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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine optisch gepumpte Laservorrichtung nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
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Optisch gepumpte Laservorrichtungen
sind beispielsweise aus der Druckschrift WO 01/93386 bekannt. Hierin
sind Halbleiterkörper
mit einem Vertikalemitter beschrieben, der von einer internen Pumpstrahlungsquelle,
vorzugsweise einem kantenemittierenden Laser, optisch gepumpt wird.
Vertikalemitter und Pumpstrahlungsquelle sind dabei monolithisch integriert
ausgeführt.
Der Inhalt dieser Druckschrift sowie der Inhalt der prioritätsbegründenden
Patentanmeldung
DE 103 06 997.6 wird
durch Referenz in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.
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Weiterhin sind auch Vorrichtungen
mit einem von einer externen Pumpstrahlungsquelle optisch gepumpten
Vertikalemitter bekannt. Zusammenfassend werden intern und extern
gepumpte Vertikalemitter auch als Halbleiterscheibenlaser bzw. im
Folgenden kurz als Scheibenlaser bezeichnet.
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Zur Erzeugung von Laserimpulsen kann
bei derartigen Lasern beispielsweise die Pumpstrahlungsquelle gepulst
betrieben werden. Weiterhin sind zur Erzeugung von Laserimpulsen
Verfahren wie Gain-Switching oder Q-Switching bekannt. Die hiermit
erreichbaren Impulsdauern liegen typischerweise im Mikrosekunden-
bis Nanosekundenbereich und sind also erheblich größer als
eine Pikosekunde.
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Um kürzere Impulsdauern zu realisieren, wird
bei herkömmlichen
Lasern wie beispielsweise Farbstofflasern, Titan-Saphir-Lasern oder
blitzlampengepumpten Nd:YLF-Lasern das Prinzip der Modenkopplung
herangezogen.
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Bei der Modenkopplung werden mehrerer Moden
eines Laserresonators phasenstarr derart gekoppelt, dass das resultierende
elektromagnetische Feld einem kurzen Impuls entspricht, der im Resonator
umläuft.
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Bei der Modenkopplung wird zwischen
aktiver und passiver Modenkopplung unterschieden. Die aktive Modenkopplung
basiert auf einer Modulation der Resonatorverluste, beispielsweise
mittels eines elektrooptischen Modulators, der abgestimmt auf die Resonatorlänge angeregt
wird. Allerdings erfordert eine aktive Modenkopplung neben einem
geeigneten Medium eine externe Hochfrequenz-Ansteuerung, wodurch
der Aufwand für
eine aktive Modenkopplung erhöht
wird.
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Bei der passiven Modenkopplung erzeugt demgegenüber das
resonatorinterne elektromagnetische Feld selbst eine Modulation
der Resonatorverluste oder anderer Resonatoreigenschaften, welche wiederum
auf das resonatorinterne Strahlungsfeld zurückwirkt. Ein Beispiel der passiven
Modenkopplung ist die Kerrlinsen-Modenkopplung bzw. die Selbstphasenmodulation
bei einem Titan-Saphir-Laser.
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Die erreichbare Impulsdauer hängt dabei
unter anderem von der Verstärkungsbandbreite
des Lasermediums bzw. der Anzahl der koppelbaren Moden ab.
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Halbleiterlaser werden in der Regel
ohne Modenkopplung betrieben. Dies ist unter anderem dadurch begründet, dass
oftmals der Resonator von Seitenflächen des Halbleiterlaserchips
gebildet und somit für
einen gesonderten Modenkoppler nicht zugänglich ist. Zudem ist bei herkömmlichen
Halbleiterlasern in der Regel die Verstärkungsbandbreite und die Strahlungsintensität für eine passive
Modenkopplung nicht ausreichend.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Laservorrichtung der eingangs genannten Art zur Erzeugung von Laserimpulsen
zu schaffen. Die Impulsdauer soll insbesondere im Pikosekunden- bzw.
Femtosekundenbereich liegen.
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Diese Aufgabe wird durch eine Laservorrichtung
gemäß Patentanspruch
1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Erfindungsgemäß ist eine Laservorrichtung zur
Erzeugung von Laserimpulsen mit einem optisch gepumpten Halbleiterlaser
vorgesehen, wobei der Halbleiterlaser einen externen Resonator aufweist,
in dem mindestens ein Modenkoppler angeordnet ist.
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Es hat sich im Rahmen der Erfindung
gezeigt, dass bei einem optisch gepumpten Halbleiterlaser sowohl
die Verstärkungsbandbreite
als auch die erreichbare Strahlungsintensität in einem Bereich liegen,
der insbesondere eine passive Modenkopplung ermöglicht.
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Der Modenkoppler kann bei der Erfindung als
externer Modenkoppler außerhalb
des Halbleiterlasers angeordnet und/oder als interner Modenkoppler
in den Halbleiterkörper
integriert sein. Auch ein zweistufiger Aufbau mit einem externen
Modenkoppler, beispielsweise zum Starten der Modunkopplung, in Verbindung
mit einem internen Modenkoppler zur weiteren Impulsverkürzung oder
Stabilisierung der Modenkopplung ist vorteilhaft.
