-
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen der Oberfläche von
zylindrischen Körpern, wie
Walzen oder Rollen. Vorrichtungen dieser Art werden beispielsweise
eingesetzt, um Rückstände zu entfernen,
die bei der Verarbeitung von Blechen oder Bändern auf der Oberfläche von
Walzen oder Rollen zurückbleiben.
Bei diesen Rückständen kann es
sich beispielsweise um Zunder oder metallische Partikel handeln,
die fest auf der Oberfläche
der jeweiligen Rolle oder Walze haften. Derartige Rückstände fallen
typischerweise bei der verformenden Verarbeitung von Metallblechen
oder -bändern
an. Ebenso kann es sich bei den Rückständen jedoch auch um fest auf
der jeweiligen Oberfläche
haftende Lackpartikel oder vergleichbare Stoffe handeln, die bei
der Beschichtung von Blechen oder Bändern anfallen.
-
Eine
Vorrichtung der voranstehend genannten Art ist beispielsweise aus
der
DE 198 48 174
A1 bekannt. Die bekannte Vorrichtung ist zum Reinigen von
Walzen/und oder Rollen in Bandgießanlagen, Walzwerken oder vergleichbaren
Bandprozesslinien bestimmt. Zu diesem Zweck weist die bekannte Vorrichtung
Düsen auf,
die an sich längs
der zu reinigenden Walzen erstreckenden Führungen linear verschiebbar
gehalten sind. Der Abstand zwischen der Reinigungsdüse und der
zu reinigenden Walze ist dabei den jeweiligen Betriebsanforderungen
entsprechend einstellbar. Darüber
hinaus kann die Traversiergeschwindigkeit, mit der die Düse entlang
der Walze bewegt wird, in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit geregelt werden, mit der das Band jeweils
die zu reinigenden Walzen passiert.
-
Eine
andere Vorrichtung zum Reinigen von Umlenkrollen, die von einem
aus einem Walzwerk austretenden Walzgerüst durchlaufen werden, bevor dieses
aufgehaspelt wird, ist aus der JP 06-106213 A bekannt. Auch diese
bekannte Vorrichtung weist eine Düse auf, die entlang der jeweils
zu reinigenden Rolle bewegt werden kann. Von der Düse wird
ein Reinigungsfluidstrahl auf die Rolle gerichtet, dessen Druck und
Ausrichtung so gewählt
ist, dass die auf der Rolle haftenden Verunreinigungen abgeschält werden.
-
Mit
den in der JP 06-106213 A beschriebenen hinsichtlich ihrer Anordnung
und Funktion vergleichbare Umlenkrollen sind üblicherweise am Auslauf von
Anlagen angeordnet, in denen ein Stahlband mit Lack oder einer anderen
Beschichtung versehen wird. Dabei weisen die Rollen in der Regel
eine Gummierung oder einen aus einem ähnlich elastischen Material
bestehenden Mantel auf. Um die oft stark klebenden Beschichtungspartikel
von dessen Oberfläche
zu entfernen, müssen
Lösungsmittel
eingesetzt werden.
-
Problematisch
bei den voranstehend erläuterten
Vorrichtungen ist jeweils, dass der von ihnen ausgebrachte Fluidstrahl
frei in die Umgebung tritt, nachdem er auf die zu reinigende Oberfläche getroffen
ist. Auf diese Weise können
sich das Fluid und die von ihm mitgenommenen, von der zu reinigenden Oberfläche jeweils
abgetrennten Partikel frei in der Umgebung des jeweils zu reinigenden
zylindrischen Körpers
frei verteilen. Besonders problematisch erweist sich dies, wenn
sich das Reinigungsfluid mit auf dem Körper haftenden Schmierstoffrückständen vermischt
oder es sich bei dem Fluid um ein Lösungsmittel handelt.
