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DE102004007248A1 - Brennkammer und zugehöriges Betriebsverfahren - Google Patents

Brennkammer und zugehöriges Betriebsverfahren Download PDF

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DE102004007248A1
DE102004007248A1 DE102004007248A DE102004007248A DE102004007248A1 DE 102004007248 A1 DE102004007248 A1 DE 102004007248A1 DE 102004007248 A DE102004007248 A DE 102004007248A DE 102004007248 A DE102004007248 A DE 102004007248A DE 102004007248 A1 DE102004007248 A1 DE 102004007248A1
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DE
Germany
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combustion chamber
fuel
synthesis gas
combustion
plasma
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DE102004007248A
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Inventor
Richard Dr. Carroni
Timothy Dr. Griffin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GE Vernova GmbH
Original Assignee
Alstom Technology AG
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Publication date
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23RGENERATING COMBUSTION PRODUCTS OF HIGH PRESSURE OR HIGH VELOCITY, e.g. GAS-TURBINE COMBUSTION CHAMBERS
    • F23R3/00Continuous combustion chambers using liquid or gaseous fuel
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B2203/00Integrated processes for the production of hydrogen or synthesis gas
    • C01B2203/02Processes for making hydrogen or synthesis gas
    • C01B2203/025Processes for making hydrogen or synthesis gas containing a partial oxidation step
    • C01B2203/0255Processes for making hydrogen or synthesis gas containing a partial oxidation step containing a non-catalytic partial oxidation step
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23RGENERATING COMBUSTION PRODUCTS OF HIGH PRESSURE OR HIGH VELOCITY, e.g. GAS-TURBINE COMBUSTION CHAMBERS
    • F23R2900/00Special features of, or arrangements for continuous combustion chambers; Combustion processes therefor
    • F23R2900/00002Gas turbine combustors adapted for fuels having low heating value [LHV]

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brennkammer (7), insbesondere einer Gasturbinenanlage (1), umfassend DOLLAR A - zumindest einen Brennraum (8), in dem im Betrieb der Brennkammer (7) eine Verbrennungsreaktion abläuft, DOLLAR A - zumindest einen Brenner (9), DOLLAR A - einen Synthesegas-Reaktor (14) zur Erzeugung eines Wasserstoff enthaltenden Synthesegases (13) mittels partieller Oxidation eines Kohlenwasserstoff-Brennstoffs (11), DOLLAR A - eine Stabilisierungseinrichtung (17), die im Betrieb der Brennkammer (7) zur Stabilisierung der Verbrennungsreaktion das Synthesegas (13) in wenigstens eine Stabilisierungszone der Brennkammer (7) eindüst. DOLLAR A Um die Stabilisierung der Verbrennungsreaktion mittels des Synthesegases (13) zu vereinfachen, ist der Reaktor als Plasmareaktor (14) ausgestaltet, der die partielle Oxidation des Brennstoffs (11) mittels eines Plasmas durchführt.

Description

  • Technikes Gebit
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkammer, insbesondere einer Gasturbinenanlage, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem eine Brennkammer, insbesondere einer Gasturbinenanlage, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 4.
