-
Die Erfindung bezieht sich auf einen
Gassensor und einen Gaskonzentrationsdetektor für eine Brennkraftmaschine.
-
Ein mit einem Gassensor ausgestatteter Gaskonzentrationsdetektor
hat bereits in den verschiedensten Bereichen Anwendung gefunden.
So ist z.B. ein Gaskonzentrationsdetektor üblicherweise im Abgasrohr einer
Brennkraftmaschine angeordnet, um die O2-Konzentration (Sauerstoffmolekül-Konzentration)
der Abgase zur Regelung des Luft/Kraftstoff-Gemischverhältnisses
zu messen. Darüber
hinaus dient ein solcher Gaskonzentrationsdetektor in jüngerer Zeit
auch zur Bewältigung
von Abgas-Emissionsauflagen, d.h., der Gaskonzentrationsdetektor ist
bei einer Brennkraftmaschine mit einem Abgas-Rückführungssystem vorgesehen, bei
dem der Rückführungsbetrag
der Abgase durch Messung der NOx-Konzentration
in den Abgasen geregelt wird. Weiterhin wird der Gaskonzentrationsdetektor
auch bei einer Brennkraftmaschine mit einem im Abgasrohr angeordneten
NOx-Speicher-/Reduktionskatalysator
mit NOx-Speicherfähigkeit
zur Regelung der Zeitdauer der Speicherung oder Reduktion der Stickoxide
(NOx) verwendet.
-
Bei dem Gassensor eines solchen Gaskonzentrationsdetektors
für eine
Brennkraftmaschine wird üblicherweise
ein Sauerstoffionen leitendes Festelektrolytelement aus Zirkondioxid
usw. eingesetzt. Das Festelektrolytelement dient hierbei z.B. zur
Bildung einer Zelle, bei der zwei Elektroden auf gegenüberliegenden
Seiten des Festelektrolytelements angeordnet bzw. ausgebildet sind.
Die Zelle kann hierbei in Bezug auf O2 einen
Pumpvorgang innerhalb einer Kammer ausführen, der die Zelle gegenüber liegt. Über die
Zelle kann somit ein Austausch von O2 zwischen
dem Inneren des Gassensors und seinem Außenbereich erfolgen, in dem
sich ein Messgas befindet. Der O2-Pumpvorgang wird
durch Anlegen einer elektrischen Spannung an die Elektroden über mit den
Elektroden verbundene Signalleitungen erzielt, wodurch Sauerstoffionen
als Ladungsträger
innerhalb des Festelektrolytelements bewegt bzw. übertragen
werden. Hierbei können
zwei Zellen dieser Art zur genauen Messung einer NOx-Konzentration
dienen, wobei eine der Kammer einer ersten Zelle gegenüberliegende
Elektrode in Bezug auf NOx inaktiv bzw. nicht reaktionsfähig ist,
während
eine Elektrode einer zweiten Zelle in Bezug auf NOx reaktionsfähig ist.
Bei einer solchen Anordnung ergibt sich eine Differenz zwischen
den an den Oberflächen
der Elektroden der beiden Zellen erzeugten Sauerstoffmengen in Abhängigkeit
von der NOx-Konzentration,
d.h., durch die in Bezug auf NOx inaktive bzw. nicht reaktionsfähige erste
Zelle (Überwachungszelle)
wird die Beeinflussung der Messsignale der zweiten Zelle (Sensorzelle)
durch in der Kammer verbleibenden Restsauerstoff unterdrückt, wodurch
sich eine höhere
Messgenauigkeit bei der NOx-Messung ergibt. Dieser Stand der Technik
ist aus der JP-A-2002-202 285 bekannt.
-
Der vorstehend beschriebene Gassensor kann
somit eine hohe Messgenauigkeit aufweisen. Wenn jedoch die Fertigungstechnik
bzw. Herstellungsqualität
bei einem derartigen Gassensor in Bezug auf die gewünschte hohe
Messgenauigkeit unzureichend ist, kann die erforderliche Sollgenauigkeit nicht
erzielt werden oder die Anforderungen an die hohe Messgenauigkeit
führen
bei der Herstellung des Gassensors zu einer geringen Gutausbeute.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe
zu Grunde, einen Gassensor und einen Gaskonzentrationsdetektor für eine Brennkraftmaschine
anzugeben, mit deren Hilfe eine äußerst genaue
Gaskonzentrations-Präzisionsmessung
erzielbar ist.
-
Diese Aufgabe wird mit den in den
Patentansprüchen
angegebenen Mitteln gelöst.
-
Gemäß Patentanspruch 1 wird ein
Gassensor für
eine Brennkraftmaschine angegeben, der ein die NOx-Konzentration
in den Abgasen der Brennkraftmaschine angebendes Messsignal erzeugt.
Der Gassensor umfasst hierbei zumindest eine gegebene Zelle, bei
der zwei Elektroden an einem Festelektrolytelement ausgebildet sind.
Diese gegebene Zelle umfasst eine Sensorzelle, die in Bezug auf
die Aufspaltung von NOx reaktionsfähig ist. Bei den beiden Elektroden
der Sensorzelle ist eine erste Elektrode gegenüber einer Kammer angeordnet,
in die die Abgase eintreten. Der Gassensor ist hierbei durch ein Informationsspeichermedium
(Datenträger)
gekennzeichnet, das individuelle Daten der Messcharakteristik speichert,
die hinsichtlich der NOx-Konzentration Messempfindlichkeitsdaten
oder Offsetbetragsdaten in Bezug auf einen Nullpunkt umfassen. Diese
individuellen Daten der Messcharakteristik dienen zur Kompensation
bzw. Korrektur von bei anderen Gassensoren auftretenden Messcharakteristik-Differenzen.
