[go: up one dir, main page]

DE102004002729B4 - Ionisierung desorbierter Analytmoleküle bei Atmosphärendruck - Google Patents

Ionisierung desorbierter Analytmoleküle bei Atmosphärendruck Download PDF

Info

Publication number
DE102004002729B4
DE102004002729B4 DE102004002729A DE102004002729A DE102004002729B4 DE 102004002729 B4 DE102004002729 B4 DE 102004002729B4 DE 102004002729 A DE102004002729 A DE 102004002729A DE 102004002729 A DE102004002729 A DE 102004002729A DE 102004002729 B4 DE102004002729 B4 DE 102004002729B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
analyte molecules
spray
desorbed
electrospray
desorption
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE102004002729A
Other languages
English (en)
Other versions
DE102004002729A1 (de
Inventor
Jochen Franzen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bruker Daltonics GmbH and Co KG
Original Assignee
Bruker Daltonik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bruker Daltonik GmbH filed Critical Bruker Daltonik GmbH
Priority to DE102004002729A priority Critical patent/DE102004002729B4/de
Priority to GB0426087A priority patent/GB2410370B/en
Priority to US11/003,017 priority patent/US7193223B2/en
Publication of DE102004002729A1 publication Critical patent/DE102004002729A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102004002729B4 publication Critical patent/DE102004002729B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J49/00Particle spectrometers or separator tubes
    • H01J49/02Details
    • H01J49/10Ion sources; Ion guns
    • H01J49/16Ion sources; Ion guns using surface ionisation, e.g. field-, thermionic- or photo-emission
    • H01J49/165Electrospray ionisation
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N30/00Investigating or analysing materials by separation into components using adsorption, absorption or similar phenomena or using ion-exchange, e.g. chromatography or field flow fractionation
    • G01N30/02Column chromatography
    • G01N30/62Detectors specially adapted therefor
    • G01N30/72Mass spectrometers
    • G01N30/7233Mass spectrometers interfaced to liquid or supercritical fluid chromatograph
    • G01N30/724Nebulising, aerosol formation or ionisation
    • G01N30/7266Nebulising, aerosol formation or ionisation by electric field, e.g. electrospray
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J49/00Particle spectrometers or separator tubes
    • H01J49/02Details
    • H01J49/04Arrangements for introducing or extracting samples to be analysed, e.g. vacuum locks; Arrangements for external adjustment of electron- or ion-optical components
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J49/00Particle spectrometers or separator tubes
    • H01J49/02Details
    • H01J49/04Arrangements for introducing or extracting samples to be analysed, e.g. vacuum locks; Arrangements for external adjustment of electron- or ion-optical components
    • H01J49/0459Arrangements for introducing or extracting samples to be analysed, e.g. vacuum locks; Arrangements for external adjustment of electron- or ion-optical components for solid samples
    • H01J49/0463Desorption by laser or particle beam, followed by ionisation as a separate step

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Other Investigation Or Analysis Of Materials By Electrical Means (AREA)
  • Electron Tubes For Measurement (AREA)