  • Aus der US 5,937,632 sind ein Verfahren und eine Brennkammer der eingangs genannten Art bekannt. Die bekannte Brennkammer umfasst einen Brennraum, dem ein Vormischbrenner vorgeschaltet ist. Die Brennkammer dient zur Erzeugung von Heißgasen zur Beaufschlagung einer Gasturbine, die einen Verdichter und einen Generator antreibt. Vom Verdichter wird die Brennkammer mit komprimierter Luft versorgt. Des weiteren wird der Vormischbrenner mit einem Brennstoff versorgt, wodurch der Vormischbrenner im Brennraum eine homogene Verbrennungsreaktion erzeugen kann. Zur Erzielung möglichst günstiger Emissionswerte ist es wichtig, die Verbrennungsreaktion im Brennraum bei möglichst niedrigen Temperaturen ablaufen zu lassen. Erreicht wird dies unter anderem durch sehr magere Brennstoff-Oxidator-Mischungsverhältnisse. Gleichzeitig steigt durch den extremen Magerbetrieb die Löschgrenze für die Verbrennungsreaktion auf höhere Temperaturen. Die reduzierte Reaktionstemperatur und die erhöhte Löschgrenze bewirken jedoch, dass die Verbrennungsreaktion relativ instabil ist. Zur Stabilisierung der im Brennraum stattfindenden Verbrennungsreaktion wird beim bekannten Betriebsverfahren ein Wasserstoff enthaltendes Synthesegas in zumindest eine Stabilisierungszone der Brennkammer eingedüst. Der Wasserstoff des Synthesegases ist im hohen Maße reaktiv und führt auch bei niedrigeren Temperaturen zu einer stabilen Verbrennungsreaktion. Gleichzeitig kann die Verbrennung des Synthesegases lokal die Flammentemperatur erhöhen. Die Eindüsung des Synthesegases wirkt sich somit bei einer geeigneten Auswahl der Stabilisierungszonen effektiv zur Stabilisierung der Verbrennungsreaktion aus, ohne dass dabei die Schadstoffemission zunimmt. Bei der bekannten Brennkammer ist zur Erzeugung des Synthesegases ein Synthesegas-Reaktor vorgesehen, der mittels partieller Oxidation aus einem Kohlenwasserstoff-Brennstoff das Synthesegas generiert. Bei der bekannten Brennkammer wird dazu von dem dem Brenner zugeführten Brennstoff ein Teil abgezweigt und einem Teilstrom komprimierter Luft zugeführt, die hierzu dem der Brennkammer zugeführten Hauptstrom des Verdichters abgezweigt wird. Das Brennstoff-Oxidator-Gemisch wird dann dem Reaktor zugeführt, der als Katalysator ausgestaltet ist bzw. eine katalytisch aktive Oberfläche enthält. Die partielle Oxidation des Brennstoffs erfolgt somit mittels eines geeigneten Katalysators.
  • Die Ausrüstung der Brennkammer mit einem derartigen Katalysator ist relativ aufwändig. Des weiteren ist der Betrieb eines derartigen Katalysators ebenfalls relativ aufwändig, da empfindliche Betriebsparameter eingehalten werden müssen, um eine Beschädigung des Katalysators zu vermeiden, die beispielsweise durch eine überhöhte Temperatur entstehen kann.
  • Aus der US 6,560,958 B1 ist es bekannt, mit Hilfe eines Wasserstoff enthaltenden Synthesegases einen Absorptionskatalysator zu regenerieren. Das Synthesegas wird hierbei mit Hilfe eines Plasmareaktors hergestellt, der hierzu einen Kohlenwasserstoff-Brennstoff mit einem geeigneten Oxidator, vorzugsweise Luft, mittels eines Plasmas partiell oxidiert. Ein Absorptionskatalysator dient zur Absorption von Schadstoffen aus einem Abgas einer Verbrennungsmaschine, wie z. B. einem Motor oder einer Turbine. Im Absorptionsbetrieb ist der Absorptionskatalysator von den Abgasen der Verbrennungsmaschine durchströmt, während er im Regenerationsbetrieb vom Synthesegas des Plasmareaktors durchströmt ist. Bei einer speziellen Ausführungsform ist der Absorptionskatalysator einer Verbrennungsmaschine nachgeordnet, die mit dem Synthesegas als Brennstoff arbeitet. Bei dieser Ausführungsform dient der Plasmareaktor während des Absorptionsbetriebs zur Versorgung der Verbrennungsmaschine mit Brennstoff.
  • Darstellung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Brennkammer der eingangs genannten Art einen verbesserten Weg zur Stabilisierung der im Brennraum ablaufenden Verbrennungsreaktion aufzuzeigen, der insbesondere preiswert realisierbar ist.
  • Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, das Synthesegas mit Hilfe eines Plasmas zur erzeugen. Mit Hilfe eines Plasmas lässt sich eine homogene partielle Oxidation des Brennstoffs erzielen, die robust arbeitet und sich vergleichsweise preiswert realisieren lässt. Außerdem unterstützt bzw. vereinfacht die Nutzung des Plasmas die partielle Oxidation des Brennstoffs. Insoweit ergeben sich für die Stabilisierung der Verbrennungsreaktion und somit für den Betrieb der Brennkammer erhebliche Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Brennkammer bzw. gegenüber einem herkömmlichen Betriebsverfahren, die bzw. das mit einem Katalysator zur partiellen Oxidation des Brennstoffs arbeitet, um das Synthesegas für die Stabilisierung der Verbrennungsreaktion zu erhalten.
  • Zweckmäßig wird für die Erzeugung des Synthesegases ein Teil des der Brennkammer zugeführten Brennstoffs verwendet. Auf diese Weise muss eine ohnehin vorhandene Brennstoffversorgung nur geringfügig modifiziert werden, um aus dem ohnehin verwendeten Brennstoff das gewünschte Synthesegas herstellen zu können.