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Vorteilhafterweise ist bei einem
optisch gepumpten Halbleiterlaser mit externem Resonator die Resonatorlänge in weiten
Bereichen frei wählbar,
so dass genug Raum für
einen externen Modenkoppler zur Verfügung steht. Weiterhin kann
die Resonatorlänge
so gewählt
werden, dass innerhalb der Verstärkungsbandbreite
eine für
einen modengekoppelten Betrieb ausreichende Zahl von Resonatormoden
vorhanden ist.
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Mit der Erfindung kann so eine hocheffiziente Lichtquelle
zur Erzeugung kurzer Impulse, insbesondere im Pikosekunden- bzw.
Femtosekundenbereich, realisiert werden, die sich zusätzlich durch
eine gute Strahlqualität
auszeichnet. Weiterhin ist eine kompakte Bauweise möglich, bei
der weitgehend Halbleiterbauelemente verwendet werden.
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Bei einer ersten Ausführungsform
der Erfindung ist eine externe Pumpstrahlungsquelle zum Pumpen des
Halbleiterlasers vorgesehen. Vorzugsweise wird hierfür ein herkömmlicher
kantenemittierender Diodenlaser verwendet. Diese Ausführungsform
zeichnet sich durch eine vergleichsweise einfache Struktur des Halbleiterlasers
aus. Weiterhin können
leicht verfügbare
und kommerziell erhältliche Bauelemente
als Pumpstrahlungsquelle verwendet werden. Schließlich sind
sowohl die Pumpstrahlungsquelle als auch der optisch gepumpte Halbleiterlaser
leicht zugänglich,
wobei die Anordnung der Komponenten in weiten Grenzen variiert werden kann.
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Eine zweite Ausführungsform der Erfindung weist
einen optisch gepumpten Halbleiterlaser mit einer monolithisch integrierten
Pumpstrahlungsquelle auf. Bei dieser Ausführungsform besteht die Laservorrichtung
aus besonders wenig Einzelkomponenten, wodurch der Aufwand für Montage
und Justierung vorteilhaft reduziert wird. Weiterhin zeichnet sich
diese Ausführungsform
aufgrund der monolithischen Integration von Pumpstrahlungsquelle
und Halbleiterlaser durch eine hohe Stabilität aus.
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Bevorzugt ist der Modenkoppler als
passiver Modenkoppler ausgeführt.
Es hat sich im Rahmen der Erfindung herausgestellt, dass bei einem
optisch gepumpten Halbleiterlaser der genannten Art resonatorinterne
Strahlungsfelder mit so hohen Intensitäten erzeugbar sind, dass eine
passive Modenkopplung möglich
ist. Gegenüber
einem aktiven Modenkoppler weist ein passiver Modenkoppler den Vorteil auf,
dass keine externe Ansteuerung erforderlich ist.
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Der Modenkoppler ist vorzugsweise
als sättigbarer
Absorber, insbesondere aus einem Halbleitermaterial, ausgeführt. Ein
sättigbarer
Absorber erfordert verglichen mit anderen passiven Modenkopplern
eine vergleichsweise geringe Strahlungsintensität. Dadurch werden einerseits
die Anforderungen an die Pumpstrahlungsquelle vorteilhaft gesenkt,
da auch mit einer relativ geringen Pumpleistung ein modengekoppelter
Betrieb möglich
ist. Andererseits wird mittels eines sättigbaren Absorbers der Start
eines modengekoppelten Betriebs erleichtert.
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Beim Start eines modengekoppelten
Betriebs geht die Laservorrichtung in der Regel von einem Dauerstrichbetrieb
mit der hierfür
typischen Strahlungsintensität
in einen stationären
modengekoppelten Betrieb über,
der bei wesentlich höheren Intensitäten aufrechterhalten
wird. Ein Modenkoppler, der nur eine geringe Strahlungsintensität erfordert,
erleichtert diesen Übergang.
Der stationäre
modengekoppelte Betrieb kann durch weitere Modenkopplungsmechanismen
wie Kerrlinsen-Modenkopplung, Selbstphasenmodulation oder auch Kreuzphasenmodulation
unterstützt
und stabilisiert werden.
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Zudem sind sättigbare Absorber vorteilhaft für die Unterdrückung eines
unerwünschterweise
simultan zum modengekoppelten Betrieb auftretenden Dauerstrichbetriebs.
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Es sei jedoch angemerkt, dass im
Rahmen der Erfindung auch eine andere Unterdrückung eines Dauerstrichbetriebs
ohne sättigbaren
Absorber möglich
ist. Hierzu können
beispielsweise die für
einen modengekoppelten Betrieb und einen Dauerstrichbetrieb unterschiedlichen
thermischen Linsen und/oder Kerr-Linsen in Verbindung mit einer
leichten Defokussierung des resonatorinternen Strahlungsfeldes bezüglich des
laseraktiven Mediums dienen.