Abstract

Verfahren zur Ionisierung von Analytmolekülen nahe Atmosphärendruck, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Elektrosprüheinrichtung ein Sprühnebel erzeugt wird und die Analytmoleküle von einem festen Träger desorbiert werden, wobei die desorbierten Analytmoleküle in der Nähe des Sprühnebels erzeugt werden oder in die Nähe des Sprühnebels gebracht werden und durch protonierende und deprotonierende Substanzen des Sprühnebels ionisiert werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft die Ionisierung von desorbierten Analytmolekülen nahe Atmosphärendruck als Ionenquelle für Massenspektrometer.
  • Die Erfindung verwendet einen Sprühnebel aus einer Elektrosprüh-Einrichtung für die Ionisierung der desorbierten Analytmoleküle, zum Beispiel einen Sprühnebel aus dem Versprühen von Reinstwasser, wobei es gelingt, vorwiegend mehrfach geladene Ionen der Analytmoleküle zu erzeugen, die sich gut für Fragmentierungen eignen.
  • Stand der Technik
  • Die Ionisierung großer Biomoleküle durch matrixunterstützte Laserdesorption ins Hochvakuum (abgekürzt MALDI = Matrix Assisted Laser Desorption and Ionization) für massenspektrometrische Analysen ist seit Ende der 80er Jahre bekannt. Diese Art der Desorbierung von Analytmolekülen arbeitet aber auch in Gasen bei Atmosphärendruck. In DE 196 08 963 C2 (Franzen 1995) wird beschrieben, wie Analytmoleküle bei Atmosphärendruck durch die Verwendung besonderer Matrixsubstanzen günstig desorbiert werden können, um einer Nachionisierung mit protonierenden Ionen zugeführt zu werden. Dadurch wird eine sehr hohe Ausbeute an Analytionen erreicht. Die Nachionisierung erfolgt durch protonierende Ionen, die durch Elektronenstrahlen, beispielsweise Betastrahlen, durch Corona-Entladungen oder durch UV-Photolampen erzeugt werden. In US 2003/0 111 600 A1 (Thomson) werden Analytmoleküle, die in einer Matrix auf einen Träger präpariert sind, mittels eines Laserstrahls desorbiert und durch Ionen aus einer Corona-Entladung ionisiert, wobei die Ionen aus der Corona-Entladung über einen Gasstrahl zugeführt werden. Die Analytionen sind wie bei originalem Vakuum-MALDI überwiegend einfach geladen. Wie schon bei dem bekannten Verfahren des Elektrosprühens werden die entstehenden Ionen durch eine Kapillare in das Vakuum des Massenspektrometers überführt.
  • In den beiden praktisch identischen Erfindungen US 5 965 884 A (V. V. Laiko and A. L. Burlingame, Prioritätsdatum 4.6.1998) und EP 0 964 427 A2 (J. Bai, S. M. Fischer, and J. M. Flanagan, Prioritätsdatum 12.6.1998) wird das aus dem Hochvakuum bekannte MALDI-Verfahren einschließlich der Ionisierung der Analytmoleküle als solches bei Atmosphärendruck ausgeführt. Die Analytionen sind auch hier, wie bei Vakuum-MALDI, ganz überwiegend einfach geladen.
  • Die Offenlegungsschrift WO 02/097 857 A1 (C. M. Whitehouse 25.5.2001) schlägt unter anderem vor, Analytionen ebenfalls durch MALDI an Atmosphärendruck zu erzeugen, jedoch innerhalb eines Hochfrequenz-Ionenführungssystems.
  • Für die Aufklärung der Sequenz von Biopolymeren wie beispielsweise Proteinen ist es gängig, die kettenförmigen Analytionen einem geeigneten Fragmentierungsprozess zu unterziehen, um mit den so entstehenden Tochterionenspektren Bruchstellen geringerer Bindung aufzufinden und so die Sequenz der Einzelbausteine der Kette ablesen zu können. Überraschend hat es sich als schwierig erwiesen, die durch den MALDI-Prozess erzeugten einfach geladenen Ionen zu fragmentieren. Das betrifft insbesondere bei Atmosphärendruck erzeugte MALDI-Ionen, die im Umgebungsgas sofort gekühlt werden und daher keine überschüssige innere Energie mit in den Fragmentierungsprozess einbringen. Eine weiche Fragmentierung, wie sie durch Vielstoßprozesse in Ionenfallen, aber auch durch Vielphotonenprozesse (IRMPD = Intrarot-Multiphotonen-Dissoziation) gegeben sind, versagt hier weitgehend.
  • Im Gegensatz dazu lassen sich doppelt (und höher) geladene Analytionen, wie sie durch Elektrosprühen in großer Zahl erzeugt werden, wesentlich besser fragmentieren, obwohl sie ebenfalls bei Atmosphärendruck entstehen. Bereits die Stoßfragmentierung (CID = Collisional Ion Dissociation) liefert Tochterionenspektren, die einigermaßen gut auf die Sequenz hin interpretiert werden können. Noch viel besser können Tochterionenspektren, die durch Elektroneneinfang-Dissoziation (ECD = Electron Capture Dissoziation) aus doppelt geladenen Biomolekülionen fragmentiert werden, für die Strukturaufklärung und Sequenzermittlung verwendet werden, da hier besonders einfach zu interpretierende Tochterionenspektren erzeugt werden.
  • Für mehrfach negativ geladenen Ionen kann in ähnlicher Weise der EDD-Prozess zur Erzeugung von aussagekräftigen Tochterionenspektren verwendet werden (EDD = Electron Detachment Dissociation). Dieser schießt aus mehrfach negativ geladenen Ionen ein Elektron heraus und führt ebenfalls zu einer Fragmentierung.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Die Erfindung hat die Aufgabe, Verfahren und Einrichtungen zu finden, mit denen durch Desorption an Atmosphärendruck gewonnene Analytmoleküle durch mehrfache Protonierung oder mehrfache Deprotonierung ionisiert werden können.
  • Kurze Beschreibung der Erfindung
  • Die Erfindung stellt Verfahren und Geräte bereit, mit denen desorbierte Analytmoleküle dem Sprühnebel einer Einrichtung zum Elektrosprühen zugeführt werden, wobei die Analytmoleküle durch die hohe Anzahl von Protonen, die in den Sprühnebeltröpfchen oder als freie, aus den Nebeltröpfchen verdampfte Protonen-Wasser-Komplexe vorhanden sind, mit Protonen versehen und so ionisiert werden. Die Protonierung kann dabei durch das schiere Überangebot an protonierenden Komplexen bis zur Sättigungsgrenze des Analytmoleküls für die Aufnahme von Protonen durch ihre Protonenaffinität gehen, aber auch, je nach Ladungsstärke des Sprühnebels, bereits vorher aufhören. Es entstehen ähnliche Spektren der Analytsubstanzen, wie sie auch durch das Elektrosprühen gelöster Analytsubstanzen erhalten werden.