-
Durch diesen Aufbau lassen sich NOx-Konzentrationsmessfehler
kompensieren bzw. korrigieren, die auf Grund individueller Differenzen
der Messcharakteristik des jeweiligen Gassensors hinsichtlich der
Messempfindlichkeit oder des Offsetbetrages in Bezug auf einen Nullpunkt
auftreten, sodass eine höhere
Messgenauigkeit bei der Messung der NOx-Konzentration erzielbar
ist.
-
Die Erfindung wird nachstehend anhand
von bevorzugten Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
-
1 den
Aufbau eines erfindungsgemäßen Gassensors
und Gaskonzentrationsdetektors,
-
2 eine
vergrößerte Ansicht
des in 1 durch einen
Kreis A gekennzeichneten Bereichs,
-
3 eine
Schnittansicht entlang der Linie III-III gemäß 2,
-
4 eine
Schnittansicht entlang der Linie IV-IV gemäß 2,
-
5 ein
erstes Kennlinienfeld zur Veranschaulichung der Wirkungsweise des
Gassensors und des Gaskonzentrationsdetektors,
-
6 eine
zweite Kennlinie zur Veranschaulichung der Wirkungsweise des Gassensors
und des Gaskonzentrationsdetektors,
-
7 eine
dritte Kennlinie zur Veranschaulichung der Wirkungsweise des Gassensors
und des Gaskonzentrationsdetektors,
-
8 ein
Kennlinienfeld, das eine Modifikation des Gassensors und des Gaskonzentrationsdetektors
veranschaulicht,
-
9(A) und 9(B) Ansichten des Gassensors
und des Gaskonzentrationsdetektors,
-
10 eine
Kennlinie, die eine weitere Modifikation des Gassensors und des
Gaskonzentrationsdetektors veranschaulicht,
-
11 eine
Kennlinie, die eine weitere Modifikation des Gassensors und des
Gaskonzentrationsdetektors veranschaulicht,
-
12 eine
schematische Darstellung eines Steuerverfahrens für den Gassensor,
-
13 eine
schematische Darstellung eines weiteren Steuerverfahrens für den Gassensor,
-
14 eine
Schnittansicht eines Hauptbereiches eines modifizierten Ausführungsbeispiels
des Gassensors, und
-
15 eine
Schnittansicht eines Hauptbereiches eines weiteren modifizierten
Ausführungsbeispiels
des Gassensors.
-
Nachstehend wird zunächst näher auf
den in 1 veranschaulichten
erfindungsgemäßen Gaskonzentrationsdetektor
eingegangen, der einen Gassensor S sowie eine Steuereinheit 3 mit
einer Steuerschaltung 31 und einer elektronischen Steuereinheit ECU 32 umfasst.
-
Der Gassensor S ragt in ein Abgasrohr 41 einer
(nicht dargestellten) Brennkraftmaschine hinein und gibt Messsignale
in Abhängigkeit
von der (nachstehend vereinfacht als "Gaskonzentration" bezeichneten) O2-Konzentration oder
NOx-Konzentration der durch das Abgasrohr 41 strömenden Abgase
ab. Der Gassensor S umfasst im wesentlichen ein Gehäuse 21,
ein Sensorelement 1, ein Elementgehäuse 22 und ein zylindrisches
Bauteil 23. Das Gehäuse 21 ist in
einer Montageöffnung
des Abgasrohrs 41 befestigt. Das Sensorelement 1 ist
in dem Gehäuse 21 in isolierter
Anordnung angebracht. Ein Messende des Sensorelements 1 (das
untere Ende gemäß 1) ist in dem Elementgehäuse 22 angeordnet,
das am unteren Ende (dem unteren Ende gemäß 1) des Gehäuses 21 angebracht
ist und in das Abgasrohr 41 hineinragt. Das Elementgehäuse 22 besitzt
eine doppelte Struktur, bei der die durch das Abgasrohr 41 strömenden Abgase über in Seiten-
und Bodenwänden
ausgebildete Abgaseinlassöffnungen 221 eintreten
können.
Das zylindrische Bauteil 23 ist am oberen Ende (dem oberen
Ende gemäß 1) des Gehäuses 21 befestigt
und besitzt in seiner Seitenwand eine Lufteinlassöffnung 231. Über diese
Lufteinlassöffnung 231 gelangt
die außerhalb
des Abgasrohrs 41 befindliche Umgebungsluft in in dem Sensorelement 1 angeordnete
Luftkanäle 104, 105 (die
nachstehend noch näher
beschrieben sind) und dient hierbei als O2-Konzentrations-Referenzgas.
-
Über
die Steuerschaltung 31 der Steuereinheit 3 erfolgt
die Ansteuerung von Zellen 1a bis 1c und eines
Heizelements 13, die gemeinsam das Sensorelement 1 bilden
und nachstehend noch näher
beschrieben sind. Außerdem
führt die
Steuerschaltung 31 der elektronischen Steuereinheit ECU 32 der Steuereinheit 3 Pumpzellenstrom-Messsignale
sowie Sensorstrom-Messsignale zu.
-
Die elektronische Steuereinheit ECU 32 berechnet
sodann auf der Basis der von der Steuerschaltung 31 abgegebenen
Messsignale die Gaskonzentration, die im Rahmen verschiedener Steuer- und
Regelvorgänge
wie z.B. zur Steuerung eines Abgasrührführungsventils zur Regelung
der Abgasrückführmenge
Verwendung findet.