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Sättigbare
Absorber auf Halbleiterbasis können
auch mit einem Spiegel, insbesondere einem Resonatorspiegel, kombiniert
werden. Dadurch wird die Zahl der Komponenten und damit der Montage- und
Justieraufwand reduziert. Weiterhin treten bei einer solchen Kombination
von Spiegel und sättigbarem
Absorber Feldüberhöhungen auf,
die die für
eine passive Modenkopplung erforderliche Intensität weiter
reduzieren. Derartige Modenkoppler sind auch als SESRM (SEmiconductor
Saturable Absorber Mirror) bekannt.
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Alternativ kann ein solcher sättigbarer
Absorber auch in den Halbleiterkörper
des Halbleiterlasers integriert sein. Ein sättigbarer Absorber auf Halbleiterbasis
weist in der Regel wie auch der Halbleiterlaser eine Mehrzahl von
Halbleiterschichten auf.
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Beispielsweise kann eine sättigbarer
Absorber als Quantentopfstruktur ausgeführt sein. Für den Einsatz als sättigbarer
Absorber zur Erzeugung kurzer und ultrakurzer Impulse sollte die
Lumineszenzlebensdauer dieser Quantentopfstrukur möglichst
gering sein. Dies kann zum einen durch eine oberflächennahe
Anordnung der Quantentopfstrukur erreicht werden, so dass die vergleichsweise
schnelle Oberflächenrekombination
zu einer kurzen Lumineszenzlebensdauer beiträgt. Zum anderen kann eine kurze
Lumineszenzlebensdauer durch ein Aufwachsen der Quantentopfstruktur
bei vergleichsweise tiefen Temperaturen, etwa im Bereich zwischen
300°C und
500°C, erzielt
werden.
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Bei einer Kombination mit einem Spiegel
wie zum Beispiel einem Bragg-Spiegel ist es weiterhin vorteilhaft,
die Quantentopfstruktur des sättigbaren Absorber
so nahe am Spiegel anzuordnen, dass ein einfallender Teil eines
Impulses sich mit einem bereits reflektierten Teil des Impulses
im Bereich der Quantenstruktur überlagert
und so eine Überhöhung des
Strahlungsfeldes entsteht.
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Werden diese Halbleiterschichten
in einem gemeinsamen Herstellungsprozess aufgewachsen, so kann der
Herstellungsaufwand für
eine erfindungsgemäße Laservorrichtung
vorteilhaft reduziert werden. Zudem kann auf diese Weise eine sehr
kompakte Laservorrichtung zur Erzeugung kurzer Impulse realisiert
werden.
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Bei einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung ist innerhalb des externen Resonators eine Vorrichtung
zur Phasenkompensation angeordnet. Bei Laservorrichtungen zur Erzeugung
ultrakurzer Impulse im Pikosekunden- und Femtosekundenbereich wird
die minimal erreichbare Impulsdauer durch die Gruppengeschwindigkeitsdispersion
im Laserresonator beeinflusst. Mittels einer Vorrichtung zur Phasenkompensation
wird die Gruppengeschwindigkeitsdispersion innerhalb des Resonators
kompensiert und damit die Impulsdauer vorteilhaft verringert. Insbesondere
sind so im Rahmen der Erfindung sub-Pikosekundenimpulse und Femtosekundenimpulse
erzeugbar.
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Die Vorrichtung zur Phasenkompensation kann
beispielsweise Prismen, Gittern, linearen oder gechirpten Spiegeln,
Linsen und/oder optische Fasern aufweisen. Der Aufbau einer Vorrichtung
zur Phasenkompensation mit einer vier Prismen umfassenden Prismenstrecke
ist beispielsweise für
Titan-Saphir-Laser
an sich bekannt und wird daher an dieser Stelle nicht weiter erläutert.
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Weiterhin kann zur Phasenkompensation
ein gechirpter Spiegel verwendet werden. Ein gechirpter Spiegel
modifiziert bei der Reflexion eines Strahlungsimpulses zugleich
dessen Frequenzverteilung. Da auch die Gruppengeschwindigkeitsdispersion
zu unterschiedlichen Laufzeiten der einzelnen spektralen Anteile
eines Impulses und somit zu einer Modifkation von dessen Frequenzverteilung
führt,
kann ein entsprechend angepasster gechirpter Spiegel zur Aufhebung
dieser Modifikation, also zur Phasenkompensation verwendet werden.
Beispielsweise kann ein gechirpter Spiegel bei einem gefalteten
Resonator als Faltungsspiegel eingesetzt werden.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung weist
einen Resonator mit zwei Resonatorästen auf, wobei ein erster
Resonatorast zur Erzeugung von Laserimpulsen mit einer Grundwellenlänge λ1 und
ein zweiten Resonatorast zur Erzeugung von Laserimpulsen mit einer
Grundwellenlänge λ2 vorgesehen
ist (Zweifarbenlaser). Es sei angemerkt, dass diese Ausgestaltung
auch im Dauerstrichbetrieb bereits eine Erfindung darstellt. Vorteilhafterweise
können
so mittels einer Laservorrichtung Laserimpulse unterschiedlicher
Wellenlänge
zugleich erzeugt werden.