  • Der Sprühnebel einer Elektrosprüheinrichtung bildet einen Sprühnebelkegel, der durch den starken Zug auf die geladenen Tröpfchen zur Ziehelektrode einerseits und durch die Coulombsche Abstoßung der geladenen Tröpfchen untereinander andererseits erzeugt wird. Die Coulomb sche Abstoßung bewirkt die Bewegung der Tröpfchen quer zur Sprührichtung. Dabei dringen die Tröpfchen (und verdampfte Protonen, vorwiegend an Wasserkomplexe gebunden) in das umgebende Gas ein. Wird beispielsweise Reinstwasser versprüht, so befinden sich auch außerhalb des sichtbaren Sprühnebelkegels viele Proton-Wasser-Komplexe, die durch die Coulombsche Abstoßung aus dem Sprühnebelkegel austreten und dabei eine höhere Wanderungsgeschwindigkeit als die im Gas stärker gebremsten Tröpfchen besitzen. Enthält das Umgebungsgas Analytmoleküle mit geeigneter Protonenaffinität, so werden diese Analytmoleküle durch Protonierung ionisiert. Es ist daher nur notwendig, die Desorptionswolke mit den Analytmolekülen in der Nähe des Sprühnebels zu erzeugen oder in die Nähe des Sprühnebels zu bringen.
  • Das Elektrosprühen kann in üblicher Weise durch ein scharf koaxial zugeblasenes Gas durch Zerstäubung gestützt werden, wobei dieser Gasstrahl auch Gas aus der Umgebung mitreißt. Enthält das Gas aus der Umgebung desorbierte Analytmoleküle, so werden diese automatisch dem Sprühkegel zugeführt. Als Zerstäubungsgas wird sehr sauberer, erhitzter Stickstoff verwendet. Aus DE 101 34 427 A1 und EP 0 860 858 B1 sind gasunterstützte Elektrosprüheinrichtungen bekannt. Allerdings befinden sich hier die Analytmoleküle, wie üblich bei der herkömmlichen Ionisierung durch Elektrosprühen, in der Sprühflüssigkeit selber.
  • In der Regel wird dem Sprühnebel ein heißes Trocknungsgas entgegenströmen gelassen. Die Desorption der Analytmoleküle kann auch in dieses Trocknungsgas hinein erfolgen.
  • Die Ionenquelle mit Elektrosprühvorrichtung und Desorptionsvorrichtung kann insbesondere auch für normales Elektrosprühen verwendet werden. Auch ein kombinierter Betrieb, beispielsweise für die Zugabe einer Massenkalibriersubstanz, ist möglich.
  • Für die Erzeugung mehrfach negativ geladener Ionen kann eine mehrfache Deprotonierung durch einen Überschuss an OH-Ionen aus einem negativen Sprühnebel verwendet werden. Die OH Ionen aus entsprechend negativ geladenen Wasserkomplexen verbinden sich mit je einem Proton des Analytmoleküls und verlassen das Molekül als neutrales Wassermolekül unter Deprotonierung des Analymoleküls, wobei einfach bis mehrfach negativ geladene Ionen der Analytsubstanz zurückbleiben.
  • Kurze Beschreibung der Abbildungen
  • 1 zeigt schematisch eine Anordnung, in der die Probenträgerplatte 8 neben dem Sprühnebel 3 angeordnet ist, wobei sich die Probenträgerplatte 8 auf einem Potential befindet, das zwischen dem Potential der Gegenelektrode 4 und der Sprühkapillare 1 liegt. Die Erzeugung einer Desorptionswolke 7 erfolgt durch den Laser 13. Das Elektrosprühen wird durch eine Hochspannung zwischen Sprühkapillare 1 einerseits und Gegenelektrode 4 und der Trägerplatte 8 andererseits erzeugt. Durch den Sprühnebel 3 gebildete Analytionen der Desorptionswolke 7 wandern zur Gegenelektrode 4. Ein Potentialdurchgriff durch die Öffnung in der Gegenelektrode 4 zieht die Analytionen zur Einlasskapillare 5, durch die die Ionen in das Vakuumsystem gesogen werden.
  • 2 führt schematisch eine weitere Elektrode 18 vor der Probenträgerplatte 8 ein, um die Desorptionswolke 7 durch einen Stickstoffstrom 17 zur Elektrosprühwolke 3 zu führen. Außerdem ist eine Beleuchtung 19 und eine Videokamera 20 eingeführt, um den Fokus des Laserstrahls 10 durch eine Bewegung des Probenträgers 8 genau auf die Probe ausrichten zu können.
  • 3 zeigt schematisch eine Anordnung, in der die Probenträgerplatte 8 neben der Sprühkapillare 1 angeordnet ist, sodass die Desorptionswolke 7 in den Sprühnebel 3 aufsteigen kann.
  • 4 gibt eine schematische Anordnung wieder, bei der die Analytmoleküle von der Probenträgerplatte 8 in das heiße Trocknungsgas desorbiert werden, das durch den Einlass 14 um die Einlasskapillare 5 herum durch die Gegenelektrode 4 in einem Gasstrom 15 dem Sprühnebel 3 zugeführt wird.
  • Besonders bevorzugte Ausführungsformen
  • Eine Desorption von Analytmolekülen, die auf feste Trägeroberflächen aufgebracht sind, kann durch eine pulsförmige Energiezuführung bewirkt werden. Die Desorption kann beispielsweise durch eine blitzförmige Erhitzung eines Trägerbändchens erzeugt werden, bekannter ist aber die Desorption durch energiereiche Lichtblitze, insbesondere Laserlichtblitze. Die Desorption durch Lichtblitze kann dabei durch eine Energieabsorption des Trägers mit einem nachfolgenden „Abschütteln" der Analytmoleküle erfolgen, aber auch durch eine Energieaufnahme der Analytmoleküle selbst, die dann allerdings der Gefahr einer sofortigen Zersetzung ausgesetzt sind.
  • Eine besonders schonende Art der Desorption wurde Ende der 80er Jahre durch Karas und Hillenkamp gefunden: die matrixunterstützte Laserdesorption. Dabei werden die Analytmoleküle möglichst verdünnt und daher vereinzelt in eine meist kristalline, manchmal aber auch flüssige Matrixsubstanz eingebettet. Die Matrixsubstanz wird dabei so ausgewählt, dass sie die Energie des Laserlichtpulses aufnehmen kann und dabei explosionsartig zu einer Dampfwolke (englisch „plume") verdampft, wobei auch die Analytmoleküle in den freien, gasförmigen Zustand übergehen. Die Vereinzelung der Analytmoleküle in der Matrixsubstanz bewirkt, dass der Anteil der Dimere und Multimere der Analytmoleküle in der Desorptionswolke außerordentlich klein ist. Die Matrixsubstanzen werden dabei zusätzlich so ausgewählt, dass sie zum Teil im Plasma der Wolke ionisiert werden und die Analytmoleküle durch eine Protonierung ionisieren können.
  • Diese Art der Ionisierung durch matrixunterstützte Desorption durch Laserlichtpulse wurde zunächst nur im Hochvakuum, dann aber in Grobvakuum, später bei Atmosphärendruck angewandt. Da diese Ionisierung aber im Wesentlich nur einfach geladene Ionen erzeugt, ist hier nur der desorbierende Teil des Verfahrens, nicht der ionisierende Teil von Interesse.
  • Neben der normalen Desorption reiner Analytmoleküle von einer Oberfläche, insbesondere der Laserdesorption, die immer auch eine teilweise Fragmentierung der Analytmoleküle mit sich bringt, ist also die matrixunterstützte Laserdesorption eine sehr substanzschonende und damit eine hier bevorzugte Desorptionsmethode für die nachfolgende Ionisierung durch einen Elektrosprühnebel im Sinne der Erfindung.
