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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Aufbringen mindestens zweier chemisch unterschiedlicher fließfähiger Medien
insbesondere wässrige
Lösungen
von Polymeren, Dispersionen oder Kombinationen hieraus, die als Klebstoffe
und Lacke oder als Beschichtungen eingesetzt werden können und
deren Anwendungen.
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US 5,665,163 bezieht sich
auf eine Filmauftragsvorrichtung mit Luftabsaugung. Es wird ein gleichmäßiger Beschichtungsfilm
mit hohen Geschwindigkeiten auf ein Substrat aufgebracht, beispielsweise
in einer Papiermaschine oder einem Kalander. Dazu ist ein sich stetig
verengender Keil ausgebildet, ferner ein einstellbarer, sich stetig
verändernder
Keil sowie ein Extraktionskanal, der sich zwischen den beiden keilförmigen Abschnitten
befindet. Mittels dieser Lösung
werden die hydrodynamischen Instabilitäten minimiert, ferner die Einflüsse von
variablen Strömungen
in Zusammenhang mit einer ungleichmäßigen Zufuhr und einer dynamischen
Kontaktlinie reduziert. Die Beschichtungseinrichtung entfernt ferner
eingeschlossene Luft und überschüssiges Beschichtungsmittel
aus der Auftragszone, um die Auftragsbedingungen zu stabilisieren
und die Betriebsbedingungen der Maschine zu verbessern.
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US 5,366,551 bezieht sich
auf eine Beschichtungsvorrichtung für gefördertes, bahnförmiges Material.
Die Beschichtungseinrichtung enthält einen unter Druck stehenden
Kanal, worin ein Strom der Beschichtungsflüssigkeit zuerst in Kontakt
mit dem Substrat gelangt. Das zu beschichtende Fluid tritt in den
Kanal ein und benetzt das Substrat, wobei es in dieselbe Richtung
fließt,
in welche das Substrat gefördert
wird. Ein Rakelelement ist an der abströmseitigen Seite des Kanals
vorgesehen, an welcher überschüssiges Fluid
im Kanal entlang der Kontur des Rakelelementes aus dem Kanal gefördert wird. Die
Geometrie der stromlinienförmigen
Begrenzungen der Auftragsvorrichtung verhindert die Ausbildung von
rezirkulierenden Wirbeln und dergleichen. Das Verhindern des Auftretens
von Wirbeln reduziert das Auftreten von Instabilitäten aufgrund
Zentrifugalkräften
und reduziert schädliche
Druckschwankungen, die sich in ungleichmäßigen Beschichtungsgewichten
niederschlagen können.
Das Verhindern des Auftretens rezirkulierender Wirbel und dergleichen verhindert
ferner das Ausbilden von Lufteinschlüssen oder Luftblasen, welche
die Qualität
der Beschichtung erheblich beeinträchtigen können und im Beschichtungsgewicht
zu Ungleichmäßigkeiten
und Streifenbildung führen
können.
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US 5,735,957 betrifft eine
Doppelkammeranordnung zum Auftragen filmartiger Beschichtungen mit
einer Überströmeinrichtung.
Ein Auftragskopf ist unterhalb einer Stützrolle angeordnet und umfasst ein
Gehäuse,
welches in drei Sektionen unterteilt ist. Eine erste Sektion wird
definiert zwischen einer Überströmbegrenzung
und einer ersten Seitenwand. Eine konvergierende Platte erstreckt
sich zwischen der ersten Wand und einer zweiten Wand und konvergiert
in Richtung auf das Substrat. Eine zweite Sektion ist gebildet zwischen
der Platte und einer Abschlusswand. Das Beschichten erfolgt innerhalb
der zwei Sektionen. Eine Zone niedrigen Druckes ist zwischen der
konvergierenden Platte und der ersten Wand sowie der zweiten Wand
ausgebildet. Die Kavität öffnet sich
in Richtung der zweiten Sektion und zieht Luft sowie überschüssiges Beschichtungsmittel aus
der zweiten Zone. Das zu beschichtende Substrat wird vorgefeuchtet
während
der Passage der ersten Zone und eine Beschichtung unter Ausschluss eingeschlossener
Luftvolumina wird auf das Substrat innerhalb der zweiten Zone aufgebracht.
Die Gleichmäßigkeit
des Beschichtungsgewichtes sowie eine erhöhte Maschinengeschwindigkeit
werden auf diese Weise erreicht.
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WO
00/20123 bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Aufbringen eines fließfähigen Mediums
auf eine bewegte Oberfläche.
Es wird eine Vorrichtung zum Aufbringen eines fließfähigen Mediums
aus einer Vorratskammer auf eine an der Vorrichtung entlang bewegte
Oberfläche
sowie die Verwendung einer solchen Vorrichtung offenbart. Die Vorratskammer
deckt die Oberfläche
unter Ausbildung eines Dichtspaltes sowie eines Austrittsspaltes teilweise
ab. Um die Bildung von Luftbläschen
und Lufteinflüssen
im Medium zu vermeiden, wird vorgeschlagen, die Vorratskammer in
eine Vorkammer und eine Hauptkammer zu unterteilen. Zwischen den Kammern
ist ein Trennelement angeordnet, welches als ein Rakelelement ausgebildet
sein kann, welches zusammen mit der Oberfläche einen Trennspalt begrenzt.