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Besonders vorteilhaft ist bei einem
solchen Zweifarbenlaser ein modengekoppelter Betrieb. Dieser ermöglicht bei
einer gegenseitigen Wechselwirkung der Laserimpulse mit den Wellenlängen λ1 und λ2 deren
phasenstarre Kopplung, so dass die Laserimpulse zeitlich synchronisiert
sind.
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Weitere Merkmale, Vorzüge und Zweckmäßigkeiten
der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
sieben Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit den 1 bis 8.
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Es zeigen
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1 eine
schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung,
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2 eine
schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung,
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3 eine
schematische graphische Darstellung der Gruppengeschwindigkeitsdispersion
und der Verstärkung
in Abhängigkeit
der Wellenlänge
bei dem ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung,
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4 eine
schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung,
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5 eine
schematische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung,
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6 eine
schematische Darstellung eines fünften
Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung,
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7 eine
schematische Darstellung eines sechsten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung,
und
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8 eine
schematische Darstellung eines siebten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Laservorrichtung.
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Gleiche oder gleichwirkende Elemente
sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
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Die in 1 dargestellte
Laservorrichtung weist einen Halbleiterlaser 1 auf, der
auf eine Wärmesenke 2 montiert
ist. Als Halbleitermaterial eignen sich beispielsweise Materialien
wie InGaAlP, InAlGaN, AlGaAs, InGaAsP, GaAsN, InGaAsN, GaSb und
InP.
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Der Halbleiterlaser 1 ist
als Scheibenlaser ausgebildet, der von einer externen Pumpstrahlungsquelle 3 optisch
gepumpt wird. Die Pumpstrahlung 24 wird dabei vorzugsweise
schräg
auf die auskoppelseitige Oberfläche
des Halbleiterlasers 1 eingestrahlt.
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Im einzelnen umfasst der Halbleiterlaser
unter anderem eine aktive Schicht 4 mit einer vertikal emittierenden
Quantentopfstruktur, die beispielsweise zwischen Wellenleiterschichten,
und/oder Mantelschichten angeordnet sein kann.
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Ruf der der Wärmesenke 2 zugewandten Seite
der aktiven Schicht 4 weist der Halbleiterlaser weiterhin
eine Spiegelschicht 5 auf, die bevorzugt als Bragg-Spiegel
ausgeführt
ist.
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Der Resonator des Halbleiterlasers
ist als externer Resonator ausgeführt und wird von einem SESAM 6,
einem Auskoppelspiegel 7, einem ersten Faltungsspiegeln 8 sowie
der einen zweiten Faltungsspiegel darstellenden Spiegelschicht 5 gebildet.
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In dem SESAM 6 ist ein sättigbarer
Halbleiterabsorber 10 mit einem Spiegel 9 kombiniert.
Der sättigbare
Halbleiterabsorber 10 dient als Modenkoppler in dem Laserresonator
und der Spiegel 9 zugleich als Resonatorendspiegel.
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Das sich im Betrieb in dem externen
Resonator ausbildende Strahlungsfeld ist schematisch anhand einer
Strahlachse 11 und eines Strahlradius 12 dargestellt.
Als Strahlradius kann beispielsweise der Strahlradius in Näherung der
Gauss'schen Optik
herangezogen werden.
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Der Auskoppelspiegel und der Faltungsspiegel
sind konkave Spiegel, deren Krümmungsradius und
Anordnung jeweils so gewählt
ist, dass einerseits im Bereich des SESAMs 6 und andererseits
im Bereich des Halbleiterlasers 1 eine Strahltaille und
somit ein Intensitätsmaximum
des resonatorinternen Strahlungsfeldes entsteht. Diese Konfiguration
ist für die
Modenkopplung mittels des sättigbaren
Absorbers 10 sowie für
eine effiziente Wechselwirkung mit der Pumpstrahlung der Pumpstrahlungsquelle 3 vorteilhaft.
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Im Betrieb startet bei niedrigen
Pumpleistungen die Laservorrichtung zunächst im Dauerstrichbetrieb.
Bei ausreichend hoher Pumpleistung kann eine geringfügige externe
Störung
eine kurzzeitige Modulation der Resonatoreigenschaften bewirken,
die zunächst
zu einem ungeregelten gepulsten Betriebszustand führt. Die
hierbei entstehenden Laserimpulse weisen eine höhere Intensität als das
Strahlungsfeld im Dauerstrichbetrieb auf, so dass diese Laserimpulse
den Absorber 10 entsprechend stärker sättigen, d.h. dessen Absorption
beim Durchgang eines Impulses in höherem Maße reduzieren als das Strahlungsfeld
im Dauerstrichbetrieb. Somit sind die Umlaufverluste für Laserimpulse
geringer als für
ungekoppelte Dauerstrich-Moden, die Laserimpulse werden bei jedem
Resonatorumlauf im Halbleiterlaser 1 vorrangig verstärkt und
im SESAM 6 modengekoppelt, bis ein stationärer modengekoppelter
Betriebszustand erreicht ist.
