DE102004009648A1 - Radial-Axial-Lager - Google Patents
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Abstract
Das erfindungsgemäße kombinierte Radial-Axial-Lager (1, 18, 20, 22) zeichnet sich dadurch aus, dass eine Außenlaufbahn (13) des Axiallagers durch einen radial nach innen weisenden Bord (5) der zylindrischen Hülse (2) gebildet ist, der sich an einen axial nach außen ragenden zylindrischen Abschnitt (4) der Hülse (2) anschließt, während eine Innenlaufbahn (14) des Axiallagers durch einen radial nach außen weisenden Bord (8) eines Innenringes (7) des Radiallagers oder durch eine Laufscheibe (23) gebildet ist, wobei sich Verlängerungen von Drehachsen (16) der zylindrischen Wälzkörper (9) des Radiallagers mit Drehachsen (17) der zylindrischen Wälzkörper (12) des Axiallagers nahezu in einem Zentrum der zylindrischen Wälzkörper (12) des Axiallagers schneiden. DOLLAR A Auf diese Weise ist sichergestellt, dass einerseits sowohl Radial- als auch Axiallasten bei einem geringen radialen Bauraum der Gesamtlageranordnung übertragen werden können.
Description
- Anwendungsgebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft ein Radial-Axial-Lager, bestehend aus einem in einer zylindrischen Hülse aufgenommenen Radiallager mit zylindrischen Wälzkörpern und einem Axiallager mit zylindrischen Wälzkörpern, die beide zu einer unverlierbaren Baueinheit verbunden sind.
- Hintergrund der Erfindung
- Ein derart gattungsgemäß ausgebildetes kombiniertes Radial-Axial-Lager ist aus der
vorbekannt. Die inDE-OS 20 47 421 2 dargestellte Lagerung zur Aufnahme radialer und axialer Kräfte besteht aus einem in einer zylindrischen Hülse aufgenommenen Radialnadellager, dessen Wälzkörper in einem Käfig gehalten und geführt sind. Rechtsseitig ist in die zylindrische Hülse eine erste Laufscheibe eingesetzt, die als Laufbahn für ein Axialwälzlager dient, dessen Lagernadeln wiederum in einem Käfig geführt sind. Zum Axiallager gehört eine weitere Laufscheibe, die mit der ersten Laufscheibe durch Umbördelung verbunden ist. Auf diese Weise ist eine komplette unverlierbare aus Radial- und Axiallager bestehende Baueinheit gebildet. - Nachteilig dabei ist, dass bei einer solchen Lageranordnung nach dem bisherigen Stand der Technik durch die Anordnung von Radial- und Axiallager zueinander ein großer radialer Bauraum benötigt wird, der in bestimmten Einbausituationen nicht immer verfügbar ist. Es ist weiter von Nachteil, dass sich ein solch gattungsgemäß ausgebildetes Lager aus drei relativ kompliziert geformten Bauteilen zusammensetzt, die in aufwändiger Weise miteinander zu einer unverlierbaren Lagerbaueinheit verbunden werden müssen.