Verschiedene Formen von Trennelementen werden vorgeschlagen. Die
Vorrichtung ist insbesondere zum Aufbringen einer Polymerisatdispersion
auf eine bewegte Oberfläche
geeignet. Des Weiteren wird ein Verfahren zum Betrieb einer solchen
Vorrichtung beschrieben. Gemäß des in
WO 00/20123 vorgeschlagenen Verfahrens wird der Druck des aufzubringenden
Mediums in der Vorkammer höher
als der Druck des Mediums in der Hauptkammer eingestellt.
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Aus „Perspektiven
für die
Verarbeitung von Dispersionshaftklebstoffen", Sonderdruck TI/ET 1654 d, BASF Ludwigshafen,
August 1993, J. Türk, H.
Fietzeck, H. Hesse und I. Voges geht hervor, Klebemittel in einer
Vorratskammer mit geeigneten Mitteln unter Druck zu setzen. Hierdurch
wird auch bei hohen Walzenumlaufgeschwindigkeiten eine vollständige Befüllung von
Gravurrillen gewährleistet. Abhängig vom
eingestellten Druck wird am Austrittsspalt eine unterschiedliche
Menge des Klebemittels auch auf der Oberfläche der Walze außerhalb
der Gravurrillen aus der Auftragsvorrichtung herausbefördert. Auf
diese Weise kann die Menge des auf die Walze aufgebrachten Klebemittels
und damit letztlich das Auftragsgewicht des Klebemittels auf der
zu beschichteten Bahn innerhalb eines weiten Bereiches ohne Druckanwendung
eingestellt werden. Durch den höheren
Druck in der Vorratskammer wird weiterhin erreicht, dass am Dichtspalt
nur eine stark verminderte Menge Luft in den Vorratsbehälter eingetragen
wird und auf diese Weise einer übermäßigen Schaumbildung
entgegengewirkt werden kann.
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Je
höher die
Walzenumlaufgeschwindigkeit gewählt
wird, desto höher
muss jedoch der Druck in der Vorratskammer gewählt werden, um den Eintrag von
Luft in das Klebemittel wirksam zu vermeiden. Die maximal erzielbare
Walzenumlaufgeschwindigkeit ist aber dadurch begrenzt, dass bei
weiterer Druckerhöhung
das Klebemittel in unkontrollierter Weise einerseits durch den Dichtspalt
und andererseits durch den Austrittsspalt aus dem Vorratsbehälter hinausgedrückt wird.
Ein Austreten von Klebemitteln durch den Dichtspalt führt zu einer
unerwünschten Vorlage
von Klebemitteln vor diesem Spalt, was zu einer Verschmutzung der
Umgebung der Auftragsvorrichtung und im Extremfall zu Betriebsstörungen führen kann.
Ein unkontrolliertes Austreten von Klebemittel durch den Austrittsspalt
führt wiederum
zu einem ungleichmäßigen Schichtauftrag
auf die damit zu beschichtende Bahn.
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Aus
der Publikation „Trends
in der Haftmaterialindustrie",
Dr. Rüdiger
Panzer, Herma GmbH, DE-Filderstadt, S. 4, 10 ist
bekannt, für
die Beschichtung von Dispersionshaftklebern für Geschwindigkeiten bis über 500
m/min, das Curtain-Coating einzusetzen. Aus einer schlitzförmig ausgebildeten
Düse austretendes
Material, wird in Form eines Vorhanges auf ein sich an der stationären Düse vorbeibewegendes
Substrat, wie zum Beispiel Papier, aufgebracht. Die Austrittsdüse befindet
sich in einer bestimmten Höhe
oberhalb des sich an der Düse
vorbeibewegenden Substrates. Mittels des Curtain-Coatings sind hohe
Beschichtungsgeschwindigkeiten bei gleichmäßigem Beschichtungsauftrag realisierbar.
Als weiterer Vorteil ist zu nennen, dass eine geringe mechanische
Beanspruchung des zu beschichtenden Substrats auftritt. Um eine
gute Trocknung der wässrigen
Klebstoffe bei Geschwindigkeiten bis zu 1500 m/min. zu erreichen,
müssen Hochleistungstrockner
eingesetzt werden. Aus der Veröffentlichung „Silikon-Haftkleberanlage
mit 1000 m/min., Herausforderungen an einen Lieferanten von Beschichtungsmaschinen", Ernst Meier, Bachofen
+ Meier AG, CH-Bülach,
Abschnitt B6 (Auftragswerk für
Dispersionshaftkleber) ist ein High-Speed Curtain Coater bekannt.
Eine hochpräzis
gefertigte Schlitzdüse
wird in einem Abstand von mehreren Zentimetern bei einer horizontal
verlaufenden Warenbahn installiert. Aus dem Austrittsquerschnitt
der Düse
tritt die Beschichtungsmasse als frei vorhandener Vorhang aus, wodurch
eine strukturlose, geschlossene und gleichmäßige Beschichtung auf der sich
in horizontale Richtung bewegenden Warenbahn, d.h. dem zu beschichtenden
Substrat erreichen lässt.