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Die hiermit erreichbare Impulsdauer
liegt im Pikosekunden- und
sub-Pikosekundenbereich, typischerweise etwa zwischen 15 ps und
500 fs.
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In 2 ist
ein zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem ersten Ausführungsbeispiel
vor allem darin, dass der Halbleiterlaser eine monolithisch integrierte
Pumpstrahlungsquelle 3a, 3b aufweist.
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Im einzelnen ist in dem Halbleiterkörper eine aktive
Schicht 4 mit einer vertikal emittierenden Quantentopfstruktur
ausgebildet, der in lateraler Richtung jeweils eine Pumpstrahlungsquelle 3a, 3b, vorzugsweise
ein kantenemittierender Laser, nachgeordnet ist. Die Pumpstrahlung 24 wird
somit seitlich in die Quantentopfstruktur eingestrahlt, die Emission
erfolgt in vertikaler Richtung.
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Zur elektrischen Versorgung der Pumpstrahlungsquelle 3a, 3b sind
oberseitig und rückseitig
auf der Wärmesenke 2 Kontaktflächen 25 angeordnet. Im
Rahmen der Erfindung und insbesondere bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen
kann statt eines extern gepumpten Scheibenlasers eine solcher Scheibenlaser
mit integrierter Pumpstrahlungsquelle vorgesehen sein und umgekehrt.
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Die vertikal emittierende Quantentopfstruktur weist
eine Mehrzahl von Halbleiterschichten auf, die die Quantentöpfe bilden.
Zwischen zwei solchen benachbarten Halbleiterschichten ist jeweils
eine Halbleiterschicht oder eine Mehrzahl von Halbleiterschichten
als Barriere angeordnet.
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Bei der Erfindung sind sowohl bei
einer externen als auch bei einer integrierten Pumpstrahlungsquelle
zwei unterschiedliche Pumpmodi möglich.
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Bei dem ersten Pumpmodus ist die
Wellenlänge
der Pumpstrahlung so auf die vertikal emittierende Quantentopfstruktur
abgestimmt, dass die Pumpstrahlung vorwiegend in den die Quantentöpfe bildenden
Halbleiterschichten absorbiert wird. Dieser Pumpmodus ist insbesondere
vorteilhaft für
einen Halbleiterlaser mit einer integrierten Pumpstrahlungsquelle,
um den strahlungsemittierenden Bereich des Vertikalemitters möglichst
homogen zu pumpen.
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Bei dem zweiten Pumpmodus wird die Pumpstrahlung
vorwiegend in den Barrieren absorbiert, wodurch Ladungsträgerpaare
entstehend, die nachfolgend in den Quantentöpfen rekombinieren.
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Die Ausführung des Halbleiterlasers
als Scheibenlaser mit integrierter Pumpstrahlungsquelle eignet sich
besonders zur weiteren Integration eines sättigbaren Absorbers in den
Halbleiterlaser. Auf diese Weise kann ein äußerst kompaktes Bauelement zur
Erzeugung von Laserimpulsen realisiert werden, das sich durch kurze
Impulsdauern bei gleichzeitig hoher Intensität auszeichnet. Zudem ist zum
Betrieb nur noch ein externer Resonatorspiegel erforderlich.
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Vorzugsweise weist ein solcher Halbleiterlaser
von der Auskoppelseite der vertikal emittierenden Quantentopfstruktur
aus einen den sättigbaren
Absorber bildende Quantentopfstruktur, beispielsweise mit zwei Quantentöpfen, nachfolgend
die aktive Schicht des Vertikalemitters, d.h. die vertikal emittierende
Quantentopfstrukur und dieser nachgeordnet eine Spiegelschicht,
zum Beispiels einen Bragg-Spiegel
auf.
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Die minimal realisierbare Impulsdauer
wird bei den in 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen
unter anderem durch die Gruppengeschwindigkeitsdispersion im Resonator
limitiert.
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Die Gruppengeschwindigkeit gibt an,
mit welcher Geschwindigkeit sich der Schwerpunkt eines Wellenpakets
sind in einem Medium bewegt. Die Abhängigkeit der Gruppengeschwindigkeit
von der Frequenz wird als Gruppengeschwindigkeitsdispersion bezeichnet.
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Im Laserresonator führt die
Gruppengeschwindigkeitsdispersion der verschiedenen Komponenten,
insbesondere derer mit größeren optischen Weglängen bzw.
Eindringtiefen, dazu, dass verschiedene spektrale Anteile eines
Impulses verschiedene Laufzeiten im Resonator aufweisen, wodurch
insgesamt die Impulsdauer verlängert
wird. Die minimale Impulsdauer wird durch den Betriebszustand bestimmt,
bei dem sich Impulsverkürzung
durch Modenkopplung und Impulsverlängerung durch Gruppengeschwindigkeitsdispersion
kompensieren.
