DE102004007868A1 - Gleitsportartikel, insbesondere Schlittschuh - Google Patents
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Abstract
Bei einem Gleitsportartikel, insbesondere Schlittschuh mit einem an einem Chassis vorgesehenen Schuhkörper, der eine den Zehenbereich des Schuhkörpers bildende kappenartige Schuhspitze, einen den Fersenbereich und eine Knöchelabstützung bildenden Schuhkörperteil, eine Schnürung (6) am Schuhkörperteil und eine unter der Schnürung angeordnete Zunge aufweist, ist die Schuhspitze in einer Schuhkörperlängsrichtung relativ zum Schuhkörperteil am Chassis vorgesehen.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Gleitsportartikel, insbesondere Schlittschuh und dabei speziell auf einen Hockey-Schlittschuh gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.
- Aufgabe der Erfindung ist es, einen Gleitsportartikel aufzuzeigen, der speziell für Kinder geeignet ist und eine Verstellung und Anpassung der Länge des Schuhs bzw. Schuhelementes an unterschiedliche Fußgrößen über einen relativ großen Bereich ermöglicht, aber dennoch die insbesondere auch an einen Hockey-Schlittschuh zu stellenden Anforderungen voll erfüllt, vorallem hinsichtlich eines optimalen Passsitzes am Fuß des Benutzers sowie hinsichtlich eines optimalen Schutzes und einer ausreichend hohen Belastbarkeit.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Gleitsportartikel, insbesondere Schlittschuh entsprechen dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
- Eine Besonderheit der Erfindung besteht u. a. darin, dass sich das fest mit dem Chassis verbundene Schuhkörperteil über die größere Länge des Schuhkörpers bzw. Schuhs erstreckt und dessen Seiten, den Fersenbereich und die dortige Abstützung für den Beinbereich oberhalb des Knöches bildet und außerdem die Schnürung aufweist, während die in Schuhkörperlängsrichtung bzw. in Längsrichtung des Chassis verstellbare Schuhspitze nur mit einer sehr viel kleineren Länge aus dem Schuhkörperteil vorsteht.
- Eine weitere Besonderheit besteht auch darin, dass die unter der Schnürung des Schuhs angeordnete Zunge mit der Schuhspitze verbunden und mit dieser verstellt wird und dass das fest mit dem Chassis verbundene Schuhkörperteil die kappenartige Schuhspitze an ihrer Außenfläche überlappt, und zwar über einen Bereich, der größer ist als der maximale Verstellbereich der Schuhspitze.
- Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
-
1 in vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht einen Hockey-Schlittschuh mit einem in der Länge verstellbaren Schuhkörper; -
2 in vergrößerter Einzeldarstellung und im Schnitt die vordere, verstellbare Kappe des Schuhelementes, zusammen mit dem Chassis oder Rahmen des Schlittschuhs; -
3 u.4 Teilschnitte durch die vordere, verstellbare Kappe; -
5 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf die Sohle. - In den Figuren ist
1 allgemein Hockey-Schlittschuh bestehend aus einem oberen Schuh oder Schuhkörper2 , aus einem mit der Sohle4 des Schuhkörpers2 verbundenen und diesen tragenden Chassis3 und aus einer an der Unterseite des Chassis3 vorgesehenen Kufe5 . Bei der dargestellten Ausführungsform ist das Chassis3 im Wesentlichen als Formteil aus Kunststoff gefertigt. Die Kufe5 besteht aus Stahl. - Der Schuhkörper
2 bildet in bekannter Weise eine Schuhspitze2.1 und einen Schuhkörperteil2.2 . Dieser weist an der Vorderseite des Schuhkörpers2 die übliche Schnürung6 aufweist, die oben vorne am Schuhkörperteil2.2 vorgsehen ist und mit der der Schuh u. a. am Fuß des Benutzers festgeschnürt werden kann. Bei der dargestellten Ausführungsform reicht die Schnürung6 bis an die kappenartige Schuhspitze2.1 . Weiterhin bildet das Schuhkörperteil2.2 den Fersenbereich des Schuhs2 mit einer Knöchelabstützung. - Das Schuhkörperteil