Mit einem derartigen Beschichtungsverfahren lassen sich höchste Querprofilgüten erreichen.
Einerseits kann die Auftragsmenge minimiert werden, wodurch die Trockenleistung
herabgesetzt werden kann. Dies reduziert die Produktionskosten erheblich.
Des Weiteren lässt
sich ein exzellentes Beschichtungsbild, d.h. eine sehr glatte, strukturfreie
Oberfläche
erreichen; des Weiteren treten keine Filmsplitteffekte auf. Darüber hinaus
ist durch dieses Verfahren eine einfache Änderung des Auftragsgewichtes über die
Steuerung der Pumpendrehzahl erreichbar. Des Weiteren ist die Zirkulationsmenge
von Beschichtungsmasse sehr klein und die Verschmutzungsneigung
gering.
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Aus
der Publikation „Curtain
Coating Technology",
Dr. Peter M. Schweizer, Polytype sind eine geschlitzte Kaskadendüse sowie
eine Mehrfachkaskadendüse
bekannt. Mit der in 1a dieser
Publikation dargestellten geschlitzten Kaskadendüse können zwei Fluide aufgetragen
werden, die an einer Mündungsstelle
der Austrittskanäle
als gemeinsamer Film auf ein Substrat aufgetragen werden können. Aus
der in 1b dargestellten
geschlitzten Anordnung können
drei unterschiedliche Fluide austreten, die beispielsweise durch
die Schwerkraft bedingt aus einer Höhe zwischen 50 und 300 mm auf
das sich an der Düse
vorbeibewegende Material, z.B. eine Warenbahn, auftreffen. Mit der
schlitzförmig
ausgebildeten Ausführungsvariante
lassen sich bis zu 3 Schichten gleichzeitig aufbringen, während mit
der in 1b der oben genannten
Publikation bis zu 10 Schichten in einem Arbeitsgang aufgebracht
werden können.
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Die
Publikation „Premetered
and Simultaneous Multilayer Technologies", Dr. Peter M. Schweizer, Polytype zeigt
Ausführungsvarianten
einer Mehrfach-Kaskadendüse,
mit welcher mehrere Schichten gleichzeitig auf eine rotierend, gekrümmt ausgebildete
Oberfläche,
wie z.B. einen Walzenmantel, aufgetragen werden können.
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Angesichts
des aufgezeichneten Standes der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, zwei fließfähige, jedoch
chemisch unterschiedliche Medien auf bewegte Oberflächen in
einem Arbeitsschritt aufzutragen, wobei die Medien u.a. miteinander
reagieren können
und hohe Beschichtungsgeschwindigkeiten auf ein in Bahnform vorliegendes Substrat
zu realisieren sind, so zum Beispiel ein Auftrag von Dispersionen
auf ein Substrat zur Herstellung von Laminaten.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
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Durch
die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung, mit
einer Mehrfach-Kaskadendüse, die
mindestens zwei Auslässe
aufweist, mindestens zwei chemisch unterschiedlich fließfähige Medien
wie z.B. wässrige
Lösungen
von Polymeren, Dispersionen oder Kombinationen hieraus aufzutragen,
lassen sich Klebstoffsysteme und Lacke, sowie Beschichtungen erzeugen.
Die Gesamtmenge der aus der mindestens zweistufig ausgebildeten
Mehrfach-Kaskadendüse
austretenden Medien liegt zwischen 2 bis 200 g/m2,
wobei das Verhältnis
der einzelnen Schichten zueinander zwischen 0,1 und 100 variiert
werden kann. Damit lassen sich beispielsweise auf eine Trägerschicht
eine extrem dünne
Kleberschicht auftragen, wobei beide Schichten gleichzeitig in zweidimensionaler
Schichtweise übereinanderliegend
kontinuierlich aus der mindestens zweistufig ausgebildeten Kaskadendüse austreten
und durch das sich mit hoher Geschwindigkeit an den Austrittsöffnungen
der Mehrfach-Kaskadendüse
vorbeibewegende, bahnförmige
Substrat auflegen.
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Das
erfindungsgemäß vorgeschlagene
Verfahren kann zur Kaschierung von Verbund- und Glanzfolien oder zum Auftragen
eines Selbstklebesystems auf bahnförmige Substrate wie z.B. Papier oder
Folien oder dergleichen eingesetzt werden. Das vorgeschlagene Verfahren
kann ferner zur Beschichtung bahnförmiger Substrate wie Papier,
Kunststofffolien oder auch zur Beschichtung von metallisierten Oberflächen eingesetzt
werden, wobei die der Oberfläche
zugewandte Schicht zur Verbesserung der Haftung oder auch als Barriereschicht
dienen kann
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Durch
das erfindungsgemäß vorgeschlagene
Verfahren können
Substrate mit Lackschichten versehen werden, wobei die Lackschichten
aufgrund der Mehrfach-Kaskadendüse einen
mehrschichtigen Schichtaufbau aufweisen. Damit können elastische und harte Schichten
in einem Arbeitsgang auf das Substrat aufgebracht werden, wobei
die harte Schicht die oben liegende, d.h. die Deckschicht bildet.