  • Grundsätzlich kann ein gasförmiger Brennstoff, wie z. B. Erdgas, verwendet werden, um die Brennkammer zu betreiben bzw. um das Synthesegas herzustellen. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei welcher ein flüssiger Brennstoff zum Betreiben der Brennkammer verwendet wird. Hier ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung möglich, die bei der Erzeugung des Synthesegases entstehende Wärme zum Verdampfen des der Brennkammer zugeführten flüssigen Brennstoffs zu verwenden. Auf diese Weise kann die Brennkammer mit verdampftem Brennstoff versorgt werden, was eine erhebliche Verbesserung gegenüber einer Versorgung der Brennkammer mit einem zerstäubten Brennstoff mit sich bringt. Wesentlich ist dabei, dass sich durch die Ausnutzung der bei der Synthesegasherstellung erzeugten Wärme eine Mischzeit reduziert, die für eine vollständige Durchmischung des Brennstoffs mit dem Oxidator, also in der Regel Luft erforderlich ist. Denn üblicherweise werden höhere Emissionswerte bei herkömmlichen Zerstäubern für Flüssig-Brennstoffe dadurch verursacht, dass der nachfolgende Mischprozess zu lange andauert. Eine lange Mischzeit kann zu Verbrennungsreaktionen führen noch bevor eine hinreichende Vermischung erzielt ist. Ein inhomogenes Brennstoff-Oxidator-Gemisch führt in Zonen mit erhöhtem Brennstoffgehalt zu überhöhten Temperaturen, die eine erhöhte Schadstoffemission zur Folge haben. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es somit, höhere Durchmischungsgrade zwischen Brennstoff und Oxidator bei einer verkürzten Mischzeit zu erzielen, was letztlich zu einer reduzierten Emission von Schadstoffen, insbesondere von NOx führt.
  • Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
  • Die 1 und 2 zeigen jeweils eine stark vereinfachte, schaltplanartige Prinzipdarstellung einer Gasturbinenanlage, die mit einer erfindungsgemäßen Brennkammer ausgestattet ist, bei verschiedenen Ausführungsformen.
  • Wege zur Ausführung der Erfindung
  • Entsprechend 1 umfasst eine Gasturbinenanlage 1, insbesondere einer im Übrigen nicht gezeigten Kraftwerksanlage, eine Gasturbine 2, die über eine Welle 3 einen Verdichter 4 und optional einen Generator 5 zur Stromerzeugung antreibt. Vom Verdichter 4 komprimierter Oxidator 6, insbesondere Luft, wird einer erfindungsgemäßen Brennkammer 7 der Gasturbinenanlage 1 zugeführt. Die Brennkammer 7 umfasst wenigstens einen Brennraum 8 sowie wenigstens einen Brenner 9, welcher in der Regel an einem Eingang des Brennraums 8 angeordnet ist. Üblicherweise ist der Brennraum 8 ringförmig bezüglich der Rotationsachse der Turbine 2 angeordnet. Üblicherweise sind außerdem mehrere Brenner 9 in Umfangsrichtung verteilt entlang des Eingangs des Brennraums 8 angeordnet.
  • Die Brennkammer 7 wird über eine Brennstoffversorgungseinrichtung 10 mit Brennstoff 11 versorgt, der dem Brenner 9 bzw. den Brennern 9 zugeführt wird. Im Brennraum 8 findet im Betrieb der Brennkammer 7 eine möglichst homogene Verbrennungsreaktion statt, welche heiße Verbrennungsabgase 12 erzeugt, welche von der Brennkammer 7 der Turbine 2 zugeführt werden.
  • Zur Stabilisierung der Verbrennungsreaktion im Brennraum 8 weist die Brennkammer 7 eine Stabilisierungseinrichtung 17 auf, die es ermöglicht, der Brennkammer 7 ein Synthesegas 13 zuzuführen. Dieses Synthesegas 13 enthält Wasserstoff und wird in wenigstens eine nicht näher bezeichnete Stabilisierungszone der Brennkammer 7 eingebracht bzw. eingedüst.
