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DE102004005741A1 - Verfahren zum Aufbereiten eines Poliertuchs - Google Patents

Verfahren zum Aufbereiten eines Poliertuchs Download PDF

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DE102004005741A1
DE102004005741A1 DE200410005741 DE102004005741A DE102004005741A1 DE 102004005741 A1 DE102004005741 A1 DE 102004005741A1 DE 200410005741 DE200410005741 DE 200410005741 DE 102004005741 A DE102004005741 A DE 102004005741A DE 102004005741 A1 DE102004005741 A1 DE 102004005741A1
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DE
Germany
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polishing cloth
cloth
polishing
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treatment process
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200410005741
Other languages
English (en)
Inventor
Heike Drummer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Infineon Technologies AG
Original Assignee
Infineon Technologies AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Infineon Technologies AG filed Critical Infineon Technologies AG
Priority to DE200410005741 priority Critical patent/DE102004005741A1/de
Publication of DE102004005741A1 publication Critical patent/DE102004005741A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B53/00Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces
    • B24B53/017Devices or means for dressing, cleaning or otherwise conditioning lapping tools
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B49/00Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation
    • B24B49/18Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation taking regard of the presence of dressing tools

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
  • Grinding-Machine Dressing And Accessory Apparatuses (AREA)
  • Mechanical Treatment Of Semiconductor (AREA)

Abstract

Es wird ein Verfahren beschrieben, mit dem der Aufbereitungsvorgang eines Poliertuchs in Abhängigkeit vom Aufbereitungszustand des Poliertuchs beendet wird. Zur Erfassung des Aufbereitungszustands des Poliertuchs können verschiedene Parameter wie z. B. die Reibung, die mechanischen Eigenschaften des Poliertuchs, die Dicke des Poliertuchs und die Qualität der Spülflüssigkeit, die beim Aufbereitungsvorgang eingesetzt wird, verwendet werden. Entsprechend den verwendeten Parmetern sind experimentell ermittelte Vergleichsparameter abgelegt, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entsprechen. Entspricht der erfasste Parameter dem abgelegten Parameter, so wird der Aufbereitungsvorgang des Poliertuchs beendet. Damit ist eine individuelle und flexible Steuerung des Aufbereitungsvorgangs möglich. Somit wird Zeit eingespart und das Poliertuch durch den Aufbereitungsvorgang nur so weit wie nötig beansprucht.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen eines Poliertuchs gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Poliertücher werden im Bereich der Halbleitertechnik für CMP-Prozesse eingesetzt, um Oberflächen von Halbleitermaterialien mit einem chemisch-mechanischen Polierverfahren zu bearbeiten, insbesondere um die Oberfläche eines Halbleiterbausteins zu planarisieren und/oder abzutragen.
  • CMP-Prozesse werden insbesondere bei elektronischen Speicherelementen eingesetzt, die in der Regel schichtweise aus unterschiedlichen Materialien aufgebaut sind. Beim Aufbau der Speicherelemente werden nach einem Aufbau- und Strukturierungsschritt, der z.B, in einem Ätzen, Sputtern oder einer Oxidabscheidung besteht, ein Planarisierungsschritt durchgeführt, da der Schichtaufbau in der Regel nicht die erforderlichen, hochpräzisen Oberflächenanforderungen erfüllt. Beim CMP-Prozess werden möglichst topographieselektiv höher liegende Oberflächenbereiche durch ein Zusammenwirken flüssiger Chemikalien und auf der Oberfläche bewegter Abrasivkörper, wie z.B. frei bewegliche oder in einem Poliertuch fixierte Polierkörner, präzise abgetragen. Die Poliertücher können aus verschiedensten Materialien bestehen und beispielsweise mit oder ohne Polierkörner ausgebildet sein. Beim Polieren oder Schleifen der Halbleiteroberfläche wird das Poliertuch unter Anwendung von mechanischem Druck und unter Zuhilfenahme chemischer Substanzen translatorisch und/oder rotatorisch über die Halbleiteroberfläche geführt. Dieser Vorgang führt jedoch zu einer Veränderung der mechanischen und/oder chemischen Eigenschaften, die wiederum einen Einfluss auf den chemisch-mechanischen Poliervorgang haben.
  • Beim Polieren der Halbleiteroberfläche tritt zudem eine Veränderung der Oberflächenschicht des Poliertuchs, insbesondere eine Verglasung des Poliertuchs, auf.
  • Deshalb ist es erforderlich, dass das Poliertuch in regelmäßigen Abständen wieder aufbereitet und in einen Ausgangszustand versetzt wird. Hierzu besitzen CMP-Anlagen Konditionierwerkzeuge, mit denen das Poliertuch bearbeitet wird. Dabei wird das Konditionierwerkzeug, das eine Bearbeitungsscheibe aufweist, mit Rotationsbewegungen und einem festgelegten Druck über das Poliertuch geführt. Bei diesem Konditioniervorgang wird die Oberfläche des Poliertuchs mit der Bearbeitungsscheibe oder dem Ring aufbereitet und es werden beispielsweise Ablagerungen oder Verunreinigungen aus dem Poliertuch herausgebürstet bzw. entfernt und zudem die Struktur des Poliertuchs wieder in einen Ausgangszustand gebracht. Bei dem Konditioniervorgang werden vorzugsweise auch Chemikalien wie z.B. Ammoniak-Lösungen unterstützend eingesetzt.