-
Das Sensorelement 1 besitzt
eine in den 2, 3 und 4 veranschaulichte mehrschichtige Struktur,
die Festelektrolyt-Elementschichten 111, 112 aus
einem Sauerstoffionen leitenden Material wie Zirkondioxid sowie
Isolierschichten 113, 114, 115 aus einem
Isoliermaterial wie Aluminiumoxid umfasst. Die zwischen den Festelektrolyt-Elementschichten 111, 112 angeordnete
Isolierschicht 114 ist zur Bildung von zwei, über eine
Durchgangsöffnung 103 miteinander
in Strömungsverbindung
stehenden Kammern 101, 102 in Dickenrichtung teilweise
ausgestanzt. Die Kammern 101, 102 sind in Längsrichtung
des Sensorelements 1 ausgerichtet. Hierbei ist die Kammer 101 näher an dem
Messende des Sensorelements 1 als die Kammer 102 angeordnet.
Wie 3 zu entnehmen ist,
ist die Kammer 102 annähernd
doppelt so breit wie die Kammer 101.
-
Die beiden Kammern 101, 102 sind über die Festelektrolyt-Elementschichten 111, 112 gegenüber den
Luftkanälen 104, 105 angeordnet.
Die Luftkanäle 104, 105 stehen über ein
Anschlussende (das obere Ende gemäß 1) des Sensorelements 1 mit
der Atmosphäre
bzw. Umgebungsluft in Verbindung. Hierbei ist der Luftkanal 105 über die
Festelektrolyt-Elementschicht 111 gegenüber der Kammer 102 angeordnet,
während
der Luftkanal 104 über
die Festelektrolyt-Elementschicht 112 nicht nur gegenüber der
Kammer 102 sondern auch gegenüber der Kammer 101 angeordnet
ist. Die Luftkanäle 104, 105 bilden
somit Zwischenräume,
die die O2-Referenzkonzentration enthalten.
-
Die obere Festelektrolyt-Elementschicht 111 besitzt
ein Nadelloch 106, das in Dickenrichtung durch die Festelektrolyt-Elementschicht 111 hindurch bis
zu der ersten Kammer 101 verläuft. Über dieses Nadelloch 106 gelangen
die das Sensorelement 1 umgebenden Abgase in die erste
Kammer 101. Das Nadelloch 106 ist hierbei durch
eine poröse
Diffusionsschicht 116 aus z.B. porösem Aluminiumoxid verschlossen,
wodurch das Eindringen von Abgaspartikeln in die Kammer 101 verhindert
wird.
-
In der Nähe der ersten Kammer 101 sind
an der Festelektrolyt-Elementschicht 112 zwei einander gegenüberliegende
Elektroden 121, 122 zur Bildung einer Pumpzelle 1a angeordnet.
Die der Kammer 101 gegenüberliegende Elektrode 121 besteht
hierbei aus einem Edelmetall wie Au-Pt, das in Bezug auf die Aufspaltung
(Reduktion) von NOx inaktiv bzw. nicht reaktionsfähig ist.
-
In der Nähe der zweiten Kammer 102 sind
an der Festelektrolyt-Elementschicht 111 zwei Elektroden 123, 125 sowie
zwei Elektroden 124, 125 jeweils einander gegenüberliegend
angeordnet. Hierbei findet die dem Luftkanal 104 gegenüberliegende
Elektrode 125 in der in 4 veranschaulichten
Weise als sowohl der Elektrode 123 als auch der Elektrode 124 gegenüberliegende,
gemeinsame Elektrode Verwendung. Auf diese Weise wird von der Festelektrolyt-Elementschicht 111 und
den Elektroden 123, 125 eine Überwachungszelle 1b gebildet,
während
von der Festelektrolyt-Elementschicht 111 und den Elektroden 124, 125 eine
Sensorzelle 1c gebildet wird. Bei der Überwachungszelle 1b besteht
die der Kammer 102 gegenüberliegende Elektrode 123 aus
einem Edelmetall wie Au-Pt, das in Bezug auf die Aufspaltung von
NOx inaktiv bzw. nicht reaktionsfähig ist. Demgegenüber besteht
bei der Sensorzelle 1c die der Kammer 102 gegenüberliegende
Elektrode 124 aus einem Edelmetall wie Pt, das in Bezug
auf die Aufspaltung von NOx reaktionsfähig ist. Nachstehend werden
die jeweiligen Elektroden unter Verwendung einer Kombination der
Begriffe kammerseitig/atmosphäreseitig
und Überwachungs-/Sensor-/Pump-
bezeichnet, d. h. als kammerseitige Pumpelektrode 121,
als kammerseitige Sensorelektrode 124 und als atmosphäreseitige
Sensor- /Überwachungselektrode
125.
-
Die Isolierschicht 115,
die zusammen mit der Festelektrolyt-Elementschicht 112 die
Kanalwände des
Luftkanals 104 bildet, enthält ein Leitungsmuster aus einem
Metall wie Pt, das ein Heizelement 13 zur Erwärmung des
gesamten Sensorelements 1 bildet. Das Heizelement 13 ist
hierbei ein elektrisches Bauelement, das Joule'sche Wärme durch Stromführung erzeugt.
-
Das Heizelement 13 wird
durch Zuführung eines
elektrischen Stroms durch die Steuerschaltung 31 aufgeheizt.
Hierbei wird von der Steuerschaltung 31z.B. die temperaturabhängige Admittanz
zwischen den Elektroden 121, 122 berechnet, wobei
die Steuerschaltung 31 durch Steuerung der Stromzufuhr
zu dem Heizelement 13 das Erreichen eines Soll-Admittanzwertes
der berechneten Admittanz herbeiführt, der einem aktiven Temperaturbereich
der Festelektrolyt-Elementschichten 111, 112 entspricht.
Die Steuerung des Heizelement 13 erfolgt z.B. durch Pulsdauermodulation
(PDM) eines Strom-Impulssignals bzw. Strom-Einschaltsignals. Die
jeweilige Admittanz kann z.B. dadurch berechnet werden, dass bei
einer Änderung
der Klemmenspannung der Zellen 1a, 1b, 1c zur Erzeugung
von Stromänderungen
die Admittanz dann durch Teilung der erhaltenen Stromänderungen durch
die Klemmenspannungsänderungen
berechnet wird.