  • Eine solche für die Stabilisierung der Verbrennungsreaktion im Brennraum 8 geeignete Stabilisierungszone der Brennkammer 7 kann sich sowohl im Brennraum 8 als auch im Brenner 9 befinden. Beispielsweise kann im Brennraum 8, z. B. durch eine Querschnittserweiterung am Übergang zwischen Brenner 9 und Brennraum 8, eine zentrale Rezirkulationszone ausgebildet werden, die zu einer Verankerung einer Flammenfront im Brennraum 8 führt. Die Eindüsung des Synthesegases 13 in diese Rezirkulationszone führt zu einer Stabilisierung der Verbrennungsreaktion. Insoweit handelt es sich bei dieser Rezirkulationszone somit um eine Stabilisierungszone. Des weiteren können sich im Brennraum 8 in der Nähe des Brenners 9 sogenannte „Totwassergebiete" ausbilden, die ebenfalls als Stabilisierungszonen zur Eindüsung des Synthesegases geeignet sein können.
  • Die Eindüsung des Synthesegases 13 in den Brenner 9 bzw. in den Brennraum 8 kann beispielsweise über eine Lanze erfolgen, die zentrisch im Brenner 9 angeordnet ist und sich von einem vom Brennraum 8 entfernten Brennerkopf in Richtung des Brennraums 8 erstreckt.
  • Für die Erzeugung des Synthesegases 13 umfasst die Brennkammer 7 bzw. deren Stabilisierungseinrichtung 17 einen Synthesegas-Reaktor, der erfindungsgemäß als Plasmareaktor 14 ausgestaltet ist. Ein derartiger Plasmareaktor 14 nutzt ein Plasma, um einen Kohlenwasserstoff-Brennstoff partiell zu oxidieren, wodurch das erwünschte Wasserstoff enthaltende Synthesegas 13 entsteht. Der für die partielle Oxidation des Kohlenwasserstoff-Brennstoffs 11 erforderliche Oxidator kann beispielsweise ebenfalls auf der Druckseite des Verdichters 4 abgezweigt werden. Eine entsprechende Abzweigungsstelle ist hier mit 18 bezeichnet. Dementsprechend wird dem Plasmareaktor 14 hier ebenfalls komprimierte Luft als Oxidator zugeführt. Ein derartiger Plasmareaktor 14 ist beispielsweise in der eingangs zitierten US 6,560,958 B1 offenbart. Weitere Plasmareaktoren oder Plasmageneratoren oder Plasmatrone sind beispielsweise in der US 5,425,332 , in der US 5,437,250 und in der US 5,887,554 offenbart, wobei die Lehren der hier genannten Druckschriften hiermit durch ausdrückliche Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt vorliegender Erfindung aufgenommen werden.
  • Im Vergleich zu einem Synthesegas-Reaktor, der mit Hilfe eines Katalysators das Synthesegas 13 generiert, besitzt der erfindungsgemäß vorgeschlagene Plasmareaktor 14 einen robusten Aufbau und arbeitet mit einer erhöhten Zuverlässigkeit. Hierdurch reduziert sich die Gefahr von Fehlfunktionen und Beschädigungen. Des weiteren ist der Installationsaufwand reduziert, wodurch sich mit Hilfe der erfindungsgemäßen Brennkammer 7 eine Stabilisierung der Verbrennungsreaktion mit Hilfe des Synthesegases 13 preiswerter realisieren lässt.
  • Bei der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform wird für die Herstellung des Synthesegases 13 derselbe Brennstoff verwendet, der auch der Brennkammer 7 bzw. deren Brenner 9 zugeführt wird. Zu diesem Zweck wird ein Teil des der Brennkammer 7 zugeführten Brennstoffs 11 zum Plasmareaktor 14 hin abgezweigt. Eine entsprechende Abzweigungsstelle ist in 1 mit 15 bezeichnet.
  • Zusätzlich oder alternativ zur Abzweigung (18) des Oxidators 6 an der Druckseite des Verdichters 4 kann für die Oxidatorversorgung des Plasmareaktors 14 ein eigener Kompressor 19 vorgesehen sein, der über ein Ventil 20 zuschaltbar sein kann. Möglicherweise arbeitet der Plasmareaktor 14 nicht oder nur mit reduzierter Leistungsfähigkeit, wenn der zugeführte Oxidator 6 den relativ hohen Enddruck des Verdichters 4 aufweist. Für diesen Fall kann dann über den Kompressor 19 der Oxidator 6' bei einem entsprechend reduzierten Druck zugeführt werden. Um dann den für die Eindüsung des Synthesegases 13 erforderlichen Eindüsdruck im Synthesegas bereitstellen zu können, kann dann optional stromab des Plasmareaktors 14 in der zur Brennkammer 7 führenden Leitung ein geeigneter weiterer Kompressor 21 angeordnet sein.