  • Beim Konditioniervorgang wird vorzugsweise ein makrogeometrisches ebenes Poliertuch erzeugt. Zudem wird vorzugsweise eine Verglasung der Oberflächenschicht des Poliertuchs abgebürstet und entfernt. Weiterhin ist es in vielen Fällen vorteilhaft, wenn das Poliertuch eine definierte Rauhigkeit aufweist. Auch diese definierte Rauhigkeit wird vorzugsweise durch den Konditioniervorgang wieder hergestellt.
  • Aus DE 101 31 668 A1 ist ein Verfahren zur abrasiven Bearbeitung von Oberflächen bekannt, bei dem ein Poliertuch mit einem Polierkornträger und darin fixierten Polierkörnern zur Bearbeitung von Halbleiterwafern eingesetzt wird. Zur Regenerierung des Poliertuchs wird in regelmäßigen Abständen ein Konditionierschritt durchgeführt, bei dem das Poliertuch wieder in den Ausgangszustand versetzt wird.
  • Aus DE 197 37 854 A1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Reinigen eines Poliertuchs beschrieben, bei dem das Po liertuch mithilfe eines Gas-Wasser-Gemisches gereinigt wird, das mit einem hohen Druck über eine Abstrahldüse in einem flachen Winkel auf das zu reinigende Poliertuch gespritzt wird. Bei diesem Verfahren wird die Reinigung des Poliertuchs über dem Wasserstrahl erreicht. Weiterhin ist es bekannt, ein Poliertuch mithilfe eines Ultraschallreinigungsverfahrens wieder aufzubereiten.
  • Die bisher bekannten Verfahren zum Konditionieren eines Poliertuchs, d.h. zum Wiederaufbereiten des Poliertuchs ein einen definierten Anfangszustand, sind bisher zeitgesteuert. Dabei wird das Poliertuch mit dem Konditionierwerkzeug über eine festgelegte Zeitdauer aufbereitet. Die Zeitdauer ist experimentell ermittelt und so gewählt, dass das Poliertuch in einen gewünschten Ausgangszustand versetzt wird. Dieses Verfahren ist jedoch relativ ungenau in der Erreichung des gewünschten Ausgangszustands des Poliertuchs.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren zum Aufbereiten eines Poliertuchs bereitzustellen.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
  • Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Anspruch 1 besteht darin, dass während des Aufbereitens des Poliertuchs der Aufbereitungszustand des Poliertuchs überwacht wird und die Aufbereitung beendet wird, wenn ein festgelegter Aufbereitungszustand erreicht wird. Auf diese Weise ist eine flexible Festlegung der Zeitdauer des Aufbereitungsverfahrens in Abhängigkeit von dem Zustand des Poliertuchs möglich. Dadurch wird eine optimale Zeitdauer auch bei verschiedensten Zuständen des Poliertuchs erreicht. Zudem wird durch das erfindungsgemäße Verfahren sichergestellt, dass das Poliertuch einen festgelegten Zustand nach der Aufbereitung aufweist. Beispielsweise kann eine zu lange Aufbereitung des Poliertuchs zu einem erhöhten Verschleiß oder einer Beschädigung des Poliertuchs führen. Dies wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sicher vermieden. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dadurch erreicht, dass der Zustand des Poliertuchs während der Aufbereitung überwacht wird und dass das Aufbereitungsverfahren beendet wird, wenn ein festgelegter Zustand des Poliertuchs erreicht wird.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Poliertuch mit einem mechanischen Aufbereitungsverfahren aufbereitet, wobei ein Reinigungswerkzeug zum Aufbereiten des Poliertuchs mit einem mechanischen Druck auf das Poliertuch gedrückt und über das Poliertuch bewegt wird. Versuche haben gezeigt, dass die zwischen dem Reinigungswerkzeug und dem Poliertuch wirkende Reibungskraft von dem Zustand des Poliertuchs abhängt. Somit kann über die zwischen dem Poliertuch und dem Reinigungswerkzeug wirkende Reibungskraft ein festgelegter Zustand des Poliertuchs erfasst werden und damit in Abhängigkeit von der herrschenden Reibungskraft und/oder in Abhängigkeit von der Änderung der herrschenden Reibungskraft das Aufbereitungsverfahren des Poliertuchs beendet werden. Im Fall der mechanischen Wechselwirkung zwischen dem Reinigungswerkzeug und dem Poliertuch bietet die Erfassung der Reibungskraft eine einfache und präzise Steuerung des Aufbereitungsverfahrens.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Reinigungswerkzeug und/oder das Poliertuch mithilfe eines Motors bewegt, insbesondere mit einer festgelegten Drehzahl. Bei dieser Anordnung bietet die Erfassung des Motorstroms einen einfachen Parameter, um bei einer vorliegenden Änderung und/oder einem vorliegenden Wert des Motorstroms als Maß für die Reibungskraft ein Erreichen eines gewünschten Aufbereitungszustands des Poliertuchs zu erkennen und damit das Verfahren zur Aufbereitung des Poliertuchs zu beenden.
