Ein Ziel dieser Erfindung liegt darin,
ein oberflächenbeschichtetes
Teil wie ein oberflächenbeschichtetes
Schneidwerkzeug mit langer Lebensdauer anzugeben, das eine ausgezeichnete
Bruchresistenz und hohe Abriebsresistenz ohne Abplatzen oder Abschälen der
Zwischenfläche
zwischen dem Grundkörper,
der TiCN-Schicht und der Al2O3-Schicht
unter strengen Schneidbedingungen wie Hochgeschwindigkeitsschneiden und
Schneiden mit hoher Zuführrate
oder bei Schneidvorgängen
zeigt, die eine besondere Abriebsresistenz erfordern.
Der Erfinder dieser Patentanmeldung
setzte Forschungen bezüglich
des Verfahrens zur Verbesserung der Bruchresistenz fort, ohne einen
Kompromiß zwischen
der Abriebsresistenz eines oberflächenbeschichteten Teils, das
einen Grundkörper
und eine harte Beschichtungsschicht, bestehend aus der TiCN-Schicht und der Al2O3-Schicht, einzugehen,
die in dieser Reihenfolge auf der Oberfläche des Grundkörper gebildet
sind. Durch diese Forschungen wurde festgestellt, daß die Adhäsionskraft
zwischen dem Grundkörper,
der TiCN-Schicht und der Al2O3-Schicht
verbessert werden kann, indem die TiCN-Schicht aus stringerartigem TiCN-Kristall
gebildet ist, der in einer Richtung senkrecht zu dem Grundkörper gewachsen
ist, und indem die mittlere Kristallbreite der TiCN-Schicht auf der
Al2O3-Schichtseite
größer eingestellt
wird, als die mittlere Kristallbreite auf der Grundkörperseite.
Mit diesem Aufbau wird ein oberflächenbeschichtetes
Teil erhalten, das eine ausgezeichnete Abriebsresistenz und hohe
Bruchresistenz zeigt, weil eine starke Bindung der harten Beschichtungsschicht
beibehalten werden kann, selbst wenn die Al2O3-Schicht mit einer großen Dicke gebildet wird, was
zur Verbesserung der Abriebsresistenz erforderlich ist, während das
Auftreten von Abplatzen und Abschälen von Schichten in der Nähe der Grenzfläche zwischen
dem Grundkörper,
der Al2O3-Schicht und der TiCN-Schicht
selbst bei Schneidvorgängen
unter strengen Schneidbedingungen vermieden werden kann, bei denen
die Schneidkante des Schneidwerkzeuges einer starken Beanspruchung
ausgesetzt wird, einschließlich
einem schweren intermittierenden Schneiden von Metall wie Gußeisen,
das Graphitkörner
mit hoher Härter
enthält,
die darin verstreut sind, einschließlich insbesondere Grauguß (FC) oder
Kugelgraphitgußeisen
(FCD).
Das oberflächenbeschichtete Teil dieser
Erfindung ist aufgebaut wie in den Punkten (1a) bis (1c) beschrieben.
- (1a) Das Teil umfaßt
einen Grundkörper,
umfassend Sintercarbid, und eine harte Beschichtungsschicht, umfassend
zumindest eine Al2O3-Schicht
und eine TiCN-Schicht, die in dieser Reihenfolge auf der Oberfläche des Grundkörper gebildet
sind.
- (1b) Die TiCN-Schicht wird von stringerartigem TiCN-Kristall
gebildet, der in einer Richtung senkrecht zu dem Grundkörper gewachsen
ist.
- (1c) Der stringerartige TiCN-Kristall besteht aus wenigstens
zwei Schichten, worin die mittlere Kristallbreite davon auf der
Al2O3-Schicht größer ist
als auf der Seite des Grundkörpers.
Das oberflächenbeschichtete Teil kann
bevorzugt eine kohlenstoffreiche TiCN-Schicht, die auf der Al2O3-Schicht lokalisiert
ist, bei der das C/N-Verhältnis
von Anteilen von Kohlenstoff C und Stickstoff N in der TiCN-Schicht
im Bereich von 1,5 ≦ C/N ≦ 4 ist, und
eine stickstoffreiche TiCN-Schicht enthalten, die unterhalb der
kohlenstoffreichen TiCN-Schicht angeordnet ist, bei der das C/N-Verhältnis im
Bereich von 0,2 ≦ C/N ≦ 0,7 liegt.
Das oberflächenbeschichtete Teil kann
eine Bindeschicht aufweisen, die hauptsächlich aus zumindest Titan
(Ti), Aluminium (Al), Wolfram (W) und Cobalt (Co) besteht, die zwischen
der Al2O3-Schicht
und der TiCN-Schicht gebildet ist. Bei einem Kratzversuch kann die
Adhäsion
der Al2O3-Schicht
10 bis 50 N sein.
Ein anderes oberflächenbeschichtetes
Teil dieser Erfindung hat den Aufbau gemäß (2a) und (2b).
- (2a) Das Teil umfaßt
einen Grundkörper
und eine harte Beschichtungsschicht, umfassend zumindest eine TiCN-Schicht
und eine Al2O3-Schicht,
die in dieser Reihenfolge auf der Oberfläche des Grundkörpers gebildet sind.
- (2b) Die TiCN-Schicht, die auf der Peripherie des Grundkörpers beobachtet
wird, der an der Mitte einer Abriebsvertiefung an der Oberfläche, beobachtet
beim Calotest, freigelegt ist, umfaßt eine untere Struktur, bei
der die Rißbreite
klein oder Null ist und eine obere Struktur, bei der Rißbreite
größer als
die der unteren Struktur ist, die auf der Peripherie der unteren
Struktur lokalisiert ist.
Somit kann die Verteilung der Abriebsresistenz
und der Abplatzresistenz in der harten Beschichtungsschicht durch
Beobachtung der Abriebsvertiefung bewertet werden, die beim Calotest
erzeugt wird. Bei der Beobachtung der Abriebsvertiefung wird eine
restliche Spannung, die zwischen der Al2O3-Schicht und der TiCN-Schicht erzeugt wird,
freigesetzt, wenn ein Riß in
der oberen Struktur, die zuvor beschrieben ist, erzeugt wird. Als
Folge kann selbst unter strengen Schneidbedingungen, bei denen die
harte Beschichtungsschicht eine plötzliche starke Belastung erfährt, die
Belastung absorbiert werden, ohne daß solche neuen und größeren Risse
auftreten, die ein Abplatzen der harten Beschichtungsschicht verursachen.
Weil die untere Struktur der TiCN-Schicht existiert, bei der Risse
weniger wahrscheinlich auftreten, werden Rissen, die in der oberen Struktur
erzeugt werden, aufgehalten zu wachsen, die TiCN-Schicht oder die gesamte harte Beschichtungsschicht
wird vom Abplatzen oder Abschälen
abgehalten, und die Abriebsresistenz der harten Beschichtungsschicht
insgesamt wird verbessert.
Strenge Schneidbedingungen, die oben
beschrieben sind, umfassen solche, die eine starke Beanspruchung
der Schneidkante des Schneidwerkzeuges verursachen, einschließlich einem
schweren intermittierenden Schneiden von Metall wie Gußeisen,
das Graphitkörner
hoher Härte
enthält,
die darin verstreut sind, wie Grauguß (FC) oder Kugelgraphitgußeisen (FCD),
einem kontinuierlichen Schneidvorgang und einem Verbundschneidvorgang,
der das intermittierende Schneiden und das kontinuierliche Schneiden
kombiniert.
Ein weiteres oberflächenbeschichtetes
Teil dieser Erfindung umfaßt
den Aufbau gemäß (3a) bis
(3c).
- (3a) Das Teil umfaßt
einen Grundkörper
und eine harte Beschichtungsschicht aus zumindest einer Titancarbonitrid- Schicht, die auf
der Oberfläche
des Grundkörpers
gebildet ist.
- (3b) Die Titancarbonitrid-Schicht zeigt zumindest in einem Teil
davon eine Stringerstruktur, wenn ein vertikaler Querschnitt beobachtet
wird, worin Titancarbonitrid-Körner
sich in einer Richtung senkrecht zu der Oberfläche des Grundkörpers erstrecken.
- (3c) Die Titancarbonitrid-Schicht umfaßt eine feinkörnige Titancarbonitrid-Schicht,
die eine nadelartige Struktur zeigt, die sich in beliebigen Richtungen
erstreckt, wenn von der Oberseite beobachtet wird.
Dieser Aufbau erzielt eine hohe Zähigkeit
und hohe Bruchresistenz, während
eine hohe Härte
und hohe Abriebsresistenz beibehalten werden. wenn diese Material
verwendet wird, um ein Schneidwerkzeug unter strengen Schneidbedingungen
zu verwenden, bei denen eine starke Beanspruchung auf die Schneidkante des
Schneidwerkzeuges auferlegt wird, einschließlich einem schweren intermittierenden
Schneiden von Metall wie Gußeisen,
das Graphitkörner
mit hoher Härte
umfaßt,
die darin verstreut sind, wie Grauguß (FC) oder Kugelgraphitgußeisen (FCD),
kann insbesondere verhindert werden, daß die Titancarbonitrid-Schicht einer starken
Beanspruchung unterworfen wird, die in der Richtung der Dicke davon
wirkt. Selbst wenn feine Risse in der Titancarbonitrid-Schicht erzeugt
werden, kann die Fortsetzung der Risse innerhalb der Schicht zurückgehalten
werden. Als Ergebnis können
das Abplatzen und Abschälen
der Titancarbonitrid-Schicht verhindert werden, und ein solches
Oberflächenbeschichtungsmaterial
für das
Schneidwerkzeug kann erhalten werden, das eine ausgezeichnete Abriebsresistenz
und hohe Bruchresistenz zeigt.
Wenn die Abriebsvertiefung beim Calotest
beobachtet wird, ist das Verhältnis
(LU/L) der Radiusrichtungslänge LU der oben erwähnten oberen Struktur zu der
Radiusrichtungslänge
L der oben erwähnten
gesamten Titancarbonitrid-Schicht 0,05 bis 0,15 (L=LU+LL, und LL bedeutet
die Radiusrichtungslänge
der unteren Struktur).
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
1 ist
eine Photographie durch ein Elektronenabtastmikroskop, die ein Beispiel
einer Rißoberfläche eines
oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeugs gemäß dieser
Erfindung zeigt.
2 ist
ein schematisches Diagramm einer Bruchoberfläche des oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeuges gemäß dieser
Erfindung.
3 ist
ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel des Aufbaus des harten
Beschichtungsfilmes des oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeuges gemäß dieser
Erfindung zeigt.
4 ist
ein schematisches Diagramm, das einen Bereich in der Nähe der Bindeschicht
des oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeuges gemäß dieser
Erfindung zeigt.
5 ist
ein schematisches Diagramm, das einen Bereich in der Nähe der Grenzfläche des
Grundkörpers
(Grundfläche)
des oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeuges dieser Erfindung zeigt.
6 zeigt
das Ergebnis der Auger-Elektronenspektroskopieananalyse
der Bindeschicht (Punkt A) des oberflächenbeschichteten Schneidwerkzeuges
(2) dieser Erfindung.
7(a) und (b) zeigen Bilder von Abriebsvertiefungen,
die auf oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeugen beim Calotest erzeugt sind, beobachtet durch ein
metallurgisches Mikroskop, (a) zeigt
ein Beispiel dieser Erfindung und (b) zeigt
ein Vergleichsbeispiel.
8 ist
ein Abtast-Elektronenmikroskopbild eines Bereiches einer harten
Beschichtungsschicht in einer Bruchoberfläche des oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeuges dieser Erfindung.
9 ist
ein schematisches Diagramm, das das Calotest-Verfahren erläutert.
10 ist
eine vergrößerte Photographie
eines interessierenden Bereiches der metallurgischen Mikroskopbildes
der Abriebsvertiefung, gezeigt in 7(a).
11 ist
eine Photographie, aufgenommen mit einem Elektronenabtastmikroskop
(SEM) auf dem Bereich von 7(a).