- Ein anderes gattungsgemäß ausgebildetes Radial-Axial-Lager ist aus der
DE 68 08 805 U bekannt geworden. Dessen Außenring für die in einem Käfig geführten Nadeln des Radiallagers gemäß1 ist an einem Ende mit einem radial nach innen gerichteten Bord versehen und geht am anderen Ende in einen radial nach außen verlaufenden Flansch über, der als Laufscheibe für die im Käfig geführten Nadeln des Axiallagers dient und an seinem Ende einen axial gerichteten Kragen aufweist. Die lose Laufscheibe ist in der Bohrung mit einem axial gerichteten Kragen ausgestattet, an dem mehrere gleichmäßig über den Umfang verteilte Eindrückungen vorgesehen sind. Diese Eindrückungen greifen hinter den Absatz eines in den Außenring eingefügten Rings aus Blech, der am anderen Ende einen radial nach innen gerichteten Bord aufweist. Durch die beiden Borde wird der Käfig axial geführt und durch den Absatz wird die lose Laufscheibe gehalten, so dass das Lager eine geschlossene Baueinheit bildet. - Auch für diese Lageranordnung treffen die vorstehend genannten Nachteile zu, d. h., dieses Radial-Axial-Lager braucht ebenfalls einen großen radialen Bauraum.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Ausgehend von den Nachteilen des bisherigen Standes der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zu Grunde, eine kompakte Wälzlagerung mit einem Radialrollenlager und einem Axialrollenlager zu schaffen, bei der unter günstigster Ausnutzung eines vorgegebenen Bauraums eine maximale Tragfähigkeit in radialer und in axialer Richtung erzielt wird.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe nach dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 in Verbindung mit dessen Oberbegriff dadurch gelöst, dass eine Außenlaufbahn des Axiallagers durch einen radial nach innen weisenden Bord der zylindrischen Hülse gebildet ist, der sich an einen axial nach außen ragenden zylindrischen Abschnitt der Hülse anschließt, während eine Innenlaufbahn des Axiallagers durch einen radial nach außen weisenden Bord eines Innenringes des Radiallagers oder durch eine Laufscheibe gebildet ist, wobei sich Verlängerungen von Drehachsen der zylindrischen Wälzkörper des Radiallagers mit Drehachsen der zylindrischen Wälzkörper des Axiallagers in einem Zentrum der zylindrischen Wälzkörper des Axiallagers schneiden.
- Der entscheidende Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Lageranordnung liegt darin, dass die gleichzeitige Aufnahme von radialen und axialen Lasten mit einem nicht vergrößerten radialen Bauraum erkauft werden muss. Durch die spezielle Anordnung und Ausbildung der Wälzkörper des Radiallagers und des Axiallagers wird die kombinierte Lagerbaueinheit sowohl in axialer als auch in radialer Richtung von der zylindrischen Hülse aufgenommen, so dass Radial- und Axialkräfte in einem eng begrenzten Raum aufnehmbar sind.
- Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die gesamte Lageranordnung aus wenigen Lagerbauteilen besteht, die relativ einfache geometrische Formen aufweisen und dadurch kostengünstig herstellbar sind. Daraus ergibt sich als weiterer Vorteil eine wesentlich vereinfachte Montage der gesamten Anordnung, die die Gestehungskosten der Lagerbaueinheit nochmals senkt.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 7 beschrieben.
- So ist nach Anspruch 2 vorgesehen, dass die Wälzkörper des Radiallagers ein kleineres Verhältnis von Durchmesser zur Länge als die Wälzkörper des Axiallagers aufweisen.
- In weiterer Ausbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 sollen die Wälzkörper des Radiallagers als Nadeln mit einem Verhältnis von Durchmesser zu Länge von 1:2,5 bis 1:10 ausgebildet sein.
- Nach einem weiteren anderen Merkmal gemäß Anspruch 4 soll der radial nach innen weisende Bord der zylindrischen Hülse mit einem axial nach innen weisenden Flansch versehen sein. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Wälzkörper des Axiallagers bei fehlendem Lagerkäfig nicht in radialer Richtung nach innen herausfallen können.
- Aus den Ansprüchen 5 und 6 geht hervor, dass die Wälzkörper des Radiallagers und die Wälzkörpers des Axiallageres in je einem Käfig geführt sind.
- Schließlich ist nach einem letzten Merkmal der Erfindung gemäß Anspruch 7 vorgesehen, dass die zylindrische Hülse und der Innenring durch einen spanlosen Formgebungsvorgang hergestellt sein sollen. Auf diese Weise lassen sich kostengünstig die betreffenden Bestandteile der Gesamtlageranordnung herstellen.