  • In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Aufbereitungszustand des Poliertuchs über das Erfassen einer festgelegten Änderung und/oder das Erfassen eines festgelegten Zustands der Oberflächenstruktur des Poliertuchs gesteuert. Dabei kann beispielsweise die Planheit des Poliertuchs als Parameter für die Struktur der Poliertuchoberfläche verwendet werden. Weist das Poliertuch eine vorgegebene Planheit auf, wobei die Oberfläche des Poliertuchs Höhenschwankungen nur in einem festgelegten Bereich aufweist, so wird ein festgelegter Aufbereitungszustand des Poliertuchs erkannt und das Verfahren zur Aufbereitung des Poliertuchs beendet.
  • Vorzugsweise wird die Struktur der Poliertuchoberfläche mittels eines optischen Messverfahrens erfasst.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird für die Erfassung des Aufbereitungszustands des Poliertuchs die Dicke des Poliertuchs erfasst und bei Erreichen einer festgelegten Dicke und/oder einer festgelegten Dickenänderung das Aufbereitungsverfahren beendet. Die Dicke des Poliertuchs stellt einen einfach zu erfassenden Parameter dar, der zudem eine ausreichende Aussage über den Aufbereitungszustand des Poliertuchs ermöglicht.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem eine mechanische Wechselwirkung zwischen dem Reinigungswerkzeug und dem Poliertuch auftritt, wird zur Erkennung eines festgelegten Aufbereitungszustands des Poliertuchs die Temperatur des Poliertuchs erfasst und bei Erfassen einer festgelegten Änderung der Temperatur oder einer festgelegten Temperatur das Aufbereitungsverfahren beendet. Die Temperatur des Poliertuchs stellt einen einfach zu erfassenden Parameter dar, der von der Reibungskraft abhängt, die zwischen dem Poliertuch und dem Reinigungswerkzeug während der Aufbereitung herrscht und deshalb als Parameter für den Aufbereitungszustand des Poliertuchs verwendet werden kann.
  • In einem weiteren bevorzugten Verfahren, bei dem eine Flüssigkeit zur Aufbereitung des Poliertuchs verwendet wird, wobei das Poliertuch während des Aufbereitungsverfahrens mit der Flüssigkeit gespült wird, wird der pH-Wert der Flüssigkeit erfasst und bei einer festgelegten Änderung und/oder bei einem festgelegten Wert des pH-Werts das Aufbereitungsverfahren beendet. Dieses Verfahren ist insbesondere dann einsetzbar, wenn sich im Poliertuch während des CMP-Verfahrens chemische Poliermittel angereichert haben.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, bei der zur Aufbereitung des Poliertuchs eine Spülflüssigkeit verwendet wird, wird zum Erkennen eines gewünschten Aufbereitungszustands des Poliertuchs eine Konzentration eines festgelegten Stoffes erfasst und bei einer festgelegten Änderung und/oder bei einer festgelegten Konzentration des Stoffes das Aufbereitungsverfahren beendet. Als Stoff kann ein beim CMP-Prozess eingesetztes Poliermittel oder ein beim CMP-Prozess abgetragenes Material verwendet werden.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Anordnung einer ersten Vorrichtung zum Aufbereiten eines Poliertuchs;
  • 2 eine zweite schematische Anordnung zur Aufbereitung eines Poliertuchs;
  • 3 eine Anordnung mit einer Reibungsmesseinheit; und
  • 4 eine Anordnung mit einer kapazitiven Messeinheit.
  • 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine erste Anordnung zur Aufbereitung eines Poliertuchs 1. Das Poliertuch 1 ist auf einem Tuchträger 2 befestigt, der über eine erste Achse 3 mit einem ersten Motor 4 verbunden ist. Der Tuchträger 2 und das Poliertuch 1 sind in einem Spülbecken 5 angeordnet. Oberhalb des Poliertuchs 1 ist ein Konditionierwerkzeug 6 angeordnet, das wiederum drehbar mit einem zweiten Motor 7 verbunden ist. Der zweite Motor 7 ist wiederum an einer Führungsachse 8 gehaltert, die mit einem Antrieb 9 verbunden ist.
  • Weiterhin ist ein Zuleitungsrohr 10 mit einer Öffnung oberhalb des Poliertuchs 1 angeordnet und das Spülbecken 5 weist einen Abfluss 11 auf. Über das Zuleitungsrohr 10 wird eine Spülflüssigkeit auf eine Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 geführt, die seitlich am Poliertuch 1 wieder abfließt und über einen Boden des Spülbeckens 5 zu einem Abfluss 11 fließt und das Spülbecken 5 verlässt.
