DE102004009897B4 - Tiefenblende für ein Röngtendiagnostikgerät - Google Patents
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Abstract
Tiefenblende
für ein
Röntgendiagnostikgerät, mit
• einem Gehäuse (2), welches zum Durchtritt eines Röntgenstrahlenbündels (S) vorgesehen ist und in dem Blendenplatten (3) zur Begrenzung des Röntgenstrahlenbündels (S) angeordnet sind,
• einer Lichtquelle (5) und einem Spiegel (4) zur Markierung des Röntgenstrahlenbündels (S) mit sichtbarem Licht, wobei jeweils eine Mehrzahl an Blendenplatten (3) in Strahlungsrichtung (R) des Röntgenstrahlenbündels (S) vor dem Spiegel (4) und hinter dem Spiegel (4) angeordnet sind und alle in Strahlungsrichtung (R) aufeinander folgenden Blendenplatten (3,2 )
ein starres Gussteil (8) bilden, das beweglich am Gehäuse (2)
gelagert ist, wobei die einzelnen Blendenplatten (3) jeweils in
Einblendebenen (E1 – E14)
angeordnet sind, die zumindest annähernd normal zur Strahlungsrichtung
(R) des Röntgenstrahlenbündels (S)
ausgerichtet sind.
• einem Gehäuse (2), welches zum Durchtritt eines Röntgenstrahlenbündels (S) vorgesehen ist und in dem Blendenplatten (3) zur Begrenzung des Röntgenstrahlenbündels (S) angeordnet sind,
• einer Lichtquelle (5) und einem Spiegel (4) zur Markierung des Röntgenstrahlenbündels (S) mit sichtbarem Licht, wobei jeweils eine Mehrzahl an Blendenplatten (3) in Strahlungsrichtung (R) des Röntgenstrahlenbündels (S) vor dem Spiegel (4) und hinter dem Spiegel (4) angeordnet sind und alle in Strahlungsrichtung (R) aufeinander folgenden Blendenplatten (3,
Description
- Die Erfindung betrifft eine für ein röntgendiagnostisches Gerät vorgesehene Tiefenblende, wobei ein von einer Röntgenstrahlungsquelle ausgehendes Röntgenstrahlenbündel durch in einem Gehäuse der Tiefenblende angeordnete Blendenplatten begrenzt wird. Die Tiefenblende umfasst weiter einen Spiegel, der von einer Lichtquelle mit sichtbarem Licht bestrahlbar ist, und damit eine Markierung des Röntgenstrahlenbündels ermöglicht. Eine derartige Tiefenblende ist beispielsweise aus der
DE 34 36 866 C2 bekannt. - Die aus der
DE 34 36 866 C2 bekannte Tiefenblende umfasst mehrere Paare mittels verschiedener Getriebe gekoppelter Blendenplatten und ist insgesamt mechanisch aufwändig gestaltet. Schwenkbare Blendenplatten befinden sich im Strahlengang des Röntgenstrahlenbündels sowohl vor als auch hinter dem im Gehäuse der Tiefenblende angeordneten Spiegel. Weitere Blendensysteme für Röntgenstrahler sind beispielsweise zu entnehmen aus der , derAT 231 019 B DE 1 047 331 A oder derDE 874 194 B , Gemäß der ist ein Gestänge mit daran montierten Blendenplatten vorgesehen, wobei das Gestänge an einer weiteren Blendenplatte beweglich gelagert ist.AT 231 019 B - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tiefenblende für ein Röntgendiagnostikgerät anzugeben, welche ein besonders günstiges Verhältnis zwischen konstruktivem Aufwand, Baugröße und strahlentechnischen Eigenschaften aufweist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Tiefenblende mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Diese Tiefenblende für ein