  • Da diese Desorptionsmethode nicht auch die Ionisierung mit übernehmen muss, kann die Matrixsubstanz nach ganz anderen Gesichtspunkten ausgewählt werden als für den bisher bekannten MALDI-Prozess. Die Aufgabe der Matrixsubstanz ist die Energieaufnahme und die schonende Verdampfung der Analytmoleküle. Hinzu kommt allenfalls, dass die Matrixsubstanz gut geeignet sein sollte für die Aufnahme der Analytsubstanzen, sei es durch die Bildung einer festen Lösung oder durch oberflächliche Adsorption. Wie bereits in DE 196 08 963 C2 ausgeführt, ist es besonders günstig, eine Matrixsubstanz auszuwählen, die sich durch den Laserlichtblitz in kleinmolekulare Bestandteile zersetzt, die in der Desorptionswolke gasförmig sind. Als Beispiel werde hier Zellulosedinitrat genannt (häufig als Dinitrozellulose bezeichnet), das sich in Wasser, Kohlendioxid und Stickstoff zersetzt.
  • Eine solche Desorptionswolke mit den gasförmig enthaltenen Analytmolekülen soll nun nach der Erfindung dem Sprühnebel einer Elektrosprüheinrichtung zugeführt werden.
  • Eine Elektrosprüheinrichtung besteht aus einer feinen Spitze einer Kapillare 1, in dem die Sprühflüssigkeit zugeführt wird, und einer Gegenelektrode 4, mit der sich durch Anlegen einer Hochspannung von einigen Kilovolt ein elektrisches Feld zwischen Gegenelektrode 4 und der Spitze der Kapillaren 1 aufbauen lässt, das um die Spitze der Kapillare 1 herum eine besonders hohe Feldstärke besitzt. Die Kapillarenspitze kann ein einfaches Kapillarenende, es kann aber auch besonders zugespitzt sein. Die Sprühflüssigkeit wird durch das elektrische Feld an der Kapillarenspitze oberflächlich polarisiert und bildet durch die Kraft des Feldes einen so genannten Taylor-Konus aus, aus dessen Spitze bei richtiger Einstellung von Spannungen und Entfernungen ein Flüssigkeitsstrahl 2 herausgezogen wird, der sich sofort oder nach kurzem Flug in winzige, stark geladene Tröpfchen auflöst, die einen Sprühnebel 3 bilden. Die Tröpfchen verdampfen unter Abdampfung von Flüssigkeitsmolekülen und Protonen (oder OH-Ionen im Fall negativen Sprühens). Für das erstrebte Verdampfen der Tröpfchen ist es günstig, dem Sprühnebel 3 einen Strom heißen Trocknungsgases 16 von 80° bis 300° Celsius entgegenzublasen. Als Trocknungsgas dient vorzugsweise Reinststickstoff.
  • Beim Verdampfen der Tröpfchen entstehen dabei keineswegs nur reine Protonen, vielmehr sind die Protonen im Umgebungsgas überwiegend an Wasserkomplexe der Form (H2O)nH+ gebunden. Diese Wasserkomplexe, beispielsweise H5O2 + oder H7O3 +, können besonders gut durch Protonenabgabe ionisieren, wobei die freiwerdende Protonenaffinitätsenergie weitgehend durch den Wasserkomplex aufgenommen wird. Substanzschonende („weiche") Ionisierungsprozesse dieser Art sind seit langer Zeit unter dem Namen „chemische Ionisierung" bekannt.
  • Es kann der Sprühflüssigkeit aber auch eine Substanz beigegeben werden, die zunächst ioniert wird und sich besonders gut für eine protonierende Ionisierung der Analytmoleküle eignet. Als Beispiel seien hier Alkohole, Ketone oder organische Säuren genannt, die günstigerweise Molekülmassen im Bereich von etwa 70 bis 130 atomaren Masseneinheiten haben sollten.
  • Das Sprühen kann durch einen koaxial zugeführten Sprühgasstrahl wie bei einem Zerstäuber unterstützt werden, um besonders feine Tröpfchen zu erzeugen. Dieser Zerstäubergasstrahl, vorzugsweise sauberer Stickstoff, kann ähnlich wie das Trocknungsgas ebenfalls erhitzt sein.
  • Anordnungen des Probenträgers mit Analytmolekülen und Matrixsubstanz in Bezug auf die Stellung der Sprühkapillare sind für den erfindungsgemäßen Zweck in den 1 bis 3 gegeben.
  • In 1 ist ein metallischer Träger 8 für die Analytsubstanzen direkt neben dem Sprühnebel 3 positioniert, wobei er sich auf einem elektrischen Potential befindet, das sich zwischen dem der Gegenelektrode 4 und der Kapillarenspitze 1 befindet, jedoch näher am Potential der Gegenelektrode 4. Das Elektrosprühen von Reinstwasser geschieht durch die Hochspannung von einigen Kilovolt zwischen dem kombinierten Potential der Gegenelektrode 4 und dem Probenträger 8 einerseits und dem Potential der Kapillarenspitze 1 andererseits. Es entsteht ein feiner Sprühstrahl 2, der sich zu einem Sprühnebel 3 auffächert. Ein Laserlichtpuls aus dem Pulslaser 13 wird über Spiegel 9 und 12 und Linse 11 auf den Probenträger 8 fokussiert und erzeugt aus der oberflächlich auf dem Probenträger 8 aufgebrachten Probe mit Matrix- und Analytmaterial die Desorptionswolke 7. Die Analytmoleküle der Desorptionswolke 7 werden durch die geladenen Tröpfchen und die Protonen-Wasser-Komplexe der Sprühnebelwolke 3 ionisiert. Sie wandern dann unter dem Einfluss der Potentialdifferenz zwischen Probenplatte 8 und der Gegenelektrode 4 zur Gegenelektrode 4. Hier greift das Potential an der Einlasskapillare 5 durch die Öffnung der Gegenelektrode 4 hindurch und zieht die Ionen zur Öffnung der Einlasskapillare 5. Sie werden hier durch das einströmende Umgebungsgas, vorzugsweise Stickstoff, durch die nur angedeutete Wand 6 in das Vakuumsystem des Massenspektrometers gesogen.
  • In 2 ist zusätzlich eine Elektrode 18 vor der Probenträgerplatte 8 eingeführt, um die Desorptionswolke 7 durch einen zusätzlichen Strom 17 reinen Stickstoffs dem Sprühnebel 3 zuführen zu können. Die Elektrode 18 dient auch zur Formung des elektrischen Feldes zum Elektrosprühen und zur Führung der Ionen zur Einlasskapillare 5 hinter der Gegenelektrode 4. Die Ionen wandern durch ihre Ionenmobilität genau längs der elektrischen Feldlinien, und werden dabei nur geringfügig durch relativ langsame Gasströme beeinflusst. In dieser 2 ist auch eine Videokamera 20 mit Beleuchtungslampe 19 eingeführt, um die Lage der Probe auf dem Probenträger 8 überwachen zu können. Der Probenträger 8 kann parallel zu seiner Oberfläche in zwei Richtungen bewegt werden, um die Proben dem Fokus des Laserlichtstrahls 10 zuführen zu können.
  • 3 zeigt schematisch eine Anordnung, in der die Probenträgerplatte 8 neben der Sprühkapillare 1 angeordnet ist, so dass die Desorptionswolke 7 in den Sprühnebel 3 aufsteigen kann. Durch das senkrechte Sprühen kann die Desorptionswolke 7 wegen ihres thermischen Auftriebs nach oben wandern und dann in den Sprühnebelkegel 3 eintreten. Statt des Auftriebs (oder zusätzlich zu ihm) kann auch eine künstlich erzeugte Gasströmung, ähnlich der Gasströmung 17 aus 2, die Desorptionswolke 7 zum Sprühnebel 3 transportieren. Bei Verwendung eines zerstäubenden Sprühgases, das üblicherweise durch eine zur Sprühkapillare koaxiale Hüllkapillare (nicht in den Abbildungen gezeigt) zugeblasen wird, können Analytmoleküle mit ihrem Umgebungsgas in den Gasstrahl hineingesogen und dem Sprühnebel zugeführt werden.