-
Neben
dem voranstehend erläuterten
Stand der Technik ist aus der
DE 42 16 636 C2 eine Vorrichtung zum Reinigen
der Oberfläche
von zylindrischen Körpern
bekannt, bei der ein dem zylindrischen Körper angepasstes Gehäuse vorgesehen
ist, in dem mehrere auf die Umfangsfläche des zu reinigenden Körpers gerichtete
Düsen angeordnet
sind. Bei auf den zylindrischen Körper aufgesetztem Gehäuse werden
aus den Düsen
Hochdruckstrahlen unter einem Winkel von weniger als 90° auf die
Umfangsfläche
des Körpers
gerichtet. Das Gehäuse
weist ein benachbart zur Austrittsöffnung der Hochdruckstrahlen
angeordnetes Absaugelement zum Absaugen von im Reinigungsbetrieb
auf die zu reinigende Oberfläche
treffenden Reinigungsfluid auf. Dabei erstreckt sich das Gehäuse über die
gesamte Walzenbreite und ist im aufgesetzten Zustand fest installiert.
Umlaufende elastische Dichtungen oder Büsten, die auf der Oberfläche des
zylindrischen Körpers
aufsitzen, dichten den Innenraum des Gehäuses ab. Auf diese Weise wird
verhindert, dass von der zu reinigenden Oberfläche abprallende Reinigungsflüssigkeit
und die von der Oberfläche
abgetrennten Verschmutzungen frei in die Umgebung gelangen. Dafür muss allerdings
die Gefahr in Kauf genommen werden, dass es zu einer Beschädigung der
zu reinigenden Oberfläche
aufgrund von größeren Partikelansammlungen
in dem Gehäuse
oder des für
die Abdichtung des Gehäuses
erforderlichen Kontaktes der Dichtelemente mit der Umfangsfläche des
Körpers
kommt.
-
Vergleichbare
Nachteile bestehen bei der aus der
DE 196 27 973 A1 bekannten Vorrichtung zum
Reinige n von zylindrischen Körpern.
Auch bei dieser Vorrichtung sind Düsen zum Ausbringen von Reinigungshochdruckstrahlen
in einem Gehäuse
angeordnet, dass gegen die zu reinigende Umfangsfläche des
Körpers
gedrückt
wird. Dabei ist ebenfalls eine Absaugeinrichtung vorgesehen, die
jedoch entfernt von der Austrittsöffnung der Düsen angeordnet ist.
Der unvermeidbare Spalt zwischen der Umfangsfläche und dem Gehäuse ist
mittels Bürsten
abgedichtet. Das Gehäuse
kann sich über
die gesamte Breite des Körpers
erstrecken. Für
den Fall, dass das Gehäuse
schmaler ist als die Breite des Körpers, kann das Gehäuse mittels
eines geeigneten Traversierwagens über den zylindrischen Körper traversiert werden.
-
Ausgehend
von dem voranstehend erläuterten
Stand der Technik bestand die Aufgabe der Erfindung darin, eine
Vorrichtung zu schaffen, die sich vielseitig einsetzen lässt und
mit der sich zylindrische Körper
mit deutlich verringerter Gefahr einer Verschmutzung der Umgebung
durch das Reinigungsfluid reinigen lassen.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Vorrichtung zum Reinigen der Oberfläche von zylindrischen Körpern, wie
Walzen oder Rollen, gelöst,
die mit mindestens einer Düse
zum Ausbringen von Reinigungsfluid auf die zu reinigende Oberfläche, mit
einem auf die zu reinigende Oberfläche aufsetzbaren Gehäuse, dessen
Länge mindestens
einem Teil der Länge
des zylindrischen Körpers
entspricht und das eine Austrittsöffnung aufweist, durch die
von der Düse
ausgebrachtes Reinigungsfluid auf die zu reinigende Oberfläche trifft,
wobei das Gehäuse
im Bereich der Austrittsöffnung
derart an die Form des zylindrischen Körpers angepasst ist, dass das Gehäuse im auf
den zylindrischen Körper
aufgesetzten Zustand mit diesem Bereich bündig und in radialer Richtung
abhebbar auf der zu reinigenden Oberfläche sitzt, und mit mindestens
einem Absaugelement zum Absaugen von im Reinigungsbetrieb auf die
zu reinigende Oberfläche
treffendem Reinigungsfluid ausgestattet ist, wobei die Absaugöffnung des Absaugelements
benachbart zur Austrittsöffnung
des Gehäuses
angeordnet ist.