2.2 reicht von der Rückseite bzw. dem Fersenbereich des Schuhkörpers bis an die Schuhspitze2.1 , und zwar derart, dass diese nur mit einer im Vergleich zur Gesamtlänge des Schuhkörpers2 sehr kleinen Länge aus dem Schuhkörperteil2.1 nach vorne vorsteht. Bei der dargestellten Ausführungsform beträgt die Länge des Schuhkörperteil2.2 wenigstens 70% der maximalen Gesamtlänge des Schuhkörpers2 . Die kappenartige Schuhspitze2.1 sowie das Schuhkörperteil2.2 sind aus für Schuhe für Hockey-Schlittschuhe geeignetem Materialien hergestellt. Weiterhin ist das Schuhkörperteil2.2 seitlich mit einer Verstärkung, d. h. mit einem Schlagschutz7 versehen, der sich oberhalb der Sohle4 und unterhalb der Schnürung6 von dem Fersenbereich des Schuhkörpers2 bis in die Nähe der Schuhspitze2.1 erstreckt. Unterhalb der Schnürung6 befindet sich weiterhin die übliche Zunge8 , die mit der kappenartigen Schuhspitze2.1 fest verbunden ist. Letztere wird vom Schuhkörperteil2.1 außen überlappt und ist entsprechend dem Doppelpfeil A der1 in Längsrichtung des Schlittschuhs stufenförmig relativ zu dem Schuhkörperteil2.2 verstellbar am Chassis3 vorgesehen, und zwar um einen vorgegebenen, maximalen Verstellweg zur Anpassung an unterschiedliche Fußgrößen. - Hierfür ist die Schuhspitze
2.1 mit seinem Teil der Sole4 bzw. mit dem Sohlenelement4.1 am Chassis3 verschiebbar geführt. Das Chassis3 bildet zwei an der Oberseite9 zwei über jeweils eine Längsseite des Chassis wegstehende leistenartige Stege oder Führungen10 , die jeweils in eine Längsnut11 an der Unterseite des Sohlenelementes4.1 eingreifen. Für die Bildung der Nuten11 ist das Sohlenelement4.1 mit einer T-förmigen nutenförmigen Ausnehmung12 versehen, die mit ihren seitlichen Erweiterungen die Führungsnuten1 bildet. - An dem Sohlenelement
4.1 ist weiterhin eine über die Unterseite des Sohlenelementes wegstehende, sich in Längsrichtung und damit in Verstellrichtung der Schuhspitze2.1 erstreckende Zahnleiste13 vorgesehen, die an ihrer Unterseite eine Vielzahl von Zähnen14 aufweist. Die Zahnleiste13 bzw. deren Zähne14 wirken mit einer Verzahnung15 zusammen, die an einem Verriegelungselement16 vorgesehen ist. Letzteres ist in dem Chassis3 in einer Achse verschiebbar gelagert (Doppelpfeil B), die (Achse) senkrecht zu einer Ebene E liegt, welche die Längsachse des Schlittschuhs einschließt und zugleich auch die Mittelachse des Chassis3 ist, und zwar gegen die Wirkung einer Rückstellfeder17 aus einer die Zahnleiste13 und damit die Schuhspitze2.1 verriegelnden Stellung (3 ) in eine die Zahnleiste13 und damit die Schuhspitze2.1 freigebende Stellung (4 ). - Das Verriegelungselement
16 ist bei der dargestellten Ausführungsform ebenso wie die Zahnleiste13 ein Formteil aus Kunststoff. Zur Führung des Verriegelungselementes16 sind in den Wandungen3.1 und3.2 des als Hohlkörper ausgebildeten Chassis3 Öffnungen für das Verriegelungselement16 vorgesehen, und zwar in der Wand3.1 eine Öffnung für einen zapfenartigen Abschnitt16.1 des Verriegelungselementes, auf dem (Abschnitt) auch die Feder17 diesen Abschnitt vorgesehen ist, und eine Öffnung19 für den Abschnitt16.2 des Verriegelungselementes. An dem Abschnitt16.2 ist auch die Verzahnung15 vorgesehen. Der Abschnitt16.2 besitzt einen von der Kreisform abweichenden, d. h. bei der dargestellten Ausführungsform ovalen Querschnitt, an den die Öffnung19 angepasst ist, sodass das Verriegelungselement16 hierdurch im Chassis3 , axial verschiebbar, aber verdrehungssicher gehalten ist. An dem dem Abschnitt16.1 entferntliegenden Ende bildet der Abschnitt16.2 eine Betätigungs- oder Druckfläche16.3 , die bei entspannter Feder17 , d. h. bei verriegelter Zahnleiste13 (3 ) über die Außenfläche der Wand3.2 des Chassis3 vorsteht. In diesem Zustand greift die Verzahnung15 in die Zahnleiste13 ein. Durch Drücken auf die Betätigungs- oder Druckfläche16.3 wird das Verrriegelungselement16 gegen die Wirkung der Feder17 soweit verschoben, dass die Verzahnung15 außer Eingriff mit der Zahnleiste13 kommt. Durch eine Abdeckkappe18.1 ist die Öffnung18 verschlossen. - Die
5 zeigt nochmals in vereinfachter schematischer Darstellung das Sohlenelement4.1 in Unteransicht, zusammen mit einem mit dem Schuhkörperteil2.2 fest verbundenen Sohlenteil oder -element4.2 , über welches der Schuhkörper2 bzw. der Schuhkörperteil2.2 fest mit dem Chassis3 verbunden ist, z. B. durch Nieten oder andere geeignete Befestigungsmittel. - Um den Schuhkörper
2 im Bereich der Sohle4 insbesondere gegen eindringendes Wasser abzudichten sind die beiden Sohlenteile4.1 und4.2 derart ausgeführt, dass sich diese Sohlenteile in jeder Verstellstellung der Schuhspitze2.1 zumindest teilweise überlappen. Bei der dargestellten Ausführungsform ist diese Überlappung dadurch realisiert, dass das Sohlenteil4.2 eine Zunge20 bildet, die in eine Ausnehmung21 des Sohlenteils4.1 eingreift, wie dies in der5 dargestellt ist. - Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne das dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