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Aufgrund
der Ausbildung der Mehrfach-Kaskadendüsen mit mindestens zwei Austrittsstufen,
lassen sich zum Beispiel auch kationische und anionsiche Polymere,
die beim Mischen normalerweise Gelieren oder Koagulieren, problemlos
auftragen.
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Des
Weiteren können
mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Verfahren Lösungen
mehrwertiger Metallsalze und Metallkomplexe mit Polymerdispersionen
in einem Arbeitsgang aufgetragen werden. Dies kann eines separaten
Schichtauftrags erfolgen.
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In
einer der chemisch unterschiedlichen Medien, d.h. über die
Mehrfach-Kaskadendüse aufzutragenden
Schichten können
Polyisocyanate, Polyepoxide oder Polyacyridine mit einer anderen
Schicht, die Dispersionen enthält,
in einem Arbeitgang aufgetragen werden. Dabei kann es sich auch
um Lösungen
handeln, der üblicherweise
als Vernetzer eingesetzten, oben genannten reaktiven Produkte handeln.
Durch die mindestens 2-stufig ausgebildete Kaskadendüse können chemisch
unterschiedliche Dispersionen als einzelne Schichten in einem Arbeitsgang
aufgetragen werden wie z.B. S/B-Dispersionen (Styrol/Butadien-Dispersionen),
Acrylat (Ethylen/Vinylacetat-Dispersionen)
und Polyurethandispersionen, Waschemulsionen oder zum Beispiel Silikonemulsionen
als Release-Schicht kombinieren. Die Release-Schicht dient als Anti-Haftschicht.
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Zeichnung
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Anhand
der Zeichnung wird die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung nachfolgend
detaillierter beschrieben.
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Es
zeigt:
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1 eine
Mehrfach-Kaskadendüse
in schematischer Ansicht,
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2 Filme
zweier fließfähiger, chemisch unterschiedlicher
Medien mit stark vergrößerter Darstellung
der Filmdicke,
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3 ein
Klebe-System mit Darstellung einer Klebeschicht und einer Sperrschicht
zwischen zwei Träger-Substraten,
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4.1 eine Mehrfach-Kaskadendüse zum Filmauftrag auf eine
gekrümmt
ausgebildete, sich an der Mehrfach-Kaskadendüse vorbeibewegende Mantelfläche,
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4.2 die Ausführungsvariante
einer Mehrfach-Kaskadendüse,
deren mehrschichtiger Gießfilm eine
Fallhöhe
vor dem Auftrag auf ein horizontal gefördertes Substrat zurücklegt und
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4.3 die Ausführungsvariante
einer Mehrfach-Kaskadendüse
zum Auftrag von zwei Medien, die an einem gemeinsamen Austritt an
der Unterseite der Mehrfach-Kaskadendüse diese verlassen.
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Ausführungsvarianten
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Der
Darstellung gemäß 1 ist
eine Mehrfach-Kaskadendüse
in schematischer Wiedergabe zu entnehmen
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Bei
der in 1 dargestellten Mehrfach-Kaskadendüse 1 handelt
es sich um eine solche, die ein Behälterteil 2 und ein
Trichterteil 3 umfasst. Unterhalb des Trichterteiles 3 schließt sich
ein sich über die
Breite senkrecht zur Zeichenebene erstreckender im Querschnitt verjüngter Kanal
an, an dessen unteren Ende sich ein erster Austrittsquerschnitt 4 für die Beschichtungsmasse
anschließt.
Bei dem in 1 dargestellten ersten Austrittsquerschnitt 4 kann
es sich um einen Austrittsquerschnitt handeln, an welchen gleichzeitig
aus dem Trichterteil 3 austretende Beschichtungsströme vereinigt
werden und gemeinsam auf das in 1 nicht
dargestellte, sich unterhalb des ersten Austrittsquerschnittes 4 an
der Mehrfach-Kaskadendüse 1 bewegende
bahnförmige
Substrat auftreffen.
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Der
Darstellung gemäß 2 sind
zwei fließfähige, jedoch
chemisch unterschiedliche Medien entnehmbar, die gleichzeitig aus
einer Mehrfach-Kaskadendüse 1 austreten.
Ein erstes fließfähiges Medium 30 verlässt den
Austrittsquerschnitt einer Mehrfach-Kaskadendüse mit einer Filmdicke 31. Die
Gießrichtung,
in welcher das erste fließfähige Medium 30 aus
der Mehrfach-Kaskadendüse 1 austritt,
ist durch Bezugszeichen 34 kenntlich gemacht, die Fließ- bzw.
Fallrichtung 35 des ersten fließfähigen Mediums 30 ist
durch Bezugszeichen 35 kenntlich gemacht. In Fließrichtung 35 gesehen
trifft das erste fließfähige Medium 30 auf
die Oberseite sich unterhalb einer Mehrfach-Kaskadendüse 1 bewegendes bahnförmiges Substrat,
wie beispielsweise eine Papier- oder
Folienbahn, auf.
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Gleichzeitig
mit dem ersten fließfähigen Medium 30 tritt
aus dem Austrittsquerschnitt der Mehrfach-Kaskadendüse 1 ein
zweites, weiteres fließfähiges Medium 32 aus.