  • Das Konditionierwerkzeug 6 weist eine Bearbeitungsfläche 13 auf, die beispielsweise aus Diamanten besteht. Das Konditionierwerkzeug 6 wird dazu verwendet, um das Poliertuch 1 wieder in einen gewünschten Ausgangszustand zu versetzen. Der Ausgangszustand wird sowohl von der Struktur der Oberfläche 12 des Poliertuchs 1, von mechanischen Eigenschaften wie Rauheit, Weichheit usw, und durch Verunreinigungen des Poliertuchs 1 bestimmt. Somit hat das Konditionierwerkzeug 6 die Aufgabe, das Poliertuch 1 sowohl zu reinigen, als auch die Struktur des Poliertuchs 1, insbesondere die Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 wieder in einen Ausgangszustand zu bringen. Für die Vielzahl von existierenden chemisch-mechanischen Polierverfahren gibt es eine Vielzahl von unterschiedlich aufgebauten Poliertüchern 1. Die Poliertücher 1 unterscheiden sich sowohl in mechanischen Eigenschaften, wie z.B. der Rauheit, der Oberflächenstruktur, der Weichheit usw., als auch in den Materialien, aus denen die Poliertücher 1 hergestellt sind. Zudem ist es beispielsweise bekannt, für einen „fixed abrasive" CMP-Prozess ein Poliertuch zu verwenden, in dem Polierkörner in einem Polierkornträger integriert sind. Entsprechend den unterschiedlichen Arten von Poliertüchern gibt es auch entsprechende unterschiedliche Arten von Bearbeitungsflächen 13, mit denen ein Konditionierwerkzeug 6 ausgestattet sein kann. Das Konditionierwerkzeug wird auch auf das abgetragene Material und das Prozessziel abgestimmt. Die Bearbeitungsfläche 13 ist jeweils auf das entsprechende Poliertuch 1 abgestimmt.
  • Zur Aufbereitung des Poliertuchs 1 wird das Poliertuch 1 über den ersten Motor 4 um eine Mittenachse gedreht. Gleichzeitig wird die Bearbeitungsfläche 13 des Konditionierwerkzeugs 6 ebenfalls um eine Mittenachse durch den zweiten Motor 7 gedreht und die Bearbeitungsfläche 13 wird auf die Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 mit einem festgelegten Druck aufgelegt. Gleichzeitig wird die Position des Konditionierwerkzeugs 6 während des Aufbereitungsvorgangs in axialer Richtung durch den Antrieb 9 von einem Randbereich des Poliertuchs 1 bis in einen Mittenbereich, der über der Mittenachse des Poliertuchs 1 angeordnet ist, hin- und herbewegt. Zudem wird Spülflüssigkeit auf die Oberfläche 12 über das Zuleitungsrohr 10 geleitet.
  • In dem bisherigen Verfahren wurde der Aufbereitungsvorgang nach einer vorgegebenen Zeit gesteuert. Im Gegensatz dazu wird nun der Aufbereitungszustand des Poliertuchs verwendet, um den Aufbereitungsvorgang zu beenden. Zur Erfassung des Aufbereitungszustands des Poliertuchs 1 können verschiedene Parameter verwendet werden. Die verwendeten Parameter hängen sowohl von der Art des Poliertuchs, als auch von der Art des CMP-Prozesses ab, bei dem das Poliertuch eingesetzt wurde.
  • Der erste Motor 4, der zweite Motor 7 und der Antrieb 9 stehen über Strom- und Steuerleitungen 14, 15, 16 mit einem Steuergerät 17 in Verbindung. Das Steuergerät 17 steuert sowohl die Drehzahl des ersten, als auch des zweiten Motors 4, 7. Weiterhin sind in einer ersten Ausführungsform ein erster Stromsensor 18 an ersten Stromleitungen 14 des ersten Motors 1 und ein zweiter Stromsensor 19 an zweiten Stromleitungen 15 des zweiten Motors 7 angeordnet. Der ersten Stromsensor 18 und der zweite Stromsensor 19 stehen über Signalleitungen mit dem Steuergerät 17 in Verbindung. In Abhängigkeit von der Ausführungsform reicht auch die Anordnung nur eines Stromsensors 18, 19 entweder beim ersten oder beim zweiten Motor 4, 7 aus.
  • Versuche haben gezeigt, dass sich der Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 in der Reibungskraft zeigt, die zwischen dem Konditionierwerkzeug 6 und dem Poliertuch 1 während des Aufbereitungszustands vorliegt.
  • Somit kann durch Erfassung der während des Aufbereitungszustands vorliegenden Reibungskraft, die zwischen dem Konditionierwerkzeug 6 und dem Poliertuch 1 herrscht, der Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 erfasst werden. Zur Erfassung der Reibungskraft können verschiedene Parameter verwendet werden. Wird beispielsweise der erste Motor 4 und/oder der zweite Motor 7 mit konstanter Drehzahl während des Aufbereitungsverfahrens angetrieben, so kann durch eine Veränderung der Stromaufnahme durch den ersten und/oder den zweiten Motor 4, 7 eine Veränderung in der zwischen dem Konditionierwerkzeug 6 und dem Poliertuch 1 wirkenden Reibungskraft erkannt werden. Dazu überwacht das Steuergerät 17 über die Stromsensoren 18, 19 die Stromaufnahme des ersten und/oder des zweiten Motors 4, 7. In einem Speicher des Steuergeräts 17 sind festgelegte Stromänderungen und/oder festgelegte Stromwerte abgelegt, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entsprechen. Erkennt nun das Steuergerät 17, dass während des Aufbereitungszustands die im Speicher abgelegte Stromänderung und/oder die im Speicher abgelegten Stromwerte für den ersten und/oder den zweiten Motor 4, 7 vorliegen, so wird vom Steuergerät 17 der Aufbereitungsvorgang des Poliertuchs 1 abgebrochen. Die im Speicher abgelegten Stromänderun gen und/oder Stromwerte sind experimentell für das verwendete Konditionierwerkzeug und das verwendete Poliertuch zu ermitteln, da diese sowohl von der Art des Konditionierwerkzeugs, als auch von der Art des Poliertuchs abhängen. Weiterhin sind die abgelegten Stromänderungen und die abgelegten Stromwerte, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entsprechen, auch von den für den ersten und den zweiten Motor 4, 7 verwendeten Motortypen abhängig. Zudem hat auch die verwendete Spülflüssigkeit und die verwendete Drehzahl Einfluss auf die Stromänderungen und/oder die Stromwerte, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entsprechen.