12 ist
eine vergrößerte Photographie
eines anderen interessierenden Bereiches eines metallurgischen Mikroskopbildes
der Abriebsvertiefung, gezeigt in 7(a).
13(a) ist
eine Photographie, die mit einem Abtastelektronenmikroskop auf der
Oberfläche
einer Struktur aufgenommen ist, die für eine feinkörnige Titancarbonitrid-Schicht angemessen
ist und 13(b) ist eine
Photographie, aufgenommen mit einem Elektronenabtastmikroskop, auf
der Oberfläche
der Titancarbonitrid-Schicht (die Struktur, die für die Titancarbonitrid-Schicht
angemessen ist).
Beschreibung von bevorzugten
Merkmalen
(Merkmal 1)
Ein Beispiel des Schneidwerkzeuges,
das ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen oberflächenbeschichteten
Teils ist, wird unten unter Bezugnahme auf 1, die eine mit einem Elektrodenabtastmikroskop
(SEM) aufgenommene Photographie darstellt, die eine Bruchoberfläche zeigt,
einschließlich
der harten Beschichtungsschicht, und unter Bezugnahme auf 2 beschrieben, die dieses
schematisch zeigt.
In der 1 umfaßt das oberflächenbeschichtete
Schneidwerkzeug (nachfolgend einfach mit Schneidwerkzeug bezeichnet) 1 einen
Grundkörper 2 und
eine darauf gebildete harte Beschichtungsschicht 3. Der
Grundkörper 2 kann
beispielsweise aus (i) Sintercarbid, bestehend aus einer Carbonitrid-Phase
aus Wasserstoffcarbid (WC) und zumindest einer Art, ausgewählt aus
der Gruppe von Carbid, Nitrid und Carbonitrid von Metallen der Gruppen 4a, 5a und 6a der
Periodensystems, die zusammen durch eine Bindemittelphase gehalten
werden, bestehend aus einem Metall der Eisengruppe wie Cobalt (Co)
und/oder Nickel (Ni); oder (ii) einer harten Legierung wie Cermet,
bestehend hauptsächlich
aus Titancarbid (TiC) oder Titancarbonitrid (TiCN) und zumindest
einer Art, ausgewählt
aus der Gruppe von Carbid, Nitrid und Carbonitrid von Metallen der
Gruppen 4a, 5a und 6a des Periodensystems,
die durch eine Bindemittelphase zusammengehalten wird, bestehend
aus einem Metall der Eisengruppe wie Cobalt (Co) und/oder Nickel
(Ni) erzeugt sein. Der Grundkörper 2 kann
ebenfalls aus einer superharten Legierung wie einem Sinterkörper auf
Diamantbasis, kubischer Bornitrid (CBN)-Basis, dem keramischen Sinterkörper hergestellt
sein, der als Hauptkomponente ein Siliciumnitrid (Si3N4), Aluminiumoxid (Al2O3) oder dgl. enthält. Obwohl Metalle wie Stahl
und nicht-rostender Stahl verwendet werden können, ist es angesichts der
Abriebsresistenz wünschenswert,
daß der
Grundkörper 2 ein hartes
Metall enthält.
Die harte Beschichtungsschicht 3 ist
aus einer Vielschichtstruktur erzeugt, bestehend aus zumindest einer
TiCN-Schicht aus stringerartigem TiCN-Kristall 8, der in
Stringerform in einer Richtung senkrecht zu der Oberfläche des
Grundkörpers 2 gewachsen
ist (nachfolgend als stringerartige TiCN-Schicht bezeichnet) und einer
Al2O3-Schicht 6,
die sukzessiv in dieser Reihenfolge gebildet sind, wobei die Struktur
es ermöglicht,
ein langlebiges Schneidwerkzeug 1 mit ausgezeichneter Abriebsresistenz
und hoher Bruchresistenz zu erzeugen.
Solange die Al2O3-Schicht 6 nicht gebildet ist,
ist die Abriebsresistenz des Schneidwerkzeugs und die Resistenz
gegenüber
Adhäsion
mit dem Werkstück
geringer. Solange die stringerartige TiCN-Schicht 4 nicht unmittelbar
unter der Al2O3-Schicht 6 gebildet
ist, vermindert sich die Bruchresistenz der harten Beschichtungsschicht 3.
Wenn der stringerartige TiCN-Kristall 8 aus
der stringerartigen TiCN-Schicht 4, die unmittelbar unterhalb
der Al2O3-Schicht
gebildet ist, insgesamt feiner gemacht ist, so daß die mittlere
Kristallbreite W kleiner wird, wird die Abriebsresistenz verbessert
und die Adhäsionskraft
zwischen der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und dem Basiskörper 2 wird
verbessert, wodurch es möglich
wird, das Abschälen
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 zu unterdrücken. Dies
führt jedoch
zu der Tendenz, daß die
stringerartige TiCN-Schicht 4 eine niedrigere Festigkeit
hat und zu einer schlechten Bindung zwischen dem Basiskörper der
stringerartigen TiCN-Schicht 4 und
der Al2O3-Schicht 6 führt, wodurch
die Möglichkeit
erhöht
wird, daß sich
die Al2O3-Schicht 6 von
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 abschält und ein
abnormales Abnutzen und ein Bruch der Schneidkante auftritt.
Wenn der stringerartige TiCN-Kristall 8 aus
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 grober gemacht wird, so
daß die
mittlere Kristallbreite W größer wird,
kann die Bindung zwischen der Al2O3-Schicht 6 und der stringerartigen
TiCN-Schicht 4 verbessert
werden und ein Abschälen
der Al2O3-Schicht 6 kann
verhindert werden. Die führt
jedoch zu einer schwächeren
Adhäsionskraft
zwischen dem Grundkörper 2 und
der stringerartigen TiCN-Schicht 4, wodurch die stringerartige
TiCN-Schicht 4 wahrscheinlicher von dem Grundkörper 2 sich
abschälen
kann, wodurch erneut eine abnormale Abnutzung und ein Bruch der
Schneidkante verursacht wird.
Daher wird bei dem erfindungsgemäßen Schneidwerkzeug 1 die
mittlere Kristallbreite w2 der stringerartigen
TiCN-Schicht 4 auf der Al2O3-Schicht 6-Seite (speziell an einer Position
0,5 μm (h2 und Line A) von der Grenzfläche der
stringerartigen TiCN-Schicht 4 und der Al2O3-Schicht in Richtung zum Grundkörper 2 bei
rechten Winkeln zu dieser) größer gemacht
als die mittlere Kristallbreite w1 der stringerartigen
TiCN-Schicht 4 auf der Grundkörper (2)-Seite (spezifisch
bei einer Position 1 μm
(bei der Höhe
h2 und der Linie B, die hinter einem Bereich
der kleinen Kristallbreite aufgrund der Nukleierung ist) von der
Grenzfläche
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und dem Grundkörper 2 in
Richtung zu der Grenzfläche
bei rechten Winkeln zu dieser). Dies ermöglicht, die Adhäsionskraft
zwischen dem Grundkörper 2 und
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und zwischen der stringerartigen
TiCN-Schicht 4 und der Al2O3-Schicht 6 zu verbessern. Selbst
unter strengen Schneidbedingungen, die eine starke Beanspruchung
auf die Schneidkante verursachen, wie ein starkes intermittierendes
Schneiden von Gußeisen,
kann insbesondere das Auftreten von Abplatzungen und Abschälungen der
Schicht in der Nähe
der Grenzflächen zwischen
dem Grundkörper 2,
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und der Al2O3-Schicht 6 unterdrückt werden,
unter Aufrechterhaltung der starken Adhäsionskraft zwischen den Schichten
im Bereich von dem Grundkörper 2 bis
zu der harten Beschichtungsschicht 3. Somit kann ein langlebiges
Schneidwerkzeug 1 erhalten werden, das eine ausgezeichnete
Abriebsresistenz und hohe Bruchresistenz beibehält, während das Abschälen der
Schichten unterdrückt
wird.
Zur Verbesserung der Adhäsionskraft
mit dem Grundkörper 2,
der Abriebsresistenz und Bruchresistenz des Schneidwerkzeuges 1 und
zur Verlängerung
der Lebensdauer ist es bevorzugt, die mittlere Kristallbreite w1 bei einer Position mit einer Höhe von 1 μm (Linie
B) von der Grenzfläche
zwischen der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und dem Grundkörper 2 in
Richtung zu der Al2O3-Schicht 6 auf
einen Bereich von 0,1 bis 0,07 μm
einzustellen.
Zur Verbesserung der Adhäsionskraft
zwischen der Al2O3-Schicht und der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und
zur Verhinderung der Verminderung der Abriebsresistenz aufgrund
des Abschälens
der Schichten ist es bevorzugt, die mittlere Kristallbreite w2 bei einer Position mit einer Höhe von 0,5 μm (Linie
A) von der Grenzfläche
zwischen der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und der Al2O3-Schicht 6 in
Richtung zu dem Grundkörper 2 auf
einen Bereich von 0,5 bis 1,0 μm
einzustellen.
Während
die stringerartige TiCN-Schicht 4 dieser Erfindung aus
einem fächerförmigen Kristall
gebildet sein kann, der eine mittlere Kristallbreite w aufweist,
die sich kontinuierlich in Richtung zur oberen Schicht (Al2O3-Schicht 6)
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 erhöht, ist es bevorzugt, die stringerartige
TiCN-Schicht 4 von zwei Schichten (stringerartige TiCN-Schicht 4a und
stringerartige TiCN-Schicht 4b) oder mehreren Schichten
mit unterschiedlichen Werten der mittleren Kristallbreite w aufzubauen,
wie in den 1 und 2 gezeigt ist. Der Grund
liegt darin, daß die
TiCN-Schicht 4a mit einer größeren mittleren Kristallbreite
w als Schockabsorber dient, die einen Schritt ausmacht, um eine
Beanspruchung zu absorbieren, um so weiterhin die Bruchresistenz der
stringerartigen TiCN-Schicht 4 insgesamt
zu verbessern, um weiterhin die Adhäsionskraft zwischen der Al2O3-Schicht 6 und
dem Grundkörper 2 zu
verbessern und die Kontrolle der mittleren Kristallbreite des stringerartigen
TiCN-Schicht 4 zu erleichtern. Während die 1 und 2 die
stringerartige TiCN-Schicht 4 zeigen, die aus zwei Schichten
mit unterschiedlichen Werten der mittleren Kristallbreite w aufgebaut
sind, ist diese Erfindung nicht auf diesen Aufbau beschränkt, und
die stringerartige TiCN-Schicht 4 kann aus drei oder mehreren Schichten
aufgebaut sein.
Wenn die stringerartige TiCN-Schicht 4 eine
Vielschichtstruktur aufweist, ist die Dicke einer jeden Komponentenschicht
bevorzugt im Bereich von 2 bis 10 μm. Die Adhäsionskraft zwischen dem Grundkörper 2,
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und der Al2O3-Schicht 6 kann verbessert werden,
ohne daß man
einen Kompromiß zwischen
der Bruchresistenz schließen
muß, indem
das Verhältnis
der Dicke zwischen der stringerartigen TiCN-Schicht 4a an
der Oberseite und der stringerartigen TiCN-Schicht 4b an
dem unteren Teil auf einen Bereich von 1:9 bis 3:7 oder die Dicke
t1 der unteren TiCN-Schicht auf einen Bereich
von 1 μm ≦ t1 ≦ 10 μm und die
Dicke tu der oberen TiCN-Schicht auf einen
Bereich von 0,5 μm ≦ tu ≦ 5 μm eingestellt
wird, wobei die beiden Dickewerte die Ungleichung 1 < t1/tu ≦ 5
erfüllen.
Die Gesamtdicke der stringerartigen
TiCN-Schicht 4 ist, wenn die stringerartige TiCN-Schicht
als Vielschichtstruktur aufgebaut ist, bevorzugt von 3 bis 15 μm, besonders
5 bis 10 μm,
um die Bruchresistenz zu verbessern, während die Abriebsresistenz
beibehalten wird und das Abschälen
von Filmen verhindert wird.