-
Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
weist ein Gehäuse
auf, das sich im Bereich seiner Austrittsöffnung bündig auf die zu reinigende
Oberfläche
aufsetzen lässt.
Dabei wird das Gehäuse
nicht fest auf die betreffende Oberfläche gedrückt, sondern kann angehoben
werden. Auf diese Weise wird erreicht, dass der auf die zu reinigende
Oberfläche
treffende Fluidstrahl sich im Bereich der Ränder der Austrittsöffnung staut,
so dass das Gehäuse
von der sich stauenden Flüssigkeit
leicht angehoben wird. Der auf diese Weise zwischen Gehäuse und
zu reinigender Oberfläche gepresste
Flüssigkeitsfilm
verhindert, dass die Oberfläche
in Folge einer zwischen Gehäuse
und Oberfläche
während
des Reinigens erfolgenden Relativbewegung beschädigt wird. Stattdessen lässt sich
das Gehäuse
im Wesentlichen berührungslos über die
zu reinigende Fläche
bewegen. Besonders günstig
erweist sich dies, wenn mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Walzen oder
Rollen gereinigt werden, die sich während des Reinigungsvorgangs
um ihre Drehachse drehen. Die Stärke
des Flüssigkeitsfilms
lässt sich
dabei problemlos über
die Kraft einstellen, mit der das Gehäuse in Richtung der zu bearbeitenden Oberfläche belastet
ist.
-
Indem
gleichzeitig im Bereich der Austrittsöffnungen die Absaugöffnungen
von Absaugelementen angeordnet sind, ist sichergestellt, dass es
zu keinem Austrag von übermäßigen Reinigungsfluidmengen
aus dem Gehäuse
kommt. Stattdessen wird mittels des Absaugelements die weitaus überwiegende Menge
an Reinigungsfluid aus dem Gehäuse
abgeführt.
Die Erfindung ermöglicht
auf diese Weise den kontrollierten Abtransport des Reinigungsfluids.
Die freie Verteilung von fein zerstäubten Fluidnebeln ist bei einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung
sicher unterbunden. So lassen sich mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
gefahrlos auch Lösungsmittel
zum Reinigen einsetzen.
-
Eine
besonders einfach zu fertigende Konstruktion einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
ergibt sich, wenn das Absaugelement als Rohr ausgebildet ist, das
die Austrittsöffnung
seitlich mindestens abschnittsweise begrenzt.
-
Ebenfalls
im Hinblick auf die Einfachheit der Herstellung und die vielseitige
Verwendbarkeit ist es günstig,
wenn die Austrittsöffnung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
rechteckförmig
ausgebildet ist. In diesem Fall lässt sich das Absaugelement
problemlos so ausrichten, dass es bei auf den zylindrischen Körper aufgesetztem
Gehäuse
achsparallel zu dessen Längsachse
ausgerichtet ist. Dies erweist sich dann als besonders zweckmäßig, wenn
sich der zu reinigende Zylinderkörper
während
des Reinigungsvorgangs dreht und ein Absaugelement auf der in Drehrichtung
liegenden einen Seite und ein anderes Absaugelement auf der gegenüberliegenden
Seite der Austrittsöffnung
angeordnet ist.