  • In einem weiteren Ausführungsbeispiel werden der erste und/oder der zweite Motor 4, 7 nicht mit einer konstanten Drehzahl, sondern mit einem konstanten Strom angetrieben. In dieser Ausführungsform kann die Änderung der Reibungskraft und die Größe der Reibungskraft, die zwischen dem Konditionierwerkzeug 6 und dem Poliertuch 1 herrscht, über die Drehzahl des ersten und/oder des zweiten Motors 4, 7 erfasst werden. In dieser Ausführungsform sind dem ersten und/oder dem zweiten Motor 4, 7 jeweils ein erster bzw. ein zweiter Drehzahlsensor 20, 21 zugeordnet, die über jeweils eine Signalleitung mit dem Steuergerät 17 verbunden sind. In dieser Ausführungsform sind im Speicher 22 des Steuergeräts 17 entsprechende Werte für die Drehzahländerung und/oder die Drehzahl abgelegt, die zuvor experimentell ermittelt wurden, und die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entsprechen. Durch einen Vergleich der abgelegten Drehzahländerungen und/oder Drehzahlwerte erkennt das Steuergerät das Erreichen eines gewünschten Aufbereitungszustands des Poliertuchs und beendet den Aufbereitungsvorgang.
  • In einer weiteren Ausführungsform, bei der die Reibungskraft als Maß für den Aufbereitungszustand des Poliertuchs verwendet wird, wird die Temperatur der Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 als Maß für die Reibungskraft erfasst und mit abge legten Temperaturwerten und/oder Temperaturänderungen verglichen. Die Temperaturwerte und/oder Temperaturänderungen sind im Datenspeicher 22 abgelegt. Zudem ist ein optischer Temperatursensor 23 über dem Poliertuch 1 angeordnet, der während des Aufbereitungsvorgangs die Temperatur der Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 erfasst. Der Temperatursensor ist über eine Signalleitung mit dem Steuergerät 17 verbunden. Das Steuergerät 17 erfasst die Temperatur des Poliertuchs 1 und vergleicht die aktuelle Temperatur mit der im Speicher 22 abgelegten Temperatur, die zuvor experimentell ermittelt wurde und einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entspricht. Anstelle der Temperatur kann auch eine experimentell ermittelte Temperaturänderung des Poliertuchs 1 verwendet werden, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entspricht. Die Temperatur ist auch in diesem Fall wieder ein Maß für die zwischen dem Konditionierwerkzeug 6 und dem Poliertuch 1 herrschenden Reibungskraft. Weist das Poliertuch 1 die im Speicher 22 abgelegten Temperatur und/oder Temperaturänderung auf, so weist das Poliertuch 1 den gewünschten Aufbereitungszustand auf und das Steuergerät 17 beendet den Aufbereitungsvorgang.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zur Erfassung des Aufbereitungszustands des Poliertuchs 1 die Dicke des Poliertuchs 1 während des Aufbereitungszustands erfasst. Dazu sind im Datenspeicher 22 für das verwendete Poliertuch 1 entsprechende Werte für die Dicke abgelegt, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entsprechen. Die Werte wurden zuvor experimentell ermittelt. Die Dickenänderung während des Konditioniervorgangs ist signifikanter als eine absolute Dicke in Korrelation zum Aufbereitungszustand.
  • Die Dicke des Poliertuchs 1 ändert sich während des CMP-Prozesses durch die mechanische Beanspruchung und/oder durch das Ansammeln von Poliermaterial, das bei dem CMP-Prozess verwendet wird. Bei dem Aufbereitungsvorgang wird sowohl die mechanische Struktur des Poliertuchs 1 wieder gelockert, als auch das Poliertuch 1 von Poliermaterial gereinigt. Somit ändert sich während des Aufbereitungsvorgangs die Dicke des Poliertuchs 1, die somit als Maß für den Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 verwendet werden kann.
  • Zur Erfassung der Dicke des Poliertuchs 1 wird beispielsweise ein optischer Sensor 24 eingesetzt. Der Sensor 24 erfasst dabei den Abstand zwischen der Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 und dem Sensor 24. Dazu ist der Sensor 24 ortsfest oberhalb des Poliertuchs 1 angeordnet. Zudem ist im Datenspeicher 22 ein Wert für den Abstand zwischen der Oberfläche des Tuchträgers 2 und dem Sensor 24 abgelegt. Aus der Differenz zwischen dem Abstand des Sensors 24 und der Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 und dem abgelegten Wert für den Abstand zwischen dem Sensor 24 und der Oberfläche des Tuchträgers 2 berechnet das Steuergerät 17 die aktuelle Dicke während des Aufbereitungsvorgangs. Entspricht die aktuelle Dicke des Poliertuchs 1 einem abgelegten Wert für die Dicke, die einem gewünschten Aufbereitungszustand entspricht, so beendet das Steuergerät 17 den Aufbereitungsvorgang.