Röntgendiagnostikgerät weist ein von einem Röntgenstrahlenbündel durchdringbares Gehäuse auf, in welchem sich mehrere Blendenplatten zur Begrenzung des Röntgenstrahlenbündels sowie ein Spiegel befinden. Der Spiegel ist zur Bestrahlung durch eine Lichtquelle vorgesehen, die sich nicht not wendigerweise innerhalb des Gehäuses befindet, und ermöglicht die Markierung des Röntgenstrahlenbündels mit sichtbarem Licht. Einzelne Blendenplatten oder Blendenplattenpaare definieren jeweils eine Einblendebene, die zumindest annähernd senkrecht zur Strahlungsrichtung des Röntgenstrahlenbündels ausgerichtet ist. Die Blendenplatten, von welchen bezogen auf den Strahlengang der Röntgenstrahlung ein Teil vor und ein Teil hinter dem Spiegel angeordnet sind, bilden ein starres Form- oder Gussteil, welches insgesamt beweglich im Gehäuse gelagert ist. Vorzugsweise vier solcher Form- oder Gussteile greifen mit deren einzelnen Blendenplatten derart ineinander, dass ein rechteckiger Strahlungsquerschnitt des Röntgenstrahlenbündels einstellbar ist. Um ein fokussiertes Einblenden zu ermöglichen ist das Form- oder Gussteil schwenkbeweglich im Gehäuse der Tiefenblende gelagert. Die Tiefenblende hat damit insgesamt einen mechanisch besonders einfachen, kompakten Aufbau. Vorzugsweise erstrecken sich die Einblendebenen über mehr als die Hälfte der Höhe des Gehäuses der Tiefenblende, wobei die Höhe des Gehäuses in Strahlungsrichtung, das heißt normal zu den Einblendebenen gemessen wird. Die Blendenplatten sind fokussiert schwenkbar oder zumindest näherungsweise in der jeweiligen Einblendebene verschieblich, um eine einstellbare Ausblendung eines Teils des Röntgenstrahlenbündels zu ermöglichen.
- In bevorzugter Ausgestaltung befinden sich in Strahlungsrichtung des Röntgenstrahlenbündels vor oder hinter dem Spiegel, insbesondere sowohl auf der der Röntgenstrahlungsquelle zugewandten, das heißt fokusnahen, als auch auf der der Röntgenstrahlungsquelle abgewandten Seite des Spiegels, jeweils mindestens vier Einblendebenen. Die Einblendung in vielen Ebenen, insgesamt vorzugsweise in mindestens acht Ebenen, beispielsweise in mindestens zehn Ebenen, hat insbesondere den Vorteil, dass damit auch Sekundär- und Tertiärstrahlung mit hoher Effektivität herausgefiltert wird.
- In fertigungstechnisch, günstiger Weise sind die Blendenplatten vorzugsweise als Form- oder Gussteile aus einer Leicht metalllegierung, hergestellt. Zur Strahlenabschirmung kann eine Verbleiung der Kanten der Blendenplatten vorgesehen sein. Als Werkstoff der Blendenplatten ist ebenso Stahl verwendbar. Alternativ können die Blendenplatten auch aus einem Kunststoff hergestellt sein, der zur Erhöhung der Strahlenabsorption ein hierfür geeignetes Element, vorzugsweise Barium, enthält.
- Das beschriebene Konzept der fertigungstechnisch einfach realisierbaren, Gewicht und Raum sparenden sowie einen höchstens geringen steuerungstechnischen Aufwand erfordernden Begrenzung eines Strahlenbündels mittels verschieb- und/oder schwenkbarer Blendenplatten ist analog auch auf das zur Markierung des Röntgenstrahlenbündels vorgesehene Lichtstrahlenbündel anwendbar.