-
Die Steuerschaltung 31 legt
eine Spannung ("Pumpzellenspannung
VP") an die Elektroden 121, 122 der
Pumpzelle 1a an, wobei die atmosphäreseitige Pumpelektrode 122 an
positivem Potential liegt. Außerdem
misst die Steuerschaltung 31 den zwischen den Elektroden 121, 122 fließenden elektrischen
Strom ("Pumpzellenstrom
IP").
-
Wenn die um den Gassensor S herum
strömenden
Abgase über
die poröse
Diffusionsschicht 116 und das Nadelloch 106 in
die erste Kammer 101 eintreten, wird O2 in
den Abgasen aufgespalten und an der kammerseitigen Pumpelektrode 122 ionisiert. Der
ionisierte Sauerstoff tritt durch die Festelektrolyt-Elementschicht 112 hindurch
und wird in den Luftkanal 104 abgeführt. Die in die Kammer 101 eintretende
O2-Menge wird von dem Strömungswiderstand des
Nadellochs 106 bestimmt. Wenn hierbei die Pumpzellenspannung
VP in einem nachstehend noch näher
beschriebenen Grenzstrombereich liegt, lässt sich die O2-Konzentration
der Abgase aus dem Pumpzellenstrom IP ableiten. Das NOx in den Abgasen
verbleibt in der ersten Kammer 101, da die kammerseitige
Pumpelektrode 121 in Bezug auf die Aufspaltung von NOx
inaktiv bzw. nicht reaktionsfähig ist.
-
Die Klemmenspannung VP wird in Abhängigkeit
von dem Pumpzellenstrom IP gesteuert. Das in 5 dargestellte Kennlinienfeld der Pumpzelle 1a zeigt
auch einen Grenzstrombereich, in dem der Pumpzellenstrom IP nicht
von der Klemmenspannung VP abhängt.
In einem Festspeicher der Steuerschaltung 31 ist eine in 5 durch eine gestrichelte Linie
dargestellte Beziehung zwischen dem Pumpzellenstrom IP und der Pumpzellenspannung
VP vorgespeichert. Die Steuerschaltung 31 stellt somit
die Pumpzellenspannung VP derart ein, dass der Pumpzellenstrom IP
in den Grenzstrombereich fällt.
-
Da die Abgase von der ersten Kammer 101 über die
Durchgangsöffnung 103 in
die zweite Kammer 102 diffundieren, enthält die zweite
Kammer 102 Abgase mit einer niedrigen O2-Konzentration
als Messgas.
-
Die Steuerschaltung 31 legt
an die Elektroden 123, 125 der Überwachungszelle 1b eine
Spannung ("Überwachungszellenspannung
VM") an, wobei die
atmosphäreseitige
Sensor-/Überwachungselektrode 125 an
positivem Potential liegt, und beaufschlagt auch die Elektroden 124, 125 der
Sensorzelle 1c mit einer Spannung ("Sensorzellenspannung VS"). Ferner misst die
Steuerschaltung 31 den zwischen den Elektroden 123, 125 fließenden elektrischen
Strom ("Überwachungszellenstrom
IM") sowie den zwischen
den Elektroden 124, 125 fließenden elektrischen Strom ("Sensorzellenstrom
IS").
-
Durch Anlegen der Überwachungszellenspannung
VM an die Überwachungszelle 1b und
der Sensorzellenspannung VS an die Sensorzelle 1c wird
das in der Kammer 102 befindliche restliche O2 in
den Luftkanal 105 abgeführt.
Eine entsprechende Einstellung der Überwachungszellenspannung VM und
der Sensorzellenspannung VS führt
hierbei in den Zellen 1b, 1c zur Erzeugung des
Grenzstroms. Bei den der zweiten Kammer 102 gegenüberliegenden
Elektroden 123, 124 führt nur die kammerseitige Sensorelektrode 124 eine
Aufspaltung von NOx herbei, was zu einer Vergrößerung der ionisierten Sauerstoffmenge
an der kammerseitigen Sensorelektrode 124 führt. Der
Sensorzellenstrom IS ist daher größer als der Überwachungszellenstrom
IM. Die NOx-Konzentration in den Abgasen lässt sich somit auf der Basis
der Differenz zwischen dem Überwachungszellenstrom
IM und dem Sensorzellenstrom IS erhalten. Hierbei werden der Pumpzellenstrom
IP, der Überwachungszellenstrom
IM und der Sensorzellenstrom IS jeweils als Spannungsabfälle an Widerständen gemessen,
die in den Klemmenspannungsschaltungen der jeweiligen Zellen 1a, 1b, 1c in Reihe
geschaltet sind.
-
Die elektronische Steuereinheit ECU 32 besitzt
in ihrem eigenen Computer einen Festspeicher 321, in dem
der individuellen Messcharakteristik eines mit der elektronischen
Steuereinheit ECU 32 verbundenen Gassensors S entsprechende
Daten ("individuelle
Daten") gespeichert
sind. Der Festspeicher 321 wird hierbei von einem wiedereinschreibbaren EEPROM-Speicher
oder dergleichen gebildet.
-
Nachstehend wird auf diese individuellen Daten
unter Bezugnahme auf die 6 und 7 näher eingegangen. 6 veranschaulicht die Korrespondenzbeziehung
zwischen dem Pumpzellenstrom IP und der O2-Konzentration
in Form einer Kennlinie. In dem Festspeicher 321 sind Messempfindlichkeitsdaten
gespeichert (d.h., die Änderungsgeschwindigkeit des
Pumpzellenstroms IP in Abhängigkeit
von einer Änderung
der O2-Konzentration). Diese Messempfindlichkeitsdaten
für einen
jeweiligen Gassensor S werden durch vorherige Messung der Korrespondenzbeziehung
zwischen dem Pumpzellenstrom IP und bekannten vorgegebenen O2-Konzentrationswerten eines Testgases bestimmt.