  • In einer weiteren Ausführungsform wird die Dicke des Poliertuchs mit einem induktiven Messverfahren bestimmt. Dazu ist auf der Oberfläche 12 des Poliertuchs 1 eine metallische Platte 29 angeordnet, die zusammen mit dem metallischen Tuchträger 2 als Kondensator wirkt. Aus der Kapazität des Kondensators ermittelt das Steuergerät 17 die Dicke des Poliertuchs 1.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird zur Erfassung der Dicke des Poliertuchs 1 bzw. zur Erfassung des Aufbereitungszustands des Poliertuchs 1 die Höhenposition des Konditionierwerkzeugs 6 erfasst. Dazu weist das Konditionierwerkzeug 6 eine Messfläche 25 auf, die der Sensor 24 abtastet. Das Konditionierwerkzeug 6 wird während des Aufbereitungsverfahrens mit einem festgelegten Druck auf die Oberflä che 12 des Poliertuchs 1 gedrückt. Versuche haben gezeigt, dass sich während des Aufbereitungsverfahrens die Weichheit des Poliertuchs 1 ändert. Somit ändert sich auch die Höhenposition des Konditionierwerkzeugs 6 und kann deshalb für die Erkennung eines gewünschten Aufbereitungszustands des Poliertuchs 1 verwendet werden. Dazu wurden zuvor experimentell Werte für die Höhenposition des Konditionierwerkzeugs 6 abgelegt, die bei einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 vorliegen. Die Höhenposition des Konditionierwerkzeugs 6 wird während des Aufbereitungsvorgangs erfasst und das Steuergerät 17 vergleicht den über den Sensor 24 erfassten Abstand zum Konditionierwerkzeug 6 und vergleicht den erfassten Abstand mit dem abgelegten Abstand, der einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht. Anstelle des Abstands bzw. der Höhenposition der Konditionierwerkzeuges 6 kann auch eine Änderung des Abstandes bzw. eine Änderung der Höhenposition des Konditionierwerkzeugs 6 verwendet werden, um einen gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs zu erkennen. Dazu ist eine entsprechende Änderung der Höhenposition bzw. eine entsprechende Änderung des Abstands zwischen dem Sensor 24 und dem Konditionierwerkzeug 6 im Datenspeicher 22 abgelegt, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 entsprechen und zuvor experimentell ermittelt wurden. Ändert sich die Höhenposition gemäß dem abgelegten Wert für die Höhenposition, so wird der Aufbereitungsvorgang des Poliertuchs beendet.
  • In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zur Erfassung des Aufbereitungszustands des Poliertuchs 1 die Qualität der Spülflüssigkeit verwendet. Versuche haben gezeigt, dass sich die Qualität der Spülflüssigkeit mit dem Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 ändert. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Poliertuch 1 bei CMP-Prozessen eingesetzt wurde, bei denen chemische Poliermittel und/oder mechanische Poliermittel eingesetzt wurden. Am Anfang des Aufbereitungsverfahrens ist das Poliertuch 1 noch mit relativ viel Poliermittel verunreinigt. Somit wird in der Anfangsphase relativ viel Poliermittel aus dem Poliertuch 1 ausgebürstet und ausgeschwemmt. Das Poliermittel wird mit der Spülflüssigkeit auf den Boden des Spülbeckens 5 gespült. Zur Erfassung der Verunreinigung ist ein entsprechender chemischer Sensor 26 am Boden des Spülbeckens 5 angeordnet, der über eine Signalleitung mit dem Steuergerät 17 verbunden ist. Der chemische Sensor 26 erfasst nun die Qualität des Spülwasser, die beispielsweise in Form des pH-Wertes und/oder in Form der Konzentration von festgelegten Ionen eines Poliermittels erfasst werden kann. In einer Experimentierphase wird die Qualität des Spülmittels erfasst, die ein Poliertuch 1 aufweist, das einem gewünschten Aufbereitungszustand aufweist. Entsprechende Werte für die Qualität der Spülflüssigkeit, insbesondere den pH-Wert oder eine festgelegte Konzentration eines Ions, das bei einem vorhergehenden CMP-Prozess als Poliermittel verwendet wurde, sind im Datenspeicher 22 abgelegt. Während des Aufbereitungszustands erfasst der chemische Sensor 26 den pH-Wert oder die entsprechende Ionenkonzentration und gibt ein entsprechendes Signal an ein Steuergerät 17. Das Steuergerät 17 vergleicht die erfassten Werte für den pH-Wert und/oder die Ionenkonzentration mit den abgelegten Werten für den pH-Wert und/oder die Ionenkonzentration, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entsprechen. Weist die Spülflüssigkeit den gleichen pH-Wert und/oder die gleiche Ionenkonzentration wie die abgelegten Werte auf, so wird das Aufbereitungsverfahren beendet, denn in diesem Fall weist das Poliertuch den gewünschten Aufbereitungszustand auf. Anstelle von pH-Werten und/oder von Ionenkonzentrationen können auch Änderungen des pH-Werts und Änderungen der Ionenkonzentration als Vergleichswerte im Datenspeicher 22 abgelegt sein, die zuvor experimentell ermittelt wurden.