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In 3 ist
die Gruppengeschwindigkeitsdispersion und die Verstärkung für eine 1 entsprechende Laservorrichtung
dargestellt. Aufgetragen ist die berechnete Gruppengeschwindigkeitsdispersion
GDD (Group Delay Dispersion) sowie die Verstärkung V in Abhängigkeit
der Wellenlänge.
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Die Berechnungen wurden für eine aktive Schicht 4 durchgeführt, deren
Quantentopfstruktur für
eine Emissionswellenlänge
von λ0 = 995 nm ausgelegt ist. Die Verstärkung V
wurde in eine fiktive Reflexion umgerechnet, wobei eine Reflexion
von 100 einer Verstärkung
1,00 entspricht.
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Die Gruppengeschwindigkeitsdispersion weist
im Bereich der Emissionswellenlänge λ0 eine näherungsweise
lineare Wellenlängenabhängigkeit mit
positiver Steigung auf, wie die gestrichelte Linie A verdeutlicht.
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Zu größeren Wellenlängen hin
tritt ein Maximum der Gruppengeschwindigkeitsdispersion auf, gefolgt
von einem Abfall der Gruppengeschwindigkeitsdispersion. Für kleinere
Wellenlängen
ist der Verlauf der Gruppengeschwindigkeitsdispersion näherungsweise
punktsymmetrisch zum Nulldurchgang in der Nähe von λ0 mit
einem Minimum, jenseits von dem die Gruppengeschwindigkeitsdispersion
wieder ansteigt.
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Die näherungsweise lineare Wellenlängenabhängigkeit
im Bereich der Emissionswellenlänge λ0 führt bei
den erzeugten Laserimpulsen zu einer Frequenzverteilung, die auch
als linearer Chirp bezeichnet wird. Dem Maximum bzw. Minimum der Gruppengeschwindigkeitsdispersion
entspricht ein nichtlinearer Chirp bzw. ein Chirp höherer Ordnung.
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Insgesamt ergibt sich hieraus im
Rahmen der Erfindung Folgendes: Die eingangs genannten Scheibenlaser
weisen eine Verstärkungsbandbreite auf,
die sogar zur Erzeugung von Femtosekundenimpulsen ausreicht. So
ergibt sich aus 3 eine
Verstärkungsbandbreite ΔV von etwa
15 nm (FWHM). Für
sech-Impulse, die im Femtosekundenbereich typisch sind, ergibt sich
aus der Energie-Zeit-Unschärfe-Relation
ein Bandbreitenprodukt von 0,315, so dass der genannten Verstärkungsbandbreite ΔV eine Impulsdauer
von etwa 70 fs entspricht.
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Im übrigen ist es im Hinblick auf
eine möglichst
große
Verstärkungsbandbreite
von Vorteil, den Halbleiterlaser mit einer entsprechend breitbandigen Antireflexschicht
zu versehen. Diese Antireflexschicht kann beispielsweise aus einer
dielektrischen oder epitaktisch aufgewachsenen Schichtenfolge bestehen.
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Durch die Ausbildung unterschiedlicher Quantenfilme
mit einer jeweiligen Verstärkung
bei verschiedenen Wellenlängen
innerhalb der Quantenfilmstruktur kann die Verstärkungsbandbreite weiter vergrößert werden.
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Wie der 3 weiter zu entnehmen ist, beträgt die Gruppengeschwindigkeitsdispersion
pro Resonatorumlauf etwa 3200 fs2. Ohne
Phasenkompensation führt
dies zu einer Impulsdauerverlängerung, so
dass die allein mit einem Modenkoppler erreichbare Impulsdauer deutlich
größer ist
als die sich aus dem Bandbreitenprodukt und der Verstärkungsbandbreite
ergebende minimale Impulsdauer. Um die Impulsdauer weiter zu reduzieren,
ist daher eine Phasenkompensation erforderlich, die insbesondere
den linearen Chirp kompensiert.
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Eine Laservorrichtung mit einer solchen
Phasenkompensationsvorrichtung ist in 4 als
drittes Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt. Wie bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein von
einer externen Pumpstrahlungsquelle 3 gepumpter Scheibenlaser 1 vorgesehen,
dessen externer Resonator von der im Scheibenlaser integrierten Spiegelschicht 5 und
dem Auskoppelspiegel 7 gebildet wird.
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In dem Resonator ist eine vier Prismen 14, 15, 16, 17 aufweisende
Prismenstrecke angeordnet. Bei dieser Prismenstrecke ergeben sich
aufgrund der Dispersion der Prismen in Abhängigkeit der Wellenlänge verschiedene
optische Pfade bzw. verschiedene Laufzeiten. Die Prismenstrecke
ist so ausgelegt, dass mittels der unterschiedlichen Laufzeiten
die Gruppengeschwindigkeitsdispersion bzw. der dadurch verursachte
lineare Chirp kompensiert wird.