-
Eine
weitere besonders praxisgerechte Ausgestaltung der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Austrittsöffnung mindestens abschnittsweise
durch zum Gehäuseinnern
gebogene Strömungselemente
gebildet ist. Diese Strömungselemente
unterstützen
das Aufstauen der Reinigungsflüssigkeit
im Randbereich der Austrittsöffnung,
so dass der gewünschte "Aquaplaning-Effekt", durch den das Gehäuse auf
einem Flüssigkeitsfilm aufschwimmt,
besonders sicher eintritt. Bei solchen Ausgestaltungen der Erfindung,
bei denen die Absaugelemente rohrförmig ausgebildet sind, lassen sich
die Strömungselemente
zweckmäßigerweise durch
diese Absaugelemente herstellen.
-
Eine
weitere, die Sicherheit des Abtransports der Reinigungsflüssigkeit
aus dem Gehäuse
zusätzlich
verbessernde Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse
in dem Bereich der Austrittsöffnung,
der dem Umfang des zylindrischen Körpers folgt, eine Dichtung
trägt,
die im auf den zylindrischen Körper
aufgesetzten Zustand dicht an diesem anliegt. Die Dichtung ist dabei bevorzugt
so ausgestaltet, dass sie unabhängig
vom jeweiligen Außendurchmesser
der zu reinigenden zylindrischen Körper dichtet. Auf diese Weise
können mit
ein und derselben erfindungsgemäßen Vorrichtung
zylindrische Körper
mit unterschiedlichen Durchmessern problemlos gereinigt werden.
-
Die
Wirksamkeit des von der Düse
ausgebrachten Fluidstrahls lässt
sich dadurch optimieren, dass der von der Düse abgegebene Strahl bei auf den
zylindrischen Körper
aufgesetztem Gehäuse
unter einem flachen Winkel auf die zu reinigende Oberfläche des
zylindrischen Körpers
gerichtet ist.
-
Grundsätzlich ist
es möglich,
Schlitzstrahldüsen
oder vergleichbare Düsen
mit sich über
einen bestimmten Längenabschnitt
erstreckenden Düsenöffnungen
zu verwenden. Insbesondere dann, wenn das Reinigungsfluid mit höherem Druck
ausgebracht werden soll, erweist es sich jedoch als günstig, mehrere
einzelne Düsen
in dem Gehäuse
anzuordnen. Dabei kann eine gute Abdeckung der zu reinigenden Oberfläche mit
den von den einzelnen Düsen
ausgebrachten Strahlen dadurch erreicht werden, dass eine Gruppe
der Düsen
einen in eine erste Richtung und die andere Gruppe von Düsen einen
in eine andere Richtung gerichteten Strahl abgeben. Insbesondere
dann, wenn die Austrittsöffnung
rechtwinklig ausgebildet ist, lässt
sich eine besonders wirksame Reinigung in diesem Fall dann erzielen,
wenn die von den Düsen
der einen Gruppe abgegebenen Strahlen in Richtung eines auf der
einen Seite der Austrittsöffnung
angeordneten Absaugelements gerichtet sind und die von den Düsen der
anderen Gruppe abgegebenen Strahlen in Richtung eines auf der gegenüberliegenden
Seite der Austrittsöffnung
angeordneten Absaugelements gerichtet sind.
-
Um
möglichst
vielseitig eingesetzt werden zu können, ist die Länge des
Gehäuses
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
bevorzugt jeweils nur auf einen Teilabschnitt der Länge des
zu reinigenden zylindrischen Körpers
beschränkt.
Die Vorrichtung lässt
sich dann längs
des Körpers
bewegen, um dessen gesamte Oberfläche zu erfassen. Zu diesem Zweck
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit einer Führung
ausgestattet sein, an der das Gehäuse verschiebbar gelagert ist.
Entlang dieser Führung kann
das Gehäuse
manuell oder motorisch angetrieben längs des zu reinigenden Zylinderkörpers bewegt
werden. Im Hinblick auf die vielfältige Verwendbarkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Führung eine Halterung zum lösbaren Befestigen
an einer Lagerung für
den zu reinigenden Körper
aufweist. Dies ermöglicht
es, die erfindungsgemäße Vorrichtung
als mobile Einheit an vielen verschiedenen Stellen einzusetzen,
ohne dass es dazu aufwändiger
Umbauten bedarf.