Die Dicke der Al2O3-Schicht 6 liegt bevorzugt im Bereich
von 1 bis 10 μm,
insbesondere 3 bis 8 μm
und weiterhin 3,5 bis 7 μm,
zur Verbesserung der Bruchresistenz, während die Abriebsresistenz
und Resistenz gegenüber
Verschmelzen mit Gußeisen
beibehalten wird und das Abschälen
von Filmen verhindert wird.
Es ist möglich, zumindest eine Zwischenschicht 7 aus
einem Material, ausgewählt
aus der Gruppe von TiN, TiCN, TiC, TiCNO, TiCO und TiNO zwischen
der stringerartigen TiCN-Schicht 4a und
der stringerartigen TiCN-Schicht 4b vorzusehen, wenn die
stringerartige TiCN-Schicht eine Vielschichtstruktur aufweist. Das
Vorhandensein der Zwischenschicht 7 ermöglicht zu verhindern, daß die Komponenten
des Grundkörpers
diffundieren, verhindert eine Verminderung der Abriebsresistenz
der harten Beschichtungsschicht 3 und das Mitigieren der
Belastung, die während
des Schneidvorganges erzeugt wird, so daß die Bruchresistenz weiter
für solche
Schneidvorgänge
verbessert werden kann, die eine besonders starke Beanspruchung
erzeugen. Die Gesamtdicke der Zwischenschicht 7 ist bevorzugt
von 0,1 bis 1 μm
angesichts der Verbesserung der Bruchresistenz.
Es ist gewünscht, eine TiN-Schicht als
Oberflächenschicht 9 der
harten Beschichtungsschicht 3 zu bilden. Die Schicht führt zu einer
goldenen Farbe des Schneidwerkzeugs 1, so daß die Verwendung
des Schneidwerkzeugs 1 zu einer Farbänderung führt, so daß es leichter ist, zu bestimmen,
ob das Werkzeug verwendet wurde oder nicht und um den Fortschritt
der Abnutzung zu überprüfen. Die
Dicke der TiN-Schicht ist bevorzugt 0,1 bis 1 μm angesichts der Verbesserung
der Bruchresistenz, und die Farbe einer TiN-Schicht tritt deutlich
auf.
Zur Verhinderung des Abfalls der
Bruchresistenz durch Diffusion und Verbesserung der Adhäsion einer
Substratkomponente zwischen der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und
einem Grundkörper 2 ist
es ebenfalls wünschenswert,
eine TiN-Schicht zu bedecken (unterste Schicht: nicht gezeigt).
Die Dicke der TiN-Schicht ist bevorzugt 0,1 bis 2 μm, um den
Abfall der Adhäsion
zu verhindern.
Die Al2O3-Schicht 6, die erfindungsgemäß verwendet
wird, hat bevorzugt eine Kristallstruktur vom α-Typ. Die Al2O3-Schicht der α-Kristallstruktur des Standes
der Technik hat eine hohe Abriebsresistenz, beinhaltet aber solche
Probleme, daß die
Korngröße groß ist, wenn
die Nukleierung fortschreitet, führt
zu einer kleineren Kontaktfläche
mit der stringerartigen TiCN-Schicht 4, was zu einer geringeren
Adhäsionskraft
und der größeren Möglichkeit
des Abschälens
der Filme führt.
Im Gegensatz dazu kann erfindungsgemäß, weil die Kontaktfläche zwischen
der Al2O3-Schicht
und der stringerartigen TiCN-Schicht 4 erhöht werden
kann, eine ausreichende Adhäsionskraft
erzielt werden, selbst wenn die Al2O3-Schicht 6 als Kristallstruktur
vom α-Typ
gebildet wird. Als Ergebnis kann ein Schneidwerkzeug 1 mit
einer längeren
Lebensdauer erhalten werden, indem die hohe Abriebsresistenz der
Al2O3-Schicht mit der Kristallstruktur
vom α-Typ
verwendet wird, ohne daß die Adhäsionskraft
der Al2O3-Schicht
vermindert wird.
Wenn die Al2O3-Schicht als α-Typ-Kristallstruktur gebildet
wird, ist es bevorzugt, eine TiCO-Schicht, TiNO-Schicht oder TiCNO-Schicht
mit einer Dicke von 0,2 μm
oder weniger zwischen der stringerartigen TiCN-Schicht 4 und
der Al2O3-Schicht 6 anzuordnen,
weil dies ein stabiles Wachstum der Kristallstruktur vom α-Typ ermöglicht.
(Herstellungsverfahren)
Das oben beschriebene oberflächenbeschichtete
Schneidwerkzeug wird durch ein unten beschriebenes Verfahren hergestellt.
Ein anorganisches Pulver wie Carbid, Nitrid, Carbonitrid, Oxid oder
eine andere Verbindung aus einem Metall, das gebrannt werden kann;
unter Erzeugung einer harten Legierung, die oben beschrieben ist,
wird mit solchen Additiven wie Metallpulver und/oder Kohlenstoffpulver
vermischt und zu einer Form des Schneidwerkzeuges durch ein bekanntes
Formverfahren wie Preßformen,
Gießen,
Extrusionsformen oder kaltes hydrostatisches Preßformen geformt. Die somit
geformte Vorform wird im Vakuum oder einer nicht-oxidierenden Atmosphäre gebrannt,
unter Erzeugung des Grundkörpers 2 aus
der harten Legierung, wie oben beschrieben.
Dann wird der Grundkörper 2 mit
der harten Beschichtungsschicht 3 beispielsweise durch
das chemische Dampfniederschlagsverfahren beschichtet. Die stringerartige
TiCN-Schicht 4 wird unter solchen Bedingungen zum Wachsen
gebracht, daß z.B.
ein Reaktionsgas, das sich aus 0,1 bis 10 Vol.-% TiCl4-Gas,
0 bis 80 % oder bevorzugt 0 bis 60 Vol.-% N2-Gas,
0 bis 0,1 Vol.-% CH4-Gas, 0,1 bis 3 Vol.-%
CH3CN-Gas und Rest H2-Gas
zusammensetzt, in eine Reaktionskammer eingeführt wird, deren innere Atmosphäre auf eine
Temperatur von 800 bis 1100°C
und einen Druck von 5 bis 85 kPa eingestellt ist.
Die mittlere Kristallbreite w1 der stringerartigen TiCN-Schicht 4 auf
der Al2O3-Schichtseite 6 kann
größer gemacht
werden als die mittlere Kristallbreite w2 der
stringerartigen TiCN-Schicht 4 auf der Grundkörperseite 2,
indem der Anteil an CH3CN, das in dem für das Wachstum
verwendete Reaktionsgas enthalten ist, auf der Al2O3-Schichtseite 6 größer gemacht
wird als der Anteil an CH3CN, das in dem
zum Wachstum verwendeten Reaktionsgas enthalten ist, auf der Grundkörperseite 2.
Wenn beispielsweise der Anteil an CH3CN
für die Grundkörperseite
1,1 Vol.-% ist, wird der Anteil an CH3CN
für die
Al2O3-Schichtseite 6 auf
2,2 Vol.-% eingestellt. Alternativ kann auch der Anteil an CH3CN in dem Reaktionsgas ebenfalls schrittweise
mit dem Fortschreiten des Wachstums des Films erhöht werden,
und es ist ebenfalls gut, eine TiCN-Schicht als drei oder mehrere
Schichten zu bilden.
Bei den oben beschriebenen Filmbildungsbedingungen
kann, wenn der Anteil an CH3CN in dem Reaktionsgas
weniger als 0,1 Vol.-% ist, die stringerartige TiCN-Schicht 4 nicht
zu einem stringerartigen TiCN-Kristall wachsen. Wenn der Anteil
an CH3CN in dem Reaktionsgas mehr als 3
Vol.-% ausmacht, kann auf der anderen Seite die mittlere Kristallbreite
w des stringerartigen TiCN-Kristalls 8 der stringerartigen TiCN-Schicht 4 nicht
gesteuert werden.
Die mittleren Kristallbreite des
stringerartigen TiCN-Kristalls
der stringerartigen TiCN-Schicht 4 kann ebenfalls gesteuert
werden, indem die Niederschlagstemperatur beim Wachsen der stringerartigen TiCN-Schicht
auf der Al2O3-Schichtseite 6 gesteuert
wird, und zwar anstelle der Steuerung des Anteils an CH3CN
in dem Reaktionsgas.
Nach der Bildung der stringerartigen
TiCN-Schicht 4 wächst
die Al2O3-Schicht 6.
Zur Bildung der Al2O3-Schicht 6 ist
es bevorzugt, eine Gasmischung zu verwenden, die sich aus 3 bis
20 Vol.-% AlCl3-Gas, 0,5 bis 3,5 Vol.-%
HCl-Gas, 0,01 bis 5,0 Vol.-% CO2-Gas, 0
bis 0,01 Vol.-% H2S-Gas und H2-Gas
als Rest zusammensetzt, wobei die Temperatur auf einen Bereich von
900 bis 1100°C
und der Druck auf einen Bereich von 5 bis 10 kPa eingestellt wird.
Wenn die Zwischenschicht 7 zwischen
der stringerartigen TiCN-Schicht 4a und
der stringerartigen TiCN-Schicht 4b bei der Bildung der
stringerartigen TiCN-Schicht 4 als Vielschichtstruktur
gebildet wird, kann, wenn die Zwischenschicht 7 beispielsweise
aus TiN gebildet ist, ein Reaktionsgas, das sich aus 0,1 bis 10 Vol.-%
TiCl4-Gas, 20 bis 60 Vol.-% N2-Gas
und als Rest H2-Gas zusammensetzt, in eine
Reaktionskammer eingeführt
werden, deren innere Atmosphäre
auf eine Temperatur im Bereich von 780 bis 1100°C und einen Druck im Bereich
von 5 bis 85 kPa eingestellt sind.
Zur Bildung der Oberflächenschicht 9 beispielsweise
aus TiN auf dem Schneidwerkzeug 1 kann ein Reaktionsgas,
das sich aus 0,1 bis 10 Vol.-% TiCl4-Gas,
0 bis 60 Vol.-% N2-Gas und als Rest H2-Gas zusammensetzt, in eine Reaktionskammer
eingeführt
werden, deren innere Atmosphäre
auf eine Temperatur im Bereich von 800 bis 1100°C und einen Druck im Bereich
von 5 bis 85 kPa eingestellt ist.
Zur Bildung der Al2O3-Schicht 6 mit einer Kristallstruktur
vom α-Typ
wird das Verfahren durchgeführt, nachdem
die stringerartige TiCN-Schicht gebildet wird, indem eine Gasmischung,
die sich aus 0,1 bis 3 Vol.-% TiCl4-Gas,
0,1 bis 10 Vol.-% CH4-Gas, 0,01 bis 5,0
Vol.-% CO2-Gas, 0 bis 60 Vol.-% N2-Gas und Rest H2-Gas zusammensetzt,
in eine Reaktionskammer mit einer Temperatur, die auf einen Bereich
von 800 bis 1100°C
eingestellt ist und einen Druck, der auf einen Bereich von 5 bis
85 kPa eingestellt ist, geführt
wird. Durch Bilden des vielschichtigen Filmes aus irgendeiner Schicht
oder zwei Schichten oder mehreren aus TiCO-, TiNO- oder TiCNO-Film
und Bilden der Al2O3-Schicht 6 durch
das oben erwähnte
Verfahren in kontinuierlicher Form, wird die Al2O3-Schicht 6 mit
einer Kristallstruktur vom α-Typ
stabil gebildet.