  • Eine weitere Anordnung desorbiert die Analytmoleküle in das heiße Trocknungsgas, das dem Sprühkegel 3 als heißer Gasstrom 16 entgegengeblasen wird, wie in 4 schematisch gezeigt. In 4 werden die gleichen Bezeichnungsziffern verwendet wie in den 1 bis 3; hinzu kommt lediglich die Einleitungsröhre 14 für ein erhitztes Trocknungsgas 15 in den Raum, der die Einlasskapillare 5 umgibt. Das Trocknungsgas tritt aus der Öffnung in der Gegenelektrode 4 in Form einer heißen Gasströmung 16 aus und wird so dem Sprühnebel 3 entgegengeblasen.
  • Die Einrichtungen können bei Atmosphärendruck betrieben werden, aber auch bei Drucken nahe Atmosphärendruck im Druckbereich von 100 bis 1200 Hektopascal, wenn dies für die Herstellung von Gasströmungen oder aus anderen Gründen zweckmäßig ist.
  • Durch diese Art der Ionisierung desorbierter Analytmoleküle gelingt es, vorwiegend mehrfach geladene Analytionen zu erzeugen. Im Molekularmassenbereich von 1000 bis 5000 atomaren Masseneinheiten sind dabei die doppelt geladenen Ionen am häufigsten. Diese Ionen lassen sich mit den üblichen Mitteln in Tandem-Massenspektrometern fragmentieren; es können damit Tochterionenmassenspektren aufgenommen werden, die für die Sequenzbestimmung aussagekräftig sind.
  • Eine Vorrichtung für die Ionisierung von desorbierten Analytmolekülen nach dieser Erfindung enthält somit eine Einrichtung zum Elektrosprühen mit Sprühkapillare, Gegenelektrode und Spannungsversorgung, und eine Einrichtung mit Probenträger und Pulslaser zur Desorption der Analytionen, wobei der Probenträger so angeordnet ist, dass die desorbierten Moleküle eigenständig oder mit Hilfe von Gasströmen in die Nähe des Sprühnebelkegels gelangen. Beispiele für eine solche Vorrichtung sind schematisch in den 1 bis 4 gezeigt.
  • Für die massenspektrometrische Analyse ist eine Einrichtung zum Absaugen der ionisierten Analytmoleküle mit der Elektrode 4 und der Einlasskapillare 5 vorhanden, die die Analytionen dem Massenspektrometer zur Aufnahme eines Massenspektrums und besonders auch von Tochterionenspektren zuführt.
  • Für ein überwachtes Arbeiten mit dem Desorptionsbetrieb kann die Probe durch eine Videokamera 20 mit Beleuchtungseinrichtung 19 beobachtet werden. Sie kann so mit Hilfe der Bewegungseinrichtung für die Probenträgerplatte 8 in optimaler Weise dem Fokus des Laserlichtpulses 10 zugeführt werden.
  • Die Einrichtung zum Elektrosprühen kann zusätzlich mit einer Zuführung für Zerstäubungsgas, und/oder mit einer Zuführung von heißem Trocknungsgas versehen sein, wobei die Desorption in das Zerstäubungsgas oder in das Trocknungsgas hinein erfolgen kann.
  • Für die Zuführung der Sprühflüssigkeit zur Sprühkapillare kann eine besondere Einrichtung, beispielsweise eine Spritzenpumpe, vorhanden sein. Eine Doppelspritzenpumpe mit Versorgungsgefäß zum automatischen Wiederbefüllen kann dabei einen langandauernden Betrieb gewährleisten.
  • Die Einrichtung zum Elektrosprühen kann auch unabhängig von der Einrichtung zur Desorption von Analytmolekülen verwendet werden, indem die Analytmoleküle der Sprühflüssigkeit in gelöster Form beigegeben werden. Es lassen dann auch Kopplungen mit chromatographischen oder elektrophoretischen Separationsverfahren herstellen. Es handelt sich dann um eine Kombinationsionenquelle, die sich leicht vom Desorptionsbetrieb auf einen reinen Elektrosprühbetrieb und wieder zurück umstellen lässt. Es braucht dazu lediglich die Zuleitungskapillare zur Sprühkapillare von der Separationseinheit auf die Doppelspritzenpumpe umgesteckt zu werden. Es kann auch ein Betrieb eingestellt werden, der sowohl desorbierte Substanzen als auch durch die Sprühflüssigkeit zuführte Substanzen ionisiert. So können beispielsweise besondere Substanzen für eine interne Massenkalibrierung zugeführt werden.
  • Wenn vertikal nach oben gesprüht wird, und die Probe nicht allzu weit unterhalb des Sprühnebels 3 desorbiert, dann die Desorptionswolke 7 durch ihren Auftrieb im umgebenden Gas entlang der Sprühkapillare leicht in den Bereich des Sprühnebels 3 gelangen. Der Auftrieb kann aber auch durch eine besonders erzeugte Gasströmung unterstützt oder sogar ersetzt werden.
  • Die besonderen Vorteile einer solchen Art der Ionisierung von aus fester Form desorbierten Proben liegen darin, dass die Analytmoleküle nicht wie beim reinen Elektrosprühen in flüssiger Form zugeführt werden müssen. Die Zuführung in flüssiger Form ist immer auch langsam. Es kann zwar durch die Zuführung in flüssiger Form eine direkte Kopplung mit chromatographischen oder elektrophoretischen Trennverfahren hergestellt werden, die Analyse ist aber immer an die Zeitfenster der chromatographischen oder elektrophoretischen Peaks gebunden. Bei der Verwendung von festen Probenpräparationen auf festen Probenträgern ist dies ganz anders. Zum Einen können die Proben unmittelbar hintereinander ohne jeden zeitlichen Verzug analysiert werden, zum Anderen kann für die Analyse einer Probe, die gegebenenfalls ein Umschalten auf einen Tochterionenbetrieb erfordert, alle notwendige Zeit verwendet werden. Das Verschieben der Probenträgerplatte von einem Probenort zum anderen verläuft in Bruchteilen einer Sekunde.
  • Somit wird ein Probendurchsatz möglich, wie er durch Kopplung mit Trennverfahren nicht erreicht werden kann.
  • Es gibt viele weitere Vorteile einer Desorption von einem festen Träger wie beispielsweise eine ortsaufgelöste Analyse von organischem Material oder die Analyse von nativen (unverdauten) Proteinen, die sich häufig einer chromatographischen Separation entziehen, doch soll auf diese dem Fachmann bekannten Vorteile hier nicht im Einzelnen eingegangen werden.
  • Die Empfindlichkeit des Verfahrens ist dabei nicht geringer als die des reinen Elektrosprühens, da ebenso wie dort praktisch alle Analytmoleküle ionisiert werden. Ionenverluste treten allerdings, wie auch bei Elektrosprühen, bei der Einführung der Ionen in das Vakuumsystem des Massenspektrometers und bei der Abtrennung der Ionen von dem mitströmenden Gas im Vakuum auf.
  • Als Probenträger lassen sich alle Arten von Festkörpern verwenden. Sie brauchen, anders als bei MALDI in Flugzeitspektrometern, nicht leitend oder besonders eben zu sein. Es können beispielsweise dünne Bänder, wie sie in Tonbandkassetten verwendet werden, eingesetzt werden. Vorteilhaft sind aber auch Probenträger in der Umrissform von Mikrotiterplatten, da sie sich in kommerziell erhältlichen Pipettierrobotern einfach belegen lassen. Besondere Ausführungsformen lassen dabei ein automatisches Auswechseln von Probenträgerplatten zu, beispielsweise durch kommerziell erhältliche Plattenzuführungsroboter.