  • In einer weiteren Ausführungsform kann als Maß für den Aufbereitungszustand auch eine Ionenkonzentration eines Materials verwendet werden, das beim CMP-Prozess abgetragen wurde und sich im Poliertuch abgesetzt hat. Auch in diesem Fall werden Vergleichswerte, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entsprechen, experimentell ermittelt und im Datenspeicher abgelegt.
  • Die Qualität der Spülflüssigkeit kann zudem auch bei Aufbereitungsverfahren eingesetzt werden, bei denen die Aufbereitung des Poliertuchs mit einem Flüssigkeitsstrahl durchgeführt wird.
  • 2 zeigt eine weitere Vorrichtung zur Aufbereitung eines Poliertuchs 1, das mithilfe von Ultraschallwellen gereinigt wird. Dazu ist auf dem Poliertuch 1 ein Gefäß 35 angeordnet, das eine Wassersäule 34 auf dem Poliertuch 1 begrenzt. Das Poliertuch ist auf einem Tuchträger 2 gehaltert. Die Wassersäule wird mit einer Spülflüssigkeit 27 gespült. Die Spülflüssigkeit 27 dient zur Spülung und als Übertragungsmedium für die Ultraschallwellen, die von einer Ultraschallquelle 28 abgegeben werden. Die Ultraschallquelle 28 ist ebenfalls in der Wassersäule angeordnet. Die Spülflüssigkeit 27 wird von einem Zuleitungsrohr 10 in die Wassersäule 34 abgegeben. Das Gefäß 35 weist einen Abfluss 11 auf, über den die Spülflüssigkeit aus der Wassersäule abfließt.
  • Auch bei dieser Anordnung kann die Qualität der Spülflüssigkeit zur Erfassung des Aufbereitungszustands des Poliertuchs 1 verwendet werden. Dazu ist nahe dem Abfluss 11 ein chemischer Sensor 26 angeordnet. Der chemische Sensor 26 ist stromabwärts in Bezug auf das Poliertuch 1 und der Strömung der Spülflüssigkeit angeordnet. Durch die laufende Spülung ändert sich die Qualität der Spülflüssigkeit mit dem Aufbereitungszustand des Poliertuchs. Auch in dieser Ausführungsform kann der pH-Wert der Spülflüssigkeit und/oder eine festgelegten Ionenkonzentration über den chemischen Sensor 26 erfasst und an das Steuergerät 17 (nicht dargestellt) weitergeleitet werden.
  • Im Steuergerät 17 sind für die entsprechende Anordnung experimentell ermittelte Vergleichswerte für die pH-Konzentration und/oder die festgelegte Ionenkonzentration abgelegt, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entsprechen. Anstelle des pH-Wertes und/oder der festgelegten Ionenkonzentration kann auch eine pH-Wertänderung und/oder eine Ionenkonzentrationänderung als Vergleichswert erfasst und abgelegt sein. Auch die pH-Wertänderung und/oder die Ionenkonzentrationänderung wurde zuvor experimentell ermittelt. Erkennt das Steuergerät 17, dass die Qualität der Spülflüssigkeit einem abgelegten Wert entspricht, so wird vom Steuergerät 17 der Aufbereitungsvorgang durch die Ultraschallquelle 28 beendet.
  • 3 zeigt eine Anordnung, bei der eine Reibungsmesseinheit 31 vorgesehen ist, mit der der Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 mit einer Reibungsmessung erfasst wird. Dazu ist ein Drehmotor 32 vorgesehen, der eine Messscheibe 33 in Rotationsbewegung über die Oberfläche 12 des Poliertuchs bewegt. Dabei wird die Messscheibe mit einer definierten Kraft auf das Poliertuch 1 gedrückt. Gleichzeitig wird die zwischen der Messscheibe 33 und dem Poliertuch 1 wirkende Reibungskraft erfasst. Dazu wird beispielsweise die Stromaufnahme des Drehmotors 32 erfasst. Der erfasste Wert für die Reibungskraft wird an das Steuergerät 17 übermittelt und mit abgelegten Vergleichswerten verglichen. Anstelle der Reibungskraft kann auch oder zusätzlich eine Änderung der Reibungskraft verwendet werden.
  • Aus dem Vergleich erkennt das Steuergerät 17 einen gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs und der Aufbereitungsvorgang wird beendet.
  • 4 zeigt eine weitere Anordnung, bei der zusätzlich zur Platte 29, die auf der Oberfläche des Poliertuchs 1 aufgebracht ist, ein Kapazitätsmessgerät 30 vorgesehen ist, das die Kapazität des Kondensators erfasst, der zwischen der Platte 29 auf dem Tuchträger 2 ausgebildet ist. Der Wert und/oder die Änderung des Werts der Kapazität wird vom Kapazitätsmessgerät 30 an das Steuergerät 17 weitergeleitet. Das Steuergerät 17 erkennt aus einem Vergleich der gemessenen Kapazität und/oder Kapazitätsänderung mit abgelegten Werten einen gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs 1 und beendet das Aufbereitungsverfahren.