(Ausführungsbeispiel 2)
Dieses Ausführungsbeispiel dient dazu,
das Schneidwerkzeug 1 durch Beschichten der Oberfläche des
Grundkörpers 2 mit
der harten Beschichtungsschicht 3 gleichermaßen wie
bei dem obigen Ausführungsbeispiel
zu erhalten. Die harte Beschichtungsschicht 3 besteht zumindest
aus der Titancarbonitrid (TiCN)-Schicht und der Aluminiumoxid (Al2O3)-Schicht, die
aufeinanderfolgend auf der Oberfläche des Grundkörpers 2 gebildet
sind, während
die TiCN-Schicht aus stringerartigem TiCN-Kristall gebildet ist,
der in einer Richtung senkrecht zu der Grenzfläche mit dem Grundkörper gewachsen
ist und sich aus zumindest zwei Schichten mit unterschiedlichen
C/N-Verhältnissen
der Anteile von Kohlenstoffe C und Stickstoff N zusammensetzt, nämlich einer
kohlenstoffreichen TiCN-Schicht, bei der das C/N-Verhältnis im
Bereich von 1,5 ≦ C/N ≦ 4 ist, die
an der oberen Seite auf der Al2O3-Schichtseite 3 lokalisiert ist,
und einer stickstoffreichen TiCN-Schicht, die unterhalb der kohlenstoffreichen
TiCN-Schicht lokalisiert ist, bei der das C/N-Verhältnis im
Bereich von 0,2 ≦ C/N ≦ 0,7 ist.
Das Verhältnis C/N von Kohlenstoff C
und Stickstoff N in der TiCN-Schicht wird auf einer Bruchoberfläche des
Beschichtungsfilms oder einer Oberfläche gemessen, erhalten durch
Polieren der Bruchoberfläche zum
Spiegel, bei einer Tiefe von einer Bruchseite oder einer Bearbeitungsseite
von 1 μm
mit Hilfe der Auger-Elektronenspektroskopie oder einer Röntgenstrahlen-Photoelektronenspektroskopie.
Der obige Aufbau ermöglicht die
Verbesserung der Adhäsionskraft
zwischen dem Grundkörper,
der TiCN-Schicht (der kohlenstoffreichen TiCN-Schicht und der stickstoffreichen
TiCN-Schicht) und der Al2O3-Schicht
und die Kontrolle der Adhäsionskraft
der Al2O3-Schicht
in einem angemessenen Bereich. Folglich beweist der harte Beschichtungsfilm
eine hohe Abriebsresistenz ohne Schälen während eines kontinuierlichen
Schneidvorgangs und die Al2O3-Schicht absorbiert
die Belastung durch mikroskopisches Abschälen und Rissen, selbst wenn
der Beschichtungsfilm ein sporadisches Auftreten einer starken Beanspruchung
während des
intermittierenden Schneidvorgangs erfährt. Dies ermöglicht die
Verhinderung, daß die
Al2O3-Schicht in
einem signifikanten Ausmaß sich
abschält
und verhindert das Abplatzen oder Abschälen des harten Beschichtungsfilmes
als Ganzes. Selbst wenn die Al2O3-Schicht abgeschält ist, läuft, weil die verbleibende,
frei liegende kohlenstoffreiche TiCN-Schicht eine hohe Abriebsresistenz aufweist,
der Abrieb nicht schnell ab, so daß das Schneidwerkzeug 1 eine
stabile Abriebsresistenz und Bruchresistenz beibehält.
Die TiCN-Schicht (die kohlenstoffreiche
TiCN-Schicht und die stickstoffreiche TiCN-Schicht) dieser Erfindung
ist bevorzugt aus stringerartigem TiCN-Kristall erzeugt, der ein
Längenverhältnis (Verhältnis der
Länge zu
der Breite des Kristalls in der Dickenrichtung (Richtung senkrecht
zu der Grenzfläche
zum Grundkörper) des
harten Beschichtungsfilmes) von 2 oder mehr aufweist. Die TiCN-Schicht
kann ebenfalls ein gemischter Kristall sein, der granularen TiCN-Kristall
in einem Anteil von 30 % oder weniger, bezogen auf die Fläche, umfaßt, wenn
an dem longitudinalen Bereich beobachtet wird.
Es ist ebenfalls bevorzugt, daß das Verhältnis tC/tN der Dicke tC der kohlenstoffreichen TiCN-Schicht zu der
Dicke tN der stickstoffreichen TiCN-Schicht
im Bereich von 0,4 bis 1,2, insbesondere von 0,5 bis 1,0 liegt, um
ein optimales Gleichgewicht der Abriebsresistenz und Bruchresistenz
zu erzielen.
Die erfindungsgemäß verwendete Al2O3-Schicht hat bevorzugt eine Kristallstruktur
vom α-Typ.
Während
die Al2O3-Schicht
mit der Kristallstruktur vom α-Typ
eine hohe Abriebsresistenz hat, kann die Adhäsionskraft mit der TiCN-Schicht
extrem schwach sein. Aus diesem Grund ist die mittlere Kristallbreite
der kohlenstoffreichen TiCN-Schicht, die unterhalb der Al2O3-Schicht angeordnet
ist, bevorzugt im Bereich von 0,5 bis 1 μm.
Zur Entfaltung einer ausgezeichneten
Abriebsresistenz ohne Filmabschälung
während
des kontinuierlichen Schneidens und zur Entfaltung einer ausgezeichneten
Bruchresistenz während
des intermittierenden Schneidens ist es wünschenswert, daß die Al2O3-Schicht, die
als obere Schicht der TiCN-Schicht 4 gebildet ist, eine
Adhäsionskraft
10 bis 50 N und insbesondere 10 bis 30 N bei der Messung der Adhäsionskraft,
durchgeführt
durch Kratzuntersuchung, aufweist, weil sich nur die Al2O3-Schicht 6 abschält, und
eine zähe TiCN-Schicht
verbleibt ohne Abschälen,
wodurch ein schneller Abrieb inhibiert wird.
Die Kratzuntersuchung ist das Verfahren
zum Untersuchen einer Adhäsionskraft
einer jeden Schicht bei der harten Beschichtungsschicht. Das heißt, ein
Makel wird durch Reiben einer Probenoberfläche bei einer bestimmten Geschwindigkeit
mit einer Nadel, auf die eine bestimmte Beladung auferlegt ist,
gegeben, und ein Wert der Beladung, bei der eine harte Beschichtungsschicht
der Probe abgeschält
wird, wird als Adhäsionskraft
der abgeschälten
Schicht gelesen.
Die Al2O3-Schicht 6, die für diese
Erfindung verwendet wird, hat wünschenswert
eine Kristallstruktur vom α-Typ.
Eine Kontaktfläche
der Körner
in einer Zwischenfläche
zwischen der Al2O3-Schicht 6 und
der TiCN-Schicht 4 wird klein, eine Adhäsionskraft wird schwach und
die Al2O3-Schicht 6 neigt
dazu, eine Filmabschälung
zu verursachen, weil der Aluminiumoxidkristall mit der Kristallstruktur
vom α-Typ
eine ausgezeichnete Abriebsresistenz hat, während eine Korngröße des infolge
der Nukleierung erzeugten Aluminiumoxidkristalls groß ist.
Gemäß dem oben erwähnten Aufbau
kann das Werkzeug mit einer längeren
Werkzeuglebensdauer erhalten werden, weil die Adhäsionskraft
der Al2O3-Schicht 6 leicht
auf den Bereich von 10 bis 50 N steuerbar ist, selbst wenn Aluminiumoxidkristall
in der Al2O3-Schicht 6 die
Kristallstruktur vom alpha-Typ aufweist.
Zustände wie die Dicke und die Korngröße einer
jeden Schicht aus der TiCN-Schicht 4, der Al2O3-Schicht 6, der Zwischenschicht,
der Oberschicht und der untersten Schicht sind die gleichen wie
bei dem 1. Ausführungsbeispiel.
(Herstellungsverfahren)
Zur Herstellung des oben beschriebenen
oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeugs wird zunächst der
Grundkörper
aus einer harten Legierung ähnlich
wie zuvor beschrieben erzeugt.
Nach Polieren der Oberfläche des
Grundkörpers 2 nach
Bedarf wird ein harter Beschichtungsfilm auf der Oberfläche gleichermaßen wie
zuvor beschrieben gebildet. Die stringerartige TiCN-Schicht 4 wird
unter solchen Bedingungen zum Wachsen gebracht, daß beispielsweise
ein Reaktionsgas, das sich aus 0,1 bis 10 Vol.-% TiCl4-Gas,
0 bis 80 Vol.-% N2-Gas, 0 bis 0,1 Vol.-% CH4-Gas,
0,1 bis 3 Vol.-% CH3CN-Gas und als Rest H2-Gas zusammensetzt, in eine Reaktionskammer
eingeführt
wird, bei der die innere Atmosphäre
auf eine Temperatur in einem Bereich von 800 bis 1100°C und einen
Druck im Bereich von 5 bis 85 kPa eingestellt wird.
Zur Änderung des C/N-Verhältnisses
der TiCN-Schicht wird die Menge des Reaktionsgases geändert. Zur
Bildung der kohlenstoffreichen TiCN-Schicht mit einem C/N-Verhältnis im
Bereich von 1,5 ≦ C/N ≦ 4 in der TiCN-Schicht
wird der Gehalt des CH3CN-Gases auf einen
Bereich von 0,9 bis 3,0 Vol.-% und der Gehalt des N2-Gases
auf einen Bereich von 30 bis 40 Vol.-% eingestellt. Zur Bildung
der stickstoffreichen TiCN-Schicht mit einem C/N-Verhältnis im
Bereich von 0,2 ≦ c/N ≦ 0,7 kann
der Gehalt an CH3CN-Gas auf den Bereich
von 0,1 bis 0,7 Vol.-% und der Gehalt des N2-Gases
auf den Bereich von 35 bis 45 Vol.-% eingestellt werden.
Bei den oben beschriebenen Filmbildungsbedingungen
kann, wenn der Anteil an CH3CN-Gas in dem Reaktionsgas
weniger als 0,1 Vol.-% ist, der stringerartige TiCN-Kristall nicht
wachsen und statt dessen wird ein granularer Kristall erhalten.
Wenn die Fließrate
des Reaktionsgases von dem oben beschriebenen Bereich abweicht,
neigt das C/N-Verhältnis
in der TiCN-Schicht dazu, sich außerhalb des Bereiches dieser
Erfindung einzustellen. Die Kristallbreite der stringerartigen TiCN-Körner in
der TiCN-Schicht kann durch Einstellen der TiCN-Schichtbildungstemperatur
auf einen Bereich von 850 bis 1050°C variiert werden.
Dann wird die Al2O3-Schicht gleichermaßen wie zuvor beschrieben gebildet.
Die TiN-, TiC-, TiCNO-, TiCO-, TiNO-Schicht, die die unterste Schicht, die
mittlere Schicht bzw. die Oberflächenschicht
ausmacht, können
ebenfalls gleichermaßen
wie zuvor beschrieben gebildet werden. Der Rest des Verfahrens ist ähnlich wie zuvor
beschrieben.
(Ausführungsbeispiel 3)
Das Schneidwerkzeug dieses Ausführungsbeispiels
wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die 3 bis 6 beschrieben.
In 3 umfaßt das erfindungsgemäße Schneidwerkzeug
einen Grundkörper 16 aus Sintercarbid
auf Wolframcarbid-Basis und einen harten Beschichtungsfilm 11, der
gebildet ist, um so die Oberfläche
des Grundkörpers
zu beschichten, indem aufeinanderfolgend eine Schicht auf Ti-Basis (erste Schicht) mit
der oben erwähnten
TiCN-Schicht 12 und einer Al2O3-Schicht 14 (dritte Schicht) zu
beschichten.
Eine Bindeschicht 13 (zweite
Schicht), die zumindest Titan (Ti), Aluminium (Al), Wolfram (w)
und Cobalt (Co) umfaßt,
ist zwischen der Schicht auf Ti-Basis, die die TiCN-Schicht 12 umfaßt, und
der Al2O3-Schicht 14 gelagert.