Die Filmdicke, mit welchem das zweite fließfähige Medium 32 die
Mehrfach-Kaskadendüse 1 verlässt, ist
durch Bezugszeichen 33 gekennzeichnet und liegt mehrere
Größenordnungen unterhalb
der Filmdicke 31, mit welcher das erste fließfähige Medium 30 die
Mehrfach-Kaskadendüse 1 verlässt.
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Das
erste fließfähige Medium 30 und
das zweite, in Bezug auf das erste fließfähige Medium 30 chemisch
unterschiedliche fließfähige Medium 32, treten
gemeinsam in Gießrichtung 34 aus
dem Austrittsquerschnitt der Mehrfach-Kaskadendüse 1 aus und treffen
in Gießrichtung
bzw. Fallrichtung 35 gesehen auf die Oberseite einer in 2 nicht
dargestellten bahnförmigen
Substrates auf.
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Bei
den in 2 dargestellten fließfähigen, jedoch chemisch unterschiedlichen
Medien 30 bzw. 32 handelt es sich insbesondere
um wässrige
Lösungen
von Polymeren, Dispersionen oder Kombinationen hieraus, die als
Klebstoffe, Lacke oder Beschichtungen eingesetzt werden. Die beiden
in 2 stark vergrößert dargestellten
Filmabschnitte des ersten bzw. des zweiten fließfähigen Mediums 30, 32 werden
mittels der Mehrfach-Kaskadendüse 1 in
einem Arbeitsschritt kontinuierlich auf bahnförmige Substrate aufgebracht,
wobei die Gesamtmenge eines solchen Mehrschichtauftrages zwi schen
2 g pro m2 und 200 g pro m2 liegt.
Das Verhältnis
der Filmdicken 31 bzw. 33 innerhalb des Mehrschichtauftrages
zueinander liegt zwischen 0,1 zu 100 und ist anwendungsabhängig.
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Mittels
der beiden fließfähigen, jedoch
chemisch unterschiedlichen Medien 30, 32 können Verbunde-
oder Glanzfolien kaschiert werden oder bahnförmige Substrate mit einer Hafteigenschaft
versehen werden. Bei dem bahnförmigen
Substrat handelt es sich insbesondere um Papier, Folie oder metallisierte
Oberflächen.
Die der Oberfläche
des zu beschichtenden Substrates zugewendete Schicht dient der Verbesserung
der Haftung oder als Barriereschicht.
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Es
lassen sich durch den in 2 schematisch dargestellten
Mehrschichtauftrag Substrate lackieren bzw. elastische und harte
Schichten gemeinsam in einem Arbeitsgang auf ein bahnförmiges Substrat
aufbringen. Mit Hilfe des vorgeschlagenen Verfahrens können insbesondere
zwei Schichten kationischer oder anionischer Polymere, die beim
Schichten zum Gelieren oder Koagulieren neigen können, gemeinsam in einem Arbeitsgang
aufgetragen werden. Bei diesen Schichten handelt es sich insbesondere
um eine Kombination aus kationischen Polymerlösungen mit anionischen Dispersionen.
Es lassen sich Lösungen
mehrwertiger Metallsalze oder Metallkomplexe mit Polymerdispersionen
in einem Arbeitsgang im Mehrschichtauftrag auf ein bahnförmiges Substrat
bzw. auf eine gekrümmt
ausgebildete, relativ zur Mehrfach-Kaskadendüse bewegende Mantelfläche eines
Zylinders, wie etwa einer Walze, aufbringen. In einer der chemisch
unterschiedlichen Medien 30 bzw. 32 können Polyisocyanat,
Polyepoxide oder Polyacyridine mit einer anderen Schicht, die insbesondere
Dispersionen enthält,
kombiniert werden.
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Es
lassen sich des Weiteren Lösungen
vernetzter, reaktiver Produkte auf die Oberseite eines bahnförmigen Substrates
wie einer Papierbahn oder einer Folienbahn aufbringen.
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Bei
den fließfähigen, jedoch
chemisch unterschiedlichen Medien 30 bzw. 32 handelt
es sich um in einem Arbeitsgang auftragbare S/B-Dispersionen, Acrylat,
Ethylen/VAc-Dispersionen
sowie Polyurethan-Dispersionen, Wachsemulsionen oder Silkionemulsionen
als Release-Schicht, auch in Kombinationen miteinander.
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Des
Weiteren kann, vgl. Darstellung gemäß 2, das zweite
fließfähige Medium 32 in
einer extrem dünnen
Filmdicke zur Verbesserung der Benetzbarkeit auf eine Release-Schicht
aufgetragen werden.
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3 ist
ein Klebesystem zu entnehmen, welches ein erstes Trägersubstrat 1,
beispielsweise als Papierbahn vorliegend, aufweist. Diesem gegenüber befindet
sich ein zweites bahnförmiges
Trägersubstrat 41,
welches ebenfalls in Form einer Papierbahn oder einer Folienbahn
vorliegen kann. Zwischen dem ersten Trägersubstrat 40 und
dem zweiten Trägersubstrat 41 befinden
sich sowohl eine Klebeschicht 42 als auch eine Sperrschicht 43.
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In 4.1 ist eine Mehrfach-Kaskadendüse dargestellt,
welche eine mehrschichtige Beschichtungsmasse auf eine Walzenmanteloberfläche aufbringt.