Claims (12)

  1. Verfahren zur Ionisierung von Analytmolekülen nahe Atmosphärendruck, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Elektrosprüheinrichtung ein Sprühnebel erzeugt wird und die Analytmoleküle von einem festen Träger desorbiert werden, wobei die desorbierten Analytmoleküle in der Nähe des Sprühnebels erzeugt werden oder in die Nähe des Sprühnebels gebracht werden und durch protonierende und deprotonierende Substanzen des Sprühnebels ionisiert werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Elektrosprüheinrichtung Reinstwasser als Sprühflüssigkeit versprüht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprühflüssigkeit der Elektrosprüheinrichtung Alkohole, Ketone oder organische Säuren beigegeben werden, die die Ionisierung der desorbierten Analytmoleküle unterstützen.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprühflüssigkeit der Elektrosprüheinrichtung eine Massenkalibriersubstanz beigegeben wird, die eine interne Massenreferenz für die Auswertung der Massenspektren bildet.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Analytmoleküle durch einen Lichtpuls desorbiert werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Analytmoleküle durch einen Laserlichtpuls desorbiert werden.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Desorption der Analytmoleküle durch eine feste oder flüssige Matrixsubstanz unterstützt wird, wobei die Matrixsubstanz die Analytmoleküle in fester oder flüssiger Lösung oder oberflächlich adsorbiert enthält.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Analytmoleküle durch schnelle Erhitzung des festen Trägers desorbiert werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die desorbierten Analytmoleküle durch mehrfache Protonierung oder Deprotonierung ionisiert werden.
  10. Einrichtung zur Ionisierung von Analytmolekülen, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Elektrosprüheinrichtung (1) und eine Vorrichtung zur Desorption der Analytmoleküle von einem festen Träger (8) enthält, wobei die Desorption der Analytmoleküle in der Nähe des Sprühnebels (3) der Elektrosprüheinrichtung (1) oder an einer Stelle erfolgt, von der aus die desorbierten Analytmoleküle in die Nähe des Sprühnebels (3) der Elektrosprüheinrichtun (1) gelangen.
  11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich der feste Träger (8) in der Nähe einer Gegenelektrode (4) der Elektrosprüheinrichtung (1) befindet, wobei zwischen der Gegenelektrode (4) und dem festen Träger (8) eine nur geringe oder keine Potentialdifferenz herrscht.
  12. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie auch für das Elektrosprühen einer Sprühflüssigkeit mit gelösten Analytmolekülen geeignet ist.
DE102004002729A 2004-01-20 2004-01-20 Ionisierung desorbierter Analytmoleküle bei Atmosphärendruck Expired - Lifetime DE102004002729B4 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004002729A DE102004002729B4 (de) 2004-01-20 2004-01-20 Ionisierung desorbierter Analytmoleküle bei Atmosphärendruck
GB0426087A GB2410370B (en) 2004-01-20 2004-11-26 Desorption and ionization of analyte molecules at atmospheric pressure
US11/003,017 US7193223B2 (en) 2004-01-20 2004-12-02 Desorption and ionization of analyte molecules at atmospheric pressure