Die Bindeschicht 13 hat die Rolle als Zwischenschicht,
zur Erhöhung
der Adhäsionskraft
zwischen der TiCN-Schicht 12 und der Al2O3-Schicht 14,
zur Erhöhung
der Adhäsionskraft
der harten Beschichtungsschicht 1 und zur Unterdrückung der
Verminderung der Schneidleistung wie Absatzresistenz, Filmabschälresistenz
und Abriebsresistenz während
des Schneidvorganges.
Die Bindeschicht 13 wird
bevorzugt durch Diffusion von Elementen gebildet, die in dem Grundkörper 16,
der Schicht auf Ti-Basis oder Al2O3-Schicht 14 enthalten sind. Weil
Elemente, die in der Schicht auf Ti-Basis und der Al2O3-Schicht 14 enthalten
sind, in die Bindeschicht 13 aufgenommen werden, wird die
Adhäsionskraft zwischen
der Bindeschicht 13 und der Schicht auf Ti-Basis und zwischen
der Bindeschicht 13 und der Al2O3-Schicht 14 erhöht, so daß die Resistenz gegenüber Abschälen dieser
Schichten erhöht
wird. Weil die Adhäsionskraft
und Zähigkeit
der Bindeschicht 13 durch Einschluß von W und Co verbessert werden,
die Elemente darstellen, die in dem Grundkörper 16 enthalten
sind, können
die Bruchresistenz und die Abplatzresistenz ebenfalls verbessert
werden.
Weiterhin ermöglicht das intermittierende
Vorhandensein der Bindeschicht 13 die Optimierung der restlichen
Spannung, die auf die harte Beschichtungsschicht 11 wirkt,
so daß das
Abschälen
und Abplatzen aufgrund einer restlichen Spannung verhindert werden
können.
Das intermittierende Vorhandensein bedeutet, daß die Bindeschicht 13 Unterbrechungen 10 wie
in 4 gezeigt, aufweist.
Wenn angenommen, wird, daß die
Bindeschicht 13 eine kontinuierliche und gleichmäßige Struktur
(ohne Unterbrechungen) aufweist, ist die mittlere Dicke der Bindeschicht 13 bevorzugt
im Bereich von 0,05 bis 4 μm,
weil dies ermöglicht,
die Adhäsionskraft
zwischen der TiCN-Schicht 12 und der Al2O3-Schicht 14 zu verbessern und einen
Abfall der Adhäsionskraft
aufgrund der Erhöhung
der Filmdicke zu verhindern.
Wie in 6 gezeigt
ist, werden die Peak-Intensität
von Al in der Nähe
von 1400 eV, die Peak-Intensität
von W in der Nähe
von 1750 eV und die Peak-Intensität von Co in der Nähe von 800
eV bei der Beobachtung der Bindeschicht 13 durch die Auger-Elektronenspektroskopie
mit IAl, IW bzw.
IC
o bezeichnet.
Das Einstellen des Verhältnisses
IW/IAl auf einen
Bereich von 0,1 bis 0,5 und das Verhältnis von IC
o/IAl auf den Bereich
von 0,1 bis 0,5 verhindert ein übermäßiges Diffundieren
von W und Co und daß dies
eine Quelle der Zerstörung wird
und verbessert die Abplatzresistenz.
Die Al2O3-Schicht 14 kann Verbindungen wie
Carbid, Nitrid, Carbonitrid, Carbooxid oder Carbonitridoxid von
Ti enthalten, die aufgrund der Diffusion während der Wärmebehandlung erzeugt sind,
die später
beschrieben wird.
Wenn die obere Fläche 18 der TiCN-Schicht 12 aus
TiCN in der Form von stringerartigen Körnern zusammengesetzt ist,
deren mittlere Kornbreite größer ist
als einer untere Schicht der TiCN-Schicht 12, kann die Bruchresistenz
verbessert werden, ohne daß ein
Kompromiß in
bezug auf die Abriebsresistenz geschlossen werden muß. Es ist
bevorzugt, die mittlere Dicke der TiCN-Schicht auf einen Bereich
von 1 bis 10 μm,
mehr bevorzugt einen Bereich von 3 bis 8 μm einzustellen, um die Zähigkeit
der Al2O3-Schicht 14 zu
verbessern und eine Verminderung der Adhäsionskraft aufgrund der zunehmenden
Dicke zu verhindern.
Es ist ebenfalls wünschenswert,
daß eine
Grundschicht 17, umfassend TiN (Titannitrid) aus granularem
Kristall als Schicht auf Ti-Basis wie in 5 gezeigt, enthalten ist, um die Resistenz
gegenüber
Abschälen und
die Abplatzresistenz bei Schneidvorgängen mit schwerer Beladung
wie der Maschinenbearbeitung von Gußoberflächen von Grußeisen durch
Synergieeffekt der Verbesserung der Adhäsionskraft zwischen dem Grundkörper 16 und
der TiCN-Schicht 12 und der Verbesserung der Adhäsionskraft
zwischen der TiCN-Schicht 12 und der Al2O3-Schicht 14 zu erzielen. Weil die
Mengen von W und Co, die von dem Grundkörper diffundieren, mit Hilfe
von TiN gesteuert werden können,
kann die Dicke der Bindeschicht 13 gesteuert werden und
die Verminderung der Abplatzresistenz der harten Beschichtungsschicht 11 aufgrund
der exzessiven Diffusion von W und Co kann verhindert werden.
Die mittlere Dicke der Grundschicht 17 liegt
bevorzugt im Bereich von 0,5 bis 2,0 μm, um die Adhäsionskraft
der Al2O3-Schicht 14,
die Resistenz des Film gegenüber
Abschälen
und die Abplatzresistenz zu verbessern und eine Verminderung der
Adhäsionskraft
aufgrund der zunehmenden Dicke zu verhindern.
Es ist gewünscht, daß Konzentrationen von W und
Co im Bereich des Grundkörpers 16 aus
Sintercarbid auf Wolframcarbid-Basis bei einer Tiefe von 0,05 bis
3 μm von
der Oberfläche
höher sind
als solche in den tieferen Bereichen, um die Beanspruchung zu absorbieren,
die durch den Schneidvorgang verursacht wird, und um die Bruchresistenz
der harten Beschichtungsschicht 1 zu verbessern.
Es ist ebenfalls wünschenswert,
daß die
Konzentrationen von W und Co in der Bindeschicht 13 das Zweifache
oder Mehrfache der Konzentration von W und Co in der Schicht auf
Ti-Basis und der Al2O3-Schicht 14 sind,
und bevorzugt sind w und Co in der TiCN-Schicht 12 und
der Al2O3-Schicht 14 (dritte
Schicht) 1 Gew.-% oder weniger, besonders 0,5 Gew.-% oder weniger
und werden nicht ermittelt, während
sie nur in der Bindeschicht 13 ermittelt werden, weil dies
die Adhäsionskraft
zwischen der TiCN-Schicht und der Al2O3-stärkt und
die Verminderung der Abriebsresistenz der harten Beschichtungsschicht 1 verhindert.
Es ist gewünscht, eine TiN-Schicht, die ähnlich wie
die Oberflächenschicht 9 gemäß 1 ist, als Oberflächenschicht 15 der
harten Beschichtungsschicht 11 anzugeben.
Andere Merkmale sind gleich wie bei
den oben erwähnten
Ausführungsbeispielen.
(Herstellungsverfahren)
Das oben beschriebene Schneidwerkzeug
wird durch ein unten beschriebenes Verfahren erzeugt. Ein anorganisches
Pulver aus WC und Carbid, Nitrid, Carbonitrid und einer anderen
Verbindung aus Metall der Gruppen 4a, 5a oder 6a wird
mit solchen Additiven wie Metallpulver oder Kohlenstoffpulver vermischt
und zu einer Form aus dem Schneidwerkzeug durch ein bekanntes Formverfahren
wie Preßformen,
Gießen,
Extrusionsformen, kaltes hydrostatisches Preßformen geformt. Die somit
geformte Vorform wird im Vakuum oder einer nichtoxidierenden Atmosphäre gebrannt,
zur Erzeugung des Grundkörpers
aus Sintercarbid auf Basis von Wolframcarbid.
Dann wird der Grundkörper poliert
und mit einer harten Beschichtungsschicht durch ein chemisches Dampfniederschlagsverfahren
beschichtet. Die Bedingungen für
die Bildung der Schichten sind die folgenden: Die stringerartige
TiCN-Schicht und die Al2O3-Schicht 4 werden
unter ähnlichen
Bedingungen wie oben beschrieben zum Wachsen gebracht. Nach aufeinanderfolgendem
Bilden der TiCN-Schicht 12 und
der Al2O3-Schicht 14 wird
eine Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 850 bis 1100°C für eine Dauer von 1 bis 10 Stunden
in einer Wasserstoff- oder Stickstoffatmosphäre unter einem Druck von 1
bis 40 kPa durchgeführt.
Dies verursacht die Bildung der Bindeschicht 13 durch Diffusion
von Elementen von dem Grundkörper 16,
der TiCN-Schicht 12 und der Al2O3-Schicht 14.
Ein TiN-Film wird als Oberflächenschicht 15 für die Identifizierung
der verwendeten Ecke nach Bedarf gebildet. Die Dicke der Schichten
kann ebenfalls mit Hilfe der Dauer des Filmbildungsverfahrens neben
den oben beschriebenen Bedingungen gesteuert werden.
Als erste Schicht, die auf dem Grundkörper gebildet
ist, können
eine einzelne oder eine Vielzahl von Schichten wie TiC-Schicht,
TiN-Schicht und granulare TiCN-Schicht zusätzlich zu der stringerartigen TiCN-Schicht
gebildet werden. Die gleichen Bedingungen wie bei den oben erwähnten Ausführungsbeispielen können zur
Bildung dieser Schichten angewandt werden.
Der Rest des Verfahren ist ähnlich wie
die Merkmale, die zuvor beschrieben sind.
(Ausführungsbeispiel 4)
Ein Schneidwerkzeug 21 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
umfaßt
einen Grundkörper 22,
der auf der Oberseite davon mit einer harten Beschichtungsschicht 23 beschichtet
ist, die durch ein chemisches Dampfniederschlagsverfahren (CVD)
oder dgl. wie in 8 gezeigt
ist, gebildet ist. Der Grundkörper 22 kann aus
Sintercarbid ähnlich
wie oben beschrieben oder einer Keramik wie Cermet auf Ti-Basis,
Siliciumnitrid, Aluminiumnitrid, Diamant oder kubischen Bornitrid
gebildet sein.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
sind zumindest eine Titancarbonitrid (TiCN)-Schicht 24 als harte Beschichtungsschicht 23 und
eine Aluminiumoxid (Al2O3)-Schicht 26 als Überlagerung
davon wie in 8 gezeigt,
vorgesehen. 7 zeigt
eine Abriebsvertiefung 27, die beim Calotest erzeugt ist,
was mit einem metallurgischen Mikroskop oder einem Elektronenabtastmikroskop
mit einer Vergrößerungsleistung
von 4 bis 50 (5 bei 7)
beobachtet wird.
Der Calotest ist ein Verfahren zum
Abschätzen
der Dicke einer jeden Schicht durch Beobachten der Breite einer
jeden Schicht der harten Beschichtungsschicht 23, die bei
der Abriebsvertiefung 27 beobachtet werden kann. Die Abriebsvertiefung 27 wird
erzeugt, indem eine harte Kugel 33 aus einem Metall oder
Sintercarbid auf der Oberfläche
des Schneidwerkzeugs 21, nämlich der harten Beschichtungsschicht 23,
angeordnet wird, die harte Kugel 33 durch Rotieren eines
Trägerstabes 34,
der die harte Kugel 33 trägt, gerollt wird, so daß ein lokaler
Abrieb auf dem Schneidwerkzeug 21 verursacht wird, so daß die harte
Beschichtungsschicht 23 in sphärischer Form abgerieben wird,
wobei der Grundkörper 22 an
der Mitte der Abriebsvertiefung 27 wie in 9 gezeigt, freigelegt wird.