-
Nachfolgend
wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher
erläutert.
Es zeigen:
-
1 eine
Vorrichtung zum Reinigen von Walzen in einem Querschnitt;
-
2 die
Vorrichtung gemäß 1 in
einem Längsschnitt;
-
3 die
Vorrichtung gemäß 1 und 2 in
Betriebsstellung in einer ersten seitlichen Ansicht;
-
4 die
Vorrichtung gemäß 1 und 2 in
Betriebsstellung in einer zweiten seitlichen Ansicht.
-
Die
Vorrichtung 1 zum Reinigen von Walzen W weist ein Gehäuse 2 auf,
das eine im Querschnitt im Wesentlichen dreieckige, spitzdachartige
Form aufweist. Die Länge
LG des Gehäuses 2 entspricht einem
Bruchteil der Länge
LW der zu reinigenden Walzen W.
-
Im
zwischen den Längswänden 3,4 des
Gehäuses 2 eingeschlossenen
Zwickel 5 ist ein Verteilerrohr 6 montiert, das
paarweise angeordnete Düsen 7, 8, 9, 10 mit
Reinigungsfluid versorgt. Das Verteilerrohr 6 ist über eine
Versorgungsleitung 6a mit einer nicht dargestellten Fluidversorgung
verbunden, die es mit dem unter einem hohen Druck stehenden Reinigungsfluid
speist.
-
Auf
der dem Zwickel 5 gegenüberliegenden Seite
des Gehäuses 2 ist
eine Austrittsöffnung 11 ausgebildet.
Die Austrittsöffnung 11 weist
eine im Wesentlichen rechtwinklige, in Längsrichtung des Gehäuses 2 sich
erstreckende Form auf. Ihre Längsseiten
sind begrenzt durch rohrförmige
Absaugelemente 12, 13, die von den Längswänden 3, 4 des
Gehäuses 2 getragen
werden. Die schlitzförmig
sich ebenfalls in Längsrichtung
erstreckenden Absaugöffnungen 14, 15 der
rohrförmigen
Absaugelemente 12, 13 sind zur Absaugöffnung 11 gerichtet.
-
Die
Absaugelemente 12, 13 weisen eine kreisrunde Querschnittsform
auf. Auf diese Weise bilden sie insbesondere im Bereich ihrer vom
Zwickel 5 abgewandten, unterhalb der Absaugöffnung liegenden
Abschnitte Strömungselemente 16, 17 aus,
die in Richtung des Innenraums des Gehäuses 2 gebogen ausgeführt sind.
Die Absaugelemente 12, 13 sind über eine
Absaugleitung 12a an eine nicht dargestellte Absaugeinrichtung
angeschlossen, die in die Absaugelemente 12, 13 eintretendes
Reinigungsfluid absaugt und einer Aufbereitung zuführt.
-
Die
vom Verteilerrohr 6 versorgten Düsen 7, 8, 9 sind
derart ausgerichtet, dass der von ihnen jeweils ausgebrachte Fluidstrahl
F1 jeweils annähernd parallel
zur Seitenwand 2 ausgerichtet in einem flachen Winkel durch
die Austrittsöffnung 11 tritt.
Die den Düsen 7, 8, 9 jeweils
zugeordneten Düsen,
von denen in den Figuren nur die der Düse 7 zugeordnete Düse 10 zu
erkennen ist, sind in entsprechender Weise so ausgerichtet, dass
der von ihnen jeweils ausgebrachte Fluidstrahl F2 parallel zur Seitenwand 3 verläuft und
in einer vom Fluidstrahl F1 abgewandten Richtung ebenfalls unter
einem flachen Winkel durch die Austrittsöffnung 11 tritt.