-
7 zeigt
die Korrespondenzbeziehung zwischen dem Sensorstrom und der NOx-Konzentration
(d.h., die Differenz zwischen dem Sensorzellenstrom IS und dem Überwachungszellenstrom
IM). In dem Festspeicher 321 sind Messempfindlichkeitsdaten
(d.h., die Änderungsgeschwindigkeit
des Sensorstroms (IS – IM)
in Bezug auf eine Änderung
der NOx-Konzentration) sowie ein Offsetbetrag an einem Nullpunkt
des Sensorstroms gespeichert. Diese Daten für einen jeweiligen Gassensor
S werden durch vorherige Messung der Korrespondenzbeziehung zwischen
dem Sensorstrom und bekannten vorgegebenen NOx-Konzentrationswerten eines Testgases bestimmt.
-
Bei dieser Messung kann die Korrespondenzbeziehung
zwischen dem Sensorstrom und NOx-Konzentrationswerten unter Verwendung
einer Vielzahl von NOx-Konzentrationsbereichen erhalten werden (z.B.
unter Verwendung eines zwischen 0 bis 100 ppm liegenden unteren
Bereiches und eines über
100 ppm liegenden oberen Bereiches), wodurch sich die Messcharakteristik
bzw. Messkennlinie eines jeweiligen Gassensors S besser annähern lässt.
-
Weiterhin kann die Korrespondenzbeziehung
zu der NOx-Konzentration
in der in 8 veranschaulichten
Weise unter Verwendung einer Vielzahl von bekannten vorgegebenen
O2-Konzentrationsbereichen erhalten bzw.
gebildet werden. Wenn nämlich
die elektronische Steuereinheit ECU 32 eine NOx-Konzentration
aus einem Sensorstrom berechnet, wird zunächst aus dem Pumpzellenstrom
IP die O2-Konzentration ermittelt. Auf der
Basis der Messempfindlichkeit und des der erhaltenen O2-Konzentration
entsprechenden Offsetbetrags wird sodann die NOx-Konzentration berechnet.
-
Die in dem Festspeicher 321 gespeicherten, vorstehend
beschriebenen Daten müssen
in Bezug auf den mit der elektronischen Steuereinheit ECU 32 in
Wirkverbindung stehenden Gassensor S jeweils aktualisiert bzw. neu
eingeschrieben werden. Nachstehend wird auf die Gewinnung der individuellen
Daten des eingebauten Gassensors S und die anschließende Aktualisierung
des Festspeichers 321 näher eingegangen.
-
In der in 9(A) dargestellten Weise ist das Messende
des Gassensors S innerhalb des Abgasrohrs 41 angeordnet,
während
das aus dem Abgasrohr 41 herausragende Anschlussende seitlich
mit einem Informationsspeichermedium in Form eines Informationsträgers mit
einem sog. QR-Code 51 (Quick response Code) versehen ist.
Der QR-Code 51 ist ein zweidimensionaler Code, der an der
Außenseite
des zylindrischen Bauteils 23 in Form eines den QR-Code tragenden
Etiketts oder durch Lasermarkierung angebracht ist. Der QR-Code
gibt die individuellen Daten eines gegebenen Gassensors S an, der
mit dem QR-Code versehen ist. Die Code-Daten des QR-Codes eines
solchen gegebenen Gassensors S werden nach erfolgter Herstellung
des Gassensors S in einem Werk im Rahmen eines Messtestes erhalten.
-
Der QR-Code 51 eines Gassensors
S wird von einem Code-Lesegerät 52 z.B.
an einem Montageband für
Kraftfahrzeuge optisch gelesen, wenn der Einbau des Gassensors S
in das Abgasrohr 41 erfolgt. Somit können die individuellen Daten
des Gassensors S im Rahmen des Fertigungsablaufs am Montageband
ohne Vornahme einer elektrischen Verbindung mit dem Lesegerät oder dergleichen
auf einfache Weise ausgelesen werden. Die individuellen Daten des
ausgelesenen QR-Codes werden in einem Computer 53 gespeichert
und in den Festspeicher 321 der elektronischen Steuereinheit
ECU 32 mit Hilfe eines Festspeicher-Schreibgerätes eingeschrieben.
-
Die individuellen Daten sind einem
entsprechenden Gassensor S zugeordnet, sodass Inkompatibilitäten zwischen
einem jeweiligen Gassensor S und der zugehörigen elektronischen Steuereinheit ECU 32 verhindert
werden müssen.
Im Computer 53 sind daher z.B. die individuellen Daten
unter gleichzeitiger Zuordnung zu einer Produktionsnummer eines
entsprechenden Kraftfahrzeugs abgespeichert. Die dem jeweiligen
Gassensor S und der zugehörigen
elektronischen Steuereinheit ECU 32 zugeordneten Informationen
können
somit zurückverfolgt werden,
bis der Einschreibvorgang des Festspeichers 321 oder der
Einbau der elektronischen Steuereinheit ECU 32 in das entsprechende
Kraftfahrzeug erfolgt ist.