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004002729A DE102004002729B4 (de) 2004-01-20 2004-01-20 Ionisierung desorbierter Analytmoleküle bei Atmosphärendruck

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102004002729A1 DE102004002729A1 (de) 2005-08-11
DE102004002729B4 true DE102004002729B4 (de) 2008-11-27

Family

ID=33560436

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102004002729A Expired - Lifetime DE102004002729B4 (de) 2004-01-20 2004-01-20 Ionisierung desorbierter Analytmoleküle bei Atmosphärendruck

Country Status (3)

Country Link
US (1) US7193223B2 (de)
DE (1) DE102004002729B4 (de)
GB (1) GB2410370B (de)

Families Citing this family (34)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7335897B2 (en) * 2004-03-30 2008-02-26 Purdue Research Foundation Method and system for desorption electrospray ionization
DE102004051785B4 (de) 2004-10-25 2008-04-24 Bruker Daltonik Gmbh Proteinprofile mit Luft-MALDI
DE102005041655B4 (de) 2005-09-02 2010-05-20 Bruker Daltonik Gmbh Erzeugung mehrfach geladener Ionen für die Tandem Massenspektrometrie
DE102005044307B4 (de) * 2005-09-16 2008-04-17 Bruker Daltonik Gmbh Ionisierung desorbierter Moleküle
TWI271771B (en) * 2006-01-27 2007-01-21 Univ Nat Sun Yat Sen Electrospray-assisted laser desorption ionization devices, mass spectrometers, and methods for mass spectrometry
US7687772B2 (en) * 2006-01-27 2010-03-30 National Sun Yat-Sen University Mass spectrometric imaging method under ambient conditions using electrospray-assisted laser desorption ionization mass spectrometry
US7737395B2 (en) * 2006-09-20 2010-06-15 Agilent Technologies, Inc. Apparatuses, methods and compositions for ionization of samples and mass calibrants
US20080116366A1 (en) * 2006-11-17 2008-05-22 Jantaie Shiea Laser desorption device, mass spectrometer assembly, and method for ambient liquid mass spectrometry
JP2008147165A (ja) * 2006-10-30 2008-06-26 National Sun Yat-Sen Univ レーザー脱離装置、マススペクトロメーター組立及び環境液体マススペクトロメトリー法
US7718958B2 (en) * 2006-11-17 2010-05-18 National Sun Yat-Sen University Mass spectroscopic reaction-monitoring method
DE102006056929B4 (de) * 2006-12-04 2010-09-02 Bruker Daltonik Gmbh Massenspektrometrie mit Laser-Ablation
WO2008097831A1 (en) * 2007-02-02 2008-08-14 Waters Investments Limited Device and method for analyzing a sample
TW200842359A (en) * 2007-04-30 2008-11-01 Univ Nat Sun Yat Sen A method of mass spectrometry to combine electrospray ionization with laser-induced acoustic desorption
US7525105B2 (en) * 2007-05-03 2009-04-28 Thermo Finnigan Llc Laser desorption—electrospray ion (ESI) source for mass spectrometers
US7750291B2 (en) * 2008-02-25 2010-07-06 National Sun Yat-Sen University Mass spectrometric method and mass spectrometer for analyzing a vaporized sample
US9103783B2 (en) * 2008-03-17 2015-08-11 Shimadzu Corporation Ionization method and apparatus including applying converged shock waves to a spray
US7772548B2 (en) * 2008-05-12 2010-08-10 Shimadzu Corporation “Droplet pickup ion source” coupled to mobility analyzer apparatus and method
WO2010039675A1 (en) * 2008-09-30 2010-04-08 Prosolia, Inc. Method and apparatus for embedded heater for desorption and ionization of analytes
CN102741965A (zh) * 2009-06-03 2012-10-17 韦恩州立大学 使用激光喷雾电离的质谱法
EP2467868A1 (de) * 2009-08-17 2012-06-27 Temple University Of The Commonwealth System Of Higher Education Verdampfungsvorrichtung und vorrichtung für bildgebende massenspektrometrie
GB2475742B (en) * 2009-11-30 2014-02-12 Microsaic Systems Plc Sample collection and detection system
US9024273B2 (en) * 2010-04-20 2015-05-05 Varian Semiconductor Equipment Associates, Inc. Method to generate molecular ions from ions with a smaller atomic mass
TWI510781B (zh) * 2010-10-29 2015-12-01 Scinopharm Taiwan Ltd 即時監測固相胜肽合成反應之質譜系統
WO2012155090A2 (en) 2011-05-12 2012-11-15 Illinois State University High sensitivity mass spectrometry systems
BR112013031106B1 (pt) * 2011-06-03 2021-06-22 Perkinelmer Health Sciences, Inc Aparelho para análise de espécies químicas
JP2014524121A (ja) * 2011-07-14 2014-09-18 ザ・ジョージ・ワシントン・ユニバーシティ レーザアブレーション・エレクトロスプレイイオン化質量分析用のプルームコリメーション
DE102012011648B4 (de) 2012-06-08 2018-06-14 Bruker Daltonik Gmbh Analyse von Mikroben aus Mikrokolonien mittels MALDI-Massenspektrometrie
DE102012011647B4 (de) 2012-06-08 2020-07-02 Bruker Daltonik Gmbh Analyse von Mikroben aus Mikrokolonien mittels MALDI-Massenspektrometrie
GB201403335D0 (en) * 2014-02-26 2014-04-09 Micromass Ltd Ambient ionisation with an impactor spray source
DE112015000977B4 (de) 2014-02-26 2023-05-17 Micromass Uk Limited Umgebungsionisation mit einer Impaktorsprayquelle
WO2016142691A1 (en) * 2015-03-06 2016-09-15 Micromass Uk Limited Rapid evaporative ionisation mass spectrometry ("reims") and desorption electrospray ionisation mass spectrometry ("desi-ms") analysis of swabs and biopsy samples
CN105304452B (zh) * 2015-10-23 2017-10-27 浙江好创生物技术有限公司 激光电喷雾离子源
GB201721700D0 (en) 2017-12-22 2018-02-07 Micromass Ltd Ion source
CN110907573A (zh) * 2019-12-23 2020-03-24 无锡赛那尔仪器设备制造有限公司 高稳定性蒸发光散射检测器

Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19608963A1 (de) * 1995-03-28 1996-10-02 Bruker Franzen Analytik Gmbh Verfahren zur Ionisierung schwerer Moleküle bei Atmosphärendruck
US5965884A (en) * 1998-06-04 1999-10-12 The Regents Of The University Of California Atmospheric pressure matrix assisted laser desorption
EP0964427A2 (de) * 1998-06-12 1999-12-15 Hewlett-Packard Company Matrixunterstützte Atmosphärendrucklaserdesorptions- und Ionisationsvorrichtung und Analyseverfahren (MALDI)
DE19911801C1 (de) * 1999-03-17 2001-01-11 Bruker Daltonik Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur matrixunterstützten Laserdesorptions-Ionisierung von Substanzen
EP0860858B1 (de) * 1997-02-20 2002-09-04 Shimadzu Corporation Elektrosprühionisierungsvorrichtung
WO2002097857A1 (en) * 2001-05-25 2002-12-05 Analytica Of Branford, Inc. Atmospheric and vacuum pressure maldi ion source
DE10134427A1 (de) * 2001-07-19 2003-02-06 Carbotec Ges Fuer Instr Analyt Elektrospray
US20030111600A1 (en) * 2001-12-14 2003-06-19 Mds Inc., Doing Business As Mds Sciex Method of chemical ionization at reduced pressures