  • Eine übliche Brennkammer 7 kann beispielsweise so ausgelegt sein, dass sie mit einem gasförmigen Brennstoff, wie z. B. Erdgas betrieben werden kann. Ebenso ist es möglich, die Brennkammer 7 so auszugestalten, dass sie mit einem flüssigen Brennstoff 11 betrieben werden kann. Beispielsweise kann zu diesem Zweck die Brennstoffversorgungseinrichtung 10 bei einer anderen, hier nicht gezeigten Ausführungsform einen Zerstäuber aufweisen, der den flüssigen Brennstoff zerstäubt und somit einen Brennstoffnebel erzeugt. Dieser Brennstoffnebel lässt sich dann mit dem gasförmigen Oxidator vermischen, wobei der Zerstäubungsvorgang und die Durchmischung mit dem Oxidator auch gleichzeitig ablaufen können. Problematisch ist hierbei, dass ein möglichst homogenes Brennstoff-Oxidator-Gemisch benötigt wird, um im Brennraum 8 Zonen mit einem überhöhten Brennstoffgehalt zu vermeiden. Ein lokal überhöhter Brennstoffgehalt führt zu lokal überhöhten Verbrennungstemperaturen, was nachteilige Emissionen, insbesondere NOX Emission, hervorruft. Da eine hochgradige Durchmischung des Brennstoffnebels mit dem Oxidator eine vergleichsweise große Mischzeit benötigt, kann es beim Eindüsen des Brennstoff-Oxidator-Gemischs zu verfrühten Verbrennungsreaktionen kommen, so dass die Verbrennung bereits bei schlechteren Mischungsgraden mit den genannten nachteiligen Folgen stattfinden kann.
  • Bei der erfindungsgemäßen Brennkammer 7 ist nun die Brennstoffversorgungseinrichtung 10 vorzugsweise mit einem Verdampfer 16 ausgestattet, der den zugeführten flüssigen Brennstoff 11 mittels Wärme verdampft, so dass der Brennkammer 7 ein gasförmiger Brennstoff 11 zugeführt werden kann. Bei der Durchmischung eines gasförmigen Brennstoffs mit einem gasförmigen Oxidator lassen sich bei vergleichsweise kurzen Mischzeiten vergleichsweise hohe Durchmischungsgrade erzielen. In der Folge findet die Verbrennung erst bei hohen Mischungsgraden statt, wodurch sich eine besonders homogene Temperaturverteilung innerhalb des Brennraums 8 einstellt und die Gefahr einer überhöhten Schadstoffemission reduziert ist.
  • Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform wird dem Verdampfer 16 ein geeigneter Oxidatorstrom zugeführt, der bei 21 vom druckseitigen Oxidatorstrom des Verdichters 4 abgezweigt wird. Nur bei Vorhandensein eines geeigneten Oxidatorstroms, hier eines Luftstroms, kann durch die Temperaturerhöhung des Brennstoffs 11 dieser verdampft werden. Optional kann auch vorgesehen sein, im „Verdampfer" 16 nur eine Temperaturerhöhung des Brennstoffs 11 zu erzielen, so dass der „Verdampfer" 16 dann nur als Erhitzer arbeitet. Bei der dann stromab des Verdampfers bzw. Erhitzers 16 erfolgenden Durchmischung des erhitzten Brennstoffs 11 mit dem Oxidator 6, was beispielsweise in der Brennkammer 7 erfolgt, lässt sich anschließend eine besonders rasche Verdampfung und gleichzeitige Vermischung mit dem Oxidatorstrom erzielen.
  • Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die für die Verdampfung des Brennstoffs 11 erforderliche Wärme dem Plasmareaktor 14 entnommen. Im Plasmareaktor 14 entsteht bei der Synthesegasproduktion durch die partielle Oxidation des Brennstoffs 11 Wärme. Diese wird bei der Erfindung in vorteilhafter Form genutzt, um die Verdampfung des der Brennkammer 7 zugeführten Brennstoffs 11 durchzuführen. Dabei kann die Wärme vom Plasmareaktor 14 auf geeignete Weise auf den Verdampfer 16 übertragen werden. Beispielsweise sind Plasmareaktor 14 und Verdampfer 16 wärmeübertragend miteinander gekoppelt.