-
An
den kurzen Seiten des Gehäuses 2 ist
die Austrittsöffnung 11 durch
die das Gehäuse
an diesen kurzen Seiten abschließenden Wände 18, 19 begrenzt.
Diese Wände 18, 19 weisen
an ihrem der Austrittsöffnung 11 zugeordneten
Rand jeweils eine sich über
die Breite der Austrittsöffnung 11 erstreckende,
kreissegmentförmige
Ausnehmung 20 auf, deren Radius r dem Außenradius
der zu reinigenden Walzen W angepasst ist. Am Rand der Ausnehmungen 20 verläuft eine
Lippendichtung 21, die bei auf die zu reinigende Walze
W aufgesetztem Gehäuse 2 dicht
an der Walzenoberfläche
WO anliegt.
-
Auf
seinem First trägt
das Gehäuse 2 eine Führungsbuchse 22,
deren Durchgangsöffnung 22a quer
zur Längserstreckung
des Gehäuses 2 ausgerichtet
ist. Durch die Durchgangsöffnung 22a der Führungsbuchse 22 ist
eine stangenförmige,
geradlinig ausgebildete Führung 23 geführt. Die
Lagerung der Führungsbuchse 22 auf
der Führung 23 ist
dabei so ausgebildet, dass das Gehäuse 2 mit den in ihm montierten
Elementen manuell in einer linear verlaufenden Bewegung entlang
der Führung 23 bewegt werden
kann.
-
An
ihren beiden Enden ist die Führung 23 jeweils
mit einer Halterung 24, 25 verkoppelt. Die Halterungen 24, 25 weisen
jeweils einen an die Führung 23 angekoppelten
Halteabschnitt und einen von diesem rechtwinklig abgekröpften Stützabschnitt
auf. Auf diese Weise bilden die Führung 23 und die Halterungen 24, 25 einen
Bügel,
dessen freie Enden 26, 27 hülsenartig hohl ausgebildet
sind.
-
Zur
Befestigung der Vorrichtung 1 an der zu reinigenden Walze
W werden diese freien Enden 26, 27 auf Dorne 28, 29 gesetzt,
die vertikal ausgerichtet auf den Gehäusen der Walzenlager 30, 31 vorgesehen
sind. Mittels einer Klemmschraube 32 werden die Halterungen
dann fest mit den Dornen 28, 29 verspannt, so
dass die Führung 23 achsparallel
zur Drehachse der Walze W ausgerichtet und in einer durch die Drehachse
der Walze W verlaufenden Vertikalebene oberhalb der Walze W positioniert
ist.
-
In
diesem Zustand sitzt das Gehäuse 2 mit seinen
die Austrittsöffnung 11 an
den Längsseiten abgrenzenden
rohrförmigen
Absaugelementen 12, 13 bündig auf der zu reinigenden
Oberfläche
M der Walze W auf. Dabei besteht zwischen der Führung 23 und der Führungsbuchse 22 soviel
Spiel, dass das Gehäuse 2 um
einen geringen Betrag in vertikaler Richtung angehoben werden kann.
An den kurzen Seiten ist das Gehäuse 2 durch
die Lippendichtungen 21 gegenüber der Umgebung abgedichtet.
-
Die
Breite der Austrittsöffnung 11,
die Anordnung der rohrförmigen
Absaugelemente 12, 13 und die Ausnehmungen 20 an
den kurzen Seiten des Gehäuses 2 mit
den an ihrem Rand angeordneten Lippendichtungen 21 sind
so bemessen, dass sich das Gehäuse 2 auf
Walzen W mit unterschiedlichen Durchmessern aufsetzen lässt und
dennoch jeweils ein bündiger
Sitz mit sicher dichtenden Lippendichtungen 21 gewährleistet
ist.
-
Unter
die Walze W wird eine Wanne 33 gestellt, die von der Walze
W während
des Reinigungsbetriebs heruntertropfendes Reinigungsfluid auffängt und
zu der nicht dargestellten Aufbereitungseinrichtung leitet.