Gemäß dieser Erfindung ist es wichtig,
daß es
eine untere Struktur 31, bei der die Rißbreite Null oder klein ist,
und eine obere Struktur 32 mit einer größeren Rißbreite gibt als die der unteren
Struktur 31, die auf der Peripherie der unteren Struktur 31 vorgesehen
ist, wobei dies in der TiCN-Schicht 24 auf
dem Umfang des Grundkörpers
beobachtet wird, der an der Mitte der Abriebsvertiefung 27 freigelegt
ist, die bei dem Calotest gemäß 7(a) erzeugt ist.
Bei dem oben beschriebenen Aufbau
wird eine restliche Spannung, die aufgrund des Unterschiedes der
thermischen Expansionskoeffizienten zwischen der Al2O3-Schicht 26 und der TiCN-Schicht 24 beim
Kühlen nach
dem Beschichten freigelassen, wenn Risse 25 in der oberen
Struktur 32, die auf dem Äußeren der TiCN-Schicht 24 lokalisiert
ist, auftreten. Als Ergebnis kann, selbst wenn eine signifikante
Beanspruchung sporadisch auf die harte Beschichtungsschicht 23 auferlegt
wird, diese Beanspruchung absorbiert werden, ohne daß neue Hauptrisse
erzeugt werden. Weil die untere Struktur 21 der TiCN-Schicht 24,
bei der ein Riß 25 weniger
wahrscheinlich auftritt, vorgesehen ist, wird der Riß 25,
der in der oberen Struktur 32 erzeugt wird, nicht fortgesetzt,
so daß die
TiCN-Schicht 24 vom Abplatzen oder Abschälen abgehalten und die Abriebsresistenz der
gesamten harten Beschichtungsschicht 23 verbessert wird.
Als Ergebnis wird ein solches Schneidwerkzeug 21 erhalten,
das eine ausgezeichnete Bruchresistenz und Abplatzresistenz selbst
beim schweren intermittierenden Schneiden von Metallen wie Gußeisen aufweist,
das Graphitkörner
mit hoher Härter
enthält,
die darin verstreut sind, wie Grauguß (FC) oder Kugelgraphitgußeisen (FCD).
Wenn nicht der Riß 25 in der oberen
Struktur 32 der TiCN-Schicht 24 vorhanden
ist, wie bei der Abriebsvertiefung 27 beobachtet wird,
wird eine restliche Spannung zwischen der TiCN-Schicht 24 und
der Al2O3-Schicht 26 nicht
freigesetzt. Das Nichtfreisetzen der restlichen Spannung macht es
wahrscheinlich, daß große Risse 25 sich
in der TiCN-Schicht 24 und/oder der Al2O3-Schicht 26 entwickeln, wenn eine
große
Beanspruchung auf die harte Beschichtungsschicht 23 auferlegt
wird, was zum Abplatzen oder Bruch der harten Beschichtungsschicht
führt.
Wenn Risse 25 gleichmäßig in der TiCN-Schicht 24 wie
in 7(b) gezeigt verteilt sind,
setzen sich auf der anderen Seite Risse 25, die aufgrund
der restlichen Spannung in der Al2O3-Schicht 26 erzeugt werden, durch
die TiCN-Schicht 24 fort, was erneut zu einer höheren Wahrscheinlichkeit
des Abplatzens und/oder Bruchs der harten Beschichtungsschicht 23 führt.
Die Abriebsvertiefung 27,
die in dem Calotest erzeugt ist, ist ein sphärischer Abrieb der harten Beschichtungsschicht 23,
wobei der Grundkörper 22 an
die Mitte davon freigesetzt ist. Die Eigenschaft und Merkmale der
harten Beschichtungsschicht 23 kann durch Beobachten einer
jeden Schicht in der harten Beschichtungsschicht 23, die
in der Abriebsvertiefung 27 enthalten ist, bezüglich Abrieb,
Abschälen,
Fortschritt der Risse 25 und andere Zustände ausgewertet
werden.
Wenn der Grundkörper 22 übermäßig oder
unzureichend freigesetzt wird, können
Risse 25 in der TiCN-Schicht 24 nicht genau beobachtet
werden. Aus diesem Grund werden die Abriebsbedingungen (Dauer, Typ
der harten Kugel, Abriebsmittel, etc.) des Calotests bevorzugt so
eingestellt, daß der
Durchmesser des Grundkörpers 22,
der bei der Abriebsvertiefung 27 freigelegt wird, das 0,1-
bis 0,6-fache des Durchmessers der Abriebsvertiefung 27 ist.
Wie ebenfalls in der Photographie
durch das Abtastelektronenmikroskop (8)
gezeigt ist, die die Struktur der harten Beschichtungsschicht 23 zeigt,
ist es bevorzugt, daß das
Verhältnis
b1/b2 der Rißbreite
b1, die in der unteren Struktur 31 der
TiCN-Schicht 24 beobachtet wird, zu der Rißbreite
b2, die in der oberen Struktur 12 beobachtet
wird, 1/2 oder weniger, mehr bevorzugt 1/3 oder weniger ist, um
eine hohe Adhäsionskraft zwischen
der TiCN-Schicht 24 und der Al2O3-Schicht 26 zu erhalten, den Fortschritt
des Risses 25 in der TiCN-Schicht 24 zu unterdrücken, die Abplatzresistenz
und die Bruchresistenz der harten Beschichtungsschicht 23 insgesamt
zu verbessern und die Abriebsresistenz aufrechtzuerhalten.
Unter Bezugnahme auf die 7, 8 oder 10,
die einen Schlüsselbereich
der 7 zeigt, hat die TiCN-Schicht 24 einen
solchen Aufbau, daß sie
eine Vielzahl von Schichten umfaßt, bestehend aus einer unteren
TiCN-Schicht (nachfolgend einfach mit unterer Schicht bezeichnet) 35,
bei der die Rißbreite
Null oder klein ist, beobachtet an der Peripherie des Grundkörpers 22,
der an der Mitte der Abriebsvertiefung 27 freigesetzt ist,
und einer oberen TiCN-Schicht (nachfolgend einfach mit oberer Schicht
bezeichnet) 36 mit einer größeren Rißbreite als bei der unteren
Schicht 35, beobachtet an der Peripherie der unteren Schicht 35.
Dieser Aufbau ermöglicht,
sicher das Abplatzen und den Bruch der harten Beschichtungsschicht 23 zu
verhindern, wenn sich die Risse, die in dem oberen Bereich der TiCN-Schicht
erzeugt ist, nicht zu dem unteren Bereich fortsetzen.
Es ist bevorzugt, daß die Dicke
tu der oberen Schicht 36 im Bereich
von 0,5 μm ≦ tu ≦ 5 μm und die Dicke
tl der unteren Schicht 35 im Bereich
von 1 μm ≦ t1 ≦ 10 μm liegt und
daß die
beiden Werte der Dicke die Ungleichung 1 < tl/tu ≦ 5
erfüllen,
um eine hohe Adhäsionskraft
zwischen der TiCN-Schicht 24 und
der Al2O3-Schicht 26 zu
erhalten, den Fortschritt des Risses 25 in der TiCN-Schicht 24 zu
unterdrücken,
die Schlagresistenz der harten Beschichtungsschicht 23 insgesamt
zu verbessern, wodurch das Abplatzen und der Bruch des vollständigen Schneidwerkzeugs 1 verhindert
wird und eine hohe Abriebsresistenz aufrechterhalten wird.
Wie ebenso in 8 gezeigt, ist die TiCN-Schicht 24 bevorzugt
aus Titancarbonitrid-Körnern
mit einer Stringer-Struktur
gebildet, die sich bei rechten Winkeln zu der Oberfläche des
Grundkörpers 2 erstrecken,
während
die Oberschicht 36 in der Stringer-Struktur von Titancarbonitrid-Körnern mit einer großen mittleren
Kristallbreite w2 gebildet ist und die untere
Schicht 35 in Stringer-Struktur auf Titancarbonitrid-Körnern mit
einer kleinen mittleren Kristallbreite w1 gebildet
ist, um zu verhindern, daß der
Riß 25,
der in der oberen Schicht 36 gebildet ist, sich in die
untere Schicht 35 fortsetzt und um die restliche Spannung
zwischen der Al2O3-Schicht 26 und
der TiCN-Schicht 24 zu vermindern, um dadurch das Auftreten
von Rissen zu minimieren und die Adhäsionskraft zwischen beiden
Schichten zu steuern. Dies ermöglicht
die Verbesserung der Abriebsresistenz und der Abschälresistenz
der harten Beschichtungsschicht 23, zum Optimieren der
Abriebsresistenz und der Bruchresistenz des Schneidwerkzeugs 21 insgesamt.
Die Titancarbonitrid-Körner mit
einer Stringer-Struktur, die sich bei rechten Winkeln zu der Oberfläche des
Grundkörpers 22 wie
oben beschrieben erstrecken, bedeuten eine Kristallstruktur mit
einem Längenverhältnis (Verhältnis der
Länge zu
der Breite des Kristalls in der Richtung senkrecht zu der Grenzfläche mit
dem Grundkörper 22)
von 2 oder mehr. Der Kristall kann ebenfalls ein gemischter Kristall
sein, der granulares Sintercarbid auf Wolframcarbid-Basis in einem
Anteil von 30 Flächenprozent
oder weniger enthält,
wenn in dem Bereich der harten Beschichtungsschicht 23 wie
in 8 gezeigt beobachtet
wird.
In diesem Fall ist es bevorzugt,
daß die
mittlere Kristallbreite w2 in der oberen
Schicht 36 der TiCN-Schicht 24 von 0,2 bis 1,5 μm, insbesondere
von 0,2 bis 0,5 μm
ist und die mittlere Kristallbreite w1 in
der unteren Schicht 35 das 0,7-fache der mittleren Kristallbreite
w2 in der oberen Schicht 36 oder
weniger ist, um die Abplatzresistenz der TiCN-Schicht 24 zu
verbessern und die Stärke
davon zur Bindung mit der Al2O3-Schicht
zu steuern, um die Abriebsresistenz und Bruchresistenz der harten
Beschichtungsschicht 23 insgesamt hierdurch zu verbessern.
Die mittlere Kristallbreite der Titancarbonitrid-Körner mit
einer Stringer-Struktur kann wie folgt gemessen werden. Während ein
Querschnitt, der die harte Beschichtungsschicht 23 beinhaltet,
durch eine Photographie mit einem Elektronenabtastmikroskop beobachtet
wird, wird eine gerade Linie parallel zu der Grenzfläche zwischen
dem Grundkörper 23 und
der harten Beschichtungsschicht 23 in jedem Bereich in
der Höhe
der TiCN-Schicht 24 (Liniensegmente A, B in 10) gezogen, und die mittlere
Breite der Körner,
die auf den Liniensegment liegen, nämlich die Länge des Liniensegmentes dividiert
durch die Zahl der Körner,
die das Liniensegment kreuzen, wird als mittlere Kristallbreite
w verwendet.
Wenn zumindest eine Schicht, ausgewählt aus
einer Gruppe, bestehend aus TiN-Schicht, TiC-Schicht, TiCO-Schicht,
TiCNO-Schicht und
TiNO-Schicht, zwischen dem Grundkörper 22 und der TiCN-Schicht 24,
zwischen der TiCN-Schicht 24 und der Al2O3-Schicht 26,
zwischen den vielen TiCN-Schichten oder auf der Al2O3-Schicht gelegt ist, ist es gleichermaßen wie
beim obigen Ausführungsbeispiel
möglich,
die Diffusion der Komponenten des Grundkörpers 22 zu verhindern,
eine Verbesserung der Adhäsionskraft
zwischen den Komponentenschichten der harten Beschichtungsschicht 23,
eine Steuerung der Strukturen, Kristallstrukturen, Adhäsionskraft
und Auftreten von Rissen der TiCN-Schicht 24 und der Al2O3-Schicht 26 zu
erzielen. Es ist insbesondere bevorzugt, eine Titannitrid-Schicht
auf der Bodenschicht 38 und der Oberflächenschicht 39 als
Zwischenschicht vorzusehen. Die Dicke der Bodenschicht 38 ist
bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 2 μm, und die Dicke der Oberflächenschicht 39 ist
bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 1 μm, um die Verminderung der Adhäsionskraft
zu verhindern.