  • Entsprechend 2 kann auch vorgesehen sein, den Verdichter 4 aus zwei Teilverdichtern 4I und 4II aufzubauen und zwischen den Teilverdichtern 4I und 4II einen Oxidatorstrom 6' für den Plasmagenerator 14 und/oder für den Verdampfer 16 abzuzweigen. Der dem Plasmagenerator 14 bzw. dem Verdampfer 16 zugeführte Oxidatorstrom 6' besitzt somit einen geringeren Druck als der der Brennkammer 7 zugeführte Oxidatorstrom 6. Stromab des Plasmagenerators 14 wird das Synthesegas 13 mit dem erwärmten bzw. mit dem verdampften Brennstoff vermischt und mit Hilfe eines entsprechenden Kompressors 21 auf den erforderlichen Druck gebracht, um das Brennstoff-Oxidator-Synthesegas-Gemisch der Brennkammer 7 zuzuführen.
  • 1
    Gasturbinenanlage
    2
    Gasturbine
    3
    Welle
    4
    Verdichter
    5
    Generator
    6
    Oxidator
    7
    Brennkammer
    8
    Brennraum
    9
    Brenner
    10
    Brennstoffversorgungseinrichtung
    11
    Brennstoff
    12
    Verbrennungsabgas
    13
    Synthesegas
    14
    Plasmareaktor
    15
    Abzweigungsstelle
    16
    Verdampfer
    17
    Stabilisierungseinrichtung
    18
    Abzweigungsstelle
    19
    Kompressor
    20
    Ventil
    21
    Kompressor

Claims (6)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkammer (7), insbesondere einer Gasturbinenanlage (1), – wobei die Brennkammer (7) wenigstens einen Brennraum (8) und wenigstens einen Brenner (9) aufweist, – wobei ein Wasserstoff enthaltendes Synthesegas (13) durch partielle Oxidation eines Kohlenwasserstoff-Brennstoffs (11) erzeugt wird, – wobei zur Stabilisierung einer im Brennraum (8) stattfindenden Verbrennungsreaktion das Synthesegas (13) in wenigstens eine Stabilisierungszone der Brennkammer (7) eingedüst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die partielle Oxidation des Brennstoffs (11) mittels eines Plasmas erfolgt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des Synthesegases (13) ein Teil des der Brennkammer (7) zugeführten Brennstoffs (11) verwendet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Erzeugung des Synthesegases (13) entstehende Wärme zum Verdampfen des der Brennkammer (7) zugeführten flüssigen Brennstoffs (11) verwendet wird.
  4. Brennkammer, insbesondere einer Gasturbinenanlage (1 ), – mit wenigstens einem Brennraum (8), in dem im Betrieb der Brennkammer (7) eine Verbrennungsreaktion abläuft, – mit wenigstens einem Brenner (9), – mit einem Synthesegas-Reaktor (14) zur Erzeugung eines Wasserstoff enthaltenden Synthesegases (13) mittels partieller Oxidation eines Kohlenwasserstoff-Brennstoffs (11), – mit einer Stabilisierungseinrichtung (17), die im Betrieb der Brennkammer (7) zur Stabilisierung der Verbrennungsreaktion das Synthesegas (13) in wenigstens eine Stabilisierungszone der Brennkammer (7) eindüst, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktor als Plasmareaktor (14) ausgestaltet ist, der die partielle Oxidation des Brennstoffs (11) mittels eines Plasmas durchführt.
  5. Brennkammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, – dass eine Brennstoffversorgungseinrichtung (10) zur Versorgung der Brennkammer (7) mit einem Kohlenwasserstoff-Brennstoff vorgesehen ist, – dass die Brennstoffversorgungseinrichtung (10) einen Teil des Brennstoffs (11) dem Plasmareaktor (14) zur Erzeugung des Synthesegases (13) zuführt.
  6. Brennkammer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, – dass eine Brennstoffversorgungseinrichtung (10) zur Versorgung der Brennkammer (7) mit einem Kohlenwasserstoff-Brennstoff (11) einen Verdampfer (16) zum Verdampfen eines flüssigen Brennstoffs (11) aufweist, – dass der Verdampfer (16) den Brennstoff (11) mittels Wärme verdampft, – dass der Verdampfer (16) wärmeübertragend mit dem Plasmareaktor (14) verbunden ist, derart, dass der Verdampfer (16) die zum Verdampfen des Brennstoffs (11) erforderliche Wärme vom Plasmareaktor (14) erhält.
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