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Im Unterschied zu dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist bei der in 4 gezeigten
Anordnung kein sättigbarer
Absorber bzw. SESAM vorgesehen. Vielmehr fungiert der Halbleiterkörper des
Scheibenlaser zugleich als interner Modenkoppler 10 nach
dem Prinzip der Kerrlinsen-Modenkopplung. Hierbei wird für die Kerrlinsen-Modenkopplung der
nichtlineare Brechungsindex des Halbleitermaterials in dem Halbleiterlaser 1 ausgenutzt.
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Der nichtlineare Brechungsindex gibt
die Abhängigkeit
des Brechungsindex von der Strahlungsintensität an. Ein Laserimpuls führt somit
zu einer räumlichen
und zeitlichen Brechungsindexänderung, die
näherungsweise
einer zeitabhängigen
Linse, der sogenannten Kerr-Linse, entspricht. Bei der Kerrlinsen-Modenkopplung
ist der Resonator so ausgelegt, dass ein Laserimpuls aufgrund der
von ihm selbst erzeugten Kerr-Linse besonders verlustarm im Resonatur
umläuft
und/oder besonders gut mit dem Pumpvolumen überlappt. Eine gegebenenfalls
auftretende thermische Linse kann hierbei unterstützend wirken oder
den Resonator zusätzlich
stabilisieren.
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Alternativ oder zusätzlich kann
als interner Modenkoppler auch ein sättigbarer Absorber in den Halbleiterkörper integriert
sein.
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Statt der gezeigten Prismenstrecke
kann auch im Rahmen der Erfindung jede andere Vorrichtung zur Phasenkompensation
verwendet werden. Auch eine Phasenkompensation höherer Ordnung kann vorteilhaft
sein. Insbesondere kann hierfür
eine Vorrichtung mit einem oder mehreren gechirpten Spiegeln, eine
Anordnung mit Gittern als dispersiven Elementen, eine entsprechende
Anordnung mit Linsen und Spiegeln oder eine Kombination einer optischen
Faser mit einem Gitter verwendet werden. Auch Kombinationen dieser
Vorrichtungen miteinander können
zur Phasenkompensation vorgesehen sein.
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Weiterhin kann alternativ oder zusätzlich dem
Resonator eine der genannten Vorrichtungen zur Phasenkompensation
nachgeordnet sein, so dass die ausgekoppelten Laserimpulse von dieser Vorrichtung
zeitlich komprimiert werden.
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Bei einer anderen Variante der Erfindung
ist die Vorrichtung zur Phasenkompensation, vorzugsweise in Form
eines gechirpten Spiegels, ebenfalls in den Halbleiterkörper integriert.
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In 5 ist
ein viertes Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Im Unterschied zu dem in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist hier zur Phasenkompensation
eine Prismenstrecke mit zwei Prismen 14, 15 in
Verbindung mit einem Endspiegel 9 vorgesehen, der die Prismenstrecke
in sich spiegelt. Als Modenkoppler 10 dient wie bei dem
vorigen Ausführungsbeispiel
der Halbleiterkörper
des Scheibenlasers 1 nach dem Prinzip der Kerrlinsen-Modenkopplung.
Alternativ kann der Endspiegel 9 als SESAM ausgeführt oder
ein SESAM in den Scheibenlaser integriert sein. Das in 5 dargestellt Ausführungsbeispiel
zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorrichtung zur Phasenkompensation
vergleichsweise wenig Komponenten aufweist und somit Anzahl der
Oberflächen
bzw. die Streuverluste an Oberflächen
vorteilhaft reduziert ist, was zu geringeren Umlaufverlust im Resonator
führt.
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In 6 ist
ein fünftes
Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Die Laservorrichtung entspricht weitgehend
dem in 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel.
Im Unterscheid hierzu ist zwischen dem Faltungsspiegel 8 und
dem Halbleiterlaser 1 der Resonator ein weiteres Mal gefaltet.
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Diese Faltung ist mit einem zusätzlichen
Faltungsspiegel 18 und einem gechirpten Spiegel 19 gebildet.
Der gechirpte Spiegel 19 ist so dimensioniert, dass er
den aufgrund der Gruppengeschwindigkeitsdispersion entstehenden
linearen Chirp und gegebenenfalls auch den nichtlinearen Chirp kompensiert. Vorteilhafterweise
sind dabei zur Phasenkompensation besonders wenig Komponenten erforderlich,
wobei sich zusätzlich
ein gechirpter Spiegel durch eine sehr gute Oberflächenqualität bzw. geringe
Streuverlust an der Oberfläche
auszeichnet.
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Das in 7 dargestellte
sechste Ausführungsbeispiel
der Erfindung stellt eine Weiterentwicklung der Erfindung dar, bei
der zugleich Laserstrahlung mit zwei unterschiedlichen Grundwellenlänge erzeugt
werden kann.