-
Im übrigen sind die Daten der Messcharakteristik
nicht auf die vorstehend beschriebenen Daten beschränkt. In 10 ist z.B. ein Klemmenspannungs-Kennfeld
in Form einer Kennlinie veranschaulicht, das die Abhängigkeit
der Pumpzellenspannung VP vom Pumpzellenstrom IP wiedergibt. Dieses Klemmenspannungs-Kennfeld
ist einem jeweiligen Gassensor S zugeordnet und wird auf der Basis
des Ergebnisses einer vorherigen Messung der VP-IP-Kennlinie gemäß 5 des jeweiligen Gassensors
S festgelegt. Das Klemmenspannungs-Kennfeld wird für den jeweiligen
Gassensor S derart vorgegeben, dass die Pumpzelle 1a unabhängig von
der O2-Konzentration im Grenzstrombereich arbeitet.
Hierbei wird der Grenzstrombereich für den jeweiligen Gassensor
S unter Berücksichtigung
von Toleranzen eingestellt. Diese Toleranzen finden Berücksichtigung
in Bezug auf einen Bereich, in dem der Pumpzellenstrom IP in einem
unteren Spannungsabschnitt mit steigender Pumpzellenspannung VP
ansteigt, sowie in Bezug auf einen Bereich, in dem der Pumpzellenstrom
IP in einem oberen Spannungsabschnitt bei der Aufspaltung von NOx
ansteigt.
-
11 zeigt
eine Korrespondenzbeziehung zwischen der Admittanz der Zellen 1a, 1b, 1c und
der Temperatur des Sensorelements 1. Die Admittanz der
Zellen 1a, 1b, 1c tritt zwischen den
Elektroden 121, 122, zwischen den Elektroden 123, 125 bzw. zwischen
den Elektroden 124, 125 auf. Wenn sich diese Korrespondenzbeziehung
verändert,
führt auch
die gleiche Steuerung des Heizelements 13 zum Erreichen
einer Solladmittanz zum Auftreten von Temperaturstreuungen bei den
Gassensoren S in Bezug auf die Temperatur der Festelektrolytelemente.
Im Festspeicher 321 wird daher für einen jeweiligen Gassensor
S die Admittanz der Zellen 1a, 1b, 1c bei
einer gegebenen Temperatur gespeichert, die innerhalb eines aktiven
Bereiches eines Festelektrolytelements liegt. Die mit Hilfe des Heizelements 13 eingeregelte
Temperatur der Festelektrolytelemente ist daher auch bei einer Vielzahl
von Gassensoren gleich.
-
Außerdem kann bei den Gassensoren
S eine unterschiedliche Temperaturcharakteristik innerhalb eines
zwischen Raumtemperatur und einer aktiven Temperatur liegenden Bereiches
in Betracht gezogen werden. Hierbei wird ein Verstärkungsfaktor
einer PI-Regelung einem jeweiligen Gassensor S zugeordnet und in
dem Festspeicher 321 abgespeichert.
-
Das Klemmenspannungs-Kennfeld, die
Solladmittanzwerte usw. werden von der Steuerschaltung 31 benötigt, sodass
sie vor dem Start einer Brennkraftmaschine aus dem Festspeicher 321 in den
Direktzugriffsspeicher der Steuerschaltung 31 eingespeichert
werden.
-
Bei dem vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel
wird die Pumpzellenspannung VP auf der Basis des Pumpzellenstroms
IP unter Verwendung des Klemmenspannungs-Kennfelds eingestellt, was einem Steuer-
oder Regelverfahren entspricht, wie es in 12 dargestellt ist. Es kann jedoch auch ein
in 13 veranschaulichtes
anderes Regelverfahren in Betracht gezogen werden. Hierbei wird
die Pumpzellenspannung VP durch Rückkopplung derart geregelt,
dass der Überwachungszellenstrom
IM einen gegebenen Wert annimmt. Auch bei diesem Regelverfahren
wird die NOx-Konzentration über
den Sensorstrom (IS – IM)
erhalten, während
die O2-Konzentration über den Pumpzellenstrom IP
erhalten wird.
-
Ein weiterer Aufbau eines Gassensors
kann z.B. in der in 14 veranschaulichten
Meise erhalten werden. Der in 14 dargestellte
Gassensor 1A umfasst Festelektrolyt- Elementschichten 151, 152, 153,
die von z.B. aus Zirkondioxid bestehenden Festelektrolytelementen
gebildet werden, eine aus einem Isoliermaterial wie porösem Aluminiumoxid
bestehende Diffusionsraten-Steuerschicht 154 sowie eine
aus einem Isoliermaterial wie Aluminiumoxid bestehende Isolierschicht 155.
Diese Schichten sind in Dickenrichtung übereinander angeordnet und
bilden ein vielschichtiges Laminat, das in Bezug auf die Schichtflächen Rechteckform
aufweist.
-
Die Festelektrolyt-Elementschicht 152 und die
Diffusionsraten-Steuerschicht 154, die in Längsrichtung
des Gassensors 1A beide in der gleichen Schicht angeordnet
sind, befinden sich zwischen den Festelektrolyt-Elementschichten 151 und 153.
Die Diffusionsraten-Steuerschicht 154 ist
hierbei auf der Seite des Messendes des Gassensors 1A angeordnet,
während
sich die Festelektrolyt-Elementschicht 152 auf der Seite
des Anschlussendes befindet. Die Festelektrolyt-Elementschicht 152 und
die Diffusionsraten-Steuerschicht 154 sind teilweise ausgestanzt
und bilden in Dickenrichtung zwischen den Festelektrolyt-Elementschichten 151 und 153 zwei miteinander
in Strömungsverbindung
stehende Kammern 141 und 142. Über die Diffusionsraten-Steuerschicht 154 treten
im Außenbereich
befindliche Gase als Messgase in die erste Kammer 141 am
Messende des Gassensors 1A ein, wobei durch diese Schicht
gleichzeitig eine Strömungs-
oder Diffusionsverbindung zwischen der ersten Kammer 141 und der
zweiten Kammer 142 hergestellt wird.