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4861988A (en) * 1987-09-30 1989-08-29 Cornell Research Foundation, Inc. Ion spray apparatus and method
DE4108462C2 (de) * 1991-03-13 1994-10-13 Bruker Franzen Analytik Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Ionen aus thermisch instabilen, nichtflüchtigen großen Molekülen
US6410914B1 (en) * 1999-03-05 2002-06-25 Bruker Daltonics Inc. Ionization chamber for atmospheric pressure ionization mass spectrometry
DE60133548T2 (de) * 2000-05-22 2009-05-07 The University Of British Columbia, Vancouver Einen grösseren und stabileren ionenfluss erzeugende normaldruckionenlinse
GB2425399B (en) * 2002-05-31 2007-03-14 Waters Investments Ltd A high speed combination multi-mode ionization source for mass spectrometers
AU2003295316A1 (en) * 2002-05-31 2004-04-19 University Of Florida Research Foundation, Inc. Methods and devices for laser desorption chemical ionization
CA2527886C (en) * 2003-06-07 2014-01-14 Ross C. Willoughby Laser desorption ion source
US7335897B2 (en) * 2004-03-30 2008-02-26 Purdue Research Foundation Method and system for desorption electrospray ionization

Patent Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19608963A1 (de) * 1995-03-28 1996-10-02 Bruker Franzen Analytik Gmbh Verfahren zur Ionisierung schwerer Moleküle bei Atmosphärendruck
EP0860858B1 (de) * 1997-02-20 2002-09-04 Shimadzu Corporation Elektrosprühionisierungsvorrichtung
US5965884A (en) * 1998-06-04 1999-10-12 The Regents Of The University Of California Atmospheric pressure matrix assisted laser desorption
EP0964427A2 (de) * 1998-06-12 1999-12-15 Hewlett-Packard Company Matrixunterstützte Atmosphärendrucklaserdesorptions- und Ionisationsvorrichtung und Analyseverfahren (MALDI)
DE19911801C1 (de) * 1999-03-17 2001-01-11 Bruker Daltonik Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur matrixunterstützten Laserdesorptions-Ionisierung von Substanzen
WO2002097857A1 (en) * 2001-05-25 2002-12-05 Analytica Of Branford, Inc. Atmospheric and vacuum pressure maldi ion source
DE10134427A1 (de) * 2001-07-19 2003-02-06 Carbotec Ges Fuer Instr Analyt Elektrospray
US20030111600A1 (en) * 2001-12-14 2003-06-19 Mds Inc., Doing Business As Mds Sciex Method of chemical ionization at reduced pressures

Also Published As

Publication number Publication date
US7193223B2 (en) 2007-03-20
DE102004002729A1 (de) 2005-08-11
GB2410370B (en) 2006-07-26
GB2410370A (en) 2005-07-27
US20050199823A1 (en) 2005-09-15
GB0426087D0 (en) 2004-12-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102004002729B4 (de) Ionisierung desorbierter Analytmoleküle bei Atmosphärendruck
DE10236344B4 (de) Ionisieren an Atmosphärendruck für massenspektrometrische Analysen
DE102007043456B4 (de) Matrixunterstützte Laserdesorption hoher Ionisierungsausbeute
EP1481416B1 (de) Massenspektrometrisches verfahren zur analyse von substanzgemischen
DE102006019530B4 (de) Probenvorbereitung für massenspektrometrische Dünnschnittbilder
DE112014002710B4 (de) Verfahren zum Kalibrieren von Ionensignalen
DE19937439C1 (de) Vorrichtung zum abwechselnden Betrieb mehrerer Ionenquellen
DE112015003618B4 (de) Verfahren zum Einführen von Ionen in einen Vakuumbereich eines Massenspektrometers
DE112008003547T5 (de) Probenanregungsvorrichtung und -verfahren zur spektroskopischen Analyse
DE102004025841B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur massenspektroskopischen Untersuchung von Analyten
DE19930894A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Ionenzahl in Ionenfallen-Massenspektrometern
DE112013006178B4 (de) Verfahren zur Ionenherstellung
DE102020120394B4 (de) Desorptions-Ionenquelle mit Dotiergas-unterstützter Ionisierung
DE102005041655A1 (de) Erzeugung mehrfach geladener Ionen für die Tandem Massenspektrometrie
DE112015001328B4 (de) Matrixunterstützte Flüssigextraktions-Laserdesorptionsionisations-Ionenquelle
DE112015000977B4 (de) Umgebungsionisation mit einer Impaktorsprayquelle
DE102018112349B4 (de) 2Analyseeinrichtung und Verfahren zur Analyse von Substanzen durch Ionenmobilitätsspektrometrie
DE102015122102A1 (de) Zweidimensionale Trennungs- und Bildgebungstechnik für die schnelle Analyse biologischer Proben
DE102004033993B4 (de) Ionenquelle für ein Massenspektrometer
DE112022003505T5 (de) Elektronenstossionisation innerhalb von hochfrequenz-einschlussfelder
EP0738000A1 (de) Zwischenspeicherung von Ionen für massenspektrometrische Untersuchungen
DE102004025262A1 (de) Massenspektrometer mit Ionenfragmentierung durch Elektroneneinfang
DE19963317A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur schonenden Ionisierung von Analysensubstanzen
DE112015001516T5 (de) Synchronisierte Variation von Quellenbedingungen eines Massenspektrometers mit chemischer Ionisation bei Atmosphärendruck, das mit einem Chromatographen gekoppelt ist, um die Stabilität während der Analyse zu verbessern
DE10132735A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis der chemischen Zusammensetzung von Aerosolpartikeln

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: BRUKER DALTONICS GMBH & CO. KG, DE

Free format text: FORMER OWNER: BRUKER DALTONIK GMBH, 28359 BREMEN, DE

R071 Expiry of right