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Der Halbleiterlaser 1 entspricht
einschließlich
der Pumpstrahlungsquelle den bisherigen Ausführungsbeispielen. Der externe
Resonator ist mittels eines dichroititischen oder dispersiven Elements, zum
Beispiel eines Prismas 14, in zwei Resonatoräste mit
einem eigenen Endspiegel 9a, 9b geteilt. Zur Einstellung
der Wellenlänge
in die beiden Resonatorästen
kann eine quer zu den Strahlachsen 11 verschiebbare Spaltblende 20 oder
Klinge dienen. Die in dem einen Resonatorast erzeugte Strahlung
mit der Wellenlänge λ1 und
die in dem anderen Resonatorast erzeugte Strahlung mit der Wellenlänge λ2 werden gemeinsam
durch den Auskoppelspiegel 7 ausgekoppelt.
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In 8 ist
ein siebtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt, das im wesentlichen dem in 5 gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht.
Im Unterschied hierzu ist wie bei dem vorigen Ausführungsbeispiel
das erste Prisma 14 der Prismenstrecke zur Aufspaltung
des Resonators in zwei Resonatoräste
vorgesehen. In beiden Resonatorästen
ist jeweils ein zweites Prisma 15a, 15b angeordnet,
das mit zusammen mit dem ersten Prisma 14 und dem jeweiligen
Endspiegel 9a, 9b die jeweilige Vorrichtung zur
Phasenkompensation bildet.
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Zusätzlich kann wie bei dem vorigen
Ausführungsbeispiel
eine Spaltblende oder Klinge zur Wellenlängenselektion vorgesehen sein.
Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da die Prismenstrecke selbst
jeweils wellenlängenselektiv
wirkt.
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Es sei angemerkt, dass sowohl bei
dem in 7 als auch bei
dem in 8 gezeigten Zweifarbenlasern
statt des bzw. der Prismen auch jedes andere dispersive Element,
beispielsweise ein Gitter, verwendet werden kann.
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Zur Modenkopplung kann einer der
Endspiegel 18a, 18b oder auch beide Endspiegel 18a, 18b wie
zuvor beschrieben als SESAM ausgeführt sein. Ebenso ist diese
Vorrichtung zur Kerrlinsen-Modenkopplung im Halbleiterlaser 1 geeignet.
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Bei einer vorteilhaften Weiterbildung
dieses Ausführungsbeispiels
sind die beiden Impulse verschiedener Wellenlänge λ1 und λ2 miteinander
gekoppelt. Hierzu kann beispielsweise bei geeignetem Überlapp
der Impulse im Halbleiterkörper
des Scheibenlasers 1 die Kreuzphasenmodulation dienen.
Dadurch wird eine phasenstarre Kopplung der Impulse bewirkt. Diese
Synchronisierung zeichnet sich durch eine vorteilhaft kleine Synchronisierungsungenauigkeit
(Jitter) aus, die typischerweise kleiner als 2 fs ist. Eine derartige
Vorrichtung kann für
eine einfache externe Frequenzkonversion (z.B. SFG, DFG) genutzt werden.
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Die oben genannten erfindungsgemäßen Laservorrichtungen
sind bevorzugt als Laseroszillator ausgeführt. Es ist im Rahmen der Erfindung
aber auch möglich,
dass die Laservorrichtung einen Laserverstärker darstellt. In diesem Fall
werden Laserimpulse von außen
eingekoppelt, etwa durch den Auskoppelspiegel und oder einen optischen
Schalter, verstärkt
und wieder ausgekoppelt. So kann beispielsweise eine erfindungsgemäße Laservorrichtung
als CPA-Verstärker
(Chirped Pulse Amplification) mit dem Scheibenlaser als Verstärkermedium ausgeführt sein.
Bei einer anderen Variante der Erfindung umfasst die Laservorrichtung
zusätzlich
einen Laserverstärker,
der einer der oben beschriebenen Anordnungen als Laseroszillator
nachgeordnet ist.
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Weiterhin kann die Erfindung zur
effizienten externen oder resonatorinternen Frequenzkonversion,
beispielsweise im Rahmen sogenannter χ2-Prozesse
wie Frequenzverdopplung, Summen- und Differenzfrequenzerzeugung,
sogenannter χ3-Prozesse wie
Ramanprozesse, Frequenzverdreifachung, oder sogenannter χn-Prozesse höherer Ordnung wie Frequenzvervierfachung
oder Erzeugung höherer
Harmonischer in nichtlinearen optischen Medien, genutzt werden.
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Als nichtlineares optisches Medium
eignen sich zum Beispiel LBO-Kristalle, BBO-Kristalle sowie GaAs-
und GaN-Oberflächen.
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Bei typischen Strahlungsleistungen
von 0,01 W bis 10 W ist weiterhin die Realisierung einer kompakten
Weißlichtquelle
durch Kontinuumerzeugung, etwa durch externe Fokussierung in Wasser,
Glas, Saphir oder BaF möglich.
Des weiteren können
weitere up- and down-Konverterstoffe wie Leuchtstoffe oder Phosphore
zur Erzeugung anderer Wellenlängen
genutzt werden.
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Die Erfindung ist nicht durch die
Beschreibung der Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr
umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination
von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in
den Patentansprüchen
beinhaltet, auch wenn diese Kombination nicht explizit in den Patentansprüchen angegeben
ist.