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Die
Mehrfach-Kaskadendüse 1 umfasst mehrere
Speicher-Kanäle 60 zur
Aufnahme von chemisch unterschiedlichen fließfähigen Medien. Jeder der Speicher-Kanäle 60 wird über eine
eigene Versorgungsleitung 53 mit Beschichtungsmasse versorgt.
Die jeweiligen Beschichtungsmassen treten an einem ersten Austrittsquerschnitt 4,
einem zweiten Austrittsquerschnitt 5 sowie an einem dritten
Austrittsquerschnitt 50 an einer Planseite 57 der
Mehrfach-Kaskadendüse 1 aus
dieser aus und bilden einen mehrschichtig aufgebauten Film. Dieser
bewegt sich entlang der Planseite 57 der Mehrfach-Kaskadendüse 1 auf
einen Stützkeil 52 zu,
der in der Darstellung gemäß 4.1 seitlich an eine rotierende, gekrümmte Fläche 55 angestellt
ist. Bei der rotierenden, gekrümmten
Fläche 55 kann
es sich zum Beispiel um einen Walzenmantel einer angetriebenen Walze
handeln. Die im Drehsinn 56 rotierende gekrümmte Fläche 55 nimmt
den an der Planseite 57 der Mehrfach-Kaskadendüse 1 abströmenden Mehrschicht-Film 51 auf
und nimmt diesen aufgrund ihrer Rotation im Drehsinn 56 in
eine Abnahmerichtung 54 ab.
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Aufgrund
des Aufbaus der Mehrfach-Kaskadendüse 1 sind die einzelne
Speicher-Kanäle 60 voneinander
getrennt. Jedem der in der Mehrfach-Kaskadendüse 1 gemäß 4.1 verarbeitbaren Beschichtungsmassen ist ein
eigener Austrittsquerschnitt 4, 5 oder 50 zugeordnet,
so dass sich die einzelnen Beschichtungsmassen erst bei Austritt
aus den Austrittsquerschnitten 4, 5, 50 an
der Planseite 57 der Mehrfach-Kaskadendüse 1 zu einem Mehrschicht-Film 51 vereinigen
und als Mehrschicht-Film 51 am Stützkeil 52 in Abnahmerichtung 54 abgenommen
werden.
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Der
in 4.2 dargestellten Ausführungsvariante einer Mehrfach-Kaskadendüse ist zu
entnehmen, dass die Mehrfach-Kaskadendüse 1 auch gemäß dieser
Ausführungsvariante
mehrere voneinander getrennte Speicher-Kanäle 60 enthält. Jeder
der Speicher-Kanäle 60 wird über eine
eigene Versorgungsleitung 53 mit einer Beschichtungsmasse
versorgt. Bei den über
die Versorgungsleitungen 53 in die Mehrfach-Kaskadendüse 1 eintretenden
Beschichtungsmassen kann es ich um wässrige Lösung von polymeren Dispersionen
oder Kombinationen hieraus zur Herstellung von Klebe stoffen, Lacken und
Beschichtungen handeln. Durch die Ausführung der Mehrfach-Kaskadendüse 1 gemäß den Darstellungen
in 4.1 und in 4.2 können elastische und
harte Schichten in einem Arbeitsgang gemeinsam aufgebracht werden.
Die Anzahl der herstellbaren Schichten, die in einem Mehrschicht-Film 51 in
einem Arbeitsgang auf eine gekrümmte
Fläche 55 bzw. auf
eine horizontal die Mehrfach-Kaskadendüse 1 passierende
Warenbahn aufgebracht werden können,
hängt ab
von der Anzahl der Speicher-Kanäle 60 aus
denen die einzelnen, die Schichten bildenden fließfähigen, jedoch
chemisch unterschiedlichen Medien aus den Speicher-Kanälen 60 austreten.
Mit den in 4.1 bzw. 4.2 dargestellten
Mehrfach-Kaskadendüsen 1 lassen
sich zum Beispiel Mehrschicht-Filme 51 mit drei Schichten
herstellen.
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Die
in den Speicher-Kanälen 60 jeweils
bevorrateten chemisch unterschiedlichen, jedoch fließfähigen Medien
treten an ihren jeweiligen Austrittsquerschnitten 4, 5 und 50 an
der Planseite 57 der Mehrfach-Kaskadendüse 1 aus und vereinigen
sich zu dem Mehrschicht-Film 51. Dieser fließt aufgrund der
Schwerkraft an der Planseite 57 der Mehrfach-Kaskadendüse gemäß der Darstellung
in 4.2 ab und wird durch einen als Stützrundung 58 ausgebildeten
Vorsprung umgelenkt. Von der Stützrundung 58 strömt der Mehrschicht-Film 51 als Filmvorhang
ab und fällt
aufgrund der Schwerkraft nach Durchtreten einer Fallhöhe 59 auf
die Oberseite einer zu beschichtenden, sich relativ zur Mehrfach-Kaskadendüse 1 an
dieser vorbeibewegende Warenbahn 55 auf. Die Warenbahn 55 bewegt
sich in Förderrichtung 56,
so dass der Mehrschicht-Film 51 nach Durchtreten der Fallhöhe 59 von
der kontinuierlichen Warenbahn 55 in Abnahmerichtung 54 abgenommen
wird. Bei der Abnahme des Mehrschicht-Films 51 nach Durchtreten
der Fallhöhe 59 bildet
sich auf der Oberseite der sich in Förderrichtung 56 bewegenden
Warenbahn 55 ein gleichmäßiger, jedoch mehrschichtiger
Beschichtungsfilm aus. Je nach Schichtstärke (vgl. die Darstellung gemäß 2)
vermischen sich die einzelnen Schichten, d.h. die Filme des Mehrschicht-Films 51 nicht
und können somit
zwar in einem Arbeitsgang gleichzeitig, aber im Wesentlichen unvermischt
auf die Oberseite der sich in Förderrichtung 56 bewegenden
Warenbahn 55 aufgetragen werden. Dies macht einerseits
eine kompakt bauende Auftragskombination, so zum Beispiel zur Herstellung
von Klebesystemen unter Vermeidung von Silikonauftragswerken und
dergleichen möglich.