-
Die beiden Kammern 141 und 142 sind über die
Festelektrolyt-Elementschicht 153 gegenüber dem Luftkanal 143 angeordnet.
Der Luftkanal 143 steht am Anschlussende des Gassensors 1A mit
der Atmosphäre
bzw. Umgebungsluft in Verbindung.
-
In der Nähe der ersten Kammer 141 sind
an der Festelektrolyt-Elementschicht 151 zwei Elektroden 161 und 162 zur
Bildung einer Pumpzelle 1d einander gegenüberliegend
angeordnet. Die der Kammer 141 gegenüberliegende Elektrode 161 besteht aus
einem Edelmetall wie Au-Pt, das in Bezug auf die Aufspaltung von
NOx inaktiv bzw. nicht reaktionsfähig ist.
-
In der Nähe des Bereiches, in dem die
erste Kammer 141 dem Luftkanal 143 gegenüberliegt,
sind an der Festelektrolyt-Elementschicht 153 zwei
Elektroden 163 und 165 zur Bildung einer Überwachungszelle 1e einander
gegenüberliegend
angeordnet. Die der Kammer 141 gegenüberliegende Elektrode 163 besteht
aus einem Edelmetall wie Au-Pt, das in Bezug auf die Aufspaltung
von NOx inaktiv bzw. nicht reaktionsfähig ist. Hierbei ist die dem
Luftkanal 143 gegenüberliegende
Elektrode 165 länger
als die Elektrode 163 und verläuft bis zur zweiten Kammer 142,
wobei sie eine gemeinsame Elektrode für eine Sensorzelle 1f und
eine weitere Pumpzelle 1g bildet.
-
In der Nähe der zweiten Kammer 142 sind
an der Festelektrolyt-Elementschicht 153 die Elektrode 165 und
eine weitere Elektrode 164 zur Bildung der Sensorzelle 1f einander
gegenüberliegend
angeordnet.
-
Außerdem ist an der Festelektrolyt-Elementschicht 151 eine
der zweiten Kammer 142 gegenüberliegende Elektrode 166 ausgebildet.
Die weitere Pumpzelle 1g wird somit von den Festelektrolyt-Elementschichten 151, 152, 153 sowie
den Elektroden 166 und 165 gebildet. Hierbei liegt
bei der weiteren Pumpzelle 1g die Elektrode 166 des
Elektrodenpaars 166, 165 der zweiten Kammer 142 gegenüber, während die Elektrode 165 des
Elektrodenpaars 166, 165 dem Luftkanal 143 gegenüberliegt.
-
Von den der zweiten Kammer 142 gegenüberliegenden
Elektroden 164, 166 besteht die Elektrode 164 der
Sensorzelle 1f aus einem Edelmetall wie Pt, das in Bezug
auf die Aufspaltung von NOx reaktionsfähig ist. Demgegenüber besteht
die Elektrode 166 der weiteren Pumpzelle 1g aus
einem Edelmetall wie Au-Pt, das in Bezug auf die Aufspaltung von
NOx inaktiv bzw. nicht reaktionsfähig ist.
-
Die Isolierschicht 155,
die zusammen mit der Festelektrolyt-Elementschicht 153 die
Kanalwände des
Luftkanals 143 bildet, enthält in ähnlicher Weise wie bei dem
Ausführungsbeispiel
gemäß 2 ein Leitungsmuster aus
einem Metall wie Pt, das ein Heizelement 17 zur Erwärmung des
gesamten Gassensors 1A bildet.
-
Bei dem Gassensor 1A wird
die Klemmenspannung der Pumpzelle 1d durch Rückkopplung
auf der Basis einer von der Überwachungszelle 1e erzeugten
EMK bzw. Quellenspannung VM1 ("Überwachungszellen-Klemmenspannung") geregelt. Die Überwachungszellen-Quellenspannung
VM1 konvergiert hierbei zu einer Referenzspannung, d.h., die O2-Konzentration in der ersten Kammer 141 nimmt einen
niedrigen und konstanten Konzentrationswert an. Der Sauerstoff in
der ersten Kammer 141 wird hierdurch abgeführt, was
auch für
den Sauerstoff in der mit der ersten Kammer 141 in einer
Strömungs- oder
Diffusionsverbindung stehenden zweiten Kammer 142 zutrifft,
sodass deren O2-Konzentration einen ähnlichen
Wert wie die O2-Konzentration in der ersten
Kammer 141 annimmt.
-
Die in der zweiten Kammer 142 verbleibende restliche
O2-Konzentration
wird sodann von der Pumpzelle 1g abgepumpt.
-
In der Sensorzelle 1f wird
der Strom IS in Abhängigkeit
von der Aufspaltung von NOx an der der zweiten Kammer 142 gegenüberliegenden
Elektrode 164 entsprechend der NOx-Konzentration in der zweiten Kammer 142 erzeugt.
In der Pumpzelle 1g wird der Strom IP2 entsprechend der
O2-Konzentration
in der zweiten Kammer 142 erzeugt.
-
Bei diesem Aufbau des Gassensors 1A wird die
NOx-Konzentration über den
Sensorstrom (IS – IP2)
erhalten, während
die O2-Konzentration über den Pumpzellenstrom IP1
der Pumpzelle 1d erhalten wird. In ähnlicher Weise wie bei dem
Gassensor S ist auch bei dem Gassensor 1A eine hohe Messgenauigkeit
erzielbar, indem bestehende Unterschiede und Differenzen zu anderen
Gassensoren durch vorherige Messung seiner Messcharakteristik oder
Temperaturcharakteristik korrigiert bzw. kompensiert werden.