- Die Erfindung wird an nachstehenden Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Es zeigen:
-
1 ,3 ,5 und7 je einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß ausgestaltete Lagervariante und -
2 ,4 ,6 und8 je einen Querschnitt entlang der Linien II-II, IV-IV, VI-VI und VIII-VIII in den1 ,3 ,5 und7 . - Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
- Das in den
1 und2 dargestellte, mit1 bezeichnete und um eine Lagerachse15 rotierende vollrollige Radial-Axial-Lager setzt sich aus der zylindrischen Hülse2 und dem Innenring7 zusammen, die sich in axialer Richtung überlappen und beide durch einen spanlosen Formgebungsvorgang hergestellt sind. Zur Lageranordnung1 gehören weiter die axial ausgerichteten als Lagernadeln ausgebildete Wälzkörper9 zur Aufnahme von Radialkräften und die radial ausgerichteten Wälzkörper12 zur Aufnahme von Axialkräften. Wie weiter erkennbar, geht die zylindrische Hülse2 an ihrem linksseitigen Ende in den radial nach innen gerichteten Bord3 über, während sie rechtsseitig durch den zylindrischen Abschnitt4 fortgesetzt ist, dessen Durchmesser geringfügig kleiner als der Durchmesser der übrigen zylindrischen Hülse2 ist. Dieser zylindrische Bereich4 geht in den radial nach innen gerichteten Bord5 über, der wiederum vom axial einwärts gerichteten Flansch6 fortgesetzt ist, wobei dessen Innendurchmesser geringfügig größer als der Innendurchmesser des Innenringes7 ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass bei einer in einem nicht dargestellten Gehäuse eingepressten zylindrischen Hülse eine vom Innenring7 aufgenommene, ebenfalls nicht dargestellte Welle nicht mit der fest eingepressten Hülse2 in Kontakt steht. Der Innenring7 ist an seinem rechtsseitigen Ende mit dem radial nach außen gerichteten Bord8 versehen, wobei für die Wälzkörper9 des Radiallagers die Außenlaufbahn10 durch die zylindrische Hülse2 und die Innenlaufbahn11 durch den Innenring7 gestellt ist. Die Außenlaufbahn13 der zylindrischen Wälzkörper12 des Axiallagers ist durch den Bord5 der zylindrischen Hülse2 gestellt, während die Innenlaufbahn14 durch den Bord8 des Innenringes gebildet ist. - Wie die
1 auch zeigt, weisen die als Lagernadeln ausgebildeten zylindrischen Wälzkörper9 des Radiallagers ein Verhältnis von Durchmesser zu Län ge von etwa 1:4 auf, während die zylindrischen Wälzkörper12 des Axiallagers ein Verhältnis von etwa 1:0,6 aufweisen. Im Sinne der Erfindung kann in diesem Zusammenhang von einer tablettenförmigen Ausbildung der zylindrischen Wälzkörper12 gesprochen werden. Es ist auch erkennbar, dass die radiale Ausdehnung der zylindrischen Wälzkörper12 des Axiallagers geringfügig kleiner als die radiale Ausdehnung der Wälzkörper9 des Radiallagers ist, d. h., geringfügig kleiner als deren Durchmesser ist. Die radiale Ausdehnung der zylindrischen Wälzkörper12 des Radiallagers wird sich dabei nach dem Durchmesser der zylindrischen Wälzkörper9 des Radiallagers richten. Je größer deren Durchmesser ist, um so dicker können auch die Wälzkörper12 , betrachtet in Richtung ihrer Drehachse17 , sein. Die Verlängerungen der waagerecht verlaufenden Drehachsen16 der zylindrischen Wälzkörper9 des Radiallagers schneiden die senkrecht verlaufenden Drehachsen17 der zylindrischen Wälzkörper12 des Axiallagers im Zentrum bzw. nahezu im Zentrum der Wälzkörper12 . Auf diese Weise ist sichergestellt, dass einerseits kein zusätzlicher radialer Bauraum benötigt und andererseits relativ hohe Axiallasten übertragen werden können. Zylindrische Wälzkörper12 mit einem großem Verhältnis von Durchmesser zu axialer Länge ermöglichen es dem kombinierten Lager, die Axiallasten in einem nahezu gleichgroßen Bauraum wie das Radiallager selbst aufzunehmen. Die Verwendung von Rollen12 in Tablettenform für die Aufnahme von Axiallasten ist außerdem vorteilhaft, weil deren Durchmesservergrößerung eine größere Auswirkung auf die dynamische Tragfähigkeit als deren Längenausdehnung hat. - Das in den