Wenn die Zusammensetzung der TiCN-Schicht 24 als
Ti(Cl-xNx) ausgedrückt wird,
ist es bevorzugt, daß der
Wert von x im Bereich von 0,55 bis 0,80 in der unteren Schicht 35 und
im Bereich von 0,40 bis 0,55 in der unteren Schicht 16 liegt,
daß nämlich die
Zusammensetzung der TiCN-Schicht 24 aus einer kohlenstoffreichen
TiCN-Schicht, die auf der Al2O3-Schicht
lokalisiert ist, bei der das Verhältnis C/N der Anteile von Kohlenstoff
C und Stickstoff N im Bereich von 1,5 ≦ C/N ≦ 4 ist und einer stickstoffreichen
TiCN-Schicht besteht, die unterhalb der kohlenstoffreichen TiCN-Schicht
lokalisiert ist, bei der das Verhältnis C/N im Bereich von 0,2 ≦ C/N ≦ 0,7 ist,
um das Fortschreiten der Risse 25, die in der oberen Schicht 36 erzeugt
sind, zu der unteren Schicht 35 hin zu unterdrücken und
die Bruchresistenz und Abplatzresistenz der harten Beschichtungsschicht 23 zu
verbessern.
Wenn die Adhäsionskraft der Al2O3-Schicht 26 von 10 bis 50 N, gemessen
durch den Kratztest, ist, kann das Abschälen des harten Beschichtungsfilmes 23 unterdrückt werden
und die Abriebresistenz kann während
des kontinuierlichen Schneidvorgangs verbessert werden, und die
Al2O3-Schicht absorbiert
Schläge mit
Hilfe des mikroskopischen Abschälens,
um so das Abschälen
der harten Schicht 23 zu unterdrücken, die sich zum Grundkörper 22 erstreckt,
um so die Bruchresistenz und Abplatzresistenz während des intermittierenden
Schneidvorgangs zu verbessern.
Es ist gewünscht, daß Risse beobachtet werden,
die sich von der Grenzfläche
zwischen der Al2O3-Schicht 26 und
TiCN-Schicht 24 zum
Inneren der Al2O3-Schicht 26 bei
der Beobachtung der Abriebsvertiefung beim Calotest erstrecken,
um effektiv die restliche Spannung, die in der Grenzfläche zwischen
der Al2O3-Schicht 26 und
der TiCN-Schicht 24 erzeugt ist, zu mildern, das Auftreten
von übermäßigen Rissen
in der TiCN-Schicht 24 zu verhindern und das Abplatzen
und Abschälen
der TiCN-Schicht zu verhindern.
Die Al2O3-Schicht 26, die als Oberschicht
der TiCN-Schicht 24 gebildet ist, hat bevorzugt eine Adhäsionskraft
von 10 bis 50 N, mehr bevorzugt von 10 bis 30 N, gemessen durch
den Kratztest, um das Abschälen des
Filmes zu unterdrücken
und eine ausgezeichnete Abriebsresistenz während des kontinuierlichen
Schneidvorgangs zu erzielen und um die zähe TiCN-Schicht 24 ohne
Abschälen
zu behalten, indem nur die Al2O3-Schicht 26 sich
abschälen
kann, um hierdurch einen schnellen Fortschritt des Abriebs zu unterdrücken und
eine ausgezeichnete Abplatzresistenz während des intermittierenden
Schneidvorgangs zu erzeugen.
Der Rest dieses Ausführungsbeispiels
ist ähnlich
wie beim vorher beschriebenen.
(Herstellungsverfahren)
Zur Herstellung des oben beschriebenen
oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeugs wird zunächst der
Grundkörper 22 aus
der harten Legierung ähnlich
wie oben beschrieben erzeugt.
Nach Polieren der Oberfläche des
Grundkörpers 22 nach
Bedarf wird die harte Beschichtungsschicht 23 auf der Oberfläche beispielsweise
mit Hilfe des chemischen Dampfniederschlagverfahrens (CVD) gebildet. Die
Bedingungen zur Bildung der stringerartigen TiCN-Schicht 24 sind ähnlich wie
oben beschrieben.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Korngröße der Titancarbonitrid-Körner in
der oberen Schicht 32 größer als in der unteren Schicht 31 gemacht,
indem eine höherer
Anteil an Acetonitril (CH3CN)-Gas in dem Reaktionsgas
gemischt wird, das in der letzten Stufe des TiCN-Schicht-Bildungsverfahrens
(Bildung der oberen Schicht 32) zugeführt wird, als bei der frühen Stufe
des TiCN-Schicht-Bildungsverfahrens (Bildung der unteren Schicht 31).
Spezifisch kann die Korngröße eingestellt
werden, indem der Anteil an Acetonitrilgas, das in der letzteren
Stufe des TiCN-Schicht-Bildungsverfahrens eingeführt wird, auf das 1,5-fache des Anteils
von Acetonitrilgas eingestellt wird, das in der frühen Stufe
des TiCN-Schicht-Bildungsverfahrens eingeführt wird.
Bei den oben beschriebenen Filmbildungsbedingungen
kann, wenn der Anteil an Acetonitrilgas in dem Reaktionsgas weniger
als 0,1 Vol.-% ist, ein stringerartiger Titancarbonitrid-Kristall
nicht wachsen und statt dessen wird ein granularer Kristall gebildet.
Wenn der Anteil an Acetonitrilgas in dem Reaktionsgas mehr als 3
Vol.-% ist, wird auf der anderen Seite die mittlere Kristallbreite
des Titancarbonitrid-Kristalls
größer und
das Verhältnis
kann nicht eingestellt werden.
Die mittlere Kristallbreite des Titancarbonitrid-Kristalls
kann auf den vorbestimmten Aufbau eingestellt werden, indem anstelle
der Änderung
der Menge an Acetonitrilgas, das in das Reaktionsgas eingeführt wird, die
Filmbildungstemperatur in der letzteren Stufe der Filmbildung höher eingestellt
wird als in der früheren
Stufe der Filmbildung.
Dann wird die Al2O3-Schicht 26 gleichermaßen wie
zuvor beschrieben gebildet. Die Zwischenschicht 28 kann
gleichermaßen
wie oben beschrieben nach Bedarf gebildet werden.
Die Struktur der TiCN-Schicht kann
gesteuert werden, so daß vorbestimmte
Risse beim Calotest beobachtet werden, indem die Kühlrate der
Reaktionskammer nach der Bildung der harten Beschichtungsschicht durch
das chemische Dampfniederschlagsverfahren auf 700°C in einem
Bereich von 12 bis 30°C/min
zusätzlich
zu dem oben beschriebenen Verfahren gesteuert wird.
Der Rest des Verfahrens ist ähnlich wie
bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen.
(Ausführungsbeispiel 5)
Das Schneidwerkzeug dieses Ausführungsbeispiels
umfaßt
den Grundkörper 22 und
die harte Beschichtungsschicht 23, die auf der Oberfläche davon
gleichermaßen
wie beim vierten Ausführungsbeispiel
gebildet ist. Daher werden Komponente, die identisch zu denen des
vierten Ausführungsbeispiels
sind, mit den gleichen Bezugszeichen wie bei den 7 bis 12 bezeichnet
und die detaillierte Beschreibung wird weggelassen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel hat die harte
Beschichtungsschicht 23 einen solchen Aufbau, daß zumindest
eine Schicht der Titancarbonitrid-Schicht 24 auf der Oberfläche des
Grundkörpers
gebildet ist, und eine solche untere Struktur 31, die auf
zumindest einem Teil der Titancarbonitrid-Schicht 24 gebildet
ist, die eine Stringer-Struktur
zeigt, die sich bei rechten Winkeln zu der Oberfläche des
Grundkörpers 22 erstreckt
und eine nadelartige Struktur zeigt, die in statistischen Richtungen
erstreckt ist, wenn die Titancarbonitrid-Schicht 24 von
der Oberfläche
beobachtet wird, wie in 13(a), (b) gezeigt ist.
Dieser Aufbau ermöglicht die Verhinderung eines
starken Aufpralls auf die Titancarbonitrid-Schicht in der Richtung
der Dicke und unterdrückt
die Propagation von Rissen innerhalb der Ebene der Titancarbonitrid-Schicht 24.
Als Ergebnis kann das Schneidwerkzeug 21 mit ausgezeichneter
Abriebsresistenz und Bruchresistenz, das frei vom Abplatzen und
Abschälen
der Titancarbonitrid-Schicht 24 ist, erhalten werden.
Wenn ein starker Aufprall auf die
Titancarbonitrid-Schicht 24 mit einer solchen Struktur
auferlegt wird, daß die
Titancarbonitrid-Körner 40 eine
Stringer-Struktur zeigen, wenn sie im vertikalen Querschnitt der
unteren Struktur 31 (feinkörnige Titancarbonitrid-Schicht)
beobachtet werden und daß die
Titancarbonitrid-Körner 40 keine
nadelartige Struktur zeigen, wenn die untere Struktur 31 von
der Oberfläche
davon beobachtet wird, gehen die Wirkung der unteren Struktur 31 zu
Absorption des Aufpralls und die Wirkung zur ausreichenden Ablenkung
und Unterdrückung
des Fortschritts von feinen Rissen, die in der harten Beschichtungsschicht 23 erzeugt,
sind, verloren, und daher wird die Schneidkante anfälliger für das Abplatzen,
was zu einer kürzeren Lebensdauer
des Schneidwerkzeugs 21 führt.
Es ist bevorzugt, daß die Titancarbonitrid-Körner 40 der
unteren Struktur 31 vertikal wachsen und von Stringer-Kristallen mit einem
mittleren Längenverhältnis von
3 oder mehr, bevorzugt 5 oder mehr gebildet werden, wenn der vertikale
Querschnitt der Titancarbonitrid-Körner 40 beobachtet
wird, um die Aufprall-Absorptionsfähigkeit zu erhöhen. Es
ist mehr bevorzugt, daß das
Längenverhältnis 8 oder
mehr und insbesondere 10 oder mehr ist, um die Härte der Titancarbonitrid-Schicht 3 zu
erhöhen
und die Abriebsresistenz zu verbessern.
Zur Verbesserung der Wirkung zur
Ablenkung der Risse und der Wirkung zur Verhinderung des Fortschritts
von Rissen, ist das mittlere Längenverhältnis der
Titancarbonitrid-Körner 8,
wenn die untere Struktur 31 von der Oberfläche beobachtet
wird, bevorzugt 2 oder mehr, mehr bevorzugt 3 oder mehr und am meisten bevorzugt
5 oder mehr.
Wenn Beobachtungen von dem vertikalen
Querschnitt und von der Oberfläche
kombiniert werden, wird vermutet, daß die Titancarbonitrid-Körner 40 in
der unteren Struktur (feinkörnige
Titancarbonitrid-Schicht) sich aus plättchenartigem Kristall zusammensetzen.
Das Längenverhältnis des
Korns (Titancarbonitrid-Körner 40)
kann durch Bestimmen des maximalen Wertes des Verhältnisses
der Länge
der kurzen Achse des Korns, die senkrecht zur langen Achse ist,
zu der Länge
der langen Achse des Korns für
jedes Korn und durch Mittel der Werte bestimmt werden. Der Kristall
kann ebenfalls ein gemischter Kristall sein, der granularen Titancarbonitrid-Kristall
in einem Anteil von 30 Flächenprozent
umfaßt,
wenn an dem Querschnitt der harten Beschichtungsschicht 3 beobachtet
wird.