-
- 1
- Schlittschuh, insbesondere Eishockeyschlittschuh
- 2
- Schuhkörper
- 2.1
- Schuhspitze
- 2.2
- Schuhkörperabschnitt
- 3
- Chassis
- 3.1, 3.2
- Seitenwand des Chassis
- 4
- Sohle
- 4.1, 4.2
- Sohlenteil
- 5
- Kufe
- 6
- Schnürung
- 7
- Verstärkung
- 8
- Zunge
- 9
- Oberseite
- 10
- Führung
- 11
- Führungsnut
- 12
- Ausnehmung
- 13
- Zahnleiste
- 14
- Zahn
- 15
- Verzahnung
- 16
- Verriegelungselement
- 16.1, 16.2
- Abschnitt
- 16.3
- Betätigungsfläche
- 17
- Rückstellfeder
- 18, 19
- Öffnung
- 18.1
- Kappe
- 20
- Zunge
- 21
- Ausnehmung
- A
- Verstellung
der Schuhspitze
2.1 - B
- Bewegung
des Verriegelungselementes
16 - E
- Mittelebene
des Schlittschuhs bzw. des Chassis
3
Claims (11)
- Gleitsportartikel, insbesondere Schlittschuh, mit einem an einem Chassis (
3 ) vorgesehenen Schuhkörper (2 ), der eine den Zehenbereich des Schuhkörpers bildende kappenartige Schuhspitze (2.1 ), einen den Fersenbereich und eine Knöchelabstützung bildenden Schuhkörperteil (2.2 ), eine Schnürung (6 ) am Schuhkörperteil (2.2 ) und eine unter der Schnürung (6 ) angeordnete Zunge (8 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuhspitze (2.1 ) in einer Schuhkörperlängsrichtung relativ zum Schuhkörperteil (2.2 ) am Chassis (3 ) vorgesehen ist, dass die Zunge (8 ) an der kappenartigen Schuhspitze (2.1 ) befestigt und mit dieser verstellbar ist, dass das Schuhkörperteil (2.2 ) sich an den Seiten des Schuhkörpers (2 ) über die größere Länge des Schuhkörpers (2 ) erstreckt, dass das Schuhkörperteil (2.2 ) die Schuhspitze (2.1 ) an seiner Außenseite übergreift, und dass sich das Schuhkörperteil (2.2 ) und die Schuhspitze (2.1 ) in Längsrichtung des Chassis (3 ) mit einer Länge überlappen, die größer ist als der maximale Verstellbereich der Schuhspitze (2.1 ) relativ zum Chassis (3 ). - Gleitsportartikel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Schuhkörperteils (
2.2 ) in Längsrichtung des Chassis (3 ) um ein Vielfaches größer ist als die Länge der Schuhspitze (2.1 ). - Gleitsportartikel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Schuhkörperteils (
2.2 ) in Längsrichtung des Chassis (3 ) wenigstens 70% der maximalen Gesamtlänge des Schuhkörpers (2 ) beträgt. - Gleitsportartikel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnürung (
6 ) von einem an die Schuhspitze (2.1 ) anschließenden Bereich des Schuhkörperteils (2.2 ) bis an eine obere Schuhkörperöffnung reicht. - Gleitsportartikel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnürung (
6 ) von der Schuhspitze (2.1 ) bis an eine obere Schuhkörperöffnung reicht. - Gleitsportartikel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schuhkörperteil (
2.2 ) zumindest an einer Seite eine Verstärkung oder einen Schlagschutz (7 ) aufweist, der oberhalb einer Sohle (4 ) des Schuhkörpers (2 ) und unterhalb der Schnürung (6 ) vorgesehen ist, und sich von dem Fersenbereich bis in die Nähe der Schuhspitze (2.1 ) erstreckt. - Gleitsportartikel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuhspitze (
2.1 ) mit einem Sohlenabschnitt (4.1 ) an wenigstens einer am Chassis (3 ) vorgesehenen Führung (10 ) geführt ist. - Gleitsportartikel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung von zwei voneinander beabstandeten und parallel zueinander verlaufenden sowie in Längsrichtung des Chassis sich erstreckenden Führungsleisten (
10 ) gebildet ist, die in jeweils eine Führungsnut (11 ) an dem Sohlenelement (4.1 ) der Schuhspitze (2.1 ) eingreifen. - Gleitsportartikel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet, durch Mittel zum Verriegeln der Schuhspitze (
2.1 ) an dem Chassis (3 ). - Gleitsportartikel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verriegeln der Schuhspitze (
2.1 ) von einem im Chassis (3 ) gegen die Wirkung von Federmitteln (17 ) verschiebbaren Verriegelungselement (16 ) mit wenigstens einer Rast (15 ) gebildet sind, die mit einer Gegenrast (13 ,14 ) an der Schuhspitze (2.1 ) oder an einem Sohlenteil (4.1 ) der Schuhspitze zusammen wirken. - Gleitsportartikel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rast von wenigstens einem Zahn (
15 ) und die Gegenrast von Zähnen (14 ) einer Zahnleiste (13 ) gebildet sind.
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-
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