-
Außerdem kann die Erfindung auch
in Form des in 15 dargestellten
Gassensors 1B Verwendung finden. Der Aufbau des Gassensors 1B entspricht
mit Ausnahme der Elektrodenanordnung dem Gassensor 1A gemäß 14. Die Elektrode 163 gemäß 14 ist nämlich bei der Anordnung gemäß 15 nicht mehr vorhanden.
Eine erste Pumpzelle 1d wird von der Festelektrolyt-Elementschicht 151 und
den an der Schicht 151 einander gegenüberliegend angeordneten Elektroden 161 und 162 gebildet. Eine
erste Überwachungszelle 1h wird
von den Festelektrolyt-Elementschichten 151, 152, 153 sowie den
Elektroden 162, 165 gebildet. Hierbei wird die Klemmenspannung
der ersten Pumpzelle 1d zwischen den Elektroden 161, 162 durch
Rückkopplung auf
der Basis einer von der ersten Überwachungszelle 1h erzeugten
EMK bzw. Quellenspannung VM1 ("Überwachungszellen-Quellenspannung") geregelt. Die Überwachungszellen-Quellenspannung
konvergiert auf diese Weise zu einer Referenzspannung, d.h., die
O2-Konzentration in der ersten Kammer 141 nimmt
einen niedrigen und konstanten Konzentrationswert an. Auf diese
Weise wird der in der ersten Kammer 141 befindliche Sauerstoff
abgeführt.
-
Eine zweite Pumpzelle 1i wird
von der Festelektrolyt-Elementschicht 151 und
den an der Schicht 151 einander gegenüberliegend angeordneten Elektroden 166 und 162 gebildet.
Eine zweite Überwachungszelle 1j wird
von den Festelektrolyt-Elementschichten 151, 152, 153 und
den Elektroden 166, 165 gebildet. Hierbei wird
die Klemmenspannung der zweiten Pumpzelle 1i zwischen den
Elektroden 166, 162 durch Rückkopplung auf der Basis einer
von der zweiten Überwachungszelle 1j erzeugten
EMK bzw. Quellenspannung VM2 ("Überwachungszellen-Quellenspannung") geregelt. Demzufolge
konvergiert die Überwachungszellen-Quellenspannung VM2
zu einer Referenzspannung, d.h., die O2-Konzentration
in der zweiten Kammer 142 nimmt einen niedrigen und konstanten
Konzentrationswert an. Auf diese Weise wird der in der zweiten Kammer 142 befindliche
Sauerstoff abgeführt.
-
Weiterhin wird eine Sensorzelle 1f von
der Festelektrolyt-Elementschicht 153 und
den an der Schicht 153 einander gegenüberliegend angeordneten Elektroden 164, 165 gebildet.
Bei der Sensorzelle 1f wird der Strom IS in Abhängigkeit
von der Aufspaltung von NOx an der der zweiten Kammer 142 gegenüberliegenden
Elektrode 164 entsprechend der NOx-Konzentration in der zweiten Kammer 142 erzeugt.
-
Bei diesem Aufbau des Gassensors 1B wird die
NOx-Konzentration über den
Sensorzellenstrom IS erhalten, während
die O2-Konzentration über den Pumpzellenstrom IP1
erhalten wird. In ähnlicher
Weise wie bei den Gassensoren S und 1A ist auch bei dem
Gassensor 1B eine hohe Messgenauigkeit erzielbar, indem
bestehende Unterschiede und Differenzen zu anderen Gassensoren durch
vorherige Messung ihrer individuellen Messcharakteristik oder Temperaturcharakteristik
korrigiert bzw. kompensiert werden.
-
Obwohl gemäß vorstehender Beschreibung der
QR-Code 51 an der Seitenwand des zylindrischen Bauteils 23 des
Gassensors S angeordnet ist, kann der QR-Code jedoch auch an der
Oberseite des zylindrischen Bauteils 23 vorgesehen werden,
wenn die Zuleitungsführung
für die
Steuerschaltung 31 über
die Seitenwand des zylindrischen Bauteils 23 und nicht über die
Oberseite erfolgt. Zur Erleichterung der Abtastung bzw. des Lesens
des QR-Codes durch das Code-Lesegerät 52 kann die Ausgestaltung
des oberen Teils des Gassensors S sowie die Positionierung des QR-Codes
unter Berücksichtigung
der Montageposition des Gassensors S vorgenommen werden.
-
Darüber hinaus können als
Informationsspeichermedium bzw. Informationsträger auch andere Codes als der
QR-Code, wie z.B. ein Strichcode, Verwendung finden.
-
Außerdem können die Widerstände oder
der Festspeicher auch innerhalb des Gassensors angeordnet werden.
-
Wie vorstehend beschrieben, ist erfindungsgemäß somit
ein Gassensor (S) für
eine Brennkraftmaschine mit einer Zelle (1c) versehen,
die zwei Elektroden (124, 125) aufweist, zwischen
denen sich ein Festelektrolytelement (111) befindet. Eine
(124) der Elektroden, die einer Kammer (102) gegenüberliegt,
in die Abgase eintreten, ist in Bezug auf die Aufspaltung von NOx
reaktionsfähig.
Der Gassensor gibt ein Messsignal in Abhängigkeit von der NOx-Konzentration
in den Abgasen ab. Außerdem
ist der Gassensor mit einem Informationsspeichermedium oder Informationsträger (51) versehen,
der Messempfindlichkeitsdaten als eine Messcharakteristik des Gassensors
definierende individuelle Daten enthält. Diese individuellen Daten
dienen einer elektronischen Steuereinheit (ECU 32) zur
Ermittlung der NOx-Konzentration. Auch wenn bei verwendeten Gassensoren
herstellungsbedingte Unterschiede der Messcharakteristik vorliegen,
lässt sich
auf diese Weise die NOx-Konzentration unter Verwendung der individuellen
Daten des jeweiligen Gassensors äußerst genau messen.