- Wie prinzipiell beispielsweise aus der
DE 34 36 866 C2 oder derDE 197 29 414 A1 bekannt, sind zusätzlich zu den Blendenplatten oder an Stelle einzelner Blendenplatten auch Strahlenfilter in das Gehäuse des Tiefenfilters integrierbar. Zusätzlich oder alternativ kann auch eine vorzugsweise in das Gehäuse integrierte Irisblende vorgesehen sein. - Sowohl die Blendenplatten als auch gegebenenfalls die zusätzlichen Strahlenfilter und/oder weiteren Blenden sind vorzugsweise motorisch verstellbar. Des Weiteren sind die Blendenplatten, wie prinzipiell bspw. aus der
DE 196 37 918 C2 bekannt, nach einer vorteilhaften Weiterbildung derart gestaltbar, dass der der Begrenzung des Röntgenstrahlenbündels dienende Randbereich einer Blendenplatte zugleich zur Erzeugung einer einrichtungs- oder komponentenspezifischen Markierung auf der Röntgenaufnahme vorgesehen ist. Auch unter Einschluss einer oder mehrerer der genannten zusätzlichen Merkmale bleibt der kompakte Aufbau des Tiefenfilters erhalten. Im Unterschied zu einem Tiefenfilter mit ausschließlich schwenkbaren Blendenplatten sind diese darüber hinaus wesentlich leichter austauschbar. - Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen in stark vereinfachter Darstellung:
-
1 schematisch einen Schnitt einer Tiefenblende eines Röntgendiagnostikgerätes, und -
2 ausschnittsweise die Tiefenblende nach1 in einem weiteren Schnitt. - Einander entsprechende Teile sind in beiden Figuren mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
- Eine in den
1 und2 symbolisiert dargestellte Tiefenblende1 für ein nicht weiter gezeigtes medizintechnisches Röntgen-Diagnostikgerät umfasst ein Gehäuse2 , eine Mehrzahl an Blendenplatten3 , die größtenteils paarweise angeordnet sind, einen Spiegel4 sowie eine Lichtquelle5 . Das von einer nicht dargestellten Röntgenstrahlungsquelle ausgehende Röntgenstrahlenbündel ist mit S, die Strahlungsrichtung mit R bezeichnet. Die Tiefenblende1 ist, mit Ausnahme des Spiegels4 , im in1 dargestellten Querschnitt im Wesentlichen symmetrisch zur durch die Strahlungsrichtung R gegebenen Geraden aufgebaut. Ein von der Lichtquelle5 ausgehendes, durch gestrichelte Linien angedeutetes Lichtstrahlenbündel wird vom für Röntgenstrahlen weitestgehend durchlässigen Spiegel4 reflektiert und markiert damit den mittels des Röntgenstrahlungsbündels S zu untersuchenden Bereich, insbesondere eines zu untersuchenden Patienten, mit sichtbarem Licht. Die Tiefenblende1 ist jedoch nicht auf medizintechnische Anwendungsgebiete beschränkt, sondern beispielsweise auch auf dem Gebiet der Materialprüfung nutzbar. - Die einzelnen Blendenplatten
3 befinden sich in einer Mehrzahl, im Ausführungsbeispiels vierzehn, an Einblendebenen E1 bis E14, die normal zur Strahlungsrichtung R ausgerichtet sind. Zwischen den Blendenplatten3 der verschiedenen Einblendebenen E1 bis E14 befinden sich Verbindungsstege6 . Die Blendenplatten3 sind größtenteils innerhalb des Gehäuses2 , dessen Höhe mit H bezeichnet ist, zum Teil jedoch auch auf der fokusnahen, das heißt der Röntgenstrahlungsquelle zugewandten Seite außerhalb des Gehäuses2 angeordnet. - Die Einblendebenen E1 bis E14 füllen annähernd die gesamte Höhe H des Gehäuses
2 aus. Mittels der Blendenplatten3 , die nicht notwendigerweise exakt entsprechend der Einblendebenen E1 bis E14 ausgerichtet sind, sondern beispielsweise mit diesen einen spitzen Winkel, insbesondere einen Winkel von weniger als 30°, einschließen, wird im Allgemeinen ein Strahlenbündel S mit einem rechteckigen Querschnitt geformt, wobei die in den Darstellungen sichtbaren Blendenplatten3 jeweils entweder Breite oder Höhe des Rechtecks begrenzen. Zur besonders wirksamen und scharfen Begrenzung des Strahlenbündels S ist zumindest ein Teil der Kanten7 der Blendenplatten3 verbleit. - Eine Mehrzahl mit Verbindungsstegen