3 und4 dargestellte Radial-Axial-Lager18 unterscheidet sich von dem in den1 und2 gezeigten Lager1 lediglich dadurch, dass die zylindrischen Wälzkörper9 des Radiallagers in einem Käfig19 geführt sind. - Das in den
5 und6 gezeigte Radial-Axial-Lager20 weist gegenüber dem in den3 und4 gezeigten Lager18 einen zusätzlichen Käfig21 auf, in dem die zylindrischen Wälzkörper12 des Axiallagers gehalten sind. Bei dieser Ausgestaltung kann auf den Flansch6 der zylindrischen Hülse2 verzichtet werden. - Schließlich ist in den
7 und8 ein Radial-Axial-Lager22 gezeigt, bei dem die Innenlaufbahn14 der zylindrischen Wälzkörper12 des Axiallagers durch die Laufscheibe23 gebildet ist. -
- 1
- Radial-Axial-Lager
- 2
- zylindrische Hülse
- 3
- Bord
- 4
- zylindrischer Abschnitt
- 5
- Bord
- 6
- Flansch
- 7
- Innenring
- 8
- Bord
- 9
- zylindrischer Wälzkörper
- 10
- Außenlaufbahn
- 11
- Innenlaufbahn
- 12
- zylindrischer Wälzkörper
- 13
- Außenlaufbahn
- 14
- Innenlaufbahn
- 15
- Lagerachse
- 16
- Drehachse
- 17
- Drehachse
- 18
- Radial-Axial-Lager
- 19
- Käfig
- 20
- Radial-Axial-Lager
- 21
- Käfig
- 22
- Radial-Axial-Lager
- 23
- Laufscheibe
Claims (7)
- Radial-Axial-Lager (
1 ,18 ,20 ,22 ), bestehend aus einem in einer zylindrischen Hülse (2 ) aufgenommenen Radiallager mit zylindrischen Wälzkörpern (9 ) und einem Axiallager mit zylindrischen Wälzkörpern (12 ), die beide zu einer unverlierbaren Baueinheit verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenlaufbahn (13 ) des Axiallagers durch einen radial nach innen weisenden Bord (5 ) der zylindrischen Hülse (2 ) gebildet ist, der sich an einen axial nach außen ragenden zylindrischen Abschnitt (4 ) der Hülse (2 ) anschließt, während eine Innenlaufbahn (14 ) des Axiallagers durch einen radial nach außen weisenden Bord (8 ) eines Innenringes (7 ) des Radiallagers oder durch eine Laufscheibe (23 ) gebildet ist, wobei sich Verlängerungen von Drehachsen (16 ) der zylindrischen Wälzkörper (9 ) des Radiallagers mit Drehachsen (17 ) der zylindrischen Wälzkörper (12 ) des Axiallagers in einem Zentrum der zylindrischen Wälzkörper (12 ) des Axiallagers schneiden. - Radial-Axial-Lager (
1 ,18 ,20 ,22 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (9 ) des Radiallagers ein kleineres Verhältnis von Durchmesser zu Länge als die Wälzkörper (12 ) des Axiallagers aufweisen. - Radial-Axial-Lager (
1 ,18 ,20 ,22 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (9 ) des Radiallagers als Nadeln mit ei nem Verhältnis von Durchmesser zu Länge von 1:2,5 bis 1:10 ausgebildet sind. - Radial-Axial-Lager (
1 ,18 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der radial nach innen weisende Bord (5 ) der zylindrischen Hülse (2 ) mit einem axial nach innen weisenden Flansch (6 ) versehen ist. - Radial-Axial-Lager (
18 ,20 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (9 ) des Radiallagers in einem Käfig (19 ) geführt sind. - Radial-Axial-Lager (
20 ,22 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (12 ) des Axiallagers in einem Käfig (21 ) geführt sind. - Radial-Axial-Lager (
1 ,18 ,20 ,22 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Hülse (2 ) und der Innenring (7 ) durch einen spanlosen Formgebungsvorgang hergestellt sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SCHAEFFLER KG, 91074 HERZOGENAURACH, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |