Ausbau eines Brennstoffzellenmoduls (
3 ) jeweils die zugehörigen Versorgungsanschlüsse (11 ,12 ,13 ,14 ,15 ,16 ) selbsttätig verschließen. - Brennstoffzellenanordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass mechanische oder elektrische Betätigungseinrichtungen für die Verschlussvorrichtungen mit den Einrastvorrichtungen gekoppelt sind.
- Brennstoffzellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilermodul (
2 ) aus Metall und/oder Kunststoff und/oder Keramik hergestellt ist.
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