Die aus dem Stand der Technik bekannten bauraumintensiven Trocknungsvorrichtungen
können
kleiner dimensioniert werden.
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Der
Darstellung gemäß 4.3 ist eine weitere Ausführungsvariante einer Mehrfach-Kaskadendüse 1 zu
entnehmen. Die in 5.3 dargestellte Mehrfach-Kaskadendüse 1 umfasst
ein keilförmig ausgebildetes
Mittelteil 62 sowie ein erstes Seitenteil 63 und
ein zweites Seitenteil 64. Das erste Seitenteil 63 bzw.
das zweite Seitenteil 64 liegen an Anlageflächen 65 des
keilförmig
ausgebildeten Mittelteiles 62 der Mehrfach-Kaskadendüse 1 an.
Zwischen den Anlageflächen 65 des
Mittelteiles 62 und dem die sen zugewandten Flächen der
Seitenteile 63 bzw. 64 werden einerseits die Versorgungsleitungen 53 gebildet und
andererseits die sich von den Speicher-Kanälen 60 aus zu einer
Kanalmündung 61 erstreckenden
Kanäle.
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Mit
der in 4.3 dargestellten Ausführungsvariante
der Mehrfach-Kaskadendüse 1 können zwei
chemisch unterschiedliche, jedoch fließfähige Medien über einen
gemeinsamen Austrittsquerschnitt 6 als Film auf die Oberseite
einer sich in Förderrichtung 56 bewegenden
Warenbahn 55 aufgetragen werden. Nach Durchwandern der
Fallhöhe 59 von
der Kanalmündung 61 bis
zur Oberseite der sich in horizontale Richtung entlang der Mehrfach-Kaskadendüse 1 bewegenden
Warenbahn 55 wird der hier zweischichtig aufgebaute Mehrschicht-Film 51 in
Abnahmerichtung 54 von der Oberseite der Warenbahn 55 aufgenommen
und bildet auf deren Oberseite eine gleichmäßig ausgebildete Beschichtung.
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Mit
der in 4.3 dargestellten Mehrfach-Kaskadendüse 1 lassen
sich zum Beispiel die in 2 dargestellten ersten und zweiten
fließfähigen Medien 30 bzw. 32 in
unterschiedlichen Filmdicken 31 bzw. 33 auf die
Oberseite der Warenbahn 55 auftragen. Die in unterschiedlichen
Filmdicken 31 bzw. 33 aus dem gemeinsamen Austrittsquerschnitt 6 austretenden
fließfähigen Medien 30 bzw. 32 treten
in Gießrichtung 34 aus
dem gemeinsamen Austrittsquerschnitt 6 der Mehrfach-Kaskadendüse 1 aus
und strömen
in Fließrichtung 35 der
Oberseite einer sich in horizontale Richtung entlang der Mehrfach-Kaskadendüse 1 vorbeibewegenden
Warenbahn zu. Das Verhältnis
der Filmdicke 31 des ersten fließfähigen Mediums 30 zur
Filmdicke 33 des zweiten fließfähigen Mediums 32 kann
im Bereich zwischen 0,2 bis 100 variieren und je nach Erfordernissen
eingestellt werden. Im Rückgriff
auf die Darstellung gemäß 2 wird
angemerkt, dass das erste fließfähige Medium 30 beispielsweise
in einer Filmdicke 31 von 20 μm aufgetragen wird und an seiner
Seite das zweite fließfähige Medium 32,
welches zum Beispiel in einer Filmdicke 33 von etwa 2 μm aufgetragen
wird, unterstützt.
Beide fließfähigen Medien 30 bzw. 32 strömen gleichzeitig
aus dem gemeinsamen Austrittsquerschnitt 6, zum Beispiel
an der Unterseite der Kanalmündung 61 der
Mehrfach-Kaskadendüse 1 gemäß der Darstellung
in 4.3 ab und treffen auf die Oberseite der sich
in horizontaler Richtung an der Kanalmündung 61 vorbeibewegenden
Materialbahn 55 auf. Diese nimmt den in 2 dargestellten,
beispielsweise zweischichtig ausgebildeten Mehrschicht-Film 51 in
Abnahmerichtung 54 ab.