-
Zum
Reinigen der sich während
des Reinigungsprozesses langsam drehenden Walze W wird das Gehäuse auf
die Oberfläche
der jeweiligen Walze W gesetzt. Über
die Versorgungsleitung 6a wird dann unter Druck stehendes
Reinigungsfluid, bei dem es sich beispielsweise um ein Lösungsmittel oder
Wasser handelt, dem Verteilerrohr 6 zugeführt und
an die Düsen 7–10 abgegeben.
Der Winkel, unter dem die Düsen 7–10 ihren
Fluidstrahl F1, F2 jeweils abgeben, ist dabei so gewählt, dass
die Fluidstrahlen F1, F2 in einem flachen, schneidenden Winkel direkt
vor den Absaugöffnungen 14, 15 der
Absaugelemente 12, 13 auf die Oberfläche M treffen. Die
von den Fluidstrahlen F1, F2 von der Oberfläche M abgelösten Verschmutzungen werden
direkt nach dem Auftreffen der Fluidstrahlen F1, F2 über die
Absaugelemente 12, 13 abgesaugt und über die
Absaugleitung 12a einer Aufbereitung zugeführt.
-
Da
der Auftreffbereich der Fluidstrahlen F1, F2 nahe den Absaugelementen 12, 13 gelegen
ist, schießt
das auf die Oberfläche
M treffende Fluid mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
in Richtung der an den Absaugelementen 12, 13 jeweils
ausgebildeten Strömungselemente 16, 17.
Infolgedessen bildet sich an den Strömungselementen 16, 17 ein
Fluidstau, auf dem das Gehäuse 2 aufschwimmt.
Zwischen dem Gehäuse 2 und
der Oberfläche
M der Walze W bildet sich so ein dünner Fluidfilm, durch den sichergestellt
ist, dass das Gehäuse 2 während der
Bearbeitung die Oberfläche
M nicht direkt berührt.
Auf diese Weise ist sichergestellt, dass es trotz der Relativbewegungen
zwischen dem längs
der Walze W verschobenen Gehäuse 2 und
der sich währenddessen zusätzlich drehenden
Walze W zu keiner Beschädigung
der Oberfläche
M kommt. Gleichzeitig stellt der auf der Oberfläche M zurückbleibende Fluidfilm sicher,
dass das Gehäuse 2 mit
den in ihm montierten Elementen bei geringster Reibung mit minimalem Kraftaufwand
per Hand längs
der Führung 23 über die
Oberfläche
M bewegt werden kann, um eine gleichmäßige Reinigung der Oberfläche M der
jeweiligen Walze W zu erzielen.
-
- 1
- Vorrichtung
zum Reinigen von Walzen
- 2
- Gehäuse
- 3,
4
- Längswände des
Gehäuses 2
- 5
- Zwickel
- 6
- Verteilerrohr
- 6a
- Versorgungsleitung
- 7–10
- Düsen
- 11
- Austrittsöffnung
- 12,
13
- Absaugelemente
- 12a
- Absaugleitung
- 14,
15
- Absaugöffnungen
- 16,
17
- Strömungselemente
- 18,
19
- seitliche
Wände
- 20
- Ausnehmung
- 21
- Lippendichtung
- 22
- Führungsbuchse
- 22a
- Durchgangsöffnung der
Führungsbuchse 22
- 23
- Führung
- 24,
25
- Halterungen
- 26,
27
- freie
Enden der Halterungen 24, 25
- 28,
29
- Dorne
- 30,
31
- Walzenlager
- 32
- Klemmschraube
- 33
- Wanne
- F1,
F2
- Fluidstrahlen
- LG
- Länge des
Gehäuses 2
- LW
- Länge der
zu reinigenden Walzen W
- M
- Oberfläche der
Walzen W
- r
- Radius
der Ausnehmung
- W
- Walzen