Bei Beobachtung der Struktur der
Titancarbonitrid-Körner 40 in
der Richtung der Oberfläche
und durch Messen des mittleren Längenverhältnisses
kann SEM zur Beobachtung der Oberfläche verwendet werden, wenn
die Oberfläche
die untere Struktur 31 ist. Wenn eine andere Schicht auf
der unteren Struktur 31 existiert, ist es besser, die Oberfläche zu polieren,
so daß die
harte Beschichtungsschicht 23 nur bei einem vorbestimmten
Anteil verbleibt, und die polierte Oberfläche mit einem Vergrößerungsfaktor
von 5 000 bis 200 000 mit einem Transmissionselektronenmikroskop
(TEM) zu beobachten. Dieses Verfahren ermöglicht, die Struktur der Titancarbonitrid-Körner der unteren Struktur 31 von
der Richtung der Oberfläche
zuverlässig
zu studieren, selbst wenn die harte Beschichtungsschicht 3 eine
Vielschichtstruktur mit einer anderen harten Schicht auf der unteren
Struktur 31 aufweist.
Bei der Beobachtung der Struktur
in Richtung des Querschnittes und Messen des mittleren Längenverhältnisses
kann das Schneidwerkzeug 21 in einer Richtung senkrecht
zu der Oberfläche
des Grundkörpers 22 gebrochen
oder gemahlen werden und die gebrochene oder gemahlene Oberfläche kann
mit einer Vergrößerungsleistung
von 3 000 bis 50 000 mit einem Elektronenabtastmikroskop (SEM) beobachtet
werden.
13 ist
ein SEM-Photo der Oberfläche,
wenn die untere Struktur 31 gebildet ist. Es ist bevorzugt, daß die mittlere
Länge der
Titancarbonitrid-Körner
40 1 μm
oder weniger ist, wenn die Titancarbonitrid-Körner der unteren Struktur 31 beobachtet
werden, wie in 13(a) gezeigt
ist, um eine hohe Wirkung zum Ablenken von Rissen, die in der unteren
Struktur 31 erzeugt sind, zu erzielen, die Bruchfestigkeit
zu verbessern, um hierdurch die Bruchresistenz und Abplatzresistenz
der harten Beschichtungsschicht 23 und die Adhäsionskraft zwischen
dem Grundkörper 22 und
der Titancarbonitrid-Schicht 24 zu verbessern, um hierdurch
einen abnormalen Abrieb aufgrund des Abschälens des Filmes zu verhindern.
Es ist ebenfalls bevorzugt, die obere
Struktur 32 (obere Titancarbonitrid-Schicht) zu bilden,
die eine mittlere Kristallbreite der Titancarbonitrid-Körner aufweist,
die größer ist
als die der unteren Struktur 31, und zwar auf der oberen
Oberfläche
der unteren Struktur 31 und die Aluminiumoxid-Schicht 26 auf
der Oberfläche der
oberen Struktur 32 zu bilden, um die Adhäsionskraft
zwischen der Aluminiumoxid-Schicht 26 und der Titancarbonitrid-Schicht 24 zu
erhöhen,
die Adhäsionskraft
zwischen dem Grundkörper 22 und
der Titancarbonitrid-Schicht 24 zu verbessern und das Abschälen und
Abplatzen der harten Beschichtungsschicht 23 der Aluminiumoxid-Schicht 26 und
der Titancarbonitrid-Schicht 24 zu verhindern.
Spezifisch wird beispielsweise die
mittlere Kristallbreite w1 der Titancarbonitrid-Schicht 24 (obere Struktur 32)
bei einer Position 0,5 μm
(h1 und Linie A in 1) von der Grenzfläche mit der Aluminiumoxid-Schicht 26 in
Richtung zum Grundkörper 22 bei
rechten Winkeln größer gemacht
als die mittlere Kristallbreite w2 der Titancarbonitrid-Schicht 24 bei
einer Position 1 μm
(bei der Höhe
h2 und der Linie B, die hinter einem Bereich
der kleinen Kristallbreite w aufgrund der Nukleierung ist) von der
Grenzfläche
mit dem Grundkörper 22 in
der Richtung senkrecht zu der Zwischenfläche gemacht. Es ist bevorzugt,
daß die
mittlere Kristallbreite w2 der Titancarbonitrid-Körner der
unteren Struktur 31 im Bereich von 0,1 bis 0,7 μm und die
mittlere Kristallbreite w1 der Titancarbonitrid-Körner der
oberen Struktur 32 im Bereich von 0,5 bis 1,0 μm liegt,
um die Adhäsionskraft
zwischen dem Grundkörper 22 und
der Aluminiumoxid-Schicht 26 zu erhöhen, um hierdurch eine Verminderung
der Bruchresistenz und der Abriebsresistenz aufgrund des Abschälens des
Filmes zu verhindern und die Abriebsresistenz der harten Beschichtungsschicht 23 zu
verbessern.
Es ist bevorzugt, daß die Dicke
t1 der unteren Struktur 31 im Bereich
von 1 μm ≦ t1 ≦ 10 μm und die Dicke
tu der oberen Struktur 32 im Bereich
von 0,5 μm ≦ tu ≦ 5 μm ist, wobei
beide Werte der Dicke die Ungleichung 1 < t1 /tu ≦ 5
erfüllen,
um eine hohe Adhäsionskraft
zwischen dem Grundkörper 22,
der Titancarbonitrid-Schicht 24 und der Al2O3-Schicht 26 zu erzielen und die
Härte und
Festigkeit des Schneidwerkzeugs 21 zu verbessern. Die Gesamtdicke
der Titancarbonitrid-Schicht 24 ist bei Bildung einer Vielschichtstruktur
bevorzugt von 8 bis 12 μm,
um das Abschälen
der Filme zu unterdrücken
und eine Abriebsresistenz aufrechtzuerhälten.
In der oberen Struktur 32 ist
es im Gegensatz zur unteren Struktur 31 wünschenswert,
daß die
mittlere Länge
der TiCN-Körner 1 μm oder größer ist,
um die Adhäsionskraft
mit der Al2O3-Schicht 6 zu
verbessern, wie in 13(b) gezeigt
ist. In diesem Fall kann das Längenverhältnis der
Titancarbonitrid-Körner 2 oder
weniger sein, ist aber bevorzugt im Bereich von 2 bis 5.
Die Al2O3-Schicht 26 hat bevorzugt eine
Adhäsionskraft
von 10 bis 50 N, um sowohl die Härte
als auch die Festigkeit zu verbessern, das Abschälen der harten Beschichtungsschicht 23 zu
unterdrücken
und eine ausgezeichnete Abriebsresistenz während des kontinuierlichen
Schneidvorgangs zu erzielen und eine solche Abschälung der
harten Beschichtungsschicht 3 zu unterdrücken, die
den Grundkörper 2 erreicht,
indem möglich
gemacht wird, daß die
Al2O3-Schicht 26 sich
geringfügig
abschält,
wodurch die Bruchresistenz und Abplatzresistenz während des
intermittierenden Schneidvorgangs verbessert wird.
Es ist bevorzugt, daß es eine
Unterstruktur 31, bei der die Rißbreite Null oder klein ist,
und eine obere Struktur 32 mit einer größeren Rißbreite als bei der unteren
Struktur 31, die auf der Peripherie der unteren Struktur 31 angeordnet
ist, in der Titancarbonitrid-Schicht gibt, beobachtet auf dem Umfang
des Grundkörpers 2,
der an der Mitte der Abriebsvertiefung 14, die beim Calotest
erzeugt ist, freigelegt ist, der auf der Oberfläche des oberflächenbeschichteten
Schneidwerkzeugs 1 wie in 7 gezeigt
durchgeführt
wird, worin die Abriebsvertiefung 14 eine sphärische Oberfläche aufweist
und auf der harten Beschichtungsschicht 23 wie zuvor beschrieben
gebildet ist.
Gemäß dem oben erwähnten Aufbau,
wie in 12 gezeigt,
liegt das Verhältnis
LU/L der Länge LU in der
radialen Richtung der oberen Struktur zu der Länge L in der radialen Richtung
der vollständigen
Titancarbonitrid-Schicht (L= LU + LL, worin LL die Länge in der
radialen Richtung der unteren Struktur ist) bevorzugt im Bereich
von 0,05 bis 0,15, was die Verbesserung der Bruchresistenz der Titancarbonitrid-Schicht
ermöglicht.
(Herstellungsverfahren)
Zur Herstellung des oberflächenbeschichteten,
oben beschriebenen Schneidwerkzeugs wird zunächst der Grundkörper 2 aus
einer harten Legierung erzeugt. Nach Polieren der Oberfläche des
Grundkörpers 2 nach
Bedarf wird die harte Beschichtungsschicht 3 auf der Oberfläche beispielsweise
durch chemischen Dampfniederschlag (CVD) gebildet. Die Titancarbonitrid-Schicht 4 wird
unter solchen Bedingungen zum Wachsen gebracht, wie beispielsweise
einem Reaktionsgas, das sich aus 0,1 bis 10 Vol.-% Titanchlorid
(TiCl4)-Gas, 0 bis 60 Vol.-% Stickstoff
(N2)-Gas, 0 bis 0,1 Vol.-% Methan (CH4)-Gas,
0,1 bis 0,4 Vol.-% CH3CN-Gas und Wasserstoffgas
(H2) als Rest zusammensetzt, in eine Reaktionskammer
eingeführt
wird, deren inneren Atmosphäre
auf eine Temperatur von 780 bis 840°C und einen Druck von 5 bis
85 kPa eingestellt wird.
Bei den oben beschriebenen Filmbildungsbedingungen
kann, wenn der Anteil an CH3CN-Gas in dem Reaktionsgas
weniger als 0,1 Vol.-% ist, die Struktur der Titancarbonitrid-Körner in
der unteren Struktur 31 nicht in dem oben beschriebenen
Bereich zum Wachsen gebracht werden. Wenn der Anteil an CH3CN-Gas in dem Reaktionsgas mehr als 0,4
Vol.-% ist, wird das Wachstum der Titancarbonitrid-Körner zu
schnell und die Struktur der Titancarbonitrid-Körner kann nicht gesteuert werden.
Wenn die Filmbildungstemperatur unterhalb
von 780°C
oder höher
als 840°C
ist, kann die feinkörnige Titancarbonitrid-Schicht, die aus
Titancarbonitrid-Körnern
zusammengesetzt ist, die stringerartig aussehen, wenn vom Querschnitt
beobachtet wird, und die nadelförmig
aussehen, wenn von der Oberfläche
beobachtet wird, nicht gebildet werden.
Die Korngröße der Titancarbonitrid-Körner in
der oberen Struktur 32 kann größer gemacht werden als in der
unteren Struktur 31, indem ein höherer Anteil an CH3CN-Gas
in dem Reaktionsgas in der letzteren Stufe der Bildung der Titancarbonitrid-Schicht
(Bildung der oberen Schicht 32) als in der früheren Stufe
der Bildung der Titancarbonitrid-Schicht
(Bildung der unteren Schicht 31) gemischt wird.
Spezifisch kann die Korngröße gesteuert
werden, indem der Anteil an CH3CN-Gas, das
in der letzteren Stufe der Bildung der Titancarbonitrid-Schicht
eingeführt
wird, auf das 1,5-fache
des Anteils an Acetonitrilgas eingestellt wird, das in der frühen Stufe
der Bildung der Titancarbonitrid-Schicht eingeführt wird.
Der Rest des Verfahrens ist ähnlich wie
bei den vorgenannten Ausführungsbeispielen.
Diese Erfindung ist nicht auf die
oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt
und verschiedene Modifizierungen und Verbesserungen können gemacht
werden. Zum Beispiel wurden oben Verfahren zur Bildung der Filme
durch chemisches Dampfniederschlagsverfahren (CVD) beschrieben,
wobei ein Teil oder die gesamte harte Beschichtungsschicht ebenfalls
durch ein physikalisches Dampfniederschlagsverfahren (PVD) gebildet
werden kann.
Obwohl das oberflächenbeschichtete Teil für das oberflächenbeschichtete
Schneidwerkzeug bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen verwendet
wird, ist diese Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt und
ist beispielsweise für
Maschinenteile, einschließlich
abriebsresistenten Werkzeugen wie kantigen Werkzeugen, eine Form,
ein Baggerwerkzeug, Gleitteile und Abdichtteile verwendbar.