6 verbundener Blendenplatten3 sind als einziges Leichtmetall-, insbesondere Aluminiumgussteil gefertigt. Insgesamt bilden vier allgemein als Gussteil8 bezeichnete Leichtmetallgussteile die Gesamtheit der Blendenplatten3 , wobei jeweils zwei Gussteile8 zumindest annähernd symmetrisch zur durch die Strahlungsrichtung R gegebenen Geraden, auch als Zentralstrahl Z bezeichnet, angeordnet sind und Höhe bzw. Breite des Strahlenbündels S begrenzen. Jeweils ein Paar gegenüber liegender Gussteile8 sind quer zum Zentralstrahl Z etwa linear, normal zur Strahlungsrichtung R motorisch verstellbar, um die Höhe bzw. Breite des Strahlenbündels S einzustellen. Vorzugsweise ist nicht eine exakt lineare Verstellbarkeit der Gussteile8 vorgesehen, sondern eine Schwenkbarkeit derart, dass die Blendenplatten3 in jeder Stellung auf ein fokussiertes Strahlenbündel S abgestimmt sind, kurz als fokussierte Schwenkbarkeit bezeichnet. Jedes in sich starre Form- oder Gussteil8 umfasst in Strahlungsrichtung R sowohl vor als auch nach dem Spiegel4 jeweils mehrere Blendenplatten3 . - Ähnlich der Blendenplatten
3 , welche das Röntgenstrahlenbündel S begrenzen, ist zur Beeinflussung des von der Lichtquelle5 ausgehenden Lichtstrahlenbündels eine Einblendvorrichtung9 zwischen der Lichtquelle5 und dem Spiegel4 angeordnet. Die Verstellung der Einblendvorrichtung9 erfolgt automatisch synchron zur Verstellung der auch als Haupteinblendung bezeichneten Blendenplatten3 . - Wie insbesondere aus
1 ersichtlich ist, beschreiben zwei gegenüberliegende Gussteile8 , die alternativ beispielsweise auch aus mit einem Röntgenstrahlen absorbierenden Element, insbesondere Barium, gefüllten Kunststoff gefertigt sein können, im dargestellten Querschnitt näherungsweise die Form eines Tannenbaums. Die die Höhe des Strahlenbündels S einerseits und dessen Breite andererseits begrenzenden Blendenplatten3 sind derart ineinander verschachtelt, dass eine vielschichtige Blendenwirkung gegeben ist, die insbesondere Sekundär- und Tertiärstrahlung weitestgehend eliminiert. Trotz ihres einfachen mechanischen Aufbaus mit wenig bewegten Teilen hat damit die Tiefenblende1 besonders günstige physikalische Eigenschaften und trägt maßgeblich zur Erzeugung eines exakt definierten Strahlenbündels S bei.
Claims (12)
- Tiefenblende für ein Röntgendiagnostikgerät, mit • einem Gehäuse (
2 ), welches zum Durchtritt eines Röntgenstrahlenbündels (S) vorgesehen ist und in dem Blendenplatten (3 ) zur Begrenzung des Röntgenstrahlenbündels (S) angeordnet sind, • einer Lichtquelle (5 ) und einem Spiegel (4 ) zur Markierung des Röntgenstrahlenbündels (S) mit sichtbarem Licht, wobei jeweils eine Mehrzahl an Blendenplatten (3 ) in Strahlungsrichtung (R) des Röntgenstrahlenbündels (S) vor dem Spiegel (4 ) und hinter dem Spiegel (4 ) angeordnet sind und alle in Strahlungsrichtung (R) aufeinander folgenden Blendenplatten (3 ,2 ) ein starres Gussteil (8 ) bilden, das beweglich am Gehäuse (2 ) gelagert ist, wobei die einzelnen Blendenplatten (3 ) jeweils in Einblendebenen (E1 – E14) angeordnet sind, die zumindest annähernd normal zur Strahlungsrichtung (R) des Röntgenstrahlenbündels (S) ausgerichtet sind. - Tiefenblende nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Einblendebenen (E1 – E14) über mehr als die Hälfte der Höhe (H) des Gehäuses (
2 ) erstrecken. - Tiefenblende nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der der Röntgenstrahlungsquelle zugewandten Seite des Spiegels (
4 ) mindestens vier Einblendebenen (E1 – E14) befinden. - Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der der Röntgenstrahlungsquelle abgewandten Seite des Spiegels (
4 ) mindestens vier Einblendebenen (E1 – E14) befinden. - Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gussteil (
8 ) schwenkbeweglich gelagert ist. - Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gussteil (
8 ) in der jeweiligen Einblendebene (E1 – E14) verschieblich ist. - Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenplatten (
3 ) aus Metall gefertigt sind. - Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenplatten (
3 ) aus Kunststoff gefertigt sind. - Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenplatten (
3 ) aus einem ein zur Absorption von Röntgenstrahlung vorgesehenes Element enthaltenden Kunststoff gefertigt sind. - Tiefenblende nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als im Kunststoff enthaltenes Röntgenstrahlung absorbierendes Element Barium vorgesehen ist.
- Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch mindestens eine verbleite Kante (
7 ) einer Blendenplatte (3 ). - Medizintechnisches Röntgen-Diagnostikgerät mit einer Tiefenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
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