  • 1
    Poliertuch
    2
    Tuchträger
    3
    Erste Achse
    4
    Erster Motor
    5
    Spülbecken
    6
    Konditionierwerkzeug
    7
    Zweiter Motor
    8
    Führungsachse
    9
    Antrieb
    10
    Zuleitungsrohr
    11
    Abfluss
    12
    Oberfläche
    13
    Bearbeitungsfläche
    14
    Strom-/Steuerleitung
    15
    Strom-/Steuerleitung
    16
    Strom-/Steuerleitung
    17
    Steuergerät
    18
    Erster Stromsensor
    19
    Zweiter Stromsensor
    20
    Erster Drehzahlsensor
    21
    Zweiter Drehzahlsensor
    22
    Datenspeicher
    23
    Temperatursensor
    24
    Optischer Sensor
    25
    Messfläche
    26
    Chemischer Sensor
    27
    Spülflüssigkeit
    28
    Ultraschallquelle
    29
    Platte
    30
    Messgerät
    31
    Reibungsmessgerät
    32
    Drehmotor
    33
    Messscheibe
    34
    Wassersäule
    35
    Gefäß

Claims (10)

  1. Verfahren zum Aufbereiten eines Poliertuchs, wobei eine Polierfläche des Poliertuchs mit einem Aufbereitungsverfahren aufbereitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufbereitungszustand des Poliertuchs überwacht wird, und dass das Aufbereitungsverfahren beendet wird, wenn ein festgelegter Aufbereitungszustand erreicht wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Poliertuchs mit einem mechanischen Verfahren aufbereitet wird, wobei die Oberfläche des Poliertuchs mit einem Werkzeug abgerieben wird, wobei zwischen der Oberfläche und dem Werkzeug während des Aufbereitungsverfahrens eine Reibungskraft auftritt, dass die Reibungskraft erfasst wird, dass bei Erfassen einer festgelegten Reibungskraft oder einer festgelegten Änderung der Reibungskraft, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht, das Aufbereitungsverfahren beendet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Relativbewegung zwischen dem Poliertuch und dem Werkzeug mit einem Motor erzeugt wird, dass der Motor mit einer vorgegebenen Drehzahl angetrieben wird, dass der vom Motor aufgenommene Strom erfasst wird, und dass bei einer festgelegten Änderung des Motorstroms und/oder bei einem festgelegten Motorstrom, der einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht, das Aufbereitungsverfahren beendet wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung des Aufbereitungszustandes des Poliertuchs die Dicke des Poliertuchs verwendet wird, dass die Dicke des Poliertuchs erfasst wird, dass bei Erreichen einer festgelegten Dicke oder einer festgelegten Dickenänderung, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht, das Aufbereitungsverfahren beendet wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Poliertuchs mit einem mechanischen Verfahren aufbereitet wird, wobei mit einem Werkzeug die Oberfläche des Poliertuchs abgerieben wird, wobei zwischen der Oberfläche und dem Werkzeug während des Aufbereitungsverfahrens eine Reibungskraft auftritt, dass als Parameter für den Aufbereitungszustand des Poliertuchs die Temperatur des Poliertuchs erfasst wird, dass bei Erfassen einer festgelegten Änderung der Temperatur und/oder einer festgelegten Temperatur des Poliertuchs das Aufbereitungsverfahren beendet wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Poliertuchs während des Aufbereitungsverfahrens mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser gereinigt wird, dass als Parameter für den Aufbereitungszustand eine vorgegebene Qualität der Flüssigkeit erfasst wird, dass das Aufbereitungsverfahren beendet wird, wenn die Qualität der Flüssigkeit einem festgelegte Qualität und/oder eine festgelegte Änderung der Qualität aufweist, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Poliertuchs während des Aufbereitungsverfahrens mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser gereinigt wird, dass als Parameter für den Aufbereitungszustand ein pH-Wert der Flüssigkeit erfasst wird, dass das Aufbereitungsverfahren beendet wird, wenn die Flüssigkeit einen festgelegten pH-Wert und/oder eine festgelegte Änderung des pH-Wertes aufweist, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht.
  8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Poliertuchs mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser gereinigt wird, dass als Parameter für den Aufbereitungszustand eine Konzentration eines Poliermaterials verwendet wird, das während eines vorausgehenden Poliereinsatzes des Poliertuchs verwendet wurde, dass die Konzentration des Poliermaterials in der Flüssigkeit erfasst wird, dass das Aufbereitungsverfahren beendet wird, wenn die Konzentration einen festgelegten Wert unterschreitet, oder wenn eine festgelegte Änderung der Konzentration des Poliermaterials auftritt, die einen gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht.
  9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Padoberfläche während des Reinigungsvorganges mit einer Flüssigkeit, insbesondere mit Wasser gereinigt wird, dass als Parameter für den Reinigungszustand eine Konzentration wenigstens eines Anteils eines abgeriebenen Materials verwendet wird, das während eines vorausgehenden Poliereinsatzes mit dem Poliertuch von einer zu polierenden Schicht abpoliert wurde, dass die Konzentration des Materials in der Flüssigkeit erfasst wird, dass das Aufbereitungsverfahren beendet wird, wenn die Konzentration einen festgelegten Wert unterschreitet, oder wenn eine festgelegte Änderung der Konzentration auftritt, die einem gewünschten Aufbereitungszustand des Poliertuchs entspricht.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufbereitungszustand während des Aufbereitungsverfahrens kontinuierlich überwacht wird.
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