-
Mit
den in 4.1, 4.2 bzw. 4.3 dargestellten verschiedenen Ausführungsvarianten
einer Mehrfach-Kaskadendüse 1 können Verbund-
und Glanzfolien kaschiert werden oder bahnförmige Substrate wie beispielsweise
Kunststoff- oder Papierbahnen 55 mit einer Haftungseigenschaft
durch Aufbringen eines Klebstoffsystems versehen werden. Es lassen
sich insbesondere bahnförmige
Substrate, wie Papierbahnen, Kunststofffo lien oder metallisierte Oberflächen beschichten,
wobei die der Oberfläche zugewandte
Schicht zur Verbesserung der Haftung oder als Barriereschicht wirkt.
-
Durch
die Mehrfach-Kaskadendüse 1,
mit welchen mindestens zwei fließfähige, jedoch chemisch unterschiedliche
Medien verarbeitet werden können,
lassen sich je nach Anzahl der Speicher-Kanäle 60 zwei, drei,
vier, fünf
oder mehr unterschiedliche Beschichtungsmassen als Mehrschicht-Film 51 auf
ein beispielsweise in bahnförmiger
Form vorliegendes Substrat 55 aufbringen. Es können elastische
und harte Schichten je nach Beaufschlagung der Speicher-Kanäle 60 mit
dementsprechenden Komponenten in einem Arbeitsgang auf das Substrat 55 aufgetragen
werden. So lassen sich in besonders vorteilhafter Weise zwei Schichten
kationischer und anionischer Polymere, die beim Schichten zum Gelieren
oder Koagulieren neigen würden,
durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene
Lösung
in einem Arbeitsgang auf das bahnförmige Substrat 55 aufbringen.
Die Gesamtmenge des Mehrschichtenauftrages durch Bildung eines Mehrschicht-Films 51 kann
je nach Erfordernissen und gewünschter
Schichtdicke zwischen 2 g pro m2 und 200
g pro m2 variiert werden. Das Verhältnis besonders
hervorragender Resultate werden erhalten, wenn das Verhältnis der
einzelnen Schichten innerhalb des Mehrschicht-Films 51 zueinander
zwischen 0,1 und 100 liegt. Die beiden beispielsweise über die
Mehrfach-Kaskadendüse 1 gemäß 4.3 auf das bahnförmige Substrat 55 auftragbaren
fließfähigen Medien 30 bzw. 32 können zum
Beispiel eine Kombination aus kationischen Polymerlösungen in
anionischen Dispersionen sein. Es lassen sich ferner Lösungen mehrwertiger
Metallsalze oder Metallkomplexe mit Polymerdispersionen herstellen.
Die mindestens zwei chemisch unterschiedlichen Medien, die fließfähig sind,
können
Polyisocyanate, Polyepoxide oder Polyacyridine mit einer anderen
Schicht, die Dispersionen enthält,
in Kombination miteinander gleichzeitig in einem Arbeitsgang aufgetragen
werden. Es können
ebensogut Lösungen
als vernetzter eingesetzter reaktiver Produkte in einem Arbeitsgang
mittels der in 4.1, 4.2 und 4.3 dargestellten Ausführungsvarianten der Mehrfach-Kaskadendüse 1 auf
ein bahnförmiges
Trägersubstrat
aufgebracht werden. Bei den fließfähigen, jedoch chemisch unterschiedlichen mindestens
zwei Medien 30 bzw. 32 können als einzelne Schichten
in einem Arbeitsgang zum Beispiel S/B-Dispersionen (Styrol/Butadien-Disperionen), Acrylate
(Dispersionen), Ethylen, Vinylacetat-Dispersionen, Polyurethandispersionen,
Waschemulsionen oder Silikonemulsionen als Release-Schicht in Kombination
miteinander aufgetragen werden. So lässt sich durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren
zum Beispiel eine erste dünne
Schicht zur Verbesserung der Benetzbarkeit auf eine Release-Schicht
aufbringen.
-
- 1
- Mehrfach-Kaskadendüse
- 2
- Behälterteil
- 3
- Trichterteil
- 4
- erster
Austrittsquerschnitt
- 5
- zweiter
Austrittsquerschnitt
- 6
- gemeinsamer
Austrittsquerschnitt
- 30
- erstes
fließfähiges Medium
- 31
- Filmdicke
erstes fleißfähiges Medium
- 32
- zweites
fließfähiges Medium
- 33
- Filmdicke
zweites fließfähiges Medium
- 34
- Gießrichtung
- 35
- Fließrichtung
- 40
- erstes
Trägersubstrat
- 41
- zweites
Trägersubstrat
- 42
- Klebeschicht
- 43
- Sperrschicht
- 50
- dritter
Austrittsquerschnitt
- 51
- Mehrschicht-Film
- 52
- Stützkeil
- 53
- Versorgungsleitung
- 54
- Abnahmerichtung
- 55
- rotierende,
gekrümmte
Fläche
- 56
- Drehsinn
- 57
- Planseite
- 58
- Stützrundung
- 59
- Fallhöhe
- 60
- Speicher-Kanal
- 61
- Kanalmündung
- 62
- Mittelteil
- 63
- erstes
Seitenteil
- 64
- zweites
Seitenteil
- 65
- Anlagefläche